Dieses Blog durchsuchen

Samstag, 26. Januar 2019

Transdementia praecox


Am Ende des psychospirituellen Individuationsprozesses tritt an die Stelle des Über-Ichs das Gewahrsein. Objektiv betrachtet scheinen sich die  beiden "Mechanismen" auf's Haar zu gleichen. Würde ich einem herkömmlichen angepassten Ich-Psychologen mein neues Denken und Erkennen (erkennendes Denken, denkendes Erkennen) schildern, könnte er gar nichts anderes tun, als diagnostizieren, dass ich offenbar von einem spirituellen Zensor beherrscht würde, der jede Ego-Regung als böse und schlecht erkennt und zu eliminieren oder verdrängen suchte.

Wie ich schon oft erwähnte hat sich mein Denken seit jener Nacht in 2011 einerseits total verändert, bzw. ist es in stetiger Veränderung begriffen, infolge ändert sich natürlich auch der Sprachgebrauch. Andererseits aber hat es sich nicht groß verändert, vielleicht nur in der Weise, als ich jetzt fähig bin, den Verstand weiterhin zu nutzen, im Gegensatz zu früher aber lerne, ihn auf die rechte Art und zu gegebener Zeit zu gebrauchen. Ich denke und spreche auch nicht mehr gerne von Spiritualität und Gott, was m. E. aber notwendig wird, wenn man von Evolution spricht. Keine Evolution ohne Involution.

Wie schon oft erwähnt, sind Wunsch-, Planungs- und Absichtsbekundungen jeglicher Art für mein  transegoisches Ich sehr schwer zu formulieren und wenn ich ab und an doch noch welche äussere, dann muss ich gleich darauf schon drüber lachen.  Das gilt für  Zielsetzungen jeder Art. Kommt es doch mal vor, dass ich schreibe oder sage, dass ich dies und jenes tun WERDE oder tun WILL,  ist mir sofort bewusst, dass es nur hohle "Versprechungen" sind, die ich gleich darauf vergessen habe, weil es mir sehr schwer fällt, etwas in  meinem Gedächtnis zu behalten, was ich in der Zukunft zu tun geDENKE. Das liegt nicht am Alter, sondern weil ich  weder Begehren noch einen Willen habe, ihn durchzusetzen.  Entweder "kriege" ich etwas spontan, JETZT, oder gar nicht.
Das Formulieren von Absichten ist einfach unstimmig und entspricht nicht mehr meinem Bewusstsein.
 Der sprachliche Gebrauch des zukunftsorientierten  "Ich WERDE tun" stößt bei mir auf Widerstand, deshalb drücke ich mich lieber  in der Präsenzform aus, wobei ich genau das auch tue, was ich ansonsten nur ansage  und ich tue es SOFORT. JETZT,   was ich im Future-Modus nur irgendwann zu tun beabsichtigen scheine.     Auf diese Weise muss ich nichts im Gedächtnis abspeichern und in der Warteschleife halten,  kurz: ich muss mich nicht (krampfhaft) erinnern, sondern kann spontan das tun, was JETZT notwendig ist.
Konkretes Beispiel: Gestern hatte ich die Idee,  - zu einem SPÄTEREN Tageszeitpunkt -  meine Freundesliste zu reduzieren und so postete  ich eine Info an die Facebook-Friends-Gemeinde. Die erste Formulierung ging so:


Achtung Achtung, wegen FB-Streßbefalls WERDE ich meine Facebook-Freundesliste reduzieren.
Darüber kam ich wie gewohnt ins Stolpern, derweil ich sofort gewahr wurde, dass ich diese Absicht  evtl.gar nicht realisieren kann, wenn ich es nicht sofort tue. Also schrieb ich:
(...)wegen FB-Streßbefalls REDUZIERE ich meine Facebook-Freundesliste ...

