Dieses Blog durchsuchen

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Dem bleibt am Ende heitres Lachen, der aufhört, sich 'nen Kopf zu machen, la la la

.Fundstück

"Alles zu fühlen, was ist, und die Position des Zuschauers auf das eigene Leben einzunehmen, sorgten in der Vergangenheit für viel Verwirrung.
Wenn Du in der Position des Zeugen bist, besteht die Gefahr, dass Du die Geschehnisse und Gefühle lediglich beobachtest, anstatt sie zu fühlen und wahrhaftig zu erleben. Darauf wird so viel an Meditationstechnik und Praxis verwendet, dass es Menschen gibt, die auf diesem Weg die Natürlichkeit und den Kontakt zum wirklichen Fluss des Lebens verlieren.
Eine Vermeidung des Erlebens und der Erfahrung, der Freuden und der Schmerzen durch ein dissoziierendes Beobachten verhindert auch die Chance, die Unendlichkeit zu erfahren. Das Leben wird zu etwas Abgetrenntem und das Innere etwas Künstliches."
(Christian Meyer)

Ok, ich gehe erst mal dem für mich "Verwirrenden" in dem vorliegenden Text von Ch. Meyer nach. Was hier  auf den ersten Blick so klug und weise, so einfach, einleuchtend und glaubwürdig klingt und manchen gläubigen Gemütern lieblich in den Ohren klingt, ist es nämlich ganz und gar nicht. Alles, was hier gesagt wird. ist nicht WAHR, denn es entspringt (falschen) Vorstellungen von dem, worüber sich der Verstand als solcher per se keine Vorstellungen machen kann und darf  und sich ein sog. "Spiritueller" darüber bewusst sein sollte.
Was " in der Vergangenheit für viel Verwirrung sorgte", wird durch Herrn Meyers Erklärungen auch  nicht klarer. Und auch ich verspreche hier in allem heitren Ernste, dass ich nicht dazu beitragen werde, ganz im Gegenteil... lol

Zum ersten: Man kann Gefühle nicht bezeugen, derweil man mit Gefühlen identifiziert ist ! Der "Zeuge" - der nichts anderes als der Fokus des Gewahrseins ist -  basiert ja doch auf der Abwesenheit von egoischem Denken und Fühlen! Wo man aber mit Gefühlen resp. Ego noch identifiziert ist, gilt, es die Gefühle zu FÜHLEN! Das Ego kann Gefühle nicht beobachten, genausowenig wie es Gedanken in flagranti ertappen kann, sondern sich ihrer nur retrospektiv erinnern und über sie nachdenken.  In diesem Sinne gibt es recht eigentlich auch keine  Dissoziation von den Gefühlen. Gefühle kann man entweder fühlen oder verdrängen. Gefühle und Gedanken lassen sich WÄHREND des Fühlens und Denkens einfach nicht zeitgleich  beobachten. Sobald man z.B. wütend ist, ist man identifiziert und der Zeuge gibt den Geist auf. Nochmal: Gewahrsein kann Wut nicht erkennen, weil seine Funktion auf der Abwesenheit egoischer Attribute gründet!


Ja, da gibt es in der Tat viele Spirituelle, die die neutrale transegoische WAHRnehmung zu "üben"  versuchen bzw. imitieren, indem sie bemüht sind, ihr Denken und Fühlen auf "neutrale" Weise zu betrachten, d.h. sie versuchen, auftauchende Gedanken und Gefühle, ohne Wertung und Benennung "wie Wolken am Himmel einfach so vorbei ziehen zu lassen". Solche Übungen werden sogar von einigen spirituellen Lehrern empfohlen. Meiner Erfahrung nach wird aber bei solchen Übungen, wie so oft, das Pferd von hinten aufgezäumt, indem das MacherEgo absichtlich und willentlich etwas zu machen versucht, derweil es mental in's VORAUS setzt, was am Ende des BW-Prozesses ein GEGEBENES ist. (Zirkelschluss).

Solange man unbewusst ist, bzw. mit seinen Gedanken und Gefühlen identifiziert ist, werden solche Übungen gar nicht funktionieren.  Es ist das Ego selbst, welches  hierbei nur den sog. "Zeugen" sowie auch  dessen "neutrale Beobachtung" des Gewahrseins simuliert.  Dabei vertauscht es die Ebenen und verwechselt die normale egoische Aufmerksamkeit/Achtsamkeit mit der höheren Form der Bewusstheit bzw. dem Gewahrsein des sog. Zeugen!  Zeuge sein, heisst aber, letztlich nicht Gefühle und sinnliche Phänomene, sondern transegoische WAHRHEIT zu bezeugen.
Versucht man nun eine neutrale=transegoische  WAHRnehmung zu üben, dann  verdrängt man nur, was man mit Aufmerksamkeit bzw. Achtsamkeit annehmen und würdigen sollte. Dabei stellt sich Entfremdung von den Gefühlen ein, eine pathologische "Dissoziation",  die man in spirituellen Kreisen  oft fälschlicherweise für eine gelungene Ego-Entrückung hält. Eine Dissoziation, die auf Verdrängung basiert,  kann per se keine BEWUSSTE Desidentifikation bzw. Dekonstruktion egoischer Anteile sein, die nur aufgrund  bewusster Identifikation  mit den unbewussten/verdrängten Anteilen geschieht.

Ganz im Gegenteil ist es im Kontext der psychospirituellen Individuation/Ichentwicklung sehr wichtig zu lernen, alle auftauchenden Gefühle nicht nur zu  fühlen, sondern vor  allem erst einmal zu benennen. Anders wird deren Transformation nicht gelingen, als dass man sich seine Gefühle und Gedanken VOLL bewusst macht, indem man sie evtl. verstärkt und benennt. Dies ist keineswegs leicht, denn viele Menschen sind gar nicht im Kontakt mit ihren Gefühlen und können sie daher auch nicht benennen.  Aber gerade solche sind es häufig, die aus ihrer Not eine spirituelle Tugend zu machen versuchen und nicht merken, dass sie mit ihren unheilvollen Bemühungen nur ihre Neurose verstärken. Traumatisierte Menschen  z.B. haben oftmals gelernt, sich durch Dissoziation von ihrem Ich zu lösen, um sich von ihrer Wahrnehmung und ihrem Schmerz der Erfahrung zu distanzieren. Auch wenn diese Art des Selbstschutzes zunächst legitim ist, entfremdet man sich auf diese Weise jedoch immer mehr von sich selbst, statt zu sich selbst zu finden.

In den "WIRKLICHEN  Fluss des Lebens" (Tao) kann man durch solche Meditations-Praktiken nicht kommen.    Wenn Meditation nicht dazu führt, dass man sich der pychischen Widerstände gegen die persönliche wie auch gegen die überpersönlichen Wahrheiten bewusst wird, dann taugt sie nicht.
Wer ACHTSAMKEIT übt und eben dadurch auch im Kontakt mit seinen Gefühlen kommt oder ist, wird solcherart "Meditation" sofort durchschauen, als das, was sie sind: Fake. Wo Achtsamkeit ist, geschieht nämlich Transformation, wer achtsam ist, kann sich m. E. nicht mehr derart von s(ich) entfremden, dass er vergisst, seine Gefühle anzunehmen und zu fühlen. Achtsamkeit erst führt zum "neutralen" ist unverzerrten "Zeugen"=Gewahrsein. Gewahrsein ist jenseits von Gut und Böse.  Achtsamkeit ist nicht "neutral", Achtsamkeit ist erst mal Empathie=Einfühlung in mich selbst.

Merke: Bevor man sich des Fluss' des Tao's bewusst wird, muss erst mal das Ich in Fluss kommen, d.h. kongruent werden. Zum "Vater" kommt man nur über den "Sohn"!
Das neutrale SCHAUEN (Gewahrsein/Bewusstheit) stellt sich durch kontinuierliche Schattenintegration ganz von SELBST ein. Alles was ES dazu braucht, ist ACHTSAMKEIT.

Das Ich muss seine Angst vor dem Leben überwinden und erst einmal lernen, sich wirklich und voll und ganz EINZULASSEN auf das "Leben" bzw. primär auf sich selbst, statt dem "Leben" gegenüber eine künstliche und pathologische Position eines Zuschauers einzunehmen und Gewahrsein zu mimen.

Fazit: Das Verwirrende bei Texten wie denen Ch. Meyers ist u.a. auch, dass man nicht weiss, was der Verfasser unter "Natürlichkeit" und "wirklichen Fluss des Lebens" versteht: Den Fluss des egoischen Lebens (Kongruenz)  oder den Fluss des TRANS-egoischen Wahren Lebens.(Tao) meint er die  Natürlichkeit=Kongruenz des egoischen Ichs oder die "Natürlichkeit" der sog. Wahren Natur des transegoischen "Wahren Selbst"?
Viele Sucher, die sich für Finder halten, halten oft irrtümlich den Fluss der psychischen Kongruenz schon für den transegoischen Flow des Tao, der jenseits der Psyche/Gefühle ist.
(Seinem Text nach zu urteilen, versteht auch  Christian Meyer unter dem  "wirklichen"  Fluss des Lebens irrtümlich die Kongruenz der Gefühle/Seele/Psyche.)


Der ganz Schlaue würde jetzt einwenden, dass es letztgültig ja doch keine Trennung gebe zwischen beiden - dann ergäbe doch der Text Sinn. Das ist richtig, aber sinnig und stimmig auch nur dann, wenn man dabei berücksichtigt, dass nur über die Transformation/Individuation das Ich auch letztgültig transzendiert wird und erst damit die Trennung WIRKLICH überwunden ist. Die meisten spirituellen Theoretiker glauben ja ernsthaft, dass das unerlöste untransformierte Ich mit dem Transegoischen Ich "vereinigungsfähig" sei.

Zum letzten Absatz

Eine Vermeidung des Erlebens und der Erfahrung, der Freuden und der Schmerzen durch ein dissoziierendes Beobachten verhindert auch die Chance, die Unendlichkeit zu erfahren. Das Leben wird zu etwas Abgetrenntem und das Innere etwas Künstliches."
wäre noch zu sagen, dass das Erleben hierbei nicht aktiv vermieden wird, sondern einfach nur die alte Verdrängungshaltung verstärkt wird. Aus der Not wird eine spirituelle Tugend gebastelt.  Für das Ego ist das Leben schon immer etwas Abgetrenntes und das Innere etwas Künstliches.

Oh Lord, es ist verdammt schwer, diese Dinge zu beschreiben, wenn man die Geister nicht unterscheiden kann, aufgrund dessen die Ebenen egoisch-transegoisch zwangsläufig verwechselt werden müssen. Auch muss man die Paradoxa aushalten...

Abgesehen vom "dissoziierenden Beobachten" ist es aber , wie schon gesagt, ganz richtig, zu lernen, das Leben zu leben, was heisst, das (s)ich  selbst zu lieben, statt das Ich weiterhin  - noch dazu unter Mithilfe fragwürdiger meditativer Techniken - zu unterdrücken. Die "Unendlichkeit" resp. die Erkenntnis des Unsterblichen Bewusstseins, das ICH BIN,  kriegt man nämlich nicht ohne Individuation, Ichwerdung.


PS: Nochmal, weil das einfach nicht in den Kopf will, lol:
Durch "dissozierendes Beobachten" von "Erleben, Erfahrung, Freuden und Schmerzen" kann SELBIGES nicht vermieden werden!
Hier an diesem Punkt müßte eigentlich jeder Verstand den Geist aufgeben.

PS: Nochmal... arrrrrgh....
Ich hör jetzt auf, mir'n Kopf zu machen,
Am Ende bleibt nur eins: Das Lachen







Dienstag, 18. Dezember 2018

Zeitgeisty - Von heilloser Weiberwirtschaft


Ein weiteres Symptom für die kranke Gut/Böse resp. Täter-Opfer-Verkehrung der sog. Elite und ihrer Bobo's zeigt die Grüne Josefine Paul.  Ginge es nach,  würde noch heute dem Nikolaus die rechte Hand abgehackt:  Knecht Ruprecht, der Unzeitgemäße, der uns Kinder mit seiner dunklen Mönchskutte und seiner Rute mit schaurig schönen Schauern beglückt hat.
"Kindern sollte man grundsätzlich nie drohen", sagt Paul. Darunter falle auch das elterliche Druckmittel "Wenn du nicht artig bist, dann...". Kinder hätten ein Grundrecht auf gewaltfreie Erziehung, und dazu zähle auch psychische Gewalt.
Passt!  Der  fraulich-friedfertige Zeitgeist will ja nur das absolute Gute, welches demnach alles scheinbar Böse aus der Welt zu schaffen fähig ist. 
Die dunkle Gestalt mit der Rute erscheint zwar (nur) Kindern als böse, ist aber gewiss nicht "Der Böse",  sondern  derjenige, der die Kinder für ihre jährlich angehäuften mehr oder weniger spektakulären Unartigkeiten in gespieltem Zorn i.d.R. nur zart den Hintern versohlte. Seine Frage an die Kinder: Wart Ihr auch schön brav? ist auch  nicht mehr zeitgemäß. Brav & artig zu sein, ist heute reaktionär und die  Eltern braver Kinder werden heute  sogar "rechts" verortet.
(s.a. Kita-Broschüre Meene Meene Muh der AAS)


Mensch zu werden, heisst Ich zu werden - und zwar GANZ Ich zu werden. Erziehung ohne Grenzen und ohne haltgebende Strukturen  zeugt nur haltlose Narzissten.  Charakter- bzw. Ichbildend ist nun mal, dass man den Kindern Grenzen aufzeigt, dass sie lernen, sich im Großen und Ganzen an den Regeln von Familie und Gesellschaft zu ORIENTIEREN. Eine Androhung von Konsequenzen bei ständiger oder mutwilliger Regelverletzung ist daher keine psychische Gewalt. Die Konsequenzen sollten nur nicht das rechte Maß überschreiten.

