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Mittwoch, 3. Oktober 2018

Singing my Song: ICH küss' mich mit den Lippen meines Mundes.... la la la


Fernstenliebe vs. Nächstenliebe

Der Nächste ist heute ein mehr und mehr dem Bewusstsein entzogener bürokratisch verwalteter verstaatlichter gesichtsloser Faktor. Ich stellte schon vor Jahrzehnten fest, wie ein überbordender Bürokratismus dem Menschen nach und nach alle menschlichen Verantwortlichkeiten entzieht, indem z.b. die tätige Liebe am Nächsten, die früher selbstverständlich war,  der staatlichen Genehmigung bedarf.
Als gut gilt heute  der, der dem "Fernsten" dient, indem er zur eigenen Entlastung alle Verantwortung dem Staat überantwortet. Den unmittelbar Nächsten - so wie er wirklich auch von Jesus gemeint ist - wird man gar nicht mehr wahrnehmen KÖNNEN, derweil die kleinste Hilfe bürokratisch reglementiert wird und damit der Mind darauf programmiert wird, den Nächsten zu übersehen. 
Das könnte so weit kommen, dass sich Menschen auch gar nicht mehr trauen, andere im konkreten Notfall um Hilfe zu bitten, da jede Bitte um Hilfe von beiden Seiten als eine Zumutung oder gar Belästigung empfunden werden könnte. Erlernte Hilflosigkeit... wem der spontane Hilfsimpuls bürokratisch aberzogen wird, der kann sich auch nicht mehr selbst helfen, geschweige denn selbst lieben. Liebe ist ein Wechselspiel.
Das ist der Unterschied zwischen einem Gutmenschen und einem Guten Menschen: Der erste ist ein Fernstenliebhaber, - ein narzisstischer "Verbalerotiker", der sich nicht dreckig macht, dessen überhöhtes Selbstbild sich auf Kosten des wirklich guten Menschen aufplustert, wobei dieser die Drecksarbeit am Nächsten vor Ort zu erledigen hat!  Dazu gehören z.B. die Schreihälse, die in ihrer kopf- und grenzenlosen Welcome-Wohlgesonnenheit immer noch mehr Migranten aufzunehmen fordern...

Fazit:  Der Bürokratismus ist ein Mörder der Liebe.

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Therapeutisches Mitgefühl


Osho sprach oft von dem der Duft, der sich gleich einer Blume verströmt, damit meinte er aber stets die Liebe, die sich auf "Andere" bezieht/verströmt... das "therapeutische Mitgefühl". Mit-Gefühl bezieht sich per definitionem immer auf einen Anderen. Mein Bewusstsein ist jenseits des "Anderen", es FLIESST mit dem Moment, ist absolut richtungslos, es weiss nichts von therapeutischen Wirkungen seines "Strömens". GEIST-Erkenntnis/Gewahrsein steht über der Liebe bzw. schliesst sie in sich ein. Es ist der duftlose Duft der absoluten Freiheit des GEISTES..
Das "therapeutische Mitgefühl" entsteht aufgrund von Identifizierung mit allen fühlenden Wesen im psychospirituellen Individuationsprozess. Mitgefühl ist eine menschliche Qualität des sog. Bodhisattvah bzw. ist der Bodhisattva keine Person, sondern eine menschliche Eigenschaft, ein Archetyp..
Im Transformationsprozess kehrt sich das objektbezogene Mitgefühl zunächst in das subjektbezogene Mitgefühl, welches wiederum transzendiert am Ende in der Einheit "aufgeht". Nix von heilig. Nix von Mitgefühl.
Ich habe alles "vergessen" -  und doch habe ich nicht ganz vergessen, wie es war, ein (mit-) fühlendes Wesen zu sein. Ja, manchmal steigen mir sogar immer noch Tränen in die Augen, z.B. beim Anblick einer armen geqälten Kreatur im Fernsehen, oder neulich in der Sendung "4 Hochzeiten und eine Traumreise", als mir die Liebe zweier Menschen förmlich ins Gesicht zu springen schien - SCHEINBAR sprang, denn mir war sofort klar, wessen Liebe da scheinbar herumsprang, Projektionen können sich bei  mir nicht mehr sehr lange halten... lol

Zu 100% dekonstruierst ist mein Ego also immer noch nicht. Das ist aber kein Manko, schliesslich ist  Dekonstruktion ein mehr oder weniger langer Prozess des "Absterbens" und kein plötzliches Ereignis. 


