Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 28. Juni 2018

Der Meister aus dem Off sprach mir: Das JETZT ist nicht zu fassen, Dear!

Tagebuch aktuell - 28. Juni 2018:

Projektionen und Begrenzungen
Als ich erkannte, das nichts "da draussen" WIRKLICH geschieht, richtete sich meine Wahrnehmung  mehr und mehr nach innen (christlich: Umkehr) und ich fand den ganzen Kosmos in mir.
Es dauerte aber noch einmal eine ganze Weile, bis ich auch diese Aussen-Innen-Begrenzung überwand und WIRKLICH gewahr wurde, dass weder im Aussen noch im Inneren etwas geschah, sondern allein im Fokus meines Bewusstseins (Gewahrseins) stattfindet.
Der Begriff des JETZT bekommt in diesem Kontext nunmehr eine andere erweiterte Bedeutung, die ich bislang noch nicht in aller Klarhheit schauen und artikulieren konnte.

Zunächst einmal gibt es zweierlei JETZT-Momente,
- das lokale personale Hier und Jetzt der noch unbewussten Person,
- das ewige (transpersonale, unlokale) JETZT der transformierenden/transzendierenden Persönlichkeit/SELBST.

Was ich bis vor einiger Zeit an Geschehnissen noch in einer "Innenwelt" lokalisierte,  weil ich kein anderes Wort dafür hatte, ist dabei, sich endgültig auf den Begriff  "Fokus des Bewusstseins" festzulegen. Ich weiss nicht, wo die Reise hin geht, aber ich versuche mal  in freien Assoziationen etwas zu beschreiben, was mir noch nicht ganz klar ist, wobei das eine mit dem anderen für einen Leser oftmals nichts zu tun zu haben scheint.

Ich wurde irgendwann einmal gewahr, wie sich mein  Mind, als er sich Vorstellungen bezüglich einer bestimmten Absicht bildete, (z.B. der Absicht, einkaufen zu gehen) sich diesbezügliche Vorstellungsbilder machen MUSS, um sein Ziel zu erreichen. Ich SCHAUTE, wie er in der Vorstellung eine Art Landkarte entwarf, und wie sich dabei meine diesbezügliche Absicht quasi "nach vorne" in einen "zukünftigen" Raum ausdehnte und dort fixierte, als ob man eine Reisszwecke irgendwo anheftet mit der Aufforderung: Nicht vergessen! (Diese richtungs- und zukunftsweisenden Vorstellungsbewegungen bilden sich bei allen Wünschen, Bedürfnissen, Absichten, Zielen, Plänen, Prinzipienbasteleien). In jedem Falle muss ich meine Vorhaben IMAGINIEREN! Ohne Imagination würde ich bzw. der Mind dem totalen Vergessen anheimfallen. (Was mich gerade daran erinnert, dass ich in letzter Zeit wieder verstärkt den Eindruck habe, immer unfähiger zu werden, Vorstellungsbilder zu fabrizieren und meine enorme Vergesslichkeit meinen Vorhaben gegenüber diesem Umstand geschuldet ist. Obs am Alter liegt, den langen Narkosen im letzten Jahr oder ob es ein natürlicher "Sterbevorgang" ist, weiss ich nicht... auf jeden Fall ist es interessant zu verfolgen, wie man von der Wahren Natur auf moderate und sanfte  Art ins absolute und letztgültige Hier und JETZT "gezwungen" werden kann... LOL.  Wahrscheinlich würde mir der Hausarzt ein Gedächtnistraining empfehlen, - for what??? Hahaaaa... Ich habe mich ja schon öfters gefragt, ob ein befreiter Mind an Alzheimer leiden könnte, vielleicht kriege ich ja die Antwort und erlebe das am eigenen Mind?!...LOL. Im Wir-Forum hatte ich einmal völlig unkontrollierten Text über Alzheimer referiert - Alzheimer als Heilige Krankheit, lol -  und habe mir dabei unerhörte Dinge aus dem Ärmel geschüttelt,  von denen wohl kein Mensch bislang gehört hatte und die ich auch promptly wieder vergessen habe. Lol.  Es wäre heute vielleicht ganz interessant, zu lesen, aber ich kopierte und kopiere mir i.d.R. meine Beiträge nicht und mein Wordpad, in dem ich sehr viel mehr schreibe, als ich veröffentliche, fällt regelmäßig einem Rundum-Ramadama zum Opfer. - kurz:  muss ich vielleicht jetzt in der Praxis erfahren, was ich damals nur theoretisch erfasst hatte?!

Ja, dieser richtung- und zukunftschaffende "Raum" in meinem Bewusstsein wird SCHAUbar immer enger und begrenzter, obwohl er sich größtenteils nur aufs Notwendigste richtet, aber irgendwann wird offenbar auch das Notwendige offensichtlich zuviel.  Im ewigen JETZT gibt es keine Notwendigkeiten mehr. Immer weniger kann ich Gedanken festhalten, das Loslassen geschieht ganz von Selbst. He he - am liebsten richtet sich das richtungsweisende Bewusstsein auf das Essen, - da muss ich gar nicht lange zuwarten! - mittlerweile wiege ich vollendete 100 Kilogramm! Seit ich nur noch kurze Strecken am Stock gehen kann, fehlt es mir extrem an der Bewegung.  
He he, es ist schon lustig: Ich schreibe ja sehr viel und sitze daher oft am Computer, ca. alle 15 Minuten treibt es mich zum Aufstehen und Herumlaufen; meist laufe ich ein paar Mal hin und her im Kreis herum und mache dazu ein paar Gym-Übungen, wie sie mir grad einfallen - am Ende gehts aber jedesmal in die Küche, wo ich mir dann zur Belohnung immer egal was in den Mund stecke, MannoMann! Was mich wiederum daran erinnert, wie ich früher nach ausgiebigem Waldspaziergang vor lauter Energie nicht wusste wohin, und mir zum Runterkommen und zur Abdämpfung der Euphorie ein paar Biere genehmigen musste. Hahaaaaa ... - - - -

Ich habe auch anhand von Beobachtung (="Schau"/Gewahrsein) erkannt: Wenn ich  von irgendeinem Geschehnis in der Welt spreche, dann "geschieht" dieses in Wirklichkeit nicht in der Welt da draussen, sondern aufgrund eines imaginierten ABBILDES, das ich  mir beim Lesen oder Sprechen darüber mache, gerade JETZT  (= im Moment der Imagination!) nirgendwo sonst als im Fokus des Bewusstseins. DAS ist die Illusion! Und die halten wir für die Wirklichkeit!
(Hah, auch das Nichts, die Leere wird hierbei begrifflich neu geframt! - Ääähm, wirklich? Manchmal BILDE ich mir ein, dass ich etwas wiederhole, was schon früher mal als absolut KLAR erkannt zu haben glauben...LOL. Stückwerk...)

Der gewiefte Spiritant wird mich nun mißtrauisch fragen: Aber wer "schaut" denn da? Na ja, ich könnte natürlich auch ganz distanziert und spirituell völlig korrekt einfach nur vom "Beobachter" sprechen, benutze aber auch hier vorlieblich das persönliche Fürwort, da nach der langen Reise zu Gott/mir SELBST der  Berg wieder ein Berg resp. das Ich wieder ein ICH ist. Dieses ICH ward sich dessen bewusst, das "der Denker" oder "der Beobachter" keine Eigenschaft des kleinen Ichs ist,  sondern ein göttliches Attribut, auch unter dem Namen "Auge Gottes" bekannt.

Wenn man vom Beobachter spricht, sollten Spiritanten lernen zu unterscheiden zwischen dem personalen Beobachter und dessen wertenenden=interpretierenden Aufmerksamkeitsfokus und dem nichtwertenden transpersonalen BEOBACHTER im Sinne von Gewahrsein. Das Ego neigt sehr dazu, diese beiden zu verwechseln! Die Bewusstseinsentwicklungsreise beginnt aber mit der Ausrichtung der gemeinen Aufmerksamkeit des personalen Beobachters auf das persönliche Hier und Jetzt, auch Achtsamkeit genannt, welche sich erst im Laufe der Reise im Zuge kontinuierlicher Schattenintegration zum letztgültigen (Perma-) Gewahrsein transformiert.

Fazit: Das absolute JETZT ist nicht zu fassen, weil es ein unfassbares Paradox ist. Das Jetzt als Moment der Imagination hat nur einen Hintergrund: das bilderlose NICHTS - yep, und das ist der Fokus, in dem alles Bildhafte erscheint! DAS BIN ICH. (Oder auch nicht! lugt sofort die Antithese um die Ecke.... - - - -



Hah
- als ich gerade im Forum schaue, was heute unter dem Thema Inspirationen gepostet wurde, fällt mir mal wieder abrundend und passenderweise zum Thema das Folgende in die Hände:

Auf dem Sterbebett kommt das Erwachen.
Text: Shao Shu

Die Menschheit lebt in einem Traum.
Schlafwandelnd und verirrt schlendern Sie in Ihrer Erfahrung des Lebens.
Sie wissen nicht das Sie träumen, sie wissen nicht das sie irren.
Nein im Gegenteil sie glauben am Leben zu sein,
fühlen sich mächtig
die Natur unterworfen zu haben, glauben weise zu sein,
glauben die Liebe zu kennen.
Sie glauben vorran zu schreiten, doch stehen sie still.
Das Ego und der nie aufhörende Fluss der Gedanken halten die Menschen in einem Traum gefangen.
Und hindern sie wahrhaftig zu leben.
Gefesselt in Ihren selbstangelegten Ketten hängen sie nur
in der Vergangenheit und in der Zukunft fest.
Nur selten schaffen Sie es in der Gegenwardt auszuhalten.
Doch das eigentliche Leben spielt sich nur im Hier und Jetzt ab.
Der jetzige Moment, in dem wir Leben, ist mächtig und voller Energie.
Nur im Jetzt, wenn das Ego und die Gedanken nicht festgehalten werden,
wenn wir uns nicht mit Ihnen identifizieren
und Sie mit einem lächeln vorbei ziehen lassen ohne uns anzuheften oder bewerten
können wir klar sehen,
erkennen was um uns geschieht
und nur im Jetzt können wir unser Leben bestimmen und erschaffen.
Warum fällt es so schwer im Jetzt zu sein?
Es ist die Angst vor Veränderungen,
die Angst Verantwortung zu übernehmen.
Die Angst zu erkennen das wir unser Leben selbst gestalten
und niemand sonst kann uns diese Verantwortung abnehmen und wir selbst haben diesen Weg gewählt.
Doch da wir ständig verschleihert sind durch unser Ego und unsere Gedanken
werden wir Blind und lassen uns wieder in die Vergangenheit oder Zukunft ziehen.

"Der Aktive steht im Nebel,
der Passive sieht alles klar." (chin. Sprichwort)

So verstreichen die Jahre und die Lebenszeit,
an jeder Prüfung, Lektion und Kreuzung laufen wir schimpfend vorbei und geben anderen äusserlichen
Faktoren die Schuld und lernen nichts.
Und so welkt das Leben bis zum Moment des Sterbens.
Dann auf dem Sterbebett passiert etwas fazinierendes. . .
Kurz bevor wir unsere Erfahrung dieses Lebens beenden und niemanden mehr davon berichten können,
in einem Bruchteil einer Sekunde, im Moments des Gehens. . .

Als Babys kommen wir rein und erwacht zur Welt,
um uns dann vom System auf unseren Lebensweg vernebeln und zu vergiften ...
Wenn wir geboren werden und sterben schüttet die *Zirbeldrüse erhöht *DMT aus.
DMT schiesst durch unsere Chakren aktiviert sie, verbindet uns mit unserem höheren Selbst
und erweitert unsere Sinne und Wahrnehmung.
Lässt uns erkennen was Zeit und Raum,
unser "Ich-denken" wirklich sind.

"Und dann durchfliesst Sie mich wie Regen." (American Beauty)

Und dann in einem Moment während wir sterben flasht unser ganze Leben an uns vorbei,
alle verseumten Lektionen, Kreuzungen und abdriften aus dem Jetzt eröffnen sich uns klar.
Erkennen alle Zusammenhänge
und dass wir Wesen mit göttlichen Fähigkeiten des Erschaffens und Formens sind.
Sind in der Lage unser Licht/innere Stimme zu kontaktieren.
Bääääääääääääääääääämmm
Das alles und noch viel mehr in dem Moment des Todes,
in einen Bruchteil eines Moments.
Soviel Klarheit, Wissen und Erkenntnis durchfährt uns.
Solange schlenderten wir durch unser Leben und dann
gerade in diesem Moment wo wir gehen erwacht jeder Mensch.
Tja schon sehr ironisch. . .
Denn dann können wir dieses Wissen und Erkenntnisse nicht mehr zu gelebte Weisheit formen.

Doch wann wird noch DMT ausgeschüttet?
Genau, in der tiefen Meditation.
Also haben Wir die Wahl und die eigene Verantwortung
zu entscheiden wann wir erwachen wollen.
In dem Moment des Todes oder im Hier und Jetzt
und beginnen unser Leben.
Du allein triffst
diese Entscheidung,
deine Entscheidung,

willst du wahrhaftig Leben, dankbar Lieben lernen
und deine göttlichen Fähigkeiten und Gaben kultivieren.

Oder willst du weiter die Verantwortung abgeben, die Schuld bei anderen suchen,
deine Sinne befriedigen und dich ablenken, ein Leben als Sklave führen?
Dich wie ein PingPong-Ball des Lebens fühlen?
konsumieren und unnütze Gegenstände anhäufen oder betrunken Fussball schauen
und deine Erfahrung dieses Lebens blind stumm und taub wie ein Schaf-Zombie durchtrotten?

Entscheide Du. <3

In Liebe und Dankbarkeit Shao Shu <3

*Zirbeldrüse *DMT
(Wenn euch DMT und die Funktionen der Zirbeldrüse näher interessieren kann ich euch die Bücher von Christopher Rottmann
"DMT Handbuch" und "Psychedelische Erleuchtung Die Rückgewinnung unserer wahren Natur" empfehlen)
Hm...  unwahr ist, dass wir im letztgültigen JETZT über unser Leben bestimmen können und es (bewusst?) erschaffen - offenbar kann der Autor nicht zwischen den beiden Beobachtern unterscheiden und verwechselt dabei zuweilen die beiden Ebenen personal/transpersonal.

