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Mittwoch, 3. Oktober 2018

Singing my Song: ICH küss' mich mit den Lippen meines Mundes.... la la la


Fernstenliebe vs. Nächstenliebe

Der Nächste ist heute ein mehr und mehr dem Bewusstsein entzogener bürokratisch verwalteter verstaatlichter gesichtsloser Faktor. Ich stellte schon vor Jahrzehnten fest, wie ein überbordender Bürokratismus dem Menschen nach und nach alle menschlichen Verantwortlichkeiten entzieht, indem z.b. die tätige Liebe am Nächsten, die früher selbstverständlich war,  der staatlichen Genehmigung bedarf.
Als gut gilt heute  der, der dem "Fernsten" dient, indem er zur eigenen Entlastung alle Verantwortung dem Staat überantwortet. Den unmittelbar Nächsten - so wie er wirklich auch von Jesus gemeint ist - wird man gar nicht mehr wahrnehmen KÖNNEN, derweil die kleinste Hilfe bürokratisch reglementiert wird und damit der Mind darauf programmiert wird, den Nächsten zu übersehen. 
Das könnte so weit kommen, dass sich Menschen auch gar nicht mehr trauen, andere im konkreten Notfall um Hilfe zu bitten, da jede Bitte um Hilfe von beiden Seiten als eine Zumutung oder gar Belästigung empfunden werden könnte. Erlernte Hilflosigkeit... wem der spontane Hilfsimpuls bürokratisch aberzogen wird, der kann sich auch nicht mehr selbst helfen, geschweige denn selbst lieben. Liebe ist ein Wechselspiel.
Das ist der Unterschied zwischen einem Gutmenschen und einem Guten Menschen: Der erste ist ein Fernstenliebhaber, - ein narzisstischer "Verbalerotiker", der sich nicht dreckig macht, dessen überhöhtes Selbstbild sich auf Kosten des wirklich guten Menschen aufplustert, wobei dieser die Drecksarbeit am Nächsten vor Ort zu erledigen hat!  Dazu gehören z.B. die Schreihälse, die in ihrer kopf- und grenzenlosen Welcome-Wohlgesonnenheit immer noch mehr Migranten aufzunehmen fordern...

Fazit:  Der Bürokratismus ist ein Mörder der Liebe.

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Therapeutisches Mitgefühl


Osho sprach oft von dem der Duft, der sich gleich einer Blume verströmt, damit meinte er aber stets die Liebe, die sich auf "Andere" bezieht/verströmt... das "therapeutische Mitgefühl". Mit-Gefühl bezieht sich per definitionem immer auf einen Anderen. Mein Bewusstsein ist jenseits des "Anderen", es FLIESST mit dem Moment, ist absolut richtungslos, es weiss nichts von therapeutischen Wirkungen seines "Strömens". GEIST-Erkenntnis/Gewahrsein steht über der Liebe bzw. schliesst sie in sich ein. Es ist der duftlose Duft der absoluten Freiheit des GEISTES..
Das "therapeutische Mitgefühl" entsteht aufgrund von Identifizierung mit allen fühlenden Wesen im psychospirituellen Individuationsprozess. Mitgefühl ist eine menschliche Qualität des sog. Bodhisattvah bzw. ist der Bodhisattva keine Person, sondern eine menschliche Eigenschaft, ein Archetyp..
Im Transformationsprozess kehrt sich das objektbezogene Mitgefühl zunächst in das subjektbezogene Mitgefühl, welches wiederum transzendiert am Ende in der Einheit "aufgeht". Nix von heilig. Nix von Mitgefühl.
Ich habe alles "vergessen" -  und doch habe ich nicht ganz vergessen, wie es war, ein (mit-) fühlendes Wesen zu sein. Ja, manchmal steigen mir sogar immer noch Tränen in die Augen, z.B. beim Anblick einer armen geqälten Kreatur im Fernsehen, oder neulich in der Sendung "4 Hochzeiten und eine Traumreise", als mir die Liebe zweier Menschen förmlich ins Gesicht zu springen schien - SCHEINBAR sprang, denn mir war sofort klar, wessen Liebe da scheinbar herumsprang, Projektionen können sich bei  mir nicht mehr sehr lange halten... lol

Zu 100% dekonstruierst ist mein Ego also immer noch nicht. Das ist aber kein Manko, schliesslich ist  Dekonstruktion ein mehr oder weniger langer Prozess des "Absterbens" und kein plötzliches Ereignis. 


Osho sagt, Mitgefühl sei die höchste Energie. Ja, stimmt, aber nur insofern Energie etwas ist, was es nur für das dualistische Bewusstsein gibt. Mitgefühl ist die höchste MENSCHLICHE Eigenschaft. Eigenschaften sind Energien. Das eigenschaftslose transegoische Ich ist eine geistige QUALITÄT, aber keine Energie. Energie ist Bewegung. Und wo Bewegung ist, ist Werden. Das todlose & ungeborene  Bewusst- oder Gewahrsein ist das "Zentrum des Zyklons". 
Mit-Gefühl ist keine transegoische Qualität, wie ich einmal glaubte, denn sie richtet sich immer noch an einen Jemand, an ein Gegenüber. 
Einzig die SELBSTliebe "verströmt" sich mit dem Flow richtungslos und nonlokal;
SUBJEKTbezogen  bedeutet das Sich-Verströmen ja nichts anderes als ohne Widerstand mit dem Flow des Ewigen Jetzt zu fliessen.  Dann ist in mir  nichts (mehr) , was von hier nach dorten "strömen" könnte, ich bin leer, die Welt ist leer.  "ICH" folge der Aufmerksamkeit in, mit und durch das Gewahrsein des absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.  (Und wie man weiss, folgt die Liebe immer der Aufmerksamkeit bzw. Achtsamkeit! Eine untrennbare Einheit!)


Ich verstehe alles immer mehr  SUBJEKTbezogen. Seit der Glorreichen Auferstehung im Herbst 2011 ereignet sich im Verkehr mit Anderen so gut wie nichts mehr, was mich zu Mit-Gefühlen gleich welcher Art anregen könnte.  Da verströmt sich rein gar nichts mehr von hier nach dort und vice versa.  Ich TEILE anderen auch nichts mehr mit. Alles, was ich tue, ist rein SELBSTbezüglich, SUBJEKTbezogen, auch wenn ich "jemandem" scheinbar etwas mitteile. LOL. Auch Empathie (Mitgefühl) ist dem transegoischen Ich nicht mehr das, was es einmal war. Das transegoische Bewusstsein SCHAUT die persönliche Wahrheit sowie die unpersönliche WAHRHEIT, Empathie ist kein Gewahrsein, sondern Einfühlung aufgrund achtsamer selbstvergessener Beobachtung des konkret Anwesenden und hat m. E. nichts mit der Hellsichtigkeit zu tun, welche auch die Befindlichkeit des Abwesenden erspüren kann.

Die absolute SUBJEKTbezogenheit des transegoischen Ichs beginnt mit dem Lieb- und Ernstnehmen des kleinen Subjekts (Ich) im Individuationsprozess, dann nämlich, wenn man anfängt, sich von Ersatzgefühlen und Ersatzbefriedigungen zu verabschieden um herauszufinden, was MIR als  Person wirklich GUT tut. Dazu ist es notwendig, speziell für eine Frau, eine Weile den eisernen Büstenhalter anzuziehen und alle wohltuenden Automatismen einzustellen, die sich in irgendeiner Weise "gut" auf andere auswirken sollen. Ich habe auf diese Weise gelernt, Nein zu sagen, besonders in Hinsicht auf die Ansprüchlichkeit des "Armen Ichs" in mir und anderen.

Der unkonkrete "Andere" ist mir nurmehr ein  Stichwort- und Anlassgeber für Erkenntnis wie alles, was mir in den Fokus fällt, nur zur Erkenntnis dient. Erkenntnis ist LIEBE. Transegoische SELBST-Liebe. Sie kann eine Welt nicht umfassen, die es gar nicht gibt, da es keine Welt mehr gibt, die ihr gegenübersteht.  (Der Begriff des "Allumfassenden" bedeutet nichts anderes als das Integrieren der Gegensätze.

Fazit: Nicht Mitgefühl ist die höchste QUALITÄT, sondern die REINE=von Narzissmen unverzerrte SELBST-LIEBE.

*****

Osho u.a.:

"Wenn eine Blume blüht, muss sie ihren Duft mit dem Wind teilen. Es ist ganz natürlich! Es ist kein Handel, es ist kein Geschäft; es ist einfach natürlich. Die Blüte ist voller Duft – was soll sie machen? Wenn die Blüte ihren Duft bei sich hält, wird sie voller Anspannung und tiefer Not sein. Die größte Not im Leben ist, wenn du dich nicht ausdrücken kannst, nicht kommunizieren kannst, wenn du nicht teilen kannst. Der ärmste Mensch ist der, der nichts zu teilen hat, oder der, der etwas hat, aber die Fähigkeit verloren hat, die Kunst, es zu teilen. Dann ist ein Mensch arm."

Ja, das scheint mir wohl auf den ersten Blick alles ganz richtig zu sein, der erste Satz bezieht sich aber m. E. auf die Attribute des transegoischen Ichs und den duftlosen Duft seines SPONTANEN uneigenwilligen bzw. absichts-, ziel- und planlosen SEINS. Weil es hierbei nicht mehr um Fähigkeiten geht, bezieht sich das transegoische Bewusstsein niemals auf etwas, was man TUT oder KANN! 
Jedenfalls passt der zweite Satz passt dann nicht mehr zum ersten Satz, weil das unkonditionierte Ich keinerlei Not oder Anspannung erlebt, wenn Kommunikation mit anderen nicht gegeben ist. Nur das Ego leidet. 
Zwar MUSS sich der "Duft" der  transegoischen WAHRHEIT mitteilen, notfalls könnte man wie der Heilige Franziskus auch den Vögeln predigen. Würde er in der heutigen Zeit leben, ginge er ins Internet.
Mit-Teilung ist für das transegoische Ich aber - wie oben schon gesagt - immer SELBSTbezüglich, d.h. man meint nicht die Person des anderen, sondern ist nur auf die  Erkenntnis der Wahrheit fokussiert.  Kommunion statt Kommunikation. Die Kommunion mißglückt regelmäßig dann, wenn die empfangende Person die unpersönliche Mitteilung/WAHRHEIT angriffig-persönlich nimmt. In solchen Fällen wird das transegoische Ich der Abwehr(=Schatten) der Person gewahr und MUSS ihn als einen solchen thematisieren.  Hierbei geht es um das Gewahrsein der verdrängten PERSÖNLICHEN  (seelisch-psychologischen)  Wahrheit des Betreffenden. Mit diesem DURCH-Blick  macht sich das transegoische Ich gewiss keine Freunde.  (Der "Lolosophian" kann unendliche Geschichten davon erzählen.) Na ja, könnte man nun von unberufener Seite einwenden: Warum musst du auch alles immer so eng sehen? Warum fängst du nicht einfach mal mit der Kommunikation an, dann klappts vielleicht auch mit der Aufnahme der Unpersönlichen Wahrheit?!
Mal abgesehen davon, dass ich der Freunde nicht (mehr) bedarf und deshalb lustvoll und skrupellos wahrhaftig sein kann, wäre ich dazu gar nicht fähig,  hm... das  hiesse ja, das Persönliche ÜBER das Zeitlos-Überpersönliche zu stellen. Reine Zeitvergeudung!

Fazit
Der "ärmste Mensch" ist nicht der, der nichts (mit-) zu teilen hat, sondern ein Mensch, der sich weder hingeben noch empfangen kann, weil eine rigide Abwehr, sein Selbstschutzprogramm ihn daran hindert. Das ist der, der in die Hand beisst, die man ihm reicht,  der die Liebe nicht als solche erkennen kann, weil er eine furchtbare Angst vor Nähe  hat, -  jener arme Mensch, der ins Neue Testaments als "Der Besessene von Gerasa"* eingegangen ist. Ich empfehle hierzu noch einmal die Deutung durch Eugen Drewermann!


*Auch ich war einmal ein solcher!

 
***

Gewahrsein vs. Achtsamkeit

Mir fällt ein Artikel über das Gewahrsein in den Fokus  und wie so oft  verwechselt man auch hier das ungeteilte Gewahrsein mit der geteilten Achtsamkeit auf das KONKRETE Hier und Jetzt der Person mit mit ihren menschlichen/sinnlichen Ein- und Ausdrücken. Das wäre weiter nicht schlimm und korrigierbar, wenn man nicht diese mindere lineare Aufmerksamkeitsqualität oftmals für das spirituelle Non plus ultra hielte und glaubte, es gebe nichts anderes als das persönliche Hier und Jetzt. Dabei ist die Achtsamkeit und Annahme des persönlichen Hier und Jetzt nur der Einstieg.

Zitat:
Gewahrsein ist das wache, wahre Erleben der Ebene des menschlichen Selbst. In dieser Ebene sind wir fein pulsierende Lebendigkeit, weiter als die Grenzen der Haut und leben in Verbundenheit mit allen Wesen, der Natur und dem Leben selbst.

Somit ist es stimmig zu sagen: «Jeder Mensch ist Gewahrsein.» Im Erkennen der Einen Lebendigkeit, die alles durchdringt und bewirkt, ist es logisch zu sagen: «Alles ist Gewahrsein.» Im Erkennen, dass jede noch so feste Materie im Grunde leer und Energie ist, lösen sich Formen, Ebenen und Dimensionen auf. Dennoch leben wir in ‹der Welt› und so, wie wir offen und zu Kindern sprechen, ist es in der Art und Weise unseres heutigen Wahrnehmens wahr: «Du hast blaue Augen und ich braun-grüne. Ich habe in diesem Leben fünfzig Winter erlebt und du dreizehn. Ich fühle Angst in mir, auch wenn du gerade keine in dir fühlst. Spürst du mein Gefühl?» 


Gewahrsein ist eben nicht das Erleben des menschlichen Selbst (Ich), sondern ein transegoisches SEIN, ein  Bewusstsein insbesondere der transegoischen WAHRHEIT.  Achtsamkeit ist es, welche (Angst-) Gefühle und scheinbar trennende Eigenschaften wahrnimmt bzw. für wahr HÄLT!  Dagegen löst sich im Bewusstseinslicht des GeWAHRrseins die Identifizierung mit der aussenorientierten sinnlichen unwahren Wahrnehmung auf!

Gleich darauf heisst es:

Zitat:
Im Physischen nehmen wir uns als getrennt, im Seelischen verbunden und im Selbst als eins wahr.   
Chapeau, so ist es richtig! Ich füge noch hinzu: Erst die Einheitserfahrung erschafft das volle Gewahrsein, bei der das Gewahrsein sich seiner selbst bewusst wird.