Osho sagt, Mitgefühl sei die höchste Energie. Ja, stimmt, aber nur insofern Energie etwas ist, was es nur für das dualistische Bewusstsein gibt. Mitgefühl ist die höchste MENSCHLICHE Eigenschaft. Eigenschaften sind Energien. Das eigenschaftslose transegoische Ich ist eine geistige QUALITÄT, aber keine Energie. Energie ist Bewegung. Und wo Bewegung ist, ist Werden. Das todlose & ungeborene  Bewusst- oder Gewahrsein ist das "Zentrum des Zyklons". 
Mit-Gefühl ist keine transegoische Qualität, wie ich einmal glaubte, denn sie richtet sich immer noch an einen Jemand, an ein Gegenüber. 
Einzig die SELBSTliebe "verströmt" sich mit dem Flow richtungslos und nonlokal;
SUBJEKTbezogen  bedeutet das Sich-Verströmen ja nichts anderes als ohne Widerstand mit dem Flow des Ewigen Jetzt zu fliessen.  Dann ist in mir  nichts (mehr) , was von hier nach dorten "strömen" könnte, ich bin leer, die Welt ist leer.  "ICH" folge der Aufmerksamkeit in, mit und durch das Gewahrsein des absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.  (Und wie man weiss, folgt die Liebe immer der Aufmerksamkeit bzw. Achtsamkeit! Eine untrennbare Einheit!)


Ich verstehe alles immer mehr  SUBJEKTbezogen. Seit der Glorreichen Auferstehung im Herbst 2011 ereignet sich im Verkehr mit Anderen so gut wie nichts mehr, was mich zu Mit-Gefühlen gleich welcher Art anregen könnte.  Da verströmt sich rein gar nichts mehr von hier nach dort und vice versa.  Ich TEILE anderen auch nichts mehr mit. Alles, was ich tue, ist rein SELBSTbezüglich, SUBJEKTbezogen, auch wenn ich "jemandem" scheinbar etwas mitteile. LOL. Auch Empathie (Mitgefühl) ist dem transegoischen Ich nicht mehr das, was es einmal war. Das transegoische Bewusstsein SCHAUT die persönliche Wahrheit sowie die unpersönliche WAHRHEIT, Empathie ist kein Gewahrsein, sondern Einfühlung aufgrund achtsamer selbstvergessener Beobachtung des konkret Anwesenden und hat m. E. nichts mit der Hellsichtigkeit zu tun, welche auch die Befindlichkeit des Abwesenden erspüren kann.

Die absolute SUBJEKTbezogenheit des transegoischen Ichs beginnt mit dem Lieb- und Ernstnehmen des kleinen Subjekts (Ich) im Individuationsprozess, dann nämlich, wenn man anfängt, sich von Ersatzgefühlen und Ersatzbefriedigungen zu verabschieden um herauszufinden, was MIR als  Person wirklich GUT tut. Dazu ist es notwendig, speziell für eine Frau, eine Weile den eisernen Büstenhalter anzuziehen und alle wohltuenden Automatismen einzustellen, die sich in irgendeiner Weise "gut" auf andere auswirken sollen. Ich habe auf diese Weise gelernt, Nein zu sagen, besonders in Hinsicht auf die Ansprüchlichkeit des "Armen Ichs" in mir und anderen.

Der unkonkrete "Andere" ist mir nurmehr ein  Stichwort- und Anlassgeber für Erkenntnis wie alles, was mir in den Fokus fällt, nur zur Erkenntnis dient. Erkenntnis ist LIEBE. Transegoische SELBST-Liebe. Sie kann eine Welt nicht umfassen, die es gar nicht gibt, da es keine Welt mehr gibt, die ihr gegenübersteht.  (Der Begriff des "Allumfassenden" bedeutet nichts anderes als das Integrieren der Gegensätze.