Unrichtig bzw.unwahr ist auch das chinesische Zitat:
"Der Aktive steht im Nebel,
der Passive sieht alles klar." (chin. Sprichwort
)
WAHR ist: weder der Aktive noch der Passive "sieht alles klar", allein der "Darüberstehende" - das ist der,  welcher weder aktiv noch passiv ist -  steht in der absoluten Klarheit und Wahrheit.  
Vorsicht, folks, die meisten (chinesischen) Sprichwörter betreffen das relative Ego und seine relative Welt. Wer die WAHRHEIT in sich selbst finden will, hinterfrage und gehe den vierfüssigen Erkenntnisweg des Tetralemma! Ansonsten gilt hier wie immer (jenseits von richtig und falsch): Ob dieser Text WAHR ist liegt nur im Auge des Betrachters resp. im Gewahrsein des absoluten Beobachters.


PS: Und zuletzt finde ich gerade auf der selben Foren-Seite noch einen Text von Osho, der sehr schön zu meinem gestrigen Blogposting passt, der meine Erfahrungen pathologischer und nichtpathologischer Dissoziation und meine Angst und Flucht vor anderen Menschen betraf...dieses Gefühl, nur von anderer Leute Erwartungen fremdbestimmt zu sein...: 
Im selben Zusammenhang wird  auch das DMT - noch nie von gehört! -  interessant! Klack klack klack ...he he  https://checkit.wien/substanzen/dmt/
(Hmmm, ich wundere mich des öfteren, wie sehr ich und  die Posterin der div. Beiträge und Inspirationen thematisch auf einer Wellenlinie zu sein scheinen.)

EXISTIEREN- NUR IN DEN AUGEN DER ANDEREN?
Frage:
Ich fühle mich, als würde ich nur in den Augen der anderen existieren. Ich komme mir so unwirklich vor. Wo bin ich? Was kann ich da tun oder nicht tun?

Osho:
"Das erste ist: Nicht nur du existierst nur in den Augen der anderen; jeder existiert in dieser Weise. Das ist der übliche Weg zu existieren. Du benutzt den anderen als Spiegel. Die Meinungen der anderen werden sehr wichtig, ungeheuer wichtig, weil sie dich definieren. Jemand sagt, du bist so wunderschön - und in dem Moment wirst du schön. Jemand sagt, du bist ein Narr - in dem Moment wirst du argwöhnisch; vielleicht bist du ja ein Narr? Du magst wütend werden, du magst es verneinen, aber tief im Innern regen sich Zweifel an deiner Intelligenz.

Wenn du wissen willst, wer du bist, wirst du deine Augen schließen müssen; du wirst nach Innen gehen müssen. Du wirst die ganze Welt vergessen müssen, du wirst vergessen müssen, was sie über dich sagen. Du wirst tief nach Innen gehen und deine eigene Wirklichkeit erfahren müssen.

Genau das lehre ich hier - nicht von anderen abhängig zu sein, nicht in deren Augen zu schauen. Es gibt in ihren Augen keine Anhaltspunkte. Sie sind genauso unbewusst wie du, wie können sie dich definieren?

Ihr schaut euch gegenseitig in die Augen um herauszufinden, wer ihr seid. Ja, da sind Reflektionen, dein Gesicht wird reflektiert. Aber du bist nicht dein Gesicht, du bist weit hinter dem Gesicht. Dein Gesicht hat sich so oft verändert, dass du nicht dein Gesicht sein kannst.

... Du bist nicht dein Gesicht. Irgendwo tief innen ist dein Bewusstsein verborgen; es wird nie in den Augen eines anderen reflektiert. Ja, einige Dinge werden widergespiegelt: deine Handlungen. Du tust etwas, es wird in den Augen der anderen gespiegelt. Aber dein Handeln bist nicht du. Du bist viel größer als deine Handlungen...

Dein Sein wird niemals in den Augen der anderen widergespiegelt. Dein Sein wirst du nur auf eine Art kennen lernen...Und zwar indem du deine Augen allen Spiegeln verschließt. Du musst in dein eigenes inneres Sein eintreten, es direkt ansehen. Niemand kann dir eine Vorstellung davon vermitteln, was es ist. Du kannst es kennen lernen, aber nicht durch andere. Es kann nie ein geborgtes Wissen sein, es kann nur eine direkte Erfahrung sein, eine direktes Erfahren, unmittelbar."
Osho

Mittwoch, 27. Juni 2018

Und der Himmel kann warten...(Fröhliche Wissenschaft)

Tagebuch aktuell:
Anlässlich einer Fragestellung: Die Phase des dyonisischen DaSeinsrausches geht vorüber, so wie die überwältigende Liebe zur eigenen Existenz, zur "brüllenden Lebensfreude",  zur "Frau Welt" vorübergehen SOLLEM, denn den letztgültigen Durchbruch in die Wahre Freiheit hat man noch vor sich.    Nicht, dass die Liebe aufhört, zu lieben, sie wendet sich nur nach innen, weg von den Objekten hin zur Erkenntnis des Absoluten SUBJEKT, das ICH BIN. Das bedeutet: wenn die Identifizierung mit der Objektliebe als solche erkannt ist, wird sie transformiert und verbindet sich mit der höheren Weisheit in einem nüchternen Gleichmut, der weder liebevoll noch lieblos ist. Und so ist es auch mit der Freude.Vergeistigte Liebe wie auch die vergeistigte Freude sind  daher keine Gefühle, diese transpersonalen Attribute sind aber auch nicht gefühlLOS/freudLOS.  Weil sie weder dies noch jenes sind, lassen sich die höheren Attribute so schlecht beschreiben bzw. eigentlich gar nicht.

Ein Sucher, der (noch) geliebt werden will, ist noch  nicht von Mama und Papa abgenabelt. Er sucht und erwartet zunächst vom spirituellen Lehrer bedingungslose personale (!) Liebe, Angenommensein, Respekt&Wertschätzung usw. - all die Dinge, die er letztlich nur in sich und aus sich SELBST heraus realisieren kann.
Solche Sucher suchen sich vorlieblich KuschelGurus, einen PapaJi,  der sie in den Arm nimmt, streichelt, tröstet -  einen Elternersatz, der ihre unbewussten kindlichen Bedürfnisse befriedigt, statt ihnen zu helfen, sich ihres grundlegenden Mangels und existenzieller Grundangst bewusst zu werden.  So ein Lehrer deckt zu statt auf. Für ungeheilte Gurus/spirituelle Lehrer ist diese Identifikation eine große Verführung und spirituelle Falle, weil diese Rolle eine grandiose  narzisstische Gratifikation verspricht. Bleibt die Aufmerksamkeit seines Publikums aus, geht dieser Guru ein.
(Ich bezweifle (immer noch) stark, dass ein echter Meister zugleich ein Therapeut sein kann, der sich der  Nachbeelterung (Re-parenting) seiner Schüler widmen würde.)

Jemand schrieb mir neulich, dass der Letztgültig Befreite sich an der Welt erfreuen würde. JEIN.  WAhr ist, am Ende der Reise zu dir  SELBST bekommst du die Welt verwandelt zurückgeschenkt, sie gehört ganz dir, du hast nur keinen Willen mehr, sie nach deinem Wunsch zu gestalten - du läßt geschehen, was immer auch geschieht. Am Anfang fühlst du dich in der Welt wie eine aufgehende Supernova oder ein von einem Millionenpublikum beklatschter Superstar, aber auch das vergeht.
Natürlich ist die Welt  nicht verwandelt, sondern DU, deine Perspektive hat sich verändert.  Was du "da draussen" siehst, hast du als Gedankenkonstrukt erkannt, als angelernte "Realität", daher siehst du mit deinen sinnlichen Augen nur eine bedeutungsentleerte  Objekt-Welt.  (Wobei auch diese Definition (Bedeutungsleere) zu eindeutig ist, denn die Welt verliert nicht wirklich an Bedeutung, sie hat immer noch ihren Wiedererkennenswert. Was man verliert, ist die Identifizierung mit den Interpretationen des Ego-Verstandes,  wie er die Welt sieht, aufgelöst wird also die Verhaftung an die vorherrschende Weltsicht/Philosphie/Religion/Ideologie usw.  Die Auflösung der den Mind begrenzenden Glaubenssätze hat auch die Auflösung der Identifizierung mit Namen/Benennungen zur Folge.

In diesem Kontext denke ich mal wieder zurück an die Suggestionen im  "Kurs in Wundern",  in der ich "geübt" hatte, eine bedeutungsLOSE (!) Welt zu sehen und  mich überkommt das Lachen darüber, weil es das Ego war, welches da geübt hat, egolos die Welt zu betrachten. Ich sags nochmal: Das funzt net, folks! Das Ego kann nämlich nicht einfach damit aufhören, sich VORSTELLUNGEN zu machen bei allem was es denkt und sieht und so sieht es auch Bilder hinein bei der Vorstellung von Bedeutungslosigkeit.  Damit du das WIRKLICH  auch alles erkennst, muss du - die  "Jungfrau" -  die  Lampe der Achtsamkeit  anzünden!

ES heisst, "der Kurs im Wundern gibt dir einen Schlüssel, wie du dir selber vergeben kannst, um die Quelle zur Selbstliebe zu öffnen." Der einzigste Schlüssel, den ich kenne, ist die Achtsamkeit. Wenn dich der Kurs nicht Achtsamkeit gegenüber ALLEM lehrt, taugt er nicht. Soviel ich weiss, spricht  der Kurs von Achtsamkeit nur in Bezug zu besonderen inneren oder äusseren Situationen.
Nochmal: Der KIW atmet für mich keineswegs den Geist des Jesus Christus. Jeder Finder, der das (Christus-)SELBST realisiert hat, kann das bestätigen. Für mich steht fest: Nur ein sadistischer Geist kann sich in einer solch quälenden verkopften und verquasten Sprache ausdrücken. Christus sprach in Gleichnissen ("Märchen") und berührte damit die Seele der Menschen...
Vielleicht kann man durch den Kurs ein erstes Erwachen erleben, mehr aber nicht. Der Prozess der Individuation und Transformation steht dabei noch aus.   Wenn dich eine Erkenntnis (Erwachen ist Erkenntnis) nicht transformiert, hat sie keine weitere Wirkung auf dein Leben. Vom Erwachen bleibt dann nur eine Erinnerung und ein neuer für wahr gehaltenener Glaubenssatz, neue Überzeugungen, die eine neue erweiterte Weltsicht kreiieren, statt die Identifizierung mit jeglicher Weltanschauung aufzulösen.  

Damit dein Erwachen eine transformierende Wirkung hat, musst du die "Erfahrung" bzw. Erkenntnis  vergessen! Loslassen! Runterkommen!
Die Erfahrung des Erwachens zur  Wahren Natur gründet auf einer kurzfristigen Abwesenheit von Ego. Die meisten Sucher identifizieren sich dann mit dieser ERfahrung und finden es schrecklich, wieder runter zu kommen und sich wieder mit der Person zu verbinden.  Ein weiteres Paradox: Der Glaube an die Illusion der Person/Ego  verhindert die Transformation des Egos.

Wieder runter zu kommen in die Niederungen der Personhaftigkeit ist ähnlich wie bei einer Nahtoderfahrung oftmals sehr schmerzhaft. Bei einer Nahtoderfahrung geschieht ja auch nichts anderes eine Ego-"Dissoziation" - ein Begriff, den ich zum ersten Mal in diesem Kontext benutze, da er mir bislang zu sehr mit pathologischer Psychodiagnostik behaftet war; wenn schon Dissoziation, dann hätte ich von konstruktiver Dissoziation gesprochen im  Gegensatz zu "destruktiver"=psychopathologischer Dissoziation, die ja  aus der Perspektive der gesunden  Ichfunktionalität- und Icherhaltung eine Krankheit diagnostizieren muss, die aus der transpersonalen Perspektive ein Erwachen aus dem Schlaf des Ichs bedeutet. Da habe ich bislang noch Unterschiede gemacht... hm....hm...hmmmm... - - -
Gerade JETZT erkenne ich: Es ist in allen Fällen DASSELBE, es ist der selbe GEIST, es gibt in der Qualität der "unterschiedlichen" Dissoziationen keinen Unterschied, sondern nur in der Deutung! Auch hier: Was dem Ego eine Not oder ein Laster ist, ist dem Wahren SELBST höchste Freude und eine Tugend.
Und ich  erkenne JETZT: In der höchsten Not  dissoziiert sich das Ich von der Schmerzhaftigkeit der Situation und löst die  Identifizierung mit dem Körper/Materie. Es tritt zur Seite, es "kehrt um"... Im Tode wie im Leben - und das  ist bei allen Lebewesen so! Jawoll! Yipppiiiiieeee!

Und in diesem Kontext  fällt mir gerade noch ein, wie ich früher einige "pathologische" Dissoziationen erlebte, wenn ich z.B. vor Angst hyerventilierte - (oops! -  Hyperventilation wird ja auch als spirituelle Übung empfohlen! JETZT begreife ich - HAH!!!) Meine sog. Angstzustände hatte ich aufgrund meines Gefühls, unter einem hochexplosiven inneren Druck zu stehen, wie ein Dampfkessel, der kurz davor ist zu explodieren und der Befürchtung, mein Ich zu verlieren, in tausend Fragmente zu zersplittern...  Ich trank dagegen Alkohol, der  beschleunigte jedoch diese Fragmentierung ganz rapide, was auch der Grund war, dass ich immer wieder für längere Zeiten aufhörte zu trinken. Ich sass nicht fest genug im Sattel meines Ichs. Und erst diese "Sattelung", dieses "DownSetteln" in der Gründsteinlegung  eines gesunden starken Ichs schuf die Voraussetzung für eine wirkliche Bewusstseinsentwicklung und Ich-Transformation. Ich musste lernen,  mich mit mir zu identifizieren, statt mich zu dissoziieren.!  Damals war ich ca. 26 Jahre alt und arbeitete in der Psychiatrie und war natürlich dementsprechend dogmatisiert. Spirituelle Interessen hatte ich wohl schon, brachte diese aber nicht in Verbindung mit meiner Angststörung und den damit zusannenhängenden Depressionen. Ich dachte nur, ich würde langsam verrückt.
Pathologische Dissoziation machte sich damals z.B. bemerkbar,
- als ich in der Bank Geld abheben wollte und meinen Namen nicht mehr wusste, als ich unterschreiben sollte.
- als ich meine eigenen Schritte hinter mir hergehen hörte.  Ich lief auf hohen Absätzen und hörte meine Schritte - klack klack klack -  zeitversetzt HINTER mir. Das war richtig unheimlich, ich guckte mich ständig nach mir selber um...LOL.
- als ich einmal auf dem Heimweg aus dem Bus stieg und mein Haus und die  Umgebung nicht mehr erkannte... 
Das dauerte alles nur ein paar Sekunden...

