Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 23. August 2018

Gewissenlose Freiheit ist nichtwissendes So-Sein

News von Unterwegs:
Mein  Kommentar zu einem dahergelaufenen Forenbeitrag:


Zu Anfang fällt mir ein vielversprechender Satz ins Auge:
"Magie/Mystik ist für mich eine symbiotische Arbeit mit dem Hier und Jetzt.
Eine Passiv-Aktiv-Auslotung und Kooperation (=Aktiv) mit dem JETZT (=Passiv)."
Offenbar das Motto...? Hm...das klingt theoretisch ja ganz gut, in der Praxis aber nach Schwerstarbeit. Hm... also ich habe Magie und Mystik noch nie unter einen Hut gekriegt.  Da steht das geistige!Erkennen ganz klar über dem Machen/Magie. Wo mystische  Erkenntnis ist, muss nichts gemacht werden.  (Wobei ich den Mystiker nicht als spirituellen Sucher, sondern letztgültigen Finder/Befreiten definiere, der recht eigentlich Mystik UND Magie transzendiert hat.) Anders sieht es aus bei verstandesmäßigen "Erkenntnissen", Ideen, die auf Vorstellung basieren, die  das Ego dann Schritt für Schritt MACHEN kann. Vorstellung, Imagination ist das Haupt-Handwerkszeug der Magier....  Magie ist nichts anderes als Realisierung der Imaginationen und ist den meisten Menschen völlig unbewusst, dass sie auf diese Weise die Macher und Konstrukteure dessen sind, was sie für Realität halten.
Die Magie hat aber keinen Bezug zum Ewigen JETZT, sondern nur zum profanen Hier und Jetzt der Person.
Ziemlich viele Unklarheiten in dem darauf folgenden Text, weswegen ich auch keinen rechten Bezug zu der Überschrift herstellen kann und ich einfach drauflos schreibe, was mir spontan in den Sinn kommt. .


Auszug:

("...)Die Kunst liegt also darin zunächst wahrzunehmen was gerade ansteht,.....z.B. welche Erkenntnis, welches Gefühl, welches Singnal sich offenbart, und anschließend welcher Schritt zu tun ist, und alles Nötige dafür zu tun.
Loslassen, konkret tätig werden, Gefühlen Beachtung schenken, in die Stille gehen, aktiv werden etc. … was auch immer, je nachdem. In dem Moment haben wir die ganze Unterstützung des Universums. Der Körper-Geist-Organismus weiß am besten was es braucht.

Legen wir uns etwas auf das momentan nicht ansteht, dann richten wir unseren Willen gegen diesen natürlichen Fluss, handeln nicht entsprechend, und blockieren so den natürlichen (Ver-)Lauf. Er (Der Fluss) weiß jedoch am Besten was in jedem Moment für unsere Entwicklung richtig ist. Den direkten Weg zu Ganzwerdung.
Vermutlich sind die Möglichkeiten in einem solchen Moment nicht auf eine einzige detailgenaue Antwort = Handlung oder Nicht-Handlung usw. beschränkt, aber so pi mal Daumen müsste es passen. :)

Das erklärt, weshalb z.B. die Raucherentwöhnung nicht gelingt, wenn jemand sich allein aufgrund äußerer Gegebenheiten wie Neujahr, oder durch Aufforderung Anderer bspw. vornimmt für das kommende Jahr rauchfrei zu werden. Es war einfach (noch) nicht der passende Zeitpunkt und etwas anderes stand an. Etwas das nicht wahrgenommen werden konnte, weil man die Aufmerksamkeit nicht bei sich (dem Fluss) hatte.
Dieses Bsp. ist auf alles andere übertragbar das momentan nicht ansteht, und nach gut Dünken gewählt wird, statt die Sensoren für das was ansteht zu sensibilisieren.

Das Leben ist gezwungen jede Überzeugung die nicht diesem natürlichen Fluss entspringt, welche nicht dem absolutem Einklang mit unserem Herzen entspringt, früher oder später zu enttäuschen. Ich vermute je unsensibler/unbewusster wir sind, desto länger braucht es bis wir das erkennen. Krankheiten oder Schicksalsschläge dienen manchmal dazu uns das Leben gegen den Fluss bewusst zu machen.
Darum heißt es „suchet erst das Reich Gottes“ = Den natürlichen Fluss (deine wahre Natur) dann ist für alles gesorgt.
Und das alles kann immer nur im JETZT geschehen!"

Mein Kommentar: 

Ja, dem letzten Satz kann ich nur zustimmen! Mit dem ersten Absatz komme ich so gar nicht klar,  ich kann mich einfach nicht erinnern,  früher je in solch mystisch-magischer "symbiotischer"Weise vorgegangen zu sein. Es geht hierbei doch um nichts anderres als Schattenarbeit gehen! Denn auf anderen Wegen kommt man nicht in  "Fluss".

Sicher  ist nicht alles falsch, was in dem obigen Forenbeitrag geschrieben wird.  Wie stets fallen mir jedoch nur die Ungereimtheiten in den Fokus und wie immer muss mein penetranter Wahrheitstrieb ad hoc und ohne Zögern diesen Punkten auf den tiefsten Grund gehen. (Tatsächlich mag es für den aussenstehenden Leser  erbsenzählerisch wirken, aber diese "Erbsen"  haben keinerlei objektive Relevanz, sondern nur für mich eine Bedeutung, sowie auch die WAHRHEIT, die ich letztlich bei diesem Intensiv-Gründeln finde, nur für mich eine Bedeutung hat. Nicht anders soll es sein in der Anbindung an das  Absolute (=transpersoanle) SUBJEKT, das ICH BIN.  

- Hm...Was ist mit diesem Energiefluss eigentlich gemeint, von dem hier die Rede ist? Die Vitalkraft der Großen Mutter? Der VaterGEIST?  Für mich ist Energie nur ein weiteres  Gedankenkonstrukt, das für manchen unfrommen Sucher den toten Gott ersetzen soll. Damit macht man sich zwar in der gottlosen Erleuchtungsszene einer (christlichen) Religiösität unverdächtig, der Unbewusste Gott wird sich aber irgendwann dafür rächen - Jahaaaa! 
Der Fluss des Tao ist KEINE Energie, er ist weder dies noch jenes, es ist Stillstand UND Bewegung zugleich, anders gesagt: es ist weder Stillstand noch Bewegung. LOL.Tilt und Tschüss!

