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Donnerstag, 23. August 2018

Gewissenlose Freiheit ist nichtwissendes So-Sein

News von Unterwegs:
Mein  Kommentar zu einem dahergelaufenen Forenbeitrag:


Zu Anfang fällt mir ein vielversprechender Satz ins Auge:
"Magie/Mystik ist für mich eine symbiotische Arbeit mit dem Hier und Jetzt.
Eine Passiv-Aktiv-Auslotung und Kooperation (=Aktiv) mit dem JETZT (=Passiv)."
Offenbar das Motto...? Hm...das klingt theoretisch ja ganz gut, in der Praxis aber nach Schwerstarbeit. Hm... also ich habe Magie und Mystik noch nie unter einen Hut gekriegt.  Da steht das geistige!Erkennen ganz klar über dem Machen/Magie. Wo mystische  Erkenntnis ist, muss nichts gemacht werden.  (Wobei ich den Mystiker nicht als spirituellen Sucher, sondern letztgültigen Finder/Befreiten definiere, der recht eigentlich Mystik UND Magie transzendiert hat.) Anders sieht es aus bei verstandesmäßigen "Erkenntnissen", Ideen, die auf Vorstellung basieren, die  das Ego dann Schritt für Schritt MACHEN kann. Vorstellung, Imagination ist das Haupt-Handwerkszeug der Magier....  Magie ist nichts anderes als Realisierung der Imaginationen und ist den meisten Menschen völlig unbewusst, dass sie auf diese Weise die Macher und Konstrukteure dessen sind, was sie für Realität halten.
Die Magie hat aber keinen Bezug zum Ewigen JETZT, sondern nur zum profanen Hier und Jetzt der Person.
Ziemlich viele Unklarheiten in dem darauf folgenden Text, weswegen ich auch keinen rechten Bezug zu der Überschrift herstellen kann und ich einfach drauflos schreibe, was mir spontan in den Sinn kommt. .


Auszug:

("...)Die Kunst liegt also darin zunächst wahrzunehmen was gerade ansteht,.....z.B. welche Erkenntnis, welches Gefühl, welches Singnal sich offenbart, und anschließend welcher Schritt zu tun ist, und alles Nötige dafür zu tun.
Loslassen, konkret tätig werden, Gefühlen Beachtung schenken, in die Stille gehen, aktiv werden etc. … was auch immer, je nachdem. In dem Moment haben wir die ganze Unterstützung des Universums. Der Körper-Geist-Organismus weiß am besten was es braucht.

Legen wir uns etwas auf das momentan nicht ansteht, dann richten wir unseren Willen gegen diesen natürlichen Fluss, handeln nicht entsprechend, und blockieren so den natürlichen (Ver-)Lauf. Er (Der Fluss) weiß jedoch am Besten was in jedem Moment für unsere Entwicklung richtig ist. Den direkten Weg zu Ganzwerdung.
Vermutlich sind die Möglichkeiten in einem solchen Moment nicht auf eine einzige detailgenaue Antwort = Handlung oder Nicht-Handlung usw. beschränkt, aber so pi mal Daumen müsste es passen. :)

Das erklärt, weshalb z.B. die Raucherentwöhnung nicht gelingt, wenn jemand sich allein aufgrund äußerer Gegebenheiten wie Neujahr, oder durch Aufforderung Anderer bspw. vornimmt für das kommende Jahr rauchfrei zu werden. Es war einfach (noch) nicht der passende Zeitpunkt und etwas anderes stand an. Etwas das nicht wahrgenommen werden konnte, weil man die Aufmerksamkeit nicht bei sich (dem Fluss) hatte.
Dieses Bsp. ist auf alles andere übertragbar das momentan nicht ansteht, und nach gut Dünken gewählt wird, statt die Sensoren für das was ansteht zu sensibilisieren.

Das Leben ist gezwungen jede Überzeugung die nicht diesem natürlichen Fluss entspringt, welche nicht dem absolutem Einklang mit unserem Herzen entspringt, früher oder später zu enttäuschen. Ich vermute je unsensibler/unbewusster wir sind, desto länger braucht es bis wir das erkennen. Krankheiten oder Schicksalsschläge dienen manchmal dazu uns das Leben gegen den Fluss bewusst zu machen.
Darum heißt es „suchet erst das Reich Gottes“ = Den natürlichen Fluss (deine wahre Natur) dann ist für alles gesorgt.
Und das alles kann immer nur im JETZT geschehen!"

Mein Kommentar: 

Ja, dem letzten Satz kann ich nur zustimmen! Mit dem ersten Absatz komme ich so gar nicht klar,  ich kann mich einfach nicht erinnern,  früher je in solch mystisch-magischer "symbiotischer"Weise vorgegangen zu sein. Es geht hierbei doch um nichts anderres als Schattenarbeit gehen! Denn auf anderen Wegen kommt man nicht in  "Fluss".

Sicher  ist nicht alles falsch, was in dem obigen Forenbeitrag geschrieben wird.  Wie stets fallen mir jedoch nur die Ungereimtheiten in den Fokus und wie immer muss mein penetranter Wahrheitstrieb ad hoc und ohne Zögern diesen Punkten auf den tiefsten Grund gehen. (Tatsächlich mag es für den aussenstehenden Leser  erbsenzählerisch wirken, aber diese "Erbsen"  haben keinerlei objektive Relevanz, sondern nur für mich eine Bedeutung, sowie auch die WAHRHEIT, die ich letztlich bei diesem Intensiv-Gründeln finde, nur für mich eine Bedeutung hat. Nicht anders soll es sein in der Anbindung an das  Absolute (=transpersoanle) SUBJEKT, das ICH BIN.  