Es ist ein Übel, wenn spirit. Sucher die seelische Verbundenheit auf der dualitären  Da-Seins-Ebene mit der übergeordneten letztgültigen Einheitserfahrung "im Selbst" verwechseln. Sie halten die Erfahrung der WELTSeelischen Verbundenheit für die Aufhebung der Trennung. Hier bleiben die meisten Sucher stecken und die Objekt-Liebe wird ihnen zum Fetisch. Das noch größere Übel ist, dass die unwissenden Leser all dies glauben.

Merke. Die Welt-Verbundenheit auf der seelischen Ebene muss ebenfalls transzendiert werden, um in der Einheit "aufzugehen". Dann erst geschieht es, dass das Gewahrsein sich selbst als Gewahrsein erkennt bzw. sich der Sucher und das Gesuchte sich im selben GEIST als EINS erkennt.

Achtsamkeit wird gewissermassen schleichend zu Gewahrsein durch die kontinuierliche Bewusstwerdung und (Schatten-) Integration des Verdrängten Um so mehr an Schatten integriert wird, um so lichter wird das Bewusstsein. In dieser Phase weiss man noch nichts von Gewahrsein, weil das Erkenntnislicht noch zu schwach ist, seine Quelle zu erkennen.

Merke: Wo keine vertikale Anbindung an die Quelle geistiger Erkenntnis ist, ist kein Gewahrsein. Die große Schwester der  normalen=aussenorientierten und  wertenden Aufmerksamkeit ist die  innen- wie aussenbezogene, zwar bewusste aber immer noch wertende Achtsamkeit. Das NICHTwertende Gewahrsein im Ewigen JETZT ist das, was beides einschliesst bzw. transformiert und integriert hat.

Zitat:
Auch wenn Gewahrsein immer, überall und unveränderlich ist, so ist das menschliche Wahrnehmen oftmals eingeschränkt. Nicht jeder riecht den Kaffeeduft im Vorbeigehen, nicht jeder empfindet seinen Körper in der Arbeit am Schreibtisch, nicht jeder fühlt sein Gefühl, nicht jeder hört und sieht die Gedanken in sich, nicht jeder nimmt die Eindrücke des Spürens bewusst auf, nicht jeder nimmt den Ort seiner Aufmerksamkeit und die Weite seines Bewusstseins wahr. Gewahrsein ist das wahre und wirkliche Erleben der feinen Lebendigkeit, die alles ist und belebt. Mit offenem Herzen und im weiten Bewusstsein ist dieses Erleben möglich.

Das Denken vermag innere Räume und damit Illusion zu erschaffen. Wer im Augenblick des Erlebens die Eindrücke der Sinne nicht wahrnimmt, den Körper nicht empfindet, das Gefühl nicht fühlt und die Gedanken innerlich weder sieht noch hört, ist im Denken und nicht im weiten Bewusstsein.

Hmmmm.... Ja, diese Wahrnehmung sinnlicher Eindrücke und ihre Störung durch das Denken trifft auf die Achtsamkeit zu, nicht aber auf das WAHRnehmen im Gewahrsein. Im Gewahrsein ist es gerade umgekehrt!  GeWAHRsein bedeutet u.a. die vertikale Anbindung an die Quelle der höheren Erkenntnis/WAHRHEIT/Weisheit. Wo früher das lineare Denken von den sinnlichen Eindrücken in der äusseren Welt der Phänomene abgelenkt hat, dominiert im  Gewahrsein der unaufhörliche Strom von Erkenntnissen/ "Geistesblitzen",  derweil Innen- sowie Aussenwelt ihrer sinnenhaften Bedeutung entleert sind und daher keinerlei Ablenkungscharakter mehr haben. Man lebt in Ziel- und  Zeitlosigkeit und dabei ist es schon schwierig, sich nur auf das Notwendigste zu fokussieren! Alle linearen Vorstellungen, Absichten, Ziele, - alles Wünschen und Wollen, was  sich in die Zukunft richtet, werden vom Gewahrsein sofort vertikal durchKREUZT!

Auch hier die Umkehrung: Wenn ich vertikal stimuliert bin, dann nehme ich  meinen Körper auch nicht wahr, und die Aussenwelt oder gedankliche Innenwelt vermag mich  nicht mehr zu "stimulieren". Recht eigentlich ist es hier gar nicht mehr möglich, von vertikaler und horizontaler Wahrnehmung zu sprechen, weil es keine Trennung mehr gibt. Muss ich aber, denn worüber man nicht sprechen kann, darüber müsse man schweigen, sagte mal einer. LOL  


Im Gewahrsein ist man im Gegensatz zur Achtsamkeit  nicht mehr mit der Materie/Körper identifiziert, sondern  allein auf Erkenntnis der Wahrheit ausgerichtet, poetisch jargoniert hängt das transegoische Ich weltvergessen am Munde Gottes  - ER küsse mich mit dem Kusse seines Mundes; denn SEINE Liebe ist lieblicher als Wein... Na gut, - um der WAHRHEIT mal wieder die Ehre zu geben: Poesie berührt mich schon lange mehr, weshalb ich  in stocknüchterner Wahrheitstrunkenheit den Text des Hohen Liedes aus seiner egoischen Subjekt- sowie seiner Objektbezogenheit herauslöse und singe:


ICH küsse mich mit den Lippen meines Mundes, meine (SELBST-) Liebe ist lieblicher als Wein - in der Erkenntnis der Einheit des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN. Ita est. Basta, so IST es!
La la la


http://www.gewahrsein.jetzt/Was-ist-Gewahrsein/

Dienstag, 2. Oktober 2018

Von der Moral in der Geschichte und warum ich drauf verzichte...


Soeben wurde ich im Schreiben unterbrochen, weil draussen jemand mehrmals laut Hallo rief. Das geschieht sehr oft;  da Fremde  die richtige Haustür auf der Waldseite nicht finden, rufen sie auf der strassenzugewandten Seite  vor meinem Fenster neben dem Personaleingang. Ich öffne ihnen dann  die Tür und wenn sie sich  noch nicht auskennen, begleite ich sie auch gerne noch zur gesuchten Wohnung, da das Haus einen verwirrend-verschachtelten Eindruck auf Fremde macht. Die Leute bedanken sich dann  und entschuldigen sich  für die Störung. Für mich ist es jedoch keine Störung, (ich fühle mich nie von etwas gestört, weil ich nicht an meinen Tätigkeiten hafte und sofort loslassen kann) ich lasse mich sogar sehr gerne unterbrechen, weil ich dann in Bewegung komme.
Was mir nun bei der heutigen Unterbrechung einmal mehr in den Sinn kam,  ist  die bekannte spirituelle Lehrsentenz über den Meditierenden, der wütend wurde wegen eines Menschen, der während der Meditation hilfesuchend an dessen Tür klopfte. Daraus läßt sich nun schnell und leicht schliessen, dass es  moralisch verwerflich  sei, wenn man der Meditation mehr Bedeutung zumesse,  als einem Menschen, der hilfesuchend  an die Tür klopfe. Was verständlicherweise nicht nur sog. Gutmenschen, sondern auch  jeden guten Menschen auf die Palme bringt. :D

Und genauso wird es von vielen spirit. Lehrern und Suchern auch verstanden, wenn sie noch nicht fähig ist, die Geister zu unterscheiden oder wenn man nicht eine vorgegebene mystische Fremd-Interpretation vorliegen hat: Man gibt der Geschichte vorlieblich eine moralische Bedeutung. Einer spirituellen Lehrgeschichte moralische bzw. moralitäre Bedeutung zu geben, bedeutet aber, dass man immer noch aus der Gut-Böse-Identifizierung heraus intepretiert.  Spirituelle Lehrgeschichten sollten aber nicht auf Moral, sondern auf unpersönliche Wahrheit hinweisen.
Soweit ich das beurteilen kann, gibt es jede Menge sog. spiritueller Lehrgeschichten, bei denen es den Anschein hat, dass sie auch nicht anders als moralisch gemeint sind. Das sind gewissermassen "fakes",  wobei man wohl die Ebenen dual-nondual verwechselt, so wie es ja auch Leute gibt, die den Unterschied zwischen dem Bewusstsein Laotse's  und dem des Konfuzius nicht kennen. Konfuzius repräsentiert das Ich und die  Moral  des Kollektivs und Laotse ist das SELBSTverwirklichte Individuum, welches Kollektiv und Moral transzendiert hat.
Beide sind sie jedoch SUBJEKTbezogen zwei Seiten einer Medaille in der Erkenntnis der Einheit des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.

Andererseits gibt es aber weit mehr Lehrgeschichten, die nur deshalb moralisch GEDEUTET werden, derweil der Deuter kein  Gewahrsein für die tiefere überzeitliche  Bedeutung der Lehrgeschichten hat.
(Bei der Gelegenheit frag ich mich gerade, ob es nicht schon eine Interpretations-App gibt für spirituelle Lehrgeschichten, lol.  Wahrscheinlicher ist es, dass es schon auch Interpretationshilfen gibt, mir sind nur noch keine unter die Augen gekommen. Ich bedarf ihrer auch nicht. Sollte mir dergleichen in den Fokus kommen, würde ich gar nicht anders können, als   sofort damit anzufangen, die "Geister" zu unterscheiden.  Gut möglich, dass es sich bei einer vorgegebenen Interpretation einer Lehrgeschichte um Interpretationen von Interpretationen von Interpretationen handelt...
:
Fazit:
Wenn man  den persönlichen und
zwischenmenschlichen  Aspekt  bzw. das  moralische  Narrativ aus der Geschichte herauslöst,  bedeutet diese Lehrsentenz in ihrem unpersönlichen/transpersonalen Kern einfach nur, dass man immer noch mit dem Ego identifiziert ist, solange man sich durch  Ereignisse in der Aussenwelt  gestört fühlt.



Wer die Lehrgeschichten moralisch interpretiert, der füttert sein Überich, den Zensor und er wird versuchen zu tun, was er als moralisch richtig gelernt hat, - um ein GUTER Mensch zu sein! Sein Tun ist aussenorientiert und  fremdbestimmt und er wird seine Stör-Gefühle als schlecht und falsch verurteilen und zu verdrängen suchen, statt sie anzunehmen und mit ihnen zu arbeiten.

Wem Meditation zum alltäglichen Sein geworden ist, der muss nicht mehr üben, sitzen oder "in die Stille gehen", der fühlt sich nicht mehr gestört, wenn seine Aufmerksamkeit aus der gewohnten vertikalen Anbindung in den äusseren Denk- und Handlungsmodus umschwenkt.

Apropos Moral. Es gibt ja Leute, die glauben, dass es in einer  Religion, bei der das Wort "Gott" nicht vorkommt, es auch kein Muss und Sollte gebe. Deshalb finden viele den Buddhismus so angenehm, weil er gottlos sei.
Der Gott der Buddhisten ist ihre Ethik,  Buddhismus hat  10 Sittenregeln,. 
Das heisst, der Hinweg  zur Befreiung ist  - nicht anders als im Christentum -  mit den selben moralischen Grundsätzen gepflastert, welche auch die chrstliche Moral begründen.
Einen Großen Geist bzw. Vatergott gibt es offenbar nicht. dafür gibt es aber auch im Buddhismus jede Menge personfizierter Archetypen, Götter und Dämonen.
Der Ethos der Buddhisten wie der Christen ist universell und universell = göttlich! 

Buddha selbst soll auf die Frage nach der Existenz Gottes mit "Ja und Nein" (Sowohl-als-auch )  entgegnet haben. Dass Gott keine Rolle spielt im Buddhismus, wird aber wohl eher daran  liegen, dass es eine Transformationsstufe höher nur noch mit Weder - Noch zu beantworten ist, weil hier Gott als ein Gegenüber bzw. das dualistische Bewusstsein transzendiert ist.
Im Zenbuddhismus kriegt man auf solche  Fragen einen Schlag mit dem Stock. Na ja, so genau weiss ich das zwar nicht, erscheint mir aber plausibel, da das Paradox dem Verstand nicht erklärt werden kann. Die Antwort kann nur Schweigen sein oder Schläge... LOL


Lustig. Puppetji vs. Meditation.  Puppetji ist dem spirit. Status nach kein Meister, sondern ein Lehrer, da er sich immer noch gestört fühlt, egal bei was. Wer sich bei Meditation gestört fühlt, fühlt sich auch allgemein gestört, solange er (die Geschehnisse in gut-böse, richtig-falsch, besser-schlechter usw.) WERTET.
https://www.youtube.com/watch?v=G5Z_EoyO_F8
Ruft Puppetji hier nach "Deconstruction? Im Zusammenhang mit Meditation höre ich das zum ersten Mal, kann mir aber vorstellen, was gemeint ist: Die Geräusche ihrer Bedeutung entlerren, dann kann man auf der Störung surfen! Mal sehn... 
Google weiss Rat:
https://deconstructingyourself.com/meditation-%E2%80%94-why-deconstruction.html

Hmmm...Ich ahne, dass ich mit dem Thema noch nicht ganz fertig bin, bin noch nicht zum Kern der Sache vorgedrungen... ist nicht ganz stimmig, habe den Punkt nicht richtig getroffen..Das Fazit sollte ausführlicher ausgeführt werdne.
Trotzdem ENDE für heute, ich bin müde...


Donnerstag, 23. August 2018

Gewissenlose Freiheit ist nichtwissendes So-Sein

News von Unterwegs:
Mein  Kommentar zu einem dahergelaufenen Forenbeitrag:


Zu Anfang fällt mir ein vielversprechender Satz ins Auge:
"Magie/Mystik ist für mich eine symbiotische Arbeit mit dem Hier und Jetzt.
Eine Passiv-Aktiv-Auslotung und Kooperation (=Aktiv) mit dem JETZT (=Passiv)."
Offenbar das Motto...? Hm...das klingt theoretisch ja ganz gut, in der Praxis aber nach Schwerstarbeit. Hm... also ich habe Magie und Mystik noch nie unter einen Hut gekriegt.  Da steht das geistige!Erkennen ganz klar über dem Machen/Magie. Wo mystische  Erkenntnis ist, muss nichts gemacht werden.  (Wobei ich den Mystiker nicht als spirituellen Sucher, sondern letztgültigen Finder/Befreiten definiere, der recht eigentlich Mystik UND Magie transzendiert hat.) Anders sieht es aus bei verstandesmäßigen "Erkenntnissen", Ideen, die auf Vorstellung basieren, die  das Ego dann Schritt für Schritt MACHEN kann. Vorstellung, Imagination ist das Haupt-Handwerkszeug der Magier....  Magie ist nichts anderes als Realisierung der Imaginationen und ist den meisten Menschen völlig unbewusst, dass sie auf diese Weise die Macher und Konstrukteure dessen sind, was sie für Realität halten.
Die Magie hat aber keinen Bezug zum Ewigen JETZT, sondern nur zum profanen Hier und Jetzt der Person.
Ziemlich viele Unklarheiten in dem darauf folgenden Text, weswegen ich auch keinen rechten Bezug zu der Überschrift herstellen kann und ich einfach drauflos schreibe, was mir spontan in den Sinn kommt. .