- Die einzige "Kunst", die es zu erlernen gibt, läßt sich für mich mal wieder nur in einem einzigen Wort zusammenfassen:  ACHTSAMKEIT, die zunächst auf das persönliche "Flachland"- Hier&Jetzt zu fokussieren ist, um letztlich in die "Höhe" des vertikalen Ewigen JETZT  zu münden. (Wobei es hier recht eigentlich weder Höhe noch Tiefe, noch Breite noch Länge gibt). Wer Achtsamkeit übt, der braucht sich über so was wie "anstehende Schritte" keine Gedanken zu machen. Die Achtsamkeit selbst ist der Führer, dem es sich zu überlassen, HINZUGEBEN gilt..

- Wenn man im Fluss des Tao fliesst, gibt es keinen "richtigen Zeitpunkt". Die Raucherentwöhnung mißlingt deshalb, weil man nicht fest genug gegründet in der Gegenwart bleiben kann und man den Kraftpunkt in die Zukunft projeziert.  Der Kraftpunkt liegt jedoch immer nur in der Gegenwart. Der richtige Zeitpunkt ist immer JETZT.

- Es gibt auch keine irgendwie gearteten Überzeugungen, die dem Tao "entspringen". Jegliche Überzeugung ist Glaubenssatz, entspringt dem Verstand und ist damit ein Stein im Fluss des Seins. Im Fluss gibt es nur geistige Erkenntnis, die jedoch dort, wo man  (noch) nicht fest in der Gegenwart bzw. der WAHRHEIT des Gewahrsein steht, ad hoc vom Verstand vereinnahmt und zu einem Konzept verwurstet wird, was er fortan gerne als absolute Wahrheit zu missionieren pflegt. Deutlich erkennbar ist das z.B. bei Leuten, die ihre Erkenntnisse - ganz gleich, ob diese nun aus erster oder zweiter Hand stammen  -  in Büchern oder  im Internet konserviert haben und bei Fragen niemals spontan antworten, sondern immerzu auf ihren vergammelten Alten Käse hinweisen bzw. verlinken.  Der Mind, der derartig an seinen vergangenen Erkenntnissen/Worten haftet, der kann auch nicht zulassen, dass etwas  Neues geboren wird.  Wer im Fluss mit dem Tao ist, ist im Bewusstsein des Nichtwissens; der repetiert nicht aus den stinkenden stehenden Gewässern angelernten und abgespeicherten Wissens, sondern  antwortet auf Fragen spontan und alles, was er sagt, sprudelt ihm neu, frisch und klar aus der Quelle aller Erkenntnis.  In der Einheit  eines performativen Lehren-Lernens ist alles, was er antwortet, ein  Lehren und ein gleichzeitiges Lernen.  Und darin wird er niemals müde und wenn er hundert mal die selben Fragen beantwortet, die Antwort kommt ihm immer frisch aus der Quelle und niemals aus dem Gedächtnis.  Auch wenn hundert Mal die Antwort für "Andere" dieselben scheinen, sind es doch niemals die selben. Das ist ein Mysterium, an dem sich der Verstand vergeblich die Zähne ausbeisst.

- Der ganze Text spiegelt solcherart Überzeugungen wider.  Die absolute WAHRHEIT sagt  nicht eitel  "Wir", sondern ICH (BIN) und wo sie das nicht explizit sagt, ist es implizit in der "Verkündigung" enthalten. Das "Wir" und "die Anderen"  entspringen aus absoluter Sicht nur einer Schlussfolgerung/Konstruktion des Verstandes: denn nur wo es m(ICH) gibt, gibt es auch Andere.

- Im Flow (des Tao) gibt es nichts, was "anstehen" könnte, weil hier jede (Persönlichkeits-) Entwicklung aufgehört hat. Da steht nichts an und da gibt es nichts (mehr) zu tun. Keine Schritte, kein Programm...  Das "Anstehen" ist psychologischer Jargon und der hat im Tao-Flow nichts zu suchen. Wo was (an-)steht, kann nämlich nichts fliessen.  (Auch ein  kongruentes Ich macht in seinem fliessenden Bei-sich-Sein keine bewussten Schritte, es ist u.a. im Kontakt mit seiner Intuition, sein Handeln ist  nicht bewusst, sondern vorbewusst-intuitiv.)
Im Fluss mit dem Tao  hat jedes psychologische "Wachsen" aufgehört. Überhaupt ist das Bestreben,  zu "wachsen" genau so eine Karotte wie das eselhafte Streben nach Erleuchtung. Es ist schon auffällig, dass immer diejenigen sich so eines "wachsenden" Psychojargons befleissigen, die  harmoniesüchtig jeder Herausforderung und jedem  Konflikt aus dem Wege gehen und vorlieblich einem "bösen Umfeld" die Schuld an ihren diversen Befindlichkeiten geben.

Im Gegensatz zum personalen (kongruenten) Flow sind die intuitiven Sensoren im  transpersonalen Flow für "das, was ansteht", quasi ausgefallen, weil alles Handeln spontan geschieht so gänzlich "unsensibel" und  "unbewusst" im Sinne von Nichtwissen. Ich weiss nicht, was ich tue.
Das Tao - das  Fliessen mit dem ewigen JETZT - ist weder aktiv noch passiv. Tao ist Nichthandeln. Da werden auch keine Schritte "offenbart", die man dann gehen muss, sondern einfach nur getan. Auch das Loslassen kann man nicht machen, es geschieht einfach dann, wenn sich der Geist-Körper-Psyche-Organismus ins Hier und Jetzt hinein ENTSPANNT, statt an dem zu kleben, was er gedanklich nicht loslassen kann! Das hat mit Magie nichts zu tun.
 Im Flow des Tao gibt es auch keine Erkenntnis, nach der man handeln müßte könnte sollte dürfte... Das Tao drückt sich nämlich nicht im konkreten, sinnlich sichtbaren Handeln des Befreiten, sondern in seinen "Losigkeiten" und seinem  Nicht-Handeln aus - das heisst: GAR NICHT! Das sollten sich die,  die glauben,  einen Meister an seinem Handeln erkennen zu können, endlich mal klarmachen! Diese Sorte von "Spiridioten" bringt es fertig, von Nicht-Urteilen, Nicht-Bewerten zu faseln und ganz dezidiert von anderen  zu erwarten und gleichzeitig massen sie sich an, einen Meister/Befreiten nach egoischen Maßstaben zu beurteilen! Phigittpfuiii!