- Hm...Was ist mit diesem Energiefluss eigentlich gemeint, von dem hier die Rede ist? Die Vitalkraft der Großen Mutter? Der VaterGEIST?  Für mich ist Energie nur ein weiteres  Gedankenkonstrukt, das für manchen unfrommen Sucher den toten Gott ersetzen soll. Damit macht man sich zwar in der gottlosen Erleuchtungsszene einer (christlichen) Religiösität unverdächtig, der Unbewusste Gott wird sich aber irgendwann dafür rächen - Jahaaaa! 
Der Fluss des Tao ist KEINE Energie, er ist weder dies noch jenes, es ist Stillstand UND Bewegung zugleich, anders gesagt: es ist weder Stillstand noch Bewegung. LOL.Tilt und Tschüss!

- Die einzige "Kunst", die es zu erlernen gibt, läßt sich für mich mal wieder nur in einem einzigen Wort zusammenfassen:  ACHTSAMKEIT, die zunächst auf das persönliche "Flachland"- Hier&Jetzt zu fokussieren ist, um letztlich in die "Höhe" des vertikalen Ewigen JETZT  zu münden. (Wobei es hier recht eigentlich weder Höhe noch Tiefe, noch Breite noch Länge gibt). Wer Achtsamkeit übt, der braucht sich über so was wie "anstehende Schritte" keine Gedanken zu machen. Die Achtsamkeit selbst ist der Führer, dem es sich zu überlassen, HINZUGEBEN gilt..

- Wenn man im Fluss des Tao fliesst, gibt es keinen "richtigen Zeitpunkt". Die Raucherentwöhnung mißlingt deshalb, weil man nicht fest genug gegründet in der Gegenwart bleiben kann und man den Kraftpunkt in die Zukunft projeziert.  Der Kraftpunkt liegt jedoch immer nur in der Gegenwart. Der richtige Zeitpunkt ist immer JETZT.

- Es gibt auch keine irgendwie gearteten Überzeugungen, die dem Tao "entspringen". Jegliche Überzeugung ist Glaubenssatz, entspringt dem Verstand und ist damit ein Stein im Fluss des Seins. Im Fluss gibt es nur geistige Erkenntnis, die jedoch dort, wo man  (noch) nicht fest in der Gegenwart bzw. der WAHRHEIT des Gewahrsein steht, ad hoc vom Verstand vereinnahmt und zu einem Konzept verwurstet wird, was er fortan gerne als absolute Wahrheit zu missionieren pflegt. Deutlich erkennbar ist das z.B. bei Leuten, die ihre Erkenntnisse - ganz gleich, ob diese nun aus erster oder zweiter Hand stammen  -  in Büchern oder  im Internet konserviert haben und bei Fragen niemals spontan antworten, sondern immerzu auf ihren vergammelten Alten Käse hinweisen bzw. verlinken.  Der Mind, der derartig an seinen vergangenen Erkenntnissen/Worten haftet, der kann auch nicht zulassen, dass etwas  Neues geboren wird.  Wer im Fluss mit dem Tao ist, ist im Bewusstsein des Nichtwissens; der repetiert nicht aus den stinkenden stehenden Gewässern angelernten und abgespeicherten Wissens, sondern  antwortet auf Fragen spontan und alles, was er sagt, sprudelt ihm neu, frisch und klar aus der Quelle aller Erkenntnis.  In der Einheit  eines performativen Lehren-Lernens ist alles, was er antwortet, ein  Lehren und ein gleichzeitiges Lernen.  Und darin wird er niemals müde und wenn er hundert mal die selben Fragen beantwortet, die Antwort kommt ihm immer frisch aus der Quelle und niemals aus dem Gedächtnis.  Auch wenn hundert Mal die Antwort für "Andere" dieselben scheinen, sind es doch niemals die selben. Das ist ein Mysterium, an dem sich der Verstand vergeblich die Zähne ausbeisst.

- Der ganze Text spiegelt solcherart Überzeugungen wider.  Die absolute WAHRHEIT sagt  nicht eitel  "Wir", sondern ICH (BIN) und wo sie das nicht explizit sagt, ist es implizit in der "Verkündigung" enthalten. Das "Wir" und "die Anderen"  entspringen aus absoluter Sicht nur einer Schlussfolgerung/Konstruktion des Verstandes: denn nur wo es m(ICH) gibt, gibt es auch Andere.

- Im Flow (des Tao) gibt es nichts, was "anstehen" könnte, weil hier jede (Persönlichkeits-) Entwicklung aufgehört hat. Da steht nichts an und da gibt es nichts (mehr) zu tun. Keine Schritte, kein Programm...  Das "Anstehen" ist psychologischer Jargon und der hat im Tao-Flow nichts zu suchen. Wo was (an-)steht, kann nämlich nichts fliessen.  (Auch ein  kongruentes Ich macht in seinem fliessenden Bei-sich-Sein keine bewussten Schritte, es ist u.a. im Kontakt mit seiner Intuition, sein Handeln ist  nicht bewusst, sondern vorbewusst-intuitiv.)
Im Fluss mit dem Tao  hat jedes psychologische "Wachsen" aufgehört. Überhaupt ist das Bestreben,  zu "wachsen" genau so eine Karotte wie das eselhafte Streben nach Erleuchtung. Es ist schon auffällig, dass immer diejenigen sich so eines "wachsenden" Psychojargons befleissigen, die  harmoniesüchtig jeder Herausforderung und jedem  Konflikt aus dem Wege gehen und vorlieblich einem "bösen Umfeld" die Schuld an ihren diversen Befindlichkeiten geben.