Wie üblich will  der regressive "Progressive" in seiner rigiden Entweder-Oder- resp seiner Antihaltung auch hier das KInd gleich mit dem Bade ausschütten. Weil er die Spannung zwischen Gut-Böse/schlecht  nicht mehr aushalten  mag. 

Heute fragt man die Kinder gar nicht mehr, ob sie artig/brav/gehorsam sind oder waren.  Erziehung soll offenbar ganz abgeschafft werden. Das wird  nicht funktionieren, denn das Ich als die "Erbsünde" ist nun mal gegeben, der unschuldige Edle Wilde ist ein Mythos, das Ich will Ich werden und MUSS Ich werden. Das Ich ist eine Errungenschaft auf der evolutionären Skala und kann nicht regressiv durch Nicht-Erziehung unterdrückt werden.  Wo Eltern nicht erziehen, erzieht die umgebende Umwelt.

Von Laotse wurde überliefert, dass die Kinder nur dann zu rechten Menschen werden, würde man  NICHT EINGREIFEN.  Was aber keineswegs heisst,  dass man die Kinder in allem sich  selber überläßt! Daran hab ich früher selbst einmal geglaubt. Heute bin ich weiser. Nichteingreifen bedeutet bei Laotze nicht, nicht in die Erziehung, sondern nicht  in den Fluss des Taos einzugreifen!  Ohne Vor-Bilder wird niemand ein  Mensch.

Yin und Yang:  Laotse ist eine Personifizierung des weiblichen Chaos und bedarf  des Konfuzius zur Ergänzung, der Personifizierung des männlichen Ordnungsprinzips. Laotse erscheint als der höchste Mensch, der EDLE, der das SELBST/Gott verwirklicht hat. Aber er hat es nicht gänzlich vewirklicht, wenn er nicht auch seinen Gegenpol Konfuzius integriert hat. 
"Nichteingreifen"  resp. "Geschehenlassen" ist eine transegoische Tugend. Macht man aus diesem Attribut ein Ideal und  (Erziehungs-) Prinzip, versucht das Ego zu machen, was niemals  zu machen ist.  DAS ist "satanisch".   Das allzwohlwollende gewährenlassende Weibliche erscheint hier als "satanische" Version des Urbildes. Es will das Gute und schafft dabei das Böse.

Ein Kind ist nur solange im Fluss des Taos, bis es in die Zeit fällt und beginnt, Selbstwahrnehmung und ein Ich mit eigenem Willen zu entwickeln. Dieses wollende Ich ist aus transegoischer Sicht ja doch der Stein im Fluss des Tao, welches ein Fliessen - Geschehenlassen - verhindert!
"Geschehenlassen" als Prinzip und Ideal vorgegeben , wäre demnach  nichts anderes als eine egoische ANTI-Haltung, eine   prärationale  Ignoranz - eine "Teuflische Simulatio Dei" des Urbildes.  Prärationalität ist übrigens ein Merkmal vieler sog. Heiliger.  Man erkennt es daran, dass sie das Kollektiv immer über das Individuum setzen, über sich selbst! Man dünkt sich in dieser Pose bewusstseinsmäßig äusserst progressiv oder sogar spirituell-TRANSrational, in Wirklichkeit ist das Bewusstsein hierbei aber nur infantil regrediert. Gefühl wird als letztgültige Wahrheit über die Ratio gestellt. Das Ich geht ozeanisch im Wir auf.
(Eine autoritäre Erziehung gibt es eigentlich nicht, da die antiautoritäre Ideologie selbst eine Autorität ist.  Den autoritär-infantilen  Charakter der antiautoritär Ideologisierten  kann man heute bei den erfolgreich aber unheilvoll verweib- und weichlichten Linksgrünen beobachten. Das gesamte  deutsche Parlament klüngelt und dümpelt seit nunmehr 18 Jahren sektenartig im Sumpf einer unheilvollen kollektiven und narzisstischen Symbiose mit "seiner Kanzlerin" - die, auf das  Podest der "Mächtigsten Frau der Welt" gestellt, gnädig an ihrer Macht partizipieren läßt.
Unter dieser muffigen Käseglocke hat sich diese "Elite"  - im symbiotischer Erweiterung mit Medien und Wirtschaft - mittlerweile von der Realität des  Volkes derart abgetrennt, dass  sie paranoid jede Kritik an ihrer (Migrations-) Politik als Hassrede und die "abgehängten Menschen DA DRAUSSEN im Lande" als Pack und Gesinnungsfeinde wahrnimmt und sie auch so behandelt.)


Louise Arbour und Angela Merkel, weiss man nun, waren die Mütter des UNO-Migrationspakt, der, durch "diplomatische Geheimhaltung" lange Zeit verhindert, erst seit kurzem durch die AfD richtig bekanntgemacht  und im Parlament thematisiert wurde und am 11.12.2018 in Marrakesch  - ohne den Diskurs mit den Bürgern - unterzeichnet wurde. Ein Pakt, der schizophrenerweise "rechtlich nicht bindend, aber politisch verpflichtend" ist.  Frau Merkel versuchte  die Aufmerksamkeit der Leute auf  die rechtliche Nicht-Bindung zu fixieren und diffamierte alle Staaten, die die fragwürdige politische Verpflichtung kritisierten und daher den Pakt nicht unterzeichnen wollten, als unverständige Dummköpfe und/oder  Lügner.

Dass L. Arbour nicht allein die  "Mutter der Migration" sei, sagt sie selbst :   „Die Initiative (für den UN-Pakt)   ging von Europa, nach der europäischen Krise 2015 aus.“ (Die Zeit). Das ist sehr leicht vorstellbar, da der Migrationspakt nachträglich den Fehler Merkels  - die Öffnung der Grenzen für illegitime Einwanderer -  von 2015 zu legitimieren scheint.

Was man wissen sollte: der Migrationspakt gilt nach Aussagen von Martin Rensch (UNHCR-Sprecher)nicht für Flüchtlinge, sondern nur für legale Migration. Nur in diesem Sinne läßt sich auch die fragwürdige Präambel des Paktes verstehen, in der es heisst, Migration sei eine Quelle von Wohlstand und Innovation, was sie im Allgemeinen auch ist, aber im Besonderen zu bezweifeln ist.

Nebenbei: Arbour und Merkel  sind im übrigen beide  christlich-religiös geprägt, die eine besuchte eine Klosterschule, die andere ist Pastorentochter. Beide sind von religiös-universalistischem Sendungsbewusstsein für einen neuen Internationalsozialismus  beflügelt, ein anderes Wort für Kommunismus, der wie das autoritär-schwarzchristliche Christentum das Kollektiv über das Individuum stellt. Sozialismus/Kommunismus selbst sind nichts anderes als  säkularisierte Abarten des Christentums.

Die Einäugigkeit des UNO-Migrationspaktes zeigt überdeutlich die heillose Politik einer pathologisch-selbstlosen Weiblichkeit, die sich selbst - allein zum Wohle anderer - komplett aus den Augen verliert.
So wie Minderheitenrechte heute quasi über die Rechte der Mehrheit gestellt werden***, so sieht man den Gipfel einer solchen "schwarzchristlichen" Selbst-Aufgabe im Uno-Migrationspakt realisiert, der alle Rechte den Migranten und keine den aufnehmenden Zielländern zuspricht. - - -



Die Nebel der Verwirrung lichten sich langsam. Erschwerend  zum Verständnis kommt noch hinzu, dass Migranten (Einwanderer) und  Asylsuchende (Flüchtlinge) in den Medien und im Verständnis der meisten Menschen synonym zusammenfallen.  Der UMP gilt nach Merkel &Co. wie schon gesagt, aber nur für Migranten, nicht für Flüchtlinge.  Der Flüchtlingspakt werde gesondert behandelt. Das wird immer wieder betont, doch dem entgegensteht, dass auch im UMP sich ALLE Gruppen subsumieren. Siehe Absatz 7 und 4 

"(...)Dieser Globale Pakt stellt einen rechtlich nicht bindenden Kooperationsrahmen dar, der auf den Verpflichtungen aufbaut, auf die sich die Mitgliedstaaten in der New Yorker Erklärung für FLÜCHTLINGE UND MIGRANTEN geeinigt haben...." Präambel Absatz 7""
http://www.un.org/depts/g...

Präambel, Satz 4 des Migrationspakts:
"Flüchtlinge und Migranten haben Anspruch auf dieselben allgemeinen Menschenrechte und Grundfreiheiten, die stets geachtet, geschützt und gewährleistet werden müssen. Dennoch handelt es sich bei ihnen um verschiedene Gruppen, die separaten Rechtsrahmen unterliegen ( ...)Der vorliegende Globale Pakt bezieht sich auf Migranten und stellt einen Kooperationsrahmen zur Migration in allen ihren Dimensionen (!!!) dar."





***Die penetranten Forderungen (vor allem des Feminismus) nach  Toleranz sind ebensolche Einbahnstrassen, sie richten sich ausschliesslich und einseitig auf die  "vielfältigen" Minderheiten.  Der Toleranz würdig und bedürftig ist hier insbesondere die Randgruppe der LBQTI etc.pp-Community  mit ihren multiplen sexuellen Spielarten  und im weitesten Sinne die Minderheiten aller Menschen, deren Eigenschaft sich von denen bislang normaler Menschen unterscheidet und die sich durch diese Unterschiedsmacherei  per se diskriminiert fühlen.  Umgekehrt gilt dies aber nicht für die Toleranzgewährenden, da das bislang Normale nunmehr als krankhaft gilt.
Um ein "Weibliches Paradigma" zu schaffen, dreht  frau dreht den Spiess einfach um.

Freitag, 16. November 2018

Mark Passio - ein Judas, der die Alten Weisen wirft achtlos hin zum Alten Eisen?


Heute fallen mir einige Youtube-Videos auffällig ins Auge.  Ein mir bislang Unbekannter mit Namen Mark Passio spricht  über  "Fake Ass Christians", zum Gesetz der Anpassung und zum Thema Erwachen/Erleuchtung. Seine Vorträge sind mir viel zu lang, deshalb höre ich und dort mal länger, mal kürzer hinein....
Passio macht keinen dummen Eindruck, er schwätzt überzeugt und unterhaltsam, hat aber von Erleuchtung und Spiritualität - soweit ich dies aufgrund von Auszügen seiner  umfangreichen Reden beurteilen kann -  eine merkwürdig materialistische Auffassung, z.B. liege  das höchste spirituelle Ziel des Menschen für ihn im "Gesunden Menschenverstand", der zwischen Richtig und Falsch unterscheiden kann und das höchste Ziel der spirituellen Suche - die Erkenntnis der nondualistischen Einheit/Ganzheit/Singularität erklärt er tatsächlich für nutzlos und unreif.

Die "Spiritualität" des Herrn P. stützt sich auf das männliche und das weibliche Prinzip,   von Synthese/Transformation/Transzendierung keine Spur, sein Bewusstsein ist noch ein dualistisches. Sein Fetisch sind die Fakten, Fakt ist für ihn gleich Wahrheit.
Was seine Kritik am Christentum angeht, ist die teilweise zwar berechtigt, aber nichts Neues und basiert keineswegs auf eigenem tiefen Verständnis der wahren Botschaft Jesu.  Die Deutungshoheit für Bereich von Religion und überzeitlicher Spiritualität besitzt für ihn ganz klar der Allerweltsverstand, Tatsächlich ist es sein eigener ziemlich ziemlich ungesunder Verstand, der sich anmaßt, ist, die  Fakehaftigkeit des tradierten Christentums zu entlarven - mit  dem falschen Instrument läßt sich das WAHRE nunmal weder verifizieren noch widerlegen.

Passio macht auf mich nach kurzer Zeit des Zuhörens schon den Eindruck eines innerlich übererregten umstürzlerischen Revoluzzers,  eines politischen Anarchisten, einer jener Weltverbesserer, die an ein utopisches Paradies auf Erden glauben,  wenn alle Menschen sich nur "richtig" verhalten würden. Auch sein Bild von einem  "Erleuchteten"  ist an objektiv wahrnehmbares "richtiges" Verhalten festgemacht. Ebenso der Begriff der Wahrheit, die für ihn ebenfalls objektiv wahrnehmbar sein muss,  wie auch der Begriff der Freiheit rein äusserlich verstanden wird: das System soll nicht innerlich, sondern "da draussen" umgestürzt werden. Die Befreiung aus der Sklaverei ist für ihn nur die Befreiung von ÄUSSEREN Autoritäten.Passio ist ein Rebell. Und  darin ist er nicht anders wie der Verräter Judas. Auch der  Apostal Judas verstand die Botschaft Jesu nicht subjekt-  sondern  objektbezogen als Befreiung aus der Versklavung  der Juden durch die römische Besatzung. Jesus indes meinte mit seiner Botschaft den Exodus aus der inneren Sklaverei der konditionierten autoritären Ich-Strukturen. 
Mark Passios Konzept ist ein Verrat am SELBST  bzw. an der Wahren Botschaft des Jesus, den er eigenen Worten nach zwar schätze, aber offenbar nicht verstanden hat. Sein Feindbild sind die organisierten Religionen, die er gerne abschaffen würde, weil sie für ihn für alles Elend in der Welt verantwortlich seien, seinen Worten nach  schätze er aber auch das esoterische Christentum. Ein Lichtlein darüber, dass das Esoterische nicht ohne das Exoterische existieren  kann und vice versa, ist ihm bislang offenbar noch nicht aufgegangen.