Auszug:

("...)Die Kunst liegt also darin zunächst wahrzunehmen was gerade ansteht,.....z.B. welche Erkenntnis, welches Gefühl, welches Singnal sich offenbart, und anschließend welcher Schritt zu tun ist, und alles Nötige dafür zu tun.
Loslassen, konkret tätig werden, Gefühlen Beachtung schenken, in die Stille gehen, aktiv werden etc. … was auch immer, je nachdem. In dem Moment haben wir die ganze Unterstützung des Universums. Der Körper-Geist-Organismus weiß am besten was es braucht.

Legen wir uns etwas auf das momentan nicht ansteht, dann richten wir unseren Willen gegen diesen natürlichen Fluss, handeln nicht entsprechend, und blockieren so den natürlichen (Ver-)Lauf. Er (Der Fluss) weiß jedoch am Besten was in jedem Moment für unsere Entwicklung richtig ist. Den direkten Weg zu Ganzwerdung.
Vermutlich sind die Möglichkeiten in einem solchen Moment nicht auf eine einzige detailgenaue Antwort = Handlung oder Nicht-Handlung usw. beschränkt, aber so pi mal Daumen müsste es passen. :)

Das erklärt, weshalb z.B. die Raucherentwöhnung nicht gelingt, wenn jemand sich allein aufgrund äußerer Gegebenheiten wie Neujahr, oder durch Aufforderung Anderer bspw. vornimmt für das kommende Jahr rauchfrei zu werden. Es war einfach (noch) nicht der passende Zeitpunkt und etwas anderes stand an. Etwas das nicht wahrgenommen werden konnte, weil man die Aufmerksamkeit nicht bei sich (dem Fluss) hatte.
Dieses Bsp. ist auf alles andere übertragbar das momentan nicht ansteht, und nach gut Dünken gewählt wird, statt die Sensoren für das was ansteht zu sensibilisieren.

Das Leben ist gezwungen jede Überzeugung die nicht diesem natürlichen Fluss entspringt, welche nicht dem absolutem Einklang mit unserem Herzen entspringt, früher oder später zu enttäuschen. Ich vermute je unsensibler/unbewusster wir sind, desto länger braucht es bis wir das erkennen. Krankheiten oder Schicksalsschläge dienen manchmal dazu uns das Leben gegen den Fluss bewusst zu machen.
Darum heißt es „suchet erst das Reich Gottes“ = Den natürlichen Fluss (deine wahre Natur) dann ist für alles gesorgt.
Und das alles kann immer nur im JETZT geschehen!"

Mein Kommentar: 

Ja, dem letzten Satz kann ich nur zustimmen! Mit dem ersten Absatz komme ich so gar nicht klar,  ich kann mich einfach nicht erinnern,  früher je in solch mystisch-magischer "symbiotischer"Weise vorgegangen zu sein. Es geht hierbei doch um nichts anderres als Schattenarbeit gehen! Denn auf anderen Wegen kommt man nicht in  "Fluss".

Sicher  ist nicht alles falsch, was in dem obigen Forenbeitrag geschrieben wird.  Wie stets fallen mir jedoch nur die Ungereimtheiten in den Fokus und wie immer muss mein penetranter Wahrheitstrieb ad hoc und ohne Zögern diesen Punkten auf den tiefsten Grund gehen. (Tatsächlich mag es für den aussenstehenden Leser  erbsenzählerisch wirken, aber diese "Erbsen"  haben keinerlei objektive Relevanz, sondern nur für mich eine Bedeutung, sowie auch die WAHRHEIT, die ich letztlich bei diesem Intensiv-Gründeln finde, nur für mich eine Bedeutung hat. Nicht anders soll es sein in der Anbindung an das  Absolute (=transpersoanle) SUBJEKT, das ICH BIN.  

- Hm...Was ist mit diesem Energiefluss eigentlich gemeint, von dem hier die Rede ist? Die Vitalkraft der Großen Mutter? Der VaterGEIST?  Für mich ist Energie nur ein weiteres  Gedankenkonstrukt, das für manchen unfrommen Sucher den toten Gott ersetzen soll. Damit macht man sich zwar in der gottlosen Erleuchtungsszene einer (christlichen) Religiösität unverdächtig, der Unbewusste Gott wird sich aber irgendwann dafür rächen - Jahaaaa! 
Der Fluss des Tao ist KEINE Energie, er ist weder dies noch jenes, es ist Stillstand UND Bewegung zugleich, anders gesagt: es ist weder Stillstand noch Bewegung. LOL.Tilt und Tschüss!

- Die einzige "Kunst", die es zu erlernen gibt, läßt sich für mich mal wieder nur in einem einzigen Wort zusammenfassen:  ACHTSAMKEIT, die zunächst auf das persönliche "Flachland"- Hier&Jetzt zu fokussieren ist, um letztlich in die "Höhe" des vertikalen Ewigen JETZT  zu münden. (Wobei es hier recht eigentlich weder Höhe noch Tiefe, noch Breite noch Länge gibt). Wer Achtsamkeit übt, der braucht sich über so was wie "anstehende Schritte" keine Gedanken zu machen. Die Achtsamkeit selbst ist der Führer, dem es sich zu überlassen, HINZUGEBEN gilt..

- Wenn man im Fluss des Tao fliesst, gibt es keinen "richtigen Zeitpunkt". Die Raucherentwöhnung mißlingt deshalb, weil man nicht fest genug gegründet in der Gegenwart bleiben kann und man den Kraftpunkt in die Zukunft projeziert.  Der Kraftpunkt liegt jedoch immer nur in der Gegenwart. Der richtige Zeitpunkt ist immer JETZT.

- Es gibt auch keine irgendwie gearteten Überzeugungen, die dem Tao "entspringen". Jegliche Überzeugung ist Glaubenssatz, entspringt dem Verstand und ist damit ein Stein im Fluss des Seins. Im Fluss gibt es nur geistige Erkenntnis, die jedoch dort, wo man  (noch) nicht fest in der Gegenwart bzw. der WAHRHEIT des Gewahrsein steht, ad hoc vom Verstand vereinnahmt und zu einem Konzept verwurstet wird, was er fortan gerne als absolute Wahrheit zu missionieren pflegt. Deutlich erkennbar ist das z.B. bei Leuten, die ihre Erkenntnisse - ganz gleich, ob diese nun aus erster oder zweiter Hand stammen  -  in Büchern oder  im Internet konserviert haben und bei Fragen niemals spontan antworten, sondern immerzu auf ihren vergammelten Alten Käse hinweisen bzw. verlinken.  Der Mind, der derartig an seinen vergangenen Erkenntnissen/Worten haftet, der kann auch nicht zulassen, dass etwas  Neues geboren wird.  Wer im Fluss mit dem Tao ist, ist im Bewusstsein des Nichtwissens; der repetiert nicht aus den stinkenden stehenden Gewässern angelernten und abgespeicherten Wissens, sondern  antwortet auf Fragen spontan und alles, was er sagt, sprudelt ihm neu, frisch und klar aus der Quelle aller Erkenntnis.  In der Einheit  eines performativen Lehren-Lernens ist alles, was er antwortet, ein  Lehren und ein gleichzeitiges Lernen.  Und darin wird er niemals müde und wenn er hundert mal die selben Fragen beantwortet, die Antwort kommt ihm immer frisch aus der Quelle und niemals aus dem Gedächtnis.  Auch wenn hundert Mal die Antwort für "Andere" dieselben scheinen, sind es doch niemals die selben. Das ist ein Mysterium, an dem sich der Verstand vergeblich die Zähne ausbeisst.

- Der ganze Text spiegelt solcherart Überzeugungen wider.  Die absolute WAHRHEIT sagt  nicht eitel  "Wir", sondern ICH (BIN) und wo sie das nicht explizit sagt, ist es implizit in der "Verkündigung" enthalten. Das "Wir" und "die Anderen"  entspringen aus absoluter Sicht nur einer Schlussfolgerung/Konstruktion des Verstandes: denn nur wo es m(ICH) gibt, gibt es auch Andere.

- Im Flow (des Tao) gibt es nichts, was "anstehen" könnte, weil hier jede (Persönlichkeits-) Entwicklung aufgehört hat. Da steht nichts an und da gibt es nichts (mehr) zu tun. Keine Schritte, kein Programm...  Das "Anstehen" ist psychologischer Jargon und der hat im Tao-Flow nichts zu suchen. Wo was (an-)steht, kann nämlich nichts fliessen.  (Auch ein  kongruentes Ich macht in seinem fliessenden Bei-sich-Sein keine bewussten Schritte, es ist u.a. im Kontakt mit seiner Intuition, sein Handeln ist  nicht bewusst, sondern vorbewusst-intuitiv.)
Im Fluss mit dem Tao  hat jedes psychologische "Wachsen" aufgehört. Überhaupt ist das Bestreben,  zu "wachsen" genau so eine Karotte wie das eselhafte Streben nach Erleuchtung. Es ist schon auffällig, dass immer diejenigen sich so eines "wachsenden" Psychojargons befleissigen, die  harmoniesüchtig jeder Herausforderung und jedem  Konflikt aus dem Wege gehen und vorlieblich einem "bösen Umfeld" die Schuld an ihren diversen Befindlichkeiten geben.

Im Gegensatz zum personalen (kongruenten) Flow sind die intuitiven Sensoren im  transpersonalen Flow für "das, was ansteht", quasi ausgefallen, weil alles Handeln spontan geschieht so gänzlich "unsensibel" und  "unbewusst" im Sinne von Nichtwissen. Ich weiss nicht, was ich tue.
Das Tao - das  Fliessen mit dem ewigen JETZT - ist weder aktiv noch passiv. Tao ist Nichthandeln. Da werden auch keine Schritte "offenbart", die man dann gehen muss, sondern einfach nur getan. Auch das Loslassen kann man nicht machen, es geschieht einfach dann, wenn sich der Geist-Körper-Psyche-Organismus ins Hier und Jetzt hinein ENTSPANNT, statt an dem zu kleben, was er gedanklich nicht loslassen kann! Das hat mit Magie nichts zu tun.
 Im Flow des Tao gibt es auch keine Erkenntnis, nach der man handeln müßte könnte sollte dürfte... Das Tao drückt sich nämlich nicht im konkreten, sinnlich sichtbaren Handeln des Befreiten, sondern in seinen "Losigkeiten" und seinem  Nicht-Handeln aus - das heisst: GAR NICHT! Das sollten sich die,  die glauben,  einen Meister an seinem Handeln erkennen zu können, endlich mal klarmachen! Diese Sorte von "Spiridioten" bringt es fertig, von Nicht-Urteilen, Nicht-Bewerten zu faseln und ganz dezidiert von anderen  zu erwarten und gleichzeitig massen sie sich an, einen Meister/Befreiten nach egoischen Maßstaben zu beurteilen! Phigittpfuiii!


Fazit: Hier werden einmal mehr die personalen resp. transpersonalen Ebenen vermischt und das kongruente Fliessen mit den egoischen Gefühlen, Gedanken  und Empfindungen mit dem Fliessen des Tao (Willen Gottes)  gleichgesetzt und die  "natürliche Natur" mit der sog. WAHREN Natur. Im Flow der  WAHREN Natur ist die "wilde Natur"* des befreiten Zentaur-Körper- Ichs transformiert, transzendiert, integriert.  Da gibts auch keine ichhafte Kongruenz mehr. Das kongruente Fliessen ist eine entwicklungsbedingte  Voraussetzung, aber nicht das letztgültige Ziel. Manche werden vielleicht sagen, das Tao äussere sich eben auch im kongruenten Fliessen. Und schliesslich  gebe es ein weibliches und ein männliches Tao. Das kann ich so nicht sehen. Der Wille der Muttergöttin ist nicht der Wille Gottvaters.  Individuation III (unter der Führung des Wahren SELBST) bedeutet nicht, dass ich mich letztlich als Wahre Frau oder Wahren Mann definiere, sondern als Wahrer MENSCH, der in und aus sich SELBST das Männliche und Weibliche vereint hat und sich daher der Einheit mit dem Großen Geist BEWUSST ist....jenseits der Polaritäten, jenseits von Frau/Mann, Mutter/Vater, jenseits sogar von androgyn!

- Wo die BW-Evolution ACHTSAM, moderat und relativ widerstandslos-ungestört verläuft, da hat das natürliche bzw. das  "Wilde Ich"  übrigens keine lange Lebensdauer, derweil  auch dies nur als ein VORÜBERGEHENDES erkannt wird. Wer in Achtsamkeit ungeübt ist, der identifiziert sich damit und errichtet damit das Hindernis für jede weitere geistige Entwicklung.
Der Verstand macht immer wieder den selben Fehler, derweil  er oft glaubt,  Integration  bedeute, dass das gewöhnliche ungeheilte Ich integriert werde (bzw. "umarmt", wie es K. Wilber gerne nennt. Transzendenz - das Eingehen des  Ichs in die Einheit geschieht aber nur durch Transformation  (3. Individuation) des ungeheilten Ichs. Heilung ist Umarmung ist Integration.
Transformation=Heilung der Seele (Sohn), Transzendenz= ganzheitliches HEIL durch die Erkenntnis  bzw. die bewusste Anbindung des "Sohnes" (Archetyp: Wahres SELBST) an den GEIST -  das unendliche und ewige Bewusstsein.

* Die wilde Natur ist die  "sündige" Natur, Annahme bedeutet hier die Hinterfragung der herrschenden Gut&Böse-Moral und in diesem Kontext ganz  bewusst zu "sündigen" - für  das schwarzchristlich geprägte Bewusstsein ein wahrhaft todesmutiger Akt! Es geht darum, gegen das  schlechte (konditionierte) Gewissen anzukämpfen und in diesem Kampf gegen das Über-Ich/Zensor am Ende ein moralbefreites Sein jenseits  kultureller Prägungen, jenseits von Humanismus in der Anbindung an Gott/WAhre Natur zu finden. Entgegen mancher Meinung gibt es hier keine Ur-Ethik oder Ur-Moral. In diesem Sein stellt sich die Frage nach Gewissen, Moral und Ehtik einfach nicht mehr.Das gewissenlose Sein ist nichtwissendes Sein.