Fazit: Nicht Mitgefühl ist die höchste QUALITÄT, sondern die REINE=von Narzissmen unverzerrte SELBST-LIEBE.

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Osho u.a.:

"Wenn eine Blume blüht, muss sie ihren Duft mit dem Wind teilen. Es ist ganz natürlich! Es ist kein Handel, es ist kein Geschäft; es ist einfach natürlich. Die Blüte ist voller Duft – was soll sie machen? Wenn die Blüte ihren Duft bei sich hält, wird sie voller Anspannung und tiefer Not sein. Die größte Not im Leben ist, wenn du dich nicht ausdrücken kannst, nicht kommunizieren kannst, wenn du nicht teilen kannst. Der ärmste Mensch ist der, der nichts zu teilen hat, oder der, der etwas hat, aber die Fähigkeit verloren hat, die Kunst, es zu teilen. Dann ist ein Mensch arm."

Ja, das scheint mir wohl auf den ersten Blick alles ganz richtig zu sein, der erste Satz bezieht sich aber m. E. auf die Attribute des transegoischen Ichs und den duftlosen Duft seines SPONTANEN uneigenwilligen bzw. absichts-, ziel- und planlosen SEINS. Weil es hierbei nicht mehr um Fähigkeiten geht, bezieht sich das transegoische Bewusstsein niemals auf etwas, was man TUT oder KANN! 
Jedenfalls passt der zweite Satz passt dann nicht mehr zum ersten Satz, weil das unkonditionierte Ich keinerlei Not oder Anspannung erlebt, wenn Kommunikation mit anderen nicht gegeben ist. Nur das Ego leidet. 
Zwar MUSS sich der "Duft" der  transegoischen WAHRHEIT mitteilen, notfalls könnte man wie der Heilige Franziskus auch den Vögeln predigen. Würde er in der heutigen Zeit leben, ginge er ins Internet.
Mit-Teilung ist für das transegoische Ich aber - wie oben schon gesagt - immer SELBSTbezüglich, d.h. man meint nicht die Person des anderen, sondern ist nur auf die  Erkenntnis der Wahrheit fokussiert.  Kommunion statt Kommunikation. Die Kommunion mißglückt regelmäßig dann, wenn die empfangende Person die unpersönliche Mitteilung/WAHRHEIT angriffig-persönlich nimmt. In solchen Fällen wird das transegoische Ich der Abwehr(=Schatten) der Person gewahr und MUSS ihn als einen solchen thematisieren.  Hierbei geht es um das Gewahrsein der verdrängten PERSÖNLICHEN  (seelisch-psychologischen)  Wahrheit des Betreffenden. Mit diesem DURCH-Blick  macht sich das transegoische Ich gewiss keine Freunde.  (Der "Lolosophian" kann unendliche Geschichten davon erzählen.) Na ja, könnte man nun von unberufener Seite einwenden: Warum musst du auch alles immer so eng sehen? Warum fängst du nicht einfach mal mit der Kommunikation an, dann klappts vielleicht auch mit der Aufnahme der Unpersönlichen Wahrheit?!
Mal abgesehen davon, dass ich der Freunde nicht (mehr) bedarf und deshalb lustvoll und skrupellos wahrhaftig sein kann, wäre ich dazu gar nicht fähig,  hm... das  hiesse ja, das Persönliche ÜBER das Zeitlos-Überpersönliche zu stellen. Reine Zeitvergeudung!

Fazit
Der "ärmste Mensch" ist nicht der, der nichts (mit-) zu teilen hat, sondern ein Mensch, der sich weder hingeben noch empfangen kann, weil eine rigide Abwehr, sein Selbstschutzprogramm ihn daran hindert. Das ist der, der in die Hand beisst, die man ihm reicht,  der die Liebe nicht als solche erkennen kann, weil er eine furchtbare Angst vor Nähe  hat, -  jener arme Mensch, der ins Neue Testaments als "Der Besessene von Gerasa"* eingegangen ist. Ich empfehle hierzu noch einmal die Deutung durch Eugen Drewermann!


