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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Wen kümmert's oder Töte den Conjunctiv!


Mein alter Freund MickyZENMouse tauchte neulich mal wieder  aus dem Dunkel der Vergangenheit auf und mailte mir einen Link zu einem Blog zur gefälligen In-Ansichtnahme.  Der Blog nennt sich schlicht Asso-Blog und der Betreiber nennt sich Gui Do. GD firmiert auf seinem Google-Konto unter dem Motto: Ich bin ein Freier. Ok, dann schaun wir mal, ob er für die Freiheit auch wirklich sein Leben hingegeben hat...
Auf den ersten Blick ist das Blog ein echtes Leckerli, der Mann weiss sich ganz unterhaltsam auszudrücken;  auf den zweiten Blick scheint mir die Unterhaltung auf Kosten von "Irrlehrern" zu gehen, die wohl ihren eigenen Maßstäben nicht gerecht würden.

Vorweg: Wenn ich etwas in Ansichtnahme nehme, dann geht es mir nicht darum, zu eruieren, ob der Autor falsch oder richtig argumentiert, sondern vorrangig darum, zu erkunden, ob der Mensch, der da schreibt und sog. Meister kritisiert,  "in der Wahrheit steht" - denn nur wer in der Wahrheit des Gewahrseins steht,  kann die Geister der Wahrheit von den Geistern der Unwahrheit unterscheiden und verwechselt nicht ständig die Ebenen nondual-dual.
Wer die Geister nicht unterscheiden kann, übt ganz normale Kritik, d.h. er unterscheidet nicht zwischen WAHR und UNWAHR, sondern zwischen falsch und richtig.
Ich übe weder Kritik noch analysiere ich - ich SCHAUE.

Vorläufiger Befund
: Ich atme beim ersten Lesen im Assoblog keinen (Zen-)GEIST. Den paar 'Artikeln nach, die ich bis jetzt gelesen habe, betreibt GD  keine Unterscheidung der Geister, sondern übt Kritik, die vornehmlich seinem Glauben an eine Reine Zen-Lehre zu entspringen scheint. Welche das ist, ist mir noch unklar. Jedenfalls ist aus seinen Worten nichts von "Anfängergeist" zu entnehmen, welcher ja  aus dem letztgültigen BW des Nichtwissens kommt. Insbesondere an den diversen "Losigkeiten" scheint es ihm zu mangeln, denn manchen Redewendungen nach zu urteilen ist er immer noch mit dem Ich und seinen Eigenschaften identifiziert , so, wenn er von sich sagt: Ich bin jemand, der dies und das tut/bevorzugt. Daneben scheint er ziemlich mit diversen Problemen, Plänen und VorSORGlichen Beschäftigungen beschäftigt zu sein.

Wer die Geister unterscheiden kann, scheidet primär das Wahre vom Unwahren und  sekundär das Falsche vom Richtigen und könnte im spirituellen Kontext weder das Unwahre noch das Falsche zum "Klops des Tages" ausrufen.  Wenn es sich z.B. nur um eine Fehlinterpretation der Reinen Lehre handelt, ist das nur  falsch, ein Fehler, aber es ist nicht die Unwahrheit. Als unwahr gilt z.B. das Selbstbild des unerlösten Egos als solches und alles, was es von sich glaubt, das es ist.

                                                                            
Es folgen nun ein paar Assoblog-Zitate,  deren Unwahrheit  mir beim kurzen Überfliegen sofort in die Augen stachen. Es dreht sich hierbei vorrangig um eine Kritik an Thich Nhat Hanh, der sich Zenmeister nennen läßt, nach den Maßstäben von Gui Do aber nicht das Zeug dazu hat. Wohlan:
1) Gui Do:  "Wenn du den Buddha triffst, töte ihn." DAS ist die Erziehung zu einer kritischen Haltung, auch Lehrern gegenüber, wie sie TNH  (Thich Nath Hanh) nicht brauchen kann, weil er viele Menschen um sich scharen möchte."
Lolling Wizdumb: Aus GD spricht hier ganz klar ein Ego, welches den tiefen mystischen Sinn dieses Spruchs nicht erkennt und ihn vereinnahmend auf die personale Ebene herunterzieht. Der Spruch meint nämlich keineswegs die Erziehung zu einer kritischen Haltung. Den Buddha zu töten, heisst den Glauben an die  Person des Buddha,  die Idee oder das Idealbild von Buddha (oder Gott) als solches wahrzunehmen!... . Buddha um des Buddhas willen loszulassen. Es hat dieselbe Bedeutung wie Meister Eckharts Redewendung, Gott um Gottes willen zu lassen!  Psychologisch gesehen geht es hier darum, die Projektion zurückzunehmen und zu erkennen, dass das befreite ICH das Gesuchte (Buddha/Gott) ist! DAS ist der Sinn! Nichtzwei. Einheit. Keine Trennung.
Gott oder den Buddha zu töten, ist neben vielen anderen "Göttertötungen" der Letztgültige "Mord" und geschieht, wenn man so gut wie alles, was man glaubt zu sein,  hinterfragt und als unwahr negiert, d.h. getötet hat.  Der Gott/Buddhaglaube ist die letzte Bastion, die fallen muss, bevor die letztgültige Transzendierung/Transformation geschieht. 

Auch der Meister oder spirit. Lehrer als äussere Selbstrepräsentanten muss letztendlich in der gleichen Weise getötet werden, dann nämlich, wenn du erkennst, dass du dein wahres SELBST auf den Meister/Lehrer projiert hast. Nichtzwei, Einheit, keine Trennung mehr.
Wer spirit. Lehrer oder Meister nur kritisiert, der wirkt auch trennend, aber in egoischer Manier bewirkt er eine personal-duale Aus-ein-ander-setzung statt transpersonale Einheit,  die Auseinandersetzung kann zwar durchaus fruchtbar sein, wenn sie auf der Ebene geschieht, wo sie hingehört - auf diese Weise läßt sich  zwar nicht die  Einheit, sondern wenn man Glück hat, Konsens & Verbundenheit herstellen, was die Übereinstimmungen mit der jeweiligen   Lehre angeht, um die es in der Auseinandersetzung zwischen "Schriftgelehrten" geht.
Zwischen Schriftgelehrtem und einem Meister kann es keine Aus-ein-ander-setzung geben und somit auch kein Konsens erreicht werden. Der Meister steht über dem Schriftgelehrten. Der Schriftgelehrte gehorcht dem Gesetz, der Meister der Liebe & Erkenntnis. 

Merke: Ein Meister ist immer jenseits der Lehre, er IST nurmehr die REINE Lehre. Die Reine Lehre ist nur deswegen rein=unverfälscht, weil sie auf der Basis der Erkenntnis des Absoluten Subjekts, welches ICH BIN, beruht.  Dem Meister, dem wahrhaft Freien ist die Reine Lehre ins Reine Herz geschrieben.  Sobald die Reine Lehre auch nur ausgesprochen wird, wird sie unrein. Wenn Zen die Wahrheit AUSSERHALB jeder Sutren ist - d.h. auch jenseits von Gebet und Meditation - dann ist diese ins Herz geschriebene Lehre, die Reine Lehre, die über allen Lehren steht.

Kritik an einem Meister ist wie jede Kritik eine Vorliebe des Verstandes und orientiert sich i.d.R. an  verstandesmäßigen Definitionen darüber,  wie ein Meister zu sein hat . Ein Meister läßt sich jedoch nicht an seinen "Aktivas" (Taten)  messen, wer das tut, ist genauso dumm wie die Leute, die fragen, warum Gott Auschwitz zugelassen habe. Einen Meister erkennt man wie "Gott" nur an dem, was er NICHT ist, seinen "Losigkeiten"  - unmöglich für den Verstand zu erkennen, was  nicht ist!

2) Gui Do:   ""Und nun O-Ton Thich.
"If you breathe in and are aware that you are alive—that you can touch the miracle of being alive—then that is a kind of enlightenment. Many people are alive but don't touch the miracle of being alive."
Dieser Satz ist wichtig. Wie überhaupt das Atemzählen und die Atemübungen. Wenn man verstehen will, warum Thich kein Thien-Meister, der sich auf Linchi, also chinesisches Chan, beruft, sein kann, dann lese man - so man Englisch kann - den Blog von "Dark Zen". Er macht zwar ein Geheimnis um seine Person, steht aber z.B. der Tradition von Hsu Yun nahe. Hier wird immer wieder erklärt, warum das Erwachen unbedingt VOR dem Atmen liegt, oder JENSEITS davon. TNH hat diesen Zustand offensichtlich nie erreicht - weil es eben auch kein authentisches Chan in Vietnam gab. Daran sollte man denken,wenn einem falsche Übungsmethoden gezeigt werden.
Achtet man genau auf das, was TNH sagt, so sind es seine üblichen Sachen: Breathing in, breathing out (das singen die sogar in seiner Sangha), Achtsamkeit (mindfulness), Glück ist das Aufhören von Leiden, Peace is possible, deep listening (ja, das finde sogar ich gut). Ganz wichtig: "That is the work of a bodhisattva, a buddha, always with compassion and nonviolence." TNH schließt damit offensichtlich aus, dass Soldaten Bodhisattvas sein können. Das ist jedoch m.E. mit der Zen-Lehre nicht vereinbar. Alles ist shunyata, und aus der Leere ist alles möglich, z.B. auch der Tyrannenmord, wenn die Einstellung stimmt.
TNH:"And if you continue with your practice of mindfulness, you understand the roots, the nature of the suffering."

Dazu Gui-Do "Auch das ist Theravada. Tatsächlich ist das entscheidende Glied nicht die Rechte Achtsamkeit, sondern die Rechte Erkenntnis und damit die Weisheit. Sie ist das höchste Gut im Zen. Aus diesem Grund ist es z.B. möglich, ganz bewusst und achtsam seine Wut einzusetzen - im Zen, nicht aber bei TNH."

Lolling Wizdumb: Oops, der erzählt vielleicht Geschichten. Nope - so funzt das  nicht! Was die Wut angeht, verraucht sie bei Bewusstheit bzw. Achtsamkeit! Wer achtsam ist, der wird nicht so schnell wütend, wenn und weil er primär Acht auf  seine Gedanken hat. Es sind immer diverse Gedanken/Interpretationen,  die zur Wut führen.  (nicht zu verwechseln mit dem  gerechten oder Heiligen Zorn , der absolut nichts mit einer Wut zu tun hat, die immer aus einem Mangel bzw.  Frustration kommt.) Eine vertiefte  Achtsamkeit  ist fähig, den Gedanken nach seiner Wahrheit/Realität  zu befragen bzw. verbrennt die Wut im Fokus der Bewusstheit und legt den dahinterliegenden Mangel/Bedürftigkeit/Schmerz frei; Achtsamkeit ist der Führer durch die Schattenarbeit/-integration. Volles Gewahrsein ist die Frucht. Im vollen Gewahrsein ist nur noch ein bewusstes  "Tun als ob", wenn es notwendig ist, ein Fauchen, aber kein Schlagen. Im vollen Gewahrsein ist niemand mehr, der einen Gedanken ergreifen könnte, um sich seine E-motions zu basteln. -- Die Wut "einsetzen" könnte aber auch bedeuten, dass man sie transformiert, indem man sie z.B. im Sport oder in der körperlichen Verausgabung für eine gute Sache "einsetzt", um die Dinge zu verändern, voranzutreiben - wobei man damit natürlich aus der Gnade gefallen wäre.