Zuletzt noch ein guter Rat: Spirituelle Sucher sollten besser ihre spirituellen Überzeugungen/Konzepte  nicht voreilig  im Namen eines  "Wir" missionieren, solange sie die Geister ("Ebenen") nicht spirituell korrekt unterscheiden können.  Sie disqualifizieren sich und ebenso die im "Wir" mitgedachte ganze Menschheit , die sie mit dem Einbezug recht eigentlich in nichts anderem als in der eigenen Unwissenheit versammeln.  Vor dem Wir kommt erst mal  Ich. Bevor man verallgemeinert, muss man differenzieren können.  Ich meine, es  sind dies oftmal jene,  die im Namen der ganzen Menschheit sprechen, diejenigen, die noch nicht einmal gelernt haben, gekonnt  "Ich" zu sagen bzw. in einer klaren authentischen Ich-Form die Verantwortung für ihre Gefühle, Gedanken, Handlungen zu übernehmen.  Das die ganze Menschheit einschliessende  "Wir" eines  Ichs, welches  immer noch in narzisstischem Gekränktsein  einer Bösen Umwelt die Schuld/Verantwortung für seine negativen Gefühle anlastet,  bekommt somit  ein ebenfalls ziemlich anrüchiges Geschmäckle.


 





Samstag, 18. August 2018

EXTRA-Blah! UG Krishnamurti - killing him softly.....

  (Editierte Fassung)



Frage eines Suchers an UGK:  "Ist Sex kein grundlegendes menschliches Bedürfnis?"

UGK: "Sex hängt vom Denken ab; der Körper selbst hat keinen Sex. Zwischen Mann und Frau unterscheiden sich nur die Genitalien und vielleicht das hormonelle Gleichgewicht. Es ist das Denken, das sagt: „Ich bin ein Mann, und das ist eine Frau, eine attraktive Frau.“ Es ist das Denken, das sexuelle Gefühle im Körper übersetzt und sagt: „Das sind sexuelle Gefühle.“ Und es ist das Denken, das diesen Aufbau unterstützt, ohne den Sex nicht möglich ist. „Es wäre schöner, die Hand dieser Frau zu halten, als sie einfach nur anzusehen. Es wäre schöner, sie zu küssen, als sie nur zu umarmen“ und so weiter. Im natürlichen Zustand gibt es kein aufbauendes Denken.

Ohne diesen Aufbau ist Sex unmöglich. Und Sex ist extrem heftig für den Körper. Der Körper ist normalerweise ein sehr friedlicher Organismus, und dann unterwerfen Sie ihn dieser gewaltigen Spannung und Freisetzung, die sich für Sie gut anfühlt. Tatsächlich ist das für den Körper schmerzhaft. Aber indem Sie den Sex unterdrücken oder sich bemühen ihn zu sublimieren, werden Sie niemals in diesen Zustand gelangen.

Solange Sie an Gott denken, werden Sie sexuelle Gedanken haben. Fragen Sie einen zölibatär lebenden, religiösen Sucher, ob er nachts nicht von Frauen träumt. Der Höhepunkt der sexuellen Erfahrung ist das eine Ereignis im Leben, das einer Erfahrung aus erster Hand nahe kommt. Alle Ihre anderen Erfahrungen sind aus zweiter Hand, von jemand anderem. Warum spinnen Sie so viele Tabus und Ideen drum herum? Warum zerstören Sie die Freude am Sex?

Nicht, dass ich ein Fürsprecher der Schwelgerei oder der Promiskuität bin, aber durch Abstinenz und Keuschheit werden Sie niemals etwas erreichen. Es muss einen lebendigen Kontakt geben. Wenn Sie aus diesem Zimmer gehen, verschwinden Sie aus meinem Bewusstsein. Wo Sie sind oder warum Sie nicht hier sind – diese Fragen erscheinen nicht. Hier gibt es keine Vorstellungen, hier ist kein Raum für sie. Der sensorische Apparat (Sinneswahrnehmungen) ist vollkommen mit den Dingen ausgelastet, die ich gerade ansehe.

Es muss einen lebendigen Kontakt zu den Dingen im Raum geben, keine Gedanken über Dinge, die nicht hier sind.

Und deshalb, wenn Sie vollkommen auf die sensorischen Aktivitäten eingestellt sind, gibt es keinen Raum für Ängste darüber, wer Sie morgen versorgen wird, oder für Spekulationen über Gott, Wahrheit und Wirklichkeit."
UG.


Meine Frage dazu ist wie immer: Ist das WAHR? Und wie immer lautet auch hier die Antwortet. JAIN.
Zu Anfang seiner Antwort spricht  UGK aus transpersonaler Sicht,  wenn er SEX als Gedankenkonstrukt darstellt. Daran ist nichts falsch, wenn er nur nicht am Schluss des Textes m. E. total aus der Gnade gefallen wäre, da ihm der GEIST, der nicht nur die Sexualität, sondern die  gesamte sog.Realität als Konstrukt erkennt, absolut abhanden gekommen sein muss, so tief fällt er zurück in die Materie, in die Zeit, in das Paradiesgärtlein der Göttin, in welchem er im  "lebendigen Kontakt" mit den Dingen die Letztgültige Erfüllung zu finden scheint. 

Mein Versuch, in diesen Worten UGKs einen Sinn zu finden, tut richtig weh. Ich habe was anderes erwartet, als diesen undurchdringlichen Wortsalat. .Ich habe versucht zu verstehen und mir die Zeit zu nehmen, den Text Satz für Satz durchzuarbeiten und  ihn einige Male durchgelesen, aber er wurde dadurch nicht weniger sinnlos. 
Am Ende blieb für mich  doch nur der letzte Satz als der wichtigste und aufschlussreichste, da er Auskunft über das zu geben scheint, was UGK offenbar unter der "Absoluten Gegenwart" versteht. GEIST kann es nämlich nicht sein, da .seine Aufmerksamkeit eine rein lineare und sinnengerichtete Aufmerksamkeit nach AUSSEN ist!

Zitat-Auszug: Hier gibt es keine Vorstellungen, hier ist kein Raum für sie. Der sensorische Apparat (Sinneswahrnehmungen) ist vollkommen mit den Dingen ausgelastet, die ich gerade ansehe.Es muss einen lebendigen Kontakt zu den Dingen im Raum geben, keine Gedanken über Dinge, die nicht hier sind.
Und deshalb, wenn Sie vollkommen auf die sensorischen Aktivitäten eingestellt sind, gibt es keinen Raum für Ängste darüber, wer Sie morgen versorgen wird, oder für Spekulationen über Gott, Wahrheit und Wirklichkeit."

Das, mein Herr, hört sich gerade an wie eine Lektion in  Bewusstseinsentwicklung für Anfänger!
Der ganze Text ist so verwirrend, dass ich oft nicht weiss von was UGK eigentlich spricht, von Sexualität oder vom Letztgültigen Sein an sich.


UGK spricht in Bezug zu Sexualität ganz zu Recht von einem konkreten sinnenbezogenen Hier und Jetzt-Sein, stellt es aber am Ende als den BW-Modus hin, der Angst- und Sorgenfreiheit bewirke. Diese kommt aber nicht durch die Fokussierung auf bzw. die Verbundenheit mit den sinnlich erfahrenen Dingen, sondern nur durch die Anbindung an die Quelle/Gewahrsein, welches mich in der ABSOLUTEN Gegenwart hält (die das konkrete Da-Sein umfasst)!
Die sinnenhafte Hier-und Jetzt-Gegenwärtigkeit scheint die einzige Präsenz zu sein, die er kennt.

Auf der einen Seite glaubt er  von Vorstellungen frei zu sein, sobald der Besuch gegangen ist, doch die konkreten Dinge, auf die dann seine Aufmerksamkeit richtet bzw. in "lebendigen Kontakt" tritt,  sind aus der transpersonalen Sicht aber ebenfalls nur Konstrukte seines Denkens, Vorstellungen! Warum sollen die äussseren Wahrnehmungen  wahrer sein als die inneren Vorstellungen, Ideen, Phantasien?  Einen "lebendigen Kontakt" mit Dingen, die als mentales Konstrukt erkannt wurden, kann es für einen Letztgültig Befreiten nicht (mehr) geben, weil die Dinge im transegoischen BW ihrer Bedeutung, d.h. ihrer Eigenschaften und  damit ihrer sog. "Lebendigkeit" entleert sind!
Was UGK hier erzählt, ist weder richtig noch wahr - es ist ein "Mindfuck" - ein solches "Narrativ" weckt nämlich in den Lesern und Zuhörern wiederum nur falsche und unwahre Vorstellungen von Befreiung.


Wann auf dem Weg zur Großen Erfahrung ist man eigentlich in "lebendigem Kontakt" mit dem Da-Sein?
Im Verlauf der Individuation/Schattenintegration finde ich mich zum Ersten als Person, ich entwickle meine Persönlichkeit. Die Maske fällt und Heilung setzt ein, wenn ich mit den verdrängten Ich-Aspekten in "lebendigen Kontakt" komme. Der Kontakt zu mir wird immer "lebendiger", um so mehr psychische und somatische Blockaden aufgelöst werden und um so kongruenter und freier  mein Fühlen,  Denken, Empfinden fliessen kann. (Dieses Fliessen sollte man aber auf keinen Fall mit dem Großen Flow, dem Fluss des Taos ("Willen Gottes") verwechseln!) Im gleichen Maße ich im "lebendigen Kontakt" mit mir selbst bin, bin ich auch im  Kontakt mit den Dingen der Welt.  Kontakt ist Kommunikation. EROS!
Soweit so gut.

Aber: Kommunikation ist nicht Communion! Wer mit s(ICH) in "lebendigem Kontakt" ist,  ist im selben Maße auch  in Resonanz mit den Dingen der Welt.  Communion jedoch übersteigt Kommunikation  und geht nicht in Resonanz mit einem Gegenüber,  sondern  in GLEICHFÖRMIGKEIT - mit sich SELBST bzw. mit dem gleichen GEIST (der Wahrheit!); Christlich: In der (Drei-) Einheit von Vater, Sohn, GEIST bzw. in der Einheit des absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.
Kommunikation ist linear und gelingt nur  (auf Augehöhe) unter Gleichen in Amwesenheit von Ego.  Communion ist vertikal und nur im  GEISTE möglich. Satsangs bieten z.B. die Möglichkeit der Communion, Communion basiert auf einem offenen System, Kommunikation auf einem geschlossenen. Kommunikation ist diskursiv und an den Egomind gebunden, Communion ist vertikale Inspiration, GEIST-Erkenntnis.
Communion ist primär  SELBSTbezüglich und bedarf daher keines Anderen. Communion geschieht nur in Abwesenheit des Egos.  Communion ist das, was  zwischen Meister  und Schüler geschieht.
Auch der sexuelle Akt kann sowohl Kommunikation als auch Communion sein.

Hm,  wieso eigentlich inszeniert sich UGK als Antiguru? Anti-Lehrer? Hat er wirklich keine Lehre?  Wobei ich den Eindruck habe, dass er sich mit diesem Begriff eher in konkurrierenden Gegensatz zu dem "'Weltlehrer" Jiddu Krishnamurti setzt. Nur jemand, der  den Lehrer-Status transzendiert hat, hat keine Lehre (mehr).Dann ist er aber kein Anti-Guru, sondern ein Meister.
Der Letztgültig Befreite, der Meister hat nicht nur die Lehre  (Konzept), sondern das "vielfältige Leben" transzendiert, für ihn gibt es nur einen "lebendigen Kontakt" und das ist die Anbindung an die Lebendige WAHRHEIT.
Der Verdacht verdichtet sich immer mehr, dass UGK keines von beiden war.


Natürlich gibt es für das befreite Bewusstsein auch noch Vorstellungen und diskursives Denken, nur haftet man nicht daran. Obwohl, auch das ist nicht ganz wahr - das Denken ist letztgültig geläutert und trachtet immer nach der WAhrheit bei allem was WAHRgenommen wird, nur sucht es die Wahrheit nicht mehr im Aussen! Mit den Sinnen!
Mein  "sensorischer Apparat" ist nicht "ausgelastet", weil meine Sinne eben nicht "vollständig" auf die äussere Welt ansprechen - der vertikale Erkenntnismodus zieht mich ständig zu sich und entzieht mich dadurch den sinnlichen Wahrnehmungen.  Wenn das wahr wäre, was UGK hier sagt, wäre man  ein Gefangener seiner Sinne!
Gerade das Gegenteil ist der Fall: Was mich betrifft: Ich  habe keinen  "lebendigen  Kontakt" mehr zu den Dingen der Welt, ich habe nurmehr einen "Kontakt" - eine Anbindung an die Quelle  lebendiger WAHRHEIT.
Und überhaupt: Ich habe noch nie einen lebendigen Kontakt zu den "Dingen im Raum" gehabt, mein Schreibtisch zum Bespiel  ist totes Material, mit dem ich keinen besonders sinnlichen Kontakt pflege. Er wurde und wird durch keine noch so sinnlichen Berührungen und Blicke lebendig.  Ganz anders war es damals zu Zeiten des glutvollen,  daseinsfreudigen "Brüllenden Lebens" mit Pflanzen und Bäumen, Natur... damals, als ich anfing, mehr und mehr mit mir selbst in Kontakt zu kommen. 

"Lebendigen Kontakt zu den Dingen" kenne ich wie gesagt nur aus der daseinsbeschwingten  Phase,  als mir alles in der Natur wirklich lebendig wurde und sich mir entgegen zu neigen schien. Als mein Körper erwachte und die ganze Natur mit ihm. Das war umwerfend erotisch, aber nicht direkt sexuell.  Polymorph pervers trifft es eher. 
Wahr ist, jenseits von Ego ist die "Sexualität" bzw. Erotik REIN selbstbezüglich, sie bedarf keines Anderen. (In meinem Erleben gibt es spirituell korrekt ausgedrückt, überhaupt keine Sexualität mehr. In Ermangelung passender Begriffe benutze ich den Begriff aber weiter und setze das Wort in Anführungszeichen.) Wo keine Begierde sich mehr nach aussen richtet, ist "Sexualität" rein selbstbezüglich.  "Der Andere" ist nur eine bedeutungsentleerte Vorstellung wie es auch der Begriff der Sexualität ist.
Alles hängt vom Denken ab. Jedes Bedürfnis, nicht nur Sex. Alles Materielle ist nur Symbol. Der sexuelle Akt ist ein Symbol für die geistige Vereinigung von Yin und Yang.  Ego ist per se Begehren und Anhaften am Begehrten. Auch die Identifizierung  mit den Gedanken und Gefühlen, ist ein Ausdruck der Begierde. Identifizierung ist Habenwollen statt Sein. Ausgreifen& Anhaften.
Nicht nur Sexualität, das ganze konditionierte Ich gründet letztgültig auf Denken ÜBER ...(dies und jenes.)