Auf dieselbe Weise  definiert er  auch das  Bewusstsein einseitig nur als egoisches Verstandeswissen bzw. als gesunden Menschenverstand:
 con · science (kŏn'shəns) Nomen - aus dem lateinischen Präfix con : zusammen und lateinisches Verb sciere : wissen; verstehen
con + sciere : zusammen wissen
Dieses "zusammen wissen" (To know together) deutet er ebenfalls objektbezogen im Sinne von "gemeinsam, gemeinschaftlich" als kollektives "Wir-"Bewusstsein.   In WAHRHEIT und auf das absolute SUBJEKT bezogen gründet das TRANSegoische Bewusstsein in der ganzheitlichen Erkenntnis des Individuums.

Sein Verständnis des erwachten/erleuchteten BEwusstsein geht dahin, 

"zu wissen, dass die Wahrheit singulär und objektiv ist und dass die Wahrheit unabhängig von unserer Wahrnehmung existiert. Die Wahrheit ist objektiv. Das heisst, dass sie nicht von der möglicherweise schwankenden Wahrnehmung menschlicher Wesen abhängt. Die Wahrheit ist standhaft. Sie ist ganz einfach das, was ist. Sie ist das, was in der Vergangenheit geschehen ist und das, was in der Gegenwart geschieht."

Welch teuflische Verkehrung! Ja, das klingt in der Tat höchsterleuchtet, aber eine solche Feststellung ist  genau das, was er zu verachten vorgibt, nämlich eine schwammige Phrase mit einem trendy touch of New-Age-Gestänkle, aktuell inflationär in Gebrauch auf dem Marktplatz der spirituellen Eitelkeiten.  Man muss sich schon gar nicht mehr fragen, wer  bei M. Passio die Deutungshoheit über "das, was ist" hat, denn was er sagt, gilt "ganz einfach"  nur für  das egoische Normalbewusstsein, wonach die Gegenwart die Summe der Vergangenheit ist. Seine "singulären Wahrheiten" sind relativ und auf  sinnlich wahrnehmbare Phänomene und "Geschehen" bezogen. Offen bleibt hierbei allerdings die alles entscheidene Frage, wer oder was der "standhaften" Wahrheit gewahr wird, wenn deren Erfassung NICHT von der "möglicherweise schwankenden Wahrnehmung menschlicher Wesen" abhängt! Doch diese alles entscheidende Frage taucht bei ihm gar nicht auf, was darauf hindeutet, dass er den Normalverstand des Normalbewusstseins, -  soweit der flachwixende Kleingeist nur gesund genug ist und nicht "schwankt" -  für das Instrument der Erkenntnis hält.

Schon  den ersten kurzen  Sentenzen  konnte ich entnehmen, dass ihm eine neutrale, d.h. eine von kognitiven und emotionalen Verzerrungen und Schwankungen befreite  WAHRnehmung im Gewahrsein unbekannt sein muss und dass er sie den "menschlichen Wesen" so gar nicht zutraut. Oder aber er hält "Gewahrsein"= wahre Bewusstheit  vielleicht auch für einen kindischen  New-Age-Irrtum?  Sei's drum - mit einem derart aussenorientiertem und objektbezogenem Ansatz kommt er niemals zur Erfahrung der Einheit des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.  Die Wahrheiten des M. Passio sind relative Wahrheiten. Die absolute Wahrheit ist jenseits von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (Zeit).
Nachdem, was ich bis jetzt von ihm gehört habe, scheint ihm auch Jesus als der personalisierte Archetyp des Wahren SELBST kein Begriff zu sein.
Zuweilen glaubt man, ein wahres Wort zu hören, was aber im nächsten Satz schon wieder in sein Gegenteil umschlägt.  So weiss er zwar, dass seine Egoidentifizierung nicht unveränderlich ist, glaubt aber an eine Neuprogrammierung mit neuen Glaubenssätzen. Das gesamte Konzept Passios basiert nicht auf totaler (Ego-) Dekonstruktion, sondern auf Re-Konstruktion neuer "richtiger" Glaubenssätze/Dogmen/Meinungen.

 Passio setzt offenbar Wahrheit und Wahrnehmung - Truth vs. Perception - in Gegensatz.  Das kann man aber nur dann  in einen Gegensatz setzen, wenn man nicht weiss, dass es auch eine Wahrheit gibt, die sich  nicht nur von aussen objektiv präsentiert oder aus einem Wissen aus der Vergangenheit, sondern im Fokus des Gewahrseins ERKANNT wird.  Es gibt ja zwei Formen der "Perceiption": Relative Wahrnehmung durch den Filter des konditionierten Egominds vs.. absolute=unkonditionierte WAHRnehmung in der Bewusstheit des  transegoischen Wahren SEINS. (GeWAHRsein).

Auch was er über Solipsismus sagt, zeigt, dass er darunter wohl nur einen pathologischen selbstüchtigen Narzissmus versteht und offenbar weder praktisches noch theoretisches Wissen  hat von der Transformation/Transzendierung des Egos in die transegoische SELBSTbezüglichkeit des "Absoluten SUBJEKT, das ICH BIN", in dem das oder der "Andere", die dualistische Welt transformiert und im zweifachen  Sinne "aufgehoben" ist.  Da gibt es kein "eigenes Ich" mehr - da ist die Objekt-Subjekt-Trennung aufgehoben. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Solipsismus
Auch bei Wikipedia liest man:
 "Metaphysischer Solipsismus: Nur das eigene Ich existiert. Nichts außerhalb des eigenen Bewusstseins existiert, auch kein anderes Bewusstsein!"


Bei Mark Passio heisst es über Solipsismus:
"Auch dieses Wort enstammt dem Lateinischen: solus adj. bedeutet alleine; ipse pron. bedeutet selbst.
Solipsismus ist also eine Haltung, in der es nur um sich selbst geht. Diese Ideologie besagt, dass nur der eigene Verstand (mind = Verstand, Geist, Seele, Kopf, was jetzt?) mit Sicherheit existiert. Solipsisten behaupten, dass alles Wissen ausserhalb des eigenen Verstandes unsicher ist. Also gibt es für sie keine objektive Wahrheit. Gemäss ihnen kann nichts über die externe Welt und die in ihr stattfindenden Abläufe verstanden oder anderen mitgeteilt werden. (...)

des weiteren:
Solipsismus ist sowohl eine falsche Religion und trägt das Markenzeichen spiritueller Infantilität. Von dieser kranken Ideologie wegzugehen ist ein narrensicheres Zeichen des Anfangs menschlicher Reife und spiritueller Entwicklung. Diese, die wirklich wach sind, verstehen in Gänze, dass sowohl die objektive Realität existiert, als auch die Wahrheit gewusst werden kann."


Na, das hört sich fürwahr grässlich hybrid  an.   Unter metaphysischem S. verstehe ich aber den transzendenten Solipsismus des transzendierten SUBJEKTS in seinem transzendenten All-eins-Sein. Im Wiki-Eintrag wird auch nicht differenziert.  Mit Bewusstsein ist wohl auch nur das  Ego-Alltagsbewusstsein gemeint... tzzzzz...  Eintrag ist  unvollständig und z.T. irreführender Unsinn.
Wenn ich den Wiki-Text mal ganz kurz in meinem Sinn und Verständnis modifizieren darf:  

Metaphysischer Solipsismus: Nur das metaphysische Ich existiert. Nichts ausserhalb des metaphysischen (transzendenten) Bewusstseins existiert.


Ich stelle jetzt der Einfachheit halber mal dem relativen Solipsismus den.absoluten SOLIPSISMUS gegenüber, obwohl mir bewusst ist, dass es in  diesem Kontext keine Begriffe gibt, um das Definitionslose zu definieren.  Es gibt einfach keine, aber um den Unterschied zwischen egoischen und transegoischen "Ich-Zuständen" zu erklären, gehts nicht anders. 

Ich meine, Ismen wie der Solipsismus entstehen nur dort, wo man sich im Entweder-Oder-Modus mit einer einzigen Sichtweise identifiziert. Egoisch definierter Solipsismus ist nur  in seiner unerlösten Form Narzissmus. Ein erlöster=transegoischer "Solipsismus"  erkennt aus dualistischer Sicht den EINEN=EINENDEN  "Gott" bzw. das Absolute SUBJEKT, das ICH BIN.

Noch mal kurz zu  "Allem, was ist":
Die Wahrheit ist wie immer paradox: Derweil ich mich mit allen Wesen identfizieren kann, bin  ICH "alles, was ist" (Bejahung)  und aus desidentifizierter Sicht bin ich NICHTS (Negation). In Wahrheit bin ICH als transzendes ICH beides zugleich. Keine Trennung.
Und so ist es auch mit dem Tetralemma, der Himmelsleiter, auf der es bei der Frage nach der WAHRHEIT anfangs nur Bejahung oder nur Verneinung gibt, dann sowohl Bejahung wie auch Verneinung und am Ende weder ja noch nein.
Die letztgültige WAHRHEIT ist: Wahrnehmung ist ALLES, WAS IST.

Mark Passio scheint mir einer von der Sorte zu sein, die glauben, sich so hoch über Alles und Jeden  erheben zu können, dass man die Alten Weisen und Großen Geister der menschlichen Geschichte schadlos zum Alten Eisen werfen könnte, statt würdigend zu integrieren in der Erkenntnis - Du bist DAS!
Eine solche Verachtung für "unsere Großen" findet man übrigens sehr häufig auf dem Spiritanten-Markt. Dabei handelt es sich aber um keine "organisch gewachsene" Einsicht, sondern man plappert nur nach, was man bei vielen spirit. Lehrern hören und lesen kann: dass man sich von allen Autoritäten und Traditionen frei machen soll.  (Erst gestern las ich einen Passus von UG Krishnamurti, in dem er sich über Buddha, Jesus u.a. auf eine merkwürdig harte Weise äusserte, als hätte er sie allesamt wie nutzlosen Abfall  "in die Tonne gekloppt".  Wenn das ein unbedarfter Spiritant liest, dann hat der oft nichts besseres zu tun, als sich eilig in eitler Verachtung jener zu üben, mit denen er sich recht eigentlich als "eines Geistes" erkennen sollte (Integration). Nur wenn ich mich eines GEISTES im anderen erkenne, spielen Namen, Personen - alle Autoritäten keine Rolle mehr.

Es gibt auf dem spirit. Weg eine ziemlich lange Strecke, in der man "Tradition und Autoritäten"  statt über Bord zu werfen, als solche erst mal lernt zu würdigen, ja,  geradezu leidenschaftlich zu lieben aufgefordert ist! Aus transpersonaler Sicht sind dies  aber immer noch Krücken, die man letztlich wegwerfen muss - womit man  die sog. Dunkle Nacht der Seele betritt, wo man nichts mehr hat, an dem man sich festhalten könnte, wo nichts mehr Trost spendet, kein Gott, keine Religion, keine Philosophie, kein Jesus, kein Sokrates, kein Goethe - all die lieben "autoritären" Wegbegleiter,  Geburtshelfer und Geistesverwandten geben einfach nichts mehr her, nichts rührt mehr ans Herz. Du bist ganz allein. Das muss man aushalten. Und hier am Ende der Reise,  wenn sich in der nondualistischen Einheitserfahrung das "Du", das "Gegenüber" auflöst und  sowohl Ich und Welt nurmehr als Konstrukt des Verstandes erkannt wird  - wenn  ICH mich als eines Geistes  mit "IHM" erkenne,  "stirbt" auch die höchste Autorität: Gott.

Das Bewusstsein des Herrn Passios ist wohl  nicht so weit entwickelt, dass er erkennen könnte, dass die WAHRHEIT nicht im egoischen Entweder-Oder-Denkmodus erfasst werden kann.
Mit seinem  Glaubensbekenntnis: "Wir leben in einer Dualität, darin ist der Geist NICHT der Materie überlegen - und es ist NICHT alles gut." rechtfertigt er m. E. nur seine Begrenzungen und seine Angst und Abwehr dagegen, über die Grenzen des Verstandes hinauszugehen und zu erkennen, dass der Geist über die Materie gesiegt hat, wenn er die Unsterblichkeit seines Bewusstseins realisiert hat. 

In manchen Punkten kritisiert er zwar zu recht gewisse New-Age-Jünger mit ihrem oberfaulen "Einssein", aber auch hier kritisiert er m. E. zu pauschal, es fehlt ihm an Argumenten und jegliches tieferes Verständnis für das "Neue Denken" bzw. für die spirituellen Fallen, Fehlschlüsse und Irrtümer des "New-Age". Nicht alles an "New-Age" ist Bulshit!
Auch seine Interpretation von Gewahrsein ist materialistisch, über die platte sinnliche Wahrnehmung kommt er auch hierbei nicht hinaus.