Fazit: Hier werden einmal mehr die personalen resp. transpersonalen Ebenen vermischt und das kongruente Fliessen mit den egoischen Gefühlen, Gedanken  und Empfindungen mit dem Fliessen des Tao (Willen Gottes)  gleichgesetzt und die  "natürliche Natur" mit der sog. WAHREN Natur. Im Flow der  WAHREN Natur ist die "wilde Natur"* des befreiten Zentaur-Körper- Ichs transformiert, transzendiert, integriert.  Da gibts auch keine ichhafte Kongruenz mehr. Das kongruente Fliessen ist eine entwicklungsbedingte  Voraussetzung, aber nicht das letztgültige Ziel. Manche werden vielleicht sagen, das Tao äussere sich eben auch im kongruenten Fliessen. Und schliesslich  gebe es ein weibliches und ein männliches Tao. Das kann ich so nicht sehen. Der Wille der Muttergöttin ist nicht der Wille Gottvaters.  Individuation III (unter der Führung des Wahren SELBST) bedeutet nicht, dass ich mich letztlich als Wahre Frau oder Wahren Mann definiere, sondern als Wahrer MENSCH, der in und aus sich SELBST das Männliche und Weibliche vereint hat und sich daher der Einheit mit dem Großen Geist BEWUSST ist....jenseits der Polaritäten, jenseits von Frau/Mann, Mutter/Vater, jenseits sogar von androgyn!

- Wo die BW-Evolution ACHTSAM, moderat und relativ widerstandslos-ungestört verläuft, da hat das natürliche bzw. das  "Wilde Ich"  übrigens keine lange Lebensdauer, derweil  auch dies nur als ein VORÜBERGEHENDES erkannt wird. Wer in Achtsamkeit ungeübt ist, der identifiziert sich damit und errichtet damit das Hindernis für jede weitere geistige Entwicklung.
Der Verstand macht immer wieder den selben Fehler, derweil  er oft glaubt,  Integration  bedeute, dass das gewöhnliche ungeheilte Ich integriert werde (bzw. "umarmt", wie es K. Wilber gerne nennt. Transzendenz - das Eingehen des  Ichs in die Einheit geschieht aber nur durch Transformation  (3. Individuation) des ungeheilten Ichs. Heilung ist Umarmung ist Integration.
Transformation=Heilung der Seele (Sohn), Transzendenz= ganzheitliches HEIL durch die Erkenntnis  bzw. die bewusste Anbindung des "Sohnes" (Archetyp: Wahres SELBST) an den GEIST -  das unendliche und ewige Bewusstsein.

* Die wilde Natur ist die  "sündige" Natur, Annahme bedeutet hier die Hinterfragung der herrschenden Gut&Böse-Moral und in diesem Kontext ganz  bewusst zu "sündigen" - für  das schwarzchristlich geprägte Bewusstsein ein wahrhaft todesmutiger Akt! Es geht darum, gegen das  schlechte (konditionierte) Gewissen anzukämpfen und in diesem Kampf gegen das Über-Ich/Zensor am Ende ein moralbefreites Sein jenseits  kultureller Prägungen, jenseits von Humanismus in der Anbindung an Gott/WAhre Natur zu finden. Entgegen mancher Meinung gibt es hier keine Ur-Ethik oder Ur-Moral. In diesem Sein stellt sich die Frage nach Gewissen, Moral und Ehtik einfach nicht mehr.Das gewissenlose Sein ist nichtwissendes Sein.



Zuletzt noch ein guter Rat: Spirituelle Sucher sollten besser ihre spirituellen Überzeugungen/Konzepte  nicht voreilig  im Namen eines  "Wir" missionieren, solange sie die Geister ("Ebenen") nicht spirituell korrekt unterscheiden können.  Sie disqualifizieren sich und ebenso die im "Wir" mitgedachte ganze Menschheit , die sie mit dem Einbezug recht eigentlich in nichts anderem als in der eigenen Unwissenheit versammeln.  Vor dem Wir kommt erst mal  Ich. Bevor man verallgemeinert, muss man differenzieren können.  Ich meine, es  sind dies oftmal jene,  die im Namen der ganzen Menschheit sprechen, diejenigen, die noch nicht einmal gelernt haben, gekonnt  "Ich" zu sagen bzw. in einer klaren authentischen Ich-Form die Verantwortung für ihre Gefühle, Gedanken, Handlungen zu übernehmen.  Das die ganze Menschheit einschliessende  "Wir" eines  Ichs, welches  immer noch in narzisstischem Gekränktsein  einer Bösen Umwelt die Schuld/Verantwortung für seine negativen Gefühle anlastet,  bekommt somit  ein ebenfalls ziemlich anrüchiges Geschmäckle.


 





Samstag, 18. August 2018

EXTRA-Blah! UG Krishnamurti - killing him softly.....

  (Editierte Fassung)



Frage eines Suchers an UGK:  "Ist Sex kein grundlegendes menschliches Bedürfnis?"

UGK: "Sex hängt vom Denken ab; der Körper selbst hat keinen Sex. Zwischen Mann und Frau unterscheiden sich nur die Genitalien und vielleicht das hormonelle Gleichgewicht. Es ist das Denken, das sagt: „Ich bin ein Mann, und das ist eine Frau, eine attraktive Frau.“ Es ist das Denken, das sexuelle Gefühle im Körper übersetzt und sagt: „Das sind sexuelle Gefühle.“ Und es ist das Denken, das diesen Aufbau unterstützt, ohne den Sex nicht möglich ist. „Es wäre schöner, die Hand dieser Frau zu halten, als sie einfach nur anzusehen. Es wäre schöner, sie zu küssen, als sie nur zu umarmen“ und so weiter. Im natürlichen Zustand gibt es kein aufbauendes Denken.

Ohne diesen Aufbau ist Sex unmöglich. Und Sex ist extrem heftig für den Körper. Der Körper ist normalerweise ein sehr friedlicher Organismus, und dann unterwerfen Sie ihn dieser gewaltigen Spannung und Freisetzung, die sich für Sie gut anfühlt. Tatsächlich ist das für den Körper schmerzhaft. Aber indem Sie den Sex unterdrücken oder sich bemühen ihn zu sublimieren, werden Sie niemals in diesen Zustand gelangen.

Solange Sie an Gott denken, werden Sie sexuelle Gedanken haben. Fragen Sie einen zölibatär lebenden, religiösen Sucher, ob er nachts nicht von Frauen träumt. Der Höhepunkt der sexuellen Erfahrung ist das eine Ereignis im Leben, das einer Erfahrung aus erster Hand nahe kommt. Alle Ihre anderen Erfahrungen sind aus zweiter Hand, von jemand anderem. Warum spinnen Sie so viele Tabus und Ideen drum herum? Warum zerstören Sie die Freude am Sex?