Die Fokussierung auf das personale=konkrete sinnliche Da-Sein ist  spirituelle Übung für Anfänger, letztgültig  aber gehört es in die Kategorie bedeutungsentleerter "Nichtiger Flachwix". Bedeutungsleer, weil hier die Identifizierung mit den äusseren Dingen der Welt aufgelöst ist. Wo soll es da einen "lebendigen Kontakt" geben, wenn die Welt und die Dinge für mich "gestorben" sind.  Dinge werden nur lebendig, wenn man mit ihnen identifiziert ist, d.h. wenn man nach den Dingen der Welt begehrt.... nach KONTAKT! Hah, solche Leute sind aber weder Gurus noch Antigurus, sondern singen das gemeine Lied von der Liebe zu diesem und jenem - im Gegensatz zum Hohen Lied der REINEN SELBSTbezüglichen Liebe. (Das biblische Hohe Lied kann man übrigens in zweifacher Weise deuten, je nach Bewusstheitsgrad sieht man darin entweder die personale Liebe zwischen den Menschen oder die Liebe zu Gott als dem wahren Bräutigam des Herzens besungen. Beide Arten des Liebens sind noch objektbezogen, erst in der Einheitserfahrung verschwindet Gott und die GottesLiebe wird in reine=unverzerrte SELBSTbezüglichkeit transzendiert, was heisst, die Liebe findet allein in der GEISTerkenntnis ihren "ausdruckslosen Ausdruck". )


Der Sexualtrieb ist biologisch gesehen ein natürlicher menschlicher Trieb,  transpersonal-involutiv betrachtet eine gedankliche Konstruktion. Es ist ja doch das Ego und alles, was es als wahr annimmt, eine angelernte (konditionierte)  Konstruktion! Auch  Evolution ist kein konkretes Ereignis, das man JETZT wahrnehmen könnte,  sondern existiert JETZT (gerade)nur in meinem Kopf.  Wir reden ÜBER die Evolution aufgrund unseres tradierten und gesammelten Wissens ÜBER die Vergangenheit. Wenn du, das Ich,  nichts über die Geschichte der Menschheit gelernt hättest, hättest du kein Bild und kein Wissen darüber.
Auch der Sexualtrieb, solange er sich nicht konkret gerade Jetzt bemerkbar macht, existiert nur im Denken. Wenn wir darüber sprechen, sprechen wir aus erinnerter Vergangenheit, die aus letztgültiger Perspektive nie stattgefunden hat...............................- - - - - - - - arrrrrgh.....I give up .... Oh selige Ohnmacht... 😤

Den  UG Krishnamurti-Text fand ich hier:  http://spectrum-sein.de/showthread.php?tid=82&pid=15727


Nachtrag: Puh.... das war eine schwere Geburt: zuerst wurde ich ganz irre am Text von UGK und am Ende an meinem eigenen Text, den ich einige Male durchlas und übearbeitete und mit neuen ASsoziationen einige Male bis ins Uferlose anreicherte, bis ich beim erneuten Nachlesen selber nichts mehr verstand. Also strich ich die wildesten für mich selbst nicht mehr nachvollziehbaren Assoziationen zusammen, nachdem ich versehentlich die Veröffentlichungstaste gedrückt hatte und das KONZEPT erschien.

Fazit: Die Antwort UGK's auf die gestellte Frage macht für mich keinen Sinn, nicht, weil es sich um sog. göttliche Paradoxien handelte, sondern um schlichten gemeinen Widersinn. Man weiss nicht, ob er die Fokussierung auf die sinnlich konkrete Gegenwart nur auf die Sexualität bezieht oder ob es seine grundsätzliche  Haltung gegenüber den "Dingen" ist, die er dem Text nach für den Letztgültigen Modus der Bewusstheit hält.  Letztgültiges Gewahrsein ist sich der Absoluten Gegenwart bewusst, das heisst, es  umfasst sowohl das relative konkrete Jetzt mit dem damit zusammenhängenden  Modus des linear-diskursiven Denkens  als auch die abstrakte GEIST-Erkenntnis.  Von letzterer läßt UGK aber nichts verlautbaren und auch textlich nichts erkennen. 
Eine sexuelle Erfahrung "aus erster Hand" ergibt für mich ebenfalls keinen Sinn, aus meiner transpersonalen Sicht/Erkenntnis  sind ALLE Erfahrungen aus zweiter Hand, wie ALLE Kenntnis und Wissen über das Ich bzw. über das, was sich glaube zu sein,  aus zweiter Hand sind.
Es ist also gar nicht  möglich, Erfahrungen aus erster Hand zu  machen - aus "Erster Hand" gibt es nur Erkenntnis.
Es stimmt auch  nicht, dass man, solange man an Gott denke, sexuelle Gedanken habe. Das Gegenteil ist der Fall. Das Denken an Gott sublimiert die sexuelle Triebhaftigkeit. Nur eine falsch verstandene Askese führt zur VERDRÄNGUNG der Sexualität, welche sich v. a. in den nächtlichen Träumen Bahn bricht.

UGKs  Fragen wie z.B.::

Warum spinnen Sie so viele Tabus und Ideen drum herum? Warum zerstören Sie die Freude am Sex?
sind einfach nur intellektuell unsaubere Rhetorik! Es klingt ganz so, als tragen auf diese Weise Angesprochenen ganz persönlich Schuld an den Tsbus, den Ideen und der herrschenden sexuellen Freudlosigkeit. Die Antwort lautet schlicht und ergreifend: Weil wir Menschen durch Religion und Gesellschaft so konditioniert sind! Erfüllte Sexualität gibt es nur dort, wo man das eigene Ich vergessen kann und Yin und Yang bzw. Mann und Frau  sich letztgültig miteinander auf einer höheren Ebene vereint erkennen und man weder Mann noch Frau ist, sondern 
ONE MIND.

Montag, 6. August 2018

Hail Eris, Hail Molestia, Hail der ganzen Schwesternschar!

Frisch aus der Feder: Wilde Assoziationen....

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Seit April regnet es kaum. Anhaltende Hitze und Dürre geben der Theorie vom "Menschengemachten Klimawandel" neue Nahrung. Ich selbst weiss nicht, ob der Klimawandel menschengemacht oder normal ist. Nemand scheint es wirklich zu wissen. Ist letztlich auch scheissendrreckmirregall, denn:  Für jeden Beweis gibt es einen Gegenbeweis. Nichts ist mehr wahr, nichts ist mehr wie es scheint. Die Schar der MG-Klimawandel-Gläubigen ist nichtsdestotrotz sehr groß  und nimmt viel Einfluss auf die Menschen, er ist v.a. eine  mächtige Einnahmequelle für unsichere Ausgaben, die im Nirgendwo versickern. In den USA ist es sogar gesetzlich verboten, an das Dogma vom MG-Klimawandel NICHT zu glauben! Sein Stellenwert ist mittlerweile so groß wie der Holocaust. Wer ihn leugnet ist ein Dissident. Demnächst bestimmt auch im Deutschen Kino - auch hier wächst das Denunzinantentum im selben Maße wie das Dissidententum.

Über den Atlantik schwappt  das neue globale Feindbild und gewinnt immer mehr an Kontur: der Weisse Mann als der Schuldige aller Menschheitskatastrophen, man sagt es zwar noch nicht laut,  im Moment ist man mit dem Rassismus des weissen DEUTSCHEN Mannes vollauf beschäftigt - aber ich sage voraus, dass der Neo-Feminismus nicht lange mehr lange damit warten  wird, demnächst auch den globalen  Klimawandel ganz offen als MÄNNERgemacht anzuklagen! Die Menschheitsgeschichte gibt so unendlich viel Stoff, um die Männer anzuklagen, dass der Neofeminismus für unendliche Zeiten ausgesorgt hätte, wenn man ihn nicht rechtzeitig zur Vernunft bringt.

Neben Kriegen, Migration und DJihad soll nun  also  auch der Klimawandel als offiziellen Fluchtgrund herhalten und gibt damit prächtigen Anlass zu erneuten Schuldzuweisungen an den Weissen Mann. Nebenbei legitimiert dieser offizielle Flüchtlingsstatus jede illegale Einwanderung. Die aktuelle klerikale Politik richtet sich  grundgesetzwidrig nach dem linksgrünen "Gutmensch"- Motto: Kein Mensch ist illegal - eine spirituelle Aussage, die auf der personal-dualen Bewusstseinsebene nichts zu suchen hat (abgesehen davon, dass sie nicht zu realisieren ist, wenn es sich bei einer zugewanderten Ethnie um eine archaisch-tribalistisch konditionierte Clan- und Stammesmentalität handelt, die mit dem fortgeschrittenen Bewussstsein der Einborenen nicht kompatibel ist.


Was dabei langsam ausgehebelt wird  - werden soll? - ist die Verfassung. Das Grundgesetz, die Verfassung eines Landes steht aber über den Interessen jeglicher  Religion.  Die Ethik des Abendlandes fusst auf den 10 Geboten.  Das Jesuswort, dem Kaiser zu  geben, was des Kaisers ist, bedeutet, den Gesetzen des Landes zu gehorchen, solange sie nicht explizit den 10 Geboten widersprechen. Wer dem inneren eingeschriebenen Gesetz der Wahren Natur gehorcht, dem Wahren (Christus-)SELBST, sucht den Frieden nicht in der Welt (zu stiften), sondern in sich selbst.  Er weiss: Einen "Welt"-Frieden gibt es nur, wenn das eigene Ich befriedet ist.

Dem Ein-und Mitmischen der Kirche/Christen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft wird von  Jesus ganz klar widersprochen in dem Gleichnis vom Vater, der zur Hochzeit seines Sohnes lädt und die Geladenen keine Zeit haben, weil sie dringenden weltlichen Geschäften nachgehen mussten; sie alle hörten nicht auf ihr Herz, sondern gehorchten  den gesellschaftlichen Regeln und Eigeninteressen - so auch der Mann, der schnell noch seinen toten Vater begraben musste.Später, später, später...

Aber auch jeder Weltrettungsversuch fällt in diese "Später, zu spät- Kategorie". Der Weltretter ist zwar gut, lieb und romantisch, aber er ist tot. Derweil er nämich der Einladung der obersten Instanz nicht auf dem Fuße  Folge leistet,  gehört zu den "Toten", da er denkt, er hätte etwas Besseres und Dringlicheres zu tun, als "umzukehren in seines Vaters Haus"; die Toten sind jene Schein-Lebenden, die sich dem Wahren LEBEN verweigern. Jesus: Laßt die Toten ihre Toten begraben,  was heisst, kümmert euch nicht um die Belange von Ich und Welt. Jesus: "Die Zeit ist nah"!
Yepp, Die Zeit ist immer JETZT. Niemals später... Wer seine Lampe der Achtsamkeit nicht angezündet hat, der wird die Hochzeit verpassen - die Heilige Hochzeit von Himmel und Erde, die im erwachten und erleuchteten Bewusstsein eines jeden Menschen stattfinden soll, um letztgültig befreit zu werden von der Identifizierung mit den Regeln und Gesetzen der Welt UND den Gesetzen eines "Gottes".

Menschen wie Dietrich Bonhöffer oder Mahatma Gandhi waren politische Widerstandskämpfer, sie waren fromme Heilige, aber keine letztgültig Befreiten. Kein spiritueller Adept sollte sich an ihnen ein Beispiel nehmen und das Bewusstsein der Heiligkeit als der Weisheit letzter Schluss betrachten. . Heilige gehören noch auf die vergängliche Da-Seins-Ebene.  Was sie fühlen, ist ein ozeanisches GEFÜHL seelischer Verbundenheit mit der Welt als Natur und allen Wesen darin. Moksha, die letztgültige Befreiung geht darüber hinaus und erfährt die GEISTIGE Einheit allen SEINs.  Das BEWUSSTSEIN  wird sich seiner selbst BEWUSST.
Die seelische Verbundenheit  sagt: "Du bist Ich und ich bin du" auf der psychophysischen BW-Ebene.  (Ich bin Mensch, du bist Mensch)Wo aber noch ein Ich und ein Du ist, kann keine Einheit sein. Die Ich-Du-Verschmelzungen sind Verschmelzungen der Seele, der GEIST aber ist BEWUSSTE absolute SUBJEKTbezogenheit auf dem höchsten BW-Level. Auch die Seele/Psyche wird in den GEIST transformiert bzw. transzendiert. Der GEIST "sagt": Ich bin weder Ich noch Du - ICH BIN, der ich BIN.
(Für mich ist die Seele übrigens ein Synonym für die Psyche. Manche  Leute glauben ja, dass das Wahre SELBST, der christliche "Sohn" die Seele sei. Nein, die Seele bzw. die Psyche kann krank werden, der "Sohn" aber ist unsterblich - in der Einheit des Vaters, Sohnes und Hl. Geistes, Amen. (So sei es)   Anders gesagt:  in der geistigen Erkenntnis des Einsseins mit dem  Absoluten SUBJEKT, das ICH BIN.  Ita est (So ist es)

Multi-ethnische Gesellschaft - JA! Aber nur unter der Bedingung einer kontrollierten Einwanderung und solange sich Multiethnien  zurückhalten, via Religion und im Namen einer falsch verstandenen Religionsfreiheit  politische Macht und Einfluss anzustreben.

Auch die Vorherrschaft der Frauen, die Hoffnung auf ein  "Matriarchat", ein welches im Mäntelchen der linken Ideologie angestrebt wird, muss gebremst und zurück zu den Wurzeln geführt werden.
Die Kanzlerin Merkel ist ein gutes Beispiel für den Macht-Feminismus, der sich aus einem falschen Verständnis für Emanzipation speist. Solche "Emanzen" sind Dienerinnen einer linken männlich dominierten Ideologie. Die Stärke dieser Frauen kommt aus der puren Masse, die weiblichen Individuen sind nichts und können sich nur im schwesterlichen  "Wir"-Kollektiv  verwirklichen.
Auch ein Matriarchat als ein FRAUENgeMACHTes System wird letztendlich - nicht anders als das Patriarchat -  die Macht mißbrauchen und totalitär versumpfen.
Ontogenese ist Phylogenese: Wer die Entwicklung des Menschen betrachtet, weiss aber, dass es kein Matriarchat mehr geben KANN, denn die Symbiose mit der Mutter war das erste "System", in welchem das Kind die Ungetrenntheit in der mütterlichen Symbiose erlebte. der Vater als Träger des Patriarchats steht für die Trennung, der Loslösung aus der symbiotischen Umarmung, die zur dysfunktional- regressiven Umklammerung wird, wenn nicht der väterliche bzw. männliche (erste) Individuatonsaspekt  zum Durchbruch kommt.