Was nun das "entscheidende Glied" angeht, so gibt es hier kein Entweder-Oder, sondern entscheidend sind sowohl die Achtsamkeit als auch die Rechte Erkenntnis. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Ja, Achtsamkeit ist insofern sogar "alles entscheidend", als es ohne Rechte Achtsamkeit kein Gewahrsein und ohne Gewahrsein keine Rechte Erkenntnis bzw. Weisheit gibt.

Jesus hat die Achtsamkeit erwähnt, ohne den Begriff zu benutzten, Jesus sprach in Gleichnissen. Aber  in der Metapher vom "Fleisch und Blut", welches er seinen Jüngern zur Heiligen COMMUNIONE reicht, kann ich keinen Hinweis auf Achtsamkeit oder Vegetarismus erkennen.  Die Metapher würde ich ad hoc  eher mit dem Kosmischen Christus bzw. Adam Kadmos in Verbindung bringen, nachdem dieser der Kosmos IST.
Achtsamkeit wird von Jesus vor allem in den Gleichnissen von den Jungfrauen angesprochen,  den Jungfrauen (=Seele), die ihre Lampen anzünden sollen, damit sie nicht schlafen, wenn der Bräutigam (Wahres SELBST)  kommt.

Dass ein Meister oder spirit. Lehrer ein Brückenbauer zwischen den Religionen ist und die Unterschiede "verwischt", sollte man ihm  nicht ankreiden - es ist nun die Sache eine Meisters, die Übereinstimmungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als dem was trennt.  (Auch hier spricht das Ego eines Schriftgelehrten, wenn man das Trennende präferiert) .

Explizit zu:  "That is the work of a bodhisattva, a buddha, always with compassion and nonviolence." TNH schließt damit offensichtlich aus, dass Soldaten Bodhisattvas sein können. Das ist jedoch m.E. mit der Zen-Lehre nicht vereinbar. Alles ist shunyata, und aus der Leere ist alles möglich, z.B. auch der Tyrannenmord, wenn die Einstellung stimmt."" - -

meine ich, TNH schliesst hier gar nichts aus, das ist eine Unterstellung bzw. eine falsche Schlussfolgerung, die GD aus den Worten herausliest. Tatsächlich ist es so, dass einer japanischen ZEN-Schule nach es ja sogar möglich sein soll, mit "compassion and nonviolence" Kriege zu führen und Menschen umzubringen, was ich übrigens für eine Fehlinterpretation halte: eine Ent-äusserung=Projektion des Geistigen Kriegers auf die materielle Weltebene.  Weder der Bodhisattva noch der Buddha führten im Vorfeld ihrer Befreiung Kriege "draussen in der Welt"; sie waren geistige "Gotteskrieger" und haben den Heiligen Krieg auf ihrem "Kissen" gekämpft. "Tyrannenmord" ist demnach einzig allein auf der Ebene des "Interbeing" entscheidend, derweil es mit dem Tyrannen den Zensor, das rigide Über-Ich meint.
Aus den Worten TNH's aber läßt sich diesbezüglich für mich rein gar nichts schliessen, weder für noch gegen diese merkwürdige Ansicht. 
"Alles ist shunyata? .... Das sind religiöse Glaubenssätze, Erzählungen...

Shunyata - die Wahrheit über die Leere ist: Es gibt keine andere Leere, als die Leere, die ICH als das absolute SUBJEKT bin, derweil ICH als ein solches SUBJEKT nicht mehr mit den Eigenschaften des Ichs identifziert bin,  erscheint die Welt ebenso bedeutungsleer leer wie ich.  Und ob ich oder du aus dieser Leere heraus andere Menschen mit Liebe und Mitgefühl töten könntest, kannst du  nicht wissen, deshalb - wen kümmert's! Töte den Conjunctiv!
https://der-asso-blog.blogspot.de/2010/09/die-falschen-ansichten-von-thich-nhat_21.html

3. Zitat
TNH: "When you love someone, the best you can offer is your presence. How can you love if you are not there?" (Übersetzung von L.W.: Wenn du jemanden liebst, ist das Beste, was du anbieten kannst, deine Gegenwart. Wie kannst du jemanden lieben, wenn du gar nicht DA bist.
GD: Na Leute, habt Ihr schon mal jemanden geliebt, der Euch nicht wollte? Na seht Ihr, das Beste, was Ihr dann tun könnt, ist, Euch zu verdünnisieren. Aber TNH predigt Wohlfühlbuddhismus, der merkt gar nicht, dass seine Sätze keine Allgemeingültigkeit haben.
Lolling Wizdumb:  TNH meint m. E. mit "Presence" ganz normale Aufmerksamkeit auf die geliebte Person in ihrer ganz normalen Hier-und- Jetzt-Gegenwärtigkeit, statt mit den Gedanken in die Ferne zu schweifen ode rimmer nur von sich zu reden.
Hey, wenn du es schaffst, mehr im Hier und Jetzt zu leben, und weniger in deiner Gedankenwelt, liebst du quasi jeden, der sich in deiner Präsenz befindet. Da ist es  gleich gültig, ob der solcherart  "Geliebte" zurückliebt oder nicht. Die Liebe genügt sich selbst. Liebe ist Aufmerksamkeit - DAS ist allgemeingültig!

Kurz gesagt: Bleib in der Gegenwart, das ist das größte Geschenk, was du jemandem machen kannst. Sei aufmerksam, sei achtsam, höre zu und wenn der andere sich dann immer noch verdünnisieren will, dann soll er doch... wo ist das Problem? Dazu bedarf es nicht mal einer spirituellen Erleuchtung...

4. Zitat

Frage an TNH: "Do you exercise to stay in shape?
Nhat Hanh: "Yes. We have the ten mindful movements."

Asso-Blog: Hahaha, hahaha, das ist echt köstlich. Wer die mal im Schneckentempo hat laufen sehen, kann sich den Kalorienverbrauch ausrechnen.
Lolling Wizdumb: To stay in Shape - um fit oder "in Schuss" und Form zu bleiben,  braucht es keine ausgedehnten Marathonläufe und stundenlanges gezieltes Krafttraining.  Schon mal was von den 10 Tibetern gehört u.ä.?
5. Zitat:
Auf eine Frage, was  TNH so esse, antwortet der: "No egg, no milk, no cheese. Because we know that mindful eating can help save our planet."
(Übersetzung von LW: Keine Eier, keine Milch, kein Käse. Weil wir wissen, dass bewusstes/achtsames  Essen helfen kann, unseren Planeten zu retten.)

Aha. Naja, ich bin ja ein Bauerssohn. Es ist mir echt neu, dass es den Kühen was ausmacht, wenn man sie melkt, oder auch den Schafen. DAS kotzt mich dann echt an. Wie der so im Vorübergehen gleich noch einen Großteil seiner Landsleute abqualifiziert, die Farmer sind, weil er zwischen den Zeilen sagt, das sei nicht die rechte Lebensweise. Dieser Hannes. - Und wow, die brauchen eine Stunde fürs Essen.
Lolling Wizdumb:  Na ja, Fleich wird TNH wohl auch  nicht essen. Wahrscheinlich dachte TNH an die Massentierhaltung und die  Wirkung der  Gülle auf den Planeten ? 
Ja mei, die Bauern sind heute auch nicht mehr das, was sie mal waren.
Und hey, das, was du zwischen den Zeilen liest , hast DU hineingelegt, DU Hannes!

6. Zitat

TNH: "Our nature is the nature of no birth and no death. It is impossible for a cloud to pass from being into nonbeing. And that is true with a beloved person. They have not died. They have continued in many new forms and you can look deeply and recognize them in you and around you."
(Übersetzung: Unsere Natur ist das todlose Bewusstsein, niemals geboren, niemals gestorben. Es ist unmöglich, dass eine Wolke vom Sein ins Nichtsein eingeht. Und dies ist wahr in Bezug zu einer geliebten Person. Niemand stirbt. Sie leben fort in vielen Formen und wenn du tiefer schaust erkennst du sie in dir selbst und um dich herum. LW.)

GD_ Es wird ja gern kolportiert, zur Wiedergeburt äußere sich TNH nicht. Aber hier haben wir nochmal den Wohlfühlbuddhismus. Statt zu sagen: Tot heißt Sense, lautet es: "They have not died."

Ich möchte haha sagen, aber das ist echt zum Heulen. TNH lebt in einer Traumwelt." - - -----Gepostet vor 14th May 2010 von Gui Do
https://der-asso-blog.blogspot.de/2010/09/die-falschen-ansichten-von-thich-nhat_22.html

Lolling Wizdumb: Hmmm. das ist allerdings ziemlich diskussionswürdig und mißverständlich ausgedrückt, was TNH hier sagt.  Es geht hier m. E. aber nicht um die Wiedergeburt (der Person?)in in diversen Formen, sondern um die Erkenntnis, dass Energie nicht verloren geht... um permanente Transformation, Wandlung,  "Recycling"... Und: was je geliebt wurde, kann nicht sterben, wenn du dich letztlich als die Allumfassende Liebe erkennst, die du bist.
Die Letztgültige Einsicht ist die Einsicht in das Todlose Bewusstsein, das ICH BIN: Niemand stirbt, niemand wird geboren.

Hey, warum sollte TNH sagen, tot sein heißt Sense? Ist er vielleicht ein Atheist? (oder ist der Rüpel ein Atheist?)  Was totsein bedeutet,  sagt TNH doch in den Worten, dass niemand gestorben ist und nie jemand geboren wurde. Totsein heisst demnach mit anderen Worten, dass es weder Sein noch Nichtsein ist und  das ist spirituell total korrekt.
Aber dem schriftgelahrten Flachwix-Denken  ist der Zu- und Tiefgang zur Mystik versperrt.

Wenn es nach der Wahrheit geht, ist es der Rüpel, der seinen Worten nach noch immer in einer Traumwelt lebt, TNH ist den Worten nach bis jetzt zumindest spirituell korrekt. GD fehlt es am Gleichmut Kotzen, heulen usw., seine Kritik ist nicht fundiert, sondern großteils voll daneben.  

Ich weiss nicht, ob TNH "durch" ist, sollte man ihn mir zur Ansicht vorlegen, habe ich wohl nichts dagegen, herauszufinden, wes Geistes Kind er ist.

7. Zitat (Der Autor erzählt hier von seinem Sexleben bzw. von der Begegnung mit einer Prostituierten)
Gui Do: Bei der ganzen Sache bleibt die Frage, warum ich überhaupt bezahlen musste und nicht umgekehrt (ich kam nicht mal, ich brauche dazu aktivere und flexiblere Partnerinnen). "
LollingWizdumb: "Ich brauche dazu.... " - das ist eine Ich-Fixierung und Identifizierung mit dem Ego, welches seine Eigenschaften aufgrund der Vergangenheit in die Zukunft projeziert in dem Sinne: so war ich und so werde ich immer bleiben. Bekundung einer gewohnheitsmäßigen Vorliebe.
Auch hier spricht das Ego.
Ergebnis: Bisher viel Ego, null WAHRHEIT.
8. Zitat Gui Do:   "Für einen Mann wie mich, der keine Kompromisse an eine feste Beziehung machen will (keine nur arrangierte Ehe, keine nur beste Freundin als Partnerin usw.), sondern die sexuelle Erfüllung als Teil halb wahnsinniger Liebe für unabdingbar hält, ist die Auswahl an Partnerinnen in meiner Lebenszeit nicht bloß aufgrund meines eigenen Alterungsprozesses immer geringer geworden."
https://der-asso-blog.blogspot.de/?view=classic
 Lolling Wizdumb: "Für einen Mann wie mich, der .." dies und jenes von sich denkt und glaubt bedeutet dies nicht weniger, als da immer noch jede Menge Identifizierung mit Ego-Eigenschaften vorherrscht. Ganz offen gibt er sogar zu, dass er die bedingte Liebe (von  äusseren und inneren Einflüssen abhängige Liebe)  "für unabdingbar" hält, lol.  Da gäbs noch ne Menge Dämonen zu exorzieren. LOl. Na ja, seitdem dies geschrieben wurde, sind 7 Jahre vergangen, vielleicht hat er sich inzwischen gehäutet...