DAS ist ein Statement! (By the way: Ein Ich-Psychologe könnte hier diagnostizieren, dass es ein perfektionistisches Über-Ich wäre, was mich zu solchen Überlegungen anstachle...lol.) Was ich mit dem komplizierten "Geschwurbel" veranschaulichen will? Ich kann mir nichts mehr vornehmen! Ich KANN nichts mehr  planen.  Ich MUSS die Dinge SPONTAN erledigen,  wenn ich das nicht mache,  VERGESSE ich sie.
Irgendwie will sich meine  Sprache und mein Tun miteinander in  Einklang bringen.  Auch die Sprache will sich verEINfachen und meinem Gegenwärtigsein anpassen und annähern... 
Annähern, genau, eben eben- das alles ist so  schwer zu beschreiben, weil sich Präsenz (=Einheitsbewusstsein) gar nicht bw. nur in annähernden Worten beschreiben läßt. Sprache und Gegenwärtigkeit  schliessen einander völlig aus! Paradoxerweise scheint es mir, dass ich um so mehr schreibe, um so mehr sich die Sprache vereinfacht...

Termine einzuhalten ist noch schwerer  bzw. wird immer schwerer, je weniger Termine ich habe.   Je MEHR Termine ich habe und wahrnehme, desto strukturierter ist mein Tag und mein Bewusstsein. Es ist ein ständiges Schwanken zwischen Ordnung und Chaos. Bindung und Lösung.
Wider Erwarten gewöhne ich mich aber auch relativ schnell wieder daran und mir bewusst, wie schnell alles  wieder zur Routine erstarren kann:  Jeden Tag nur ein einziger Termin -  irgendwo zur Krankengymnastik, Sport, Rathaus oder andere Erledigungen -  kostet mich ja einige Stunden Zeit und das heisst, dass ich mich zwangsläufig  einschränke in dem Sinne, dass ich den zeitlosen nach  Innen orientierten vertikalen BW-Modus verlasse, um im Modus  linearer raumzeitlicher Aussenorientierung meinen "Verpflichtungen" - den Anforderungen der "realen" Welt nachzugehen. Eine "Entfremdung", die mich aber nicht mehr aus den Latschen kippt bzw. aus der SELBSTzentrierung, wie dies früher noch oft der Fall war, als das Gewahrsein noch  nicht stabil war  und ich  mich sofort heimatlos und aus der Gnade gefallen fühlte, wenn die Welt "da draussen"  Aufmerksamkeit von mir forderte.  Das ist heute nicht mehr so, ich halte mich ohne Gewinn- oder Verlustgefühl in beiden "Welten" oder Ebenen auf. Da ist kein Unterschied mehr in der Qualität der Wahrnehmung.  Keine Pause, kein "unendlicher Abgrund" mehr.

Einmal mehr erkenne ich,  auf welche Weise sich der Egomind die Zeit strukturiert, wie sehr der Mensch von der Zeit geknebelt und  "in's Geschirr genommen" wird. Aber diese Erkenntnis erschreckt mich nicht mehr.  Angst, wieder in Routine zu erstarren, kenne ich auch  nicht.  (Diese blitzartigen Einblicke in die Abgründigkeit der Zeit,  wie sie mich im Kontext von Schattenintegration heimsuchten, waren für mich immer schreckliche Torturen, die den ganzen Leib-Seele-Organismus schockten. Alles wehrte sich dagegen... bis wirklich auch die letzte Zelle glücklich war,  dauert es noch eine geraume Zeit.)

Ich fällt mir morgens schwer zu sagen, welchen Tag wir haben und wenn es mir einfällt, kann ich das nicht speichern. Früher hatte jeder Wochentag eine ganz bestimmte gefühlsmäßige Färbung , so gab es ein bestimmtes "Montagsgefühl" und dieses verliess mich tagsüber nicht, ausser wenn ich die Zeit vergass, was früher aber nicht in dem Ausmass  der Fall war, wie JETZT.

Es gibt Spirituelle,  die mir diese Vergesslichkeit/Zeitlosigkeit nicht "abnehmen", die sollten mich mal einen Tag lang beobachten, wie kopflos ich durch die Gegend laufe, wie chaotisch meine Handlungen sind, wenn ich nicht gerade am Schreiben bin.  Ständig werde ich geistig total absorbiert und alles andere vergesse ich. Ich fang etwas an zu tun und lass es gleich darauf liegen, weil "es" mich schon wieder fortträgt.  Kaum eine Tätigkeit wird zu Ende geführt, bzw. dauert es seine ZEit, bis ich mich wieder erinnere.
Morgens stehe ich zwischen 7 und 9 Uhr auf, gucke meist nicht auf die Uhr und wenn ich gucke, vergesse ich die Zeit  gleich wieder und weiss erst welchen Tag wir haben, wenn es von der Welt drastisch eingegefordert wird oder mich irgendein äusserer  oder innerer Reiz daran erinnert, dass ich Termine hab. (Das ist für mich "Stress", nur  dass ich mich nicht darüber errege;  der Stress liegt darin, dass ich mich nicht beeilen kann,  weil ich keine schnellen Bewegungen mehr machen kann und ich zudem schnell Luftnot bekomme bei Anstrengungen. Schliesslich bin ich schon ein Altes Mädchen von 72 Jahren, habe mich  quasi schon ins  Seniorenzentrum eingeliefert und kann mir meine "Zerstreutheit" und Altersschwachsinnigkeiten jeglicher Art ohne Skrupel oder Scham  leisten - Hauptsache, der Geist bleibt beweglich. lol)