Analog zur Ontogenese wird das matriarchalische System  auch auf der Ebene der Phylogenese, der historischen Menschheitsentwicklung vom patriarchalischen System abgelöst. Der Mensch musste lernen, sich aus der Symbiose mit der Großen Mutter zu lösen, weil die Symbiose dysfunktional unklammernd wurde. Die Ratio wollte geboren werden. Dasselbe geschah mit dem Patriarchat, es funktioniert nicht mehr und die Ratio - die einseitige Verstandesorientierung -  zerstört sich selbst und Lebensgrundlagen. Das Patriarchat schüttete das Kind mit dem Bade aus und verbannte zugunsten der Ratio die Gefühle in den "Schatten".
Was jetzt ansteht, ist kein neues Matriarchat -  das ist kindisch bzw. regressiv - sondern eine Synthese von Männlichkeit und Weiblichkeit  in jedem einzelnen Menschen. Balance. Hierosgamos. Ob das Aussen dann auch im kollektiven Sinn das individuelle Innere spiegelt, sei dahingestellt, es hat nicht zu bekümmern, "da draussen" ist niemand. 

Statt sich also feindlich gegen die Männer zu stellen, sollten die wirklich emanzipierten Frauen den Männer helfen bei der Bewusstseinsarbeit. Die Männer bedürfen der Mütterlichkeit einer ganzheitlichen weiblichen Persönlichkeit. Frauen haben die Männer zur Welt gebracht und sie müssen es ein zweites Mal tun. Ihre Verweigerungshaltung ist verständlich, aber kontraproduktiv. .  

Die Früchte des Neo-Feminismus sind faul. LBGTQ-Aufsplitterungen vereinen nicht,  sondern spalten.  Der Neo-Feminismus ist eine Entartung des ursprünglichen Feminismus, der sich nie feindlich gegen die Männer selbst, sondern nur gegen die männlich-patriarchalischen Strukturen gestellt hat, die sie nicht im aussen bekämpft, sondern in sich selbst vorfanden.  Der Neo-Feminismus outsourced und  personalisiert die Struktur, er macht pauschal die heute lebenden Männer für eine uralte "strukturelle Gewalt" verantwortlich, statt aufzuklären. Schwesternschaft in allen Ehren, aber wenn die Schwesterlichkeit nur innerhalb der eigenen weiblichen gleichgesinnten  "Familie" gepflegt wird und die Brüder resp. alle Andersdenkenden bekämpft werden, dann haben wir Krieg.

Wenn Emanzipation nicht zur Ganzheit führt, dann bleibt sie in der Identifizierung mit einem menschengemachten System stecken. Mary Daly - so sehr mir ihre Bücher bei meiner BW-Entwicklung halfen, verkündet letztlich auch nur eine totalitäre Schwesterschafts-Ideologie, die Aussöhnung mit ihren männlichen (oder weiblichen?) Anteilen stand wohl noch aus. Allerdings kenne ich ihr letztes Buch "Quintessenz" nicht, es wäre für mich wirklich interessant zu erfahren, ob sie ihr Leben im integralen Sinne versöhnlich oder unversöhnlich beendete.
Es ist an der Zeit, dass  Männer  ihrer Angst vor starken Frauen endlich ins Gesicht sehen und die "starken" Frauen sollten ihre Mütterlichkeit nicht verdrängen bzw. mit Pseudostärke (Härte) übertünchen.

Apropos Schwesternschaft. Ich habe eine neue FB-Freundin, eine feministische Sexarbeiterin, eine ganz Hübsche, deren FB-Spuren ich mit Vergnügen verfolge. Nicht dass ich ihr inhaltlich in allem zustimmen würde, aber mir gefällt der Verve und die  Überzeugung, mit der sie sich zeigt und ihre Thesen bzw. ihre Aufklärungsarbeit vertritt. Ich seh's mal so: Josefa Nereus adelt den Beruf der Sexarbeiterin hin zu einer quaifizierten Sozialpädagogin.  Sie holt die Prostitution aus dem dumpfen sündigen Schmuddelsumpf und macht sie quasi gesellschaftsfähig. Darin sehe ich sie als Vorreiterin einer befreiten Sexualität auch auf dem bislang unbestellten Feld der Prostitution.

Die Sexarbeiterin als staatlich geprüfte pädagogisch und psychologisch geschulte und gecoachte Sozialarbeiterin -ja, why not, das fände ich eine echte Errungenschaft im Dienste am unmittelbar Nächsten. Da fände das Gute Ich wenigstens ein Betätigungsfeld, auf dem mal nicht dem Fernsten gedient wird. "Arme Ichs" haben auf dem sexuellen Dienstleistungssektor nichts zu suchen, sondern werden der Therapie zugeführt.  Freier werden nicht mehr diskriminiert, sondern erfahren eine völlig neue Wertschätzung. (Wer bereit ist,  Terroristen mit Liebe zu begegnen (KGE), sollte bei den Männern anfangen.

Die Prostitution sollte  sich aus den äusseren patr. Strukturen lösen und zu einer reinen Frauensache werden.  Make love, not war, Schwester! Yepp - und zur Supervision der Schwesternschaft der Unheiligen Barmherzigkeit empfehle ich die bewährten Balint-Gruppen. So weit meine Utopie....

Auf Josefa wurde ich durch ein Interview in der "Zeit" (?) aufmerksam und legte sie mir stante pede auf Facebook an die Brust. Im Gegensatz zu vielen anderen Frauen, die sich aus der Prostitution befreien konnte, sieht sie sich nicht als Opfer.
Ah, was lustig war: Als ich ein Video von ihr teilte, schrieb sie  von der Einladung einer Münchner Burschenschaft,  was ich ziemlich komisch fand und erst nach Tagen verstand, als ich dann doch einmal weiterforschte und den betreffenden Link anklickte:
https://www.facebook.com/BurschenschaftMolestia/?fref=mentions  LOL!
"MOLESTIA"! - dass ich nicht gleich drauf kam ...
Netter Joke, ach Ihr Mäd' -

Ach,  Ihr Schwestern!😈


Montag, 23. Juli 2018

EXTRA-Blah: Killing him softly oder Triffst du Nitya unterwegs....

                                



FUNDSTÜCK:

Tao-hsin: Nein, ja doch


"Ein Mann trat vor Tao-hsin und fragte ihn: „Darf ich den Weg suchen, ohne Rücksicht auf meine Familie?“ Tao-hsin antwortete: „Nein.“ Der Mann fragte weiter: „Dann muss ich meine Suche beenden?“ Tao-hsin antwortete wieder: „Nein.“

Später fragte der Mann Hung-jen nach dem Sinn der Antworten. Hung-jen riet ihm, ein zweites Mal seinen Lehrer aufzusuchen.
Also ging der Mann erneut zu Tao-hsin und fragte: „Darf ich den Weg suchen, ohne Rücksicht auf meine Familie?“ Tao-hsin antwortete: „Ja.“ Der Mann fragte überrascht weiter: „Dann muss ich meine Suche nicht beenden?“ Tao-hsin: „Doch.“
(aus Tao-hsins verschollenen Schriften)"
Veröffentlicht am 23. Juli 2018 von Nitya
https://satyamnitya.wordpress.com/


Satamnitya's Deutung:

„Darf ich, muss ich, muss ich nicht?“ – „Wenn, dann!“ Wie soll jemand wie Tao-hsin mit so’nem Hirnie umgehen? Also ich wäre einfach genervt und ich vermute mal, Tao-hsin war es auch. Solche Typen wie „dieser Mann“ können einen das ganze Leben lang nerven. Ewig diese Fragerei, was erlaubt oder verboten, richtig oder falsch sei! Ewig diese messerscharfen Logeleien: Wenn A so ist, dann muss B so sein! Es ist einfach nur langweilig und öde. Vom Himmel stößt gerade ein Falke herab, um seine Beute zu ergreifen, und da kommt jemand daher und will, dass ich meine kostbare Lebenszeit mit seinem Quatsch vertue! „Darf ich, muss ich, muss ich nicht?“ – „Wenn, dann!“ Wäähhh!
Ich bin mir ja nicht so ganz sicher, ob sich so’n Ch’an Patriarch wie Tao-hsin nicht gelegentlich einfach wie ein normaler Mensch verhält oder ob er immer ganz den Ch’an-Patriarchen spielt oder ob der Ch’an-Patriarch den normalen Menschen keineswegs ausschließt. Ich tippe eher auf die letztere Version. Ich sag mal: Tao-hsin ist von dem sog. Sucher schlichtweg nur genervt. Er könnte jetzt einfach sagen: „Mach bloß die Biege!“ Sagt er aber nicht. Eine kleine Lektion muss der Typ schon abkriegen für sein Generve. Also antwortet Tao-hsin auf die gleiche Frage einmal dies und einmal das genaue Gegenteil. So, jetzt hat der Mann seinen Dreck im Schächterle und kann sich so seine Gedanken machen. Wahrscheinlich wird er ja denken, dass er hier an einen Verrückten geraten ist. Auf den Gedanken, dass er vielleicht ziemlich verrückte Fragen gestellt hat, wird er wohl eher nicht kommen, sondern stattdessen nach jemandem suchen, der bereit ist, ihm seine sehr berechtigten Fragen ernsthaft zu beantworten.
Also jetzt mal ganz im Ernscht: „Darf ich den Weg suchen, ohne Rücksicht auf meine Familie?“ Was soll man denn darauf antworten? „Wenn du deine Familie verlässt, hat das Konsequenzen, wenn du sie nicht verlässt, hat das Konsequenzen. Um dir über die Konsequenzen Klarheit zu verschaffen, brauchst du keinen Ratgeber. Es sieht so aus, als würdest du weder die einen noch die anderen Konsequenzen an der Backe haben wollen. Nun suchst du dir einfach einen Idioten, der dir einen Rat gibt und hinterher dann schuld an deinem Elend ist. Ein Elend wirst du so oder so ernten, aber du möchtest nicht schuld an deiner Misere sein. Mit Ch’an hat der ganze Mist sowieso absolut rein gar nix zu tun.“ Wäre das besser? Hilfreicher? Wollen Ch’an-Patriarchen überhaupt hilfreich sein? Hilfreich für Leute, die einfach nur Schuldige für ihr angeblich verpfuschtes Leben suchen? Mein Tipp: „Würfle einfach. Dann hast du deinen Schuldigen.“


***


Meine Deutung:


Nachdem ich mir die Geschichte einige Male durchgelesen habe, sehe ich darin ganz klar die  "Schritte" bzw. die Struktur des Tetralemmas durchscheinen - den 4er-Weg der Erkenntnis:  Bejahung, Verneinung, Sowohl-als auch, Weder dies noch das-Paradox. Scheitern des Verstandes am Paradox=Erleuchtung/Erkenntnis.
Die Geschichte hat übrigens einen doppelten Boden: Erst mit dem zweiten Besuch entfaltet sich die Geschichte nicht nur für den Schüler, sondern auch in seiner "meta-kommunizierten"  Bedeutung als  Koan für den LESER. - -
Den Koan knackt nur, wer die Struktur dahinter erkennen kann.

Nitya  macht daraus  eine pädagogische Lehrer-Schüler Angelegenheit. Er legt den Schwerpunkt seiner Deutung auf das negative=nervige Verhalten des Schülers, Dass er den Schwerpunkt darauf legt, zeigt, dass er, Nitya das Autoritätsproblem hat, welches er implizit dem Mann in der Geschichte zuweist. Er,  Nitya ist immer noch der Rebell, der auf "darf" und "muss" und "sollte"-Anforderungen allergisch reagiert und so kann er nicht anders, als seine Schwäche auf den "Mann" zu projezieren.
Bezeichnend für seinen rebellischen Sinn ist  - welch Zufall!  - dass mich beim Lesen auf dieser Seite oben rechts seine Gif-Grafik anblinkt: Sag NEIN! Im Nein-Sagen hat er Erfahrung, das muss er nicht üben. Mit dem Ja-Sagen hat er seine Probleme, die sich immer wieder zeigen, wenn er Diskutanten aus der Kommentarfunktion seines Blogs sperrt, die nicht seiner Meinung sind bzw. solche, die ebenso geübt im militanten Neinsagen und Widerspruch sind, wie er - weshalb er sich vorlieblich mit mit braven Jungs und Mädels,  mit "guten Schülern". Ja-Sagern.
Wenn man nicht brav ist, gibt Schläge, da plustert er sich wie ein wilhelminischer Choleriker; er war  Lehrer und das Oberlehrerhafte läßt sich auch in seinen Deutungen nicht verhehlen.
(Nitya ist kein spiritueller Lehrer, er deutet die alten Meistergeschichten wie ein Moralist oder Psychologe,  Für einen rüden Oberlehrerverstand ist es so gut wie unmöglich, lustvoll an einem Paradox zu scheitern.)  

Wie so oft weicht er auch bei dieser Geschichte in eine moralitäre Deutung aus. Er erkennt nicht die Koanhaftigkeit der Geschichte und versucht die scheinbaren Widersprüche mit dem Verstand zu deuten und legt den paradoxen Worten des Meister eine moralische Absicht zugrunde, eine Haltung, die ihm, Nitya zu eigen ist: Genervtsein.  

Der letzte Satz, der auf den mutmaßlichen Urheber hinweist, ist übrigens so überaus deutlich paradox, dass es schwerfällt, über die Frage  hinwegzulesen: Wie zum Teufel ist es  möglich, aus "verschollenen Geschichten" eine Geschichte zu zitieren!???
 Das Paradox ist wie ein schönes Weib, um sich ihm hinzugeben, musst du den (harten Klein-)Geist aufgeben. Und so läßt sich einmal mehr feststellen: Dem Herrn Nitya fehlt es ganz gewaltig an der Hingabe. Er legt die Axt an die  Meister-Geschichte; statt mit zarter meditativer Aufmerksamkeit durch die Oberfläche hindurch zu dringen, penetriert er sie mit seinem harten lieblosen Verstand und degradiert den fragenden Mann (Schüler) in schwarzpädagogischer Manier zu einer quengeligen Nervensäge!
Am Ende seines "fiktiven" Gedankenganges gibt es gar einen Schuldigen! Das ist alles, mehr kommt da nicht mehr... Seine ganze Argumentation kommt aus dem normativen konditionierten Denken des Normalverstandes. Nitya ist unfähig die wichtige Frage, die der Mann an den Meister stellt, aus einer höheren quasi "depersonalisierten" Perspektive zu betrachten: Es geht doch in Wirklichkeit nicht darum, dass der Mann seine Familie konkret verläßt, sondern um den übertragenen Sinn!: Es geht darum, dass er seine emotionale Verhaftung erkennt, seine Bindung an seine Familie, die ausschliessliche Identifizierung mit seinem "Clan"... es geht um das Bewusstmachen der archaischen  "Affenliebe", die ihn an die Familie bindet, und die andere Menschen von dieser Liebe ausschliesst...

Auch die spirituelle Suche wird vom Meister paradox beantwortet, weil sie paradox IST!