Im Gegensatz zum personalen (kongruenten) Flow sind die intuitiven Sensoren im  transpersonalen Flow für "das, was ansteht", quasi ausgefallen, weil alles Handeln spontan geschieht so gänzlich "unsensibel" und  "unbewusst" im Sinne von Nichtwissen. Ich weiss nicht, was ich tue.
Das Tao - das  Fliessen mit dem ewigen JETZT - ist weder aktiv noch passiv. Tao ist Nichthandeln. Da werden auch keine Schritte "offenbart", die man dann gehen muss, sondern einfach nur getan. Auch das Loslassen kann man nicht machen, es geschieht einfach dann, wenn sich der Geist-Körper-Psyche-Organismus ins Hier und Jetzt hinein ENTSPANNT, statt an dem zu kleben, was er gedanklich nicht loslassen kann! Das hat mit Magie nichts zu tun.
 Im Flow des Tao gibt es auch keine Erkenntnis, nach der man handeln müßte könnte sollte dürfte... Das Tao drückt sich nämlich nicht im konkreten, sinnlich sichtbaren Handeln des Befreiten, sondern in seinen "Losigkeiten" und seinem  Nicht-Handeln aus - das heisst: GAR NICHT! Das sollten sich die,  die glauben,  einen Meister an seinem Handeln erkennen zu können, endlich mal klarmachen! Diese Sorte von "Spiridioten" bringt es fertig, von Nicht-Urteilen, Nicht-Bewerten zu faseln und ganz dezidiert von anderen  zu erwarten und gleichzeitig massen sie sich an, einen Meister/Befreiten nach egoischen Maßstaben zu beurteilen! Phigittpfuiii!


Fazit: Hier werden einmal mehr die personalen resp. transpersonalen Ebenen vermischt und das kongruente Fliessen mit den egoischen Gefühlen, Gedanken  und Empfindungen mit dem Fliessen des Tao (Willen Gottes)  gleichgesetzt und die  "natürliche Natur" mit der sog. WAHREN Natur. Im Flow der  WAHREN Natur ist die "wilde Natur"* des befreiten Zentaur-Körper- Ichs transformiert, transzendiert, integriert.  Da gibts auch keine ichhafte Kongruenz mehr. Das kongruente Fliessen ist eine entwicklungsbedingte  Voraussetzung, aber nicht das letztgültige Ziel. Manche werden vielleicht sagen, das Tao äussere sich eben auch im kongruenten Fliessen. Und schliesslich  gebe es ein weibliches und ein männliches Tao. Das kann ich so nicht sehen. Der Wille der Muttergöttin ist nicht der Wille Gottvaters.  Individuation III (unter der Führung des Wahren SELBST) bedeutet nicht, dass ich mich letztlich als Wahre Frau oder Wahren Mann definiere, sondern als Wahrer MENSCH, der in und aus sich SELBST das Männliche und Weibliche vereint hat und sich daher der Einheit mit dem Großen Geist BEWUSST ist....jenseits der Polaritäten, jenseits von Frau/Mann, Mutter/Vater, jenseits sogar von androgyn!

- Wo die BW-Evolution ACHTSAM, moderat und relativ widerstandslos-ungestört verläuft, da hat das natürliche bzw. das  "Wilde Ich"  übrigens keine lange Lebensdauer, derweil  auch dies nur als ein VORÜBERGEHENDES erkannt wird. Wer in Achtsamkeit ungeübt ist, der identifiziert sich damit und errichtet damit das Hindernis für jede weitere geistige Entwicklung.
Der Verstand macht immer wieder den selben Fehler, derweil  er oft glaubt,  Integration  bedeute, dass das gewöhnliche ungeheilte Ich integriert werde (bzw. "umarmt", wie es K. Wilber gerne nennt. Transzendenz - das Eingehen des  Ichs in die Einheit geschieht aber nur durch Transformation  (3. Individuation) des ungeheilten Ichs. Heilung ist Umarmung ist Integration.
Transformation=Heilung der Seele (Sohn), Transzendenz= ganzheitliches HEIL durch die Erkenntnis  bzw. die bewusste Anbindung des "Sohnes" (Archetyp: Wahres SELBST) an den GEIST -  das unendliche und ewige Bewusstsein.

* Die wilde Natur ist die  "sündige" Natur, Annahme bedeutet hier die Hinterfragung der herrschenden Gut&Böse-Moral und in diesem Kontext ganz  bewusst zu "sündigen" - für  das schwarzchristlich geprägte Bewusstsein ein wahrhaft todesmutiger Akt! Es geht darum, gegen das  schlechte (konditionierte) Gewissen anzukämpfen und in diesem Kampf gegen das Über-Ich/Zensor am Ende ein moralbefreites Sein jenseits  kultureller Prägungen, jenseits von Humanismus in der Anbindung an Gott/WAhre Natur zu finden. Entgegen mancher Meinung gibt es hier keine Ur-Ethik oder Ur-Moral. In diesem Sein stellt sich die Frage nach Gewissen, Moral und Ehtik einfach nicht mehr.Das gewissenlose Sein ist nichtwissendes Sein.



Zuletzt noch ein guter Rat: Spirituelle Sucher sollten besser ihre spirituellen Überzeugungen/Konzepte  nicht voreilig  im Namen eines  "Wir" missionieren, solange sie die Geister ("Ebenen") nicht spirituell korrekt unterscheiden können.  Sie disqualifizieren sich und ebenso die im "Wir" mitgedachte ganze Menschheit , die sie mit dem Einbezug recht eigentlich in nichts anderem als in der eigenen Unwissenheit versammeln.  Vor dem Wir kommt erst mal  Ich. Bevor man verallgemeinert, muss man differenzieren können.  Ich meine, es  sind dies oftmal jene,  die im Namen der ganzen Menschheit sprechen, diejenigen, die noch nicht einmal gelernt haben, gekonnt  "Ich" zu sagen bzw. in einer klaren authentischen Ich-Form die Verantwortung für ihre Gefühle, Gedanken, Handlungen zu übernehmen.  Das die ganze Menschheit einschliessende  "Wir" eines  Ichs, welches  immer noch in narzisstischem Gekränktsein  einer Bösen Umwelt die Schuld/Verantwortung für seine negativen Gefühle anlastet,  bekommt somit  ein ebenfalls ziemlich anrüchiges Geschmäckle.


