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Samstag, 26. Januar 2019

Transdementia praecox


Am Ende des psychospirituellen Individuationsprozesses tritt an die Stelle des Über-Ichs das Gewahrsein. Objektiv betrachtet scheinen sich die  beiden "Mechanismen" auf's Haar zu gleichen. Würde ich einem herkömmlichen angepassten Ich-Psychologen mein neues Denken und Erkennen (erkennendes Denken, denkendes Erkennen) schildern, könnte er gar nichts anderes tun, als diagnostizieren, dass ich offenbar von einem spirituellen Zensor beherrscht würde, der jede Ego-Regung als böse und schlecht erkennt und zu eliminieren oder verdrängen suchte.

Wie ich schon oft erwähnte hat sich mein Denken seit jener Nacht in 2011 einerseits total verändert, bzw. ist es in stetiger Veränderung begriffen, infolge ändert sich natürlich auch der Sprachgebrauch. Andererseits aber hat es sich nicht groß verändert, vielleicht nur in der Weise, als ich jetzt fähig bin, den Verstand weiterhin zu nutzen, im Gegensatz zu früher aber lerne, ihn auf die rechte Art und zu gegebener Zeit zu gebrauchen. Ich denke und spreche auch nicht mehr gerne von Spiritualität und Gott, was m. E. aber notwendig wird, wenn man von Evolution spricht. Keine Evolution ohne Involution.

Wie schon oft erwähnt, sind Wunsch-, Planungs- und Absichtsbekundungen jeglicher Art für mein  transegoisches Ich sehr schwer zu formulieren und wenn ich ab und an doch noch welche äussere, dann muss ich gleich darauf schon drüber lachen.  Das gilt für  Zielsetzungen jeder Art. Kommt es doch mal vor, dass ich schreibe oder sage, dass ich dies und jenes tun WERDE oder tun WILL,  ist mir sofort bewusst, dass es nur hohle "Versprechungen" sind, die ich gleich darauf vergessen habe, weil es mir sehr schwer fällt, etwas in  meinem Gedächtnis zu behalten, was ich in der Zukunft zu tun geDENKE. Das liegt nicht am Alter, sondern weil ich  weder Begehren noch einen Willen habe, ihn durchzusetzen.  Entweder "kriege" ich etwas spontan, JETZT, oder gar nicht.
Das Formulieren von Absichten ist einfach unstimmig und entspricht nicht mehr meinem Bewusstsein.
 Der sprachliche Gebrauch des zukunftsorientierten  "Ich WERDE tun" stößt bei mir auf Widerstand, deshalb drücke ich mich lieber  in der Präsenzform aus, wobei ich genau das auch tue, was ich ansonsten nur ansage  und ich tue es SOFORT. JETZT,   was ich im Future-Modus nur irgendwann zu tun beabsichtigen scheine.     Auf diese Weise muss ich nichts im Gedächtnis abspeichern und in der Warteschleife halten,  kurz: ich muss mich nicht (krampfhaft) erinnern, sondern kann spontan das tun, was JETZT notwendig ist.
Konkretes Beispiel: Gestern hatte ich die Idee,  - zu einem SPÄTEREN Tageszeitpunkt -  meine Freundesliste zu reduzieren und so postete  ich eine Info an die Facebook-Friends-Gemeinde. Die erste Formulierung ging so:


Achtung Achtung, wegen FB-Streßbefalls WERDE ich meine Facebook-Freundesliste reduzieren.
Darüber kam ich wie gewohnt ins Stolpern, derweil ich sofort gewahr wurde, dass ich diese Absicht  evtl.gar nicht realisieren kann, wenn ich es nicht sofort tue. Also schrieb ich:
(...)wegen FB-Streßbefalls REDUZIERE ich meine Facebook-Freundesliste ...

DAS ist ein Statement! (By the way: Ein Ich-Psychologe könnte hier diagnostizieren, dass es ein perfektionistisches Über-Ich wäre, was mich zu solchen Überlegungen anstachle...lol.) Was ich mit dem komplizierten "Geschwurbel" veranschaulichen will? Ich kann mir nichts mehr vornehmen! Ich KANN nichts mehr  planen.  Ich MUSS die Dinge SPONTAN erledigen,  wenn ich das nicht mache,  VERGESSE ich sie.
Irgendwie will sich meine  Sprache und mein Tun miteinander in  Einklang bringen.  Auch die Sprache will sich verEINfachen und meinem Gegenwärtigsein anpassen und annähern... 
Annähern, genau, eben eben- das alles ist so  schwer zu beschreiben, weil sich Präsenz (=Einheitsbewusstsein) gar nicht bw. nur in annähernden Worten beschreiben läßt. Sprache und Gegenwärtigkeit  schliessen einander völlig aus! Paradoxerweise scheint es mir, dass ich um so mehr schreibe, um so mehr sich die Sprache vereinfacht...

Termine einzuhalten ist noch schwerer  bzw. wird immer schwerer, je weniger Termine ich habe.   Je MEHR Termine ich habe und wahrnehme, desto strukturierter ist mein Tag und mein Bewusstsein. Es ist ein ständiges Schwanken zwischen Ordnung und Chaos. Bindung und Lösung.
Wider Erwarten gewöhne ich mich aber auch relativ schnell wieder daran und mir bewusst, wie schnell alles  wieder zur Routine erstarren kann:  Jeden Tag nur ein einziger Termin -  irgendwo zur Krankengymnastik, Sport, Rathaus oder andere Erledigungen -  kostet mich ja einige Stunden Zeit und das heisst, dass ich mich zwangsläufig  einschränke in dem Sinne, dass ich den zeitlosen nach  Innen orientierten vertikalen BW-Modus verlasse, um im Modus  linearer raumzeitlicher Aussenorientierung meinen "Verpflichtungen" - den Anforderungen der "realen" Welt nachzugehen. Eine "Entfremdung", die mich aber nicht mehr aus den Latschen kippt bzw. aus der SELBSTzentrierung, wie dies früher noch oft der Fall war, als das Gewahrsein noch  nicht stabil war  und ich  mich sofort heimatlos und aus der Gnade gefallen fühlte, wenn die Welt "da draussen"  Aufmerksamkeit von mir forderte.  Das ist heute nicht mehr so, ich halte mich ohne Gewinn- oder Verlustgefühl in beiden "Welten" oder Ebenen auf. Da ist kein Unterschied mehr in der Qualität der Wahrnehmung.  Keine Pause, kein "unendlicher Abgrund" mehr.

Einmal mehr erkenne ich,  auf welche Weise sich der Egomind die Zeit strukturiert, wie sehr der Mensch von der Zeit geknebelt und  "in's Geschirr genommen" wird. Aber diese Erkenntnis erschreckt mich nicht mehr.  Angst, wieder in Routine zu erstarren, kenne ich auch  nicht.  (Diese blitzartigen Einblicke in die Abgründigkeit der Zeit,  wie sie mich im Kontext von Schattenintegration heimsuchten, waren für mich immer schreckliche Torturen, die den ganzen Leib-Seele-Organismus schockten. Alles wehrte sich dagegen... bis wirklich auch die letzte Zelle glücklich war,  dauert es noch eine geraume Zeit.)

Ich fällt mir morgens schwer zu sagen, welchen Tag wir haben und wenn es mir einfällt, kann ich das nicht speichern. Früher hatte jeder Wochentag eine ganz bestimmte gefühlsmäßige Färbung , so gab es ein bestimmtes "Montagsgefühl" und dieses verliess mich tagsüber nicht, ausser wenn ich die Zeit vergass, was früher aber nicht in dem Ausmass  der Fall war, wie JETZT.

Es gibt Spirituelle,  die mir diese Vergesslichkeit/Zeitlosigkeit nicht "abnehmen", die sollten mich mal einen Tag lang beobachten, wie kopflos ich durch die Gegend laufe, wie chaotisch meine Handlungen sind, wenn ich nicht gerade am Schreiben bin.  Ständig werde ich geistig total absorbiert und alles andere vergesse ich. Ich fang etwas an zu tun und lass es gleich darauf liegen, weil "es" mich schon wieder fortträgt.  Kaum eine Tätigkeit wird zu Ende geführt, bzw. dauert es seine ZEit, bis ich mich wieder erinnere.
Morgens stehe ich zwischen 7 und 9 Uhr auf, gucke meist nicht auf die Uhr und wenn ich gucke, vergesse ich die Zeit  gleich wieder und weiss erst welchen Tag wir haben, wenn es von der Welt drastisch eingegefordert wird oder mich irgendein äusserer  oder innerer Reiz daran erinnert, dass ich Termine hab. (Das ist für mich "Stress", nur  dass ich mich nicht darüber errege;  der Stress liegt darin, dass ich mich nicht beeilen kann,  weil ich keine schnellen Bewegungen mehr machen kann und ich zudem schnell Luftnot bekomme bei Anstrengungen. Schliesslich bin ich schon ein Altes Mädchen von 72 Jahren, habe mich  quasi schon ins  Seniorenzentrum eingeliefert und kann mir meine "Zerstreutheit" und Altersschwachsinnigkeiten jeglicher Art ohne Skrupel oder Scham  leisten - Hauptsache, der Geist bleibt beweglich. lol)

Einen Plan habe ich nicht, aber es sind immer dieselben Tätigkeiten, die ich morgens absolviere. Wann ich damit fertig bin, steht allerdings in den Sternen. Ich setze vielleicht um 8 Uhr Kaffee auf, der 2 Stunden später erst fertiggestellt ist (Handfilterung) Fang an, mich anzukleiden, komme bis zur langenHose, Socken und das Nachthemd ziehe ich erst am Mittag aus. Manchmal vergesse ich die Socken, merke das erst, wenn meine Füße eiskalt sind und ich ein komisches unangenehmes  Druckgefühl auf der Brust fühle, was mir sagt, dass der Blutdruck zu hoch ist und ich am besten einen Keks und meine Morgenbanane banane esse.  (Meine Wohnung/EG steht auf Fels und ist in den Felsen hineingebaut, sehr kalt, im Winter nur bis grad mal 19 Grad beheizbar. Für ältere Knochengestelle eine absolute Fehlplanung. Na ja, das Christl. Seniorenzentrum, dem ich angegliedert in einem separaten Bau wohne, Nordseite, der zudem noch in einen steilen Berghang hineingesetzt wurde, war ursprünglich ein Kurheim und keinesfalls für alte Leute konzipiert. 4 Etagen, kein Aufzug, eine steile, schwindelerregende,  weil vergitterte Metall-Wendeltreppe oder wahlweise ein steiler Fussweg,  der von der Strasse zum Haus hoch führt oder ein etwas längerer Umweg durch den Wald zur Haupttür, der nicht viel weniger steil ist. Aber die Leute, die bislang in diesem Haus gestorben sind, wurden immer steinalt! :D Es ist so: Man kann Betreuung kriegen, wenn man sie braucht, dann muss man sich nicht mehr selbst versorgen und wenn das Ende naht, wird man bis zum Tod auf die andere Strassenseite hinuber in die Pflege gebracht. Solche Plätze, wie ich einen habe, sind insbesondere  von Menschen ohne Angehörige sehr begehrt, da hat man quasi ausgesorgt und muss sich keine Gedanken mehr über die Zukunft machen.  Sollte irgendetwas passieren, ist sofort jemand da. Für mein Budget zwar etwas sehr teuer, aber grad noch finanzierbar. 

Das Haus ist kalt und auch die Kontakte untereinander sind sehr unterkühlt, was mich aber nicht stört, da ich keine Bedürfnisse mehr nach menschlicher Nähe habe. Man hält die Bekanntschaft grad so aufrecht, dass keine Entfremdung eintritt und jeder jeden jederzeit wiederkennen kann... ein paar Sätze nur -   "soziale Geräusche", - wenn man sich mal unterwegs im Haus  oder auf der Strasse trifft, was selten vorkommt. Man hockt sich hier nicht auf der Pelle und wahrt allgemein eine angenehme freundliche Distanz. Länger als 10 Minuten spricht man nicht miteinander was wohl auch am Desinteresse liegt bzw.  daran, dass alte Leute immer selbstbezogener werden und überhaupt nicht mehr zuhören können.  Wenn ich noch in irgendeiner Form bedürftig wäre, würde ich hier erfrieren.  Ich wohne nun das dritte Jahr hier und es gab noch keinen einzigen Konflikt zwischen den Mietparteien.  Jeder gibt sich hilfsbereit, nimmt aber Hilfe kaum in Anspruch, weil er dafür dafür Sorge trägt, dass dieser Fall nie eintritt.  Niemand drängt seine Hilfe anderen auf.