Einen Plan habe ich nicht, aber es sind immer dieselben Tätigkeiten, die ich morgens absolviere. Wann ich damit fertig bin, steht allerdings in den Sternen. Ich setze vielleicht um 8 Uhr Kaffee auf, der 2 Stunden später erst fertiggestellt ist (Handfilterung) Fang an, mich anzukleiden, komme bis zur langenHose, Socken und das Nachthemd ziehe ich erst am Mittag aus. Manchmal vergesse ich die Socken, merke das erst, wenn meine Füße eiskalt sind und ich ein komisches unangenehmes  Druckgefühl auf der Brust fühle, was mir sagt, dass der Blutdruck zu hoch ist und ich am besten einen Keks und meine Morgenbanane banane esse.  (Meine Wohnung/EG steht auf Fels und ist in den Felsen hineingebaut, sehr kalt, im Winter nur bis grad mal 19 Grad beheizbar. Für ältere Knochengestelle eine absolute Fehlplanung. Na ja, das Christl. Seniorenzentrum, dem ich angegliedert in einem separaten Bau wohne, Nordseite, der zudem noch in einen steilen Berghang hineingesetzt wurde, war ursprünglich ein Kurheim und keinesfalls für alte Leute konzipiert. 4 Etagen, kein Aufzug, eine steile, schwindelerregende,  weil vergitterte Metall-Wendeltreppe oder wahlweise ein steiler Fussweg,  der von der Strasse zum Haus hoch führt oder ein etwas längerer Umweg durch den Wald zur Haupttür, der nicht viel weniger steil ist. Aber die Leute, die bislang in diesem Haus gestorben sind, wurden immer steinalt! :D Es ist so: Man kann Betreuung kriegen, wenn man sie braucht, dann muss man sich nicht mehr selbst versorgen und wenn das Ende naht, wird man bis zum Tod auf die andere Strassenseite hinuber in die Pflege gebracht. Solche Plätze, wie ich einen habe, sind insbesondere  von Menschen ohne Angehörige sehr begehrt, da hat man quasi ausgesorgt und muss sich keine Gedanken mehr über die Zukunft machen.  Sollte irgendetwas passieren, ist sofort jemand da. Für mein Budget zwar etwas sehr teuer, aber grad noch finanzierbar. 

Das Haus ist kalt und auch die Kontakte untereinander sind sehr unterkühlt, was mich aber nicht stört, da ich keine Bedürfnisse mehr nach menschlicher Nähe habe. Man hält die Bekanntschaft grad so aufrecht, dass keine Entfremdung eintritt und jeder jeden jederzeit wiederkennen kann... ein paar Sätze nur -   "soziale Geräusche", - wenn man sich mal unterwegs im Haus  oder auf der Strasse trifft, was selten vorkommt. Man hockt sich hier nicht auf der Pelle und wahrt allgemein eine angenehme freundliche Distanz. Länger als 10 Minuten spricht man nicht miteinander was wohl auch am Desinteresse liegt bzw.  daran, dass alte Leute immer selbstbezogener werden und überhaupt nicht mehr zuhören können.  Wenn ich noch in irgendeiner Form bedürftig wäre, würde ich hier erfrieren.  Ich wohne nun das dritte Jahr hier und es gab noch keinen einzigen Konflikt zwischen den Mietparteien.  Jeder gibt sich hilfsbereit, nimmt aber Hilfe kaum in Anspruch, weil er dafür dafür Sorge trägt, dass dieser Fall nie eintritt.  Niemand drängt seine Hilfe anderen auf.