Nicht, dass ich ein Fürsprecher der Schwelgerei oder der Promiskuität bin, aber durch Abstinenz und Keuschheit werden Sie niemals etwas erreichen. Es muss einen lebendigen Kontakt geben. Wenn Sie aus diesem Zimmer gehen, verschwinden Sie aus meinem Bewusstsein. Wo Sie sind oder warum Sie nicht hier sind – diese Fragen erscheinen nicht. Hier gibt es keine Vorstellungen, hier ist kein Raum für sie. Der sensorische Apparat (Sinneswahrnehmungen) ist vollkommen mit den Dingen ausgelastet, die ich gerade ansehe.

Es muss einen lebendigen Kontakt zu den Dingen im Raum geben, keine Gedanken über Dinge, die nicht hier sind.

Und deshalb, wenn Sie vollkommen auf die sensorischen Aktivitäten eingestellt sind, gibt es keinen Raum für Ängste darüber, wer Sie morgen versorgen wird, oder für Spekulationen über Gott, Wahrheit und Wirklichkeit."
UG.


Meine Frage dazu ist wie immer: Ist das WAHR? Und wie immer lautet auch hier die Antwortet. JAIN.
Zu Anfang seiner Antwort spricht  UGK aus transpersonaler Sicht,  wenn er SEX als Gedankenkonstrukt darstellt. Daran ist nichts falsch, wenn er nur nicht am Schluss des Textes m. E. total aus der Gnade gefallen wäre, da ihm der GEIST, der nicht nur die Sexualität, sondern die  gesamte sog.Realität als Konstrukt erkennt, absolut abhanden gekommen sein muss, so tief fällt er zurück in die Materie, in die Zeit, in das Paradiesgärtlein der Göttin, in welchem er im  "lebendigen Kontakt" mit den Dingen die Letztgültige Erfüllung zu finden scheint. 

Mein Versuch, in diesen Worten UGKs einen Sinn zu finden, tut richtig weh. Ich habe was anderes erwartet, als diesen undurchdringlichen Wortsalat. .Ich habe versucht zu verstehen und mir die Zeit zu nehmen, den Text Satz für Satz durchzuarbeiten und  ihn einige Male durchgelesen, aber er wurde dadurch nicht weniger sinnlos. 
Am Ende blieb für mich  doch nur der letzte Satz als der wichtigste und aufschlussreichste, da er Auskunft über das zu geben scheint, was UGK offenbar unter der "Absoluten Gegenwart" versteht. GEIST kann es nämlich nicht sein, da .seine Aufmerksamkeit eine rein lineare und sinnengerichtete Aufmerksamkeit nach AUSSEN ist!

Zitat-Auszug: Hier gibt es keine Vorstellungen, hier ist kein Raum für sie. Der sensorische Apparat (Sinneswahrnehmungen) ist vollkommen mit den Dingen ausgelastet, die ich gerade ansehe.Es muss einen lebendigen Kontakt zu den Dingen im Raum geben, keine Gedanken über Dinge, die nicht hier sind.
Und deshalb, wenn Sie vollkommen auf die sensorischen Aktivitäten eingestellt sind, gibt es keinen Raum für Ängste darüber, wer Sie morgen versorgen wird, oder für Spekulationen über Gott, Wahrheit und Wirklichkeit."

Das, mein Herr, hört sich gerade an wie eine Lektion in  Bewusstseinsentwicklung für Anfänger!
Der ganze Text ist so verwirrend, dass ich oft nicht weiss von was UGK eigentlich spricht, von Sexualität oder vom Letztgültigen Sein an sich.


UGK spricht in Bezug zu Sexualität ganz zu Recht von einem konkreten sinnenbezogenen Hier und Jetzt-Sein, stellt es aber am Ende als den BW-Modus hin, der Angst- und Sorgenfreiheit bewirke. Diese kommt aber nicht durch die Fokussierung auf bzw. die Verbundenheit mit den sinnlich erfahrenen Dingen, sondern nur durch die Anbindung an die Quelle/Gewahrsein, welches mich in der ABSOLUTEN Gegenwart hält (die das konkrete Da-Sein umfasst)!
Die sinnenhafte Hier-und Jetzt-Gegenwärtigkeit scheint die einzige Präsenz zu sein, die er kennt.

Auf der einen Seite glaubt er  von Vorstellungen frei zu sein, sobald der Besuch gegangen ist, doch die konkreten Dinge, auf die dann seine Aufmerksamkeit richtet bzw. in "lebendigen Kontakt" tritt,  sind aus der transpersonalen Sicht aber ebenfalls nur Konstrukte seines Denkens, Vorstellungen! Warum sollen die äussseren Wahrnehmungen  wahrer sein als die inneren Vorstellungen, Ideen, Phantasien?  Einen "lebendigen Kontakt" mit Dingen, die als mentales Konstrukt erkannt wurden, kann es für einen Letztgültig Befreiten nicht (mehr) geben, weil die Dinge im transegoischen BW ihrer Bedeutung, d.h. ihrer Eigenschaften und  damit ihrer sog. "Lebendigkeit" entleert sind!
Was UGK hier erzählt, ist weder richtig noch wahr - es ist ein "Mindfuck" - ein solches "Narrativ" weckt nämlich in den Lesern und Zuhörern wiederum nur falsche und unwahre Vorstellungen von Befreiung.


Wann auf dem Weg zur Großen Erfahrung ist man eigentlich in "lebendigem Kontakt" mit dem Da-Sein?
Im Verlauf der Individuation/Schattenintegration finde ich mich zum Ersten als Person, ich entwickle meine Persönlichkeit. Die Maske fällt und Heilung setzt ein, wenn ich mit den verdrängten Ich-Aspekten in "lebendigen Kontakt" komme. Der Kontakt zu mir wird immer "lebendiger", um so mehr psychische und somatische Blockaden aufgelöst werden und um so kongruenter und freier  mein Fühlen,  Denken, Empfinden fliessen kann. (Dieses Fliessen sollte man aber auf keinen Fall mit dem Großen Flow, dem Fluss des Taos ("Willen Gottes") verwechseln!) Im gleichen Maße ich im "lebendigen Kontakt" mit mir selbst bin, bin ich auch im  Kontakt mit den Dingen der Welt.  Kontakt ist Kommunikation. EROS!
Soweit so gut.