 





Montag, 5. März 2018

Anleitung zum Selbsthass vs. Ketzer-Evangelium der SUBJEKTliebe

Aus gegebenem Anlass: Die Identifizierung des Egos mit Gott/SELBST
kommt häufig vor und wird sogar von  spirituellen Autoren propagiert. Wo dies der Fall ist, ist es nicht selten,  dass spirituelle Lehrer ihre "Schüler" mit dem Spruch Jesu verfolgen: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben... (...wer mir folgt, wird ewiges Leben haben") wenn die keine Lust mehr zeigen, ihm weiterhin zu folgen.
In der Regel sprechen so Menschen, deren spirituelles Ego hochgradig mit dem (Christus-) SELBST identifiziert sind und dementsprechend ihren Größenwahn für die Ultima Ratio halten.

Mit der Erkenntnis der Einheit Mensch-Gott - "Mein Ich ist Gott" - gibt es zwei Möglichkeiten umzugehen: Der konzeptualisierende Egomind erklärt sich für erleuchtet, vereinnahmt die Erfahrung/Erinnerung aber für sich und missioniert fortan seine Überzeugungen bzw. Glaubenssätze. Ein  vertieftes Gewahrsein hingegen löst die Verhaftung und versenkt die Erkenntnis im Orkus des Nichtwissens*. Gewahrsein verhindert die Ergreifung durch das Ego. Wo Perma-Gewahrsein ist, muss nichts mehr verhindert werden, da keiner mehr da ist, der ergreifen könnte.
Das Ego ist ein Simulant Gottes; wo das Ego sich an der Transpersonalen Erkenntnis vergreift, die ihm in einer kurzen Entrückung zuteil wurde, mutiert es zum gottähnlichen Superego, was fälschlicherweise für das wahre SELBST gehalten wird. Wo dies der Fall ist, kommt nichts neues nach an Erkenntnis. Man missioniert dann i.d.R. immer den selben Alten Käse/Erinnerung.

Merke: Wenn eine geistige Erleuchtung/Erkenntnis  das Ego nicht transformiert, dann war es entweder keine echte Geisterkenntnis und wenn es eine war, hat sich der Egomind mit dieser Erkenntnis identifiziert.

Letztgültige Befreiung erlangt nur, wer das "Wesen" der Identifizierung im Gewahrsein erkannt hat.   Auch wenn im KIW und  anderen Büchern anderes steht oder gewisse spirituelle Lehrer explizit die Identifizierung mit dem wahren SELBST predigen - wahr ist:  Identifizierung=Ego, per se! Immer. Es ist die Identifizierung mit Gott/SELBST , die  die Grundlage liefert für das Narzisstische Superego.  Darunter fallen Sektengründer, die sich ihren fragwürdigen spirituellen Status nicht nur bezahlen lassen, sondern sich zudem nicht scheuen, ihren "Ruf" (Status)  durch weltliches Gericht und Anwälte verteidigen zu lassen. Jede Sekte hält sich für den einzig wahren Weg, Wahrheit, Leben. Immer wenn der Leiter einer spirituellen Gruppe oder die Mitglieder selbst dir drohen: wenn du uns verläßt, dann gehst du in die Irre, ohne uns bist du nichts, du brauchst die Gemeinschaft, den Meister   und dergleichen, manchmal heisst es auch: Ich/Wir lieben dich, verlass mich/uns nicht... die einzigen Freunde, die dich verstehen... nur durch uns findest du Heilung. Das ist Usus in autoritären Gemeinschaften. Da ist der Guru mit Gott identifiziert und die Anhänger mit dem Guru, den sie vergöttern. Ein Guru und eine Gemeinschaft, wo Selbstannahme und Achtsamkeit ein Fremdwort ist, ...die dem Ego der Menschen "von oben" mit nondualen Knüppeln kommen, um es zu zerbrechen bzw.  "regredieren" zu lassen, ist eine schwarzautoritäre faschistoide Sekte.  (Wie bei allem sind diese Erkenntnisse auf dem fruchtbaren Mist eigener Erfahrung gewachsen - da soll nur einer sagen, dass Erfahrungen bedeutungslos sind. Wer so etwas behauptet, der ist nicht den "Weg des Tetralemmas" gegangen. (Hm....Ist da jemand, der mir sagen kann, ob der KIW, der ja die Bedeutungslosigkeit der Dinge und des Egos lehrt, eine kleine Nische hat, in dem das Ego mit seinen Erfahrungen einen Wert hat? Würde mich mal interessieren!)


Merke: Mein Ich ist Gott? Prima, vergiss es! Denn  zuletzt muss sogar "Gott um Gottes Willen gelassen" werden. Erst hier ist die gänzliche VerNICHTigung des Egos vollbracht. Triffst du Gott unterwegs - töte ihn, lass "IHN" los. Erst im  Gewahrsein dieser letzten und schwersten Gottkonzept-Anhaftung ist dein Bewusstsein von allen Konzepten, Konditionierungen und Identifizierungen gereinigt und es geht ein bzw. auf in der Einheit des  Absolutes SUBJEKTs, das ICH BIN.