 

Der Autor ist nur fähig, Fehler zu finden bzw.  nur das relativ Richtige vom relativ Falschen und nicht das WAHRE vom Unwahren, das Unvergängliche vom Vergänglichen zu unterscheiden. (Unwahrheit kommt immer aus dem unerlösten Ego, die WAHRHEIT immer aus dem wahren SELBST.) Soweit ich es bis jetzt beurteilen kann schreibt hier ein spirituell korrekter Schriftgelahrter, der Reinen Lehre und sonst nix verpflichtet.  Seine Kritik kommt aus dem Verstand mit  viel Spekulation, (Fehl-) Interpretation und Unterstellung.  Losigkeiten (im Sinne von transpersonalen Tugenden : Null.   Fehlender Gleichmut, (fehlende Gleiche Wertigkeit für alles, was ist). Fehlende Absichtslosigkeit usw. Unbewusster "So war ich und so werde ich auch in Zukunft sein"-Glaubenssatz. Entweder-Oder-Denken, pedantisches Erbsenzählen, unreine Motivation, Projektion. Er glaubt wohl, ein Meister sei an seinen (hilfreichen) weltverbessernden Taten erkennbar. s.a. Matthieu Ricard, "ein Weiser mit Tatendrang".  Hm..und TNH war dann "kein Weser mit Tatendrang" bzw. ein Tatendrängler ohne Weisheit?  Also mal ehrlich - KEIN wahrhaft Weiser hat so etwas wie einen Outerspace-Tatendrang ! Ein wirklich Weiser sitzt in seinem Haus - die ganze Welt in ihm.(Vorsicht, Metapher!)

Die Kritik GD's ist oberflächlich und von zuweilen geradezu übelwollender Erbsenzählerei. Dass TNH einen Moment erlebt hat, der ihn  zögern liess, an einen Baum zu pinkeln, wirft für ihn gleich die Frage nach dem Psychologen auf, dabei ist es zum einen weltweit bekannt, dass Männer und Hunde an kaum einem Baum vorbeigehen können, ohne ihren ätzenden Ammoniak am Stamm abzuspritzen - und zum andern ist es eine Frage von Sitte und Anstand, man muss nicht alles über Bord werfen, was man gelernt hat.. Aber darum geht es nicht.  Es geht darum, dass im Gegensatz zu TNH der Rüpel noch niemals einen Moment erlebt hat, indem ihm die volle Schönheit und Würde eines Baumes erschienen ist.  In seiner ihm eigenen rüpelhaften Respektlosigkeit ist ihm Respekt angesichts eines Wunders völlig fremd. Er pißt einfach an jedes Bein....
Und eines solltest man langsam auch wissen: in der Grundhaltung von  Naivität und Unwissen kann man  besser das Buddhadharma erfassen, als in einer überheblichen Topdown-Haltung von viel Rüpel und wenig Zen.

Was die Freiheit GD's angeht, ist sie also ganz klar eine Einbildung, Er ist "so frei" und nimmt sich Frechheiten  heraus und denkt, das sei Freiheit.  Da ist ganz klar ein ziemlich dicker JEMAND, der sich noch immer mit seinen Eigenschaften identifziert. Viel Wissen ohne Weisheit, sonst hätte er sich für seine Kritik bestimmt bessere Beispiele herausgesucht als so'n Pippi-Kram. Und was das Beten der Boatpeople angeht: Der Rüpel hat keine Ahnung, wie angstlösend die Bündelung der Aufmerksamkeit ist, speziell wenn sie im Gebet gebündelt wird. "Der Herr ist mein Hirte" zu zitieren, ist genauso hilfreich wie eine Abschrift des Herz-Sutra.  Kann der Rüpel nicht lesen? Es heisst ganz deutlich bei TNH:
6) S. 54: "Viele vietnamesischen Boat People hatten bei ihrer Reise auf hoher See nur eine Abschrift des Herz-Sutra bei sich. Rezitieren wir diesen Prajnaparamita-Text mit wollkommener Aufmerksamkeit, dann werden wir ohne Angst sein." Da ist also keine Rede von Rettung , sondern von Befreiung von der Angst, nicht mehr und nicht weniger, doch der Rüpel setzt hinzu, als ob er nichts gesehen hätte: Keine Rede von den Boat People, die das Herz-Sutra rezitierten und dennoch ertranken. (sic!)
Mal abgesehen davon, dass es naive abergläubische Scharlatanerien gibt, die den Schriften eine Allmacht zuweisen, die ihnen nicht zukommt, aber davon kann ich in dem vorliegenden Text überhaupt nichts erkennen;  nein, der  Rüpel versteht einfach nicht, dass es hierbei nicht darum geht, vor dem körperlichen Tod GERETTET zu werden - es geht um die angstfreie Präsenz im Hier und Jetzt, die angstfreies bzw.  Rechtes Handeln bewirkt, worauf sich durchaus ein Überleben evtl. zurückführen läßt, aber nicht im Vordergrund steht.
Einen ähnlichen unlauteren Trick wendet er weiter unten an, wo er meint: "Besonders beliebt machen sich buddhistische Lehrer gern in Sachen interreligiöser Dialog. Statt auf Unterschiede hinzuweisen, verwischen sie diese...". Ja, das ist ihr Job, die Unterschiede zu "verwischen" und das Gemeinsame zu betonen! Nur Schriftgelahrte Betonbirnen reiten vorlieblich auf den Unterschieden herum.

(Übrigens: Ich muss über Zen nichts wissen, denn  eines weiss ich nicht nur, sondern erfahre es ohne Unterlass - der Geist des Zen ist in seiner Essenz derselbe Geist, der allen Religonen inne ist. Verfechter der Reinen Lehre sind in allen Religionen i.d.Regel buchstabengläubige= fundamentalistische  Betonbirnen... und damit alles in allem "outerbeing".)

GD würde mir nun vielleicht sagen, dass es sich bei seiner Auseinandersetzung wohl eher um den Streit zwischen diversen Zen-Schulen handle, ausserdem sei TNH  z.B. nicht, was er von sich behaupte und dies zu beweisen, nur darauf käme es ihm an. Na ja, mag sein, aber für mich sieht es eher so aus, als ob hier ein Blinder einen anderen Blinden wegen dessen Blindheit kritisiert.
Gut möglich also, dass der Autor insofern recht hat mit seiner Kritik, als die Wahrheit bzw. die Worte TNH's  nicht den Kriterien und Maßstäben entsprechen, die der Blog-Autor an die Reine Lehre legt - aber was immer er sich unter der Reinen Lehre vorstellt/versteht, es ist seine Zwangsjacke.
Mein Eindruck ist daher der, dass es GD daselbst sehr an der Rechten Achtsamkeit fehlt, wäre es anders, würde er nach der WAHRHEIT bzw. der Rechten Erkenntnis  und nicht nach den "Buchstaben des Gesetzes" urteilen oder die seiner Meinung nach falschen Ansichten des TNH mit eigenen unmaßgeblichen Meinungen parieren. Bei Licht besehen, ist sehr viel mehr an der Kritik zu kritisieren als an den "falschen Ansichten" des TNH, dabei ist GD weit mehr ein schattenkämpferischer Don Quichote, als er wahrhaben möchte.

Noch was: mit dem Bodhisattva ist es genauso mit der Reinen Lehre, - wenn die Lehre bzw. der Bodhisattva  nicht nur eine schöne Geschichte bleiben soll, musst du die Schriften kauen - der Bodhisattva erscheint in DIR, wenn Du die Schriften mit Rechter Achtsamkeit gut "gekaut und verdaut" hast.  Da kannst du dann aus erster Hand erfahren, ob ein Soldat ein Bodhisattva  sein kann. Oder auch  nicht ...schliesslich ist das Letztgültige Bewusstsein des Nichtwissens kein Geschichtenerzähler, sondern das, was die Geschichten als das demaskiert, was sie sind: Unterhaltung.  (Der Bodhisattva ist in meiner Erkenntnis/Definition keine Person, die immer wieder stirbt und immer wieder auf die Erde zurückkommt, um den Menschen die erlösende Botschaft zu bringen, sondern eine Macht oder Kraft/Energie, ein Archetyp, der  "den Himmel auf die Erde holt", d. h., er bringt die geistige Schau in Form/Sprache und zur Mitteilung. In dieser Mit-Teilung ist  Diese Kraft spielt eine Rolle in dem Doppelgespann des gleichzeitigen Lehren-Lernens, dessen ich mich ständig erfreue.  In dieser Kraft bin ich gleichzeitig die Frage und die Antwort, ein Lehrender und ein Belehrter/Lernender,  sowohl im Inner Space als auch im Outer space. Ob diese Kraft sich auch auf der raumzeitlichen WeltEbene "da draussen" personalisiert/inkarniert, ist für mich  nicht erkennbar, aber auch absolut ohne Bedeutung, weil ich nicht mehr mit der Personhaftigkeit identifiziert bin und alles nur als diverse geistige Kräfte wahrnehme.)

Gut, was ich letztlich meine: werde einfach, der du bist und dann - als die Reine LEERE bzw. das Absolute SUBJEKT, als welches du dich letztlich erkennst  - damned, wen kümmert's!?

Neugierig geworden google ich im Wikipedia Thich Nhat Han und Theravada-Buddhismus. 
Ich lese u.a. : "Er  (TNH) war Mitbegründer der „Vereinigten Buddhistischen Kirche von Vietnam“ (1963), die sich der Theravada- (frühbuddhistische, südliche Schule) und Mahayana-Tradition (spätere, nördliche Schulrichtung) gleichermaßen verpflichtet fühlt."
Ja, prima, kurz und bündig: wenn ichs recht verstehe, ist die Theravada-Schule  demnach die asketische, weltabgewandte, negierende Schule und der bejahende Mahayana-Buddhismus die weltzugewandte Schule? TNH hat also Süden und NOrden in einer Synthese zusammengeführt, gut,  why not - entspricht es doch dem individuellen Weg zum Selbst.

Wieso aber soll TNH einen Wohlfühl-Buddhismus predigen? Hm.... dem Wiki entnehme ich  nur, dass er wie alle Kirchen sehr viel von Sozialarbeit hielt und sich politisch engagierte, dass man sich dabei äusserst rechtschaffen wohlfühlen kann, ist ohne Zweifel  richtig. Hm, dieser Aktivismus wirkt bei einem spirituellen Meister oder Lehrer auf mich eher wie ein "spiritual bypassing".  Aufgrund seiner vielen politischen/weltlichen  "Friedensaktivitäten" würde ich mal sagen, dass seine "Reich- Gottes"- bzw. Befreiungsvorstellung wohl  ziemlich "VON dieser Welt" war. Denn wie ein Wisssender einmal zu Recht sagte:


Wiki: "Interbeing. Dieser von Thích Nhất Hạnh geprägte (im Deutschen in der Regel mit „Intersein“ wiedergegebene) Begriff bezieht sich auf die Allverwobenheit sämtlicher Phänomene, das Eingebettetsein aller Dinge in ein unendlich komplexes Netz von Beziehungen. Alles existiert nur im Rahmen solcher Beziehungen, alles unterliegt vielfachen Bedingtheiten (vergleiche Bedingtes Entstehen). ...Ich bin das zwölfjährige Mädchen, Flüchtling in einem Boot, die sich nach der Vergewaltigung durch einen Seeräuber ins Meer stürzt, und ich bin der Seeräuber, mein Herz noch nicht imstande zu sehen und zu lieben.."