Im Berufsleben wurde es immer schwieriger. So konnte ich mich ganz schlecht auf Anweisungen konzentrieren. In Besprechungen begriff ich nichts mehr,   ich stand oft buchstäblich neben mir, hinter mir, ich war auch  hier irgendwie gar NICHT DA.
Ich glaube heute, dass es eine Art Verweigerung, Flucht in die "Absenz" resp. Dissoziation war,  denn ich fühlte mich nie ich-selbst, sondern immer nur von anderen gelebt, von fremden Erwartungen gesteuert und aufgefressen.  Nur im Alleinsein konnte ich mich von den Erwartungen anderer erholen und mich finden.
Aus transegoischer Sicht war ich nicht wirklich "krank", sondern  krankte quasi am "Wahnsinn der Normalität", in der alle Menschen unbewusste Roboter sind, derweil sie durch kollekive Konditionierung resp. Erwartungen  gesteuert sind.  Vielleicht war ich nur empfindlicher und durchlässiger für die WIRKLICHKEIT und WAHRHEIT, wobei mein Ich damals zu schwach und ungeerdet war, diese zu  ertragen und dadurch die Gefahr bestand, von unbewussten Inhalten überschwemmt werden, die ja sowohl Gott als auch den Teufel in sich bergen. 

Trotz der Erkenntnis, dass es sich bei der Qualität des Geistes der "pathologischen" Dissoziation um keinen anderen als den Geist des spirituellen Erwachens handelt, und es erst die Deutung ist, die ihn als krank oder als erleuchtend konnotiert,  kann ich den Begriff der Dissoziation immer noch nicht positiv resp.  konstruktiv konnotieren, (ich kann darüber nichts weiter aussagen, da der Mind bei diesen Überlegungen soeben wieder  paradoxe Gewässer ansteuert.LOL)
Aus der personal-dualen Perspektive der Ich-Psychologie ist Dissoziation ohne Frage krank. Aus der transegoischen Perspektive gibt es  zwar qualitativ  keinen Unterschied zwischen einer  dysfunktionalen Ego-Absenz und einer spirituellen Ich-Entrückung - aus transpsychologischer Sicht aber darf man m. E. nicht den Fehler machen, eine dysfunktionale Ego-Absenz zum spirituellen Erwachen zu verklären.  Der betreffende Klient oder Patient muss in jedem Falle geerdet werden, wenn nicht gar Neuroleptika zum Einsatz kommen müssen, die den selben Zweck erfüllen. In jedem Falle ist es oft sehr schmerzhaft und unangenehm, wieder auf den Boden der sog. Realität runter zu kommen.  Die Frage ist, ob der Klient soweit gefestigt ist,  dass er die unbewussten Inhalte verarbeiten kann.  Oft ist eine Psychose oder eine Überschwemmung mit unbewussten Inhalten ja dem Stress geschuldet, der darin liegt, just diese Inhalte aufs Heftigste abzuwehren.  Es darf zwecks Heilung  aber nicht primär um das Verklären transpersonaler "himmlischer" Visionen gehen, die den Betroffenen gewissermassen heiligsprechen, sondern zuvorderst um die Bewusstmachung der  verdrängten Anteile der Person -  die sind es nämlich, vor denen er flüchtet und die ihm die Hölle auf Erden bereiten.
Runterkommen bedeutet also die Arbeit an der Ichwerdung/Integration/ Individuation. Der Himmel kann warten...


Erwachen bzw. Ichlosigkeit darf man m. E. nicht mit spirituellen Übungen forcieren, eben weil immer eine Überschwemmung mit unbewussten Inhalten drohen kann. Auch das, was man spirituelles Erwachen nennt ist nicht ungefährlich für den Sucher bzw. Finder und bedarf der rationalen Verarbeitung. Wo diese nicht gegeben ist, weil das Ich/Intellekt zu schwach oder überwältigt zu werden droht, kann leicht eine psychotische Störung eintreten.  Nicht jeder kann den Verstand ohne jegliche Folgen verlieren. Auch deswegen kann eine begleitenden Psychotherapie jedem Meditierenden nur nützlich sein.

Bis bei mir die angstvolle und "pathologische" Ego-Entrückung (Dissoziation) zur immerwährenden gleichmütigen Verzückung transformierte, bedurfte es eines laaaaangen Individuationsprozesses.
Was  mir früher eine Not war, ist mir heute eine Fröhliche Wissenschaft.


UND ALLES WIRD OFFENBAR! Yeah!
Yipppiiiiiieeeee!

Donnerstag, 21. Juni 2018

Oops, Maske verrutscht? - Intermezzo

Maske verrutscht?
Eine kleine Foto-Spielerei zum Nachmachen ...anlässlich eines Fundstückes von Stephan Dönhoff
Guckstu hier:
https://ingesichternlesen.de/gesichtlesen/das-geheimnis-der-zwei-gesichtshaelften

Vor einiger Zeit machte mich jemand  auf meine verschiedenen Augen aufmerksam, was mir bislang entgangen war.  Tatsächlich liegt mein rechtes Auge etwas unter dem linken, was mir dann auch verständlich machte, warum meine Brille immer schief sitzt und mein rechtes Ohr immer schmerzhaft an der Nackenstütze reibt, die ich hin und wieder brauche.  Wenn es stimmt, dass die rechte Seite die soziale Maske spiegelt, dann wäre mir irgendwann mal die Maske verrutscht, ohne dass ich es gemerkt hätte.. LOL.

Auf den Fotos ist "Rechts rechts"  auf jeden Fall  weiblicher, empfänglicher, sanfter, mütterlich - NETT! igitt.  
Das linke Auge ist schärfer und durchdringender und wirkt im Doppel ziemlich aufdringlich mit einem leicht irren touch. Ich sehe einen ziemlich mageren männlich-asketischen Kopf im Gegensatz zum runden, fülligen rechts rechts-Portrait...he he, der erinnert mich ein bisschen an meine Tante Edelfried und die Totenmaske von Judy Winter...LOL.
Hm....Ich frag mich nur, welches Auge mir im Laufe der Zeit so verrutscht ist: ist das rechte Auge nach unten oder ist das linke Auge nach oben gerutscht??? Das war nämlich nicht immer so. ..




Original


rechts rechts




links links

Auch interessant dazu: https://www.sabine-muehlisch.de/ratio-oder-emotio-oder-beides/
Ich sehe beides, die Tänzerin dreht sich zuerst nach rechts, dann nach einigen Drehungen nach links und des weiteren im steten rhytmischen Wechsel. Wenn ich draufschaue, ohne konzentriert die Richtung zu beobachten, schwingt sich nur noch das Tanzbein hin und her, ohne eine Drehung zu vollenden.







Mittwoch, 6. Juni 2018

Über Affektive Mentalvergiftung oder wie seltsam, im Nebel zu wandern...

Auch in diesem Posting geht es um die Frage der Selbstbehauptung und Wehrhaftigkeit des befreiten transegoischen Ichs - eine Frage, die  wie alle Fragen, die den "jenseitigen" Bereich angehen, nicht eindeutig zu beantworten ist.  In diesem Kontext komme ich noch einmal etwas detaillierter auf eine Begebenheit zurück, die sich vor einigen Jahren zutrug, als ich zum ersten Mal mit einem Krankheitsbild konfrontiert war, welches mir die Funktion der Projektion sehr anschaulich und körpernah vor Augen führte und wo ich bei jeder Begegnung damit rechnen musste, körperlich angegriffen zu werden und wobei sich  mir natürlich die Frage des Sich-Wehrens stellen sollte.
                                                    ~
Zwischen 2013 und  2015 hatte ich eine Nachbarin, die ihre Tabletten gegen "Depressionen" offenbar nicht einnahm und die Leute im Haus angriff, ihnen "LausbubenStreiche spielte, so  klaute sie z.B. meinen Hausschlüssel, verklebte mein Türschloss, brach die Kellertür auf , klaute den Koffer, kippte ihre Abfälle in den Keller und beschuldigte mich der absurdesten Dinge.   Zweimal sind wir richtig aufeinandergestoßen, das erste Mal nahm ich sie noch ernst, da antwortete ich noch vernünftig auf ihre Vorwürfe, in ihre Wohnung ´eingebrochen zu sein und Sachen kaputtgemacht zu haben, und bemühte mich, ihren Verdacht zu zerstreuen, aber nichts fruchtete.  Beim zweiten Mal hörte ich auf, Erklärungen abzugeben und sie von ihrem Verdacht abzubringen, sondern sagte ihr klipp und klar, dass sie krank sei und Behandlung brauche. Es war auch gar nicht  möglich mit ihr vernünftig zu sprechen, sie hörte gar nicht, was ich zu ihr sagte, unterbrach mich ständig, sobald ich nur den Mund aufmachte, und antwortete mir jedesmal mit absurden Beschuldigungen und es dauerte seine Zeit, bis ich begriff, dass sie den Sinn meiner Worte gar nicht verstehen wollte,sondern ad hoc alles in den falschen Hals kriegte, um ihr krankes Weltbild aufrecht zu erhalten. Dabei verdrehte sie den Sinn meiner Worte bis zur Unkenntlichkeit und interpretierte alles -  was immer ich auch sagen mochte - als erneuten Angriff auf ihre Person.  Sie liess es nicht zu, dass ich ihr schlechtes Bild von mir korrigierte. Ihr paranoides Gerüst liess sich nicht bewegen.
 
Diese Frau wurde zuletzt ziemlich gefährlich, sie war sogar in meiner Wohnung, wo sie braune Farbe an der Innenseite meiner Wohnungstür verschmierte, mit der sie auch von aussen meinen Türgucker zukleisterte. Oft  stand sie am am Fenster und beobachtete die Leute bzw.  mich, wenn ich aus dem Haus ging, manchmal kam sie mir laut schimpfend hinterher auf die Strasse, und ab und an verfolgte sie mich mit ihrem Auto, gab plötzlich Gas und raste voll auf mich zu... usw usf. Ich könnte wirklich einen Roman darüber schreiben. 
Ich habe mich dagegen zur Wehr gesetzt,  indem ich dem Vermieter mündlich und schriftlich mitgeteilt habe, was alles im Haus passiert, es wurden ja auch andere Mieter von ihr bedroht, beleidigt und beschimpft. Auf meine Bitte an meinen Vermieter, mit der kranken Nachbarin doch darüber zu sprechen und ihr ggf.mit einer Abmahnung zu drohen,  sagte der Vermieter er könne da nichts tun, ich solle zur Polizei gehen. Nun, sie war schon polizeibekannt durch ihre Aktionen in der vorherigen Wohnung, was dem Vermieter sogar von Anfang an bekannt war, wie ich später erfuhr. Komisch...

Richtig "omisch" wurde es für mich immer, wenn ich mich damals mit anderen Leuten darüber unterhielt Obwohl meine  Etagenmitbewohnerinnen von den Aktionen mitbetroffen waren und auch oft das   Geschrei meiner Nachbarin im Flur hören mussten, haben sie dicht gemacht, bekamen einen merkwürdig vorsichtigen Blick - es schien, als glaubten sie, dass ICH diejenige wäre, die krank wäre und unter Verfolgungswahn litte. Tatsächlich wurde mir selbst "spooky" zumute, wenn ich davon sprach und mir dabei selber zuhörte... Man muss bedenken, ich war neu in dem Haus, doch keiner von den Mitbewohnern schien mit mir darüber reden zu wollen, obwohl ihnen das Verhalten der Frau bekannt sein mußte.  Wenn die Etagenmitbewohnerinnen  ihr Geschrei im Flur hörten, kam es wohl mal vor, dass eine von ihnen die Wohnungstür öffnete, um nachzuschauen, aber bltzschnell wieder zumachte. Niemand war an einer gemeinschaftlichen Lösung interessiert, obwohl alle von dem Übel betroffen waren. Ich war diejenige, die von Tür zu Tür lief und die Mieter/Kinder vor dem farblosen Öl warnte, das alle paar Wochen literweise über sämtliche Treppenabsätze incl. Geländer gegossen wurde. Ich war auch diejenige, die es aufwischte. Auch der Hausmeister interessierte sich  nicht dafür... Das war so eine Situation, wie ich sie öfters in meinem Leben erlebt hatte, auch im Berufsleben: dass alle Beteiligten - wenns ums Handeln ging -  völlig abwesend zu sein schienen. Wie in einem Kokon von Egozentrik gewickelt, kam nichts an diese Menschen heran. Nach dem Motto: Ich mach mein Ding, du machst dein Ding - und Dein Ding geht mich nix an. MACH DU nur, du kannst das besser....
(Das war das Gute an der Heimerziehung: dass man lernte, Gemeinschaftssinn zu entwickeln, ob man wollte oder nicht. Daran hats mir wirklich nie gefehlt. In der Auswirkung ging mein Gemeinschaftsinn allerdings nach hinten los: Ich zog die Arschkarte, wie man so sagt, d.h. die ganze Verantwortung ging auf mich über, ich musste handeln - der Rest stellte sich tot und machte auf angelernte Hilflosigkeit. Gründeln und Probleme lösen war schon immer mein Ding, aber da ich nicht die Vorgesetzte war, sondern Gleiche unter Gleichen, schien es nicht mein Recht zu sein, selbständig zu denken und Probleme anzusprechen und zur Lösung anzuregen, sondern ganz im Gegenteil schien es eine Anmaßung, die nicht in meinen Kompetenzbereich fiel.)
  