Dieser Winter ist der erste Winter, der mir richtig spürbar in die Knochen geht. Diese  körperliche Hitze, die mich wärmte und die ich nach der Großen Feuertaufe im Jahr 2011 spürbar ausstrahlte, hat sich schon lange wieder zurückgezogen und körperlich wird mir nunmehr kälter und kälter. Mir tut alles weh, die Gelenke.. die Haut;  seit ein paar Tagen muss ich mir angewärmten !! Pullover/Jacken anziehen, weil die Haut meines Rückens  bei Erstberührung derartig schmerzt, als hätte ich die Jacke aus dem Eisfach geholt. Das kannte ich bislang gar nicht.... hm... eine Empfindung ähnlich der, wenn Japanisches Heilöl auf Schleimhäute trifft. Boahhh... :D (keine Angst, ich lache noch! Ah, gestern habe ich meinen Facebook Nickname von Lol'Sophie in Lall'Sophie geändert. Das erkläre ich jetzt aber nicht, he he )

Werde ich nun alt oder bin ich's etwa schon?
Hm... was ich zur Zeit nicht alles habe:  Ich habe Rücken, ich habe Knie, ich habe Blutdruck...habe Beine...
Das Bewusstsein, dass  ICH in WAHRHEIT nicht  Rücken, Knie und Blutdruck BIN, hat sie nicht aus der Welt geschafft.  Erleichternd ist, dass ich zumeist in einer größtenteils schmerzbefreiten Gegenwart leben kann und quasi unfähig dazu bin,  mir ZEIT zu nehmen, darüber nachzugrübeln, wohin das alles führen könnte. 
Ja sicher, ab und an kommt good old Ego um die Ecke und hegt wie gewohntseine üblichen Erwartungen auf kontinuierliche Heilung, aber da ist nichts, was mich ich in irgendeiner Weise in Sicherheit wiegen könnte.
Ah, da kommt mir gerade eine Idee, aus welchem Grund es mir so unmöglich sein könnte, KONTINUIERLICHE Besserung und Heilung zu registrieren.  Vielleicht deswegen, weil ich nun den Großteil meines neuen LEBENS in einem zeitlosen SEIN lebe, in dem es per se unmöglich ist, ein WERDEN zu registrieren?  Das Kontinuum des Werdens  entzieht sich ja doch jeder konkreten Beobchtung und kann nur retrospektiv aus dem angesammelten WISSEN über die Vergangenheit geschlossen werden
Ich weiss nicht - ist es so oder scheint es mir nur so, dass es mir nun quasi unmöglich ist, "zurück" zu schauen und Vergleiche zwischen damaligem  und heutigem körperlichen Zustand zu ziehen?  Mein MIND kann ja nichts mehr anhäufen, er MUSS alles loslassen. Ich kann gar nicht mehr beurteilen, ob es mir "damals" besser oder schlechter ging als heute.
Oi jeh, jetzt muss ich erst mal frühstücken. (14.07 Uhr)


Yep, und wo ich schon mal dabei bin: An den 2  WS-Operationen aus 2017 knabbere ich immer noch. Schmerzen sind nach wie vor da, sie kommen und gehen im Stundentakt,  so dass ich keine Schmerzmittel nehmen muss, da ich die Erfahrung machte, dass sie von selbst nach einiger ZEit vorübergehen.  Eine leichte Besserung ist eingetreten, was das Laufen betrifft. Wenn ich aber hinfalle, komme ich immer noch nicht hoch. Komischerweise klappte dies nach der ersten Op an der Halswirbelsäule wieder sehr gut, ich konnte die Beine auch im Liegen wieder heben. Auch meine Hände bzw. Finger waren wieder so stark, dass ich sogar wieder kraftvoll in die Tasten meines Keyboards hauen konnte. Das alles änderte sich wieder mit der zweiten Operation an der Lendenwirbelsäule, bei der sich nach ein paar Wochen wieder dieselben Beschwerden einstellten wie vorher. - -