Aber: Kommunikation ist nicht Communion! Wer mit s(ICH) in "lebendigem Kontakt" ist,  ist im selben Maße auch  in Resonanz mit den Dingen der Welt.  Communion jedoch übersteigt Kommunikation  und geht nicht in Resonanz mit einem Gegenüber,  sondern  in GLEICHFÖRMIGKEIT - mit sich SELBST bzw. mit dem gleichen GEIST (der Wahrheit!); Christlich: In der (Drei-) Einheit von Vater, Sohn, GEIST bzw. in der Einheit des absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.
Kommunikation ist linear und gelingt nur  (auf Augehöhe) unter Gleichen in Amwesenheit von Ego.  Communion ist vertikal und nur im  GEISTE möglich. Satsangs bieten z.B. die Möglichkeit der Communion, Communion basiert auf einem offenen System, Kommunikation auf einem geschlossenen. Kommunikation ist diskursiv und an den Egomind gebunden, Communion ist vertikale Inspiration, GEIST-Erkenntnis.
Communion ist primär  SELBSTbezüglich und bedarf daher keines Anderen. Communion geschieht nur in Abwesenheit des Egos.  Communion ist das, was  zwischen Meister  und Schüler geschieht.
Auch der sexuelle Akt kann sowohl Kommunikation als auch Communion sein.

Hm,  wieso eigentlich inszeniert sich UGK als Antiguru? Anti-Lehrer? Hat er wirklich keine Lehre?  Wobei ich den Eindruck habe, dass er sich mit diesem Begriff eher in konkurrierenden Gegensatz zu dem "'Weltlehrer" Jiddu Krishnamurti setzt. Nur jemand, der  den Lehrer-Status transzendiert hat, hat keine Lehre (mehr).Dann ist er aber kein Anti-Guru, sondern ein Meister.
Der Letztgültig Befreite, der Meister hat nicht nur die Lehre  (Konzept), sondern das "vielfältige Leben" transzendiert, für ihn gibt es nur einen "lebendigen Kontakt" und das ist die Anbindung an die Lebendige WAHRHEIT.
Der Verdacht verdichtet sich immer mehr, dass UGK keines von beiden war.


Natürlich gibt es für das befreite Bewusstsein auch noch Vorstellungen und diskursives Denken, nur haftet man nicht daran. Obwohl, auch das ist nicht ganz wahr - das Denken ist letztgültig geläutert und trachtet immer nach der WAhrheit bei allem was WAHRgenommen wird, nur sucht es die Wahrheit nicht mehr im Aussen! Mit den Sinnen!
Mein  "sensorischer Apparat" ist nicht "ausgelastet", weil meine Sinne eben nicht "vollständig" auf die äussere Welt ansprechen - der vertikale Erkenntnismodus zieht mich ständig zu sich und entzieht mich dadurch den sinnlichen Wahrnehmungen.  Wenn das wahr wäre, was UGK hier sagt, wäre man  ein Gefangener seiner Sinne!
Gerade das Gegenteil ist der Fall: Was mich betrifft: Ich  habe keinen  "lebendigen  Kontakt" mehr zu den Dingen der Welt, ich habe nurmehr einen "Kontakt" - eine Anbindung an die Quelle  lebendiger WAHRHEIT.
Und überhaupt: Ich habe noch nie einen lebendigen Kontakt zu den "Dingen im Raum" gehabt, mein Schreibtisch zum Bespiel  ist totes Material, mit dem ich keinen besonders sinnlichen Kontakt pflege. Er wurde und wird durch keine noch so sinnlichen Berührungen und Blicke lebendig.  Ganz anders war es damals zu Zeiten des glutvollen,  daseinsfreudigen "Brüllenden Lebens" mit Pflanzen und Bäumen, Natur... damals, als ich anfing, mehr und mehr mit mir selbst in Kontakt zu kommen. 

"Lebendigen Kontakt zu den Dingen" kenne ich wie gesagt nur aus der daseinsbeschwingten  Phase,  als mir alles in der Natur wirklich lebendig wurde und sich mir entgegen zu neigen schien. Als mein Körper erwachte und die ganze Natur mit ihm. Das war umwerfend erotisch, aber nicht direkt sexuell.  Polymorph pervers trifft es eher. 
Wahr ist, jenseits von Ego ist die "Sexualität" bzw. Erotik REIN selbstbezüglich, sie bedarf keines Anderen. (In meinem Erleben gibt es spirituell korrekt ausgedrückt, überhaupt keine Sexualität mehr. In Ermangelung passender Begriffe benutze ich den Begriff aber weiter und setze das Wort in Anführungszeichen.) Wo keine Begierde sich mehr nach aussen richtet, ist "Sexualität" rein selbstbezüglich.  "Der Andere" ist nur eine bedeutungsentleerte Vorstellung wie es auch der Begriff der Sexualität ist.
Alles hängt vom Denken ab. Jedes Bedürfnis, nicht nur Sex. Alles Materielle ist nur Symbol. Der sexuelle Akt ist ein Symbol für die geistige Vereinigung von Yin und Yang.  Ego ist per se Begehren und Anhaften am Begehrten. Auch die Identifizierung  mit den Gedanken und Gefühlen, ist ein Ausdruck der Begierde. Identifizierung ist Habenwollen statt Sein. Ausgreifen& Anhaften.
Nicht nur Sexualität, das ganze konditionierte Ich gründet letztgültig auf Denken ÜBER ...(dies und jenes.)

Die Fokussierung auf das personale=konkrete sinnliche Da-Sein ist  spirituelle Übung für Anfänger, letztgültig  aber gehört es in die Kategorie bedeutungsentleerter "Nichtiger Flachwix". Bedeutungsleer, weil hier die Identifizierung mit den äusseren Dingen der Welt aufgelöst ist. Wo soll es da einen "lebendigen Kontakt" geben, wenn die Welt und die Dinge für mich "gestorben" sind.  Dinge werden nur lebendig, wenn man mit ihnen identifiziert ist, d.h. wenn man nach den Dingen der Welt begehrt.... nach KONTAKT! Hah, solche Leute sind aber weder Gurus noch Antigurus, sondern singen das gemeine Lied von der Liebe zu diesem und jenem - im Gegensatz zum Hohen Lied der REINEN SELBSTbezüglichen Liebe. (Das biblische Hohe Lied kann man übrigens in zweifacher Weise deuten, je nach Bewusstheitsgrad sieht man darin entweder die personale Liebe zwischen den Menschen oder die Liebe zu Gott als dem wahren Bräutigam des Herzens besungen. Beide Arten des Liebens sind noch objektbezogen, erst in der Einheitserfahrung verschwindet Gott und die GottesLiebe wird in reine=unverzerrte SELBSTbezüglichkeit transzendiert, was heisst, die Liebe findet allein in der GEISTerkenntnis ihren "ausdruckslosen Ausdruck". )