Das beschreibt in etwa die  Identifizierung mit allen fühlenden Wesen im Individuationsprozess. Innerpsychische Täter-Opfer-Versöhnung. Diese Identifizierung mit allen leidenden Wesen ist aber nicht die Ultima Ratio, denn sie verbleibt auf der horizontalen beziehungsorientierten (weiblichen) Ebene einer Diesseits-Spiritualität. Dass der Bodhisattva sich einer dualistischen Diesseitsspiritualität verschreibt, um dem Nirvana zu entgehen,  bezweifle ich... obwohl... na ja... haha... wenn ich ihn mal unterwegs treffe, lade ich ihn zu Tisch... ganz jenseits von diesseits und jenseits...

Wiki:"Thích Nhất Hạnhs Auslegung der Buddhalehre ist ganz dem Bodhisattva-Ideal verpflichtet: Die eigene Praxis auf dem Weg der Leidbefreiung steht immer in Bezug zum Dienst am Mitmenschen. Beides ist nicht voneinander zu trennen - vor allem nicht, wenn man sich für den Frieden in der Welt engagieren will: „Peace in oneself - Peace in the world“. Bevor man nicht mit sich selbst Frieden geschlossen hat und den Krieg im eigenen Herzen und Kopf beendet hat, wird man seinen Mitmenschen nicht wirklich eine Hilfe sein können."

Na schön,  aber den "Peace in One SELF" in der TotalBefreiung vom selbstgeschaffenen Leiden  hat TNH wohl nicht erreicht, wenn er noch für Frieden in der WELT sorgen muss, derweil er sich weigert, ins Nirvana einzugehen. Alles in allem spricht einiges dafür, dass er noch sehr mit der geliebten Materie identifiziert ist, da er Besonderheiten & Vorlieben wie Vegetarismus usw. pflegt. Alles in allem steht Moral und Ethik im Vordergrund.
Nun gut, ein Ideal ist ein Ideal, weiter nichts. Ideale sind die leckeren Karottten für einäugige Esel und dazu da, gegen SeligEnde entthront zu werden, wer das noch nicht begriffen hat, der ist kein Meister. Der Bodhisattva ist  auch nur eine Schattengestalt, d.h. er ist ein mythisches Bild welches gekaut, entziffert und integriert werden muss.

Ich selbst habs nicht so mit Verpflichtungen, Schwüren und Eiden, sondern  eher mit  dem taoistischen absichtlosen Tun bzw. dem Nicht-Tun als dem "Nicht-Eingreifen" in die Dinge der Welt, statt die Welt aktiv zu verbessern. Ja, aber, sagst du schon wieder, was ist,  wenn jeder so..... hahahaaaa -  Töte den Conjunctiv!

https://de.wikipedia.org/wiki/Th%C3%ADch_Nh%E1%BA%A5t_H%E1%BA%A1nh

Fest steht allemal: Nach den vorliegenden Texten waren (zum Zeitpunkt des Verfasssens) weder TNH noch der Rüpel "darüber hinaus" - also Zenmeister im wirklichen Sinne der Reinen Le(e)hre.
 
***

Okay, Werte AllmightyZENMouse, das war's. was ich im kurzen Vorübergehen vom Asso-Blog aufschnappte und was mir spontan dazu einfiel... ich denke, ich konnte dir zu Diensten sein und habe alle deine ungestellten Fragen beantwortet. 😀

Und würd' der Bodhisattva tausend mal auf Erden
geboren werden und auch wieder sterben
und nicht IN DIR - auf ewig würdest du verderben...

Nachtrag:
Kein vollkommen erwachter und befreiter Mensch (Meister) ist verpflichtet, andere  Menschen auf den Weg zu bringen und zum Erwachen zu verhelfen. Ein Befreiter der letztlich im BW des Nicht-Wissens ist, hilft, ohne zu helfen, d.h. in absichtslosem Tun weiss seine Linke nicht, was  Rechte tut, d.h. er selbst weiss nicht was er tut und welche Früchte sein Tun bringt. Siehe auch das Gleichnis Jesu vom Sämann.
In diesem Sinne: Fuck the Bodhisattva! :D

Sonntag, 10. Dezember 2017

Divina Ratio oder: Und das Wort ist Fleisch geworden

Es ist sehr lange her, dass ich die  3 Bände "Strukturen des Bösen" von Eugen Drewermann las. Meinen sporadischen Zeitgeist-Nachforschungen ist es nun zu verdanken, dass ich vorgestern erneut auf dieses Werk stiess. Das besonders Faszinierende:  Drewermann interpretiert darin das Alte Testament der Bibel jeweils auf eine tiefenpsychologische, eine exegetische und eine philosophische Weise. Genaugenommen ist dieses Werk (s)eine "Schattenarbeit" - seine himmlische Doktor-Arbeit, die in stante pede in den siebten Himmel beförderte, lol. 

"Die Strukturen des Bösen"  fielen mir vor Jahrzehnten "zufällig" in die Hände, als ich mit eigenen Schattenintegrationsprozessen beschäftigt war. Erst viele Jahre später fand ich  heraus, dass ich meine diesbezüglichen Erfahrungen unbewusst auf dieselbe dreifache Art deutete, wie Drewermann die Bibel deutet. Schreibend wurde ich geführt und füllte Jahr um Jahr Band für Band mit den Beschreibungen meiner innerseelischen  alttestamentarischen Kämpfe und der Auflösung der "Strukturen des Bösen"; täglich beschrieb ich den Exodus meiner Seele aus "Ägyptenland" teilweise in verschiedenen Farben dem jeweiligen Interpretationsmodus entsprechend - und schreibend kämpfte mein Bewusstsein um Bewusstheit in dem  gewaltigen Kampf zwischen Gut und Böse.  Als dann im Herbst 2011 der Neue Tag des Neuen Testaments mit der Letztgültigen Erfahrung des Hierosgamos  in meiner Seele anbrach,  vernichtete ich auch die letzten Bände meines  "Alten Testaments".  Der Kampf war vorbei und das verheissungsvolle "Werde der du bist" verwandelte sich zum  "Sein, das ICH BIN."

Kali Yuga? Der heutige Zeitgeist zeigt dem, der die Zeichen der Zeit entziffern kann, den apokalyptischen Kampf zwischen den Strukturen des Guten und den "Strukturen des Bösen".  Alles hat sich in sein Gegenteil  - den Schatten -  verkehrt. Das Gute ist pervertiert und somit böse geworden und  das wirklich Gute, was ich als goldene Mitte verstehe,  wird vom pervierten Guten als das absolute Böse verteufelt. Niemand weiss mehr, was wirklich gut und wirklich böse ist.  Eine totalitäre politisch korrekte und sich progressiv nennende Linke ist in Wirklichkeit regressiv, sie ist  auf eine pseudoreligiös-infantile, d.h., auf eine prärationale Stufe regrediert. Diese "Neo-Linke" kämpft gegen den selbstgeschaffenen Popanz einer  "Neo-Rechten". Hier kämpft nicht das Progressive gegen das Bewahrende, wie es den Anschein hat, hier kämpft das Irrationale gegen das Rationale.  Eine ebenfalls pervertierte Irrationalität, die sich -  eine spirituelle Jenseits-des Verstandes- Irrationalität simulierend - eine quasigöttliche Qualität anmaßt und per dekret und topdown eine neue Herrschaft mit einem Neuen "gecleanten" und geclearten"  Menschen in der Welt installieren will. 
Um so länger ich da "hingucke" um  so mehr kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die sog. Elite als die treibende Kraft hinter dieser Ideologie vom Neuen Menschen, welches sich in den letzten Jahrzehnten unbemerkt  wie ein Gift  durch sämtliche Institutionen geschliche hat und noch schleicht  -  nicht Adorno und der Kulturmarxismus ist, sondern  die Ideologie der Scientology. Hollywood zumindest scheint  mir ganz offensichtlich scientologyverseucht...Die Elite scheint sich der Methode des Gaslightings zu bedienen, ihre Mediengetreuen werfen von maßgeblicher Seite unwidersprochen eine Nebelkerze nach der anderen - um WAS zu verbergen? Die Mehrheit der Bevölkerung ist wie im Schlaf - völlig vernebelt und unfähig, 1+1 zusammenzuzählen, was z.B. die Politik der dt. Bundeskanzlerin angeht. - -

Was ist das Kali Yuga aber anderes als das, was das Alte Testament beschreibt? An sich ist die Apokalypse oder das sog. Kali Yuga-Zeitalter  zeitlos, es ist innerseelisch gesehen immer JETZT. Das Kali Yuga sowie eine äusserlich verstandene Apokalypse ist immer eine Projektion der seelischen Befindlichkeit auf die Weltebene. Ob beim einen nun der Buddha wiedererscheint oder beim anderen Jesus auf den Wolken des Himmels, ist Jacke wie Hose. Letztlich geht es innerpsychisch immer um Befreiung aus Ägyptenland, der Befreiung aus den Fesseln den Egos und der Errichtung des "Wahren Königs" als das Wahre SELBST, welches ICH BIN  - Satya Yuga als das Königreich der Seele in Dir, als dem Absoluten SUBJEKT, als welches ICH in Wirklichkeit und Wahrheit (Gewahrsein) erkannt werden will.
https://www.amazon.de/Strukturen-B%C3%B6sen-jahwistische-psychoanalytischer-philosophischer/dp/3506721003Gewahrsein

Gewahrsein ist die nüchterne Frucht der Hochzeit von Kopf und Herz. . Diese  "Frucht" hat keinen Geschmack, sie  ist weder süß noch sauer, sie ist undefinierbar und hat deshalb das, was man im Buddhismus "Den einen Geschmack" nennt.  Um auf diesen  "Geschmack zu kommen", muss man christl.-myth. betrachtet, die "Wüste" durchqueren, auf dem See Genesareth laufen, ohne darin zu ersaufen und am Ende  auf das andere Ufer des Jordans (Todesfluss, Styx) übersetzen.h. man läßt sich auf argonautische Tiefen-/Schattenprozesse ein, aufgrund derer das Weibliche und das Männliche  (biol.:die rechte und die linke Hirnhälfte) bzw. Kopf und Herz am Glücklichen EndeAnfang ausbalanciert ist.

Herzöffnung allein führt zur rauschhaften Überbetonung der Liebe, wenn der Intellekt nicht stark genug ist,  die argonautische Reise durch die  archaischen Schichten hinab in den Ursprung, zu verarbeiten und in die entsprechende Sprache übersetzen kann.

Die Ratio, der Intellekt darf niemals verachtet werden, er hat die Aufgabe, die unbewussten Prozesse ans Licht des Hellen Tages zu bringen und adäquat zu verarbeiten und in FORM, d.h. zur SPRACHE zu bringen.

Wer seiner inneren Führung folgt, muss keineswegs auf Bücher verzichten, er braucht auch kein diesbezügliches Vorwissen, welches ihm in keinster Weise nützen würde, derweil die Tiefenschichten nur symbolisch erlebt werden und man keine Worte dafür hat. So ist das VORwissen über die Archetypen ein unnützes, weil der Egomind sich darüber seine eigenen Bilder und VOR-stellungen darüber macht, die mit der "Realität" - den wirkliche Erfahrungen der Bilder und Symbole der bislang unbewussten Schichten -   in keinster Weise übereinstimmen. Da gibt es keinen "Wiedererkennungscharakter".