Zurück zum Thema Vergessen/Loslassen:
Ich lass mich schnell ablenken in meinen Handlungen. Nur beim Schreiben/Sitzen/Nichtstun   kann mich so schnell nichts ablenken. Da stehe ich ausserhalb von Raum und Zeit.
Hm... Fehlt es mir etwa an BALANCE? frag ich mich grade.  Etwa an Struktur? Ora ET labora - das hat schon seinen tiefen Sinn! Aber zu gleichen Teilen?   Gehört es vielleicht zu meiner  spirituellen Entwicklung, dass es für mich noch zu lernen gilt,  meine Aufmerksamkeit in gleicher Konzentration auf mein  Tun und Handeln zu richten, damit ich nicht ständig in den vertikalen Spurwechsel wegdrifte?  Das würde aber wieder Übung bedeuten, eine Willensanstrengung, aber der Wille ist mausetot.
Nur Kinder brauchen feste Ordnungen und Strukturen für eine gesunde  Ich-Ichentwicklung.  Und Menschen mit instabilem Ich. (Solch einer war ich, ich hatte früher immer Angst, auseinander zu fallen! Hatte Identitätsstörungen, Dissoziationen usw.))Aus transegoischer Sicht  ist Struktur  nur etwas, was das Ego daran hindert, auseinander zu fallen - das habe ich hinter mir. Ich habe die Kontrolle nunmal komplett aufgegeben. Ich kann es mir leisten, alles liegen zu lassen, was ich anfange...es besteht keine Gefahr mehr für mich ,ohne Struktur den Halt zu verlieren und  psychisch zu dekompensieren, wie dies früher zuweilen war, "vorher". In meiner neuen "Identität" bin ich so fest gegründet, dass mich nichts mehr umwerfen kann.
 . 
Ora et labora. Es ist ja nicht so, dass ich das Eine wichtiger nehme als das Andere.  Chaos und Ordnung sind ja in meinem Bewusstsein nicht getrennt, sondern ein harmonisch zusammenwirkendes Ganzes. Die enseitige geistige Aktivität, der ich mich stundenlang zeitvergessen hingebe,  strengt  geistig überhaupt nicht an, aber dem Körper tut das lange Sitzen z.Zt. gar nicht gut, auch wenn ich mich zwischendurch immer wieder bewege, es ist zu wenig.  Also doch Balance und eine Struktur in den Tag bringen? Müssige Fragen. Ich kann ja doch gar nicht anders, als spontan zu sein, warum also darüber  nachdenken, auf welche Weise ich Struktur in den Tag bringen könnte. Eine andere Beschäftigung brauche ich nicht, mehr Bewegung tät wohl schon reichen.