Der Sexualtrieb ist biologisch gesehen ein natürlicher menschlicher Trieb,  transpersonal-involutiv betrachtet eine gedankliche Konstruktion. Es ist ja doch das Ego und alles, was es als wahr annimmt, eine angelernte (konditionierte)  Konstruktion! Auch  Evolution ist kein konkretes Ereignis, das man JETZT wahrnehmen könnte,  sondern existiert JETZT (gerade)nur in meinem Kopf.  Wir reden ÜBER die Evolution aufgrund unseres tradierten und gesammelten Wissens ÜBER die Vergangenheit. Wenn du, das Ich,  nichts über die Geschichte der Menschheit gelernt hättest, hättest du kein Bild und kein Wissen darüber.
Auch der Sexualtrieb, solange er sich nicht konkret gerade Jetzt bemerkbar macht, existiert nur im Denken. Wenn wir darüber sprechen, sprechen wir aus erinnerter Vergangenheit, die aus letztgültiger Perspektive nie stattgefunden hat...............................- - - - - - - - arrrrrgh.....I give up .... Oh selige Ohnmacht... 😤

Den  UG Krishnamurti-Text fand ich hier:  http://spectrum-sein.de/showthread.php?tid=82&pid=15727


Nachtrag: Puh.... das war eine schwere Geburt: zuerst wurde ich ganz irre am Text von UGK und am Ende an meinem eigenen Text, den ich einige Male durchlas und übearbeitete und mit neuen ASsoziationen einige Male bis ins Uferlose anreicherte, bis ich beim erneuten Nachlesen selber nichts mehr verstand. Also strich ich die wildesten für mich selbst nicht mehr nachvollziehbaren Assoziationen zusammen, nachdem ich versehentlich die Veröffentlichungstaste gedrückt hatte und das KONZEPT erschien.

Fazit: Die Antwort UGK's auf die gestellte Frage macht für mich keinen Sinn, nicht, weil es sich um sog. göttliche Paradoxien handelte, sondern um schlichten gemeinen Widersinn. Man weiss nicht, ob er die Fokussierung auf die sinnlich konkrete Gegenwart nur auf die Sexualität bezieht oder ob es seine grundsätzliche  Haltung gegenüber den "Dingen" ist, die er dem Text nach für den Letztgültigen Modus der Bewusstheit hält.  Letztgültiges Gewahrsein ist sich der Absoluten Gegenwart bewusst, das heisst, es  umfasst sowohl das relative konkrete Jetzt mit dem damit zusammenhängenden  Modus des linear-diskursiven Denkens  als auch die abstrakte GEIST-Erkenntnis.  Von letzterer läßt UGK aber nichts verlautbaren und auch textlich nichts erkennen. 
Eine sexuelle Erfahrung "aus erster Hand" ergibt für mich ebenfalls keinen Sinn, aus meiner transpersonalen Sicht/Erkenntnis  sind ALLE Erfahrungen aus zweiter Hand, wie ALLE Kenntnis und Wissen über das Ich bzw. über das, was sich glaube zu sein,  aus zweiter Hand sind.
Es ist also gar nicht  möglich, Erfahrungen aus erster Hand zu  machen - aus "Erster Hand" gibt es nur Erkenntnis.
Es stimmt auch  nicht, dass man, solange man an Gott denke, sexuelle Gedanken habe. Das Gegenteil ist der Fall. Das Denken an Gott sublimiert die sexuelle Triebhaftigkeit. Nur eine falsch verstandene Askese führt zur VERDRÄNGUNG der Sexualität, welche sich v. a. in den nächtlichen Träumen Bahn bricht.

UGKs  Fragen wie z.B.::

Warum spinnen Sie so viele Tabus und Ideen drum herum? Warum zerstören Sie die Freude am Sex?
sind einfach nur intellektuell unsaubere Rhetorik! Es klingt ganz so, als tragen auf diese Weise Angesprochenen ganz persönlich Schuld an den Tsbus, den Ideen und der herrschenden sexuellen Freudlosigkeit. Die Antwort lautet schlicht und ergreifend: Weil wir Menschen durch Religion und Gesellschaft so konditioniert sind! Erfüllte Sexualität gibt es nur dort, wo man das eigene Ich vergessen kann und Yin und Yang bzw. Mann und Frau  sich letztgültig miteinander auf einer höheren Ebene vereint erkennen und man weder Mann noch Frau ist, sondern 
ONE MIND.

Montag, 6. August 2018

Hail Eris, Hail Molestia, Hail der ganzen Schwesternschar!

Frisch aus der Feder: Wilde Assoziationen....

.
Seit April regnet es kaum. Anhaltende Hitze und Dürre geben der Theorie vom "Menschengemachten Klimawandel" neue Nahrung. Ich selbst weiss nicht, ob der Klimawandel menschengemacht oder normal ist. Nemand scheint es wirklich zu wissen. Ist letztlich auch scheissendrreckmirregall, denn:  Für jeden Beweis gibt es einen Gegenbeweis. Nichts ist mehr wahr, nichts ist mehr wie es scheint. Die Schar der MG-Klimawandel-Gläubigen ist nichtsdestotrotz sehr groß  und nimmt viel Einfluss auf die Menschen, er ist v.a. eine  mächtige Einnahmequelle für unsichere Ausgaben, die im Nirgendwo versickern. In den USA ist es sogar gesetzlich verboten, an das Dogma vom MG-Klimawandel NICHT zu glauben! Sein Stellenwert ist mittlerweile so groß wie der Holocaust. Wer ihn leugnet ist ein Dissident. Demnächst bestimmt auch im Deutschen Kino - auch hier wächst das Denunzinantentum im selben Maße wie das Dissidententum.

Über den Atlantik schwappt  das neue globale Feindbild und gewinnt immer mehr an Kontur: der Weisse Mann als der Schuldige aller Menschheitskatastrophen, man sagt es zwar noch nicht laut,  im Moment ist man mit dem Rassismus des weissen DEUTSCHEN Mannes vollauf beschäftigt - aber ich sage voraus, dass der Neo-Feminismus nicht lange mehr lange damit warten  wird, demnächst auch den globalen  Klimawandel ganz offen als MÄNNERgemacht anzuklagen! Die Menschheitsgeschichte gibt so unendlich viel Stoff, um die Männer anzuklagen, dass der Neofeminismus für unendliche Zeiten ausgesorgt hätte, wenn man ihn nicht rechtzeitig zur Vernunft bringt.