Dieser Winter ist der erste Winter, der mir richtig spürbar in die Knochen geht. Diese  körperliche Hitze, die mich wärmte und die ich nach der Großen Feuertaufe im Jahr 2011 spürbar ausstrahlte, hat sich schon lange wieder zurückgezogen und körperlich wird mir nunmehr kälter und kälter. Mir tut alles weh, die Gelenke.. die Haut;  seit ein paar Tagen muss ich mir angewärmten !! Pullover/Jacken anziehen, weil die Haut meines Rückens  bei Erstberührung derartig schmerzt, als hätte ich die Jacke aus dem Eisfach geholt. Das kannte ich bislang gar nicht.... hm... eine Empfindung ähnlich der, wenn Japanisches Heilöl auf Schleimhäute trifft. Boahhh... :D (keine Angst, ich lache noch! Ah, gestern habe ich meinen Facebook Nickname von Lol'Sophie in Lall'Sophie geändert. Das erkläre ich jetzt aber nicht, he he )

Werde ich nun alt oder bin ich's etwa schon?
Hm... was ich zur Zeit nicht alles habe:  Ich habe Rücken, ich habe Knie, ich habe Blutdruck...habe Beine...
Das Bewusstsein, dass  ICH in WAHRHEIT nicht  Rücken, Knie und Blutdruck BIN, hat sie nicht aus der Welt geschafft.  Erleichternd ist, dass ich zumeist in einer größtenteils schmerzbefreiten Gegenwart leben kann und quasi unfähig dazu bin,  mir ZEIT zu nehmen, darüber nachzugrübeln, wohin das alles führen könnte. 
Ja sicher, ab und an kommt good old Ego um die Ecke und hegt wie gewohntseine üblichen Erwartungen auf kontinuierliche Heilung, aber da ist nichts, was mich ich in irgendeiner Weise in Sicherheit wiegen könnte.
Ah, da kommt mir gerade eine Idee, aus welchem Grund es mir so unmöglich sein könnte, KONTINUIERLICHE Besserung und Heilung zu registrieren.  Vielleicht deswegen, weil ich nun den Großteil meines neuen LEBENS in einem zeitlosen SEIN lebe, in dem es per se unmöglich ist, ein WERDEN zu registrieren?  Das Kontinuum des Werdens  entzieht sich ja doch jeder konkreten Beobchtung und kann nur retrospektiv aus dem angesammelten WISSEN über die Vergangenheit geschlossen werden
Ich weiss nicht - ist es so oder scheint es mir nur so, dass es mir nun quasi unmöglich ist, "zurück" zu schauen und Vergleiche zwischen damaligem  und heutigem körperlichen Zustand zu ziehen?  Mein MIND kann ja nichts mehr anhäufen, er MUSS alles loslassen. Ich kann gar nicht mehr beurteilen, ob es mir "damals" besser oder schlechter ging als heute.
Oi jeh, jetzt muss ich erst mal frühstücken. (14.07 Uhr)


Yep, und wo ich schon mal dabei bin: An den 2  WS-Operationen aus 2017 knabbere ich immer noch. Schmerzen sind nach wie vor da, sie kommen und gehen im Stundentakt,  so dass ich keine Schmerzmittel nehmen muss, da ich die Erfahrung machte, dass sie von selbst nach einiger ZEit vorübergehen.  Eine leichte Besserung ist eingetreten, was das Laufen betrifft. Wenn ich aber hinfalle, komme ich immer noch nicht hoch. Komischerweise klappte dies nach der ersten Op an der Halswirbelsäule wieder sehr gut, ich konnte die Beine auch im Liegen wieder heben. Auch meine Hände bzw. Finger waren wieder so stark, dass ich sogar wieder kraftvoll in die Tasten meines Keyboards hauen konnte. Das alles änderte sich wieder mit der zweiten Operation an der Lendenwirbelsäule, bei der sich nach ein paar Wochen wieder dieselben Beschwerden einstellten wie vorher. - -


Zurück zum Thema Vergessen/Loslassen:
Ich lass mich schnell ablenken in meinen Handlungen. Nur beim Schreiben/Sitzen/Nichtstun   kann mich so schnell nichts ablenken. Da stehe ich ausserhalb von Raum und Zeit.
Hm... Fehlt es mir etwa an BALANCE? frag ich mich grade.  Etwa an Struktur? Ora ET labora - das hat schon seinen tiefen Sinn! Aber zu gleichen Teilen?   Gehört es vielleicht zu meiner  spirituellen Entwicklung, dass es für mich noch zu lernen gilt,  meine Aufmerksamkeit in gleicher Konzentration auf mein  Tun und Handeln zu richten, damit ich nicht ständig in den vertikalen Spurwechsel wegdrifte?  Das würde aber wieder Übung bedeuten, eine Willensanstrengung, aber der Wille ist mausetot.
Nur Kinder brauchen feste Ordnungen und Strukturen für eine gesunde  Ich-Ichentwicklung.  Und Menschen mit instabilem Ich. (Solch einer war ich, ich hatte früher immer Angst, auseinander zu fallen! Hatte Identitätsstörungen, Dissoziationen usw.))Aus transegoischer Sicht  ist Struktur  nur etwas, was das Ego daran hindert, auseinander zu fallen - das habe ich hinter mir. Ich habe die Kontrolle nunmal komplett aufgegeben. Ich kann es mir leisten, alles liegen zu lassen, was ich anfange...es besteht keine Gefahr mehr für mich ,ohne Struktur den Halt zu verlieren und  psychisch zu dekompensieren, wie dies früher zuweilen war, "vorher". In meiner neuen "Identität" bin ich so fest gegründet, dass mich nichts mehr umwerfen kann.
 . 
Ora et labora. Es ist ja nicht so, dass ich das Eine wichtiger nehme als das Andere.  Chaos und Ordnung sind ja in meinem Bewusstsein nicht getrennt, sondern ein harmonisch zusammenwirkendes Ganzes. Die enseitige geistige Aktivität, der ich mich stundenlang zeitvergessen hingebe,  strengt  geistig überhaupt nicht an, aber dem Körper tut das lange Sitzen z.Zt. gar nicht gut, auch wenn ich mich zwischendurch immer wieder bewege, es ist zu wenig.  Also doch Balance und eine Struktur in den Tag bringen? Müssige Fragen. Ich kann ja doch gar nicht anders, als spontan zu sein, warum also darüber  nachdenken, auf welche Weise ich Struktur in den Tag bringen könnte. Eine andere Beschäftigung brauche ich nicht, mehr Bewegung tät wohl schon reichen.


Im ZEN-Buddhismus legt man von Anfang Wert darauf,  dass man die Aufmerksamkeit ausbalanciert und gleichermassen auf das äussere Tun (Labora)   und beim NichtStun (Sitzen) nach Innen (Ora) richtet.  By the way: Das buddhistische Nicht-Tun ohne S ist was ganz anderes als NchtS zu tun: Nicht-Tun ist das Tun im  letztgültigen Bewusstsein des Nichtwissens, aus dem heraus alle Dinge getan sind resp. durch spontanes absichtsloses Tun  GESCHEHEN.
Und JETZT, hier am Ende wird mir einmal mehr  bewusst: Ich MUSS nichts tun, weil sich alles spontan aus sich  SELBST heraus ergibt.
Geschehenlassen...
Der Zusammenstoß mit "King Allmightymouse" neulich hat in mir gearbeitet und wie immer Früchte getragen indem er mir einen klareren Blick auf diverse psychospirituelle Vorgänge geschenkt hat, demzufolge  ich diese mit klareren Worten beschreiben kann, - so klar, dass es mir sogar möglich scheint, dass der verfressene MouseVerstand des Kings es möglicherweise sogar theoretisch VERSTEHEN könnte, wenn er nicht sogleich in Widerstand gehen würde.  (Zusämmenstöße mit King Allmighty sind - depersonalisiert betrachtet -  Zusammenstöße mit dem konzeptuellen spirituell korrekten Mind, der zuviel weiss, dessen "Weisheit" aber nicht dem Gewahrsein, sondern den Überzeugtheiten und Dogmen eines sich "allmächtig" dünkenden Verstandes entspringt, der sich anmaßt, zu verstehen, was über den Verstand geht.)
Zum wiederholten Male warf mir der King vor, dass ich nie zugeben würde, dass ich auch unbewusste Momente hätte, seiner u.a. Leute Beurteilung nach sei ich immer noch egobehaftet, wäre mir aber dessen nicht bewusst. Als Beweis führte er u.a. an, dass ich ja doch Meinungen vertreten würde, was er für voll Ego hält.) Diese Anklage kommt immer als Abwehrreaktion, wenn ich ihm signalisiere, dass er das "Tool" (Gewahrsein) nicht hat, da er vergisst, sein (Holofeeling-)Konzept  auf sich selbst anzuwenden, statt andere Leute mit  Glaubenssätzen zu konfrontieren bzw. weiss er, dass die kollektiven Glaubenssätze unsere Realität formen, vergißt dabei aber die personalen Glaubenssätze, die sein Ego formen.
Beispielsweise ist er sich nicht bewusst über den Punkt, dass er, wenn er sich bei seinen seltenen Besuchen mit mir stundenlang über "Soziales" unterhält, wobei er implizit darstellt, wie er sich, seine Frau, seine Kinder, Papa, Mama, - die Welt -  sieht, d.h., wie er aus transegoischer Sicht nur Glaubenssätze äussert, Meinungen. Insbesondere hat er ein negatives Selbstbild, welches er sich selbst ständig unbewusst bestätigt. (Er ist der Böse, die Frau ist die Gute) Das alles hält er für völlig real, ist voll davon überzeugt, dass es so ist, wie er es sagt. Er glaubt immer noch zu wissen: Ich bin so und so und dies und das, andere sind so und so und dies und jenes....
Ich selbst lasse mich immer voll ein, das bedeutet, dass ich mich aufs Spiel einlasse, als wäre es ernst. Derweil es in diesen sehr sprunghaften Gesprächen keinerlei Innehalten gibt und ich meine ganze Konzentration aufbringe, angestrengt den Worten zu folgen  um mir ein Bild zu machen im Versuch zu verstehen   ist es mir auch nicht möglich, gewisse Dinge anzusprechen,  zu vertiefen oder mal darauf hinzuweisen, in welchem Modus wir uns gerade unterhalten. Das Gespräch verläuft so rasant und ohne Pause, es springt von hier nach dorten, kein Komma, wo man mal einen Punkt zu fassen kriegen oder genauer nachfragen, vertiefen, konkretisieren  könnte. Es ist mir so gut wie unmöglich, auf einen Satz etwas genauer einzugehen, weil er im nächsten  gleich wieder viel weiter oder ganz woanders ist.

(Jaja, ich höre schon des Kings Einwand, wer sich Bilder mache, sei unbewusst. Aber sicher mache ich bzw. bedarf ich immer noch der Vorstellungsbilder, im Gegensatz zu Dir ist mir dieser Vorgang aber BEWUSST!)
Ja,
und ich folge ihm in seinen BocksSprüngen, mache innerlich nicht dicht, weil ich das nicht mehr kann und wenn er geht, läßt er bei mir nichts als ein großes Fragezeichen zurück.
 

Die Frage geht darum, wann das Ego "tot" ist und ob es noch Ich-Anteile nach der Großen Befreiung gibt.
Vorausschicken möchte ich, dass ich mich bislang über diese Angelegenheit widersprüchlich geäussert habe, z.B. sagte ich zu Anfang meines Neuen Lebens, dass das Ego mausetot ist und später revidierte ich das, indem ich angab, dass nicht das GANZE Ego "tot" sei, sondern nur der Zensor und dass da aber immer noch "Rest-Ich-Anteile" wären.

Das ist so nicht ganz richtig beschrieben, weshalb ich das präzisiere, weil ich das im Moment viel klarer sehe und  jetzt bessere Worte dafür finde, die aber nicht weniger widersprüchlich, weil es ein Paradox ist oder wie eines erscheint, so dass der Verstand damit auch sein Kreuz haben wird, denn das Ego ist gleichzeitig auf eine Weise so "tot", dass Letztgültige  Befreiung eintreten kann, andererseits aber nicht so tot, dass sich auch hinterher nicht ab und an eine  Ego-Regung zeigen würde :

Zum Ersten - Die Voraussetzung: 
Letztgültig befreit wird man durch die Letztgültige Erkenntnis, in der sich das Gewahrsein permastabilisiert dadurch, dass  es sich SELBST erkennt. 

Zum Zweiten - Die Große Erfahrung: 
In  Letztgültiger Befreiung wird das Rest-Ego* letztgültig und sehr spürbar "verbrannt", die Ego-Wogen haben sich geglättet, sonst gäbe es nicht das Gewahrsein der  Leere und die mystische Erfahrung von Weihnachten (Neugeburt), Osten (Auferstehung) und Pfingsten (Herniederkommen des Hl. Geistes bzw. Gewahrsein) zugleich.
Ab diesem Punkt wird sich das neu geborene ICH langsam aller göttlichen Attribute gewahr, mit denen das Neue Ich bzw. Leben gesegnet ist.    (Radikale Umkehrung und Polsprung vom Ego zum SELBST in der  Erkenntnis: Ich war tot und nun LEBE ich.)
*Rest-Ego deshalb, weil durch eine mehr als weniger lange Zeit der Schattenintegration das Ego schon rapide abgenommen hat!

                                                                                                         
Zum Dritten - Das Nachspiel: Es gibt immer noch Ich-Anteile, (abgeschwächte Angriffsgefühle,  Angstgedanken, Genervtsein, Ungeduld, Ärger, Erwartungen usw. )  die sich ab und an melden, sich aber NICHT durchsetzen können. Und zwar aufgrund dessen, weil  der Bewusstheitsstrahl des GEWAHRSEINS die Durchsetzung (Identifizierung)  VERHINDERT! Und zwar in dem Moment, wo das Gewahrsein der  GEDANKEN gewahr wird, welche die Gefühle auslösen. Was sich nach meiner Erfahrung nicht mehr zeigt, sind neurotische Anwandlungen.
Oops,  klingt das nicht ganz  nach "Schrödingers Katze"? 