Der Sucher muss jegliche Angst überwinden und absolutes Vertrauen in die innere Führung haben, dann wird er  zu entsprechenden Begleitschriften geführt, wobei  er eine leise trancehafte Ahnung dafür bekommt, wie sein unbewusstes Innere sich im Äusseren spiegelt. ("so komische numinose Gleichzeitigkeiten")  Er wird unbewusst wissen, was der Intellekt braucht, um besser zu verstehen, wie die Symbole und Bilder der archaischen Schichten zu deuten sind.  Er kriegt in ALLEM, was er braucht. Wer im Christentum erzogen wurde, in dem wird der "angelernte" christliche Mythos wahrhaft LEBENDIG, ihm  wird die christliche  Symbolwelt  "wie in einem dunklen Licht"  erstrahlen, da braucht es nicht viel "Übersetzung".   Wenn die WAHRHEIT der Bibel in deiner Seele lebendig wird, dann ist das Wort Gottes Fleisch geworden. Und es hört niemals auf, Fleisch zu werden...

Das Volle Gewahrsein, welches durch den Tod des Egos (und dem Tod des GottesBILDES)  erst als Gewahrsein bzw. Gott  BEWUSST wird, weil man ein Wort für das Wortlose, Unaussprechliche und an sich Unbeschreibbare braucht, hat nun immer einen (leichten, angstlosen) Zugang zu den archaischen Schichten, dort, wo aus dem ES ein L(Ich)t wird, ist nurmehr kein Unbewusstes mehr, in dem ein Ich ersaufen könnte. Und ES hört niemals auf, sich zu offenbaren, eine ewige Reise in das Bewusstsein Gottes hinein.

Am anderen Ufer des Jordans bist du wieder im Paradies; als der Adam Kadmos, der Neue Mensch hat Gott dir nun  (erneut?) die Aufgabe gegeben, die Dinge der Welt aus dir SELBST heraus neu zu definieren und zu benennen! Da muss das Innere mit dem Äusseren -  die Symbolik mit der sog. Realität - schon  übereinstimmen.   
"Wo ES war, soll Ich  werden" ist eine ewige Reise. ES ist kein Freud'sches Es,  - ES ist nichts anderes als die Unendlichkeit des unbewussten Gottesbewusstseins  in mir, das  ich ICH BIN und das ich ewig sein WERDE.  - Ha, daran kannst du jetzt herumknabbern, du Wurm! LOL
Den spirit. Suchern ins Gesangbuch geschrieben: Da gibt es ja solche, die glauben nicht an Gott, aber sie glauben an ein Neutrum namens Gewahrsein.LOL.  Der Begriff des Gewahrseins ist aber nur ein weiterer Name unter den  100000000000  Namen Gottes und muss, um in den "Letztgültigen Genuss" von VOLLEM Gewahrsein zu kommen, dementsprechend von den Vorstellungsbildern gereinigt werden,  die der spirit. Sucher damit verbindet. Gottesfindung ist SELBSTfindung. Genauso kann man sagen: Gewahrseinsfindung ist SELBSTfindung. Gewahrsein hat 10000 Namen....hehe, wer in dieser Hinsicht gewahrseinsmäßig (göttlich) beLICHTet wird, der erfährt das, was man ein Synonym-Satori nennt. Auch das scheint mir eine unendliche Reise zu sein, bis sich jedes einzelne Wort "verdünnisiert"  d.h. in der Einheit aufgelöst hat.... denn es gibt nichts, was Gott/Gewahrsein NICHT ist und für das es KEIN Wort gibt. 

Wie das  Ich nach seinem Tod, d.h. nach der Desidentifizierung mit seinen Konditionierungen,  erlöst und befreit durch die Hintertür wieder hereinkommt, so kommt auch die Wiederkehr der Worte aus der Wortlosigkeit. Im Bewusstsein VOLLEN Gewahrsein - und keiner einzigen Losigkeit ledig, lol -  darfst du wieder ICH sagen. Hier dient dir  als dem Absoluten SUBJEKT, als welches du dich erkannst hast, ICH und Welt (ICH=Welt) der REINEN "Unterhaltung" - VORHER NICHT!!!
Solve et coagula - Binden und Lösen... das hört niemals auf. (s.a. Möbius-Band)

Fazit: GANZHEIT ist nur dann möglich, wenn der Intellekt als solcher gewürdigt wird, statt verachtet. Der Intellekt wird im Zuge der Tiefenprozesse ebenfalls gereinigt und auf eine höhere (transpersonale) Stufe erhoben, so dass er fähig ist, die Tiefenschichten auf dreifache Weise zu deuten: Psychologisch, mythologisch und exegetisch, was die unbewusste Symbolik und die Deutung der sog. Heiligen Schriften betrifft.  Die Liebe ist nicht die Ultima Ratio, sondern die Geistige Erkenntnis. Herzöffnung ist nichts ohne den "Kopf" einer das Herz ordnenden Divina Ratio. 
Die Identifizierung mit der (kosmischen) Liebe  ist als Anhaftung zu erkennen, ohne geistige ERKENNTNIS läßt sich Identifizierung nicht ERKENNEN. Deswegen steht die geistige, d.h. die gewahrseinsbasierte ERKENNTNIS im Rang höher als die Liebe. Die Herzöffnung/Liebe gehört in die numinose Schicht der Heiligkeit.  Der Zenspruch "Nichts von heilig" meint die Nüchternheit des erkenntnisorientierten Minds infolge des  Abschieds von der Berauschung/'Anhaftung  an der Liebe.
Das Chaos bedarf einer ordnenden Hand, d.h., das  Herz - die Liebe - bedarf der Divina Ratio.
Die Liebe wird keineswegs ausgeschlossen,  denn im VOLLEN Gewahrsein ist die Liebe eingeschlossen bzw. transzendiert.
GANZHEIT im weitesten Sinne begriffen bedeutet für mich, dass ICH ein Gott im Werden BIN. Unendliches Werden....
Synonym-Satori 1776: Sein=Werden, Werden =Sein. Als das werdende SEIN, das ICH BIN. 
Synonym-Satori Nr. 1777:  Die Wahre WIRKLICHKEIT = Wahrheit, die ICH BIN.
Alles in Butter. LOL

Samstag, 9. Dezember 2017

Du bist schuld oder Let it all hang out



Irgendwo lese ich in einem Spiri-Forum, dass jemand sein "volles Gewahrsein" wieder verloren hat. Nope, so funktioniert das nicht. Wer ein einziges Mal Gewahrsein realisiert hat, der hat erkannt, dass er, der Sucher, das Gesuchte ist, d.h. er erkennt, dass er Gewahrsein IST und damit hat er volles Gewahrsein REALISIERT. VOLLES  Gewahrsein kann nicht kommen und gehen. Gewahrsein ist davon abhängig, dass das Ego beiseitetritt.  Wo Gott ist, ist das Ego abwesend. Wenn das Gewahrsein noch nicht sehr voll bzw. tief ist, dann liegt das daran, dass es noch an der Schattenintegration mangelt, dann ist es ganz normal, dass man - subjektiv gefühlt - ständig aus der Gnade der wachsenden SELBSTliebe fällt,  sobald man gezwungen wird, aus der reinigenden Versenkung wieder aufzutauchen, um  sich weltlichen AlltagsDingen zuzuwenden.  SELBSTliebe wird allein durch Schattenintegration generiert.
Die Völle, besser, die Fülle des Gewahrseins ist um so voller,   um so mehr du an Schatten integrierst. Gewahrsein fällt man nie wieder aus der Gnade - und zwar deshalb, weil und wenn es keine Reste mehr gibt, derweil man seine persönlichen Schatten geheilt und integriert hat. Schattenintegration generiert SELBST-Liebe und am Glücklichen EndeAnfang steht das Volle Gewahrsein. Christlich jargoniert: Du stehst in der WIRKLICHKEIT=WAHRHEIT und die WAHRHEIT hat dich frei gemacht und wird dich niemals niemals mehr verlassen. 

Heilung des Schattens und volles Gewahrsein hängen voneinander ab. Um so weniger an Verdrängtem, um so tiefer das Gewahrsein. Ganz VOLL bzw tief ist das Gewahrsein dadurch, dass  du in deinen Tiefenprozessen durch alle unbewussten archaischen Schichten bis zur tiefsten Tiefe vordringst.  Das sind Bereiche voller Mächte und Gewalten , die man am besten an der Hand unseres Herrn Jesus betritt, damit man nicht darin ersäuft. Ohne Scheiss jetzt, auch wenn ich die Symbolik überwunden habe.  Wenn du kein Magier bist, erliegst du allzuleicht der Faszination der Großen Mutter.  Also besser an der Hand... dann überwindest du nämlich letztlich auch den Magier, der sich eh nur mit alten Symbolen abgibt.  Du kannst mal reinschnuppern, dich von den Kräften durchwehen lassen,  im allgemeinen aber  gilt für diese Bereiche:  Lass dich nicht aktiv ein. Wo du auch bist, hafte nicht daran, sei immer ein "Vorübergehender"! Die sog. Götterwelt ist ebenso Maya wie dein Ego.  An der Hand Jesu (übersetzt: in Anbindung an dein wahres SELBST) wirst du auf geistige Art erkennen, was HINTER den sog. Göttern, den Mächten und Gewalten steckt...

Die Tiefe wird  - um so mehr du an Schatten integrierst und an Gewahrsein zunimmst - mit jedem Schattenprozess  immer "oberflächlicher".  Am Ende fällt mit dem Überich auch  der Große Wachhund am Tor zum Unbewussten total in sich zusammen, und alles ist quasi so glattgebügelt, dass es  weder Tiefe noch Oberfläche, weder oben noch unten gibt.  Volles Gewahrsein heisst, du musst keine Grenze mehr passieren, derweil das personale ES zum Ich geworden ist.  Es gibt keine Schattenprozesse mehr.


Zurück zum Auslöser meiner Gedanken: Ferner veranstaltet dieselbe  Person, die über den Verlust ihres "vollen Gewahrseins" klagt,   in einem fort  öffentlich und sich  dessen völlig unbewusst ihre (virtuellen) Schattenkämpfe und behauptet dennoch mit sich im "Seelenfrieden" zu sein, wenn man sie darauf hinweist. 
Man kann es immer wieder in den spirituellen Foren sehen: Viele  spirit. Sucher  gehen einfach viel zu früh und oftmals viel zu exhibitionistisch an die Öffentlichkeit mit ihren Spiritenzchens bzw. persönlichen Problemen .... "Böse Briefe" sollte man im stillen Kämmerlein schreiben und sie nicht abschicken oder gar noch veröffentlichen, sodass Hinz und Kunz ihre mehr oder weniger passenden Bemerkungen dazu machen können. Wer sich dann hinterher noch beschwert, dass die Leser allerhand auf den Schreiber projezieren, dem ist echt nicht mehr zu helfen. Wer öffentlich böse Briefe schreibt, KANN nicht wirklich ehrlich - vor allem nicht wirklich BÖSE sein, der Leser merkt eine Absicht und ist verstimmt.
Himmel, im virtuellen Raum projeziert jeder wie ein Weltmeister, das liegt in der Natur der Sache, folks! Komisch wird es dann , wenn so ein spiritueller Sucher oder gar Finder, der  sich über Projektion (im Netz) beschwert,  stets und  immer nur über negative Projektionen, d.h. seine PERSON unangenehm berührende "Spiegelungen" klagt, sich aber der positiven Projektionen aufs Allerherzlieblichste erfreut. ("Du bist so ein wunderbarer Mensch, so toll, boah...so sehr DIES UND JENES...usw"  -  Himmelzack, Pfui, Satan! ;-D)  Ja, dieser an sich sonst so hochspirituelle Mensch bestätigt sogar die tolle Meinung, die andere von ihm haben, er WEISS nämlich, was er an s(ICH) hat. Da nimmt man das Lob an und den (mutmaßlichen)  Tadel weist man zurück - Mann, da hat sich das Volle Gewahrsein aber wirklich voll verabschiedet!  Yep, inclusiv aller spirituellen Losigkeiten - Gleichmut z.B., Unterschiedslosigkeit...