"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben"...Wer diesen Ausspruch Jesu - der rein SUBJEKThaft und rein SELBSTbezüglich gemeint ist - auf diese Weise projeziert, objektiviert und von daher mißbraucht, instrumentalisiert das Christus-SELBST  um Abhängigkeitsverhältnisse zu schaffen.Man muss da sehr achtsam sein, denn wo ich mit Christus identifiziert bin, da mag  es sehr wohl ein mitunter "bitterliches Weinen" geben, aber Jesus hat nie wegen eines Verlustes geweint, nicht einmal, als er von Judas verraten wurde.   Jesus weinte aus Mitgefühl, er weinte  mit den Weinenden, freute sich mit den Fröhlichen, trauerte mit den Trauernden, trank mit den Alkis,  ....usw...  Kurz vor seiner Kreuzigung im Garten des Ölbergs, schwitzte er vor Angst Blut und Wasser... von den Aposteln verlassen, die ihm beistehen sollten in den letzten Stunden. Auch da hat Jesus nicht geweint, er wusste, was ihm blühte... Das Wahre Selbst ist nicht mehr mit dem Leiden (anderer) identifiziert.  Jesus hat als Menschensohn und nicht als Gottessohn  mit den Menschen mitgelitten usw. aber VOR seinem Tod und seiner Auferstehung als Sohn Gottes in den Himmel - dann nämlich hatte er die Welt und das Leiden überwunden. Warum sollte er noch weinen? Am Kreuz ist sein menschliches Ego gestorben... Wäre er so rein auf die Welt gekommen, wie dies die Christen immer behaupten, dann hätte er keine egoischen Gefühle gehabt, kein Mitgefühl, keine Angst... Christus als Gott anzubeten, ist absolut verkehrt - auch er ist nur ein Teil, welches sich in der Einheit mit dem Ganzen - seinem "Vater" - erkannte.  Christus als Repräsentant des Wahren Selbst ist nur ein Mittler: Zum Vater - der Einheit - kommt man nur über den (Menschen-)Sohn - d.h. über die Person, das Menschsein im Hier und Jetzt!

Es braucht nicht viel, um falsche Gurus  von ihrem Sockel herunterzuholen: Ein herzhaftes respektloses Lachen und schon beweisen sie mit aggressiven Reaktionen,  wie nackt der Kaiser ist.
Da gibt's die nackten Kaiser aus der Manager-Riege, die ihr PR-Wissen sehr gut für ihre Marketing-Zwecke einzuspannen wissen-  sie kennen alle "Karotten". Mit Karotten fängt man den Esel: Man locke nur mit Wort "Glückseligkeit"  und schon beissen alle Unglücklichen an, denn welches Ego will nicht glückselig sein. Es ist die übliche Schmerzvermeidungsrezeptur: Man verspricht den Leuten, dass sie mit einfachen Übungen wie Sitzen, Atmen und Gedankenleere Glückseligkeit erlangen können, wobei man das Glück von einer anfänglich nur sehr kurzen Zeitspanne so weit ausdehnen zu können,  bis man quasi "immer" glückselig sei.  Da ist nur eines sicher: Mit solcherlei Übungen läßt sich der Drache des Unbewussten weder bändigen noch befreien.

Viele falsche Gurus und Lehrer liebeln die Sucher aus einer Gott-Perspektive in ihrer SELBST-Potentialität  an,: Geliebtes Wesen", DU BIST SCHON  perfekt, erlöst, befreit, vollkommen, voller Liebe, gänzlich schuldlos, rein und gottähnlich, du musst es nicht WERDEN, du bist es schon JETZT...ich hab den Schlüssel, ich zeig dir, wie's geht, es kostet auch nicht viel Geld....wobei ein geschmeicheltes liebebedürftiges Ego es natürlich nicht versäumt, sich damit zu identifizieren! Für solchen Käse werden Gurus geliebt und wollen falsche Lehrer geliebt werden. Der Eintrittspreis in solche Illusionen ist meist auch nicht gerade niedrig.
Das gibt es nicht, dass ein Mensch mit einem Schlag "umkehren" könnte, mit einem Schlag aus seiner Egohalterung gerissen wird, ohne dass das Ich verrückt wird. ja, natürlich kann man das dann für "Erleuchtung" halten. Aber Verrücktheit ist noch lange keine Ent-Rückung.
Das Ego hat seine Zeit gebraucht, um sich zu bilden und es braucht auch seine Zeit, um sich zurückzbilden. Transformation ist zeitgebunden. Entwicklung/Werden aber fängt immer in der Anerkennung meines relativen Subjektseins  -  in meinem persönlich-subjektiven  Hier und Jetzt an und endet im Ewigen JETZT des  Gewahr-SEINS der Einheit mit dem  Absoluten SUBJEKT, das ICH BIN. 
"Aber warum soll ich mich denn in meinem Subjekt-Sein annehmen, wenn ich doch weiss, dass es relativ und vergänglich ist?"
Antwort: Du WEISST zuviel!

.Falsche Gurus lenken deine Aufmerksamkeit und Akzeptanzbereitschaft auf die Aussenwelt. Sie sagen nicht, nimm dich und deine Reaktion auf die Aussenwelt an, was wahre Selbstliebe kreiert, im Gegenteil, sie raten dir, nicht zu dir, sondern zu denen liebevoll zu sein, die du nicht magst, - eine schizophrener Double Bind-Aufforderung, die allein den Drachen des  Selbsthasses füttert. So las ich es z.B. bei dem zur Zeit sehr populären Sadhguru, ein Guru wie aus dem Bilderbuch,der alle Guru-Klischees bedient.
Der Sadhguru weiss auch, dass es darum geht, to break the mental structure" und dass wir dazu  "einen Abstand zwischen uns Selbst und unsere Emotionen und Gedanken bringen müssen, um wirkliches Glück zu erfahren", sagt aber nicht, auf welchem Weg man ohne pathologische Dissoziation dorthin kommt.
(Ich sags mal so: Um die "Alte Ordnung" bzw. die mentale Struktur zu zerbrechen,  ist es zwar nötig, den Gedanken vom Gefühl zu "trennen". Die Voraussetzung dafür jedoch ist  Achtsamkeit, da der Egomind sich nicht selbst sehen kann. Allein eine vertiefte  Achtsamkeit/Gewahrsein auf das Denken schafft die erwünschte Distanz und erkennt lettlich die Idenifikation und die Weise, wie diverse Gefühle  ihren Ursprung in diversen Gedanken haben.  Jaja, ich weiss, dass wissen viele, doch dies nur zu wissen/ glauben, hilft nicht, die Verhaftung  des Gefühls mit dem GEdanken aufzulösen!)