Ach so, die Frage ist wohl noch nicht beantwortet, was ich so zwischen meinen abgebrochenen Handlungen treibe, ausser geistig  "abdriften"? natürlich SCHREIBEN. Ich schreibe fast den ganzen Tag.   Wordpad - mein digitales Notizbuch quillt aus allen Nähten!
  Facebook ist auch eines meiner Notizbücher. Ich schreibe überall hin, wo eine geistige Unwahrheit erscheint, in jede Leerstelle, jede Kommentarspalte, und ich schreibe keinen archivierten Alten Käse, sondern immer "lebendige WAHRHEIT" aus dem Moment heraus. Dabei bediene ich mich auch der toten relativen Wahrheiten/Fakten der sog. Realität. Die sind gefordert, weil noch einiges an Ich (=Welt) zu integrieren ist. Meine Facebookseite dient der Integration. Ich sammle "Fakten" solange, bis sie transformieren und sich in den Kosmos einfügen, der ICH (geistig) BIN und der ich sein WERDE in dieser absoluten SUBJEKThaftigkeit meines GEISTES, der ich mir bewusst bin, die ICH BIN und in die ich im Bewusstsein hineinwachse, Teil und Ganzes zu sein. In der Einheit von Sohn und Vater. Reich Gottes.

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Es ist immer dasselbe mit dem falschen King: Der spirituell korrekte  Egomind verlangt ständig danach,  der WAHRHEIT bzw. WAHRnehmung auf Augenhöhe zu begegnen. Dem echten KING (SELBST) bleibt dann nichts anderes übrig, als das Freie Kind zu mobilisieren, welches dem falschen King den Spiegel vorhält: Der Kaiser ist nackt. Erfolgt Einsicht, springt das Schwein von der Klippe... Lol

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ICH BIN = Boddhisattva-Geist 

So eben brachte ich mühsam und mit schmerzhaft bleiernen Beinen den vollen Papiermüllbehälter die Treppe hinauf zum Abfall, als ich mit jeder Stufe immer stärkere Luftnot bekam. DAs fing schon an, als die Nachbarin kurz zuvor bei mir klingelte, dass ich beim Aufstehen aus dem Stuhl und auf dem Weg zur Tür merkte, wie schwer alles ist, der Körper, das Sprechen... Wir gingen miteinander hinauf während  ich kurz Auskunft darüber gab, wie's mir quasi von Moment zu Moment ging, die Nachbarin hatte ein anderes Thema,  dann konnte ich nichts mir hören, nichts mehr sprechen, mir wurde erst neblig, dann schwarz vor den Augen, die Nachbarin schwätzte weiter, guckte kaum auf, verschwand in ihrer Etage, als die Pastorenfrau von oben herunter kam, merkte, dass es mir nicht gut ging, machte ein paar wohlmeinende Geräusche und schwätzte und schwätzte... Auf meine Bitte brachte sie einen STuhl, derweil ich weiterhyperventilierte... sie schwätzte davon, dass ich die Wäsche doch heute abhängen soll, jaja, die sei schon trocken - Ich: ja danke, wie lieb von Ihnen, mir das zusagen, Frau X. mach ich noch heute, wenn ichs nicht vergesse.... Dann hob sie den Deckel meines Papierbehälters, stellte fest, dass da nicht "getrennt" sei und wollte tatsächlich damit anfangen  meinen Müll zu sortieren, und schwätzte  und fragte, und zwang mich damit zu Erklärungen, die ich nur langsam und mit luftholenden Pausen abgeben konnte:  dass sie das nicht tun solle, weil es nur die eine Milchtüte sei, die ich gerade eben versehentlich zum Papier hineinschob, sie solle mir besser ein Glas Wasser bringen...
Herr Gott nochmal! Das sind Momente, da spüre ich so ein leises schnorchelndes Grummeln in der Kehle und es fehlt nicht viel und ich fange an an laut zu knurren.... WEIBER! :D

Ja, aber das Eigentliche kam, als ich beim Gedanken an einen möglichen Herztod einen Widerstand spürte und mir der Gedanke an Hingabe nicht besonders gut gefiel, dafür aber der Gedanke, diese Welt (=Ich) nicht ganz zu verlassen immer besser, so dass  ich mir eine Wiedergeburt gut vorstellen konnte unter der Bedingung, dass ich bewusstseinsmäßig an dem Punkt anschliesse, in  dem mein Leben geendet hat. Und da hat es mal wieder bei mir geboingt: Dass ich in meinem Tun ( Erkennen, Schreiben, Mitteilen) und in meinem Letzten Wunsch von  nichts anderem als dem sog. Bodhisattva-Geist angetrieben bin, dem archetypischen Geist, von dem es  heisst, dass er sich so lange auf der Erde inkarniert, bis auch das letzte Wesen erlöst, erfüllt, befreit ist.

Ich habe kein Lehr-System, ich erkenne mehr und mehr die Bedeutung der alten spirituellen Systeme und ihrer Archetypen, benenne sie in den althergebrachten Begriffen und fülle sie so von innen heraus gewissermassen mit  "Fleisch".

Hm, ich GLAUBE ja nicht an Wiedergeburt, aber grade eben kam mir eine Idee, ein Zipfel eines Bildes (oder "Struktur",) welches noch nicht ganz klar ist. Vielleicht kann ich wenigsten die Frage formulieren:  Könnte es nicht sein, dass es letztgültig so etwas wie Nirwana im herkömmlichen Sinne gar nicht gibt, dass es keinen rein transzendenten Gott für sich allein gibt, sondern immer nur inkarniertes göttliches Bewusstsein. Form ist Leere und Leere ist Form. Unteilbar.
Das ist für mich keine neue Erkenntnis, sondern sieht nur völlig neu aus, weil sie in meinem Bewusstsein in einem anderen Kontext erscheint. Hm... möglicherweise muss ich in einem nächsten Leben Mathematik studieren, um das zu begreifen, was sich jetzt noch nicht von mir beschreiben läßt.

In der fortschreitenden Vergöttlichung/Vergeistigung geht es darum, den Kosmos von Innen her zu umfassen/Integrieren. Da der Kosmos so unendlich ist wie Gott, das Unendliche Bewusstsein unendlich ist, gibt es niemals so etwas wie ein Ende.
Das Wissen ist schon da, es ist uns in diversen Schriften an die Hand gegeben, ein Mensch kann es nur nicht in einem Leben erfassen. Der Geist müßte sich also wieder und wieder inkarnieren....

Wenn man vom Reinen GEIST spricht, dann glaubt der Egomind meist, es handle sich um einen entkörperten Geist jenseits der Materie. Dem ist nicht so, der GEIST ist REIN im Sinne von unverzerrter WAHRnehmung und frei von egoischen Beimischungen.

 


Anmerkung zur Person:
Ich habe nicht studiert, keine höhere Schuldbildung,
Ich hatte in meinem Leben zwar viel gelesen, aber wenig verstanden. Die meisten spirituellen oder psychologischen Begriffe, die ich in meinen Texten verwende, sind nicht "gepaukt", sondern "zugefallen". Meine Definitionen dieser Begriffe sind oft freie Assoziationen und stimmen nicht immer mit der staatlich anerkannten Bedeutung überein.

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Dem bleibt am Ende heitres Lachen, der aufhört, sich 'nen Kopf zu machen, la la la

.Fundstück

"Alles zu fühlen, was ist, und die Position des Zuschauers auf das eigene Leben einzunehmen, sorgten in der Vergangenheit für viel Verwirrung.
Wenn Du in der Position des Zeugen bist, besteht die Gefahr, dass Du die Geschehnisse und Gefühle lediglich beobachtest, anstatt sie zu fühlen und wahrhaftig zu erleben. Darauf wird so viel an Meditationstechnik und Praxis verwendet, dass es Menschen gibt, die auf diesem Weg die Natürlichkeit und den Kontakt zum wirklichen Fluss des Lebens verlieren.
Eine Vermeidung des Erlebens und der Erfahrung, der Freuden und der Schmerzen durch ein dissoziierendes Beobachten verhindert auch die Chance, die Unendlichkeit zu erfahren. Das Leben wird zu etwas Abgetrenntem und das Innere etwas Künstliches."
(Christian Meyer)

Ok, ich gehe erst mal dem für mich "Verwirrenden" in dem vorliegenden Text von Ch. Meyer nach. Was hier  auf den ersten Blick so klug und weise, so einfach, einleuchtend und glaubwürdig klingt und manchen gläubigen Gemütern lieblich in den Ohren klingt, ist es nämlich ganz und gar nicht. Alles, was hier gesagt wird. ist nicht WAHR, denn es entspringt (falschen) Vorstellungen von dem, worüber sich der Verstand als solcher per se keine Vorstellungen machen kann und darf  und sich ein sog. "Spiritueller" darüber bewusst sein sollte.
Was " in der Vergangenheit für viel Verwirrung sorgte", wird durch Herrn Meyers Erklärungen auch  nicht klarer. Und auch ich verspreche hier in allem heitren Ernste, dass ich nicht dazu beitragen werde, ganz im Gegenteil... lol

Zum ersten: Man kann Gefühle nicht bezeugen, derweil man mit Gefühlen identifiziert ist ! Der "Zeuge" - der nichts anderes als der Fokus des Gewahrseins ist -  basiert ja doch auf der Abwesenheit von egoischem Denken und Fühlen! Wo man aber mit Gefühlen resp. Ego noch identifiziert ist, gilt, es die Gefühle zu FÜHLEN! Das Ego kann Gefühle nicht beobachten, genausowenig wie es Gedanken in flagranti ertappen kann, sondern sich ihrer nur retrospektiv erinnern und über sie nachdenken.  In diesem Sinne gibt es recht eigentlich auch keine  Dissoziation von den Gefühlen. Gefühle kann man entweder fühlen oder verdrängen. Gefühle und Gedanken lassen sich WÄHREND des Fühlens und Denkens einfach nicht zeitgleich  beobachten. Sobald man z.B. wütend ist, ist man identifiziert und der Zeuge gibt den Geist auf. Nochmal: Gewahrsein kann Wut nicht erkennen, weil seine Funktion auf der Abwesenheit egoischer Attribute gründet!


Ja, da gibt es in der Tat viele Spirituelle, die die neutrale transegoische WAHRnehmung zu "üben"  versuchen bzw. imitieren, indem sie bemüht sind, ihr Denken und Fühlen auf "neutrale" Weise zu betrachten, d.h. sie versuchen, auftauchende Gedanken und Gefühle, ohne Wertung und Benennung "wie Wolken am Himmel einfach so vorbei ziehen zu lassen". Solche Übungen werden sogar von einigen spirituellen Lehrern empfohlen. Meiner Erfahrung nach wird aber bei solchen Übungen, wie so oft, das Pferd von hinten aufgezäumt, indem das MacherEgo absichtlich und willentlich etwas zu machen versucht, derweil es mental in's VORAUS setzt, was am Ende des BW-Prozesses ein GEGEBENES ist. (Zirkelschluss).

Solange man unbewusst ist, bzw. mit seinen Gedanken und Gefühlen identifiziert ist, werden solche Übungen gar nicht funktionieren.  Es ist das Ego selbst, welches  hierbei nur den sog. "Zeugen" sowie auch  dessen "neutrale Beobachtung" des Gewahrseins simuliert.  Dabei vertauscht es die Ebenen und verwechselt die normale egoische Aufmerksamkeit/Achtsamkeit mit der höheren Form der Bewusstheit bzw. dem Gewahrsein des sog. Zeugen!  Zeuge sein, heisst aber, letztlich nicht Gefühle und sinnliche Phänomene, sondern transegoische WAHRHEIT zu bezeugen.
Versucht man nun eine neutrale=transegoische  WAHRnehmung zu üben, dann  verdrängt man nur, was man mit Aufmerksamkeit bzw. Achtsamkeit annehmen und würdigen sollte. Dabei stellt sich Entfremdung von den Gefühlen ein, eine pathologische "Dissoziation",  die man in spirituellen Kreisen  oft fälschlicherweise für eine gelungene Ego-Entrückung hält. Eine Dissoziation, die auf Verdrängung basiert,  kann per se keine BEWUSSTE Desidentifikation bzw. Dekonstruktion egoischer Anteile sein, die nur aufgrund  bewusster Identifikation  mit den unbewussten/verdrängten Anteilen geschieht.

Ganz im Gegenteil ist es im Kontext der psychospirituellen Individuation/Ichentwicklung sehr wichtig zu lernen, alle auftauchenden Gefühle nicht nur zu  fühlen, sondern vor  allem erst einmal zu benennen. Anders wird deren Transformation nicht gelingen, als dass man sich seine Gefühle und Gedanken VOLL bewusst macht, indem man sie evtl. verstärkt und benennt. Dies ist keineswegs leicht, denn viele Menschen sind gar nicht im Kontakt mit ihren Gefühlen und können sie daher auch nicht benennen.  Aber gerade solche sind es häufig, die aus ihrer Not eine spirituelle Tugend zu machen versuchen und nicht merken, dass sie mit ihren unheilvollen Bemühungen nur ihre Neurose verstärken. Traumatisierte Menschen  z.B. haben oftmals gelernt, sich durch Dissoziation von ihrem Ich zu lösen, um sich von ihrer Wahrnehmung und ihrem Schmerz der Erfahrung zu distanzieren. Auch wenn diese Art des Selbstschutzes zunächst legitim ist, entfremdet man sich auf diese Weise jedoch immer mehr von sich selbst, statt zu sich selbst zu finden.