*Auch ich war einmal ein solcher!

 
***

Gewahrsein vs. Achtsamkeit

Mir fällt ein Artikel über das Gewahrsein in den Fokus  und wie so oft  verwechselt man auch hier das ungeteilte Gewahrsein mit der geteilten Achtsamkeit auf das KONKRETE Hier und Jetzt der Person mit mit ihren menschlichen/sinnlichen Ein- und Ausdrücken. Das wäre weiter nicht schlimm und korrigierbar, wenn man nicht diese mindere lineare Aufmerksamkeitsqualität oftmals für das spirituelle Non plus ultra hielte und glaubte, es gebe nichts anderes als das persönliche Hier und Jetzt. Dabei ist die Achtsamkeit und Annahme des persönlichen Hier und Jetzt nur der Einstieg.

Zitat:
Gewahrsein ist das wache, wahre Erleben der Ebene des menschlichen Selbst. In dieser Ebene sind wir fein pulsierende Lebendigkeit, weiter als die Grenzen der Haut und leben in Verbundenheit mit allen Wesen, der Natur und dem Leben selbst.

Somit ist es stimmig zu sagen: «Jeder Mensch ist Gewahrsein.» Im Erkennen der Einen Lebendigkeit, die alles durchdringt und bewirkt, ist es logisch zu sagen: «Alles ist Gewahrsein.» Im Erkennen, dass jede noch so feste Materie im Grunde leer und Energie ist, lösen sich Formen, Ebenen und Dimensionen auf. Dennoch leben wir in ‹der Welt› und so, wie wir offen und zu Kindern sprechen, ist es in der Art und Weise unseres heutigen Wahrnehmens wahr: «Du hast blaue Augen und ich braun-grüne. Ich habe in diesem Leben fünfzig Winter erlebt und du dreizehn. Ich fühle Angst in mir, auch wenn du gerade keine in dir fühlst. Spürst du mein Gefühl?» 


Gewahrsein ist eben nicht das Erleben des menschlichen Selbst (Ich), sondern ein transegoisches SEIN, ein  Bewusstsein insbesondere der transegoischen WAHRHEIT.  Achtsamkeit ist es, welche (Angst-) Gefühle und scheinbar trennende Eigenschaften wahrnimmt bzw. für wahr HÄLT!  Dagegen löst sich im Bewusstseinslicht des GeWAHRrseins die Identifizierung mit der aussenorientierten sinnlichen unwahren Wahrnehmung auf!

Gleich darauf heisst es:

Zitat:
Im Physischen nehmen wir uns als getrennt, im Seelischen verbunden und im Selbst als eins wahr.   
Chapeau, so ist es richtig! Ich füge noch hinzu: Erst die Einheitserfahrung erschafft das volle Gewahrsein, bei der das Gewahrsein sich seiner selbst bewusst wird.

Es ist ein Übel, wenn spirit. Sucher die seelische Verbundenheit auf der dualitären  Da-Seins-Ebene mit der übergeordneten letztgültigen Einheitserfahrung "im Selbst" verwechseln. Sie halten die Erfahrung der WELTSeelischen Verbundenheit für die Aufhebung der Trennung. Hier bleiben die meisten Sucher stecken und die Objekt-Liebe wird ihnen zum Fetisch. Das noch größere Übel ist, dass die unwissenden Leser all dies glauben.

Merke. Die Welt-Verbundenheit auf der seelischen Ebene muss ebenfalls transzendiert werden, um in der Einheit "aufzugehen". Dann erst geschieht es, dass das Gewahrsein sich selbst als Gewahrsein erkennt bzw. sich der Sucher und das Gesuchte sich im selben GEIST als EINS erkennt.

Achtsamkeit wird gewissermassen schleichend zu Gewahrsein durch die kontinuierliche Bewusstwerdung und (Schatten-) Integration des Verdrängten Um so mehr an Schatten integriert wird, um so lichter wird das Bewusstsein. In dieser Phase weiss man noch nichts von Gewahrsein, weil das Erkenntnislicht noch zu schwach ist, seine Quelle zu erkennen.