Na ja, als dann am Ende auch noch nachts ein Feuer im Haus ausbrach und ich mich im Hemd durch das Fenster hinaus auf das Dach retten musste und nach der Feuerwehr rief, war das Maß voll.  Irgendjemand oder irgendwas  hatte die Abfallkisten und Säcke  vor der Küchentür des Imbiß im Erdgeschoss in Brand gesetzt. Und ja, natürlich hatte ich einen Verdacht...
(Der Untatenkatalog meiner Nachbarin war am Ende 2 Din4 Seiten lang, aber der Frau war nichts von all dem zu beweisen,, währenddessen SIE zu beweisen trachtete, dass ich in ihre Wohnung einbrach: Sie hatte Kameras in ihrer Wohnung installiert, eine Alarmanlage, die jedesmal losging, wenn man sich an der Tür zu schaffen machte. Himmel, wie oft kam sie zu mir, um sich  mein Werkzeug zu borgen, weil sie ihre Wohnungstürtür nicht mehr öffnen konnte oder die Sirene nicht mehr auskriegte!)
Ich hatte es zwar nicht eilig, aber als sich wenig später unverhofft eine neue Wohnung anbot, kündigte ich irgendwann und suchte mir eine neue Wohnung, wohin sie mich auch noch zuweilen mit dem Auto verfolgte...
Nach 2 Jahren rief mich der Vermieter in meiner neuen Wohnung an und frage, ob ich bereit sei,  meine Geschichte vor Gericht zu wiederholen.. Es kam  dann doch  nicht dazu, da die Frau nachdem sie mit der neuen Nachbarin dieselben Symptome inszenierte und  nach vielen Querelen mit dem Vermieter endlich auszog.  Offenbar kann heutzutage jemandem,  der ein ganzes Haus lebensgefährlich bedroht und tyrannisiert aufgrund einer offensichtlichen psychischen Störung quasi gar nicht  gekündigt werden. 

Diese Frau litt an einer wirklich schweren paranoiden Störung und es war faszinierend zu sehen, wie sie all die Dinge,  deren sie andere Menschen beschuldigte, selbst tat!.  So eine Art von Projektion und Unbewusstheit hatte ich bislang noch nie erlebt, dass jemand überhaupt kein Bewusstsein für seine Handlungen und Tagen hat. Offensichtlich war sie so gespalten, dass sie selbst daran glaubte, was sie sagte. Einmal hatte sie einen lichten Moment, kam auf mich zu und umarmte  mich und sagte, es täte ihr alles sehr leid, aber jetzt gehe sie bald in die Klinik und dann werde alles anders. Am nächsten Tag war das wieder vergessen und alles ging  wieder von vorne los, als wäre dieser lichte Moment nie gewesen. Wenn ich ihr mal ihre Taten vor Augen hielt, (dabei klang ich nicht anders als sie!)  oder ihr ernsthaft riet, doch um Gottes Willen  zum Arzt zu gehen und die verschriebenen Medikamente auch einzunehmen, reagierte sie mit dem immerselben Beissreflex: Ich war das nicht - DU bist es, die krank ist. Ich nicht, du du du du  - in einem fort, dass man kein Wort mehr bei ihr anbringen konnte. Sie spielte den Ball monoton immer wieder 1:1 zurück und nahm sich keinen Augenblick Zeit, um nachzudenken. Ich war für sie die Absolut Böse, Finito.

Interessant für mich war, dass zum selben Zeitpunkt, als ich es war, die  tatsächlich im real life gemobbt und verfolgt wurde,  sich Mrs. Hyde in ihrem Spiri-Forum erneut über virtuelles Mobbung und Mehrfachaccounts eines Stalkers beklagte. In diesem Kontext nahm ich einen persönlichen (schriftlichen) Kontakt mit Mrs. Hyde auf - keine Ahnung warum, aber ich erzählte ihr u.a. von dieser Nachbarin und deren paranoiden Aktionen und hoffte wohl, dass sie darauf eingehen würde, was sie nicht tat. Auch da wurde mir wieder recht "spooky" zumute,  - ein merkwürdig zwiespältiges Gefühl,  als wäre ich bestohlen worden und würde mich nun bei einem Dieb über den Diebstahl eines anderen Diebes beklagen.Ich wusste nicht genau, warum ich sie darüber informierte, aber meine Geschichte schien irgendwie mit Mrs. Hydes Geschichte in Verbindung zu stehen, wie und auf welche Weise , das wollte ich wohl herausfinden.

Ich weiss nicht, warum diese "Co-Inzidenzen" so wichtig sind, aber es war und ist schon bemerkenswert, wie  sich doch die Bilder überlagerten, hier die kranke Nachbarin, die mich mobbte und stalkte - auf der anderen Seite war da Mrs. Hyde, die über genau dieselben Dinge klagte, dabei aber zum wiederholten Male ein paranoides Verhalten an den Tag legte, das ihre Geschichte auf mich wenig glaubhaft wirken liess. Aber hey, gleichzeitig machte ich selbst die Erfahrung, dass meine eigene Mobbing-Story genauso unglaubhaft auf andere wirkte, und mich dadurch durchaus dem Verdacht aussetze,  ich wäre diejenige, die den Verfolgungswahn hat....Irre!
Dazu kamen noch die Gemeinsamkeiten der kranken Nachbarin und Mrs. Hyde: Derselbe Aug-um Auge-Beissreflex, dieselbe Abwehrstruktur, derselbe Projektionsvorwurf. (Nicht ich - Du bist es...)

Es war bisher für mich sehr schwer, all dies überhaupt in verständliche Worte zu bringen.. Vieles wurde mir erst in letzter Zeit bewusst, (u.a. dass es sich bei dem Verhalten der Frau mir gegenüber um nichts anderes als Mobbing und Stalking handelte, diese Begriffe kamen mir damals gar nicht in den Sinn! )  Früher hätte ich mich in so einem Falle wochenlang betrunken, um einen klaren Kopf zu kriegen. LOL. Ich blicke noch immer nicht durch, aber ich weiss, irgendwann werden sich die Nebel lichten und ich erfahre, was mir diese Geschichten sagen wollen.  Jedenfalls erfuhr ich durch meine Nachbarin nicht nur Mobbing und Stalking, sondern auch am eigenen Leibe, wie Paranoiker  ihre Mitmenschen so stark infizieren können, dass niemand mehr weiss, wer der eigentlich Kranke ist.  Zumal diese Frau sich ansonsten total normal und unauffällig verhalten konnte. Früher wäre ich in solcher Situation ganz schön irre geworden an der Frage: Bin ich jetzt verrückt oder der andere? Heute wird es nur ein bisschen "spooky"... lol

Nein, ich bin der Frau niemals aus dem Weg gegangen, habe sie aber auch  nicht gesucht. Ich hatte während der ganzen 2 Jahre  keinerlei Angst vor ihr -  hätte ich mich vor ihr gefürchtet, dann hätte ich mein Schloss ausgetauscht oder wäre zur Polizei gegangen. So habe ich zwar jederzeit damit gerechnet, dass sie plötzlich am Tage und des nachts in meinem Zimmer stehen könnte und trotzdem hat  mich der Gedanke daran nicht geschreckt.  Ich habe mich in der oben beschriebenen Weise zur Wehr gesetzt, diese Art des Wehrens hat mich nicht einen Funken Energie gekostet. Ich habe die Situation richtig/realistisch eingeschätzt und bewertet, aber keine Waffenrüstung für Eventualitäten angelegt.

Was ich u.a. mit alledem sagen will. Es hat sich in meinem neuen Leben im Gegensatz zu meinem Leben im Alten Adam nichts geändert in dem Sinn, dass die äussere Welt mir nicht anders begegnet  als vor meiner Glorreichen Auferstehung. Niemandem fällt auf, dass ich anders wäre als früher... Keine Menschenmenge wird still, wenn ich den Raum betrete...Niemand fällt vor  mir auf die Knie, küsst den Saum meines Kleides und bittet um Heilung.  LOL. Ja, ganz im Ernst, solche Befürchtungen hatte ich, als ich mit der Heiligkeit identifiziert war und von den numinosen Schatten/"Schichten" berührt wurde - da glaubte ich, Nachfolge Jesus bedeute, in allem dem Bild zu entsprechen, wie es die Bibel zeichnet: Wunder tun, Heilungen durchführen, usw. Das hatte mich damals zu Tode geängstigt. Gottseidank, denn ich glaube, dass diese Angst mein Schutz war vor einer krankhaften Ich-Inflation, die mich durchaus hätte in die Psychiatrie bringen können. Erst heute kann ich die mythischen Bilder deuten, die ich damals buchstäblich nahm.
WAs ich sagen will:  Wie früher  begegnen auch dem  transegoischen Ich in der sog. Realität immer noch Menschen, die es keineswegs gut mit ihm meinen. Das betone ich deshalb, weil auch viele spirit. Sucher glauben, allein die Ausstrahlung eines Befreiten würde jeden Menschen, der ihm begegnet,  berühren, heilen und automatisch Seelenfrieden schenken. Ich möchte all  die Bilder, die man sich landläufig so macht von Meistern/Edlen/Weisen/Befreiten als das demaskieren, was sie sind: Bilder, weil der spirituelle Sucher immer Gefahr läuft, sich  mit mythischen Bildern, die aus dem Unbewussten auftauchen, zu  identifizieren.

Was ich hier noch korrigieren will, ist das Bild eines niemals wertenden und sich niemals wehrenden "Edlen". Auch ein solcher ist immer noch fähig, Menschen und Situationen zu /be-)WERTEN und sich gegebenenfalls zu WEHREN - wo es in seinem ganz KONKRETEN  Hier und Jetzt NOTWENDIG ist. Notwendigkeit gehorcht keinen objektiven Kriterien,  keinen Prinzipien, sondern wird je nach Situation neu entschieden.
Wenn ich angegriffen werde, stelle ich i.d.R. die Dinge richtig, um Mißverständnisse auszuräumen, aber es kam auch schon vor, dass jemand partout meinen Ratschlägen nicht folgen wollte, und dem dann laut und deutlich klarmachte: Mach dich vom Acker, aber schnell...und wenn ich richtig in Form bin, dann kenn ich keine Skrupel und drohe mit dem Stock und setze ihm ggf. sogar nach -  hah, das ist für mich wie der pure Eustress! LOL. - - yep,  alle diese Aktionen geschehen in vollkommenem Gleichmut, d.h. ich frage  mich niemals mehr, ob ich richtig oder falsch reagiere, wenn ich reagiere. Ich habe weder Kontrolle über mich, noch über andere, ich muss mich weder beherrschen noch bin ich unbeherrscht. Was immer ich tue, ich bin bei allem entspannt und losgelassen...  sogar dann, wenn ich mal Befehle gebe. Jawoll - auch das ist für mich heute kein Problem (mehr).  Wo ich früher emotional wurde oder aufgebracht, bin ich heute pädagogisch-nachdrücklich - ja klar, da gibts noch die Leute, die mich darin für BÖSE halten, ist aber kein Problem mehr für mich. Null problemos -   seit nurmehr 7 Jahren bin ich  eine rückfallfreie nüchterne "Problematikerin", LOL.
Bildergebnis für Grenzen setzen

Des weiteren ist mein altes Reiz-Reaktions-Schema ziemlich heruntergefahren. Die Notwendigkeit, persönliche Grenzen zu setzen, ist daher sehr selten und ergibt sich, wie gesagt,  immer aus dem Augenblick heraus. Zum Bespiel kann ich  mit meiner Stimmstärke Grenzen setzen und ganz wie früher durchaus auch mal laut werden, wenn mich z.B. jemand ständig unterbricht, sobald ich nur den Mund aufmache...  Es ist keineswegs so, dass das transegoische Ich immer butterweich lächelnd und ohne jeden Biss durch die Lande dackelt und jedem, der ihn schlagen will, die "andere Wange" hinhält.Oder dass es alles, was ihm begegnet sofort durchschaut...

Früher konnte ich nicht Nein sagen und fühlte mich wie ein Spielball jedem fremden Willen ausgesetzt; erst später, als ich endlich lernte,  meinen Gefühlen zu trauen,  lernte ich auch Grenzen zu setzen und  "Nein" zu sagen zu Dingen und Menschen, die  mir nicht guttaten. Dabei lernte ich,  UNTERSCHIEDE zu machen zwischen Dingen, die ich mag und die ich nicht mag, was ich schön finde und was nicht.  Kurz: Ich lernte erst einmal, mir das Recht zuzugestehen,  einen eigenen Weg zu gehen und ein  selbstbestimmter Egoist zu sein und diesen christlich-pervers geprägten Altruismus (=Masochismus) aus meinem System zu exorzieren. Ich lernte, ehrlich mit und zu mir selber zu sein und nicht freundlich und lieb Menschen gegenüber zu tun, denen  ich nicht wirklich freundlich und lieb gesonnen war...ich hörte auf, dieses  DÄMliche  "Womit kann ich dienen"-Lächeln  zu lächeln. Ich lernte, dass ich nicht lieben MUSSTE, sondern auch hassen DURFTE. Kurz: Ich wurde echt und authentisch... die Maske bröckelte unaufhaltsam. 