In den "WIRKLICHEN  Fluss des Lebens" (Tao) kann man durch solche Meditations-Praktiken nicht kommen.    Wenn Meditation nicht dazu führt, dass man sich der pychischen Widerstände gegen die persönliche wie auch gegen die überpersönlichen Wahrheiten bewusst wird, dann taugt sie nicht.
Wer ACHTSAMKEIT übt und eben dadurch auch im Kontakt mit seinen Gefühlen kommt oder ist, wird solcherart "Meditation" sofort durchschauen, als das, was sie sind: Fake. Wo Achtsamkeit ist, geschieht nämlich Transformation, wer achtsam ist, kann sich m. E. nicht mehr derart von s(ich) entfremden, dass er vergisst, seine Gefühle anzunehmen und zu fühlen. Achtsamkeit erst führt zum "neutralen" ist unverzerrten "Zeugen"=Gewahrsein. Gewahrsein ist jenseits von Gut und Böse.  Achtsamkeit ist nicht "neutral", Achtsamkeit ist erst mal Empathie=Einfühlung in mich selbst.

Merke: Bevor man sich des Fluss' des Tao's bewusst wird, muss erst mal das Ich in Fluss kommen, d.h. kongruent werden. Zum "Vater" kommt man nur über den "Sohn"!
Das neutrale SCHAUEN (Gewahrsein/Bewusstheit) stellt sich durch kontinuierliche Schattenintegration ganz von SELBST ein. Alles was ES dazu braucht, ist ACHTSAMKEIT.

Das Ich muss seine Angst vor dem Leben überwinden und erst einmal lernen, sich wirklich und voll und ganz EINZULASSEN auf das "Leben" bzw. primär auf sich selbst, statt dem "Leben" gegenüber eine künstliche und pathologische Position eines Zuschauers einzunehmen und Gewahrsein zu mimen.

Fazit: Das Verwirrende bei Texten wie denen Ch. Meyers ist u.a. auch, dass man nicht weiss, was der Verfasser unter "Natürlichkeit" und "wirklichen Fluss des Lebens" versteht: Den Fluss des egoischen Lebens (Kongruenz)  oder den Fluss des TRANS-egoischen Wahren Lebens.(Tao) meint er die  Natürlichkeit=Kongruenz des egoischen Ichs oder die "Natürlichkeit" der sog. Wahren Natur des transegoischen "Wahren Selbst"?
Viele Sucher, die sich für Finder halten, halten oft irrtümlich den Fluss der psychischen Kongruenz schon für den transegoischen Flow des Tao, der jenseits der Psyche/Gefühle ist.
(Seinem Text nach zu urteilen, versteht auch  Christian Meyer unter dem  "wirklichen"  Fluss des Lebens irrtümlich die Kongruenz der Gefühle/Seele/Psyche.)


Der ganz Schlaue würde jetzt einwenden, dass es letztgültig ja doch keine Trennung gebe zwischen beiden - dann ergäbe doch der Text Sinn. Das ist richtig, aber sinnig und stimmig auch nur dann, wenn man dabei berücksichtigt, dass nur über die Transformation/Individuation das Ich auch letztgültig transzendiert wird und erst damit die Trennung WIRKLICH überwunden ist. Die meisten spirituellen Theoretiker glauben ja ernsthaft, dass das unerlöste untransformierte Ich mit dem Transegoischen Ich "vereinigungsfähig" sei.

Zum letzten Absatz

Eine Vermeidung des Erlebens und der Erfahrung, der Freuden und der Schmerzen durch ein dissoziierendes Beobachten verhindert auch die Chance, die Unendlichkeit zu erfahren. Das Leben wird zu etwas Abgetrenntem und das Innere etwas Künstliches."
wäre noch zu sagen, dass das Erleben hierbei nicht aktiv vermieden wird, sondern einfach nur die alte Verdrängungshaltung verstärkt wird. Aus der Not wird eine spirituelle Tugend gebastelt.  Für das Ego ist das Leben schon immer etwas Abgetrenntes und das Innere etwas Künstliches.

Oh Lord, es ist verdammt schwer, diese Dinge zu beschreiben, wenn man die Geister nicht unterscheiden kann, aufgrund dessen die Ebenen egoisch-transegoisch zwangsläufig verwechselt werden müssen. Auch muss man die Paradoxa aushalten...

Abgesehen vom "dissoziierenden Beobachten" ist es aber , wie schon gesagt, ganz richtig, zu lernen, das Leben zu leben, was heisst, das (s)ich  selbst zu lieben, statt das Ich weiterhin  - noch dazu unter Mithilfe fragwürdiger meditativer Techniken - zu unterdrücken. Die "Unendlichkeit" resp. die Erkenntnis des Unsterblichen Bewusstseins, das ICH BIN,  kriegt man nämlich nicht ohne Individuation, Ichwerdung.


PS: Nochmal, weil das einfach nicht in den Kopf will, lol:
Durch "dissozierendes Beobachten" von "Erleben, Erfahrung, Freuden und Schmerzen" kann SELBIGES nicht vermieden werden!
Hier an diesem Punkt müßte eigentlich jeder Verstand den Geist aufgeben.

PS: Nochmal... arrrrrgh....
Ich hör jetzt auf, mir'n Kopf zu machen,
Am Ende bleibt nur eins: Das Lachen







Sonntag, 15. Juli 2018

Riding a painted pony....

Zum Rosenkreuzer Aussteiger-Bericht
Interessanter Punkt: Als er einmal in der Schlange an der Kasse stand, fühlte er sich unsichtbar, weil die Leute ihn nicht wahrzunehmen schienen. "Die Leute nahmen mich  nicht wahr, wer für sich selbst nicht einsteht, ist unsichtbar".
Ja, da ist was dran. Diese Art der Unsichtbarkeit ist am Ende des Wegs erreicht, ohne dass eine Panik ausbricht! Wer sein Ego nicht auffällig oder selbstbehauptend in den Vordergrund stellt, ist für andere unsichtbar. Das ist aber auch nur ein subjektives Gefühl 
Und dennoch: "Unsichtbar" zu sein,  bedeutet keineswegs,  dass man sich das transegoische Ich alles gefallen läßt und selbstlos vor sich hinleidet. Man ist nicht unfähig, seine Interessen/Bedürfnisse anzumelden,  der Unterschied zu früher liegt nur darin,  dass man dies in einer unaufgeregten unemotionalisierten=gleichmütigen  Art anmeldet und evtl. auch durchsetzt. Wird meinen Bitten/Bedürfnissen nicht entsprochen, ist auch gut. Ich beklage mich nicht - obwohl ich sehr gut feststellen kann, ob jemand sich wie ein rücksichtsloses Arschloch benimmt. lol.. Das erinnert mich gerade daran, dass ich für andere sogar unsichtbar bin, wenn ich mich an der Krücke durch die Schlange bewege; bin ich hingegen mit meinem trendy Rascal-Scooter unterwegs, bin ich unübersehbar, da sprintet alles beiseite, da ist man hilfsbereit ohne Ende -   eine Krücke hat offenbar eine andere  Aussagekraft. der Krückengeher steht wohl in der Hierarchie der Behinderten ganz unten....obwohl es viiiiel anstrengender ist, mit Krücke zu laufen, als faul im Scooter zu fahren. Ach ja, Krücke ist neuerdings ein böses Wort, obwohl die ganze Welt an Krücken geht, LOL.
Nein, natürlich ist man nicht wirklich unsichtbar, man sieht nur nicht, dass man gesehen wird, wenn man sich nicht selbst darum kümmert, gesehen zu werden. Man muss nur von sich selbst wegdenken und den Leuten ins Gesicht und in die Augen sehen...

Hmmmm...vielleicht hatte der Mann aber auch eine pathologische Dissoziation, eine regressive  Ego-"Entrückung"...., so etwas geschieht sehr leicht, wenn man sein Ich auf diese schwarzspirituell-asketische Ochsentour unterdrücken läßt. 
http://www.infosekta.ch/media/pdf/RC_Rosenkreuzer_28112015.pdf

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Unterschiedslosigkeit
Für das transegoische Einheitsbewusstsein macht es keinen Unterschied, ob ich meine diversen Erkenntnisse im Blog oder auf meiner Facebookseite schreibe. Manchmal beginne ich in Facebook und setze, - wenn der Text zu lang zu werden droht -   meine freien ASsoziationen im Blog fort und manchmal ist es umgekehrt.

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Trennung überwinden
Eine Antwort auf diverse Befürchtungen seitens eines von mir sehr geschätzten FB-Freundes: Wir sind alle fleischumhüllte resp. in Materie verwobenes reines Bewusstsein. Auflösung der Trennung bedeutet, nicht nur das Ego, sondern  die Materie an sich als die "Illusion"  zu erkennen..Viele Sucher verstehen unter der Einheitserfahrung die Verbundenheit und Vernetzung auf der materiellen Seinsebene, wo eines vom anderen abhängig ist. Das ist Biologie und gehört letztgültig ebenfalls in die Rubrik "Illusion". In Wilbers Terminologie gehört diese Erfahrung zum Bewusstsein des grünen Mem. Ich nannte es weibliche Daseins-Erleuchtung. Daseinsberechtigung  Das Körperbewusstsein erwacht. Ich fühle zum ersten Mal, dass ich existiere. Bewegung ist Erregung. Erlebnis des Eros des Körpers und der ganzen Natur.  Diese Erfahrungen gehen einher mit der Auflösung der psychosomatischen Blockaden und Traumata.

Das Ego, die Materie, den Körper als Illusion zu erkennen, bedeutet nicht, das Ego oder die Materie - die ja abhängig vom diesbezüglich konditonierten Egomind ist -  zu verachten, sie verliert nur ihre bis dato vorherrschende Wichtigkeit. Infolge dieser Erkenntnis ist jeder  ideologische -ismus (z.B. Vegatarismus) hinfällig, der sich auf eine (übertriebene)  Selbst-) Erhaltung des Körpers, der Welt, der Materie bezieht. Fleisch oder kein Fleisch essen - wen kümmert's?! Solche Fragen haben sich für das befreite Ich komplett erledigt. Was wiederum aber nicht bedeutet, dass man ein ignoranter unethischer Tierfeind sei - solche Wertungen sind hier gleichfalls alle in die Tonne gekloppt. Alles, was das transegoische Ich tut und macht ist aus dieser Perspektive weder gut noch schlecht, sondern "wohlgetan".  Joho, und man kann fast alles machen, was man vordem gelassen hat* -  ausser Copyright für die Lebendige Wahrheit zu beanspruchen oder einstweilige Verfügungen durch die weltliche Ordnungsmächte zu erlassen,  LOL.  Die Welt "geniessen" - Fleichessen, Rauchen, Alkohol, Sex - überhaupt alles, was man sich vorher verboten hat,   ist wieder möglich -  unmöglich ist jedoch, dass das befreite Ich beim "Geniessen, ohne zu geniessen" genussSÜCHTIG werden könnte. Seinen  Hauptgenuss findet es an der geistigen Anbindung an die permanent sprudelnde Erkenntnis-Quelle seines Neuen Seins. He he - Irrtum, wer da glaubt, er würde da noch irgendein ETWAS manifestieren. Um's Manifestieren geht es nur den Magiern.

* Auf dem asketischen Weg bezwingt man seine Laster, Rauchen, Trinken, - alle Süchte. Loslassen bedeutet hier, seine Abhängigkeiten "loszulassen" mit aktiver Willenskraft,  das kann gar nicht funktionieren! Loslassen ist nämlich nichts, was man machen kann!  Aus letztgültiger Perspektive scheint die Askese gar nicht nötig zu sein, derweil erkannt wurde, dass es allein darum geht, die IDENTIFIZIERUNGEN mit den diversen  Süchten loszulassen. Der Akt des Loslassens liegt in der Erkenntnis, im Gewahrsein der Identifizierung! Jo, das Dumme dabei ist, dass man das als blutiger Anfänger auf dem Weg nicht weiss und gar nicht könnte, wenn man wollte, da die Voraussetzung fehlt zum Loslassen: das Gewahrsein, welches nur durch die permanente Selbstbeobachtung resp. Achtsamkeit erlangt wird.
Was ich meine:  ich kenne bislang noch keinen Weg, der den asketischen Weg übergehen könnte. Obwohl es sich aus letztgültiger Sicht geradezu anbietet: Tue gar nichts und beobachte einfach nur!
Hm...die tugendhaften "Losigkeiten" der Buddhisten sind allesamt durch asketische Übungen erlangt mit der Absicht,  das Ego mit seinen materiellen Abhängigkeiten zu bezwingen. Loslassen bedeutet im asketischen (männlichen) Sinne ein strenges mit größter Anstrengung verbundenes Seinlassen.

Und wieder komme ich an den Punkt, an dem ich  den Buddha verschwitzt und völlig erschöpft unter dem Bodhibaum sehe und  er die Anstrengung jahrelanger ASkese einfach losliess. Er war es einfach nur leid, sich weiterhin abzurackern. Er streckte alle Viere von sich und sagte zu Gott: Es langt - leck mich.   Und dann kam Muttern... die erlaubnisgebende Göttin. LOL

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Grenzen/Begrenzungen
Selbstverständlich kann und soll das transpersonale Ich immer noch Grenzen setzen. Manchen Menschen gegenüber muss man zuweilen pädagogisch-streng werden,  z.B. wenn diese  aus dem angepassten Kind agieren oder spirituelle Irrwege einschlagen.  Die männliche Tugend einer konstruktiven  Strenge ist aktuell auf der Weltbühne ziemlich verpönt, da  das antiautoritäre linksgrüne BW die Oberhand gewonnen hat. Der Schatten der Gewährenden MutterGöttin:  Schwarzweisses Freund-Feinddenken: Strenge und Autorität wird imme  böse, autoritär, rechts und konservativ konnotiert.Wenn der Vater aus dem Haus ist, tanzen die Kinder auf den Tischen...