Merke: Wo keine vertikale Anbindung an die Quelle geistiger Erkenntnis ist, ist kein Gewahrsein. Die große Schwester der  normalen=aussenorientierten und  wertenden Aufmerksamkeit ist die  innen- wie aussenbezogene, zwar bewusste aber immer noch wertende Achtsamkeit. Das NICHTwertende Gewahrsein im Ewigen JETZT ist das, was beides einschliesst bzw. transformiert und integriert hat.

Zitat:
Auch wenn Gewahrsein immer, überall und unveränderlich ist, so ist das menschliche Wahrnehmen oftmals eingeschränkt. Nicht jeder riecht den Kaffeeduft im Vorbeigehen, nicht jeder empfindet seinen Körper in der Arbeit am Schreibtisch, nicht jeder fühlt sein Gefühl, nicht jeder hört und sieht die Gedanken in sich, nicht jeder nimmt die Eindrücke des Spürens bewusst auf, nicht jeder nimmt den Ort seiner Aufmerksamkeit und die Weite seines Bewusstseins wahr. Gewahrsein ist das wahre und wirkliche Erleben der feinen Lebendigkeit, die alles ist und belebt. Mit offenem Herzen und im weiten Bewusstsein ist dieses Erleben möglich.

Das Denken vermag innere Räume und damit Illusion zu erschaffen. Wer im Augenblick des Erlebens die Eindrücke der Sinne nicht wahrnimmt, den Körper nicht empfindet, das Gefühl nicht fühlt und die Gedanken innerlich weder sieht noch hört, ist im Denken und nicht im weiten Bewusstsein.

Hmmmm.... Ja, diese Wahrnehmung sinnlicher Eindrücke und ihre Störung durch das Denken trifft auf die Achtsamkeit zu, nicht aber auf das WAHRnehmen im Gewahrsein. Im Gewahrsein ist es gerade umgekehrt!  GeWAHRsein bedeutet u.a. die vertikale Anbindung an die Quelle der höheren Erkenntnis/WAHRHEIT/Weisheit. Wo früher das lineare Denken von den sinnlichen Eindrücken in der äusseren Welt der Phänomene abgelenkt hat, dominiert im  Gewahrsein der unaufhörliche Strom von Erkenntnissen/ "Geistesblitzen",  derweil Innen- sowie Aussenwelt ihrer sinnenhaften Bedeutung entleert sind und daher keinerlei Ablenkungscharakter mehr haben. Man lebt in Ziel- und  Zeitlosigkeit und dabei ist es schon schwierig, sich nur auf das Notwendigste zu fokussieren! Alle linearen Vorstellungen, Absichten, Ziele, - alles Wünschen und Wollen, was  sich in die Zukunft richtet, werden vom Gewahrsein sofort vertikal durchKREUZT!

Auch hier die Umkehrung: Wenn ich vertikal stimuliert bin, dann nehme ich  meinen Körper auch nicht wahr, und die Aussenwelt oder gedankliche Innenwelt vermag mich  nicht mehr zu "stimulieren". Recht eigentlich ist es hier gar nicht mehr möglich, von vertikaler und horizontaler Wahrnehmung zu sprechen, weil es keine Trennung mehr gibt. Muss ich aber, denn worüber man nicht sprechen kann, darüber müsse man schweigen, sagte mal einer. LOL  


Im Gewahrsein ist man im Gegensatz zur Achtsamkeit  nicht mehr mit der Materie/Körper identifiziert, sondern  allein auf Erkenntnis der Wahrheit ausgerichtet, poetisch jargoniert hängt das transegoische Ich weltvergessen am Munde Gottes  - ER küsse mich mit dem Kusse seines Mundes; denn SEINE Liebe ist lieblicher als Wein... Na gut, - um der WAHRHEIT mal wieder die Ehre zu geben: Poesie berührt mich schon lange mehr, weshalb ich  in stocknüchterner Wahrheitstrunkenheit den Text des Hohen Liedes aus seiner egoischen Subjekt- sowie seiner Objektbezogenheit herauslöse und singe:


ICH küsse mich mit den Lippen meines Mundes, meine (SELBST-) Liebe ist lieblicher als Wein - in der Erkenntnis der Einheit des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN. Ita est. Basta, so IST es!
La la la


http://www.gewahrsein.jetzt/Was-ist-Gewahrsein/

Dienstag, 2. Oktober 2018

Von der Moral in der Geschichte und warum ich drauf verzichte...