Heute sage ich Ja und Nein mit dem selben grundlegenden Gleichmut, d.h. bei beidem ist weder Zuneigung noch Abneigung beigemischt. Ich habe weder Freund- noch Feindbild und deshalb habe ich es nicht nötig, rigide Grenzen zu setzen und zu verteidigen, derweil mein Abwehrsystem und die Emotionshaftung absolut obsolet geworden ist. Es gibt daher auch keine Notwendigkeit,  andere Menschen zu kontrollieren und ihnen Verhaltensvorschriften zu machen, die meinem Schutz/Abwehr dienen. Ich BIN geschützt und zwar so gut, dass ich psychisch-seelisch unverletzlich bin. Ich habe keine Bedürfnisse, keine Erwartungen, keine Wünsche, keine Vergangenheit und keine Zukunft mehr - wer oder was könnte mich da begrenzen? Ich habe keine Angst mehr vor anderen Menschen, vor dem Leben, vor mir und meinem Schatten - warum sollte ich noch ein Programm daraus machen, irgendwem oder irgendetwas Grenzen zu setzen?!  Es ist mir einfach nicht möglich, einem anderen Menschen gegenüber Prinzipien und Gebote aufzustellen in der Art, dass ich sein Verhalten für die Zukunft festlege, damit er sich meine "Grenze" ein für alle Male merke und sich hüte, mir gegenüber "übergriffig" zu werden. Sätze wie: "Tue nie wieder dies und jenes mit mir, sonst... "wollen mir einfach nicht mehr von den Lippen. Ja, möglicherweise wird er "es" wieder tun - aber für mich ist jedes Mal wie das Erste Mal. Jo, und dennoch bin ich immer noch fähig, vom Besonderen (Einzelfall) aufs Allgemeine (gewohnheitsmäßiges Verhalten)  zu schliessen.-

 Da alles gleiche Wertigkeit für mich hat, betrachte ich die Dinge und die Menschen in der Welt mit grundlegendem Gleichmut, d.h. weder mit Wohlwollen noch mit Übelwollen und daher hatte ich weder Mitleid noch das Bedürfnis, meiner kranken Nachbarin  besonders "wohlwollend" zu begegnen, sie gar  zu "heilen".  So wie es für mich kein Problem (mehr)  ist,  zum Arzt zu gehen oder eine Schmerztablette zu nehmen, wenn ich starke Schmerzen habe, so habe ich auch kein Problem damit, anderen zu raten, zum Arzt zu gehen, wenn er krank ist. Früher war das anders, da habe ich jahrelang keine Medikamente  einnehmen können, statt dessen versuchte ich  - Ego! -  alles mit Gedankenkraft von  "Innen" her zu heilen per Autosuggestion, Visualisierung, u.a. alternativen Behandlungsmethoden zu heilen.
Nachdem die Begrenzungen zwischen Innen und Aussen aber als nichtexistent erkannt  sind und einer großen Weite Platz gemacht haben, macht es für mich keinen Unterschied mehr, ob von aussen oder innen Heilung kommt. An solche Dinge verschwende ich überhaupt keine Gedanken mehr...

Natürlich bemerke ich einen verbalen oder physischen Angriff auf meine Person, nur reizt mich nichts mehr zum Gegenangriff, ich frage den Angreifer, was los ist, versuche zu klären, bevor ich evtl. streng pädagogisch werden. Ich bin ohne Abwehr, deshalb  ist es nicht möglich für mich, Auge um Auge zurück zu schlagen..  Man könnte sagen, ich halte die andere Wange hin.  In diesem Kontext wäre  es durchaus richtig,  wenn Jesus sagt. dass man  "die andere Wange hinhalten soll", wobei der "Soll"-Charakter hier nicht mehr angebracht ist, weil es eh so geschieht  derweil man unverletzlich für verbale oder psychische Angriffe ist. 

(Dieser  Soll-Charakter, dem man in der Bibel häufig begegnet, wurde  mir zur Verheissung in dem Sinn,  dass es (mir) so GESCHEHEN SOLL=wird.  Primär verlangt die patriarchalisch-religiöse Askese genau das zu tun, was man den Geboten nach tun SOLL. Und ja, es ist tatsächlich beides: Zuerst muss man TUN, was der Papa FORDERT und dann hebt Mama  wieder auf, was der Papa dem  Kind geboten und verboten hat und macht eine sich erfüllende Verheissung daraus: Selig sind die, die die andere Wange hinhalten. Der Papa macht aus der Liebe eine Pflicht und bei der Mama ist es umgekehrt.
Dass aus dem Soll eine Verheissung resp. Erfüllung wird, wird aber erst dann erkannt, wenn die Verheissung sich schon erfüllt hat! Das bedeutet im Klartext dass du die Gebote nicht so einfach übern Haufen werfen sollst oder dich  auf deinem Wissen um die  "Verheissung" ausruhen kannst und es für dich so gar nichts zu tun gibt! Was der Papa sagt, muss getan werden, andernfalls die Erlaubnisgebung der Mutter ja keinen Anlass fände!
Der Weg von der Vorschrift der 10 Gebote über die Verheissung zur Erfüllung sind Transformationsschritte. Der asketische Weg des Gehorsams gegenüber den Geboten des Vaters ist somit eine Notwendigkeit, sowie die Transformation in das Gegenteil  - den Pfad der Erlaubnisgebung durch die Mutter - die Transzendierung der beiden Pole bewirkt.
In der Praxis sieht das so aus: Du schwankst ständig zwischen beiden Polen Vater Anspannung und Mutter Entspannung, identifizierst dich einerseits  mit .Papas Geboten und wenns dir unter Papas Fuchtel zu eng wird, läufst du zu Mama und läßt dir die Erlaubnis geben, genau das zu tun, worauf der Papa dich verpflichtet hat, wenn du in seinen Himmel kommen willst. Letztlich aber versöhnen sich die Gegensätze und Liebe und Pflicht schliessen einander nicht mehr aus.
Die patriarchalischen Religionen haben die Mama ausgeschlossen.... Die Frauen sind gerade heftig dabei, sie aus ihrem Exil zu befreien. Mama mia!)

Die andere Wange hinzuhalten bedeutet also, das alttestamentarische "Aug um Auge, Zahn um Zahn" zu überwinden. Jesus leistete keinen Widerstand, als er geschlagen wurde, er fragte schlicht : „Habe ich etwas Unrechtes gesagt, so beweise (DU!) es mir, habe ich aber recht geredet, warum schlägst du mich?“ (Johannes 18,23)
Der Freie ist i.d.R. der WAHRHEIT, er  nimmt daher auch kein Unrecht auf sich, das er nicht begangen hat. Die Wahrheit ist seine WEHR.
 
*****

Im Forum der letzten Tage
Die Herrscherin: "Rufschädigendes lösche ich einfach, und Punkt." Hm....Wer (s)ein Forum in forenregelwidriger Weise mißbraucht, indem er dort über Monate hinweg öffentlich seine privaten Auseinandersetzungen austrägt, macht sich auch öffentlich angreifbar. Der muss damit rechnen, auf  sein Tun angesprochen und kritisch hinterfragt/"angegriffen" zu werden.  Überhaupt: Was kann da schon geschädigt werden, wenn man sich noch keinen Ruf  - durch was auch immer - verdient und erarbeitet hat? Vielleicht der spirituelle Ruf... das Copyright für das "bedeutungsentleerte" Spiri-Blah?  Dass eine Schädigung des spirituellen Status für das Leben und die Freiheit des Betreffenden schwerwiegende Folgen haben kann, wie finanzieller Schaden, soziale Ächtung, Arbeitslosigkeit, ist doch sehr fraglich. Ruf- und Statusgehabe kennt der Weise nicht. Zumindest nicht, solange er nicht von der schieren Notwendigkeit gezwungen wird, seine Traktate  für 5 Euro das Stück zu verscherbeln, um seinen Lebensunterhalt zu gewährleisten. Lol.
Das hat es bisher noch nie gegeben, dass ein Anwalt  ein spirituelles Konzept resp. einen angegriffenen  spirituellen Status vor Gericht verteidigt hätte. Bisher... denn die Gerichtsbarkeit in ihrem vorauseilenden Gehorsam ist in Europa ja schon so weit, dass z.B. der Muslim seine Identifizierung mit einem Propheten vor Gericht verteidigen kann, wenn man sich über diesen belustigt... Wenn Gefühle justiziabel werden, ist alles möglich! )
Kann man soziale Anerkennung einklagen? Ich denke, bislang musste sie noch durch entsprechendes Verhalten verdient sein.  Jedes beleidigte Leberwurst-Ego bildet sich aber heutzutage ein, einen Ruf verteidigen zu müssen, nur weil sein Name im Internet steht .
Ein befreiter Weiser sieht jedenfalls absolut keinen Anlass,  "Persönlichkeitsrechte" oder  "Menschenrechte" geltend zu machen.
Nun ja, was für den Weisen gilt, gilt nicht für Mrs. Hyde. Das muss man ihr zugute halten: sie ist,  was ihren Habitus angeht völlig normal (=unbewusst).

So besteht sie auch darauf, dass Grenzensetzen ganz normal sei und dass sie  - oh göttliches Paradox - ein Recht darauf hat, einerseits spirituell und andererseits ganz normal zu sein und  anderen Menschen Grenzen zu setzen. Natürlich hat sie als normaler Mensch das Recht dazu, aber nur dann, sollte sie DE FACTO! unter den von ihr ständig beklagten Übergriffen, Mobbing, Stalking, Einmischens anderer in ihre Privatangelegenheit durch ihr "Böses Umfeld" leiden. Handelt es sich aber DE FACTO um die PROJEKTION ihrer eigenen Dunklen Seite auf das "Böse Umfeld" ist die Wirkung zwar dieselbe - sie leidet! - einen Krankheitswert bekommt aber ihre heftiges Grenzensetzen dadurch, dass sie dem von ihr selbst geschaffenen "Bösen Umfeld" im Aussen genau die Grenzen setzt, die ihr selbst recht eigentlich von  ihrem inneren/internalisierten Aggressor gesetzt werden. 

Ganz gleich, ob ihre Kämpfe sich gegen einen wirklichen Feind oder nur gegen ein Phantom richten zeigt sie in ihren Abwehrreflexen, dass ihre Abwehr mehr als  nur intakt ist, was natürlich gegen die spirituelle Reife und das Gewahrsein spricht, welches sie ständig für sich in Anspruch nimmt.   Mrs Hydes Handeln ist hier einerseits also völlig normal (=unbewusst), andererseits aber unnormal aufgrund ihrer verzerrten Sicht- und Interpretationsweise. Mit Spiritualität hat das alles nichts zu tun, sondern mit Psychologie.
Ein intaktes Abwehrsystem ist nämlich normal und gesund, solange man mit dem Ich identifiziert ist. Was aber dem Ich eine Tugend ist, ist dem Wahren SELBST ein Laster.
                                                                                                      ~
Wie meine kranke Nachbarin empfindet auch Mrs. die leiseste Kritik als Angriff auf ihre Person und jeder "Angriff" wird sofort unreflektiert und beissreflexhaft 1:1 entweder "zurückgespiegelt" oder ausweichend und vernebelnd umgeleitet in Bereiche, in denen jede Kritik ungreifbar wird und im nirgendwo versandet. Ihrer Ansicht nach darf niemand sie kritisieren oder in Frage stellen, der selbst  noch fragwürdigen resp. kritikfähigen Dreck am moralischen Stecken hat.  Das bedeutet, sie verlangt vom Kritiker eine Vollkommenheit, die es so gar nicht gibt, es sei denn er sei tatsächlich ein REINER Spiegel mit unverzerrter WAHRnehmung. Da Mrs. H. aber nach eigenen Worten offensichtlich glaubt, sie selbst sei der absolut REINE Spiegel (wobei sie den REINEN Spiegel offenbar mit ihrem Guten Ich-Selbstbild verwechselt) da ihrer Auffassung nach alle anderen nur dräckische Denunzierer und Projezierer sind, reflektiert und turned sie jede Kritik promptly back to sender - um DIESEM dann eine dräckische Projektion vorzuwerfen.  Zudem ist sie sehr geschickt darin, Kritik (an ihrem Verhalten) auf Nebenschauplätze umzuleiten***, so leitet sie z.B. die Kritik an ihrer Person als einen Angriff auf "ihr" Forum um, was wiederum zeigt, wie sehr sie mit dem Forum identifiziert ist,  dass sie die Sonne ist, und die anderen die Trabanten. Als "Herrscherin des Forums" nimmt sie sich natürlich ohne Absprache mit dem Fussvolk das Recht, das Forum zu Zwecken zu mißbrauchen, die dem Fußvolk verwehrt sind; so findet sie nichts dabei, die eigene Person in den Mittelpunkt zu rücken und im gleichen Zuge  den anderen verbieten, "persönlich" zu eben dieser Person zu sprechen.
Wie nackt die Kaiserin in Wirklichkeit ist, kann man dann des öfteren nachts beobachten, da fällt die schöne Hülle, das Spiri-Schönsprech von ihr ab und sie gebärdet sich ganz wie eine ordinäre Gossengöre.
.
Dem grandiosen Gutmensch-SuperEgo ist alles gut, was seinem guten Ideal-Selbstbild nützt/bestätigt und alles böse, was es hinterfragen und beflecken könnte. Wenn Mrs. H. sich nicht gerade in der Rolle der geläuterten, erlösten, eigenschaftslosen  Spirituellen inszeniert, spielt sie zuweilen die Einsichtige, nach dem Snowflake-Zeitgeist-Motto: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass - ich bin offen für jede Kritik, solange sie mich nicht verletzt. So spricht man, wenn man selbst sehr gut auszuteilen pflegt, selbst aber keine Kritik vertragen kann. Wer nun glaubt, seine Kritik würde von einem "Snowflake" reflektiert, wenn er seine kritischen Worte in vorauseilendem Gehorsam in die Watte eines zuckersüssen Wohlwohlens packt und mit vielen Herzchen garniert, irrt. Die artige Antwort - ebenfalls mit Herzchen garniert - lautet dann meist : Danke schön, ich werde mal darüber nachdenken. Die Früchte dieses Nachdenkens kriegt man allerdings nie zu Gesicht. Es geht ihr wohl nur darum, Konflikte zu vermeiden und  dass man die Angriffspunkte, die sie  bietet, nur nicht thematisiert. Nach der Devise: "Ich weiss, wie ich bin, wie mich andere erleben, ist deren Projektion." versucht sie jedem Schatten auszuweichen, der auf ihr gutes Ich-Ideal-Bild fällt. 


*** Dazu Herr Mausfeld
: Affektive Mentalvergiftung ist eine Methode der Ablenkung der Veränderungsenergie von der Kritik an den herrschenden Verhältnissen.


Yep, so kann man es auch sagen: "Affektive Mentalvergiftung" - ein überaus treffender Ausdruck für den eingenebelten Zustand, in dem man sich im Umgang mit der undurchsichtigen Mrs. Hyde befindet.  Das Immunsystem beginnt auf Hochtouren zu laufen, man weiss nur nicht warum. Und weil man keinen Namen für das Übel hat, ja, es nicht einmal als Übel erkennt, muss man sehr lange im Nebel wandern... Wie seltsam.