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Ayleen - Eine spirituelle Meisterin

"(...)Mit  der  Integration  westlicher  Psychotherapien  in  ein  transzendentes  Verständnis  vom  Menschen und  der  Psyche  als  eine  innere  Familie,  die  sich  im  Äußeren  als  Lernaufgabe  spiegelt,  gibt  die Meisterin  Ayleen  der  Spirituellen  Psychotherapie  ein  ganzheitliches Basiskonzept,  welches  den vermeintlichen  Gegensatz  von  Spiritualität  und  Psychotherapie  bis  in  den  konkreten  praktischen Alltag  hinein  überwindet.  Körper,  Psyche  als  innere  Familie,  Energien,  Karma,  Bewusstsein  und  Seele  werden  wieder  zu  der  Einheit,  die sie  von  Natur  aus  sind.  Das  Verständnis  über  diese Zusammenhänge erleichtert es der Seele, zunächst ihre irdische Lern und später ihre Liebes aufgabe zu erfüllen und hilft dabei, die alltäglichen Beziehungen durch die innere Familie hindurch positiver zu gestalten.  (...)
http://www.ganzheitliche-psychische-strukturen.de/spirituelle-meisterin-ayleen.pdf

Klingt erst mal gut und ist nach längeren hineinschnuppern immer noch gut. Muss aber erst mal die Begriffe in mein eigenes Begriffssystem übersetzen, bevor ich mehr dazu sagen kann.  Bis jetzt kann ich nur sagen, dass Ayleen einen Unterschied zwischen Ichlosigkeit und dem Auflösen der Identifizierung mit dem Ego macht. Den mache ich wiederum nicht.  Alle Ich-"Losigkeiten" gründen für mich letztlich auf dem Gewahrsein der Identifizierung (mit egoischen Eigenschaften.)
Es ist auch nicht so, wie andere Lehrer meinen, dass das Ego bzw.  die Person selbst sich nicht ändere, sie bleibe immer wie sie ist und nur die WErtungen verschwänden.... Manche Eigenschaften, mit denen man nicht mehr identifiziert ist, verschwinden ganz , manche nicht. Ich rede und schreibe z.B. immer noch gern und viel... Was nicht mehr aufkommt, sind negative Bewertungen über mich, Selbstzweifel, Selbstzerfleischungen aufgrund Schuldgefühlen usw.  Kurz: das ganze Denken über mich und die Welt hat sich komplett verändert. Ich lasse mich toal in Ruhe, d.h., meine Gedanken haben keinen Einfluss mehr auf meine körperliche Befindlichkeit. Die Neurose ist geheilt... uvm.
Auf jeden Fall lesenswert!
https://www.am-ziel-erleuchtung.de/spirituelle-irrtuemer/
.
Was Ayleen über Anssi Attila sagt, entspricht zum großen Teil auch meiner Erkenntnis über ihn: er haftet zu sehr an seiner Spontanerleuchtung, erst, wenn er diese "vergessen", loslassen kann, wird sich die Individuation ganz natürlich und von Selbst anbahnen. weil der Hauptwiderstand gegen Entwicklung aufgelöst ist.
Das, was Ayleen die  Innere Familie nennt, entspricht dem Animus und Anima, dem inneren Elternteil plus dem inneren Kind.
Auf den ersten Blick scheint mir Ayleen über die Gabe der Geisterunterscheidung zu verfügen. Ich weiss nicht, inwieweit sie einer Lehre folgt oder ob sie ihre eigene Lehre weitergibt, als Ratgeberin resp. spirituelle Psychologin ist sie top! Auf jeden Fall ist sie authentisch.... nach allem, was ich bislang gehört (Video)  und gelesen habe, würde ich sie guten Gewissens empfehlen.
Was sie das "Neue Zeitalter von göttlich zu irdisch" bezeichnet, meint offenbar die Involution. Evolution heisst, Gott entgegen zu gehen, bei der Involution neigt sich Gott dem sich entwickelnden spirituellen BW zu. Ein Wechselspiel.

7 Irrtümer:
https://www.youtube.com/watch?time_continue=437&v=UuKvJmSdkK0


Wenn Ayleen objektbezogen von der Umkehrung der Energien zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft spricht, dann ist damit( subjektbezogen) die Umkehrung der Aufmerksamkeit von aussen nach innen gemeint.
Vermutlich werde ich  mich noch mehr mit Ayleen beschäftigen, eine der wenigen auf dem spirituellen Marktplatz, deren Aussagen ich ziemlich vorbehaltlos zustimmen kann.

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Der asketische Vaterweg und der gewährende Mutterweg
Nochmal: Ich glaube nicht, dass man auf ersteren verzichten kann. Ich glaube, dass es nicht ausbleiben kann, den asketischen Weg zuerst einzuschlagen und zwar so lange, bis der "Weg" auf das Ego  einschlägt.
Am Ende kommt man immer zurück zu Mama. Umgekehrt funktioniert es nicht. Auch bei K. Wilber kommt zuerst das rationale männliche Bewusstsein 5/Orange Mem, und hernach das weibliche grüne Mem 6.  So läuft die menschliche Entwicklung. Ontogenese ist Stammsgenese! Wilber gibt mir da ein sehr gutes Modell an die Hand...
http://integralesleben.org/de/il-home/il-integrales-leben/grundlagen-des-integralen/linien-der-entwicklung/spiral-dynamics


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Ich habe keine Lehre,
wenn ich eine hätte, wäre jegliches spontan-freie Assoziieren dahin, z.B. müßte ich erstmal meine Begriffe in ein geordnetes allgemeinverständliches System bringen, das kann ich nicht, weil ich nicht will.  Nicht, weil ich Widerstand dagegen leisten würde, sondern, ich kann nicht mehr tun, was ich nicht will, weil da niemand mehr ist, der etwas wollen oder nicht wollen könnte
Genausowenig zitiere ich mich  bzw.  meine ehmals spontane=lebendige=absolute Wahrheit  zu Lebzeiten selbst und setze meinen Namen darunter. Den weltlichen Namen unter eine in der Vergangenheit erkannte absolute Wahrheit zu setzen und für Geld zu verhökern - wer das tut, ist ein Schacherer, ein Händler im Vorhof des Tempels. Wer zurückschaut, erstarrt zur Salzsäule! Der ist noch nicht im Bewusstsein des Nichtwissens, welches keine Wiederholungen gestattet. Auch die Absolute Wahrheit ist immer nur Stückwerk, Teilerkenntnis. Was  gerade eben noch absolut WAHR war, ist gleich darauf relativ, weil vergangen, vergänglich... Das liegt am Shift, wenn das Bewusstsein vom vertikalen Geistmodus iin die Horizontale, das lineare Denken wechselt. 

Ich lehre nicht, ich will nichts und niemand erreichen, auch wenn ich manchmal denke, dass meine Worte für irgend jemand ANDEREN hilfreich sein könnten, werde ich mir doch sofort bewusst darüber, dass dies nur DENKEN ist und so geht dieser Gedanke auch wieder vorüber, ohne dass ich mich mit ihm identifiziere und ihm Zeit und Raum gebe, zu einer dicken Überzeugung heranzuwachsen, die ich schwerlich wieder los würde, wenn da nicht das Gewahrsein wäre....Denn wo  keines  ist, macht der Egomind stante pede aus jeder geistigen Erkenntnis eine Überzeugung und jede Lehre gründet auf der Überzeugung/Glaubenssatz, dass das, was sie lehrt, wahr ist. Überzeugungen aber sind immer relativ und eine einstmals lebendige WAHRHEIT mutiert dort, wo kein stabiles Gewahrsein ist, SOFORT zu verstandesmäßigem Wissen -  auch wenn dieses Wissen ein scheinbar  höheres ist, ist es dennoch ein totes Wissen im Vergleich zur Lebendigen=absoluten ERKENNTNIS.


Ein echter Meister hat meiner Erkenntnis nach keine Lehre. Er lehrt durch sein SEIN.  Er ist immer und in allem spontan.Es waren und sind i.d.R. immer die Anhänger, die Jünger, die eine Lehre, ein System, ein Programm aus den Worten eines Meisters machten und machen. 
Erleuchtung oder  Absolute WAHRHEIT kann nicht vermittelt werden, sie steigt unmittelbar im Bewusstsein des Erkennenden auf und ist nur so lange absolut WAHR, als sie nicht vom Egomind in eine Überzeugung rationalisiert wird. DAs "Tool", welches das verhindert heisst: Achtsamkeit resp. GEwahrsein.
Um die WAHRHEIT zu erkennen, muss Herz und Verstand in Harmonie miteinander sein.  Wie der kleine Prinz sagt: Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Deshalb finde ich die Jesu Lehrmethode durch bildhafte Gleichnisse viel besser;  diese Bilder umgehen den Verstand, treffen ins Herz und re-aktivieren den Unbewussten Gott in uns.  

(Btw: Alles, was ich im spirituellen Kontext auf Facebook schreibe,  ist spontan erkannt (auch wenn es meinen Lesern seit Jahren wie eine endlose Wiederholung erscheinen mag, lol) , niemals wäre ich fähig, meinen Namen darunter zu setzen. Viele Leute denken vielleicht, dass  meine Wahrheiten irgendwo abgekupfert sind, gähn, das würd' mich auch nicht jucken... ein Copyright für meine Worte zu beanspruchen, wäre eine Sünde wider den GEIST - der GEIST läßt sich nicht begrenzen. Die WAHRHEIT ist niemandes Eigentum.
Anssi Attila sowie Werner Ablass sind meiner Erfahrung und Erkenntnis nach spirituelle Lehrer, die mit ihren spirit. Erfahrungen identifiziert sind, d.h. ihre Erleuchtung, die ich gar nicht mal in Frage stellen will, sind zu Überzeugungen geronnen, die z.T. militant missioniert oder verteidigt werden; beide haben mich sofort blockiert, als ich ihre "Wahrheiten" bzw. ihre Überzeugungen insofern in Frage stellte, als ich sie mit "meiner" Absoluten WAhrheit korrigierte.  Wer es nicht verträgt, in Frage gestellt zu werden, der ist  mit seiner spirit. Erfahrung und mit Wissen identifiziert,  bzw. dem Programm, was er daraus macht. Diese Verhaftung blockiert die Transformation, d.h.sie verhindert den notwendigen Prozess  der  Persönlichkeitsreifung durch eine dritte Individuation, welche zur  Letztgültigen BEfreiung führt.  Ohne Transformation des Egos kann aber das Ego nicht in das SELBST integriert werden!

Das Hauptproblem vieler  Spontanerleuchteten:  Genau das Ego, das durch einen kurzen Moment der Ego-Abwesenheit  - im nachhinein!* -  als illusionär erkannt bzw. definiert wurde, gewinnt nach kürzester Zeit wieder Macht über die Person, die zugleich geleugnet wird.


* Es ist im übrigen unmöglich für das Ego, seine eigene Abwesenheit zu bezeugen;  dass das Ego eine Illusion ist, ist eine nachträgliche Rationalisierung/Interpretation durch die anschliessende  Wieder-ANwesenheit des Egominds. der sich damit buchstäblich am "Heiligen Geist" der Erkenntnis  verGREIFT. LOL  So entsteht Überzeugung/Dogma. Eine vertiefte Achtsamkeit/Gewahrsein SCHAUT dieses erGREIFEN, erkennt die darin lauernde Identifizierung und  verhindert sie.

Aber auch das Gewahrsein seinerseits kann in der spirituellen Erleuchtungserfahrung kein Ego wahrnehmen oder irgendetwas über das Ego aussagen. Letztendlich ist alles, was man über das Ego aussagt, auch nur eine Interpretation des Minds - in derselben Weise das Wissen über Gott/Gewahrsein eine Interpetration des Egominds ist.
Das Ego existiert in der Erleuchtungserfahrung nicht. Nichts existiert. Dass das Ego eine Illusion ist, ist letztlich nur eine verstandesmäßige Schlussfolgerung aus der Erfahrung der Leere...
.... "EINSPRUCH!" schallt es da schon wieder von Seiten  meiner alternierenden/internalisierten Alter Egos,  die mir nicht erlauben wollen, mein Spinning Wheel anzuhalten. - 
sorry,  Leutz,  ich muss schnell scheiden,
bitte um  Entschuldigung,
werde ich doch einberufen
von des Tages Forderung.
(To ride a painted pony
on the Farm of Auntie Moni!)
la la la

haha, Riding a painted pony - so könnte mein Blog auch heissen...
.




Sonntag, 20. Mai 2018

Der Bodhisattva frech und munter holt den Herrn vom Himmel runter...