Soeben wurde ich im Schreiben unterbrochen, weil draussen jemand mehrmals laut Hallo rief. Das geschieht sehr oft;  da Fremde  die richtige Haustür auf der Waldseite nicht finden, rufen sie auf der strassenzugewandten Seite  vor meinem Fenster neben dem Personaleingang. Ich öffne ihnen dann  die Tür und wenn sie sich  noch nicht auskennen, begleite ich sie auch gerne noch zur gesuchten Wohnung, da das Haus einen verwirrend-verschachtelten Eindruck auf Fremde macht. Die Leute bedanken sich dann  und entschuldigen sich  für die Störung. Für mich ist es jedoch keine Störung, (ich fühle mich nie von etwas gestört, weil ich nicht an meinen Tätigkeiten hafte und sofort loslassen kann) ich lasse mich sogar sehr gerne unterbrechen, weil ich dann in Bewegung komme.
Was mir nun bei der heutigen Unterbrechung einmal mehr in den Sinn kam,  ist  die bekannte spirituelle Lehrsentenz über den Meditierenden, der wütend wurde wegen eines Menschen, der während der Meditation hilfesuchend an dessen Tür klopfte. Daraus läßt sich nun schnell und leicht schliessen, dass es  moralisch verwerflich  sei, wenn man der Meditation mehr Bedeutung zumesse,  als einem Menschen, der hilfesuchend  an die Tür klopfe. Was verständlicherweise nicht nur sog. Gutmenschen, sondern auch  jeden guten Menschen auf die Palme bringt. :D

Und genauso wird es von vielen spirit. Lehrern und Suchern auch verstanden, wenn sie noch nicht fähig ist, die Geister zu unterscheiden oder wenn man nicht eine vorgegebene mystische Fremd-Interpretation vorliegen hat: Man gibt der Geschichte vorlieblich eine moralische Bedeutung. Einer spirituellen Lehrgeschichte moralische bzw. moralitäre Bedeutung zu geben, bedeutet aber, dass man immer noch aus der Gut-Böse-Identifizierung heraus intepretiert.  Spirituelle Lehrgeschichten sollten aber nicht auf Moral, sondern auf unpersönliche Wahrheit hinweisen.
Soweit ich das beurteilen kann, gibt es jede Menge sog. spiritueller Lehrgeschichten, bei denen es den Anschein hat, dass sie auch nicht anders als moralisch gemeint sind. Das sind gewissermassen "fakes",  wobei man wohl die Ebenen dual-nondual verwechselt, so wie es ja auch Leute gibt, die den Unterschied zwischen dem Bewusstsein Laotse's  und dem des Konfuzius nicht kennen. Konfuzius repräsentiert das Ich und die  Moral  des Kollektivs und Laotse ist das SELBSTverwirklichte Individuum, welches Kollektiv und Moral transzendiert hat.
Beide sind sie jedoch SUBJEKTbezogen zwei Seiten einer Medaille in der Erkenntnis der Einheit des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.

Andererseits gibt es aber weit mehr Lehrgeschichten, die nur deshalb moralisch GEDEUTET werden, derweil der Deuter kein  Gewahrsein für die tiefere überzeitliche  Bedeutung der Lehrgeschichten hat.
(Bei der Gelegenheit frag ich mich gerade, ob es nicht schon eine Interpretations-App gibt für spirituelle Lehrgeschichten, lol.  Wahrscheinlicher ist es, dass es schon auch Interpretationshilfen gibt, mir sind nur noch keine unter die Augen gekommen. Ich bedarf ihrer auch nicht. Sollte mir dergleichen in den Fokus kommen, würde ich gar nicht anders können, als   sofort damit anzufangen, die "Geister" zu unterscheiden.  Gut möglich, dass es sich bei einer vorgegebenen Interpretation einer Lehrgeschichte um Interpretationen von Interpretationen von Interpretationen handelt...
:
Fazit:
Wenn man  den persönlichen und
zwischenmenschlichen  Aspekt  bzw. das  moralische  Narrativ aus der Geschichte herauslöst,  bedeutet diese Lehrsentenz in ihrem unpersönlichen/transpersonalen Kern einfach nur, dass man immer noch mit dem Ego identifiziert ist, solange man sich durch  Ereignisse in der Aussenwelt  gestört fühlt.