Ok, die Frage ist, wie schreibt man Böse Briefe, damit sie einen Nutzen haben für den Schreiber.  Böse Briefe dienen nichts anderem, als über den Weg der  Zornigen Anklage zurück in die Selbstvergebung- und -liebe  zu kommen bzw. am Ende vielleicht sogar ein liebevolles Verständnis für das Verhalten desjenigen zu haben, welchem diese Briefe gelten - es geht hauptsächlich darum, die eigenen Projektionen erkennen und zurücknehmen.   (Am besten sollte man dies aber nicht wissen, wenn man böse Briefe schreibt, hehe)

Böse Briefe schreibt man, indem man zunächst einmal seine eigenen Gefühle der Ohnmacht Hilflosigkeit und Wut annimmt und dann ausdrückt. (Angemessener Ausdruck ist bei bösen Briefen kontraindiziert!)  Man springt dabei über seinen eigenen Schatten, derweil man das tut, was man sich evtl.  nie zu tun traute: den anderen nach Herzenslust ausschimpfen und anklagen, was das Zeuch hält. (Ich selbst kaufte mir in diesem Kontext in Ermangelung eigener Schimpfworte ein Schimpfwörterlexikon, lol, da löste sich so mancher Schatten in lautem Gelächter auf).

Merke also: Im Konfliktfall ist jede psychologisch korrekte Angemessenheit just forn Orsch!


Als erstes ist es absolut notwendig, dass du ganz bewusst  mit dem Finger auf den Anderen zeigst und ihm die Schuld an deiner  BEfindlichkeit gibst, klar?  Das ist besonders wichtig für Menschen mit einer masochistischen Opfermentalität, die Schuld in der Regel  nur bei sich selbst suchen und für den Täter  immer nur Verständnis haben.

In der Psychotherapie ist die Anklage i.d.R. verpönt, meist wird man samtpfötig gezwungen, immer in der Ich-Form zu klagen und alle Verantwortung fürs eigene Fühlen und Denken auf sich selbst zu nehmen. Das ist zwar edel und gutmenschlich, aber unrealistisch. Psychologen, die darauf beharren, akzeptieren einfach nicht, was IST - nämlich das Bedürfnis anzuklagen! Sie holen den Patienten nicht dort ab, wo er ist, sondern erst dort, wo er ihrer Meinung nach sein sollte.  Zudem können sie meist nicht zwischen Opfer und Täter unterscheiden bzw. wissen nicht, dass man nicht alles über einen Kamm scheren kann, ein Unart, die insbesondere in sog. psychosomatischen Kliniken anzutreffen ist.

Wie gesagt, es ist ein Unterschied, ob ein Opfer oder ein Täter mit dem Finger nach draussen zeigt.  Einem mißbrauchten Opfer zu sagen, wenn es mit dem einen Finger nach draussen zeigt, zeigen 4 auf es zurück ist re-traumatisierend.  Nein, Psychologen werden dies sicher nicht sagen, aber sie handeln oft nicht anders, wenn sie allen Patienten die  Ich-Form aufzwingen.  Ein sadistischer Täter wird sich einen Ast lachen, wenn sein Opfer ihm in der Ich-Form gesprochen beispielsweise sagt: Du, wenn du mich so und so  behandelst oder so und so  zu mir sprichst, dann fühle ich  mich wie ein Stück Dreck... - Ja, das genau will er doch. Bei solchen Sadisten hilft nur die volle Kanne: Verpiss dich , du Arschloch. Nicht "standhalten", sondern flüchten! Nix wie weg.
Es ist umgekehrt, die mißhandelnden Täter müssten lernen,  - wenn sie denn überhaupt in die Therapie kommen, Krankheitseinsicht ist nicht gerade ihr Ding - ihre Gefühle zu befreien, ihren Schmerz, ihr Opfersein zu facen.  Sie sind es, die primär lernen müßten, in der nichtschuldzuweisenden Ich-Form zu sprechen. 

Ungeheilte Psychologen bevorzugen in der Mehrzahl "brave Jungs und brave Mädels", sie haben meist mehr Angst vor Konfrontation als ihre Patienten, Angst vor emotionalen lauten Ausbrüchen, Angst vor Schuldzuweisung und Anklage. Ab- und Auskotzen geht gar nicht. Alles muss "angemessen" sein. Deshalb reden sie auch oft so leise - damit DU nicht laut wirst. lol. Schuldzuweisung, Anklage -für sie ist das alles nur Projektion, besonders, wenn es sie selbst angeht. Gegen Lob und  Schleimerei sind auch sie i.d.R. nicht gefeit, Tadel aber ist wie gehabt - DEINE Projektion. Klar.

Ich plädiere für die Anklage und direkte Schuldzuweisung.  Übrigens: Der Sadismus von sog. Tätern kommt oft auf Samtpfoten und zeigt sich nicht selten in einem ausgewachsenen Tugendterror. Die political correctness, der man heute auf allen gesellschaftlichen Ebenen begegnet, ist eine Neue Religion und  symptomatisch für die  Wiederkehr der Heiligen Inquisition. Die hat nur Namen und Farbe gewechselt...  

Wie bei allem, rate ich immer nur zu dem, was mir selbst die Befreiung gebracht hat: Um mit dem Finger auf den Täter zu zeigen, musst du zunächst einmal genügend echtes Selbstmitleid für dich entwickeln (statt Mitleid mit dem Täter), das allein kann für ein typisches Opfer schon ein schwerer Tabubruch sein, die angelerntten Glaubenssätze zu identifizieren, die dein Selbstbild verunzieren.  Dann, wenn du genügend beweint und mit dir gekuschelt hast,  kommt die Anklage in der Form: Du bist... du hast..., du tust... machst... usw usf.  (Bitte auch die Schimpfwörter nicht vergessen, umso obszöner, um so besser! Vor allem aber VERGISS DIE ICH-FORM!!! Das Reden und Beschweren  in der Ich-Form ist auch nur zu einem neuen Zwangskorsett verkommen. Vergiss bzw. hinterfrage  so blöde Glaubenssätze und Redensarten wie: Wenn du mit einem Finger auf jemand zeigst, dann zeigen 4 Finger auf dich zurück, und so'n Scheiss.  Vergiss ALLEs und - let it all hang out! Und das Wichtigste für gelernte Opferlämmer: Trau dich zu HASSEN!

Wer eher in der sadistischen Täterrolle seine Spielchen treibt, für den sind Böse Briefe kontraindiziert. Eine ausgeprägte narzisstische Täternatur neigt z.B. dazu, die Schuld niemals bei sich selbst, sondern IMMER bei den anderen zu suchen. So ein narzisstischer Täter kann blitzschnell von der Täter in die Opferrolle wechseln, wenn es ihm dienlich ist. (Diese pervertierte Opfer-Rolle goes viral und ist  z.Zt. schwer im Trend.

Kurz gesagt: Menschen, die als Kind emotional/körperlich oder sexuell mißbraucht und mißhandelt wurden, "entscheiden" sich später unbewusst, als Erwachsene entweder zum sadistischen Täter zu mutieren oder sich als chronisches Opfer/Unschuldslamm festzuschreiben bzw. sich mit diesem Status zu identifizieren.  Opfer haben einen guten Nimbus, sie werden von der Umwelt i.d.R. durchwegs als gute Menschen  konnotiert  (was einen erheblichen narzisstischen Krankheitsgewinn bringen kann) und Täter durchwegs als böse - in Wahrheit ist jeder von ihnen Opfer UND Täter in einem; bei den "guten Opferlämmern" wurde nämlich der Täter und  bei  den "bösen Täterteufeln"  das Opfer in den Schatten (Unbewusste) verdrängt. Für den Täter ist das Opfersein schlecht und böse, derweil er die als Kind erfahrene Schwäche und Hilflosigkeit kompensiert, indem er Macht über andere Menschen ausübt. Das chronische Opfer kommt diesem Machtbedürfnis entgegen, denn es hat gelernt, sich als solches zu inszenieren und sich damit seine Re-Traumatisierungen zu schaffen. Indem es den Täter durch seine Inszenierung anzieht, inszeniert es die alte Mißbrauchssituation.  (Mißbrauch im weitesten Sinne gemeint)

Wenn dem Täter das (chron.) Opferlamm nicht direkt zufliegt, dann schafft er sich seine Opfer, indem er sein verdrängtes Opfersein in andere projeziert. Auf diese Weise kann fast jeder zum Opfer werden. Nicht jedes Opfer ist ein mißbrauchtes oder mißhandeltes Kind.

Niemand ist 100%ig Täter oder Opfer, jeder hat einen gegenläufigen Pol, der ins Unbewusste verdrängt wurde.
Und darum geht es bei der Schattenarbeit: sich der unbewussten Persönlichkeitsanteile zu er-innern, um sie ins Bewusstsein hinein zu ent-äussern. Wo Es war, soll Ich werden.  
Böse Briefe können - wenn die Gefühle und Gedanken von ihrem Tabu befreit werden - zur Schattenarbeit/-integration führen. Ein Opfer wird lernen, den Täter in sich zu "befreien" und zu lernen, Aggression bzw. Wehrhaftigkeit zu entwickeln und zuzulassen und damit an Kraft und Selbstbewusstsein zunehmen. (Nein, Herr Fredoo, dieses konstruktive "Zunehmen" an Ich steht nicht in Gegensatz zur Abnahme/Dekonstruktion des Ich) Der Täter wird seine Ohnmacht und Hilflosigkeit lernen, in den Arm zu nehmen, statt gegen sie anzukämpfen und auf andere zu projezieren.

Wenn man sich ohne Widerstände  durch diesen Prozess führen läßt, dann bleibt man nicht sehr lange im (bislang tabuisierten) Hass stecken - VORSICHT, Hass hat Suchtpotential, man  kann sich besinnungslos an ihm besaufen! -  sondern kommt an den großen Schmerz und die existentielle Angst hinter den aggressiven Impulsen. Das ist sehr angstmachende, ohne einen guten Therapeuten bzw. ohne Gott kommt man nicht über den Jordan.

Ich für meinen Teil fand keinen Therapeuten, der mir in meinen Schatten- und Tiefenprozessen hätte helfen können oder wollen,  - heute - jetzt gerade - aber scheint es mir so zu sein, dass ich bei den psychologischen Vorgesprächen  einmal mehr mein altes Opferspiel aufführte: Derartig auf mich selbst zurückgeworfen und "wie immer" von Vater, Mutter und allen guten Geistern verlassen,  re-inszenierte ich wohl unbewusst mein altes kindliches Verlassenheitstrauma.
Ja, genau, so war es.  Mein Problem war, wie ich jetzt gerade erkenne: Ich konnte mich auf Menschen nicht wirklich einlassen, deshalb  war es  mir einfach nicht möglich, Vater oder Mutter auf Therapeuten zu projezieren, zu groß war mein Mißtrauen und meine Angst, wieder verlassen zu werden... Und so schuf ich das, was ich fürchtete.  Wie immer.
ALLES WIRD OFFENBAR...
 