ZEITGEIST
...tief herunter auf die Erden,
Auf dass wir alle göttlich werden!
Dabei muss drauf geachtet werden,
Dass wir nicht aufhör'n, Mensch zu werden
und aus Narzissten Christen werden ! :D

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Umkehr
Zu wissen, dass ein jedes Ding ein Zweites - also seinen Gegensatz hat, ist keine tiefe Erkenntnis. Das Wissen, dass These und Antithese, das Ding und sein Gegensatz zwei Seiten einer Medaille sind, kann man sich auch anlernen. Nicht anlernen kann man sich den Vorgang - das Geschehen - der Transformation des Dings in das "Ding an sich" in das "Eine ohne Zweites."
Diesen Vorgang fand  ich irgendwo einmal als  Tetralemma benannt,  der beschreibt exakt, wie ich  Transformation und Transzendierung im Erkenntnis- und Einigungsprozess erfahre.   Heute ist es ja gerade umgekehrt. Vor der Umkehr in die Innerlichkeit ist es so, dass man durch die Wissenserwerbung durch Familie, Gesellschaft, Schule usw. zuerst  die Begriffe lernte und dann die Erfahrung machte.
Wie ein kleines Kind lerne  ich die Begriffe für meine Erkenntnisse, für die Vorgänge in mir... Nicht der Mensch erklärt mir die Welt, Gott  - als das ABsolute SUBJEKT, das ICH BIN - erklärt  mir die Welt.
Dem Kind wird die Welt von aussen erklärt und dann macht es diesbezügliche "Erfahrungen". Jetzt, wo das alte ICH nicht mehr ist, ist es genau UMgeKEHRt : ich mache  nicht äussere, sondern innere "Erfahrungen", die mir Ich und Welt erklären. Das ist jetzt nicht weiter vertiefbar bar, weil hier der Verstand wieder tiltet, wo es zwischen innen und aussen für mich keine Begrenzungen mehr gibt.
Dualismus und Nondualismus waren für mich keine Lernfächer, ich habe so gut wie  nichts über Dualismus und Nondualismus gelesen.
Ich erfinde die Welt ganz neu und so habe ich auch das Tetralemma erfunden, nein, nicht den Begriff, sondern in der WIRK-lichen  Anwendung, seiner Wirksamkeit in der Erkenntnis der Einheit mit dem Absoluten SUBJEKT, das ICH BIN. Amen.

*****
 

Zeitgeist
Bußgeldspenden werden v.a. an diejenigen gespendet, die es schon haben.... Warum nicht an Tafeln und Altenheime?
Die Essener Tafel ist ein Symbol, es zeigt im Kleinen die Verteilungskämpfe, mit denen man in Zukunft im Großen rechnen muss, wenn der Staat nicht aufhört, mit zweierlei Maß zu messen.  Was für eine Verlogenheit, eine abstrakte Gerechtigkeit auf seine Fahnen zu schreiben, und  die eigene gegenwärtig konkret stattfindende Ungerechtigkeit gegenüber den eigenen Bürgern zu leugnen.

Nationen sind passé. Das "Deutsche Volk" als solches soll es nicht mehr geben, deshalb wird man den Begriff des Deutschen Volkes austilgen. Neudefinition: Jeder,  der in Deutschland lebt, ist per definitionem ein Deutscher. haarsträubender Unsinn... Deutscher wird man per Integration, auch der deutsche Pass macht aus einem Franzosen so schnell noch keinen Deutschen, und aus einem Afrikaner schon mal gar nicht, weil der eine völlig andere Gesellschaftsform gewöhnt ist..und nicht, weil man grad mal da ist...  Zugehörigkeit zu einem Land hat etwas mit Identität und Identifikation zu tun und Identifikation erfordert Anpassung und nicht zuletzt Liebe zu dem Land, welches mich schützt und zudem noch versorgt. . Niemals wird sich z.B. ein fundamentalistischer Muslim mit europäischen Werten identifizieren, weil, dann verlöre er seine Identität und damit wäre er kein Muslim mehr. Muslim oder Christ oder Deutscher ist man nur per Identifizierung, Identifizierung schafft Identität. Ohne Identität ist man entweder verrückt oder erleuchtet. Vielleicht sollten jene, die so gerne alles Übel den Migranten in die Schuhe schieben, statt den Politikern, daran denken, dass sie nicht die einzigen sind, die einen Kulturschock kriegen angesichts der Massenzuwanderung von Menschen, die einen ganz anderen Bewusstseinslevel haben als der rationale Europäer. So schnell kann solch ein Einwanderer seine identitätsschaffenden Traditionen nicht aufgeben, um  mit der Masse von "Deutschen" problemlos zu verschmelzen. Wenn viele Deutsche sich schon jetzt in die Identitätskrise hineinsteigern, wie sieht die Krise dann bei unseren neuen Mitbürgern erst aus? Vielleicht ist es die Angst vor Identitätsverlust, weshalb die halbe Welt verrückt spielt...?Ja, genau! Die Globalisierung - no borders, no nation - macht Angst, die Grenzenlosigkeit des Raums... der Verlust der Heimat wiegt den Einwanderern weit schwerer, als die Aufhebung von Grenzen.)

Ein Kölner ist in erster Linie mit seiner Heimatstadt Köln identifiziert, im weiteren Sinne mit dem Raum NRW, des weiteren mit Deutschland und  Europa - am Ende ist er Cosmopolit, Weltbürger. Eine Identifizierung löst die andere ab, mit jeder Ablösung und Neuidentifizierung mit neuen Werten erweitert sich das Bewusstsein. Als Weltbürger hat der Kölner  dabei seine Heimatstadt weder vergessen noch verachtet er sie, er ist und  bleibt im besten Fall ein mit seiner Heimatstadt in Liebe verbundener Kölner, er bleibt ein mit seinem Land verbundener Deutscher. Solange der Kölner keine spirituellen Selbstrealisierungspläne hat, wird er  sich positiv mit den Werten des eigenen Landes identfizieren. Erst der Weltbürger oder Cosmopolit ist nicht mehr mit der Stadt, dem Land identifiziert, schliesst es aber in sich ein. Ein Weltbürger ist kein Weltbürger, wenn er seine Heimat verachtet. Das aber tun die postmodernen "Cosmopoliten": Sie integrieren nicht, sondern werten ab und schliessen aus. 

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Es gibt kein Inneres Universum, es gibt nur Bewusstsein. Integration des äusseren Universums geschieht im Bewusstsein - so lange bis es nichts mehr gibt, was ausserhalb des Bewusstseins existierte/verortet wurde.
Ich mache an dieser Stelle keinen Unterschied mehr zwischen Bewusstsein und Bewusstheit/Gewahrsein.

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Ich modifiziere nochmal den Begriff bzw. die Bedeutung des Begriffs "Normopathie", denn es passiert immer wieder, dass ich selbst daran irre werde bzw. meinVerstand hierbei die Ebenen verwechseln will:
Das Normale ist als solches nicht krank! Nicht das normale Alltagskonsensusbewusstsein als solches  ist krank, (so wenig wie das Ego als solches ein Krankes ist.)  Aus transpersonaler Sicht  - jenseits von Krankheit und Gesundheit   - ist das allgemeine Konsensbewusstsein nicht krank, sondern UNWAHR, nicht im Sinne einer Lüge, sondern im Sinn einer "realen Illusion" - die nicht im Gegensatz zur WAHRHEIT steht, sondern von der WAHRHEIT eingeschlossen ist. Die relative Wahrheit des relativen Ichs steht nur solange im Gegensatz zum Absoluten SUBJEKT, das ICH BIN, als es nicht von seinen Konditionierungen gereinigt ist.  Derart "geläutert" erkennt sich das Ich als Wahres SELBST (Sohn) und wird - im relig. Bild gesprochen  - "geläutert zum Throne Gottvaters erhoben." (transzendiert)

 Die Trennung selbst ist nicht vom "Teufel" - im Gegensatz zur Bibel sehe ich die Trennung - die Vertreibung aus dem Paradies -  heute  nicht mehr als Strafe für Ungehorsam, sondern eher als ein Spiel Gottes.MEIN Spiel - in der Erkenntnis der Einheit mit dem Absol.......... HAH!

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Dialog mit Mrs. H.:
"Ich glaube nicht an Schuld. Das "Konzept der Schuld" ist ein illusorisches Konzept."
"Hm...Und was ist die Wirklichkeit?"
"Die Wirklichkeit ist, dass ich in Wahrheit schuldlos, makellos, glückselig bin. "
Hm... und das ist kein Konzept?"
"Nein, das  habe ich selbst einmal  erkannt!"
"Kann gut  sein, aber solange du an das Gegenteil - also an das Konzept Unschuld -  glaubst, hat dich deine Erkenntnis nicht verwandelt. Bei dir einheitet es nicht.  Die Kraft der Verwandlung rsp. Befreiung liegt allein im Gewahrsein der Transzendierung/ Einheit der Gegensätze.

Etwas nur für zu wahr halten oder WIRKLICH in der WAHRHEIT zu stehen - unendlicher Abstand. Gewahrsein ist nichts anderes als Gewahrsein der WAHRHEIT. Und dieser WAHRHEIT wird man erst dann gewahr, wenn Gegensätze vereinigt sind. Also kann es keine WAHRHEIT gewesen sein, als Mrs. H. zu erkennen glaubte, dass sie schuldlos usw. sei, derweil sie immer noch ein ein dualistisches Konzept der beiden Pole Schuld-Unschuld glaubt. In WAHRHEIT ist man erst dann letzgültig befreit von allen Dualismen, wenn man sich als Weder dies noch Jenes=Nichts erkennt. Schuldlos, makellos?  Letzlich werden sämtliche "Losigkeiten" erkannt als -  NICHTS!   

Mrs. H. hat im persönlichen Kontakt eine stark be-und entfremdete Ausdrucksweise, die breitesten Raum für Interpretationen bietet, sie selbst beschwert sich oft über die unklare Kommunikation, wobei ihr nicht bewusst ist, dass deren Verursachung in ihr selbst liegt.  Wer klare Kommunikation erwartet, der muss sich selbst erst mal klar ausdrücken lernen! Es ist wirklich eine Qual, ihre persönlichen Ansprachen an das Böse Umfeld/Mr. X zu lesen.
Es ist mir immer wieder ein Rätsel, wie es kommt, dass diese faszinierend schillernde Person auf der einen Seite schön ausformulierte spirituelle Texte verfassen kann und auf der anderen Seite im persönlichen Kontakt so ausdrucklos, monoton, verwirrend und der Sprache kaum mächtig ...
Die Ausdrucksweise bewirkt eine BLENDUNG, dass ich oft so ganz konsterniert und selbst sprachlos vor diesen X-Texten wurde... dass ich den Text gefühlte hundert Male durchlesen musste, bevor ich in Ansätzen überhaupt verstand, was sie sagen wollte. Das ist so dermaßen qualvoll vernebelnd, dass ich mich unwillkürlich frage: Was musst du unbedingt vor den Menschen verbergen, das du es den Lesern so schwermachen musst, dich zu verstehen? Denn die Qual, die ich jedesmal beim Lesen empfand, erkannte ich als dieselbe Qual, die sie empfinden muss bei dem Gedanken, sich wirklich und wahrhaftig  zu öffnen - nicht nur anderen Menschen gegenüber, sondern primär dem, was sie vor sich selbst verbirgt?

By the way: Die Person der Mrs. H. interessiert mich nicht als solche, sondern steht in einem größeren Kontext, so z.B. läßt sich an ihr nicht nur der herrschende Zeitgeist für mich besonders gut erklärbar machen, sondern repräsentiert sie für mich auch den spirituellen Mainstream - und einiges andere, was sich mir aber jetzt noch nicht erschliesst. (Das ist die Art, wie ich mich auf Andere bzw. auf die Welt  "einlasse", ich lasse mich nicht mehr von Skrupeln plagen oder von Fragen, ob mein Interesse richtig oder falsch sei. Ich folge da ganz meinem inneren "Führer".)
Stimmt, ich  "verfolge" sie gewissermassen  mit meinem Interesse, natürlich könnte bzw. würde sie es so interpretieren und mir eine böse diskriminierende Absicht unterstellen, schon weil ich ihren spirituellen Status in Frage stelle.  Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass ihre Verfolgungsängste genau daher rühren, dass sie für viele Menschen eben eine ungewohnt "schillernde Persönlichkeit" ist, der man von  mehr oder weniger morbider Faszination geleitet auf die Spur kommen möchte, wo soviel Nebel um sich herum versprüht wird, da strebt  man unwillkürlich nach Klarheit und Verstehen. Wie oft beklagte sie sich doch darüber, dass man sie nicht verstehen kann und wie oft haben sich andere Menschen sich wirklich einfühlend darum bemüht, sie zu verstehen, um letztlich zu keinerlei nachvollziehbaren Konsens zu kommen - ganz im Gegenteil hat man sie noch vor den Kopf gestoßen. Der KIW-Lehrer gehört zu denen, die ihr bis zum Ende äusserst wohlwollend gegenüberstanden, auch wenn er in seinen Bemühungen  die Ebene verkehrte und der psychologischen Problematik mit spirituellen Glaubenssätzen und expliziten Empfehlungen, ihr Denken doch endlich im Sinne des KIW zu verändern, begegnete,  wogegen sie sich zu recht wehrte. (Ungeachtet dessen, dass sie keine Einsicht in ihre psychische Problematik hatte und hat, sondern ihrerseits die Spiritualität auf eine andere Weise als der KIW-Lehrer benutzt, um ihre psychologischen Konflikte zu übertünchen. Denn auch der KIW-Lehrer benutzt seine KIW-Dogmen, um seine eigenen Probleme nicht facen zu  müssen).