Neben Kriegen, Migration und DJihad soll nun  also  auch der Klimawandel als offiziellen Fluchtgrund herhalten und gibt damit prächtigen Anlass zu erneuten Schuldzuweisungen an den Weissen Mann. Nebenbei legitimiert dieser offizielle Flüchtlingsstatus jede illegale Einwanderung. Die aktuelle klerikale Politik richtet sich  grundgesetzwidrig nach dem linksgrünen "Gutmensch"- Motto: Kein Mensch ist illegal - eine spirituelle Aussage, die auf der personal-dualen Bewusstseinsebene nichts zu suchen hat (abgesehen davon, dass sie nicht zu realisieren ist, wenn es sich bei einer zugewanderten Ethnie um eine archaisch-tribalistisch konditionierte Clan- und Stammesmentalität handelt, die mit dem fortgeschrittenen Bewussstsein der Einborenen nicht kompatibel ist.


Was dabei langsam ausgehebelt wird  - werden soll? - ist die Verfassung. Das Grundgesetz, die Verfassung eines Landes steht aber über den Interessen jeglicher  Religion.  Die Ethik des Abendlandes fusst auf den 10 Geboten.  Das Jesuswort, dem Kaiser zu  geben, was des Kaisers ist, bedeutet, den Gesetzen des Landes zu gehorchen, solange sie nicht explizit den 10 Geboten widersprechen. Wer dem inneren eingeschriebenen Gesetz der Wahren Natur gehorcht, dem Wahren (Christus-)SELBST, sucht den Frieden nicht in der Welt (zu stiften), sondern in sich selbst.  Er weiss: Einen "Welt"-Frieden gibt es nur, wenn das eigene Ich befriedet ist.

Dem Ein-und Mitmischen der Kirche/Christen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft wird von  Jesus ganz klar widersprochen in dem Gleichnis vom Vater, der zur Hochzeit seines Sohnes lädt und die Geladenen keine Zeit haben, weil sie dringenden weltlichen Geschäften nachgehen mussten; sie alle hörten nicht auf ihr Herz, sondern gehorchten  den gesellschaftlichen Regeln und Eigeninteressen - so auch der Mann, der schnell noch seinen toten Vater begraben musste.Später, später, später...

Aber auch jeder Weltrettungsversuch fällt in diese "Später, zu spät- Kategorie". Der Weltretter ist zwar gut, lieb und romantisch, aber er ist tot. Derweil er nämich der Einladung der obersten Instanz nicht auf dem Fuße  Folge leistet,  gehört zu den "Toten", da er denkt, er hätte etwas Besseres und Dringlicheres zu tun, als "umzukehren in seines Vaters Haus"; die Toten sind jene Schein-Lebenden, die sich dem Wahren LEBEN verweigern. Jesus: Laßt die Toten ihre Toten begraben,  was heisst, kümmert euch nicht um die Belange von Ich und Welt. Jesus: "Die Zeit ist nah"!
Yepp, Die Zeit ist immer JETZT. Niemals später... Wer seine Lampe der Achtsamkeit nicht angezündet hat, der wird die Hochzeit verpassen - die Heilige Hochzeit von Himmel und Erde, die im erwachten und erleuchteten Bewusstsein eines jeden Menschen stattfinden soll, um letztgültig befreit zu werden von der Identifizierung mit den Regeln und Gesetzen der Welt UND den Gesetzen eines "Gottes".

Menschen wie Dietrich Bonhöffer oder Mahatma Gandhi waren politische Widerstandskämpfer, sie waren fromme Heilige, aber keine letztgültig Befreiten. Kein spiritueller Adept sollte sich an ihnen ein Beispiel nehmen und das Bewusstsein der Heiligkeit als der Weisheit letzter Schluss betrachten. . Heilige gehören noch auf die vergängliche Da-Seins-Ebene.  Was sie fühlen, ist ein ozeanisches GEFÜHL seelischer Verbundenheit mit der Welt als Natur und allen Wesen darin. Moksha, die letztgültige Befreiung geht darüber hinaus und erfährt die GEISTIGE Einheit allen SEINs.  Das BEWUSSTSEIN  wird sich seiner selbst BEWUSST.
Die seelische Verbundenheit  sagt: "Du bist Ich und ich bin du" auf der psychophysischen BW-Ebene.  (Ich bin Mensch, du bist Mensch)Wo aber noch ein Ich und ein Du ist, kann keine Einheit sein. Die Ich-Du-Verschmelzungen sind Verschmelzungen der Seele, der GEIST aber ist BEWUSSTE absolute SUBJEKTbezogenheit auf dem höchsten BW-Level. Auch die Seele/Psyche wird in den GEIST transformiert bzw. transzendiert. Der GEIST "sagt": Ich bin weder Ich noch Du - ICH BIN, der ich BIN.
(Für mich ist die Seele übrigens ein Synonym für die Psyche. Manche  Leute glauben ja, dass das Wahre SELBST, der christliche "Sohn" die Seele sei. Nein, die Seele bzw. die Psyche kann krank werden, der "Sohn" aber ist unsterblich - in der Einheit des Vaters, Sohnes und Hl. Geistes, Amen. (So sei es)   Anders gesagt:  in der geistigen Erkenntnis des Einsseins mit dem  Absoluten SUBJEKT, das ICH BIN.  Ita est (So ist es)

Multi-ethnische Gesellschaft - JA! Aber nur unter der Bedingung einer kontrollierten Einwanderung und solange sich Multiethnien  zurückhalten, via Religion und im Namen einer falsch verstandenen Religionsfreiheit  politische Macht und Einfluss anzustreben.

Auch die Vorherrschaft der Frauen, die Hoffnung auf ein  "Matriarchat", ein welches im Mäntelchen der linken Ideologie angestrebt wird, muss gebremst und zurück zu den Wurzeln geführt werden.
Die Kanzlerin Merkel ist ein gutes Beispiel für den Macht-Feminismus, der sich aus einem falschen Verständnis für Emanzipation speist. Solche "Emanzen" sind Dienerinnen einer linken männlich dominierten Ideologie. Die Stärke dieser Frauen kommt aus der puren Masse, die weiblichen Individuen sind nichts und können sich nur im schwesterlichen  "Wir"-Kollektiv  verwirklichen.
Auch ein Matriarchat als ein FRAUENgeMACHTes System wird letztendlich - nicht anders als das Patriarchat -  die Macht mißbrauchen und totalitär versumpfen.
Ontogenese ist Phylogenese: Wer die Entwicklung des Menschen betrachtet, weiss aber, dass es kein Matriarchat mehr geben KANN, denn die Symbiose mit der Mutter war das erste "System", in welchem das Kind die Ungetrenntheit in der mütterlichen Symbiose erlebte. der Vater als Träger des Patriarchats steht für die Trennung, der Loslösung aus der symbiotischen Umarmung, die zur dysfunktional- regressiven Umklammerung wird, wenn nicht der väterliche bzw. männliche (erste) Individuatonsaspekt  zum Durchbruch kommt.