Aus einer transpersonalen Sicht ist im übrigen Jacke wie Hose, ob man sich in seinen Nöten an einen Therapeuten oder an Gott wendet. In jedem Falle projeziert man Allmächtigkeit, wenn man sich wirklich, d.h. mit Leib und Seele auf sie einläßt. Und in jedem Fall muss man Diesen als auch Jenen letztlich "töten" , will man wirklich FREI werden. "Töten" bedeutet, die Projektion von  Allmächtigkeit zurückzunehmen,  um sie als Wahre EIGENMACHT zu gewinnen. Amen!

Amen? Nein! ITA FACTUM EST! (Ach wie schön, dass es Google-Übersetzung  gibt... haha)


Böse Briefe oder Heisser Stuhl? Ich habe nicht nur böse Briefe geschrieben. Was Ken Wilber hier empfiehlt,  habe ich früher als Teil meines Prozesses ganz intuitiv gemacht, immer dann, wenn ich Gedanken an eine Person hatte, die mich emotional stark erregten, sprach ich laut mit ihr. Ich übernahm beide Parts, schliesslich kam ich darauf, sie zu visualisieren und sie gemütlich in einem Sessel zu platzieren, ich sprach laut mit "ihr", derweil ich meine Hausarbeit machte oder ähnliches. Auf diese Weise bereinigte ich meine Beziehungen zu Personen meiner Vergangenheit und machte meinen Frieden mit ihnen und mir. Man muss den Mut haben, laute Selbstgespräche zu führen, klar, nur wenn man allein ist. Man glaubt es nicht, was für Antworten die "Person" im Sessel gibt....
Ach ja, und die Ich-Form habe ich  - psychologisch absolut unkorrekt - dabei glatt vergessen, LOL.


Nachtrag am 10.12.2017
Nochmal: Einmal im Gewahrsein "gegründet", bedeutet, es niemals mehr zu verlieren, sonst wäre man nicht "gegündet".  Jesus sagt zu Petrus: Du bist Petrus der Fels, auf dem ich meine Kirche baue.  Übersetzt heisst das, dass Petrus in der WAHRHEIT  g e g r ü n d e t  war, dass er Gewahrsein erlangt hat, auf dem das unendliche Bewusstsein bzw. das Königreich Gottes erbaut werden kann.
Nicht das Gewahrsein verläßt dich, DU verläßt das Gewahrsein, indem du in weltlichen Räumen wilderst. Wenn du die Anbindung an dein wahres SELBST verlierst, dann hast Du deine Aufmerksamkeit wieder auf die Welt gerichtet und hast dich gefangennehmen lassen,- z.B. von einer fehlgeleiteten Liebe -  weil du einmal mehr von der Welt erwartest, was nur Gott/SELBST dir gegen kann.  Du warst leichtsinnig und hast geglaubt, jetzt "hast" du es und dann gehst du hinaus in die Welt und verlierst dich wieder.
Wie oft muss ich das noch wiederholen, bis du's endlich mal raffst, du Hornöchsin : Wer vorübergehend aus der Gnade fällt, der muss sich wieder an seine Scheiss-Schattenarbeit machen - statt einem Gewahrsein hinterherzu jammern, was so nie wieder kommt, derweil du nurmehr nur eine Erinnerung daran hast, d.h. du hast nur eine Vorstellung entwickelt, der du nachtrauerst. Alter Käse. Lass deine Erinnerung fahren, lass das, was du nurmehr unter Gewahrsein zu verstehen glaubst, los.

Aber du willst nicht hören, weil du erstens Mal zu stolz bist und zweitens immer noch glaubst, dass du ES "hast", wenn nur die bösen Anderen nicht wären, die verhindern wollen, dass du deine Liebe an sie verströmst.

PS. Das Bibelzitat stimmt nicht ganz.  Ich habe mir die Freiheit erlaubt, statt der Verheissungsform "werden" das faktische Sein zu wählen. Im Original heisst es:
Du bist Petrus der Fels, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich WERDE dir die Schlüssel des Himmelreiches geben: was du auf Erden binden wirst, dass wird auch im Himmel gebunden sein und was du auf Erden lösen wirst, wird auch im Himmel gelöst sein.  Dann befahl er den Jüngern, niemandem zu sagen, das er der Christus sei.
Zu dem Zeitpunkt, als Jesus dies zu Petrus sprache, war Petrus keineswegs im "Vollen Gewahrsein" gegründet, sondern verriet ihn hernach noch einige Male.

Samstag, 2. Dezember 2017

Der Kosmische Joker - ein Spassverderber

                                                                                                       

Horsch,  

lass die Moleküle rasen, laß das Tüfteln und das Hobeln, was die Physik auch mag zusammenknobeln...Nein, das Universum IN uns existiert nicht als Gesamtheit der Vielfältigkeiten bzw. trillionenfacher Dinge, die es zu geben SCHEINT.  Wenn dein Verstand bei dem GEdanken daran  eine Reizüberflutung erfährt, dann ist es nicht das reale Universum, sondern nur der Gedanke, die  (falsche) VOR-Stellung dieses "gesamten Universums", die eine Reizüberflutung auslöst.
Die Wahre ERKENNTnis: "Alles, was ist" ist nichts anderes, als das, was in diesem Moment, diesem konkreten JETZT geschieht.  Der zeiträumlich konditionierte Verstand halluziniert ein "gesamtes"  Universum in Höhe, Tiefe, Breite usw.  ... in Wahrheit wird der Kosmos nonlokal "verortet".

Die Erkenntnis, dass das Universum in uns ist, kann schon eine sehr beängstigende Wirkung auf den Verstand haben. Eine solche Erkenntnis basiert m. E. darauf, dass durch Schattenintegration und Desidentifikation  die äussere Welt als Illusion bzw. Projektion erkannt wurde bzw. dass man dabei ist, die Projektionen  aus dem Aussen ins "Innere" zurückzuholen. Das kann man quasi  spürbar als eine Outside-IN-Umstülpung "erleben", besser gesagt: erkennend WAHRnehmen,  um sich letztlich mit der Erkenntnis zu identifizieren, dass ICH das Universum BIN, (wobei dies aber noch nicht die Letzgültige Erkenntnis ist.)   Vielleicht kriegt man in gewissen gelassenen Momenten eine intuitive Ahnung davon, aber in der Regel, wenn das Gewahrsein noch  nicht tief genug ist, um die Erkenntnis zu "halten",  wird die intuitive Ein-SICHT vom  Verstand  - der nur in zeit-räumlichen Kategorien denken kann -  stante pede vereinnahmt  und als "Gesamtheit aller existierenden Dinge" interpretiert. 

LETZTGÜLTIG aber gibt es weder ein äusseres noch inneres Universum.  Du und der Kosmos sind eine Einheit. Keine Trennung. Denn die  Letztgültige Wahrheit erkennt: Der Kosmos bzw. das Bewusstsein,  das  ICH BIN,   ist überall und nirgends, das heisst, "ES" ist nonlokal. Da man das nonlokale Bewusstsein, welches ICH BIN, nicht beschreiben kann, sag ich oft der Einfachheit halber, dass der Kosmos IN uns ist. Dass der Kosmos bzw. mein BEWUSSTSEIN weder dies noch das ist, ist die letztgültige Einheitserfahrung in der prozesshaften Vereinigung/Zusammenführung der Gegensätze.  Wobei ich  noch anmerken muss, dass das Bewusstsein auch kein zeiträumliches Ganze ist, wie der Verstand sich das so ein-BILDet. Es gibt kein Unendliches Bewusstsein als eine sich in  geographisch vorgestellte  Breite und Weite ausgedehnte Gesamtheit/Entität.  ES ist im Kleinsten wie im Größten, ES ist auf der Spitze einer Nadel, in einem Sandkorn genauso wie in einem... na ja, was man sich halt so unter dem Kleinsten und dem Größten VOR (sich hin)-stellen mag... :-D

Die Physik kann dir nicht letztgültig erklären, dass und auf welche Weise du in Wahrheit Alles und Nichts bist, die  Welle und das Teilchen. An diesem Paradoxon scheitert der Verstand und damit die Physik. Alles und Nichts bleibt solange eine  Vor-stellung des trennenden Verstandes,  bis  du d(Ich) vollkommen gelassen hast und d(ICH) im ungetrennten Gewahrsein als das ABSOLUTE SUBJEKT erkannt hast, das DU  b i s t !

Ps: Mein Dank geht an  XX,  die mich mit ihrem Adventsvideo in der FB-Timeline soeben zu meinem Posting inspiriert hat. Dank ihr liess ich nicht nur meine Karotten verbrennen, auch alles andere wurde ungeniessbar. Guckstu hier: 
https://spirituelleradventskalender.wordpress.c
In 3 Wochen zur Erleuchtung? Why not - die Adventszeit ist eine Vorbereitungszeit zur geistigen Wiedergeburt. Weihnachten bedeutet in Wahrheit, dass das Göttliche Kind in dir, in uns  geboren werden will, nirgends sonst. Von der geistigen Wiedergeburt bis zur vollkommenen Erleuchtung in der Glorreichen Auferstehung musst du aber noch bis Ostern - spätestens aber bis Pfingsten warten.
Die 4 Wochen  vor den jeweiligen Feiertagen sind wie nichts anderes aufs beste für Innenreisen geeignet. Auch die  Natur sorgt für uns... Die "Heiden" wussten davon...

So,  und nun gehts ab in die Küche, ich habe einen Hefeteig für ein Zwiebelbrot angesetzt, sogottwill wird mir das gelingen - ich darf nur nicht allzu überzeugt davon sein, dass ICH das Brot BIN, sonst geh ich auf wie.... jo, genau! :-D  Vielleicht nehme ich  mir auch die Zeit für das GANZE Video...


Nachtrag:
Ich habe einen Knoten im Hirn...hmmm ich glaube, zwischen mir und Schwester Lustig gab es ein Mißverständnis, deshalb wollte ich das Post Scriptum löschen, worin ich meinen Dank an sie ausspreche. Der war keineswegs so gemeint, wie er für manche Ohren klingen mag, dass ich nämlich ihren AdventsBlog genauso so ungeniessbar befand wie mein angebranntes Essen. Tatsächlich  hatte ich beim Editieren einen Satz aus dem Kontext gelöscht, der lautete im Original: "Dank ihr liess ich nicht nur meine Karotten verbrennen, auch alles Andere wurde ungeniessbar... hahaha  . der Geist siegt halt doch in allem über die Materie, so oder so...  guckstu  hier: (link)  Mit dem "Anderen" meinte ich nicht ihren Blog, sondern das andere Essen, welches ich noch in Arbeit hatte.
Vielleicht erklärt das die mißtönende tränenlachende Tonlage, die ich zwischen und hinter den Zeilen ihrer Antwort auf MEIN Blogposting finde: da
erklärt sie mir auf FB nämlich, dass ihr Spiritueller AdventsKalender ein SCHERZARTIKEL  sei, so wie ein Tischfeuerwerk zu Silvester...hinterher fliege alles in den Müll... kein Schwein könne was damit anfangen, ich solle das nicht ernst nehmen, was da als täglicher Witz in der Ach so ernsten Adventszeit (Hervorhebung von mir) erscheint.  In jeder seiner Zeilen sei der Kalender der pure Bulshit und ob ich wirklich meine "Zeit damit verbringen möchte, den Müll eines Scherzartikels zu analysieren. 😂🤣😂 ".  Sie jedenfalls gehe jetzt zu einem feinen Weihnachtsfresschen und werde eitel Freude verbreiten.