Passend dazu finde ich in  meinem Postfach gerade eine e-mail von academia. edu  wo zuweilen recht gute Artikel verschiedener Autoren veröffentlicht werden. Heute geht es um das "Leben des Begriffs" von Roman Caspar. (Schon merkwürdig, dass man den Begriffen ein Leben einhauchen kann, zanke ich gerade in meiner fiesen antithetischen Manier mit der These, dass das Wort (offenbar auch bei Herrn Caspar)  Fleisch geworden ist,  lol.)
Was der Herr C. da schreibt und glaubt, passt ganz prima zur Einstellung, wie ich sie bei Herrn Passio finde. Auch hier ist der Verstand der King.
Die Ultima Ratio der Aufklärung ging ja dahin,
dass der Mensch lerne,  sich-seines-eignen-Verstandes-zu-bedienen-ohne-Anleitung-eines-Anderen. Aus transegoischer Sicht ist das natürlich unwahr, da der egoische Verstand vor allem ein konditionierter Robot ist und der Mensch ein dressierter Affe, solange er sich nicht auch als den GEIST des "Ganz Anderen" erkennt, den Programmierer, der ihn programmiert.  Die Aufklärung hat den Verstand von Dogmen befreit, vor allem von den religiösen Dogmen, die ihn jahrhundertlang geknebelt hatten. Ein wichtiger Schritt im Prozess der Individuation. Aber nicht alles.
Karl Marx hat durchaus recht, wenn er meint, dass die wahre Freiheit i jenseits von Ideen und Idealen ist.  Dass allerdings der einfache Arbeiter, der täglich 12 Stunden (klein-)geisttötende Arbeit tätigt, sich eines Tages  des  alten konditionierten Denkens entledigen könnte, um die   "Glorreiche Auferstehung" eines neuen unkonditionierten  Denkens zu feiern,  ist zu bezweifeln. Das Paradox ist ja, dass der Große GEIST des "ganz Anderen" nicht anders zu erringen ist, als durch die Kultivierung des Kleingeistes und das lernt er  zunächst mal  "unter Anleitung durch Andere".  Zum Vater kommt man nur über den Sohn.


Ich selbst habe früher auch einmal geglaubt, die Kirche sei der Antichrist, heute sehe ich ihr nicht nur antichristliche, sondern auch christliche Kräfte am Werk. Der Djihad ist auch in den christlichen Kirchen schwer im Gange... lol.

Ich möchte an dieser Stelle noch mal erwähnen, dass ich heute jenseits jeglicher Religion bin, ja, jenseits sogar von Spiritualität. Wenn ich vom Vater und vom Sohn spreche oder aus scheinbar frommen Gemüt andere christliche Redensarten schwinge, dann bin ich mir darüber bewusst, dass es sich um Metaphern handelt. Ja, ich bin so skrupellos  und so weit "jenseitig", dass ich es mir erlauben kann,  sogar Witze über Gott, Religion/Spiritualität und sämtliche Heiligen Schriften zu machen.  Ich bin kein Gläubiger mehr  - ich bin ein undogmatischer Freier Geist.  Auf dem bunten Spiritanten- und tussen-Marktplatz gibt es viele Dummköpfe, die sich frecherweise das Witzereissen über Gott & Co. erlauben, ohne dass Gott je in ihnen lebendige Wirklichkeit und Wahrheit wurde, geschweige denn, dass sie den Tod Gottes erlebt hätten - die letzte Große Einsamkeit, bevor der berühmte Phönix der Dogmen-Asche entsteigt.  (Der Tod Gottes ist übrigens  nichts anderes als der letzte und endgültige "Tod" des Ichs).


Alle videos von Passio sind ohne Zweifel für den Verstand unterhaltsam, seine Spiritualität geht aber wie gesagt nicht über den selbigen hinaus.  Für den, der die Geister unterscheiden kann, ist es allerdings weniger unterhaltsam als eine echte Qual, derweil er pausenlos nur damit beschäftig wäre, das Wahre vom Unwahren zu trennen. 

https://transinformation.net/mark-passio-die-10-grundsaetzlichen-new-age-taeuschungen/
Hier kann man gut erkennen, dass M. P. nichts von der  New Age-Spiritualität weiss, sondern die differenzierte New-Age-Spiritualität mit naiver oberflächlicher Pop-Esoterik gleichsetzt.  Seine "Korrekturen" sind größtenteils nicht weniger oberflächlich und naiv.

https://www.youtube.com/watch?v=dtztqFsKvpE
https://www.youtube.com/watch?v=PWx6xxbs5Q8







Mittwoch, 3. Oktober 2018

Singing my Song: ICH küss' mich mit den Lippen meines Mundes.... la la la


Fernstenliebe vs. Nächstenliebe

Der Nächste ist heute ein mehr und mehr dem Bewusstsein entzogener bürokratisch verwalteter verstaatlichter gesichtsloser Faktor. Ich stellte schon vor Jahrzehnten fest, wie ein überbordender Bürokratismus dem Menschen nach und nach alle menschlichen Verantwortlichkeiten entzieht, indem z.b. die tätige Liebe am Nächsten, die früher selbstverständlich war,  der staatlichen Genehmigung bedarf.
Als gut gilt heute  der, der dem "Fernsten" dient, indem er zur eigenen Entlastung alle Verantwortung dem Staat überantwortet. Den unmittelbar Nächsten - so wie er wirklich auch von Jesus gemeint ist - wird man gar nicht mehr wahrnehmen KÖNNEN, derweil die kleinste Hilfe bürokratisch reglementiert wird und damit der Mind darauf programmiert wird, den Nächsten zu übersehen. 
Das könnte so weit kommen, dass sich Menschen auch gar nicht mehr trauen, andere im konkreten Notfall um Hilfe zu bitten, da jede Bitte um Hilfe von beiden Seiten als eine Zumutung oder gar Belästigung empfunden werden könnte. Erlernte Hilflosigkeit... wem der spontane Hilfsimpuls bürokratisch aberzogen wird, der kann sich auch nicht mehr selbst helfen, geschweige denn selbst lieben. Liebe ist ein Wechselspiel.
Das ist der Unterschied zwischen einem Gutmenschen und einem Guten Menschen: Der erste ist ein Fernstenliebhaber, - ein narzisstischer "Verbalerotiker", der sich nicht dreckig macht, dessen überhöhtes Selbstbild sich auf Kosten des wirklich guten Menschen aufplustert, wobei dieser die Drecksarbeit am Nächsten vor Ort zu erledigen hat!  Dazu gehören z.B. die Schreihälse, die in ihrer kopf- und grenzenlosen Welcome-Wohlgesonnenheit immer noch mehr Migranten aufzunehmen fordern...

Fazit:  Der Bürokratismus ist ein Mörder der Liebe.

****


Therapeutisches Mitgefühl


Osho sprach oft von dem der Duft, der sich gleich einer Blume verströmt, damit meinte er aber stets die Liebe, die sich auf "Andere" bezieht/verströmt... das "therapeutische Mitgefühl". Mit-Gefühl bezieht sich per definitionem immer auf einen Anderen. Mein Bewusstsein ist jenseits des "Anderen", es FLIESST mit dem Moment, ist absolut richtungslos, es weiss nichts von therapeutischen Wirkungen seines "Strömens". GEIST-Erkenntnis/Gewahrsein steht über der Liebe bzw. schliesst sie in sich ein. Es ist der duftlose Duft der absoluten Freiheit des GEISTES..
Das "therapeutische Mitgefühl" entsteht aufgrund von Identifizierung mit allen fühlenden Wesen im psychospirituellen Individuationsprozess. Mitgefühl ist eine menschliche Qualität des sog. Bodhisattvah bzw. ist der Bodhisattva keine Person, sondern eine menschliche Eigenschaft, ein Archetyp..
Im Transformationsprozess kehrt sich das objektbezogene Mitgefühl zunächst in das subjektbezogene Mitgefühl, welches wiederum transzendiert am Ende in der Einheit "aufgeht". Nix von heilig. Nix von Mitgefühl.
Ich habe alles "vergessen" -  und doch habe ich nicht ganz vergessen, wie es war, ein (mit-) fühlendes Wesen zu sein. Ja, manchmal steigen mir sogar immer noch Tränen in die Augen, z.B. beim Anblick einer armen geqälten Kreatur im Fernsehen, oder neulich in der Sendung "4 Hochzeiten und eine Traumreise", als mir die Liebe zweier Menschen förmlich ins Gesicht zu springen schien - SCHEINBAR sprang, denn mir war sofort klar, wessen Liebe da scheinbar herumsprang, Projektionen können sich bei  mir nicht mehr sehr lange halten... lol

Zu 100% dekonstruierst ist mein Ego also immer noch nicht. Das ist aber kein Manko, schliesslich ist  Dekonstruktion ein mehr oder weniger langer Prozess des "Absterbens" und kein plötzliches Ereignis. 


Osho sagt, Mitgefühl sei die höchste Energie. Ja, stimmt, aber nur insofern Energie etwas ist, was es nur für das dualistische Bewusstsein gibt. Mitgefühl ist die höchste MENSCHLICHE Eigenschaft. Eigenschaften sind Energien. Das eigenschaftslose transegoische Ich ist eine geistige QUALITÄT, aber keine Energie. Energie ist Bewegung. Und wo Bewegung ist, ist Werden. Das todlose & ungeborene  Bewusst- oder Gewahrsein ist das "Zentrum des Zyklons". 
Mit-Gefühl ist keine transegoische Qualität, wie ich einmal glaubte, denn sie richtet sich immer noch an einen Jemand, an ein Gegenüber. 
Einzig die SELBSTliebe "verströmt" sich mit dem Flow richtungslos und nonlokal;
SUBJEKTbezogen  bedeutet das Sich-Verströmen ja nichts anderes als ohne Widerstand mit dem Flow des Ewigen Jetzt zu fliessen.  Dann ist in mir  nichts (mehr) , was von hier nach dorten "strömen" könnte, ich bin leer, die Welt ist leer.  "ICH" folge der Aufmerksamkeit in, mit und durch das Gewahrsein des absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.  (Und wie man weiss, folgt die Liebe immer der Aufmerksamkeit bzw. Achtsamkeit! Eine untrennbare Einheit!)


Ich verstehe alles immer mehr  SUBJEKTbezogen. Seit der Glorreichen Auferstehung im Herbst 2011 ereignet sich im Verkehr mit Anderen so gut wie nichts mehr, was mich zu Mit-Gefühlen gleich welcher Art anregen könnte.  Da verströmt sich rein gar nichts mehr von hier nach dort und vice versa.  Ich TEILE anderen auch nichts mehr mit. Alles, was ich tue, ist rein SELBSTbezüglich, SUBJEKTbezogen, auch wenn ich "jemandem" scheinbar etwas mitteile. LOL. Auch Empathie (Mitgefühl) ist dem transegoischen Ich nicht mehr das, was es einmal war. Das transegoische Bewusstsein SCHAUT die persönliche Wahrheit sowie die unpersönliche WAHRHEIT, Empathie ist kein Gewahrsein, sondern Einfühlung aufgrund achtsamer selbstvergessener Beobachtung des konkret Anwesenden und hat m. E. nichts mit der Hellsichtigkeit zu tun, welche auch die Befindlichkeit des Abwesenden erspüren kann.

Die absolute SUBJEKTbezogenheit des transegoischen Ichs beginnt mit dem Lieb- und Ernstnehmen des kleinen Subjekts (Ich) im Individuationsprozess, dann nämlich, wenn man anfängt, sich von Ersatzgefühlen und Ersatzbefriedigungen zu verabschieden um herauszufinden, was MIR als  Person wirklich GUT tut. Dazu ist es notwendig, speziell für eine Frau, eine Weile den eisernen Büstenhalter anzuziehen und alle wohltuenden Automatismen einzustellen, die sich in irgendeiner Weise "gut" auf andere auswirken sollen. Ich habe auf diese Weise gelernt, Nein zu sagen, besonders in Hinsicht auf die Ansprüchlichkeit des "Armen Ichs" in mir und anderen.

Der unkonkrete "Andere" ist mir nurmehr ein  Stichwort- und Anlassgeber für Erkenntnis wie alles, was mir in den Fokus fällt, nur zur Erkenntnis dient. Erkenntnis ist LIEBE. Transegoische SELBST-Liebe. Sie kann eine Welt nicht umfassen, die es gar nicht gibt, da es keine Welt mehr gibt, die ihr gegenübersteht.  (Der Begriff des "Allumfassenden" bedeutet nichts anderes als das Integrieren der Gegensätze.

Fazit: Nicht Mitgefühl ist die höchste QUALITÄT, sondern die REINE=von Narzissmen unverzerrte SELBST-LIEBE.

*****

Osho u.a.:

"Wenn eine Blume blüht, muss sie ihren Duft mit dem Wind teilen. Es ist ganz natürlich! Es ist kein Handel, es ist kein Geschäft; es ist einfach natürlich. Die Blüte ist voller Duft – was soll sie machen? Wenn die Blüte ihren Duft bei sich hält, wird sie voller Anspannung und tiefer Not sein. Die größte Not im Leben ist, wenn du dich nicht ausdrücken kannst, nicht kommunizieren kannst, wenn du nicht teilen kannst. Der ärmste Mensch ist der, der nichts zu teilen hat, oder der, der etwas hat, aber die Fähigkeit verloren hat, die Kunst, es zu teilen. Dann ist ein Mensch arm."