Wie gesagt, ein Erwachen kann ich ihr nicht absprechen, manches spricht dafür, manches dagegen. Ihren Worten nach ist es schon möglich, obwohl sich vieles nachschwätzen läßt und von daher der erwachte Eindruck, der sich auf Worte stützt, täuschen mag.
Was ich ihr aber abspreche sind die Attribute der Letztgültigen Befreiung/Vollendung, die sie ihrem Konzept des Erwachens ständig beimischt und damit Verwirrung stiftet, weil sie damit immer wieder andeutet, dass sie nicht nur erwacht, geheilt und geläutert, sondern auch letztgültige Befreiung realisiert habe, was sie wiederum weit von sich weist, wenn man sie darauf anspricht.
(Ja, auch wenn sie wie sie sagte, alle ihre Erkenntnisse selbst auf geistige Weise einmal erkannt hatte, werden diese zu einem Konzept, sobald der Egomind sie für sich vereinnahmt, d.h. sich mit ihnen identifiziert und statt sie wieder loszulassen und im Orkus des Nichtwissens zu "vergessen", an ihnen bz. dem toten Wissen/Konzept haften bleibt, derweil er die Erinnerung an die Lebendige Wahrheit für die (lebendige) Wahrheit hält.) Wobei sie auf der anderen Seite doch  das Erwachen oft richtig deutet im Sinne einer Initiation und offensichtlich sehr wohl weiss, dass Erwachen nicht mal der halbe Kuchen ist, sondern nur ein kurzer Augenaufschlag des Allsehenden Auges. Ob dieser kurze Ein-BLICK in die WIRKLICHKEIT Früchte trägt, hängt davon ab, ob der Widerstand gegen die Hingabe an die anstehenden Schatten- bzw. Tiefenprozesse überwunden werden kann.)

Was ihre oft bemerkenswert klaren und auffällig gut ausformulierten spirituellen Texte angeht, habe ich mich schon gefragt, ob sie in dieser Hinsicht vielleicht wie ein Kanal, ein Medium funktioniert. Möglich ist auch, dass man  sich den spirituellen Mainstream-Jargon einfach nur dadurch einverleibt,  indem man sich nur noch mit diversen Videos und spirituellen Texten diverser Autoren berieseln läßt. Mrs. H. postete einmal einen spirituellen Text, unterzeichnet mit "Padma", was mich nicht schlecht irritierte, denn im Ausdruck befand ich sie beide  zum Verwechseln ähnlich. Mainstream-PsychoSpiri- Jargon... Workshop
Ich selbst hatte mich nie in der spirituellen Szene bewegt, ich hatte keine Erfahrungen und Begegnungen mit anderen spirituellen Suchern, ich hatte keinen Guru, besuchte keine Satsangs oder  Workshops... ich habe zwar viele Bücher gelesen, mir aber niemals einen bestimmten Jargon angewöhnen können.
 
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"Wer mir krumm kommt, dem komme ich krumm, völlig normal..." (Mrs. H.)
Ja, diese Aug um Auge-Mentalität ist "völlig normal" im Sinn von "völlig unbewusst!"
Das ist eine dieser Bemerkungen, die ihr verführerisches Spiri-Sprech und ihr "Ruhen im Gewahrsein" ad absurduum führen  bzw. den von ihr inszenierten spirituellen Status so ruinös unglaubhaft machen und die auch den KIW-Lehrer nicht wenig irritieren.
Er hat ganz recht: Wie sie es gerade braucht,  singt sie dem unerlösten ungeheilten Ego ein Loblied und bringt es fertig, dies mit spiritueller Umrahmung  "als völlig normal" zu verkaufen.  
Sie ist sich nicht bewusst, dass sie dort, wo sie von der Sache - ihrem spirituellen Konzept -  abweicht und persönlich wird, mit solchen und ähnlichen Statements immerzu die Botschaft aussendet: So bin ICH, so will ich bleiben und das ist gut so! Womit sie aber nicht ihre persönliche Wahrheit, sondern unbewusst ihre ABWEHR gegen  ihre PERSÖNLICHE Wahrheit  dokumentiert.

Sie merkt nicht,  dass sie mit solchen  Bekundungen den Widerspruch zwischen Sein und Schein aufzeigt, da sie einerseits voll mit ihrem Ich-Konzept identifiziert ist, und andererseits davon überzeugt ist,  mit Konzepten nicht mehr identifiziert zu sein.
Das Phantom ihrer Begierde (X,) . sieht das schon ganz richtig: Sie sitzt nicht fest in dem "Sattel", in dem sie vorgibt, zu sitzen! Das Böse Umfeld ist schuld, -nein,"verantwortlich" dafür,  dass sie aus ihrer Mitte bzw. aus dem Sattel gefallen ist, dabei ist es ihre Abwehr, diese Aug-um-Auge-Beissreflexhaftigkeit, die sie aus ihrer "Mitte" reisst. Aus welcher Mitte auch immer...

In seiner  Mitte zu sein bedeutet auf dem spirituellen Sektor, so fest im Sattel des Gewahrsein zu sitzen, dass man psychisch weitestgehend unverletzlich ist, weil die Abwehrmechanismen weitestgehend aufgelöst sind.Wer sich wirklich BEWUSST darüber ist, dass seine Wahre Natur GEWAHRSEIN (Bewusstheit/Mitte) ist, der fällt niemals wieder zurück in die Unbewusstheit. Niemals! 
Auf dem psychologischen Sektor findet das Ich seine Mitte dann,  wenn der innere Zensor aufhört herumzumeckern und/oder  das Ich sich  in einem wohlwollenden Umfeld frei in seinen Möglichkeiten entfalten kann. Dagegen ist es dem Ich keine Kunst, in seiner Mitte zu ruh, wenn man allein ist. Die Mitte des Ichs ist allerdings sehr empfindlich und angreifbar, denn in der Regel fällt man sofort raus,  sobald man nicht mehr alleine ist und sich von aussen ein Meckerer nähert -  kurz: das Ruhen in der Mitte des Ichs ist  immer von äusseren Bedingungen abhängig.

Mrs. H. hingegen glaubt den Grund zu kennen, der sie aus dem Sattel warf: sicher sei es ihre eigene Dummheit gewesen, nicht zeitig die Kurve gekratzt zu haben, aber der ausgeprägte rebellische Anteil in ihr konnte nicht aufhören, sich  gegen Unrecht (Mobbing, Stalking, Psychoterror usw.) aufzulehnen.
Hier wird gewaltig Nebel gesprüht. Rebellin zu sein, ist sexy.... Robin Hood im eigenen Namen. In Wirklichkeit sind das, was sie rebellisch nennt, Selbstrettungsversuche eines angegriffenen Sauberfrauprofils, das verbissen darum kämpft so gesehen zu werden, wie sie glaubt zu sein. Da sind die Zacken aus der Krone gefallen und nun versucht man mit verbissener Überzeugungsarbeit zu reparieren, um sich selbst wieder ins Gesicht sehen zu können.  Tatsächlich kämpft sie gegen sich selbst..
Nochmal: Wäre es wirklich so gewesen, dass sie fest "Im Sattel des Gewahrsein" gesessen hätte, wie sie meinte,  wäre sie gar nicht erst  "rebellisch" geworden!  Es ist ja so: Sobald sich das Gewahrsein des Gewahrsein bewusst ist, gibt es nichts mehr, was aus dem Sattel werfen könnte. Man ist psychisch unverletzlich und macht kein Drama. Rachsüchtige=unbewusste Aug um Auge-Zahn um Zahn-Retourkutschen sind hier einfach nicht mehr drin...Kein Trieb mehr zur Selbstbehauptung. Ist so. Weil, dazu bedarf es intakter Abwehrmechanismen und die sind so gut wie alle im Orkus der Vergessenheit gelandet - sonst wäre Gewahrsein kein Gewahrsein. 

Aber Mrs. H. macht uns immer wieder klar und deutlich, dass ihr spirituelles Konzept vorsieht, beides haben zu können, Gewahrsein UND Wehrhaftigkeit (gegen vermeintliches Unrecht). Darüber mit ihr zu diskutieren, ist nicht möglich, da sie fest davon überzeugt ist, dass sie im Recht ist und dabei alle alten und neuen Meister auf ihrer Seite hätte. Sie hält nichts davon, die andere Wange hinzuhalten oder in die Knie zu gehen, wenn sie davon überzeugt ist, dass ihr "Unrecht" geschehen ist. Dieses vermeintliche Unrecht auf seine Realität zu hinterfragen - da es auf einer einfachen egoischen Fehlinterpretation aufgrund einer verzerrten Wahrnehmung beruhen könnte - kommt ihr nicht in den Sinn. Möglicherweise auch aufgrund der Verkehrung der Ebenen, bei der man oft nicht zwischen einfachen egoischen Fehlinterpretationen und der transegoischen Sicht von der generellen Scheinbarkeit von Interpretationen untescheiden kann. In diesem Bereich gibt es allgemein viel Verwirrung in der spirit. Szene, besonders wenn man nicht an die sog. Realität (der Person) GLAUBT, derweil die Realität resp. die Person nicht umhin kann, sich gleichzeitig mehr oder weniger drastisch bemerkbar zu machen.  


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Post scriptum
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Als ich Mrs. H. einmal auf ihre irritierenden Widersprüche aufmerksam machte, fragte sie nach Beispielen. Da sie es aber gleichzeitig nicht gestattet, dass man in "ihrem eigenen" Forum  "schlecht" über sie schreibe und alles löscht, was sie unangenehm triggert bzw. als "rufschädigend" interpretiert,  thematisiere ich diese Widersprüche detailliert in meinem Tagebuch resp. Blog. Das dient primär der Erringung eigener Klarheit und Wahrheit. Sollte Mrs H.. wider Erwarten tatsächlich an der Aufdeckung ihrer Widersprüche interessiert sein, hätte sie hier die Möglichkeit, zu erfahren, was die Menschen in ihrem Umfeld oftmals so "böse" macht. Den Namen habe ich auf diverse Arten codiert, weil es mir hier nicht um eine persönliche Auseinandersetzung geht, sondern um die Sache und die Klarheit darüber, dass es sich bei den Widersprüchlichkeiten, die moniert bzw. aufgedeckt werden,  keineswegs um "göttliche Paradoxien" handelt, wie sie anzunehmen vermeint.   



Montag, 1. Januar 2018

Gestern liess den Geist ich schweifen...

Gestern liess den Geist ich schweifen,
Der tat hier und dorthin streifen,
Als er einen Trigger fand,
An dem er sich heut' aufgehangt... :D

Politik vs Spiritualität

Auf dem Hinweg zu Gott/SELBST gilt der Rückzug aus der Welt. Keiner, der sich diesem weltentfremdenden Prozess einmal ausgeliefert hat, kann daraus aussteigen, um sich ernsthaft der Politik=Weltverbesserung zu widmen.
https://www.facebook.com/groups/335977609907181/

Auf dem Rückweg in die "Welt": Niemand, der bei sich SELBST angekommen ist,  hat das Bedürfnis, ordnend in den Weltenlauf einzugreifen. Wer erkannt hat, dass das konditionierte Ego synonym mit Welt ist, hat keinen Anlass mehr, die Verhältnisse der äusseren Welt zu verändern, stattdessen hat er (s)ich von seiner Weltsicht desidentifiziert. Letztlich aber ist er zum reinen Beobachter geworden, d.h. er greift nicht in Geschehnisse der Welt ein, - nicht einmal "spielerisch" -  derweil er sie JETZT als ein Konstrukt seiner Gedanken erkannt hat. Jede Absicht, die Welt zum Guten verändern zu wollen, kann nur ein konditioniertes Ego haben, welches Gut& Böse, links und rechts noch nicht transzendiert hat und an sog. menschliche/humanistische  Werte glaubt.
Spiritualität ist jenseits von Gut und Böse, rechts und links, deswegen ist es besonders abartig, wenn ein sog. Spiritueller sich  nicht der Spaltung bewusst ist, wenn er in einer bekannten spirit. Zeitschrift ein Plädoyer für eine linke Spiritualität verfasst. Demzufolge wären die Linken die Guten und die Rechten die Bösen  - - - und schon ham wir wieder  den Salat. Man verschone die Welt mit spirituellen Schwarz-Weiss-Denkern und Linken, die sich spirituell dünken.

Politiker wollen immer das Gute und genau das ist das Problem eines Spirituellen, der ein Politiker sein will und vice versa.  Am bösesten aber ist der Wille, wenn er im Namen Gottes nur Gutes tun will, ohne die bösen Konsequenzen zu bedenken. Der neue Gott heisst heute "Humanismus" und "Menschenrecht". Ein moralitär pervertiertes Konstrukt, welches  dem sozialen "Wohl und dem Nutzen des Menschen" dienen soll unter der diktatorisch-faschistoiden Bedingung, dass der ahnungslose Bürger seine Identität aufgibt, im Namen eines top down verordneten neuen Paradigmas bzw. eines neuen Menschenbildes.

Man kann die äussere Welt und die innere Welt nicht in Deckung miteinander bringen, sondern nur (s)Ich=Welt transzendierend übersteigen/überwinden, dann gibt es auch keine Grenzen mehr zwischen dieser und jener.
Sicher, es ist auch jenseits von Ego noch möglich, sich für das Weltgeschehen zu "interessieren", allerdings ohne sich damit zu identifizieren, ohne mit der Welt etwas "machen"  oder gar in der Politik  mitmischen zu wollen. Das Himmelreich, das Reich des Geistes ist nicht von dieser Welt. Das war und ist immer noch eine radikale Absage! Der Anarchist des Herzens ist nicht (mehr) rebellisch und arbeitet sich ganz gewiss nicht an der äusseren Welt ab. Meine Güte, diese linken Spirituellen glauben im Grund ihres Herzens immer noch mehr an ihre Helden wie Che Guevara als an sich SELBST. Politiker sind Reformer,niemals ist und war aber jemals  ein Befreiter (Meister) ein Sozialreformer/Politiker, der nach Nützlichkeitsprinzipien handeln könnte. Gandhi war kein Befreiter, er war ein religiöser Reformer, die Freiheit, die er erkämpfte, ist VON dieser Welt, er kämpfte um eine diesseitige Befreiung der Menschen von äusserer Unterdrückung. Die wahre innere Freiheit erlangt  man nur im inneren Kampf - im Heiligen Krieg mit den INNEREN Unterdrückungsstrukturen - da gibt es kein Sowohl-als Auch. ("Sowohl-als" auch ist ein Gegensatz integrierender BEWUSSTSEINsmodus und nichts,  was man MACHEN kann, er bezieht sich  nicht auf das Ego bzw. Tätigkeiten in dem Sinn, dass man sowohl dies als auch jenes MACHEN könne.Transzendiert sind die Gegensätze dann  auf der letzten Stufe des "Weder dies noch jenes"-BW  (neti neti) in dem das konditionierte Glaubenssatzuniversum/Weltbild komplett im "Nichts" aufgelöst - dekonstruiert bzw. desidentifiziert -   ist.)