Um dahin zu kommen lautet das erste Gebot  meines Ketzer-Evangelium: Identifiziere dich - aber richtig!  Dieses Rezept to "break the mental structure" ist "no simple thing to do", es ist das Schwierigste überhaupt, es ist das, was den meisten Widerstand generiert: den eingefleischten Selbsthass aufzulösen via  Erlaubnisgebung und (Selbst-)Annahme für das, was  j e t z t  gerade mit DIR los ist:  Wenn Freude da ist, dann freu dich, wenn Hass da ist, dann hasse -  aber richtig....  spüre ihn total...identifiziere dich BEWUSST mit dem Hass, und versuche nicht, deine Gefühle nach pseudospiritueller Art zu "neutralisieren" bzw. dissoziieren, was nur eine andere Form der üblichen gewohnten Verdrängung ist! Sei, was du hier und jetzt bist!  Darum gehts: um die  totale Bewusstmachung dessen, was auf der personalen Ebene gerade der Fall ist. DAS ist die einzig richtige Art, wie man "negative" Gefühle "auflöst".  Und wenn du hasst, dann SEI der Hass, sei heisser, kraftvoller Hass! Kurz und kräftig. Anspannung-Entspannung. Die Entspannung danach macht den Kopf frei und läßt dich viele Zusammenhänge erkennen, letztlich geschieht Liebe...
Wenn man den Hass bewusst spürt, erkennt man auch das Konstruktive an ihm... Hass ist NICHT  b ö s e ! Wie alles im Leben hat auch der Hass zwei Seiten und ist nicht nur das "böse" Gegenteil von Liebe. Wie sonst konnte Jesus sagen: Hasse das Böse?!

Bevor man das Ich transzendieren kann, muss zunächst erst mal ein Ich sein! Denn nur ein starkes Ich kann sich paradoxerweise hingeben. Und nein - Ichwerdung ist kein zeitaufwendiger  Übungsprozess der das "Wesentliche"/Gott/SELBST  aus dem Auge verlöre, wie der KIW-Apostel nicht müde wird, zu deklarieren... "Ichwerdung" geschieht immer JETZT in der Selbstannahme dessen, was du hier und jetzt gerade bist.
Der Egomind stellt sich das ganz falsch vor, er glaubt, Ichwerdung/Individuation  bedeute, dass  sich das Ich über einen längeren Zeitraum  erst einmal in der Aussenwelt beweisen und behaupten lernen muss, bevor man es "loslassen" könne bzw. bevor  man es "Gott" hingeben könne.
NEIN NEIN NEIN - es geht immer nur ums Hier und Jetzt  der eigenen Befindlichkeit, darum,  die eigenen (v.a. negativen) Gefühle und Gedanken  anzunehmen und bewusst zu machen, indem man sie nicht wie sonst schnell verdrängt, sondern bewusst verstärkt und damit bewusst fühlt.
 "Ich selber sein" - darum geht es auf der personalen BW-Ebene - und das bedeutet, sich mit dem, was jetzt gerade bei mir  abläuft, BEWUSST zu IDENTIFIZIEREN.

 Hierin liegt die ganze Bedeutung, wenn es heisst, es brauche ein starkes Ich, um das Ich loszulassen:  Die bewusste Identifizierung mit meinem Ich im Hier und Jetzt bewirkt GLEICHZEITIG die Stärkung des Ichs und damit auch die Transformation/Desidentifizierung/Loslassen. Es bedarf also keiner Zeitspanne... Das Leben auskosten, heisst, seine Gefühle zu fühlen...

 
Es ist die Selbstannahme in der bewussten Identifizierung mit meinen Gefühlen und Gedanken, welche  die Veränderung, die Wandlung, Transformation bzw. die Desidentifzierung von Ego bwirkt!
  Insofern könnte man dem Credo einer postmodernen Spiritualität recht geben: Du musst dich nicht verändern! wenn sie nur ergänzten: -  du musst dich nur annehmen. JETZT.  Denn allein in der Selbstannahme liegt die Veränderung verborgen. Niemals kann man mit der alten unveränderten Identität in die "Nondualität eintauchen". 

Das ist ein unbeschreibbarer, weil  paradoxer Vorgang. Ich glaube, es ist das erste Mal,  dass ich das so deutlich SEHE und auch mehr oder weniger deutlich beschreiben kann; es ist wirklich sehr schwer zu vermitteln, derweil das Denken um "Das Ich" herum "Das Ich" ständig als ein "Etwas" objektiviert und sich immer wieder in zeit-räumlichen Entwicklungs-Kategorien verfängt, u.a. auch deshalb, weil die damit zusammenhängende Gleichzeitigkeit/Performation/Synchronizität zwar WAHRgenommen werden kann,  sich aber nicht beschreiben läßt.  

Es geht bei der Selbstannahme letztlich um die REINE Subjekthaftigkeit, um das Eine ohne Zweites, die Erkenntnis der Einheit des Absoluten SUBJEKT ohne Objekt, das ICH BIN. 
Es ist so: Wer die Welt "da draussen" annimmt, sich selbst aber verleugnet, wird sich selbst zum Objekt und zum Objekt der Welt. Ein Beispiel: Wenn jemand dich beleidigt  und du versuchst, ein "guter" (Christen-)Mensch zu sein, indem du deinen Schmerz über die Beleidigung herunterschluckst (verdrängst) , "demütig" dazu schweigst (und damit scheinbar die andere Wange hinhältst,) - nimmst du nicht dich, sondern die Beleidigung bzw. die Person, die dich beleidigt hat, an. Richtig wäre es, dich selbst in deiner Verletztheit anzunehmen und dem anderen evtl. dein Leid zu klagen: Du hast mir wehgetan...... (Übrigens: Wenn Jesus davon spricht, die andere Wange hinzuhalten, wenn dich einer auf die Backe schlägt,  dann ist das nicht wörtlich gemeint; hierbei geht er aus von der Wehrlosigkeit aufgrund der psychischen Unverletzlichkeit deiner - geheilten! -  Wahren Natur. Die Worte Jesu sind als Heilsversprechen/Verheissung zu verstehen und nicht als Anleitung zu Selbsthass und Selbstverletzung....)