Ja, das scheint mir wohl auf den ersten Blick alles ganz richtig zu sein, der erste Satz bezieht sich aber m. E. auf die Attribute des transegoischen Ichs und den duftlosen Duft seines SPONTANEN uneigenwilligen bzw. absichts-, ziel- und planlosen SEINS. Weil es hierbei nicht mehr um Fähigkeiten geht, bezieht sich das transegoische Bewusstsein niemals auf etwas, was man TUT oder KANN! 
Jedenfalls passt der zweite Satz passt dann nicht mehr zum ersten Satz, weil das unkonditionierte Ich keinerlei Not oder Anspannung erlebt, wenn Kommunikation mit anderen nicht gegeben ist. Nur das Ego leidet. 
Zwar MUSS sich der "Duft" der  transegoischen WAHRHEIT mitteilen, notfalls könnte man wie der Heilige Franziskus auch den Vögeln predigen. Würde er in der heutigen Zeit leben, ginge er ins Internet.
Mit-Teilung ist für das transegoische Ich aber - wie oben schon gesagt - immer SELBSTbezüglich, d.h. man meint nicht die Person des anderen, sondern ist nur auf die  Erkenntnis der Wahrheit fokussiert.  Kommunion statt Kommunikation. Die Kommunion mißglückt regelmäßig dann, wenn die empfangende Person die unpersönliche Mitteilung/WAHRHEIT angriffig-persönlich nimmt. In solchen Fällen wird das transegoische Ich der Abwehr(=Schatten) der Person gewahr und MUSS ihn als einen solchen thematisieren.  Hierbei geht es um das Gewahrsein der verdrängten PERSÖNLICHEN  (seelisch-psychologischen)  Wahrheit des Betreffenden. Mit diesem DURCH-Blick  macht sich das transegoische Ich gewiss keine Freunde.  (Der "Lolosophian" kann unendliche Geschichten davon erzählen.) Na ja, könnte man nun von unberufener Seite einwenden: Warum musst du auch alles immer so eng sehen? Warum fängst du nicht einfach mal mit der Kommunikation an, dann klappts vielleicht auch mit der Aufnahme der Unpersönlichen Wahrheit?!
Mal abgesehen davon, dass ich der Freunde nicht (mehr) bedarf und deshalb lustvoll und skrupellos wahrhaftig sein kann, wäre ich dazu gar nicht fähig,  hm... das  hiesse ja, das Persönliche ÜBER das Zeitlos-Überpersönliche zu stellen. Reine Zeitvergeudung!

Fazit
Der "ärmste Mensch" ist nicht der, der nichts (mit-) zu teilen hat, sondern ein Mensch, der sich weder hingeben noch empfangen kann, weil eine rigide Abwehr, sein Selbstschutzprogramm ihn daran hindert. Das ist der, der in die Hand beisst, die man ihm reicht,  der die Liebe nicht als solche erkennen kann, weil er eine furchtbare Angst vor Nähe  hat, -  jener arme Mensch, der ins Neue Testaments als "Der Besessene von Gerasa"* eingegangen ist. Ich empfehle hierzu noch einmal die Deutung durch Eugen Drewermann!


*Auch ich war einmal ein solcher!

 
***

Gewahrsein vs. Achtsamkeit

Mir fällt ein Artikel über das Gewahrsein in den Fokus  und wie so oft  verwechselt man auch hier das ungeteilte Gewahrsein mit der geteilten Achtsamkeit auf das KONKRETE Hier und Jetzt der Person mit mit ihren menschlichen/sinnlichen Ein- und Ausdrücken. Das wäre weiter nicht schlimm und korrigierbar, wenn man nicht diese mindere lineare Aufmerksamkeitsqualität oftmals für das spirituelle Non plus ultra hielte und glaubte, es gebe nichts anderes als das persönliche Hier und Jetzt. Dabei ist die Achtsamkeit und Annahme des persönlichen Hier und Jetzt nur der Einstieg.

Zitat:
Gewahrsein ist das wache, wahre Erleben der Ebene des menschlichen Selbst. In dieser Ebene sind wir fein pulsierende Lebendigkeit, weiter als die Grenzen der Haut und leben in Verbundenheit mit allen Wesen, der Natur und dem Leben selbst.

Somit ist es stimmig zu sagen: «Jeder Mensch ist Gewahrsein.» Im Erkennen der Einen Lebendigkeit, die alles durchdringt und bewirkt, ist es logisch zu sagen: «Alles ist Gewahrsein.» Im Erkennen, dass jede noch so feste Materie im Grunde leer und Energie ist, lösen sich Formen, Ebenen und Dimensionen auf. Dennoch leben wir in ‹der Welt› und so, wie wir offen und zu Kindern sprechen, ist es in der Art und Weise unseres heutigen Wahrnehmens wahr: «Du hast blaue Augen und ich braun-grüne. Ich habe in diesem Leben fünfzig Winter erlebt und du dreizehn. Ich fühle Angst in mir, auch wenn du gerade keine in dir fühlst. Spürst du mein Gefühl?» 


Gewahrsein ist eben nicht das Erleben des menschlichen Selbst (Ich), sondern ein transegoisches SEIN, ein  Bewusstsein insbesondere der transegoischen WAHRHEIT.  Achtsamkeit ist es, welche (Angst-) Gefühle und scheinbar trennende Eigenschaften wahrnimmt bzw. für wahr HÄLT!  Dagegen löst sich im Bewusstseinslicht des GeWAHRrseins die Identifizierung mit der aussenorientierten sinnlichen unwahren Wahrnehmung auf!

Gleich darauf heisst es:

Zitat:
Im Physischen nehmen wir uns als getrennt, im Seelischen verbunden und im Selbst als eins wahr.   
Chapeau, so ist es richtig! Ich füge noch hinzu: Erst die Einheitserfahrung erschafft das volle Gewahrsein, bei der das Gewahrsein sich seiner selbst bewusst wird.

Es ist ein Übel, wenn spirit. Sucher die seelische Verbundenheit auf der dualitären  Da-Seins-Ebene mit der übergeordneten letztgültigen Einheitserfahrung "im Selbst" verwechseln. Sie halten die Erfahrung der WELTSeelischen Verbundenheit für die Aufhebung der Trennung. Hier bleiben die meisten Sucher stecken und die Objekt-Liebe wird ihnen zum Fetisch. Das noch größere Übel ist, dass die unwissenden Leser all dies glauben.

Merke. Die Welt-Verbundenheit auf der seelischen Ebene muss ebenfalls transzendiert werden, um in der Einheit "aufzugehen". Dann erst geschieht es, dass das Gewahrsein sich selbst als Gewahrsein erkennt bzw. sich der Sucher und das Gesuchte sich im selben GEIST als EINS erkennt.

Achtsamkeit wird gewissermassen schleichend zu Gewahrsein durch die kontinuierliche Bewusstwerdung und (Schatten-) Integration des Verdrängten Um so mehr an Schatten integriert wird, um so lichter wird das Bewusstsein. In dieser Phase weiss man noch nichts von Gewahrsein, weil das Erkenntnislicht noch zu schwach ist, seine Quelle zu erkennen.

Merke: Wo keine vertikale Anbindung an die Quelle geistiger Erkenntnis ist, ist kein Gewahrsein. Die große Schwester der  normalen=aussenorientierten und  wertenden Aufmerksamkeit ist die  innen- wie aussenbezogene, zwar bewusste aber immer noch wertende Achtsamkeit. Das NICHTwertende Gewahrsein im Ewigen JETZT ist das, was beides einschliesst bzw. transformiert und integriert hat.

Zitat:
Auch wenn Gewahrsein immer, überall und unveränderlich ist, so ist das menschliche Wahrnehmen oftmals eingeschränkt. Nicht jeder riecht den Kaffeeduft im Vorbeigehen, nicht jeder empfindet seinen Körper in der Arbeit am Schreibtisch, nicht jeder fühlt sein Gefühl, nicht jeder hört und sieht die Gedanken in sich, nicht jeder nimmt die Eindrücke des Spürens bewusst auf, nicht jeder nimmt den Ort seiner Aufmerksamkeit und die Weite seines Bewusstseins wahr. Gewahrsein ist das wahre und wirkliche Erleben der feinen Lebendigkeit, die alles ist und belebt. Mit offenem Herzen und im weiten Bewusstsein ist dieses Erleben möglich.

Das Denken vermag innere Räume und damit Illusion zu erschaffen. Wer im Augenblick des Erlebens die Eindrücke der Sinne nicht wahrnimmt, den Körper nicht empfindet, das Gefühl nicht fühlt und die Gedanken innerlich weder sieht noch hört, ist im Denken und nicht im weiten Bewusstsein.

Hmmmm.... Ja, diese Wahrnehmung sinnlicher Eindrücke und ihre Störung durch das Denken trifft auf die Achtsamkeit zu, nicht aber auf das WAHRnehmen im Gewahrsein. Im Gewahrsein ist es gerade umgekehrt!  GeWAHRsein bedeutet u.a. die vertikale Anbindung an die Quelle der höheren Erkenntnis/WAHRHEIT/Weisheit. Wo früher das lineare Denken von den sinnlichen Eindrücken in der äusseren Welt der Phänomene abgelenkt hat, dominiert im  Gewahrsein der unaufhörliche Strom von Erkenntnissen/ "Geistesblitzen",  derweil Innen- sowie Aussenwelt ihrer sinnenhaften Bedeutung entleert sind und daher keinerlei Ablenkungscharakter mehr haben. Man lebt in Ziel- und  Zeitlosigkeit und dabei ist es schon schwierig, sich nur auf das Notwendigste zu fokussieren! Alle linearen Vorstellungen, Absichten, Ziele, - alles Wünschen und Wollen, was  sich in die Zukunft richtet, werden vom Gewahrsein sofort vertikal durchKREUZT!

Auch hier die Umkehrung: Wenn ich vertikal stimuliert bin, dann nehme ich  meinen Körper auch nicht wahr, und die Aussenwelt oder gedankliche Innenwelt vermag mich  nicht mehr zu "stimulieren". Recht eigentlich ist es hier gar nicht mehr möglich, von vertikaler und horizontaler Wahrnehmung zu sprechen, weil es keine Trennung mehr gibt. Muss ich aber, denn worüber man nicht sprechen kann, darüber müsse man schweigen, sagte mal einer. LOL  


Im Gewahrsein ist man im Gegensatz zur Achtsamkeit  nicht mehr mit der Materie/Körper identifiziert, sondern  allein auf Erkenntnis der Wahrheit ausgerichtet, poetisch jargoniert hängt das transegoische Ich weltvergessen am Munde Gottes  - ER küsse mich mit dem Kusse seines Mundes; denn SEINE Liebe ist lieblicher als Wein... Na gut, - um der WAHRHEIT mal wieder die Ehre zu geben: Poesie berührt mich schon lange mehr, weshalb ich  in stocknüchterner Wahrheitstrunkenheit den Text des Hohen Liedes aus seiner egoischen Subjekt- sowie seiner Objektbezogenheit herauslöse und singe:


ICH küsse mich mit den Lippen meines Mundes, meine (SELBST-) Liebe ist lieblicher als Wein - in der Erkenntnis der Einheit des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN. Ita est. Basta, so IST es!
La la la


http://www.gewahrsein.jetzt/Was-ist-Gewahrsein/

Dienstag, 2. Oktober 2018

Von der Moral in der Geschichte und warum ich drauf verzichte...


Soeben wurde ich im Schreiben unterbrochen, weil draussen jemand mehrmals laut Hallo rief. Das geschieht sehr oft;  da Fremde  die richtige Haustür auf der Waldseite nicht finden, rufen sie auf der strassenzugewandten Seite  vor meinem Fenster neben dem Personaleingang. Ich öffne ihnen dann  die Tür und wenn sie sich  noch nicht auskennen, begleite ich sie auch gerne noch zur gesuchten Wohnung, da das Haus einen verwirrend-verschachtelten Eindruck auf Fremde macht. Die Leute bedanken sich dann  und entschuldigen sich  für die Störung. Für mich ist es jedoch keine Störung, (ich fühle mich nie von etwas gestört, weil ich nicht an meinen Tätigkeiten hafte und sofort loslassen kann) ich lasse mich sogar sehr gerne unterbrechen, weil ich dann in Bewegung komme.
Was mir nun bei der heutigen Unterbrechung einmal mehr in den Sinn kam,  ist  die bekannte spirituelle Lehrsentenz über den Meditierenden, der wütend wurde wegen eines Menschen, der während der Meditation hilfesuchend an dessen Tür klopfte. Daraus läßt sich nun schnell und leicht schliessen, dass es  moralisch verwerflich  sei, wenn man der Meditation mehr Bedeutung zumesse,  als einem Menschen, der hilfesuchend  an die Tür klopfe. Was verständlicherweise nicht nur sog. Gutmenschen, sondern auch  jeden guten Menschen auf die Palme bringt. :D

Und genauso wird es von vielen spirit. Lehrern und Suchern auch verstanden, wenn sie noch nicht fähig ist, die Geister zu unterscheiden oder wenn man nicht eine vorgegebene mystische Fremd-Interpretation vorliegen hat: Man gibt der Geschichte vorlieblich eine moralische Bedeutung. Einer spirituellen Lehrgeschichte moralische bzw. moralitäre Bedeutung zu geben, bedeutet aber, dass man immer noch aus der Gut-Böse-Identifizierung heraus intepretiert.  Spirituelle Lehrgeschichten sollten aber nicht auf Moral, sondern auf unpersönliche Wahrheit hinweisen.
Soweit ich das beurteilen kann, gibt es jede Menge sog. spiritueller Lehrgeschichten, bei denen es den Anschein hat, dass sie auch nicht anders als moralisch gemeint sind. Das sind gewissermassen "fakes",  wobei man wohl die Ebenen dual-nondual verwechselt, so wie es ja auch Leute gibt, die den Unterschied zwischen dem Bewusstsein Laotse's  und dem des Konfuzius nicht kennen. Konfuzius repräsentiert das Ich und die  Moral  des Kollektivs und Laotse ist das SELBSTverwirklichte Individuum, welches Kollektiv und Moral transzendiert hat.
Beide sind sie jedoch SUBJEKTbezogen zwei Seiten einer Medaille in der Erkenntnis der Einheit des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.