Analog zur Ontogenese wird das matriarchalische System  auch auf der Ebene der Phylogenese, der historischen Menschheitsentwicklung vom patriarchalischen System abgelöst. Der Mensch musste lernen, sich aus der Symbiose mit der Großen Mutter zu lösen, weil die Symbiose dysfunktional unklammernd wurde. Die Ratio wollte geboren werden. Dasselbe geschah mit dem Patriarchat, es funktioniert nicht mehr und die Ratio - die einseitige Verstandesorientierung -  zerstört sich selbst und Lebensgrundlagen. Das Patriarchat schüttete das Kind mit dem Bade aus und verbannte zugunsten der Ratio die Gefühle in den "Schatten".
Was jetzt ansteht, ist kein neues Matriarchat -  das ist kindisch bzw. regressiv - sondern eine Synthese von Männlichkeit und Weiblichkeit  in jedem einzelnen Menschen. Balance. Hierosgamos. Ob das Aussen dann auch im kollektiven Sinn das individuelle Innere spiegelt, sei dahingestellt, es hat nicht zu bekümmern, "da draussen" ist niemand. 

Statt sich also feindlich gegen die Männer zu stellen, sollten die wirklich emanzipierten Frauen den Männer helfen bei der Bewusstseinsarbeit. Die Männer bedürfen der Mütterlichkeit einer ganzheitlichen weiblichen Persönlichkeit. Frauen haben die Männer zur Welt gebracht und sie müssen es ein zweites Mal tun. Ihre Verweigerungshaltung ist verständlich, aber kontraproduktiv. .  

Die Früchte des Neo-Feminismus sind faul. LBGTQ-Aufsplitterungen vereinen nicht,  sondern spalten.  Der Neo-Feminismus ist eine Entartung des ursprünglichen Feminismus, der sich nie feindlich gegen die Männer selbst, sondern nur gegen die männlich-patriarchalischen Strukturen gestellt hat, die sie nicht im aussen bekämpft, sondern in sich selbst vorfanden.  Der Neo-Feminismus outsourced und  personalisiert die Struktur, er macht pauschal die heute lebenden Männer für eine uralte "strukturelle Gewalt" verantwortlich, statt aufzuklären. Schwesternschaft in allen Ehren, aber wenn die Schwesterlichkeit nur innerhalb der eigenen weiblichen gleichgesinnten  "Familie" gepflegt wird und die Brüder resp. alle Andersdenkenden bekämpft werden, dann haben wir Krieg.

Wenn Emanzipation nicht zur Ganzheit führt, dann bleibt sie in der Identifizierung mit einem menschengemachten System stecken. Mary Daly - so sehr mir ihre Bücher bei meiner BW-Entwicklung halfen, verkündet letztlich auch nur eine totalitäre Schwesterschafts-Ideologie, die Aussöhnung mit ihren männlichen (oder weiblichen?) Anteilen stand wohl noch aus. Allerdings kenne ich ihr letztes Buch "Quintessenz" nicht, es wäre für mich wirklich interessant zu erfahren, ob sie ihr Leben im integralen Sinne versöhnlich oder unversöhnlich beendete.
Es ist an der Zeit, dass  Männer  ihrer Angst vor starken Frauen endlich ins Gesicht sehen und die "starken" Frauen sollten ihre Mütterlichkeit nicht verdrängen bzw. mit Pseudostärke (Härte) übertünchen.

Apropos Schwesternschaft. Ich habe eine neue FB-Freundin, eine feministische Sexarbeiterin, eine ganz Hübsche, deren FB-Spuren ich mit Vergnügen verfolge. Nicht dass ich ihr inhaltlich in allem zustimmen würde, aber mir gefällt der Verve und die  Überzeugung, mit der sie sich zeigt und ihre Thesen bzw. ihre Aufklärungsarbeit vertritt. Ich seh's mal so: Josefa Nereus adelt den Beruf der Sexarbeiterin hin zu einer quaifizierten Sozialpädagogin.  Sie holt die Prostitution aus dem dumpfen sündigen Schmuddelsumpf und macht sie quasi gesellschaftsfähig. Darin sehe ich sie als Vorreiterin einer befreiten Sexualität auch auf dem bislang unbestellten Feld der Prostitution.

Die Sexarbeiterin als staatlich geprüfte pädagogisch und psychologisch geschulte und gecoachte Sozialarbeiterin -ja, why not, das fände ich eine echte Errungenschaft im Dienste am unmittelbar Nächsten. Da fände das Gute Ich wenigstens ein Betätigungsfeld, auf dem mal nicht dem Fernsten gedient wird. "Arme Ichs" haben auf dem sexuellen Dienstleistungssektor nichts zu suchen, sondern werden der Therapie zugeführt.  Freier werden nicht mehr diskriminiert, sondern erfahren eine völlig neue Wertschätzung. (Wer bereit ist,  Terroristen mit Liebe zu begegnen (KGE), sollte bei den Männern anfangen.

Die Prostitution sollte  sich aus den äusseren patr. Strukturen lösen und zu einer reinen Frauensache werden.  Make love, not war, Schwester! Yepp - und zur Supervision der Schwesternschaft der Unheiligen Barmherzigkeit empfehle ich die bewährten Balint-Gruppen. So weit meine Utopie....

Auf Josefa wurde ich durch ein Interview in der "Zeit" (?) aufmerksam und legte sie mir stante pede auf Facebook an die Brust. Im Gegensatz zu vielen anderen Frauen, die sich aus der Prostitution befreien konnte, sieht sie sich nicht als Opfer.
Ah, was lustig war: Als ich ein Video von ihr teilte, schrieb sie  von der Einladung einer Münchner Burschenschaft,  was ich ziemlich komisch fand und erst nach Tagen verstand, als ich dann doch einmal weiterforschte und den betreffenden Link anklickte:
https://www.facebook.com/BurschenschaftMolestia/?fref=mentions  LOL!
"MOLESTIA"! - dass ich nicht gleich drauf kam ...
Netter Joke, ach Ihr Mäd' -

Ach,  Ihr Schwestern!😈