Wer die Lehrgeschichten moralisch interpretiert, der füttert sein Überich, den Zensor und er wird versuchen zu tun, was er als moralisch richtig gelernt hat, - um ein GUTER Mensch zu sein! Sein Tun ist aussenorientiert und  fremdbestimmt und er wird seine Stör-Gefühle als schlecht und falsch verurteilen und zu verdrängen suchen, statt sie anzunehmen und mit ihnen zu arbeiten.

Wem Meditation zum alltäglichen Sein geworden ist, der muss nicht mehr üben, sitzen oder "in die Stille gehen", der fühlt sich nicht mehr gestört, wenn seine Aufmerksamkeit aus der gewohnten vertikalen Anbindung in den äusseren Denk- und Handlungsmodus umschwenkt.

Apropos Moral. Es gibt ja Leute, die glauben, dass es in einer  Religion, bei der das Wort "Gott" nicht vorkommt, es auch kein Muss und Sollte gebe. Deshalb finden viele den Buddhismus so angenehm, weil er gottlos sei.
Der Gott der Buddhisten ist ihre Ethik,  Buddhismus hat  10 Sittenregeln,. 
Das heisst, der Hinweg  zur Befreiung ist  - nicht anders als im Christentum -  mit den selben moralischen Grundsätzen gepflastert, welche auch die chrstliche Moral begründen.
Einen Großen Geist bzw. Vatergott gibt es offenbar nicht. dafür gibt es aber auch im Buddhismus jede Menge personfizierter Archetypen, Götter und Dämonen.
Der Ethos der Buddhisten wie der Christen ist universell und universell = göttlich! 

Buddha selbst soll auf die Frage nach der Existenz Gottes mit "Ja und Nein" (Sowohl-als-auch )  entgegnet haben. Dass Gott keine Rolle spielt im Buddhismus, wird aber wohl eher daran  liegen, dass es eine Transformationsstufe höher nur noch mit Weder - Noch zu beantworten ist, weil hier Gott als ein Gegenüber bzw. das dualistische Bewusstsein transzendiert ist.
Im Zenbuddhismus kriegt man auf solche  Fragen einen Schlag mit dem Stock. Na ja, so genau weiss ich das zwar nicht, erscheint mir aber plausibel, da das Paradox dem Verstand nicht erklärt werden kann. Die Antwort kann nur Schweigen sein oder Schläge... LOL


Lustig. Puppetji vs. Meditation.  Puppetji ist dem spirit. Status nach kein Meister, sondern ein Lehrer, da er sich immer noch gestört fühlt, egal bei was. Wer sich bei Meditation gestört fühlt, fühlt sich auch allgemein gestört, solange er (die Geschehnisse in gut-böse, richtig-falsch, besser-schlechter usw.) WERTET.
https://www.youtube.com/watch?v=G5Z_EoyO_F8
Ruft Puppetji hier nach "Deconstruction? Im Zusammenhang mit Meditation höre ich das zum ersten Mal, kann mir aber vorstellen, was gemeint ist: Die Geräusche ihrer Bedeutung entlerren, dann kann man auf der Störung surfen! Mal sehn... 
Google weiss Rat:
https://deconstructingyourself.com/meditation-%E2%80%94-why-deconstruction.html

Hmmm...Ich ahne, dass ich mit dem Thema noch nicht ganz fertig bin, bin noch nicht zum Kern der Sache vorgedrungen... ist nicht ganz stimmig, habe den Punkt nicht richtig getroffen..Das Fazit sollte ausführlicher ausgeführt werdne.
Trotzdem ENDE für heute, ich bin müde...