Im ZEN-Buddhismus legt man von Anfang Wert darauf,  dass man die Aufmerksamkeit ausbalanciert und gleichermassen auf das äussere Tun (Labora)   und beim NichtStun (Sitzen) nach Innen (Ora) richtet.  By the way: Das buddhistische Nicht-Tun ohne S ist was ganz anderes als NchtS zu tun: Nicht-Tun ist das Tun im  letztgültigen Bewusstsein des Nichtwissens, aus dem heraus alle Dinge getan sind resp. durch spontanes absichtsloses Tun  GESCHEHEN.
Und JETZT, hier am Ende wird mir einmal mehr  bewusst: Ich MUSS nichts tun, weil sich alles spontan aus sich  SELBST heraus ergibt.
Geschehenlassen...
Der Zusammenstoß mit "King Allmightymouse" neulich hat in mir gearbeitet und wie immer Früchte getragen indem er mir einen klareren Blick auf diverse psychospirituelle Vorgänge geschenkt hat, demzufolge  ich diese mit klareren Worten beschreiben kann, - so klar, dass es mir sogar möglich scheint, dass der verfressene MouseVerstand des Kings es möglicherweise sogar theoretisch VERSTEHEN könnte, wenn er nicht sogleich in Widerstand gehen würde.  (Zusämmenstöße mit King Allmighty sind - depersonalisiert betrachtet -  Zusammenstöße mit dem konzeptuellen spirituell korrekten Mind, der zuviel weiss, dessen "Weisheit" aber nicht dem Gewahrsein, sondern den Überzeugtheiten und Dogmen eines sich "allmächtig" dünkenden Verstandes entspringt, der sich anmaßt, zu verstehen, was über den Verstand geht.)
Zum wiederholten Male warf mir der King vor, dass ich nie zugeben würde, dass ich auch unbewusste Momente hätte, seiner u.a. Leute Beurteilung nach sei ich immer noch egobehaftet, wäre mir aber dessen nicht bewusst. Als Beweis führte er u.a. an, dass ich ja doch Meinungen vertreten würde, was er für voll Ego hält.) Diese Anklage kommt immer als Abwehrreaktion, wenn ich ihm signalisiere, dass er das "Tool" (Gewahrsein) nicht hat, da er vergisst, sein (Holofeeling-)Konzept  auf sich selbst anzuwenden, statt andere Leute mit  Glaubenssätzen zu konfrontieren bzw. weiss er, dass die kollektiven Glaubenssätze unsere Realität formen, vergißt dabei aber die personalen Glaubenssätze, die sein Ego formen.
Beispielsweise ist er sich nicht bewusst über den Punkt, dass er, wenn er sich bei seinen seltenen Besuchen mit mir stundenlang über "Soziales" unterhält, wobei er implizit darstellt, wie er sich, seine Frau, seine Kinder, Papa, Mama, - die Welt -  sieht, d.h., wie er aus transegoischer Sicht nur Glaubenssätze äussert, Meinungen. Insbesondere hat er ein negatives Selbstbild, welches er sich selbst ständig unbewusst bestätigt. (Er ist der Böse, die Frau ist die Gute) Das alles hält er für völlig real, ist voll davon überzeugt, dass es so ist, wie er es sagt. Er glaubt immer noch zu wissen: Ich bin so und so und dies und das, andere sind so und so und dies und jenes....
Ich selbst lasse mich immer voll ein, das bedeutet, dass ich mich aufs Spiel einlasse, als wäre es ernst. Derweil es in diesen sehr sprunghaften Gesprächen keinerlei Innehalten gibt und ich meine ganze Konzentration aufbringe, angestrengt den Worten zu folgen  um mir ein Bild zu machen im Versuch zu verstehen   ist es mir auch nicht möglich, gewisse Dinge anzusprechen,  zu vertiefen oder mal darauf hinzuweisen, in welchem Modus wir uns gerade unterhalten. Das Gespräch verläuft so rasant und ohne Pause, es springt von hier nach dorten, kein Komma, wo man mal einen Punkt zu fassen kriegen oder genauer nachfragen, vertiefen, konkretisieren  könnte. Es ist mir so gut wie unmöglich, auf einen Satz etwas genauer einzugehen, weil er im nächsten  gleich wieder viel weiter oder ganz woanders ist.

(Jaja, ich höre schon des Kings Einwand, wer sich Bilder mache, sei unbewusst. Aber sicher mache ich bzw. bedarf ich immer noch der Vorstellungsbilder, im Gegensatz zu Dir ist mir dieser Vorgang aber BEWUSST!)
Ja,
und ich folge ihm in seinen BocksSprüngen, mache innerlich nicht dicht, weil ich das nicht mehr kann und wenn er geht, läßt er bei mir nichts als ein großes Fragezeichen zurück.
 

Die Frage geht darum, wann das Ego "tot" ist und ob es noch Ich-Anteile nach der Großen Befreiung gibt.
Vorausschicken möchte ich, dass ich mich bislang über diese Angelegenheit widersprüchlich geäussert habe, z.B. sagte ich zu Anfang meines Neuen Lebens, dass das Ego mausetot ist und später revidierte ich das, indem ich angab, dass nicht das GANZE Ego "tot" sei, sondern nur der Zensor und dass da aber immer noch "Rest-Ich-Anteile" wären.

Das ist so nicht ganz richtig beschrieben, weshalb ich das präzisiere, weil ich das im Moment viel klarer sehe und  jetzt bessere Worte dafür finde, die aber nicht weniger widersprüchlich, weil es ein Paradox ist oder wie eines erscheint, so dass der Verstand damit auch sein Kreuz haben wird, denn das Ego ist gleichzeitig auf eine Weise so "tot", dass Letztgültige  Befreiung eintreten kann, andererseits aber nicht so tot, dass sich auch hinterher nicht ab und an eine  Ego-Regung zeigen würde :

Zum Ersten - Die Voraussetzung: 
Letztgültig befreit wird man durch die Letztgültige Erkenntnis, in der sich das Gewahrsein permastabilisiert dadurch, dass  es sich SELBST erkennt. 