Zudem bin ich sicher, dass ein Meister niemals bei solchen Fragen "genervt" reagiert, schon deshalb nicht,  weil sie essentiell sind. Warum sollte man die Genervtheit - also eine Ego-Reaktion - für wert befinden, weitergetragen zu werden? Ja, ohne diese Frage hätte er auch keine meisterliche Antwort geben können. Diese Geschichten sind Lehr- und Meistergeschichten, Gleichnisse, die einen tieferen Sinn haben, den es zu erfassen gilt.  Doch in der normativen Deutung Nityas erweist sich einmal mehr: Ego kann nur Ego sehen -  da ein schnöder Oberlehrer-Verstand in den Meisterworten nur sich selbst "erkennen" kann. Die ganze Deutung erweist sich letztlich nur als eine Projektion des Nitya-Egos!

Werter Herr Nytia: Nicht der Mann in der Geschichte, sondern SIE sind der "Hirni". Ich weiss, Sie vertragen solcherart  Ansinnen schlecht, aber Sie SOLLTEN und DÜRFEN solche  Texte niemals analysieren, sondern  MEDITIEREN!
Um die Geschichten der alten Meister zu deuten, bedarf es der Gabe der Unterscheidung der Geister, das bedeutet u.a.  dass man zwischen einer Analyse des Verstandes  und geistiger SCHAU unterscheiden kann. 

***

Bislang sehe ich nur zwei Kommentare auf Nityas Ausführungen; der erste stammt von meinem alten Bekannten Herrn Fredo:
"echt ? … wirklich ? … is ja´n Ding !"
Das klingt ganz nach einem fredoischen WitzErleuchtungBlitz. Was bleibt, ist  Lachen, ne? Oder sollte sich da vielleicht eine leiser sarkastischer Zweifel versteckt haben?

Folks - So weit ich das versprechen kann, seht Ihr mich fürderhin bereit,  eurer Symbiose lustvoll-penetrant mit der Läuseforke auf den Pelz zu rücken. (😈diabolisch lach* )

Der zweite Kommentar - ein Video - stammt von einem anderen windelweichen Ja-Sager, der sich darin der Deutungsweise seines Rudelführers anschliesst. OMG - Es ist schon witzig zu sehen, wie sich in einem sich hocherleuchtet gebenden Blog eine archaische Stammesmentalität breitmacht. 
AUF DIE AFFEN, IHR BÄUME! LOL

 


*Hmmm... Blogger.com von Google hat nur ein FREUNDLICHES Teufelchen im Emoji-Angebot....  tzzzzz diese Gutmenschen... 




Samstag, 21. Juli 2018

Von Bilderstürmern und ScheissAngstHasen....

Umwertung aller Werte
Ich kenne zweierlei Arten von Umwertung. Einmal die destruktive Art der Umwertung der Werte, wie man sie aktuell auf der politischen Weltbühne sieht, der dem aktuellen Zeitgeist geschuldet ist, die sich in verschiedenen Aspekten der  Gut-Böse-Verkehrung resp. Täter-Opfer-Konfusion zeigt -  Konfuzius war es, der dies schon sehr früh beschrieb als ein Symptom einer Gesellschaft, die vor Krieg bzw. Zerfall steht;  zum anderen die subjektive Umwertung der Werte, die sich im Verlauf des Erwachensprozesses bzw. der  Individuation einstellt, wenn das negative Selbstbild durch ein positives ersetzt wird. Umwertung der Werte geschieht, wenn man alles Gelernte und Überlieferte radikal in Frage stellt, sich selbst allein zum Maßstab setzt. Das ist eine Zeit größter Angst - die Angst vor der eigenen KRAFT und Größe, die Angst vor einer zerstörerischen (Eigen-)Macht - eine Projektion, denn in Wirklichkeit wird nichts zerstört als die personalen und kollektiven Glaubenssätze, die unser Ich bzw. die  sog. Realität begründen. Wer am Ende als Wahrhaft Freier Denker wiedergeboren ist, lebt aus der gleichmütigen KRAFT der SELBSTermächtigung heraus.Diese KRAFT ist seine "Macht".

Es war diese gefährliche Phase in meiner Entwicklung, in der ich Nietzsches Ecce Homo u.a. las und dessen Bücher meine  eigene Umwertung aller Werte begleitete, der mir half,  die masochistischen Strukturen einer schwarzchristlichen Erziehung zu exorzieren. Fast zur gleichen Zeit wuchs parallel dazu ein Verständnis für den wahren Jesus, das wahre WESEN Christi, das vom Christentum verraten wurde - meine wahre göttlich-menschliche Natur. Ich wandte mich gegen das Christentum und  dem Buddhismus zu und seltsamerweise war es ein Buch von Daisetz Suzuki, welches mich indirekt lehrte, das Christentum aus einer anderen Perspektive zu betrachten, vor allem erkannte ich, dass der Buddhismus in seiner Essenz von der Essenz des Christentums nicht zu unterscheiden ist. Damals träumte ich sogar "buddhistisch" und in der Einschlafphase suchten mich oft  hypnagoge Bilder tibetischer "Dämonenfratzen" heim. Zu Bhagwan Sri Rajnesh hatte ich (über seine Bücher) so ein inniges Verhältnis, dass er mich in meinen Träumen heimsuchte, tanzend, er sah aus wie ein hermaphroditischer Krishna, umwerfend erotisch. Das war einer meiner vielen Großen Träume, welche die Tiefenprozesse ankündigten.


Warum diese Phase der Identifizierung mit den unbewusstsen Ich-Anteilen zwar notwendig, aber auch gefährlich ist? Weil es zu einer Inflationierung des Ego führen kann, wenn man sich das Ich z.B. seiner  magischen Kräfte bewusst wird, ein Ich-Anteil, der bislang unbewusst war und mit dem sich das EGO grandios und unverletzlich aufbläht.  Es bleibt nicht aus, dass man bei der "Erweckung" der magischen Kräfte, diese für die ultimative Wahrheit hält. Wenn man niemanden hat, der einen darauf hinweist, wird es schwer, sich dieser Identfizierung bewusst zu werden, da  die Erkenntniskräfte durch die fortlaufende Schattenintegration noch nicht so gestärkt sind, dass man die spirituellen Fallen selbst erkennt.

Es war damals eine lange Zeit des ständigen  extremen Schwankens vom bejahenden "Mama"-Modus des "Ich bin ALLES"  zum negierenden "Papa"-Modus "Ich bin NICHTS*  - zwischen Anspannung und  Entspannung.

Im Moment leistet mir das Spiral Dynamics-Modell gute Dienste, um diese Vorgänge, für die ich in der Zeit der Tiefenprozesse  keine Worte fand,  systematisch zuzuordnen. Auch wenn  das "Absolute SUBJEKT, das ICH BIN" das Schicksal einer sog.  "MenschHEIT" nicht tangiert,  (😎) kann ich anhand dieses Modells  besser erkennen,  auf welche Weise sich das (subjektbezogene) ontogenetisch Erfahrene und Erkannte sich (objektbezogen) auf der phylogenetischen Kollektivebene widerspiegelt.


  * Der Mind kriegt immer einen Knoten, wenn er versucht, den  "Papa-Modus" resp.  dem christlichen "Vater"-GEIST zu beschreiben. Der Große GEIST  läßt sich nämlich nicht verstandesmäßig erfassen und beschreiben, er scheint einerseits jenseits der männlich-weiblichen Polarität zu sein, zugleich aber enthält er die Dualität.  (Immer wenn ich an diesem Punkt herumsinniere, scheint einer zuviel zu sein. Die Rechnung geht nie auf.  LOL). Auch der Begriff des Vater-Mutter-Gottes ist hier noch zuviel gesagt. Das Elternpaar Animus und Anima sind m. E. psychische Instanzen, die letztlich zwar im Dienste des wahren SELBST stehen, d.h. integriert sind, aber nicht das SELBST sind. Hmmm...TILT. 

*****

Selbstbetrug: "Aus "freier Entscheidung" ein Kopftuch zu tragen,  ist so lange keine freie Entscheidung, als sich eine Frau  nicht ohne Repressalien zu befürchten,  auch GEGEN ein Kopftuch entscheiden kann."
Das postete ich auf meiner Facebook-Seite. Einer meiner FB-Freunde, ein Muslim antworte mir sinngemäß darauf, dass das Kopftuch für Frauen eine religiöse Pflicht - lt. Koran absoluter Befehl Gottes  -  sei, innerhalb derer eine Frau ansonsten völlig frei wäre(sic!)

Antwort @"Herrn Schlawiner"
Sie glauben also, der Kopftuchzwang der Muslima gehe aus dem Koran hervor und sei deshalb  absoluter Befehl ? Ist Ihnen klar,  dass die Sentenz, die sie mir als Beweis dafür lieferten, in keinster Weise von einem Schleier oder eine Kopfbedeckung sprach?  Ich habe Ihnen entsprechend darauf geantwortet, leider dann aber von Ihnen nichts mehr gehört. . Hm...ich vermute, darüber dürfen sie qua  "Absolutem Befehl" nicht einmal diskutieren, nicht wahr? Es ist mittlerweile auffällig, wie Sie immer still das Weite suchen, wenn ich, was selten geschieht,  lustvoll an den  Dogmen Ihrer Religion herumknabbere....  Trotzdem oder gerade deshalb  frage ich Sie: Was halten Sie von der Idee, "absolute Befehle" einfach mal in Frage zu stellen?  Ich frage Sie das nicht, weil ich den Drang verspüren würde,  Sie militant zur Freigeisterei zu bekehren, sondern  weil Sie mir schon des öfteren geschrieben haben, dass Sie von mir lernen möchten.   
Wenn Sie wirklich mit mir fliegen wollen, werden Sie irgendwann einmal den Mut aufbringen müssen, Gott bzw. Ihren begrenzten Verstand, der von Kindheit an mit religiösen  Dogmen gestufft und eingepfercht wurde, in Frage zu stellen. Ich weiss, es  bedarf in vielen Fällen eines wahrlichen Todesmuts, da der "Stamm" jede Rebellion gegen seine Gebote und Verbote unter Todesstrafe stellt. Sie sehen, ich kann ihnen  durchaus in ihr Schweigen folgen, denn über die Freiheit innerhalb eines religiösen Systems zu philosophieren  ist  in diesem Kontext allein schon ein wahrlich angsterregender revolutionärer Akt des Widerstands gegen die Begrenzungen des Egominds, dass er schon beim Gedanken daran vor lauter Not  den (Klein-) Geist aufgibt.

Können Sie sich vorstellen, dass es paradoxerweise Ihr  Glaube an Gott ist, der Ihnen den  Mut gibt, Gott in Frage zu stellen? Es geht dabei darum, zu erkennen, dass Gott, solange wir an ihn nur glauben, ein (Gedanken-) Konstrukt unseres Verstandes, ein Vorstellungsbild  ist.
Im Vertrauen auf "Gott" lernt man los zu lassen und das bedeutet primär, Vorstellungen bzw. die Identifizierung mit diesen Vorstellungen  loszulassen! Gerade der Islam legt ein besonderes Gewicht darauf, dass keine Bilder von Gott angefertigt werden, leider legt er dieses Gebot rein äusserlich aus und  vergisst dabei, dass es primär um die bildhaften Vorstellungen im Bewusstsein geht. Gott kann man nur auf bilderlose Weise erkennen. Deshalb muss der Mensch, der Gott sucht, ein Bilderstürmer sein und das BILD in Frage stellen, welches er sich von Gott gemacht hat. DIESES Bild ist ein Götze!  Wenn Sie diesen Götzen von seinem Sockel geholt haben, werden Sie und ihre Brüder im Geiste wissen, wer Gott WIRKLICH ist. Dann haben sie es nicht mehr nötig, in aggressiver Objektbezogenheit die  religiöse Symbolik  und Kulturdenkmäler anderer Religionen zu zerstören, wenn Ihre Imame  - die Priestersippschaft insgesamt - endlich damit aufhören, die Menschen an der Nase herum zu führen und sie statt dessen ins Herz jeder Religion führen, indem sie ihre Schäflein die Meditation der Achtsamkeit lehren. Nur wer nicht aufhört, vor allem sein Denken zu beobachten, wird gewahr, dass seine VorstellungsBILDER nur Ausgeburten des Verstandes  sind und nicht die Wahre Wirklichkeit abbilden. Er wird gewahr, wie seine  Gedanken immer mit Vorstellungsbildern verknüpft sind. Hier bei sich selbst, sollte demnach der Bildersturm ansetzen, damit verhindert man, dass der  Heiligen Krieg weiterhin auf die Weltebene projeziert und ausgetragen wird. 

Um Gott zu finden - Gottfindung ist immer zugleich auch Selbstfindung im zweifachen Sinne  - werden Sie sich von der exoterischen Religionsauffassung abwenden und einer radikalen  Umkehr zu den esoterischen Gefilden der Religion zuwenden. Der Weg dorthin verlangt nichts weniger als   eine "Umwertung aller Werte" - eine totale Hinterfragung des Verstandes bzw. der religiösen Überzeugungen/Glaubenssätze/Werte und im weitesten Sinne des allgemeinen Realitätskonsensus. DAS ist der wahre Islam - die Unterwerfung unter den Willen Gottes, den man nicht im Buchstabenglauben findet, sondern allein in der Umkehr in die Innerlichkeit und Abgeschiedenheit des Herzens.
Grüße!

Ich verstehe zwar die Ängste und Einwände vieler Menschen gegenüber der Gefahr einer sich ausbreitenden islamischen Gesetzgebung (Scharia), ich sehe vor allem aber auch die große Chance, dass die Menschen beginnen, sich ernsthaft wieder mit der eigenen Religion und der Religion anderer Kulturen in  nicht-kriegerischer Weise auseinandersetzen. In diesem Sinne sollte man endlich damit aufhören, den Islam als sakrosankt zu tabuisieren und Islam-Kritik zu verbieten. Die Gefahren sind öffentlich zu diskutieren, anders wird man auch die Chancen darin nicht erkennen.


PS: Hmmmm....Ich frage mich in diesem Kontext gerade, gibt es eigentlich  Sex OHNE Bilder, ohne Phantasien? Was mich angeht, ist die Vorstellungskraft sehr geschwächt und der  sexuelle Trieb bzw. die Begierde  nach einem sexuellen Objekt ganz verschwunden. Pornografische Bilder berühren mich nicht mehr und Masturbation ohne diverse Phantasiebilder ist gänzlich lustlos. Ich bin so weit jenseits von Gut und Böse, dass ich mich nicht einmal erinnern kann, wie es damals war, als ich in dieser Beziehung  noch recht flott unterwegs war...