Nochmal und immer wieder: Gewahrsein, Bewusstheit fängt "unten" im Hier und Jetzt der Person an, nirgend sonst. Die meisten Menschen sind sich ihrer Gefühle und Gedanken nämlich gar nicht bewusst, derweil sie keine Achtsamkeit darauf haben.  Viele Gefühle sind tabuisiert und werden deshalb i.d.R. sofort als nicht zugehörig, als  "Nicht-Ich" verdrängt. Um diese Vermeidung bzw.um  die Aufhebung dieser Verdrängung geht es: das "Ich" wird durch Bewusstmachung gestärkt, transformiert und gleichzeitig dadurch quasi "bereit gemacht", sich hinzugeben.
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Achtsamkeit und Selbstannahme bewirkt Schattenintegration.
Mir scheint, der "Postmodernen Spiritualität" geht es weniger um Befreiung, sondern vor allem um eine therapeutische Wirkung von Wellness und Wellbeing. Überhaupt  achte man immer auf die Sprache. Ein Guru, der  Selbstannahme und Achtsamkeit nicht in seinem Repertoir führt, ist ein falscher Guru.
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Welche Geheimnisse bargen eigentlich die früheren Mysterienkulten? In meiner Sicht musste man die Letztgültige WAHRHEIT geheim halten  um a) spirituelle Fehlentwicklungen bei den Schülern zu vermeiden und b) nicht wegen Ketzerei vor die Heilige Inquisition zu kommen: Ketzerei ist die  letztgültige Wahrheit, dass Gottesfindung Selbstfindung ist in der Erkenntnis des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.  Es galt zu verhindern, dass der BeKIWte Apostel das "Selig Ende" als Glaubensartikel ins Voraus setzte, um damit dem sicheren Ego-Tod zu entgehen.  Insofern durfte der Proband wohl auch nur das Notwendigste und seinem spirit. Status Entsprechende von der Lehre WISSEN! Dieses Wissen nämlich verhindert, dass er in die "Nondualität abtaucht".  Heute weiss ja jeder bzw.  GLAUBT jeder spritituelle Sucher, dass das Ich eine Illusion ist und dass Selbstfindung Gottfindung und vice versa ist und baut sich durch dieses Wissen/Konzept selbst die Barriere auf, die ihn daran hindert, der Einheit von Gott-Mensch tatsächlich GEWAHR zu werden. 
Die logische Schlussfolgerung aufgrund dieses  Konzepts lautet für den Verstand demgemäß: "Wenn das Ich/Person samt seiner Erfahrungen eine Illusion ist, dann muss ich auch nichts tun." Und so kommt man irrigerweise dazu, sich selbst in destruktiver Weise zu "verleugnen" und den ersten unabdingbaren Schritt der Hier&Jetzt-Selbstannahme als unnötig und widersinnig zu erachten - ebenso die absolute Notwendigkeit  von Achtsamkeit und Schattenintegration, die mit der Selbstannahme untrennbar verbunden sind. Wer sich einer solchen Ich-Verleugnung unterwirft, landet nicht im Nirvana, sondern weit eher in der Klapse. Die Person Jesu steht für Selbstannahme und Selbstliebe, das KirchenChristentum hat diese Botschaft pervertiert und verkehrt, indem es von seinen Gläubigen verlangte, sich zum Sado-Maso-Objekt zu machen. Aus der Botschaft der Liebe hat der Klerus eine Anleitung zum Selbsthass gemacht.Und die, welche mit der Botschaft Jesu und seiner Aufforderung zur Umkehr wirklich Folge leisteten und ernst machten, wurden als Ketzer verbrannt oder werden heute noch aus der Kirche ausgeschlossen.

Darin liegt die Schwäche des Christenmenschen, die Nietzsche u.a. beklagte. Sein Übermensch war wohl nichts anderes als das Absolute SUBJEKT, das ICH BIN! Das durfte und darf man bis heute - bsonders in christlichen Kreisen: Wir sind Riesen, von Zwergen erzogen - aber bloss nicht laut sagen!

Die wahre Botschaft Jesu, war die Botschaft der SELBSTliebe, derweil die SELBSTliebe des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN, die Objektliebe geläutert in sich einschliesst. Aus ungetrennter Sicht ist die Liebe zum Nächsten nichts anderes als Reine SELBSTliebe. Die Umkehr zu Gott, die Jesus predigt ist nichts anderes als die Umkehr zu MIR und diese Umkehr beginnt unten beim meiner Person, dem Kleinen Subjekt.  Das erinnert mich an das Evangelium des Thomas, auch als Ketzerevangelium bekannt, ich habe vergessen... aber wer hat eigentlich als erstes das Mißverständnis um die Umkehr korrigiert?


Mir scheint, dass es viele Lehrer und Gurus gibt, welche die kleine persönliche Selbstliebe mit der transegoischen SELBSTliebe verwechseln. Deren "Glückseligkeit" basiert weniger auf der SELBSTwerdung als auf der ICH-Werdung/ Akzeptanz. Daher kommt möglicherweise auch die Aggression von vielen spirituellen Suchern, wenn man wie ich behauptet, auch das geheilte Ich sei noch nicht der ganze Kuchen und müsse "hingegeben" werden, um wahrhaft das Absolute SUJBKEKT zu werden, das ICH BIN.
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* Das Bewusstsein des Nichtwissens kennt keine "petitio principii", aus dem Bewusstsein des Nichtwissens kommt WAHRE (grundlose) WEISHEIT,  diese  muss nichts beweisen, -  die Ros blüht ohn Warum -  deshalb wird sich die Weisheit bzw. die WAHRHEIT  niemals durch conjunktivistische logische Schlussfolgerungen beweisen wollen. Sätze wie "Weil ich dies oder jenes erkannt habe, SCHLIESSE ICH DARAUS.... kommt der Weisheit nicht über die Lippen, da sie weiss, dass damit der transpersonalen Erkenntnis der Glanz genommen wird, da man sie auf die personale Ebene hinunterzieht und  "Geschichten" erzählt. Geistige Erkenntnis transformiert..Identifizierung nicht.