Zum Zweiten - Die Große Erfahrung: 
In  Letztgültiger Befreiung wird das Rest-Ego* letztgültig und sehr spürbar "verbrannt", die Ego-Wogen haben sich geglättet, sonst gäbe es nicht das Gewahrsein der  Leere und die mystische Erfahrung von Weihnachten (Neugeburt), Osten (Auferstehung) und Pfingsten (Herniederkommen des Hl. Geistes bzw. Gewahrsein) zugleich.
Ab diesem Punkt wird sich das neu geborene ICH langsam aller göttlichen Attribute gewahr, mit denen das Neue Ich bzw. Leben gesegnet ist.    (Radikale Umkehrung und Polsprung vom Ego zum SELBST in der  Erkenntnis: Ich war tot und nun LEBE ich.)
*Rest-Ego deshalb, weil durch eine mehr als weniger lange Zeit der Schattenintegration das Ego schon rapide abgenommen hat!

                                                                                                         
Zum Dritten - Das Nachspiel: Es gibt immer noch Ich-Anteile, (abgeschwächte Angriffsgefühle,  Angstgedanken, Genervtsein, Ungeduld, Ärger, Erwartungen usw. )  die sich ab und an melden, sich aber NICHT durchsetzen können. Und zwar aufgrund dessen, weil  der Bewusstheitsstrahl des GEWAHRSEINS die Durchsetzung (Identifizierung)  VERHINDERT! Und zwar in dem Moment, wo das Gewahrsein der  GEDANKEN gewahr wird, welche die Gefühle auslösen. Was sich nach meiner Erfahrung nicht mehr zeigt, sind neurotische Anwandlungen.
Oops,  klingt das nicht ganz  nach "Schrödingers Katze"? 


Ach so, die Frage ist wohl noch nicht beantwortet, was ich so zwischen meinen abgebrochenen Handlungen treibe, ausser geistig  "abdriften"? natürlich SCHREIBEN. Ich schreibe fast den ganzen Tag.   Wordpad - mein digitales Notizbuch quillt aus allen Nähten!
  Facebook ist auch eines meiner Notizbücher. Ich schreibe überall hin, wo eine geistige Unwahrheit erscheint, in jede Leerstelle, jede Kommentarspalte, und ich schreibe keinen archivierten Alten Käse, sondern immer "lebendige WAHRHEIT" aus dem Moment heraus. Dabei bediene ich mich auch der toten relativen Wahrheiten/Fakten der sog. Realität. Die sind gefordert, weil noch einiges an Ich (=Welt) zu integrieren ist. Meine Facebookseite dient der Integration. Ich sammle "Fakten" solange, bis sie transformieren und sich in den Kosmos einfügen, der ICH (geistig) BIN und der ich sein WERDE in dieser absoluten SUBJEKThaftigkeit meines GEISTES, der ich mir bewusst bin, die ICH BIN und in die ich im Bewusstsein hineinwachse, Teil und Ganzes zu sein. In der Einheit von Sohn und Vater. Reich Gottes.

****


Es ist immer dasselbe mit dem falschen King: Der spirituell korrekte  Egomind verlangt ständig danach,  der WAHRHEIT bzw. WAHRnehmung auf Augenhöhe zu begegnen. Dem echten KING (SELBST) bleibt dann nichts anderes übrig, als das Freie Kind zu mobilisieren, welches dem falschen King den Spiegel vorhält: Der Kaiser ist nackt. Erfolgt Einsicht, springt das Schwein von der Klippe... Lol

****

ICH BIN = Boddhisattva-Geist 

So eben brachte ich mühsam und mit schmerzhaft bleiernen Beinen den vollen Papiermüllbehälter die Treppe hinauf zum Abfall, als ich mit jeder Stufe immer stärkere Luftnot bekam. DAs fing schon an, als die Nachbarin kurz zuvor bei mir klingelte, dass ich beim Aufstehen aus dem Stuhl und auf dem Weg zur Tür merkte, wie schwer alles ist, der Körper, das Sprechen... Wir gingen miteinander hinauf während  ich kurz Auskunft darüber gab, wie's mir quasi von Moment zu Moment ging, die Nachbarin hatte ein anderes Thema,  dann konnte ich nichts mir hören, nichts mehr sprechen, mir wurde erst neblig, dann schwarz vor den Augen, die Nachbarin schwätzte weiter, guckte kaum auf, verschwand in ihrer Etage, als die Pastorenfrau von oben herunter kam, merkte, dass es mir nicht gut ging, machte ein paar wohlmeinende Geräusche und schwätzte und schwätzte... Auf meine Bitte brachte sie einen STuhl, derweil ich weiterhyperventilierte... sie schwätzte davon, dass ich die Wäsche doch heute abhängen soll, jaja, die sei schon trocken - Ich: ja danke, wie lieb von Ihnen, mir das zusagen, Frau X. mach ich noch heute, wenn ichs nicht vergesse.... Dann hob sie den Deckel meines Papierbehälters, stellte fest, dass da nicht "getrennt" sei und wollte tatsächlich damit anfangen  meinen Müll zu sortieren, und schwätzte  und fragte, und zwang mich damit zu Erklärungen, die ich nur langsam und mit luftholenden Pausen abgeben konnte:  dass sie das nicht tun solle, weil es nur die eine Milchtüte sei, die ich gerade eben versehentlich zum Papier hineinschob, sie solle mir besser ein Glas Wasser bringen...
Herr Gott nochmal! Das sind Momente, da spüre ich so ein leises schnorchelndes Grummeln in der Kehle und es fehlt nicht viel und ich fange an an laut zu knurren.... WEIBER! :D