Andererseits gibt es aber weit mehr Lehrgeschichten, die nur deshalb moralisch GEDEUTET werden, derweil der Deuter kein  Gewahrsein für die tiefere überzeitliche  Bedeutung der Lehrgeschichten hat.
(Bei der Gelegenheit frag ich mich gerade, ob es nicht schon eine Interpretations-App gibt für spirituelle Lehrgeschichten, lol.  Wahrscheinlicher ist es, dass es schon auch Interpretationshilfen gibt, mir sind nur noch keine unter die Augen gekommen. Ich bedarf ihrer auch nicht. Sollte mir dergleichen in den Fokus kommen, würde ich gar nicht anders können, als   sofort damit anzufangen, die "Geister" zu unterscheiden.  Gut möglich, dass es sich bei einer vorgegebenen Interpretation einer Lehrgeschichte um Interpretationen von Interpretationen von Interpretationen handelt...
:
Fazit:
Wenn man  den persönlichen und
zwischenmenschlichen  Aspekt  bzw. das  moralische  Narrativ aus der Geschichte herauslöst,  bedeutet diese Lehrsentenz in ihrem unpersönlichen/transpersonalen Kern einfach nur, dass man immer noch mit dem Ego identifiziert ist, solange man sich durch  Ereignisse in der Aussenwelt  gestört fühlt.



Wer die Lehrgeschichten moralisch interpretiert, der füttert sein Überich, den Zensor und er wird versuchen zu tun, was er als moralisch richtig gelernt hat, - um ein GUTER Mensch zu sein! Sein Tun ist aussenorientiert und  fremdbestimmt und er wird seine Stör-Gefühle als schlecht und falsch verurteilen und zu verdrängen suchen, statt sie anzunehmen und mit ihnen zu arbeiten.

Wem Meditation zum alltäglichen Sein geworden ist, der muss nicht mehr üben, sitzen oder "in die Stille gehen", der fühlt sich nicht mehr gestört, wenn seine Aufmerksamkeit aus der gewohnten vertikalen Anbindung in den äusseren Denk- und Handlungsmodus umschwenkt.

Apropos Moral. Es gibt ja Leute, die glauben, dass es in einer  Religion, bei der das Wort "Gott" nicht vorkommt, es auch kein Muss und Sollte gebe. Deshalb finden viele den Buddhismus so angenehm, weil er gottlos sei.
Der Gott der Buddhisten ist ihre Ethik,  Buddhismus hat  10 Sittenregeln,. 
Das heisst, der Hinweg  zur Befreiung ist  - nicht anders als im Christentum -  mit den selben moralischen Grundsätzen gepflastert, welche auch die chrstliche Moral begründen.
Einen Großen Geist bzw. Vatergott gibt es offenbar nicht. dafür gibt es aber auch im Buddhismus jede Menge personfizierter Archetypen, Götter und Dämonen.
Der Ethos der Buddhisten wie der Christen ist universell und universell = göttlich! 

Buddha selbst soll auf die Frage nach der Existenz Gottes mit "Ja und Nein" (Sowohl-als-auch )  entgegnet haben. Dass Gott keine Rolle spielt im Buddhismus, wird aber wohl eher daran  liegen, dass es eine Transformationsstufe höher nur noch mit Weder - Noch zu beantworten ist, weil hier Gott als ein Gegenüber bzw. das dualistische Bewusstsein transzendiert ist.
Im Zenbuddhismus kriegt man auf solche  Fragen einen Schlag mit dem Stock. Na ja, so genau weiss ich das zwar nicht, erscheint mir aber plausibel, da das Paradox dem Verstand nicht erklärt werden kann. Die Antwort kann nur Schweigen sein oder Schläge... LOL


Lustig. Puppetji vs. Meditation.  Puppetji ist dem spirit. Status nach kein Meister, sondern ein Lehrer, da er sich immer noch gestört fühlt, egal bei was. Wer sich bei Meditation gestört fühlt, fühlt sich auch allgemein gestört, solange er (die Geschehnisse in gut-böse, richtig-falsch, besser-schlechter usw.) WERTET.
https://www.youtube.com/watch?v=G5Z_EoyO_F8
Ruft Puppetji hier nach "Deconstruction? Im Zusammenhang mit Meditation höre ich das zum ersten Mal, kann mir aber vorstellen, was gemeint ist: Die Geräusche ihrer Bedeutung entlerren, dann kann man auf der Störung surfen! Mal sehn... 
Google weiss Rat:
https://deconstructingyourself.com/meditation-%E2%80%94-why-deconstruction.html

Hmmm...Ich ahne, dass ich mit dem Thema noch nicht ganz fertig bin, bin noch nicht zum Kern der Sache vorgedrungen... ist nicht ganz stimmig, habe den Punkt nicht richtig getroffen..Das Fazit sollte ausführlicher ausgeführt werdne.
Trotzdem ENDE für heute, ich bin müde...


Donnerstag, 23. August 2018

Gewissenlose Freiheit ist nichtwissendes So-Sein

News von Unterwegs:
Mein  Kommentar zu einem dahergelaufenen Forenbeitrag:


Zu Anfang fällt mir ein vielversprechender Satz ins Auge:
"Magie/Mystik ist für mich eine symbiotische Arbeit mit dem Hier und Jetzt.
Eine Passiv-Aktiv-Auslotung und Kooperation (=Aktiv) mit dem JETZT (=Passiv)."
Offenbar das Motto...? Hm...das klingt theoretisch ja ganz gut, in der Praxis aber nach Schwerstarbeit. Hm... also ich habe Magie und Mystik noch nie unter einen Hut gekriegt.  Da steht das geistige!Erkennen ganz klar über dem Machen/Magie. Wo mystische  Erkenntnis ist, muss nichts gemacht werden.  (Wobei ich den Mystiker nicht als spirituellen Sucher, sondern letztgültigen Finder/Befreiten definiere, der recht eigentlich Mystik UND Magie transzendiert hat.) Anders sieht es aus bei verstandesmäßigen "Erkenntnissen", Ideen, die auf Vorstellung basieren, die  das Ego dann Schritt für Schritt MACHEN kann. Vorstellung, Imagination ist das Haupt-Handwerkszeug der Magier....  Magie ist nichts anderes als Realisierung der Imaginationen und ist den meisten Menschen völlig unbewusst, dass sie auf diese Weise die Macher und Konstrukteure dessen sind, was sie für Realität halten.
Die Magie hat aber keinen Bezug zum Ewigen JETZT, sondern nur zum profanen Hier und Jetzt der Person.
Ziemlich viele Unklarheiten in dem darauf folgenden Text, weswegen ich auch keinen rechten Bezug zu der Überschrift herstellen kann und ich einfach drauflos schreibe, was mir spontan in den Sinn kommt. .


Auszug:

("...)Die Kunst liegt also darin zunächst wahrzunehmen was gerade ansteht,.....z.B. welche Erkenntnis, welches Gefühl, welches Singnal sich offenbart, und anschließend welcher Schritt zu tun ist, und alles Nötige dafür zu tun.
Loslassen, konkret tätig werden, Gefühlen Beachtung schenken, in die Stille gehen, aktiv werden etc. … was auch immer, je nachdem. In dem Moment haben wir die ganze Unterstützung des Universums. Der Körper-Geist-Organismus weiß am besten was es braucht.

Legen wir uns etwas auf das momentan nicht ansteht, dann richten wir unseren Willen gegen diesen natürlichen Fluss, handeln nicht entsprechend, und blockieren so den natürlichen (Ver-)Lauf. Er (Der Fluss) weiß jedoch am Besten was in jedem Moment für unsere Entwicklung richtig ist. Den direkten Weg zu Ganzwerdung.
Vermutlich sind die Möglichkeiten in einem solchen Moment nicht auf eine einzige detailgenaue Antwort = Handlung oder Nicht-Handlung usw. beschränkt, aber so pi mal Daumen müsste es passen. :)

Das erklärt, weshalb z.B. die Raucherentwöhnung nicht gelingt, wenn jemand sich allein aufgrund äußerer Gegebenheiten wie Neujahr, oder durch Aufforderung Anderer bspw. vornimmt für das kommende Jahr rauchfrei zu werden. Es war einfach (noch) nicht der passende Zeitpunkt und etwas anderes stand an. Etwas das nicht wahrgenommen werden konnte, weil man die Aufmerksamkeit nicht bei sich (dem Fluss) hatte.
Dieses Bsp. ist auf alles andere übertragbar das momentan nicht ansteht, und nach gut Dünken gewählt wird, statt die Sensoren für das was ansteht zu sensibilisieren.

Das Leben ist gezwungen jede Überzeugung die nicht diesem natürlichen Fluss entspringt, welche nicht dem absolutem Einklang mit unserem Herzen entspringt, früher oder später zu enttäuschen. Ich vermute je unsensibler/unbewusster wir sind, desto länger braucht es bis wir das erkennen. Krankheiten oder Schicksalsschläge dienen manchmal dazu uns das Leben gegen den Fluss bewusst zu machen.
Darum heißt es „suchet erst das Reich Gottes“ = Den natürlichen Fluss (deine wahre Natur) dann ist für alles gesorgt.
Und das alles kann immer nur im JETZT geschehen!"

Mein Kommentar: 

Ja, dem letzten Satz kann ich nur zustimmen! Mit dem ersten Absatz komme ich so gar nicht klar,  ich kann mich einfach nicht erinnern,  früher je in solch mystisch-magischer "symbiotischer"Weise vorgegangen zu sein. Es geht hierbei doch um nichts anderres als Schattenarbeit gehen! Denn auf anderen Wegen kommt man nicht in  "Fluss".

Sicher  ist nicht alles falsch, was in dem obigen Forenbeitrag geschrieben wird.  Wie stets fallen mir jedoch nur die Ungereimtheiten in den Fokus und wie immer muss mein penetranter Wahrheitstrieb ad hoc und ohne Zögern diesen Punkten auf den tiefsten Grund gehen. (Tatsächlich mag es für den aussenstehenden Leser  erbsenzählerisch wirken, aber diese "Erbsen"  haben keinerlei objektive Relevanz, sondern nur für mich eine Bedeutung, sowie auch die WAHRHEIT, die ich letztlich bei diesem Intensiv-Gründeln finde, nur für mich eine Bedeutung hat. Nicht anders soll es sein in der Anbindung an das  Absolute (=transpersoanle) SUBJEKT, das ICH BIN.  

- Hm...Was ist mit diesem Energiefluss eigentlich gemeint, von dem hier die Rede ist? Die Vitalkraft der Großen Mutter? Der VaterGEIST?  Für mich ist Energie nur ein weiteres  Gedankenkonstrukt, das für manchen unfrommen Sucher den toten Gott ersetzen soll. Damit macht man sich zwar in der gottlosen Erleuchtungsszene einer (christlichen) Religiösität unverdächtig, der Unbewusste Gott wird sich aber irgendwann dafür rächen - Jahaaaa! 
Der Fluss des Tao ist KEINE Energie, er ist weder dies noch jenes, es ist Stillstand UND Bewegung zugleich, anders gesagt: es ist weder Stillstand noch Bewegung. LOL.Tilt und Tschüss!

- Die einzige "Kunst", die es zu erlernen gibt, läßt sich für mich mal wieder nur in einem einzigen Wort zusammenfassen:  ACHTSAMKEIT, die zunächst auf das persönliche "Flachland"- Hier&Jetzt zu fokussieren ist, um letztlich in die "Höhe" des vertikalen Ewigen JETZT  zu münden. (Wobei es hier recht eigentlich weder Höhe noch Tiefe, noch Breite noch Länge gibt). Wer Achtsamkeit übt, der braucht sich über so was wie "anstehende Schritte" keine Gedanken zu machen. Die Achtsamkeit selbst ist der Führer, dem es sich zu überlassen, HINZUGEBEN gilt..

- Wenn man im Fluss des Tao fliesst, gibt es keinen "richtigen Zeitpunkt". Die Raucherentwöhnung mißlingt deshalb, weil man nicht fest genug gegründet in der Gegenwart bleiben kann und man den Kraftpunkt in die Zukunft projeziert.  Der Kraftpunkt liegt jedoch immer nur in der Gegenwart. Der richtige Zeitpunkt ist immer JETZT.

- Es gibt auch keine irgendwie gearteten Überzeugungen, die dem Tao "entspringen". Jegliche Überzeugung ist Glaubenssatz, entspringt dem Verstand und ist damit ein Stein im Fluss des Seins. Im Fluss gibt es nur geistige Erkenntnis, die jedoch dort, wo man  (noch) nicht fest in der Gegenwart bzw. der WAHRHEIT des Gewahrsein steht, ad hoc vom Verstand vereinnahmt und zu einem Konzept verwurstet wird, was er fortan gerne als absolute Wahrheit zu missionieren pflegt. Deutlich erkennbar ist das z.B. bei Leuten, die ihre Erkenntnisse - ganz gleich, ob diese nun aus erster oder zweiter Hand stammen  -  in Büchern oder  im Internet konserviert haben und bei Fragen niemals spontan antworten, sondern immerzu auf ihren vergammelten Alten Käse hinweisen bzw. verlinken.  Der Mind, der derartig an seinen vergangenen Erkenntnissen/Worten haftet, der kann auch nicht zulassen, dass etwas  Neues geboren wird.  Wer im Fluss mit dem Tao ist, ist im Bewusstsein des Nichtwissens; der repetiert nicht aus den stinkenden stehenden Gewässern angelernten und abgespeicherten Wissens, sondern  antwortet auf Fragen spontan und alles, was er sagt, sprudelt ihm neu, frisch und klar aus der Quelle aller Erkenntnis.  In der Einheit  eines performativen Lehren-Lernens ist alles, was er antwortet, ein  Lehren und ein gleichzeitiges Lernen.  Und darin wird er niemals müde und wenn er hundert mal die selben Fragen beantwortet, die Antwort kommt ihm immer frisch aus der Quelle und niemals aus dem Gedächtnis.  Auch wenn hundert Mal die Antwort für "Andere" dieselben scheinen, sind es doch niemals die selben. Das ist ein Mysterium, an dem sich der Verstand vergeblich die Zähne ausbeisst.