***

WEnn ein Paranoiker eine  Aufzählung diverser Verfolgungs-/Diffamierungsmethoden liest, findet er all diese Methoden allein bei seinem angeblichen Verfolger, niemals bei sich selbst. Genauso tut es  der vom Paraoniker Verfolgte.  Beide bestätigen sich somit (subjektiv) jeweils den Wahn des ANDEREN.  Der eine zu Recht, der andere zu Unrecht. WER aber kann dies unterscheiden, wenn sie sich in ihren Klagen und von aussen betrachtet nicht voneinander unterscheiden?
Die paranoide Angst des vom Paranoiker Verfolgten ist zwar nicht wahnhaft, sie kann nach aussen aber eben so wahnhaft wirken,  wie die des Paranoikers, ist aber eine legitime Reaktion auf ein reales Vorkommnis. 

Man setze beide Beteiligten einmal auf die Couch eines Psychiaters und lasse sie sich gegenseitig beschuldigen. LOL Dann kann man verstehen, wie selbst die Psychiater verrückt werden können.
Genau deshalb hat man Tests entwickelt.

Und nochmal: Nein, ich habe keinerlei Bedürfnis gehabt in irgendeiner Form wirksam an meiner kranken Nachbarin zu werden; obwohl ich ihr Leiden (kurz) am eigenen Leib spürte und dadurch einen kurzen Einblick in ihre Kindheit bekam, hatte ich  nicht das Bedürfnis, heilend auf sie einzuwirken. Ich bin i.d.R. immer nur Beobachter. Es ist auch nicht immer so, dass ich bei jedem Menschen Einblick in seine Geschichte bekomme. Es ist paradox: Obwohl ich mich durch die Angriffe/Kränkungen anderer zwar persönlich nicht gekränkt  fühle, fühle ich manchmal für einen kurzen Moment den Schmerz des Aggressors, der ihm in der Kindheit zugefügt wurde. In dieser "Identifikation" entsteht Verstehen und Mitgefühl.

Dies ist aber nicht immer so. Bei Mrs.Hyde z.B. habe ich noch keinen Einblick. Bislang tappe ich im Nebel. In ihrem Verhalten und ihren Aussagen ist sie  so widersprüchlich, dass ich nur eins sagen kann: Für Gewahrsein, wirkliche Gelassenheit und Ruhe  - die große spirituelle Reife die sie sich selbst zuschreibt - .spricht dies nicht. Auch wenn dies alles zuträfe, was sie ständig von ihrem "Bösen Umfeld"  an "Übergriffigkeiten, Respektlosigkeiten, Beleidigungen, Intoleranz, negative Interpretationen/Projektionen, Hass/Verachtung/Abwertung/Empathielosigkeit/Kälte etc." erfährt und wogegen sie sich "behauptet, ...und dennoch sachlich und liebevoll, ruhig, gelassen, versöhnlich bleibt", was sie doch seit Jahren in sämtlichen Foren unter Beweis gestellt hätte - ist sie sich doch unbewusst darüber, dass sie in ihrem Off-Ansprachen an das Böse Umfeld mit ihren unermüdlich wiederholten Aufzählungen der Bosheiten des Bösen Umfelds das krasse Gegenteil tut und ausserdem eine ausgesprochen unrealistische Erwartungshaltung pflegt, die sie zugleich leugnet. Alles, von dem sie sagte, dass sie es "schon lange nicht mehr hat oder macht", kommt hinterrücks immer wieder zum Vorschein und - wird von ihr gelöscht. (weil "rufschädigend"???)
Es ist ihr Selbstbild, welches mit dem Fremdbild kollidiert und die Widersprüche zum Vorschein bringt, die manche Leute sehr wohl sehen, aber ihr gegenüber nicht zum Ausdruck bringen dürfen bzw. können.

Mrs. Hyde macht auf mich  psychospirituell einen eher unreifen Eindruck; solange sie sich Konflikten, jeglicher Kritik und ihren damit zusammenhängenden unangenehmen Gefühle verweigert, verweigert sie sich auch ihrem psychospirituellen Wachstum.  In Mr. X. - der sich beharrlich weigert, sich ihrem Willen zu fügen -  hat sie ihren Meister gefunden, seine Unerreichbarkeit simuliert quasi die  Unerreichbarkeit Gottes und ist damit  DIE Herausforderung, an der sie zu einem gewaltigen BW-Quantensprung reifen könnte. Was ihre öffentlichen Ansprachen an Mr. X und das Böse Umfeld angeht, würde ich ihr raten, sich ihrer Bestätigungssuche bewusst zu werden und damit aufzuhören, ihre /"Schattenarbeit"in der Öffentlichkeit auszutragen, weil das die Ehrlichkeit zu sich selbst beeinträchtigt, da man versucht ist, sein Selbstbild vor sich und anderen aufrecht zu erhalten.

Mrs. Hyde ist m. E. in einem Bewusstseinszustand, den  Ken Wilber PRÄ-konventionell oder PRÄ-rational nennt, den man aber sehr leicht mit der reifen POSTkonventionalität  resp. Post- oder Transrationalität verwechseln kann. "Prä-" ist  quasi der Schatten von "post-".  Davon evtl. später mehr...(Ich lese gerade Boomeritis von Ken Wilber - das kann Jahre dauern, bis ich damit fertig bin, denn  fast jeder Satz von ihm inspiriert mich zu eigenen Assoziationen, dazu liefert er mir  jede Menge Begriffe für das, für welches ich bislang noch keine Worte gefunden habe...LOL.)


*****

"Petitio Principii", ein neuer passender Begriff - darauf baut sich nicht nur die sog. Realität auf, sondern auch der Wahn, der eben diese (illusionäre) Realität in Frage stellt. LOL. (Es ist ein Fehler, bzw. eine Verwechslung der Ebenen, wenn man die sog.Realität als Wahn und Lüge bezeichnet, wie es beispielsweise der KIW-Lehrer tut.  Aus transpersonaler Sicht ist die sog.Realität weder Lüge, noch Wahn, sondern UNWAHRHEIT, was jedoch nicht das Gegenteil von WAHRHEIT ist... die absolute WAHRHEIT hat kein Gegenteil.


It's just for entertainment, Dummy! 😈

Freitag, 1. Juni 2018

Simulatio Dei - u.a. David Rotter über Transhumanismus

Zum ersten Mal ist mir heute der Transhumanismus in seiner Schattenversion in den Fokus gefallen. Die gängige (materialistische) Definition von Transhumanismus meint den Roboter.
Die Zukunftsvision: Eine Menschheit ohne Arbeit.
Die spirituelle Definition von Transhumanismus hingegen ist zwar ebenfalls transpersonal , meint aber die höchste SELBSTrealisation.  Die Chance in der Krise: dass die Menschen durch ein bedingungsloses Grundeinkommen quasi ausgesorgt haben und soviel Zeit haben, ihren Interessen und Neigungen nachzugehen, um sich einerseits egoisch selbst zu verwirklichen und andererseits ihr Wahres SELBST zu realisieren.  Nach der Bedürfnispyramide von Maslow wären  das die idealen Bedingungen, denn Menschen, die jeden Tag um ihr Überleben kämpfen, haben keine Musse  Die Identifizierung über die Arbeit schafft den Lohnsklaven, die Desidentifizierung den freien Menschen. Wie der Muslim mit der Religion ist der westliche Mensch mit der Arbeit identifiziert. Ohne Maloche fühlt er sich wertlos, ein Nichts.... Schuld daran ist - wie kann es anders sein - die Religion. Seit  Gott zu Adam und Eva sprach: Im Schweisse eures Angesichts sollt ihr ab jetzt euer Brot essen, ist die Arbeit ein Fluch.  Wer nicht arbeitet, soll auch  nicht essen, meint der Hardcore-Christ. Die ganze (Sklaven-)Arbeitsmoral gründet recht eigentlich auf der Bibel....
Die Erbsünde ist erst gesühnt, wenn der Mensch seine evolutionäre Bestimmung erreicht hat: Moksha, Befreiung...
In diesem Kontext fiel mir der Blog vom DUDE ins Auge https://dudeweblog.wordpress.com/2013/04/21/transhu, in dem ich u.a. auch die Kopie eines Artikels  von David Rotter fand. Vermutlich handelt es sich hierbei um das Original. Eine sehr verkürzte Version gibt es noch auf der Seite Tattvam Viveka.


David Rotter
Transhumanismus: Die größte Gefahr für die Menschheit?

Der Transhumanismus glaubt, dass die nächste Evolutionsstufe der Menschheit die Verschmelzung des Menschen mit Technologie ist. Eine neue Rasse von Cyborgs soll den Homo sapiens ablösen und das Leben im Universum auf eine neue Stufe heben. Was klingt wie Science-Fiction, ist vielleicht eine ernst zu nehmende Bedrohung für die nahe Zukunft und wird schon bald das Leben jedes einzelnen Menschen beeinflussen.

Transhumanismus – Die Zukunft gehört den Maschinen

Das Versprechen des Transhumanismus hat religiöse Ausmaße: In wenigen Jahren – vielleicht schon zwei Generationen – soll der Mensch mit den Maschinen verschmelzen und seine gebrechliche biologische Hülle abstreifen. Dieser Schritt zum Hybridwesen vollzieht den Übergang zur bewussten Selbst-Evolution in eine neue Spezies und bringt die lang ersehnte Befreiung von den Qualen, Mängeln und Begrenzungen eines biologischen Körpers: Tod, Krankheit, Makel – all das wird bald Vergangenheit sein. Wir werden sein wie Götter. Allmächtig, vollendet, unsterblich und unbegrenzt. Nun ja, zumindest eine kleine Elite von uns: Eine selbstgeschaffene Rasse, welche künftig die Vorherrschaft über diesen Planeten übernehmen wird, während der Homo sapiens ebenso aus der Geschichte des Universums getilgt wird, wie seine Vorgänger aus der Steinzeit.


Es klingt nicht bloß wie eine Religion, in vielerlei Hinsicht ist es eine. Es ist die kompromisslose Religion von Materialismus und Fortschrittsglaube, der ultimative Triumph des Menschen über die Natur. Die Erlösung des Menschen ist für den Transhumanismus nicht mehr eine spirituelle Frage, sondern eine technologische. Fest steht für die Transhumanisten: Nicht dem Menschen gehört die Zukunft, sondern den Gott-Maschinen.

Ganz im Sinne Nietzsches ist der Mensch nur eine Brücke, gespannt zwischen dem Tier und dem Übermenschen, ein mangelhaftes Zwischenstadium der Evolution, welches durch genetische Manipulationen, technologische Implantate und künstliche Intelligenz endlich überwunden wird. Das Bewusstsein des Menschen emanzipiert sich von seiner stofflichen Hülle und geht ein in die grenzenlose Freiheit des kybernetischen Cyberspace.
Die technologische Singularität

Über das ganze Ausmaß des Einflusses der Transhumanisten und den aktuellen Stand dieser Entwicklung sind die wenigsten Menschen im Bilde. Tatsächlich diktiert die transhumanistische Agenda derzeit weltweit den wissenschaftlichen Betrieb, Milliarden von Dollar werden in entsprechende Forschungsprojekte investiert, teils dank aktivem Lobbyismus der Transhumanisten, teils durch eine kollektive Kulturstimmung des Fortschrittsglaubens, die sich vor allem in der Medizin sehr deutlich zeigt.  Schon bald, so hoffen Teile der Transhumanisten, erreicht diese Entwicklung die „technologische Singularität“ – denjenigen Zeitpunkt, an dem Maschinen so intelligent werden wie Menschen und beide zu einer neuen Spezies verschmelzen. Das gesamte Wissen der Menschheit, insbesondere Gentechnik, Nanotechnologie, Neurologie und Kybernetik wird sich im Punkt der Singularität zur Geburt der neuen Über-Spezies vereinen:

„Die Singularität ist eine Zukunft, in der das Tempo des technologischen Wandels so schnell und weitreichend voranschreitet, dass die menschliche Existenz auf diesem Planeten irreversibel verändert wird. Wir werden die Macht unserer Gehirne, all die Kenntnisse, Fähigkeiten und persönlichen Macken, die uns zu Menschen machen mit unserer Computer-Macht kombinieren, um auf eine Art zu denken, zu kommunizieren und zu erschaffen, wie wir uns heute noch nicht vorstellen können.

Diese Verschmelzung von Mensch und Maschine, mit der plötzlichen Explosion der Maschinen-Intelligenz wird, im Verbund mit rasend schneller Innovation in den Bereichen der Gen-Forschung sowie der Nanotechnologie, zu einer Welt führen, wo es keine Unterscheidung mehr zwischen dem biologischen und dem mechanischen Leben oder zwischen physischer und virtueller Realität gibt. Diese technologischen Revolutionen werden es uns ermöglichen, unsere gebrechlichen Körper mit all ihren Einschränkungen zu überwinden. Krankheit, wie wir sie kennen, wird ausgerottet. Die menschliche Existenz wird einen Quantensprung in der Evolution durchlaufen. Wir werden in der Lage sein, zu leben solange wir wollen.“erklärt Ray Kurzweil, einer der Vordenker der Transhumanisten.
Transhumanismus – die Religion der Elite

Was man zunächst kaum ernst nehmen kann, halten fachkundige Wissenschaftler entweder für die größte Chance oder aber für eine der größten Gefahren unserer Zeit. Denn es sind nicht bloß ein paar Science-Fiction-Spinner, die diese neue Religion vorantreiben, es sind vor allem Angehörige der internationalen Eliten. Unter den informierten Intellektuellen der Welt herrscht längst größte Sorge über den unaufhaltsam scheinenden Siegeszug der Transhumanisten. In Konferenzen, Uni-Seminaren und Feuilletons rund um den Globus werden die Gefahren der Bewegung diskutiert. Die breite Öffentlichkeit nimmt dies kaum wahr – zu phantastisch, zu abgehoben klingen die Ziele. Dabei hat es längst begonnen. Und selbst die erbittertsten Gegner halten die Bewegung mittlerweile für „nicht mehr aufzuhalten“.