In meiner Antwort darauf bedankte ich mich für den Hinweis und setzte hinzu, dass
es meinen Mind nicht interessiert, WIE etwas gemeint sei, er reagiere auf Unwahrheit, egal in welcher Verpackung sie daherschlampiere und dass sich mit dem Kosmischen Witz kein Scherz treiben lasse...hehe... Nachdem ich das  PS als den mutmaßlichen Anlass für den etwas schnippischen und am Ende doch leicht hämischen Ton ausmachte, las ich meinen Text noch einmal GANZ durch, diesmal mit fremden Augen , den Augen, die sich durch das PS hätten angegriffen fühlen können. Das ist, als ob sich ein dunkler Schleier über den Text legt - und ja, so gelesen hat er zudem etwas "Belehrendes",

Nun kann man sagen, dass ich projeziere, aber es ist komplizierter, ich INTROJEZIERE oft für eine kurze Weile das Über-Ich oder die Abwehrmechanismen anderer, aufgrund dessen, was jemand schreibt, wie jemand schreibt und was zwischen den Zeilen zu lesen ist. Auf dieselbe Art, wie ich die "Dämonen" anderer in mich hineinnehme, um sie dort zu exorzieren.  Ich lese einen Text und horche auf mein Sonnengeflecht, was sich da tut, im letzten Falle tat sich da einiges. Auch wenn ich nicht mehr psychisch verletzbar bin, bin ich dennoch nicht unempfindlich und spüre, wenn jemand seinen Schatten, seinen Selbsthass projeziert, wenn er z.B. Dinge schreibt, die Scham- oder andere -gefühle beim Leser auslösen sollen, also genau die Gefühle, die die Person bei sich selbst nicht wahrnehmen will.
Auf diese Weise verstehe ich die Person und erlebe an mir selbst, mit welchen Augen sie (gerade) in die Welt schaut oder auf welchem "Kanal" sie die Botschaften anderer empfängt - wobei der empfangende Kanal immer derselbe ist, der gesendet hat.  Wenn  A auf dem Abwehrkanal sendet, wird er auf projektive Weise wiederum Abwehrreaktionen empfangen, also sein eigenes Echo, auch wenn die Rückantwort des Senders B keineswegs aus der Abwehr kam. Das ist die Rückwirkung von Projektion. So  kriegt man zurück, was man in die Wald hineinruft, aber anders als man landläufig denkt. Meist versteht man ja  darunter, dass einer, der einen anderen böse angreift, den Angriffenen ebenso böse und angriffig macht und zum Rückschlag zwingt, dass das Echo vom anderen ausgelöst wird. Gibst du eine Ohrfeige, kriegst du eine zurück. Nee, so einfach ist das nicht. Wenn der eine jemanden auf Kanal Selbsthass sendet und angreift und der Angegriffene nicht auf dem selben Kanal zurückschlägt, kann der Angreifer nicht anders, als die friedliche Nichtaktion des Angriffenen ebenfalls auf dem Kanal Selbsthass/Angriff orten.  Der Angreifer ist nicht imstande, den Kanal zu wechseln, d.h. seine Projektionen zurücknehmen und so macht  die  Wehrlosigkeit oder Nichtaktion des Anderen den Angreifer keineswegs friedlich, sondern nur noch gehässiger, weil er auch in der Wehrlosigkeit des anderen einen Angriff auf sein Ego erlebt.

Hmmm, kann es sein, dass ich  hier gerade den Vorgang beschreibe, auf welche Weise  Empathie entsteht? Keine Ahnung, ich habe noch kaum etwas über Empathie gelesen, und wenn, habe ich es vergessen; aber ich glaube, dass Empathie dadurch entsteht, dass der Empathische den Schmerz, die Krankheit eines Anderen auf sich selbst überträgt und empfindet. Hier erst ist wahres Verständnis. Alles andere ist Projektion und Identifizierung. Wenn ich mich mit anderen nur identifiziere, dann deshalb, weil ich in der Vergangenheit Gleiches erlebt habe, ich kann mitfühlen, weil mir als Mensch ähnliches geschehen ist - im Höchstfall. Im Niedrigstfall stelle ich mir nur vor, wie es sein könnte, so wenn jemandem z.B. ein Kind gestorben ist, ich selbst aber kinderlos bin. Weder das eine noch das andere ist Empathie. (jetzt bin ich gerade dabei, das Wort zu finden für ein Geschehen, für das ich bis jetzt keine Worte kannte, ich "erfinde" quasi aus mir SELBST heraus die Empathie -  das kommt davon, wenn man sich einläßt, statt unter den Teppich zu kehren. Lol.

Nein, ich befand dem Bulshit-Adventskalender zunächst keineswegs "ungeniessbar", wie man hätte annehmen können, a) ich kannte ich ja ihren Tag 1 nicht, in dem sie erklärt, wie der Kalender aufzufassen ist und wusste daher nicht, dass es sich um eine Art Erleuchtungsparodie handelt (und b) gibt es nichts Ungeniessbares für mich, was ich nicht geniessbar machen könnte, lol) wahrscheinlich hätte ich nichts dazu geschrieben bzw. hätte ich ihr  mein Posting nicht als Kommentar ins FB reingesetzt.  Tatsächlich finde ich den Kalender erst aufgrund ihrer Antwort ziemlich daneben - als SCHERZARTIKEL ist er geradezu krachend daneben. Tag 2 kann man nicht als Witz begreifen, weil sie darin Glaubenssätze äussert, die ganz allgemein von vielen Spirituellen geglaubt werden. Und was soll an dem Video von Tag 2 witzig sein? Auch das Video von Tag 1 ist nicht witzig. Die unpersönliche Wahrheit/Weisheit versteht keinen Spass, sie erkennt keine Ironie oder Sarkasmus, um Scherz, Satire, Ironie zu verstehen muss man s(Ich) aus der Vertikalen in die Horizontale begeben, dorthin, wo's dräckisch zugeht und  einem nichts Menschliches mehr fremd ist. lol....
Ach ja, und "analysiert" habe ich (den Tag 2) schon mal gar nicht, ich analysiere nie, ich SCHAUE!; wie immer habe ich einigen Sätzen einfach nur die Bedeutung gegeben, die sie für mich haben sollen, insofern sie mich spontan getriggert haben; das Blog in seinem Gesamtbild war mir gar nicht wichtig. (Der Bgriff des Triggerns hat bei mir eine neutrale Bedeutung) Das ist seit 2011 eine Gewohnheit von  mir, die meine Foren-Gesprächspartner gar nicht schätzen: Ich lass mich zwar auf ihre Texte ein, aber selten auf den ganzen Text. So ist er eben der Neue Mind: er liest vielleicht  2 oder 3 Zeilen, dann "triggert" besser gesagt: inspiriert ihn spontan etwas und alles andere versinkt im Orkus der Vergessenheit. Er holt sich, was ihn reizt und macht sein eigenes Ding draus. (Auch meine "Pösen Analysen" sind keine Analysen, sie sind REINE SELBSTerheitungen, die ich mangels eines passenden Wortes Pösen Analysen nenne, obwohl sie weder böse noch gut gemeint sind - noch selbstzüglicher gehts nicht.) Das Ego des Autors/Forenbeiträglers  aber verlangt danach, dass man sein Gesamtkunstwerk würdige, nicht den Teil. Tja,  sorry, Mr. X, wie sehr du auch mitunter das Rumpelstilzchen gibst - auch du bist nur ein Reiz- und Stichwortgeber auf meinen Erkundungsreisen in der Neuen Welt. Jeder deiner Fürze hat den ganz besonderen Duft und in jedem Misthaufen finde ich eine Perle. Und das alles ohne Ansehen Deiner Person, ob ich dich nun mit oder ohne Namen anspreche! So eine Gemeinheit aber auch. :D (Nein, ich spreche hier niemand Bestimmtes an - just to whom it may concern. Jeder hat seinen Mr. X oder seine Frau Y.)


Die Konfusion ist nun fast geklärt. Bleibt nur die Frage: Hat mein unbewusster Sinn mich den Satz herausnehmen lassen,  um mir damit vorauszusagen, was erst später Realität werden sollte - nämlich die "Ungeniessbarkeit" nicht nur meiner Karotten, sondern auch die des Advent-Kalender-Blogs? Damned, jetzt hab ichs...arrrrrgh...
. äähm, oder nicht?

Früher hatte ich sehr oft derartige Knoten im Hirn,  wenn so merkwürdige "numinose"  Gleichzeitigkeiten/Koinzidenzen auftauchten, wenn im Aussen Dinge/Symbole auftauchten, die meinem Inneren Fühlen entsprachen. (So zum Beispiel im Jahr des Herrn 1994, in dem ich  meinen Karfreitag erlebt habe. Ich hatte damals einen Traum, in dem ich zeigen wollte, dass ich fliegen kann, die Polizei kam und verbot es  mir. Ich weinte...Diesen  Traum erzählte ich in der Gruppentherapie, die ich dort einige Male besucht hatte - ein eingeschworener Haufen, der seit Jahren im eigenen Saft schmorte. Ihre Deutung meines Traumes war restriktiv und schwarzautoritär, d.h., sie gaben der Polizei recht, die klug gehandelt habe, als sie mich am Fliegen hinderte, weil ich noch nicht reif fürs Fliegen wäre,...so in der Art. Das Gruppen-Über-Ich war ein sado-masochistisches und bündelte sich in dem Therapeuten.  Einer seiner Glaubenssätze war: Trost ist schlecht. Egal, wie jemand schrie und weinte, es war verboten, sich ihm gegenüber irgendwie mitfühlend zu äussern, ob in der Stunde oder ausserhalb... Trost war in jedem Fall des Teufels. Und so machte der Therapeut und die Gruppe gemeinsame Sache mit meinem schwarzautoritären restriktiven Über-Ich, was sich in der Polizei zu Wort meldete - und brach mir damit metaphorisch die Flügel. In der Folge sah ich über einen längeren Zeitraum täglich tote Vögel auf den Strassen, im Hof, sogar in der Wohnung - also in echt, keine Halluzinationen...)

In diesem Kontext erinnere ich mich auch an Situationen, bei denen es mir schien, dass ich nicht ganz "ehrlich" zu  mir selbst  war , z.B. wenn ich nicht sagen konnte/durfte, was ich fühlte oder wollte und mir Fehlleistungen unterliefen, weil mein Über-Ich mich zwang, so zu handeln, wie es befahl und mein Unterbewusstsein ihm dennoch einen Strich durch die Rechnung machte und ich letztlich auf irgendeine verborgene und für mich lebensbedrohliche Weise doch die Wahrheit auf eine  symbolische Weise in die Welt setzte.... Herodesängste nannte ich dies..Hmmmm....wenn ich das jetzt so betrachte, dann fing ich wohl damals an, alle die unbewussten Ent-Äusserungen meines Egos  als Projektionen zu begreifen. Das Symbolische meines Tuns fiel mir auf, aber es machte  mir Angst, weil ich damals dachte, ich verrate mich bzw. mein Inneres, weil alle anderen Menschen es sehen können, ich nahm an, das alle Menschen meine Symbolik enziffern könnten, weil ich die ihre auch entziffern konnte. Deshalb wurden zu der Zeit die Menschen für mich gefährlich. Das verdrängte Ich brach sich Bahn, das innere Kind, welches sich so lange versteckt hatte und am Verhungern war, wollte sich zeigen, konnte aber nicht, ohne zugleich in Todesängsten zurückzuschrecken: Sie wollen mich töten...

Nachträglich eingeschobener "Entwurf" von 02.12.17