- Der ganze Text spiegelt solcherart Überzeugungen wider.  Die absolute WAHRHEIT sagt  nicht eitel  "Wir", sondern ICH (BIN) und wo sie das nicht explizit sagt, ist es implizit in der "Verkündigung" enthalten. Das "Wir" und "die Anderen"  entspringen aus absoluter Sicht nur einer Schlussfolgerung/Konstruktion des Verstandes: denn nur wo es m(ICH) gibt, gibt es auch Andere.

- Im Flow (des Tao) gibt es nichts, was "anstehen" könnte, weil hier jede (Persönlichkeits-) Entwicklung aufgehört hat. Da steht nichts an und da gibt es nichts (mehr) zu tun. Keine Schritte, kein Programm...  Das "Anstehen" ist psychologischer Jargon und der hat im Tao-Flow nichts zu suchen. Wo was (an-)steht, kann nämlich nichts fliessen.  (Auch ein  kongruentes Ich macht in seinem fliessenden Bei-sich-Sein keine bewussten Schritte, es ist u.a. im Kontakt mit seiner Intuition, sein Handeln ist  nicht bewusst, sondern vorbewusst-intuitiv.)
Im Fluss mit dem Tao  hat jedes psychologische "Wachsen" aufgehört. Überhaupt ist das Bestreben,  zu "wachsen" genau so eine Karotte wie das eselhafte Streben nach Erleuchtung. Es ist schon auffällig, dass immer diejenigen sich so eines "wachsenden" Psychojargons befleissigen, die  harmoniesüchtig jeder Herausforderung und jedem  Konflikt aus dem Wege gehen und vorlieblich einem "bösen Umfeld" die Schuld an ihren diversen Befindlichkeiten geben.

Im Gegensatz zum personalen (kongruenten) Flow sind die intuitiven Sensoren im  transpersonalen Flow für "das, was ansteht", quasi ausgefallen, weil alles Handeln spontan geschieht so gänzlich "unsensibel" und  "unbewusst" im Sinne von Nichtwissen. Ich weiss nicht, was ich tue.
Das Tao - das  Fliessen mit dem ewigen JETZT - ist weder aktiv noch passiv. Tao ist Nichthandeln. Da werden auch keine Schritte "offenbart", die man dann gehen muss, sondern einfach nur getan. Auch das Loslassen kann man nicht machen, es geschieht einfach dann, wenn sich der Geist-Körper-Psyche-Organismus ins Hier und Jetzt hinein ENTSPANNT, statt an dem zu kleben, was er gedanklich nicht loslassen kann! Das hat mit Magie nichts zu tun.
 Im Flow des Tao gibt es auch keine Erkenntnis, nach der man handeln müßte könnte sollte dürfte... Das Tao drückt sich nämlich nicht im konkreten, sinnlich sichtbaren Handeln des Befreiten, sondern in seinen "Losigkeiten" und seinem  Nicht-Handeln aus - das heisst: GAR NICHT! Das sollten sich die,  die glauben,  einen Meister an seinem Handeln erkennen zu können, endlich mal klarmachen! Diese Sorte von "Spiridioten" bringt es fertig, von Nicht-Urteilen, Nicht-Bewerten zu faseln und ganz dezidiert von anderen  zu erwarten und gleichzeitig massen sie sich an, einen Meister/Befreiten nach egoischen Maßstaben zu beurteilen! Phigittpfuiii!


Fazit: Hier werden einmal mehr die personalen resp. transpersonalen Ebenen vermischt und das kongruente Fliessen mit den egoischen Gefühlen, Gedanken  und Empfindungen mit dem Fliessen des Tao (Willen Gottes)  gleichgesetzt und die  "natürliche Natur" mit der sog. WAHREN Natur. Im Flow der  WAHREN Natur ist die "wilde Natur"* des befreiten Zentaur-Körper- Ichs transformiert, transzendiert, integriert.  Da gibts auch keine ichhafte Kongruenz mehr. Das kongruente Fliessen ist eine entwicklungsbedingte  Voraussetzung, aber nicht das letztgültige Ziel. Manche werden vielleicht sagen, das Tao äussere sich eben auch im kongruenten Fliessen. Und schliesslich  gebe es ein weibliches und ein männliches Tao. Das kann ich so nicht sehen. Der Wille der Muttergöttin ist nicht der Wille Gottvaters.  Individuation III (unter der Führung des Wahren SELBST) bedeutet nicht, dass ich mich letztlich als Wahre Frau oder Wahren Mann definiere, sondern als Wahrer MENSCH, der in und aus sich SELBST das Männliche und Weibliche vereint hat und sich daher der Einheit mit dem Großen Geist BEWUSST ist....jenseits der Polaritäten, jenseits von Frau/Mann, Mutter/Vater, jenseits sogar von androgyn!

- Wo die BW-Evolution ACHTSAM, moderat und relativ widerstandslos-ungestört verläuft, da hat das natürliche bzw. das  "Wilde Ich"  übrigens keine lange Lebensdauer, derweil  auch dies nur als ein VORÜBERGEHENDES erkannt wird. Wer in Achtsamkeit ungeübt ist, der identifiziert sich damit und errichtet damit das Hindernis für jede weitere geistige Entwicklung.
Der Verstand macht immer wieder den selben Fehler, derweil  er oft glaubt,  Integration  bedeute, dass das gewöhnliche ungeheilte Ich integriert werde (bzw. "umarmt", wie es K. Wilber gerne nennt. Transzendenz - das Eingehen des  Ichs in die Einheit geschieht aber nur durch Transformation  (3. Individuation) des ungeheilten Ichs. Heilung ist Umarmung ist Integration.
Transformation=Heilung der Seele (Sohn), Transzendenz= ganzheitliches HEIL durch die Erkenntnis  bzw. die bewusste Anbindung des "Sohnes" (Archetyp: Wahres SELBST) an den GEIST -  das unendliche und ewige Bewusstsein.

* Die wilde Natur ist die  "sündige" Natur, Annahme bedeutet hier die Hinterfragung der herrschenden Gut&Böse-Moral und in diesem Kontext ganz  bewusst zu "sündigen" - für  das schwarzchristlich geprägte Bewusstsein ein wahrhaft todesmutiger Akt! Es geht darum, gegen das  schlechte (konditionierte) Gewissen anzukämpfen und in diesem Kampf gegen das Über-Ich/Zensor am Ende ein moralbefreites Sein jenseits  kultureller Prägungen, jenseits von Humanismus in der Anbindung an Gott/WAhre Natur zu finden. Entgegen mancher Meinung gibt es hier keine Ur-Ethik oder Ur-Moral. In diesem Sein stellt sich die Frage nach Gewissen, Moral und Ehtik einfach nicht mehr.Das gewissenlose Sein ist nichtwissendes Sein.



Zuletzt noch ein guter Rat: Spirituelle Sucher sollten besser ihre spirituellen Überzeugungen/Konzepte  nicht voreilig  im Namen eines  "Wir" missionieren, solange sie die Geister ("Ebenen") nicht spirituell korrekt unterscheiden können.  Sie disqualifizieren sich und ebenso die im "Wir" mitgedachte ganze Menschheit , die sie mit dem Einbezug recht eigentlich in nichts anderem als in der eigenen Unwissenheit versammeln.  Vor dem Wir kommt erst mal  Ich. Bevor man verallgemeinert, muss man differenzieren können.  Ich meine, es  sind dies oftmal jene,  die im Namen der ganzen Menschheit sprechen, diejenigen, die noch nicht einmal gelernt haben, gekonnt  "Ich" zu sagen bzw. in einer klaren authentischen Ich-Form die Verantwortung für ihre Gefühle, Gedanken, Handlungen zu übernehmen.  Das die ganze Menschheit einschliessende  "Wir" eines  Ichs, welches  immer noch in narzisstischem Gekränktsein  einer Bösen Umwelt die Schuld/Verantwortung für seine negativen Gefühle anlastet,  bekommt somit  ein ebenfalls ziemlich anrüchiges Geschmäckle.


 





Samstag, 18. August 2018

EXTRA-Blah! UG Krishnamurti - killing him softly.....

  (Editierte Fassung)



Frage eines Suchers an UGK:  "Ist Sex kein grundlegendes menschliches Bedürfnis?"

UGK: "Sex hängt vom Denken ab; der Körper selbst hat keinen Sex. Zwischen Mann und Frau unterscheiden sich nur die Genitalien und vielleicht das hormonelle Gleichgewicht. Es ist das Denken, das sagt: „Ich bin ein Mann, und das ist eine Frau, eine attraktive Frau.“ Es ist das Denken, das sexuelle Gefühle im Körper übersetzt und sagt: „Das sind sexuelle Gefühle.“ Und es ist das Denken, das diesen Aufbau unterstützt, ohne den Sex nicht möglich ist. „Es wäre schöner, die Hand dieser Frau zu halten, als sie einfach nur anzusehen. Es wäre schöner, sie zu küssen, als sie nur zu umarmen“ und so weiter. Im natürlichen Zustand gibt es kein aufbauendes Denken.

Ohne diesen Aufbau ist Sex unmöglich. Und Sex ist extrem heftig für den Körper. Der Körper ist normalerweise ein sehr friedlicher Organismus, und dann unterwerfen Sie ihn dieser gewaltigen Spannung und Freisetzung, die sich für Sie gut anfühlt. Tatsächlich ist das für den Körper schmerzhaft. Aber indem Sie den Sex unterdrücken oder sich bemühen ihn zu sublimieren, werden Sie niemals in diesen Zustand gelangen.

Solange Sie an Gott denken, werden Sie sexuelle Gedanken haben. Fragen Sie einen zölibatär lebenden, religiösen Sucher, ob er nachts nicht von Frauen träumt. Der Höhepunkt der sexuellen Erfahrung ist das eine Ereignis im Leben, das einer Erfahrung aus erster Hand nahe kommt. Alle Ihre anderen Erfahrungen sind aus zweiter Hand, von jemand anderem. Warum spinnen Sie so viele Tabus und Ideen drum herum? Warum zerstören Sie die Freude am Sex?

Nicht, dass ich ein Fürsprecher der Schwelgerei oder der Promiskuität bin, aber durch Abstinenz und Keuschheit werden Sie niemals etwas erreichen. Es muss einen lebendigen Kontakt geben. Wenn Sie aus diesem Zimmer gehen, verschwinden Sie aus meinem Bewusstsein. Wo Sie sind oder warum Sie nicht hier sind – diese Fragen erscheinen nicht. Hier gibt es keine Vorstellungen, hier ist kein Raum für sie. Der sensorische Apparat (Sinneswahrnehmungen) ist vollkommen mit den Dingen ausgelastet, die ich gerade ansehe.

Es muss einen lebendigen Kontakt zu den Dingen im Raum geben, keine Gedanken über Dinge, die nicht hier sind.

Und deshalb, wenn Sie vollkommen auf die sensorischen Aktivitäten eingestellt sind, gibt es keinen Raum für Ängste darüber, wer Sie morgen versorgen wird, oder für Spekulationen über Gott, Wahrheit und Wirklichkeit."
UG.


Meine Frage dazu ist wie immer: Ist das WAHR? Und wie immer lautet auch hier die Antwortet. JAIN.
Zu Anfang seiner Antwort spricht  UGK aus transpersonaler Sicht,  wenn er SEX als Gedankenkonstrukt darstellt. Daran ist nichts falsch, wenn er nur nicht am Schluss des Textes m. E. total aus der Gnade gefallen wäre, da ihm der GEIST, der nicht nur die Sexualität, sondern die  gesamte sog.Realität als Konstrukt erkennt, absolut abhanden gekommen sein muss, so tief fällt er zurück in die Materie, in die Zeit, in das Paradiesgärtlein der Göttin, in welchem er im  "lebendigen Kontakt" mit den Dingen die Letztgültige Erfüllung zu finden scheint. 

Mein Versuch, in diesen Worten UGKs einen Sinn zu finden, tut richtig weh. Ich habe was anderes erwartet, als diesen undurchdringlichen Wortsalat. .Ich habe versucht zu verstehen und mir die Zeit zu nehmen, den Text Satz für Satz durchzuarbeiten und  ihn einige Male durchgelesen, aber er wurde dadurch nicht weniger sinnlos. 
Am Ende blieb für mich  doch nur der letzte Satz als der wichtigste und aufschlussreichste, da er Auskunft über das zu geben scheint, was UGK offenbar unter der "Absoluten Gegenwart" versteht. GEIST kann es nämlich nicht sein, da .seine Aufmerksamkeit eine rein lineare und sinnengerichtete Aufmerksamkeit nach AUSSEN ist!

Zitat-Auszug: Hier gibt es keine Vorstellungen, hier ist kein Raum für sie. Der sensorische Apparat (Sinneswahrnehmungen) ist vollkommen mit den Dingen ausgelastet, die ich gerade ansehe.Es muss einen lebendigen Kontakt zu den Dingen im Raum geben, keine Gedanken über Dinge, die nicht hier sind.
Und deshalb, wenn Sie vollkommen auf die sensorischen Aktivitäten eingestellt sind, gibt es keinen Raum für Ängste darüber, wer Sie morgen versorgen wird, oder für Spekulationen über Gott, Wahrheit und Wirklichkeit."

Das, mein Herr, hört sich gerade an wie eine Lektion in  Bewusstseinsentwicklung für Anfänger!
Der ganze Text ist so verwirrend, dass ich oft nicht weiss von was UGK eigentlich spricht, von Sexualität oder vom Letztgültigen Sein an sich.