„Die Frage, welche Spezies diesen Planeten dominiert, wird die globale Politik in diesem Jahrhundert diktieren. Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich jene Technologien entwickeln, welche die Entstehung von „Artilects“ – künstlichen Intelligenzen – möglich machen, ist es wahrscheinlich, dass die Menschheit in der Lage sein wird, Artilects zu konstruieren, die geistige Fähigkeiten besitzen, welche buchstäblich Billionen über Billionen mal über dem menschlichen Niveau liegen. Die Menschheit wird sich dann entscheiden müssen, ob sie die Nr. 2 Spezies auf dem Planeten werden möchte oder nicht“, schreibt Hugo de Garis im Forbes Magazine – einem angesehenen amerikanischen Wirtschaftsblatt.

Die Singularity University – so etwas wie das ideologische Hauptquartier der heterogenen Bewegung – liegt im Silicon Valley direkt zwischen Google und der Nasa. Das spiegelt in etwa wieder, wo die Bewegung gesellschaftlich steht. Die Transhumanisten reiten auf der Welle des unerschütterten Glaubens an Fortschritt und Technologie. Geschickt bringen sie ihre Forschungsprojekte auf die Agenda von Universitäten und Konzernen, längst forscht man weltweit im Auftrag der Transhumanisten. Und jedes Jahr rückt die Bewegung ihren Zielen näher. Jetzt sind wir schon so nah, wie die meisten Menschen kaum ahnen würden.
Transhumanismus, die logische Fortführung der Evolution

Im Weltbild der Transhumanisten ist der Schritt vom Menschen zur künstlichen Intelligenz nichts weiter als die logische Fortführung der Evolution. Eine Seele gibt es für die Transhumanisten nicht, nur Nervensignale und Gene. Einen Gott auch nicht – zumindest noch nicht! wie Ray Kurzweil gern zu sagen pflegt.

Evolution ist für die Transhumanisten nicht die Evolution von Leben oder Bewusstsein, sondern von Information und ihrer Verarbeitung. Die Information hat sich von Atomen über DNA, zu Memen in Computern weiterentwickelt. Der Mensch sei nur eine organische Maschine, ein Vehikel für Information. Und nun sei der Zeitpunkt gekommen, an dem die Information ein besseres Vehikel findet: den Cyborg. Nachdem die Materie in Form des Menschen intelligent geworden ist, soll nun eine neue Form von Intelligenz und Bewusstsein entstehen, die künstliche Intelligenz, hervorgebracht durch den Menschen, der mit dieser neuen Form zu einem neuen Wesen verschmelzen wird. Technologie wird lernen, die Mechanismen der Natur zu verwenden, aber unendlich effizienter, schneller, und ohne die schwächliche Zerbrechlichkeit organischer Lebewesen.

Der Mensch, so glaubt der Transhumanismus, ist die erste Spezies, welche die Evolution der eigenen Spezies selbst in die Hand nimmt und steuert – und damit millionenfach beschleunigt.

Kurzweil Transhumanismus Evolution
Der Siegeszug der Technik

Derzeit verdoppelt sich die Rechenleistung von Computern alle 18 Monate. In etwa 6 Jahren werden Computer dem menschlichen Gehirn an Rechenpower weit überlegen sein. Im Jahre 2050 wird man ein Gerät, das die Rechenpower aller menschlichen Gehirne übertrifft für den Preis einer Waschmaschine erwerben können, macht Kurzweil die Entwicklung plastisch. Rechenpower ist freilich noch lange keine Intelligenz, aber allein die Möglichkeit alarmiert weltweit die Wissenschaft: Roboter und Computer übernehmen immer größere Bereiche unseres Lebens. Ob in der Fertigung, im Operationssaal oder beim Militär, Roboter sind allgegenwärtig. Wie viel Macht dürfen Computer haben? Wie weit darf man noch gehen bei militärischen Drohnen und intelligenten Waffensystemen, die immer mehr „Entscheidungen“ übernehmen sollen. Wie soll man auch in diesem Kontext mit dem möglichen Aufkommen von künstlicher Intelligenz umgehen? Welche Rechte haben intelligente Computer? Weltweit gibt es hochkarätige Konferenzen zu diesen Themen – denn all diese Fragen werden vielleicht schon in wenigen Jahren aktuell.

Die Frage, ob eine Maschine überhaupt im menschlichen Sinne „intelligent“ sein kann, ist dabei an sich eine, die tiefe philosophische Fragen aufwirft.  Gotthard Günther wies dies schon 1963 mit dem Argument zurück, dass die Sprache der Maschinen von Menschen geschaffen ist und damit um eine logische Dimension unter der Sprache des Menschen liegt. Das Maschinenbewusstsein könne niemals seinen eigenen Schöpfungsprozess hintersteigen, meint Günther. Es spiegele sich in diesem Verhältnis zwischen Mensch und Maschine, das Verhältnis von Mensch zu Gott: Auch der Mensch sei mit der ihm eigenen Logik nicht in der Lage, seinen eigenen Schöpfungsprozess zu verstehen.

Allerdings hat Günther seine Rechnung dabei vielleicht ohne die neurologischen Schaltkreise gemacht, mit welchen das Gehirn des Menschen nachgebaut werden soll – oder den Bio-Computern, die etwa die Gehirne von Ratten als Hardware verwenden. Ob solche Rechner in Zukunft noch mit Algorithmen funktionieren, oder ganz anders, das weiß heute niemand.
Der Plan der Transhumanisten

Aber für die Transhumanisten ist das alles nur Vorgeplänkel. Kybernetik, Neurologie, Robotik, Nanotechnologie, Gentechnik – es ist die Fusion all dieser Strömungen zu einem übergeordneten Ziel, die den Plan der Transhumanisten wahrwerden lassen soll. Die Entwicklung ist aus Sicht des Transhumanismus in vier groben Schritten zu denken:

    Technologie wird zum alltäglichen menschlichen Begleiter. Nach Computern und Smartphones werden Hausroboter zur Normalität. Die Technologie rückt immer näher an den Menschen heran, intelligente Maschinen und die Kommunikation mit Robotern und künstlicher Intelligenz (z.B. Kundenberatung) immer normaler.
    Dann wird der Mensch beginnen, Technologie direkt in seinen Körper einzubauen und Schnittstellen zwischen dem Gehirn und Computern zu schaffen. Dies wird seine Fähigkeiten drastisch erweitern. Zwei Rassen werden auf der Erde existieren: Solche Menschen, die Zugang zu der neuen Technologie haben und sich damit zum Mensch 2.0 updaten, und der Homo sapiens, welcher der neuen Rasse hoffnungslos unterlegen sein wird. Der Cyberspace und die Realität verwischen, da die Computer-Gehirn-Schnittstelle Reize simuliert als würden sie tatsächlich erlebt.
    Der neue Mensch 2.0 besteht irgendwann zu gleichen Teilen aus organischen und technischen Elementen. Das Leben des Menschen wird drastisch verlängert. Seine Fähigkeiten steigern sich ins unermessliche. Zuletzt wird es möglich, ein organisches Gehirn in einen Cyborg zu verpflanzen, wodurch der Mensch nach dem Glauben der Transhumanisten den Körper wechseln kann und damit unsterblich wird.
    Dann gelingt es, eine künstliche 1:1-Kopie eines menschlichen Gehirns zu erzeugen. Es wird möglich, den gesamten Inhalt des Gehirns und seine Struktur in einen Computer zu downloaden. Menschen leben dann als „intelligente Software“ im Cyberspace oder in einem Cyborg-Avatar ihrer Wahl. Der Mensch kann beliebig die Körper wechseln. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Realität und Cyberspace. Der Mensch kann mit seinem Bewusstsein in den Cyberspace reisen und dort Welten erschaffen und beherrschen. Der Mensch hört auf zu existieren, Evolution geschieht durch gezielte Schöpfung neuer Intelligenzen.

(Einzelheiten der Ziele sind Ray Kurzweils Aufsatz: „Reinventing Humanity – The future of Machine-Human Intelligence“ oder auch der Web-Seite 2045.com zu entnehmen, welche die Ziele der Transhumanisten in Russland vertritt.)
Exponentielle Beschleunigung

Wie kommt es, dass kaum jemand diesen Plan ernstnimmt, während uns vielleicht gerade mal 20 Jahre von seiner Umsetzung trennen? Ray Kurzweil erklärt es: Es liegt daran, das kaum jemand versteht, was exponentielles Wachstum bedeutet.

„Wie ist es möglich, das wir so nah vor diesem enormen Wandel stehen und ihn nicht sehen können? Die Antwort ist die Beschleunigung der technologischen Innovation. Wenn sie in die Zukunft denken, berücksichtigen nur wenige Menschen die Tatsache, dass der menschliche wissenschaftliche Fortschritt exponentiell verläuft.

In anderen Worten, das 20. Jahrhundert hat sich allmählich beschleunigt bis zum heutigen Tempo des Fortschritts, die gesamten Leistungen des letzten Jahrhunderts entsprechen nur etwa 20 Jahren Fortschritt in der Geschwindigkeit vom Jahr 2000. Nun machen wir gerade nochmal „20 Jahre“ dieses Fortschritts in nur noch 14 Jahren (bis 2014), und dann das gleiche wieder in nur sieben Jahren. Wir werden im 21. Jahrhundert nicht 100 Jahre technologischen Fortschritts erleben, wir werden 20.000 Jahre Fortschritt bezeugen (am heutigen Fortschritt gemessen), oder Fortschritt, der etwa 1000 mal größer ist als das, was das gesamte zwanzigste Jahrhunderts erreicht hat.“

Dabei ist anzumerken, dass das 20. Jahrhundert uns von Pferdewagen zu Magnetschwebebahnen und von Dampfmaschinen zu Smartphones gebracht hat – eine unvorstellbare Entwicklung. Das was nun kommt, wird 1000 Mal schneller sein. Ab einem bestimmten Punkt wird der Fortschritt so schnell sein, dass das menschliche Gehirn ihn nicht mehr begreifen kann. Nur die optimierten Menschen werden mit diesem Tempo noch schritthalten können.
Forschen für die Maschinen-Götter

Forschungsmittel für diesen grotesken Plan lassen sich leicht besorgen. Gerade erst hat die EU den größten jemals für ein Forschungsprojekt verteilten EU-Etat von einer Milliarde an Steuergeldern in das transhumanistische „Human Brain Project“ gesteckt – einer der wichtigsten Bausteine: die Simulation eines kompletten menschlichen Gehirns als Computerschaltkreis durch die Nachbildung der neuronalen Struktur des menschlichen Gehirns. In etwa 10 bis 20 Jahren soll das menschliche Gehirn fertig sein. Die Rechenpower von Computern hat die des Gehirns bis dahin vielleicht bereits um das millionenfache überflügelt.

Die Robotik, insbesondere die Prothetik soll herausfinden, wie man Maschinen direkt an Nerven anschließen kann, um den Menschen mit künstlichen Gliedmaßen und Sinnesorganen zu erweitern. Forschungsgelder gibt es dafür von Medizin und vom Militär in Milliardenhöhe. Die Technik ist bereits so gut wie ausgereift.

Die Entwicklung von Haushalts-Robotern schreitet ebenfalls schnel voran. Schon bald sollen sie in Altenheimen, als Haushalts-Hilfe und als Spielkameraden für Kinder zum Einsatz kommen. IBM hat prognostiziert, dass solche Roboter in bereits fünf Jahren fühlen, sehen, hören, schmecken und riechen können.
Andere Bereiche der Robotik befassen sich mit Bio-Hybrid-Systemen. Hier werden Zellen mit elektronischen Schaltkreisen verbunden – der erste Schritt zum halblebendigen Cyborg-Roboter.

Die Neurologie soll helfen, das Gehirn zu verstehen und ein Gehirn-Computer-Interface zu bauen. Ein solches gibt es bereits, es wurde an Tieren erfolgreich getestet und wird nun erstmals in Menschen verpflanzt. „In Zukunft wird man sein Hirn durch Gehirnimplantate an sogenannte Mind-Machine-Infaces wie an einen PC anschließen können und damit Maschinen steuern. So werden wir auch innerhalb kürzester Zeit Wissen downloaden können. […] Niemand weiß, was das dann für ein Wissen sein wird, ob es überhaupt ein Wissen im bisherigen Sinne sein wird […]und was dabei mit dem „Ich“ des Menschen geschieht.“ erklärt Dr. Dr. Dr. Roland Bendikter. (EnlightenNext Frühling 2013)

Die Nanotechnologie macht immer kleinere Schaltkreise möglich – und Roboter, die so klein sind, dass sie in der menschlichen Blutbahn leben können. Ray Kurzweil fasst die Entwicklung wie folgt zusammen:

„Die Revolution der Nanotechnologie wird uns ermöglichen, unseren Körper und unsere Gehirne Molekül für Molekül neu zu gestalten – weit über die Grenzen der Biologie hinaus. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz innerhalb unseres biologischen Systems wird für die Menschheit einen evolutionären Sprung nach vorne markieren, aber es bedeutet auch, dass wir mehr  „Maschine“ sein werden als „Mensch“. Milliarden von Nanobots werden durch die Blutbahnen in Körper und Gehirn reisen. Sie werden Krankheitserreger zerstören, DNA-Fehler korrigieren, Giftstoffe beseitigen, und viele andere Aufgaben erfüllen, die unser körperliches Wohlbefinden steigern. Als Ergebnis werden wir in der Lage sein, auf unbestimmte Zeit zu leben, ohne zu altern.

Trotz des wunderbaren Zukunftspotenzials der Medizin wird Unsterblichkeit nur erreicht werden, wenn wir unsere biologischen Körper vollkommen ablegen. Während wir uns in Richtung einer Software-basierten Existenz bewegen werden, gewinnen wir die Fähigkeit „Backups“ von uns anzulegen (Speicherung der Muster unseres Wissen, unserer Fähigkeiten und Persönlichkeit in einer digitalen Form) wodurch wir virtuelle Unsterblichkeit erlangen. Dank Nanotechnologie werden wir einen Körper haben, den wir allein durch unseren Willen nicht nur verändern, sondern in völlig neue Formen verwandeln können. Wir werden um 2020 in der Lage sein unsere Körper in full-immersion Virtual-Reality-Umgebungen so zu verändern und etwa um 2040 auch in der physischen Realität.“


Bislang läuft alles wie am Schnürchen.