Rottenfusser zitiert den Dalai Lama:

  „Es gibt eine philosophische Meinung, die Moralisten davor warnt, sich in Politik einzumischen, weil diese der ethischen und moralischen Grundsätze entbehre. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Sorge, denn eine Politik ohne ethische Grundsätze dient nicht dem Wohl und Nutzen des Menschen.«  Und weiter: »Man hört des öfteren von spirituellen Menschen, dass sie die Vermischung von Politik und Religion mit Sorge erfüllt, da sie eine Verzerrung der Ethik durch Politik und dadurch eine Verunreinigung der Religion befürchten. Solche Überlegungen sind nicht nur selbstsüchtig, sondern auch in sich widersprüchlich. Alle Religionen sind ja dazu da, dem Menschen zu dienen und zu helfen, und mit jeder Abgrenzung von Religion gegen Politik gibt man ein machtvolles Instrument preis, das im Sinne des sozialen Wohlergehens der Menschen wirken soll.«

Brrrr, das ist ein an der Realität völlig vorbeigehendes pseudo-humanistisches,  idealistisch-moralitäres Gesülze aus der Sicht des Status eines Priesterkönigs. Kleriker und andere Moralisten haben nichts in der Politik zu suchen, man schaue nur in die Gegenwart und sehe, was sie gerade anrichten, die faschistoiden Linkscamouflaschen im Verband mit den Klerikern... Die Religionen sind realiter zum Kreuz der Menschheit geworden, nur die politische Entmachtung der Religionen, die Säkularisierung kann die fundamentalistischen Auswüchse der div. Religionen in Schach halten. Das Reich Gottes aber ist nicht von dieser Welt und eine politisierende Kirche versteckt mit ihren Machenschaften einmal mehr den Schlüssel zum Himmelreich, der in unserer Mitte verborgen und dort nur zu finden ist. In der Mitte, d.h. in einem ausbalancierten harmonischen SELBST.


http://archiv.connection.de/index.php/wirtschaft/115-linkespiritualitaet

Auch die Connection beschäftigt oder veröffentlicht in der Mehrzahl Autoren/Artikel, die hinsichtlich des spirituellen BW-Entwicklungsziels voller "vielleicht" sind, d.h. sie sind voller Vorstellungen im Sinne von "gut"  über den zustandslosen Zustand. Dass Paulus  aber v i e l l e i c h t  recht haben könnte, diese Möglichkeit wird noch  nicht mal ansatzweise in Betracht gezogen -  weil es sich vollkommen dem Egomind entzieht, wie es möglich ist, sich den Regeln der weltlichen "Obrigkeit" zu unterwerfen, derweil man einer inneren Freiheit teilhaftig ist, die eben nicht von dieser Welt ist. Da greift sich sogar der Logiker an den Kopf: Warum sollte ein befreites SELBST, welches zum Ziele der Befreiung den  größten "Heiligen Krieg" gegen (s)Ich und Welt ausgefochten hat und demnach überwunden/transzendiert hat, noch mal in den Ring steigen, um "dort draussen" gegen Ungerechtigkeiten zu rebellieren und erneut Idealen hinterherrennen? In einer Welt, die jede (ernsthafte) Bedeutung für ihn verloren hat? Für einen solchen ist die Welt nurmehr zum Freien Spiel gemacht und  die scheinbaren Geschehnisse darin sind ihm  nur Schattenspiel - Spiegel für die inneren Auseinandersetzungen im Krieg Ego vs. Selbst. 

Ja, und natürlich findet sich auch in diesem ohne Zweifel intelligenten Spiri-Klugschwatz wieder der integrale Ansatz von Ken Wilber, dem ich so nicht zustimmen kann - nein, man kann eben nicht zwei Herren dienen! Weder im Vorfeld  noch nach der Befreiung. Wer hier ein Sowohl-als auch postuliert, postuliert ein Konstrukt ohne jeglichen Bezug zur Wirklichkeit.  Es gibt auf dem ganzen spirituellen Weg keine radikalere Entweder-Oder-Entscheidung als an dieser Stelle; hier entscheidet es sich, ob du berufen bist, du SELBST zu werden, oder ob du dich entscheidest, ETWAS in der Welt zu werden. Beides zusammen funktioniert nicht.Das Ja zu Gott/SELBST ist das Nein zur Welt, so wie die Anwesenheit Gottes auf der Abwesenheit des Egos basiert.  IN der Welt, aber nicht VON der Welt zu sein, heisst für den Freien genau dies: Du bewegst dich spielerisch in der Welt, ohne von ihr ergriffen zu werden, bzw. ohne dass da ein Ego wäre, das sich identifizierend an ihr ver-greifen könnte. Nichteinmischung ist hier die Devise! Und wenn du jetzt diese Nichteinmischung mit  mir diskutieren und definieren willst, bist du erst recht auf dem Holzweg. Nichteinmischung heisst einfach nur, dass da niemand mehr ist, der Bock drauf hätte, die Dinge anders zu haben, als sie sind. Aber solange bei dir der Bedeutungsgeber so quicklebendig wie eh und je ist, wirst du immer Bock haben, die Dinge so zu deuten, dass sie deiner Hilfe und deines Eingreifens bedürfen.

Von dem Berufenen wird nicht weniger als Verzicht gefordert, es wird ihm "gezeigt", was auf ihn zukommt, so  dass am Ende seiner spirituellen Reise alle verlangenden Zugriffe auf die Welt "abgetötet" worden sind, insbesondere das Verlangen, die Welt zu verändern.  Von wegen "Sowohl-Als auch" -  hier an dieser Stelle gehts um die Hingabe deines Lebens,  gehts um den ganzen Kuchen, es gibt keine Möglichkeit, den Kuchen zu essen und gleichzeitig zu behalten.

Aus meiner Sicht/Erfahrung haben sich viele dieser wohlmeinenden Verbesserungsbemühten, die diesen "integralen Ansatz" verfolgen, - wenn ihr Sein überhaupt ein spirituelles ist und sie nicht nur spirituell DENKEN -  in ihrem Individuationsprozess (Heilung/Herzöffnung)  mit der (Selbst-) Liebe identifiziert, die sie aber weiterhin nach aussen projezieren, in  der Liebe zum Leben, Liebe zur Welt, Liebe zu den Geschöpfen - kurz: ihrer Liebe zu einem Da-Sein voller Bedeutung und Sinn, sie berauschen sich an  einer Schöpfung, die ihnen aber immer noch gegenübersteht. Das heisst: sie feiern die Trennung. Unbewusst.

In dieser Liebe zum Da-Sein wirft das Gute einen langen Schatten, was die volle Umkehr erschwert und damit die "Sicht" auf das bedeutungsentleerte So-Sein der ungeteilten Wahrnehmung der Welt und der Dinge darin. Ihre Spiritualität ist eine Materielle, eine Weibliche.  Solange das Ego als  Bedeutungsgeber nicht als ein solcher erkannt wird, wird es keine Befreiung von ihm geben. Man verbleibt im diskursiven Denken und bekommt keine "Stehende Verbindung" zum vertikalen Erkenntnismodus im Bewusstsein des Nichtwissens (um diese Welt). 

Damit hier keine Mißverständnisse auftreten:  Die weibliche Spiritualität ist nicht zu verachten, - ganz im Gegenteil: sie beherrscht einen Großteil der Individuation, sie ist die Triebfeder der Individuation und dient dem "Brüllenden Leben", der Befreiung der Gefühle und in diesem Zug der bewussten Identifizierung mit den eigenen authentischen Gefühlen, ferner mit den Geschöpfen, mit allen fühlenden Wesen, (Ich bin Alles, ich bin du-du bist ich.) welche der Desidentifikation (Ich bin Nichts, neti neti) VORAUS geht. Genau dies wurde im Patriachat unter der Fuchtel eines schwarzchristlichen Pösen Pater Nosters verdrängt und machte Heilung unmöglich. 
Es ist m. E. absolut wichtig für das Ich, innere Barrieren und Tabus zu überwinden, die das Ich daran hindern, voll einzutauchen in die Welt der Materie, des Körpers, des Da-Seins.  Und genau hier an dieser Stelle erinnere ich mich wieder an den Kurs in Wundern, bei dem m. E. das Eintauchen in die sinnliche Welt des Körpers und der Materie von vornherein  durch autosuggestive Praktiken verhindert wird und somit auch die Identifizierung mit den leidenden Wesen - dem kollektiven Leiden der Menschheit. Deswegen wirkte der KIW  auch genauso so kalt, körperfeindlich und dissoziierend auf mich wie andere patriachalische religiöse Konstrukte, die das nonduale Pferd von oben und hinten aufzäumen, statt von unten, d.h. von der Akzeptanz des Körpers/Materie bzw. von der Akzeptanz der Person in ihrem Hier und Jetzt auszugehen.  Der KIW suggeriert eine "bedeutungslose Welt" ohne  die Vorbedingungen zu beachten und zu erfüllen, welche es erst ermöglichen, die Welt von ihrer Bedeutung zu entleeren bzw. den Bedeutungsgeber zu "ent-sorgen": Er verhindert die Befreiung der Gefühle und in diesem Kontext die Identifizierung mit allem, was fühlt und lebt. (Wenn ich mich nicht irre, sprach der KIW  den Gefühlen von vornherein jegliche Bedeutung ab, das war auch der Grund dafür, dass dieses magere, verhungerte klapperdürre, saftlose Abstrakt-Konstrukt  etwa bei der 50igsten Lektion in meiner Mülltonne gelandet ist). Den Vater kriegt man nun mal nicht ohne die Mutter bzw. den Sohn.

Der dogmatische KIW-Anhänger hat oft eine Heidenangst vor seinen ungebremsten Trieben, er hat Angst, die Kontrolle über sich zu verlieren und im sinnlichen Höllentaumel eines brüllenden Lebens zu ersaufen. Er denkt dabei in Zeiträumen, dabei ist weiter nichts nötig, als sich seine Bedürfnisse und Wünsche  - statt sie zu verdrängen - VOLL BEWUSST zu machen, wenn sie auftauchen, im Klartext: man muss seine Triebe und Phantasien nicht unbedingt in der sog. Realität ausleben.  Da war ich früher mal anderer Meinung, bis ich irgendwann mal  darauf kam, alles, was sich in mir staute, u.a. die Begierden und Triebe bio-energetisch zu entladen:  ich habe sie nicht mehr ausgelebt, sondern nur zugelassen und solange gezittert, bis ich nicht mehr stehen konnte. So funktioniert Bewußtmachung - das spürst du in den Knochen und in jeder Zelle bis in die Haarwurzeln hinein! Und danach: AHA! 

Beides tut also not: Die  Spiritualität der Mutter  dient dem Leben der Materie/Formen, der Geist des  "Vaters" löst die Formen auf  - nein nein, nicht die Formen selbst, sondern er löst die IDENTIFIZIERUNG mit der Materie/Formen auf und verschiebt den Fokus vom unbewussten Leben mit seinem scheinbaren Tod hin zum Gewahrsein eines Ewigen LEBENS im JETZT.  Dieses Gewahrsein bekommt man nur, wenn auch die letzte Identifizierung aufgelöst wird: die Identifizierung mit dem Da-Sein  -  damit wird jegliche Einmischung in den sog. Weltenlauf absolut obsolet. Deswegen wird der Weise (als der letztgültig Befreite) niemals in die Politik gehen - denn ihm sind alle Tugenden, die einen Politiker auszeichnen, ein  Laster.


Politik zu "integrieren" wäre so, als ob man die Konditionierungen des Egos ins Wahre ICH-SELBST integrieren wollte, also das Unwahre ins Wahre.  Politik kann man  nur aufgrund von Identifizierung mit Ich und Welt betreiben! Auf dem Rückweg in die Welt schliesst man zwar ein, was vorher ausgeschlossen war, aber nur, um das vorher Ausgeschlossene nichtidentifizierend von innen her zu erfassen... Niemand kann Politiker werden, der nicht überzeugt davon wäre, dass die Welt einer Verbesserung/Veränderung bedürfte. Aber dies ist genau einer jener Glaubenssätze, die ihn an die Welt bindet. Als Befreiter kann man das Weltgeschehen - also recht eigentlich die GedankenKONSTRUKTE!, denen man lustvoll entfremdet ist -  beobachten und sich informieren, OHNE den Impuls,  einzugreifen. Man kann kein Politiker werden, wenn man den Glauben an diese Welt(sicht) verloren hat! Unmöglich, dass es für einen Befreiten eine veränderungsbedürftige Welt gäbe. Wer so etwas glaubt, ist nicht frei, da kann er noch so schöne spirituelle Reden schwingen. Huh - zu diesem Connection-Artikel gäbe es meinerseits noch viel mehr zu sagen, aber vorerst ist's erst mal genug für den ersten Tag im Neuen Jahr!