UGK spricht in Bezug zu Sexualität ganz zu Recht von einem konkreten sinnenbezogenen Hier und Jetzt-Sein, stellt es aber am Ende als den BW-Modus hin, der Angst- und Sorgenfreiheit bewirke. Diese kommt aber nicht durch die Fokussierung auf bzw. die Verbundenheit mit den sinnlich erfahrenen Dingen, sondern nur durch die Anbindung an die Quelle/Gewahrsein, welches mich in der ABSOLUTEN Gegenwart hält (die das konkrete Da-Sein umfasst)!
Die sinnenhafte Hier-und Jetzt-Gegenwärtigkeit scheint die einzige Präsenz zu sein, die er kennt.

Auf der einen Seite glaubt er  von Vorstellungen frei zu sein, sobald der Besuch gegangen ist, doch die konkreten Dinge, auf die dann seine Aufmerksamkeit richtet bzw. in "lebendigen Kontakt" tritt,  sind aus der transpersonalen Sicht aber ebenfalls nur Konstrukte seines Denkens, Vorstellungen! Warum sollen die äussseren Wahrnehmungen  wahrer sein als die inneren Vorstellungen, Ideen, Phantasien?  Einen "lebendigen Kontakt" mit Dingen, die als mentales Konstrukt erkannt wurden, kann es für einen Letztgültig Befreiten nicht (mehr) geben, weil die Dinge im transegoischen BW ihrer Bedeutung, d.h. ihrer Eigenschaften und  damit ihrer sog. "Lebendigkeit" entleert sind!
Was UGK hier erzählt, ist weder richtig noch wahr - es ist ein "Mindfuck" - ein solches "Narrativ" weckt nämlich in den Lesern und Zuhörern wiederum nur falsche und unwahre Vorstellungen von Befreiung.


Wann auf dem Weg zur Großen Erfahrung ist man eigentlich in "lebendigem Kontakt" mit dem Da-Sein?
Im Verlauf der Individuation/Schattenintegration finde ich mich zum Ersten als Person, ich entwickle meine Persönlichkeit. Die Maske fällt und Heilung setzt ein, wenn ich mit den verdrängten Ich-Aspekten in "lebendigen Kontakt" komme. Der Kontakt zu mir wird immer "lebendiger", um so mehr psychische und somatische Blockaden aufgelöst werden und um so kongruenter und freier  mein Fühlen,  Denken, Empfinden fliessen kann. (Dieses Fliessen sollte man aber auf keinen Fall mit dem Großen Flow, dem Fluss des Taos ("Willen Gottes") verwechseln!) Im gleichen Maße ich im "lebendigen Kontakt" mit mir selbst bin, bin ich auch im  Kontakt mit den Dingen der Welt.  Kontakt ist Kommunikation. EROS!
Soweit so gut.

Aber: Kommunikation ist nicht Communion! Wer mit s(ICH) in "lebendigem Kontakt" ist,  ist im selben Maße auch  in Resonanz mit den Dingen der Welt.  Communion jedoch übersteigt Kommunikation  und geht nicht in Resonanz mit einem Gegenüber,  sondern  in GLEICHFÖRMIGKEIT - mit sich SELBST bzw. mit dem gleichen GEIST (der Wahrheit!); Christlich: In der (Drei-) Einheit von Vater, Sohn, GEIST bzw. in der Einheit des absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.
Kommunikation ist linear und gelingt nur  (auf Augehöhe) unter Gleichen in Amwesenheit von Ego.  Communion ist vertikal und nur im  GEISTE möglich. Satsangs bieten z.B. die Möglichkeit der Communion, Communion basiert auf einem offenen System, Kommunikation auf einem geschlossenen. Kommunikation ist diskursiv und an den Egomind gebunden, Communion ist vertikale Inspiration, GEIST-Erkenntnis.
Communion ist primär  SELBSTbezüglich und bedarf daher keines Anderen. Communion geschieht nur in Abwesenheit des Egos.  Communion ist das, was  zwischen Meister  und Schüler geschieht.
Auch der sexuelle Akt kann sowohl Kommunikation als auch Communion sein.

Hm,  wieso eigentlich inszeniert sich UGK als Antiguru? Anti-Lehrer? Hat er wirklich keine Lehre?  Wobei ich den Eindruck habe, dass er sich mit diesem Begriff eher in konkurrierenden Gegensatz zu dem "'Weltlehrer" Jiddu Krishnamurti setzt. Nur jemand, der  den Lehrer-Status transzendiert hat, hat keine Lehre (mehr).Dann ist er aber kein Anti-Guru, sondern ein Meister.
Der Letztgültig Befreite, der Meister hat nicht nur die Lehre  (Konzept), sondern das "vielfältige Leben" transzendiert, für ihn gibt es nur einen "lebendigen Kontakt" und das ist die Anbindung an die Lebendige WAHRHEIT.
Der Verdacht verdichtet sich immer mehr, dass UGK keines von beiden war.


Natürlich gibt es für das befreite Bewusstsein auch noch Vorstellungen und diskursives Denken, nur haftet man nicht daran. Obwohl, auch das ist nicht ganz wahr - das Denken ist letztgültig geläutert und trachtet immer nach der WAhrheit bei allem was WAHRgenommen wird, nur sucht es die Wahrheit nicht mehr im Aussen! Mit den Sinnen!
Mein  "sensorischer Apparat" ist nicht "ausgelastet", weil meine Sinne eben nicht "vollständig" auf die äussere Welt ansprechen - der vertikale Erkenntnismodus zieht mich ständig zu sich und entzieht mich dadurch den sinnlichen Wahrnehmungen.  Wenn das wahr wäre, was UGK hier sagt, wäre man  ein Gefangener seiner Sinne!
Gerade das Gegenteil ist der Fall: Was mich betrifft: Ich  habe keinen  "lebendigen  Kontakt" mehr zu den Dingen der Welt, ich habe nurmehr einen "Kontakt" - eine Anbindung an die Quelle  lebendiger WAHRHEIT.
Und überhaupt: Ich habe noch nie einen lebendigen Kontakt zu den "Dingen im Raum" gehabt, mein Schreibtisch zum Bespiel  ist totes Material, mit dem ich keinen besonders sinnlichen Kontakt pflege. Er wurde und wird durch keine noch so sinnlichen Berührungen und Blicke lebendig.  Ganz anders war es damals zu Zeiten des glutvollen,  daseinsfreudigen "Brüllenden Lebens" mit Pflanzen und Bäumen, Natur... damals, als ich anfing, mehr und mehr mit mir selbst in Kontakt zu kommen. 

"Lebendigen Kontakt zu den Dingen" kenne ich wie gesagt nur aus der daseinsbeschwingten  Phase,  als mir alles in der Natur wirklich lebendig wurde und sich mir entgegen zu neigen schien. Als mein Körper erwachte und die ganze Natur mit ihm. Das war umwerfend erotisch, aber nicht direkt sexuell.  Polymorph pervers trifft es eher. 
Wahr ist, jenseits von Ego ist die "Sexualität" bzw. Erotik REIN selbstbezüglich, sie bedarf keines Anderen. (In meinem Erleben gibt es spirituell korrekt ausgedrückt, überhaupt keine Sexualität mehr. In Ermangelung passender Begriffe benutze ich den Begriff aber weiter und setze das Wort in Anführungszeichen.) Wo keine Begierde sich mehr nach aussen richtet, ist "Sexualität" rein selbstbezüglich.  "Der Andere" ist nur eine bedeutungsentleerte Vorstellung wie es auch der Begriff der Sexualität ist.
Alles hängt vom Denken ab. Jedes Bedürfnis, nicht nur Sex. Alles Materielle ist nur Symbol. Der sexuelle Akt ist ein Symbol für die geistige Vereinigung von Yin und Yang.  Ego ist per se Begehren und Anhaften am Begehrten. Auch die Identifizierung  mit den Gedanken und Gefühlen, ist ein Ausdruck der Begierde. Identifizierung ist Habenwollen statt Sein. Ausgreifen& Anhaften.
Nicht nur Sexualität, das ganze konditionierte Ich gründet letztgültig auf Denken ÜBER ...(dies und jenes.)

Die Fokussierung auf das personale=konkrete sinnliche Da-Sein ist  spirituelle Übung für Anfänger, letztgültig  aber gehört es in die Kategorie bedeutungsentleerter "Nichtiger Flachwix". Bedeutungsleer, weil hier die Identifizierung mit den äusseren Dingen der Welt aufgelöst ist. Wo soll es da einen "lebendigen Kontakt" geben, wenn die Welt und die Dinge für mich "gestorben" sind.  Dinge werden nur lebendig, wenn man mit ihnen identifiziert ist, d.h. wenn man nach den Dingen der Welt begehrt.... nach KONTAKT! Hah, solche Leute sind aber weder Gurus noch Antigurus, sondern singen das gemeine Lied von der Liebe zu diesem und jenem - im Gegensatz zum Hohen Lied der REINEN SELBSTbezüglichen Liebe. (Das biblische Hohe Lied kann man übrigens in zweifacher Weise deuten, je nach Bewusstheitsgrad sieht man darin entweder die personale Liebe zwischen den Menschen oder die Liebe zu Gott als dem wahren Bräutigam des Herzens besungen. Beide Arten des Liebens sind noch objektbezogen, erst in der Einheitserfahrung verschwindet Gott und die GottesLiebe wird in reine=unverzerrte SELBSTbezüglichkeit transzendiert, was heisst, die Liebe findet allein in der GEISTerkenntnis ihren "ausdruckslosen Ausdruck". )


Der Sexualtrieb ist biologisch gesehen ein natürlicher menschlicher Trieb,  transpersonal-involutiv betrachtet eine gedankliche Konstruktion. Es ist ja doch das Ego und alles, was es als wahr annimmt, eine angelernte (konditionierte)  Konstruktion! Auch  Evolution ist kein konkretes Ereignis, das man JETZT wahrnehmen könnte,  sondern existiert JETZT (gerade)nur in meinem Kopf.  Wir reden ÜBER die Evolution aufgrund unseres tradierten und gesammelten Wissens ÜBER die Vergangenheit. Wenn du, das Ich,  nichts über die Geschichte der Menschheit gelernt hättest, hättest du kein Bild und kein Wissen darüber.
Auch der Sexualtrieb, solange er sich nicht konkret gerade Jetzt bemerkbar macht, existiert nur im Denken. Wenn wir darüber sprechen, sprechen wir aus erinnerter Vergangenheit, die aus letztgültiger Perspektive nie stattgefunden hat...............................- - - - - - - - arrrrrgh.....I give up .... Oh selige Ohnmacht... 😤

Den  UG Krishnamurti-Text fand ich hier:  http://spectrum-sein.de/showthread.php?tid=82&pid=15727


Nachtrag: Puh.... das war eine schwere Geburt: zuerst wurde ich ganz irre am Text von UGK und am Ende an meinem eigenen Text, den ich einige Male durchlas und übearbeitete und mit neuen ASsoziationen einige Male bis ins Uferlose anreicherte, bis ich beim erneuten Nachlesen selber nichts mehr verstand. Also strich ich die wildesten für mich selbst nicht mehr nachvollziehbaren Assoziationen zusammen, nachdem ich versehentlich die Veröffentlichungstaste gedrückt hatte und das KONZEPT erschien.

Fazit: Die Antwort UGK's auf die gestellte Frage macht für mich keinen Sinn, nicht, weil es sich um sog. göttliche Paradoxien handelte, sondern um schlichten gemeinen Widersinn. Man weiss nicht, ob er die Fokussierung auf die sinnlich konkrete Gegenwart nur auf die Sexualität bezieht oder ob es seine grundsätzliche  Haltung gegenüber den "Dingen" ist, die er dem Text nach für den Letztgültigen Modus der Bewusstheit hält.  Letztgültiges Gewahrsein ist sich der Absoluten Gegenwart bewusst, das heisst, es  umfasst sowohl das relative konkrete Jetzt mit dem damit zusammenhängenden  Modus des linear-diskursiven Denkens  als auch die abstrakte GEIST-Erkenntnis.  Von letzterer läßt UGK aber nichts verlautbaren und auch textlich nichts erkennen. 
Eine sexuelle Erfahrung "aus erster Hand" ergibt für mich ebenfalls keinen Sinn, aus meiner transpersonalen Sicht/Erkenntnis  sind ALLE Erfahrungen aus zweiter Hand, wie ALLE Kenntnis und Wissen über das Ich bzw. über das, was sich glaube zu sein,  aus zweiter Hand sind.
Es ist also gar nicht  möglich, Erfahrungen aus erster Hand zu  machen - aus "Erster Hand" gibt es nur Erkenntnis.
Es stimmt auch  nicht, dass man, solange man an Gott denke, sexuelle Gedanken habe. Das Gegenteil ist der Fall. Das Denken an Gott sublimiert die sexuelle Triebhaftigkeit. Nur eine falsch verstandene Askese führt zur VERDRÄNGUNG der Sexualität, welche sich v. a. in den nächtlichen Träumen Bahn bricht.

UGKs  Fragen wie z.B.::

Warum spinnen Sie so viele Tabus und Ideen drum herum? Warum zerstören Sie die Freude am Sex?
sind einfach nur intellektuell unsaubere Rhetorik! Es klingt ganz so, als tragen auf diese Weise Angesprochenen ganz persönlich Schuld an den Tsbus, den Ideen und der herrschenden sexuellen Freudlosigkeit. Die Antwort lautet schlicht und ergreifend: Weil wir Menschen durch Religion und Gesellschaft so konditioniert sind! Erfüllte Sexualität gibt es nur dort, wo man das eigene Ich vergessen kann und Yin und Yang bzw. Mann und Frau  sich letztgültig miteinander auf einer höheren Ebene vereint erkennen und man weder Mann noch Frau ist, sondern 
ONE MIND.