„Die Konsumenten werden um den Chip betteln“

Einer der wichtigen Bausteine ist auch die Entertainment-Elektronik. Durch eine langsame Gewöhnung der Menschen an Technologie soll die Akzeptanz in der Bevölkerung gesteigert und auch konservative Zweifler auf Linie gebracht werden. Entertainment-Anwendungen bringen nicht nur Milliarden für die weitere Entwicklung, sondern sind auch hervorragende Tests für viele neue Technologien.

Die Smartphones waren der erste Schritt in dieser Entwicklung. Nun wird die Augmented Reality folgen: Geräte, welche die Technologie noch näher an den Körper bringen und die Grenze zwischen Technik und Mensch langsam verwischen. Googles Glasses oder diverse Startups mit Augmented-Reality-Kontaktlinsen sind solche Technologien, welche zum Beispiel das natürliche Sichtfeld des Menschen mit digitalen Anzeigen überlagern. Der Computerbildschirm ist dann kein Ding mehr, sondern integraler Bestandteil unserer Wahrnehmung.

Der nächste Schritt sind dann die Implantate. Noch scheint kaum vorstellbar, dass in naher Zukunft – und wir reden von vielleicht 5 Jahren – Menschen es zulassen werden, das Computerteile in ihre Körper transplantiert werden. In der hervorragenden Arte-Dokumentation „Welt ohne Menschen – Transhumanismus: Chance oder Albtraum?“ kann ein transhumanistischer Vordenker darüber nur lachen: Die Menschen würden wie für das I-Phone und die Playstation vor den Läden kampieren und darum betteln, ein Implantat zu bekommen, sagt er voraus. Denn die ersten Konsumenten-Implantate werden Entertainment-Implantate sein. Und Menschen sind verrückt nach solchem Zeug.

Von da bis zur Computer-Hirn-Schnittstelle ist es dann nicht mehr weit. Und spätestens damit ist der Bann gebrochen.

Der Krieg der Spezies

Unvermeidbare Folge einer solchen Entwicklung wäre, dass die Menschheit sich schon bald in zwei oder mehr Spezies aufteilen wird: Die normalen Menschen und die Menschen 2.0. Es wird vor allem die Elite sein, die über den Zugang zu den neuen Technologien verfügt und durch diese technischen Erweiterungen den gewöhnlichen Menschen in Intelligenz, Sinnesorganen, Körperkraft, Lebensdauer und Macht um ein Vielfaches überlegen sein werden. Eine Herrenrasse ist geboren – und eine Abfall-Rasse, die in der Gesellschaft keine signifikante Rolle mehr spielen wird und nur noch für niedere Arbeiten zu gebrauchen ist.


Hugo de Garis postuliert in seinem bereits zitierten Aufsatz „The Coming Artilect War“, dass sich die Menschheit schon vor dieser Entwicklung auch ideologisch in drei Gruppen zerteilen wird: Die Cosmisten wollen Maschinen-Götter erschaffen, die Terraner kämpfen für eine Erhaltung der Natürlichkeit und des Homo Sapiens und als dritte Gruppe sieht er die Cyborgisten/Transhumanisten, die hoffen, sich selbst in Gott-Maschinen zu verwandeln. Sein Szenario für die nahe Zukunft ist nicht rosig:

„Stellen Sie sich eine Welt vor, in der die Cyborgs sich zunehmend verbreiten. Eine junge Mutter, die gerade entbunden hat, kann nun wählen, dem neugeboren Baby-Gehirn ein Körnchen artilectischen Salzes hinzuzufügen – die Umwandlung in einen Artilect (Artifical Intellect). Es steckt so viel Rechenleistung in diesem Sandkorn, dass sie ihr Baby effektiv „getötet“ hat. Es ist nun kein Mensch mehr, sondern ein Artilect in menschlicher Verkleidung. Stellen Sie sich vor, wie ältere Eltern beobachten müssen, wie ihre erwachsenen Kinder sich in Cyborgs verwandeln, so sehr, dass ihre Kinder nicht mehr menschlich sind. Die Eltern werden fühlen, sie hätten ihre Kinder verloren. Der Aufstieg der Artilects und der Cyborgs wird zutiefst verstörend auf die menschliche Kultur wirken, und tiefe Entfremdung und Hass hervorrufen.

Kurzweil behauptet, dass, wenn überhaupt ein Krieg zwischen den Terranern und den anderen Gruppen stattfindet, dann wäre es eine schnelle ungleiche Schlacht. Die weitaus überlegene Intelligenz der Artilecten würde die Terraner schnell besiegen.“

Das ist sicher eine drastische und ziemlich futuristische Sichtweise, aber nicht wenige Menschen teilen im Kern ähnliche Befürchtungen. Das Zeitfenster für den Menschen, diese Entwicklung zu stoppen ist nicht groß. William Joy, Mitgründer von Sun Microsystems und Gegner des Transhumanismus schreibt in seinem Aufsatz “Why The Future Doesn’t Need Us„:

„Seit ich in die Entwicklung neuer Technologien involviert bin, hat ihre ethische Dimension mich besorgt, aber es war erst im Herbst des Jahres 1998, dass mir schreckhaft bewusst wurde, wie groß sind die Gefahren sind, vor denen wir im 21. Jahrhundert stehen. […] Gewöhnt an das Leben mit fast routinemäßigen wissenschaftlichen Durchbrüchen haben wir noch nicht begriffen, dass die größten Technologien des 21. Jahrhunderts – Robotik, Gentechnik und Nanotechnologie – eine andere Bedrohung darstellen als die Technologien, die vor ihnen kamen. Insbesondere Roboter, gentechnische Organismen und Nanobots haben einen gefährlichen Verstärkungsfaktor: Sie können sich selbst replizieren.

Die Unfähigkeit, die Folgen unserer Erfindungen zu verstehen, während wir noch in der Entrückung von Entdeckung und Innovation schwelgen, scheint ein häufiger Fehler von Wissenschaftlern und Technologen zu sein […] Wir werden in dieses neue Jahrhundert geschleudert ohne Plan, ohne Kontrolle und ohne Bremsen. Sind wir schon zu weit gegangen, um den Kurs noch zu ändern? Ich glaube nicht, aber wir versuchen es ja auch gar nicht – noch nicht – und die letzte Chance, um die Kontrolle wieder zu erlangen, nähert sich sehr schnell.“

Roland Benedikter teilt ähnliche Befürchtungen:
„Durch die Verschmelzung von menschlichem Bewusstsein mit Technologie verändert sich sowohl die Technologie als auch der Mensch. Und die Frage ist, ob dabei die Technologie menschlicher oder der Mensch technischer wird. Diese Frage ist keine rein philosophische mehr […] Die Technik bleibt nicht länger draußen und damit das Objekt des Menschen. Sondern sie dringt in seinen Körper ein, verbindet sich mit ihm, wird zu einem Teil seines Subjekts. Das ist das Neue, das es so bisher in der Geschichte noch nicht gab.[…] Ich bin sehr skeptisch gegenüber der Geschwindigkeit und der Art und Weise, wie das geschieht. Ich bin für Fortschritt, aber ich befürchte, dass ein Großteil der heutigen Transhumanisten eigentlich keine Ahnung hat, was er mit dem Menschen eigentlich tut.“

Die Metaphysik des Transhumanismus

Dass es sich beim Transhumanismus, nicht um reine Wissenschaft, sondern um eine fanatische Religion handelt, ist kaum zu übersehen. Es geht um die Entstehung eines Volkes von auserwählten Gott-Menschen, die in den Cyber-Himmel aufsteigen, wo sie als allmächtige und unsterbliche Götter leben, Universen erschaffen, sich mühelos durch Raum und Zeit bewegen und weder natürlichen noch ewigen Gesetzen unterworfen sind. Karma, Wiedergeburt, Sünde und Ethik gelten für diese Wesen nicht mehr, sie haben sich abgekoppelt.

Es ist der Triumph der Materie über Gott, der luziferianische Weg zur Erleuchtung, Beweis für die Allmacht des menschlichen Egos, das sich Gott ebenbürtig macht. Es ist die Verkehrung aller spirituellen Verheißungen in den pursten Materialismus. Das Fleisch ist überwunden, das ewige Leben erreicht, der Geist befreit – als Programm in einer Maschine.

Das Transhumanismus ist die materialistisch-mechanistische Antithese zur traditionellen Spiritualität, mit all ihren Komponenten. Zum Beispiel glaubt Kurzweil, dass durch die Verschmelzung von Mensch und Maschine, letztlich die ganze Materie des Universums zu Bewusstsein erwachen wird. „Das Erwachen des Universums“ nennt er diese Phase seiner Evolutionstheorie, in welcher „Die Muster von Energie und Materie im Universum durchdrungen werden von intelligenten Prozessen und Wissen.“ Der Mensch trage durch seine Verwandlung zum Cyborg das Bewusstsein in die Materie hinein und erwecke damit das ganze Universum. Er wird durch diesen Schritt nicht nur gottgleich, sondern auch zum Erlöser der gesamten Schöpfung.

Solche Thesen werden auch in der New-Age-Bewegung zum Teil aufgenommen. Wozu hätte der Mensch wohl sein technologisches Wissen erlangt, wenn nicht, um selbst Herr seiner Evolution zu werden und den Menschen in eine neue Spezies zu verwandeln? Und könnte es nicht der Auftrag des Menschen sein, Bewusstsein in die Materie zu bringen? Warum sollte die Erweiterung des Bewusstsein nicht auch die Technologie mit einbeziehen? Ist dies nicht die ultimative Inkarnation der Seele in Materie, die ultimative Transzendenz? Der Transhumanismus bietet hier reichlich Stoff zu philosophischer Kontemplation.

Der Irrtum der Transhumanisten

Dass der Mensch sich mithilfe technischer Updates, Gentechnik und anderer Techniken selbst in eine neue Spezies verwandeln wird, das steht wohl nicht mehr in Frage. In wenigen Jahren, wohl kaum mehr als 10, werden wahrscheinlich zwei Spezies auf diesem Planeten wohnen.


Die offene Frage freilich bleibt, ob es wirkliche künstliche Intelligenz jemals geben kann. Was passiert, wenn man ein künstliches Gehirn einschaltet, das weiß niemand. Kurzweil glaubt, es würde lernen wie ein kleines Kind – vorausgesetzt, man simuliert äußere Reize. Aber wird es denken? Wird es ein Ich haben? Ist das menschliche Ich, ist Intelligenz wirklich nur ein Epiphänomen neuronaler Schaltkreise? Und wenn man den Gehirn-Inhalt eines Menschen auf zehn Roboter überträgt, wer ist dann der angeblich unsterbliche Mensch? Für die Transhumanisten ist unser Selbst nur Information – ihnen reicht die Unsterblichkeit als Software.

Dahinter verbirgt sich nicht weniger als die Frage nach der menschlichen Seele. Nicht nur für Mystiker, auch für viele Hirnforscher allerdings ist die Vorstellung, dass „Ich“ des Menschen wäre nicht mehr als sein Gehirn ein verrückter Irrtum. Künstliches Bewusstsein scheint ihnen sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus spiritueller Sicht eine Unmöglichkeit zu sein. Eine Form von Intelligenz mag denkbar sein, jedoch wird es wohl eine deterministische bleiben, reine Berechnung, ohne das Raten und Vermuten, ohne Ideen, ohne Intuition und plötzliche Einfälle. Oder vermag die neuronale Struktur eines Kunst-Gehrines und digitale DNA doch das Bewusstseinsfeld des Universums anzuzapfen? Lassen sich digitale Seelen erzeugen? Immer wieder führen uns diese Fragen an die zentralen spirituellen Kontemplationen: Was ist Bewusstsein? Was ist eine Seele? Was ist das Ich?

Ich glaube es nicht. Der Transhumanismus offenbart sich für mich als eine Form von Wahnsinn, angetrieben von Allmachtsphantasien und der Angst vor dem Tod. Der Transhumanismus wird an der Realität scheitern, dass er in seinem materialistisch-mechanischem Weltbild nicht begreifen will, was das Leben, was Bewusstsein wirklich ist. Dieses Leben, das trotz allen Fortschritts für unsere Wissenschaft nämlich noch immer ein völliges Rätsel ist, dieses Leben, dass der Entropie trotzt und immer komplexere, bewusstere Formen annimmt. Der Transhumanismus ist die ultimative Sackgasse des Materialismus, seine ins Groteske verzerrte Fratze.

Aber schon jetzt hat er Millionen von Anhängern – und nur wenige Menschen setzen sich wirklich damit auseinander, wie unmittelbar und zeitnah uns viele dieser Entwicklungen schon bald betreffen werden. Ebenso selbstverständlich wie das Smartphone werden auch alle zukünftigen Entwicklungen in die Normalität übergehen. Bald werden Eltern konservativ sein, wenn sie ihren Kinder zu Weihnachten nicht das neueste Implantat einsetzen lassen.

Es ist meine Hoffnung, dass der Mensch entweder rechtzeitig geistig reift, um diese Entwicklung noch zu beenden, oder aber das andere Faktoren, wie Umwelt oder Wirtschaft, sie glücklicherweise unmöglich machen. Vielleicht ist der Transhumanismus das letzte Aufbäumen des Materialismus, vielleicht werden ja gerade die Erkenntnisse aus diesem wahnwitzigen Versuch ein neues Kapitel aufschlagen. Vermutlich ist dies die Hoffnung von Menschen wie dem Dalai Lama, der sich auch für den Transhumanismus einsetzt.

Ich jedenfalls bin ein Terraner.

David Rotter – glaubt an das Leben.
Internetzseite von David Rotter: http://www.den-weg-gehen.de"Zitatende
(ursprünglich aus Sein.de)

Interessant, ich habe jedoch eine andere Einstellung zur Technik: was machbar ist wird gemacht, ob es sich destruktiv oder konstruktiv auswirkt, kann man nicht wissen. In jeder Krise oder Krankheit gibt es eine Chance.Der Teufel ist halt ein MACHER und als solcher ein Simulant Gottes. Das ist quasi gottgewollt und kann man ihm nicht austreiben. Also muss man das Beste draus machen und den Teufel in einen Engel verwandeln, LOL. Transformation - aber im Original!