Ja, aber das Eigentliche kam, als ich beim Gedanken an einen möglichen Herztod einen Widerstand spürte und mir der Gedanke an Hingabe nicht besonders gut gefiel, dafür aber der Gedanke, diese Welt (=Ich) nicht ganz zu verlassen immer besser, so dass  ich mir eine Wiedergeburt gut vorstellen konnte unter der Bedingung, dass ich bewusstseinsmäßig an dem Punkt anschliesse, in  dem mein Leben geendet hat. Und da hat es mal wieder bei mir geboingt: Dass ich in meinem Tun ( Erkennen, Schreiben, Mitteilen) und in meinem Letzten Wunsch von  nichts anderem als dem sog. Bodhisattva-Geist angetrieben bin, dem archetypischen Geist, von dem es  heisst, dass er sich so lange auf der Erde inkarniert, bis auch das letzte Wesen erlöst, erfüllt, befreit ist.

Ich habe kein Lehr-System, ich erkenne mehr und mehr die Bedeutung der alten spirituellen Systeme und ihrer Archetypen, benenne sie in den althergebrachten Begriffen und fülle sie so von innen heraus gewissermassen mit  "Fleisch".

Hm, ich GLAUBE ja nicht an Wiedergeburt, aber grade eben kam mir eine Idee, ein Zipfel eines Bildes (oder "Struktur",) welches noch nicht ganz klar ist. Vielleicht kann ich wenigsten die Frage formulieren:  Könnte es nicht sein, dass es letztgültig so etwas wie Nirwana im herkömmlichen Sinne gar nicht gibt, dass es keinen rein transzendenten Gott für sich allein gibt, sondern immer nur inkarniertes göttliches Bewusstsein. Form ist Leere und Leere ist Form. Unteilbar.
Das ist für mich keine neue Erkenntnis, sondern sieht nur völlig neu aus, weil sie in meinem Bewusstsein in einem anderen Kontext erscheint. Hm... möglicherweise muss ich in einem nächsten Leben Mathematik studieren, um das zu begreifen, was sich jetzt noch nicht von mir beschreiben läßt.

In der fortschreitenden Vergöttlichung/Vergeistigung geht es darum, den Kosmos von Innen her zu umfassen/Integrieren. Da der Kosmos so unendlich ist wie Gott, das Unendliche Bewusstsein unendlich ist, gibt es niemals so etwas wie ein Ende.
Das Wissen ist schon da, es ist uns in diversen Schriften an die Hand gegeben, ein Mensch kann es nur nicht in einem Leben erfassen. Der Geist müßte sich also wieder und wieder inkarnieren....

Wenn man vom Reinen GEIST spricht, dann glaubt der Egomind meist, es handle sich um einen entkörperten Geist jenseits der Materie. Dem ist nicht so, der GEIST ist REIN im Sinne von unverzerrter WAHRnehmung und frei von egoischen Beimischungen.

 


Anmerkung zur Person:
Ich habe nicht studiert, keine höhere Schuldbildung,
Ich hatte in meinem Leben zwar viel gelesen, aber wenig verstanden. Die meisten spirituellen oder psychologischen Begriffe, die ich in meinen Texten verwende, sind nicht "gepaukt", sondern "zugefallen". Meine Definitionen dieser Begriffe sind oft freie Assoziationen und stimmen nicht immer mit der staatlich anerkannten Bedeutung überein.