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Krank sind die Angepassten?
http://spectrum-sein.de/showthread.php?tid=143&pid=15654#pid15654
Hm.... ich bin der Ansicht, dass es keineswegs "gesund" ist, ohne Anlass die Normalität in Frage zu stellen, wer das tut, ist nach herrschenden Massstäben krank und kommt in die Psychiatrie und das mit Recht. 

Auf der personal-dualen Ebene sind nun mal  die Angepassten  gesund,  und krank sind die Unangepassten. Normalität ist nicht krank, sondern definiert Krankheit.  Ich bin früher auch dem Irrtum erlegen, die Normalen seien recht eigentlich die Unnormalen, lol.  Arno Gruen - ach war das schön und befriedigend, endlich einen Anwalt gefunden zu haben, der mir mein Unverstandensein verifizierte.   Die Bücher von Arno Gruen und Erich Fromm fand ich früher auch mal sehr gut und sie bestätigten mich in meinem Empfinden , als Gesunder in einer kranken Welt zu leben bzw. an der kranken Welt krank geworden zu sein. Heute weiss ich es besser: Die Welt als solche ist nicht krank, die Welt ist im selben Maße krank, als sie gesund ist. (Die narzisstische Erkrankung, die man heute weniger im Volk als auf der elitären Ebene von Politik, Wirtschaft, Medien  sieht, ist die Krankheit einer Minderheit, welche versucht, die Mehrheit schwarzpädagogisch und ideolologisch zu oktroyieren. Das sind die militanten Guten", die das Böse schaffen.)

Gerade die Spirituellen verwechselt gern die  Ebenen. Aus transpersonaler Sicht - jenseits von Krankheit und Gesundheit -  ist das alltagskonsensuelle Normalbewusstsein  UNWAHR,  weil beides - Krankheit UND Gesundheit - auf der Identifizierung mit dem Körper/Materie basiert.

Die Welt ist nicht krank, wäre sie krank, könnte sie gesunden. Das tut sie aber  nicht, wenn ICH nicht gesunde und in gewisser Weise Antikörper gegen die Welt entwickle. Die Welt wird sich nie ändern, nur ICH kann meine Einstellung ihr gegenüber ändern.  Polaritäten/Gegensätze  wie Krankheit UND Gesundheit sind aus letztgültiger Perspektive "reale Illusionen". 

Der spirituelle Sucher, der die Ebenen von personal-transpersonal verwechselt, glaubt, die Wahre Natur sei das Gesunde und sorge in jedem Falle nicht nur für psychische Heilung, sondern auch für körperliche Gesundheit. IRRTUM!
Wenn ich als "Normalo" physisch oder psychisch krank werde, bin ich nicht an der Welt erkrankt, sondern an mir selbst bzw. daran, wie ich die Welt interpretiere! Ich = Welt! Solange ich glaube, dass ich an der bösen Welt erkrankt bin, übernehme ich nicht die  Verantwortung für mich, sondern routiere  noch im Hamsterrad des dualen egoischen  Bewusstseins. Nicht die Welt ist das Hamsterrad, sondern DEIN Bewusstsein! Die Normalität ist aus transegoischer Sicht NICHT der Wahnsinn. Mit der Überzeugung, die Angepassten seien die Kranken,  schafft und verstärkt man nur eine Opfermentalität!    Aus der Opferrolle kann man sich m. E.  erst befreien, wenn man lernt,  synthetisch und vor allem SYSTEMISCH zu denken. Erst dann gibt es so etwas wie Schuld nicht. Es gab eine Zeit, in der die Psychologie den Kranken  für sein Leiden allein verantwortlich machte, die Umwelt spielte keine Rolle darin. Jetzt ist man  - vor allem der linksgrüne Neofeminismus - ins andere Extrem verfallen: man spricht den Kranken bzw. das Opfer total frei (gesund) und spricht allein das Umfeld krank. So wird die "böse Welt" zum Täter und die Opfer sind die Guten. Für den Neofeminismus sind die Frauen völlig unschuldige Opfer eines absolut bösen Patriarchats. Dieses Schwarz-Weissdenken ist in sich selbst KRANK! Es scheint noch ein weiter Weg zum systemischen Denken zu sein - der einzige Weg das Dilemma von Schuld und Sühne, Täter und Opfer (Gut und Böse) zu überwinden.


An der Welt bzw. am Ich erkranken vorlieblich Menschen, die ein labiles, schwaches Ich haben, die ihre Bedürfnisse nicht durchsetzen können - hier auf der Persönlichkeitsebene muss die Heilung ansetzen. Sprituelle Sucher machen aus der Ich-Schwäche gerne eine spirituelle Tugend rsp. eine "Heilige Krankheit", weil  der Ich-Schwache poröser gegenüber dem Unbewussten ist und oft von "göttlichen" Visionen berührt wird. Allerdings wird dabei übersehen, dass die Hölle gleich nebenan liegt. Hölle UND Himmel - das ist der unbewusste, nicht "bearbeitete" und nichtintegrierte Schatten, der in das Tages- Bewusstsein des Kranken einbricht, der das Leben des Kranken bzw. eines extrem "Unangepassten" nicht nur zum Himmel, sondern auch zur Hölle machen kann.

Wenn man von Normalität spricht, meint man i.d.R. den allgemeinen Konsens der Gesellschaft, eine Gesellschaft, die man getrennt von sich glaubt. Mann kann die Gesellschaft resp. die Normalität  nicht in Frage stellen, ohne sich selbst in Frage zu stellen. Nimm die Projektion zurück, dann liegst du richtig. Wer nur die Gesellschaft in Frage stellt, wird an ihr krank und bleibt ein ewiger Rebell.  Systemisch denken!
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Die Liebe ist eine Himmelsmacht, la la la
Ich treffe sie immer wieder: Spiritanten, die supererleuchtet daherschwätzen können (und sogar Bücher schreiben,) aber gleichzeitig verkünden, dass es keine Transformation und Transzendenz gebe. Meist handelt es sich bei solchen Leuten um den Typ  des Igels "Bin schon da" oder um ScheissAngstHasen, die sich der Mühen und Wehen der Evolution entziehen oder um Hornochsen, deren Hörner nicht durch die Tür passen. 

Deshalb wiederhole ich es noch einmal JUST FOR YOU, Mr.XY: Tranformation geschieht im Prozess der Individuation der Persönlichkeit und gründet auf  AKTEN  geistigen ERKENNENS!
Transformation geschieht also  im Bewusstsein; der Körper verwandelt sich zwar mit, aber m. E. nur insofern er zunächst das egoische Denken über sich selbst verändert, welches ja doch immer auf den Körper reflektiert und diesen negativ resp. positiv beeinflusst. Im ersten Akt verwandelt sich das zunächst negative Selbstbild in ein  positives bzw. realistisches, im zweiten Akt der Erkenntnis geht der GEIST über die Identifizierung mit dem GegensatzDENKEN negativ-posiv und im weitesten Sinne über die Identifizierung mit dem  Körper/Materie/Realität hinaus.

Es ist ganz einfach: Transformation ist bzw. bewirkt die mehr oder weniger tiefe Erkenntnis entweder des "Das bin ich (Identifikation) oder: Das bin ich nicht (Desidentifikation). Die allertiefste Erkenntnis geht auch darüber hinaus und erkennt: Ich bin weder dies noch jenes. Ich bin Leere. Nichts - ICH BIN reines BEWUSSTSEIN (Gewahrsein).
Dies ist der letztgültige= transzendente alles einschliessende  "ICH BIN"-Bewusstseinsstatus, von dem so oft die Rede ist.   "Alles" bedeutet hier aber keine objekthafte Vielheit, sondern eine QUALITÄT: nämlich das, was zuvor durch die  Liebe verwandelt/transformiert wurde. (Ja, die Liebe ist eine  Himmelsmacht und beginnt mit der transformierenden Selbstannahme, die alles ausgeschlossene in sich SELBST vereinigt und gipfelt letztlich in der Heiligen Hochzeit (Hierosgamos) - der perfekten Balance des Bewusstseins.

Das ist das höchste Bewusstsein: wenn Liebe und Erkenntnis zusammenfliessen und EINS sind. Da spricht man nicht mehr überschwänglich von Liebe und Erkenntnis,  sondern da IST man nur noch (überpersönlich) liebEND und erkennEND  - in der  ERKENNTNIS der Einheit des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.
Tod dem Substanstiv. 💣

***

Nochmal zum transpersonalen Gleichmut.
Oft wird es so beschrieben, dass dem Edlen alle Dinge gleich "schmecken". Den transpersonalen Gleichmut darf man aber wie alle anderen transpersonalen QUALITÄTEN (Eigenschaften) niemals objekthaft verstehen. Der transegoische Gleichmut ist ein ausbalancierter Bewusstseinszustand, der reagiert nicht auf Objekte. Er ist jenseits von Zu- und Abneigung, was nicht bedeutet, dass er keine Unterschiede mehr macht. Er macht quasi Unterschiede, OHNE Unterschiede zu machen. LOL.  Wie alles, was er macht, macht er, ohne (selbst) zu machen! Alles, was er macht, kann er ohne sich zu beklagen auch bleiben lassen. Das ist Gleichmut.  Er sagt Ja oder Nein, ohne Zustimmung oder Ablehnung zu empfinden. (z.B. like ich auf Facebook, ohne dass es mir gefällt und kann im selben Sinne das Gegenteil liken, wenn es mir gefällt LOLOLOL) Das ist das, was man ein "göttliches Paradox" nennt und geschieht,  wenn man mit dem dem Tao fliesst, dem "Willen Gottes".
Es gab ja Zeiten nach meiner Glorreichen Auferstehung, da war ich noch nicht so weit, dass ich dies erkannt hätte, da war ich noch objekhaft orientiert - da glaubte ich, dass im bedingungslosen Ja zu Allem und Jedem meine Wahre Natur liege... ich hatte tatsächlich eine Zeitlang alles getan, um was mich Menschen gebeten haben, bin in jedermanns Mokassins gelaufen.  Aber nicht sehr lange... he he
Was immer ich auch sagen mag: Meine Grundstimmung ist weder Ja noch Nein. Das ist der Wahre Gleichmut.  Hätte ich damals noch ein Bauchgefühl gehabt, wäre ich vor manchem schreiend davongelaufen. Ich habe aber so was wie ein Unheil signalisierendes Bauchgefühl nicht mehr, so etwas hat man nur, wenn man noch psychologischen Abwehrmechanismen gehorcht, die der egoischen Selbsterhaltung dienen.
Nein, der Wille eines anderen Menschen ist mir nicht mehr Befehl, die WAHRE Natur kann nur sich SELBST gehorchen.

Früher dachte ich auch, dem Willen Gottes bzw. der WAhren Natur zu folgen,  bedeute, ein Roboter (Gottes) zu sein, heute sage ich, dass ich das weder verneinen noch bejahen kann. LOL. 
Hm...hm...hmmm... ich weiss nicht, ob es stimmt, aber mir will grade schwanen, dass  mein jahrelanges Blogtreiben ein ständiges Auf- und Ablaufen auf der Tetralemma-Himmelsleiter ist: Erst behaupte ich etwas, dann behaupte ich das Gegenteil, dann behaupte ich die Korrektheit des einen sowohl des anderen, am Ende versacke ich immer im Weder dies noch jenes ist WAHR, also im NICHTS. 
Deshalb, ihr Leutz, GENAU DESHALB soll man dem, was ich oder andere über das unbeschreibbare Sein  sagen, keinen GLAUBEN schenken! Hier liegt der Konfliktpunkt, der viele Sucher so sehr in Verwirrung stürzt, wenn sie sich von  einem Meister/Guru/Lehrer mit unvereinbaren "Widersprüchen" konfrontiert und  gebeutelt sehen, wo es sich um die "göttlichen Paradoxa" handelt, die der Erkenntnisprozess mit sich bringt.  Die Einheit selbst läßt sich nicht beschreiben, nur der vierstufige Weg dorthin und der heisst: Tetralemma.

Immer wieder mal denke ich, es wäre wohl bald an der Zeit, dass ich aufhöre zu schreiben, dann aber erkenne ich, dass  Liebe& Erkennen niemals aufhört  -  der dynamische (Tetralemma-) Prozess des Erkennens ist so unendlich wie Gott resp. das unendliche und ewige Bewusstsein  unendlich ist.  Einerseits scheint es eine Sysyphus-Arbeit zu sein, weil man sich ständig zu wiederholen scheint, gleichzeitig aber wächst man kontinuerlich in das unendliche Bewusstsein hinein. Auch wenn man weder vorwärts noch rückwärts kommt...LOL: he he he
Das Schöne ist, ich habe keine Kontrolle über mein Tun, ich tue, was ich tun MUSS.


*****

Verwirrung
Die Hauptkonfusion entsteht - wenn man spirituelle Bewusstseinsvorgänge beschreiben will,  dadurch, dass sich das Paradox nicht beschreiben lässt, zu dem jeder geistige Erkenntnisvorgang unweigerlich führt.
Wenn ich beispielsweise von transpersonalen QUALITÄTEN spreche, dann setze ich diese   in Gegensatz zu egoischen Qualitäten (Eigenschaften). Dass ich das transpersonale/nonduale Bewusstsein in Gegensatz zum personal-dualen Bewusstsein setze, ist also spirituell völlig korrekt und für den Verstand gerade noch nachvollziehbar.
 Wenn allerdings vom Transpersonalen die Rede sein soll, entsteht Konfusion im Mind, denn wenn ich das Transpersonale BW beschreiben will,  - was ja per se unbeschreibbar ist - scheint dies immer die Person AUSzuschliessen, dabei ist im Transpersonalen Bewusstsein die Persönlichkeit mitEINgeschlossen, aber nur, insofern sie bzw. das personal-duale Ego- BW transformiert ist!  Sie ist dem SELBST gleichgemacht. Jo, und schon ist es wieder soweit -  Tilt.
Worauf ich eigentlich hinauswill und was mir immer wieder begegnet und mich konfusioniert, ist der Glaube vieler Spirituelle - auch hier wieder vornehmlich Einäugige Nondualistiker - , dass die nichttransformierte/ ungeheilte Person  mit ihren egoischen Gefühlen wie Wut, Schmerz, Freude, usw. eingeschlossen wird - ja, Wut, Schmerz, Freuden wie Leiden, all dies sei alles eine  Ausdruck des Einen.
Nochmal, damit ich das besser verstehe: Die Illusionshaftigkeit und Scheinbarkeit des  Egos mit seiner sog. Realität sei also Ausdruck des EINEN - und mit dem EINEN  meinen sie i.d.R. Gott!  Wer einem derartigen Glaubenssatz aufsitzt, hat keinen Grund mehr, nach seiner WAhren Natur zu suchen - damit rechtfertigen sie nur ihre Abwehr und Angst  vor Transformation.


Wer das transpersonale Sein kennt, kann dem nicht zustimmen! Weil der Mind am Paradox scheitert.

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