   
Zum Begriff der postmodernen Spiritualität: http://wilfried-ehrmann.blogspot.de/2017/06/postmoderne-spiritualitat.html

                                                                                                           
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Freitag, 5. Januar 2018

Nichtwissen oder wie man sich lustvoll um Kopf und Kragen redet

Fortsetzung in Anlehnung eines gestrigen Forenbeitrags:


Schlausch* my Dear - Horch und lausche!

        Klar, von einem letztgültigen Standpunkt ausgesehen, kann man im spirit. Kontext  natürlich alles ein "Geschwätz" nennen, egal, in welchen Worten darüber gesprochen und geschrieben wurde und wird, weil die lebendige Wahrheit, wenn sie ausgesprochen wird, schon nicht mehr wahr ist, insofern die  lebendige Wahrheit nur wahr ist, (als sie lebendig ist) für das absolute SUBJEKT, das ICH BIN. Das  scheint dem Verstand total verrückt, das die  Wahrheit nur in als Paradox ausgesprochen werden kann und trotz aller SELBSTbezüglichkeit des "Lehren-Lernens" auch mitgeteilt werden MUSS, und - ja,  wenn keiner da wäre, der sie hören wollte, müßte man sie den Vögeln predige!

Wenn das BW des Nichtwissens  dein Sein werden soll, dann vergiss dein angelesenes-totes Wissen ÜBER Spiritualität und höre damit auf andere aufgrund dessen zu tadeln, -  erst im Bewusstsein des Nichtwissens wirst du der lebendigen Wahrheit gewahr und besitzt du die Gabe der Unterscheidung der Geister, d.h. du wirst Unwahrheit erkennen und mit Wahrheit, statt mit Logik und Wortwichs parieren.
Bevor du dich also so eruptiv aufplusternd in die Brust wirfst und über Nichtwissen urteilst, stelle erstmal dein Wissen über dich selbst in Frage und werde dir deiner Glaubenssätze über DICH bewusst, mit denen du so gerne kokettierst... Eigenschaften, die du in die "Existenz" rufst, die du trotz deines Wissens über die Realität von Glaubenssätzen immer noch GLAUBST, dass sie dich ausmachen und von deren Existenz und  Unveränderbarkeit du nach wie vor überzeugt bist. Achte gut darauf, wie du von dir sprichst, wie oft du selbstbildverstärkende - vor allem negative! - Aussagen über dich machst und wie du dich aufspaltest und dabei die positiven Seiten nach aussen "outsourced".  Alles, was und wie man glaubt, zu sein, fällt in die Rubrik "angelerntes WISSEN"/Glaubenssätze, welches man auf dem spirit. Weg zum Nichtwissen ZUERST  in Frage stellen muss, bevor man sich ein Recht herausnehmen dürfte, andere für ihren Glauben an die  Realität oder andere "spirituelle Unkorrektheiten" zu tadeln.
Nicht die Glaubenssätze über die sog. Realität, sondern das ICH sollte  hinterfragt werden, das solche Glaubenssätze produziert und sich mit ihnen identifiziert. Da muss man schon ganz klein bei sich selber anfangen, d.h. im Jetzt und Hier der Person. Und dann ist es i.d.R. noch ein langer (Individuations-) Weg, bis die Welt untergeht bzw. bis das das konditionierte kollektive Wissen und die Realität der Welt in Frage gestellt wird,  um letzten Endes das unerlöste Ich und seine Welt als ein und dasselbe zu erkennen. Dekonstruktion des Ichs bedeutet, Ich und Welt als MEIN Gedankenkonstrukt  zu erkennen. ...Dass ich der unbewusste Schöpfer meines Ichs bin und die Welt nur meine Projektion.  Übrigens: Bei dem, was sich heute im linken Polit-Jargon Dekonstruktion nennt,  wird nicht das ganze Weltbild, sondern werden nur Teile des Weltbildes dekonstruiert und dann durch Neukonstrukte, neue Glaubenssätze, neue Projektionen  ersetzt, doch sie fühlen sich dabei wie Gott der Schöpfer HIMSELF . So arbeitet der Verstand, weil er keine Leere verträgt, und jeden verlorenen Glauben an "etwas" durch ein neues Objekt  seiner Begierde ersetzen muss. Da wird nur das alte versiphte Zimmer tapeziert, statt das ganze Haus abzureissen. Ja, recht eigentlich tapeziert man mit solcherlei Reformen nur sein Grab.

Hmmmmm
........da fällt mir ein, das sieht man ja des öfteren gerade bei der Holofeeling-Jüngerschaft, (die kraft ihres Glaubens allem Glauben abgeschworen hat, lol): dass sie ihre Person mit ihren Eigenschaften/Glaubenssätzen über (s)ich  aussen vorlassen und den Glauben an die  sog. Realität diskutieren, als ob sie getrennt von dieser Realität wären. Da lachen sie über "Tiefgläubige Materialisten" - glauben aber weiterhin an die Realität und Bedeutung ihrer eigenen Materie/Körper/Person mitsamt ihren vorwiegend negativen Eigenschaften.

Nichtwissen bedeutet, dass der Egomind als  Bedeutungsgeber seiner Aufgabe nicht mehr nachkommt, weil er seinen Glauben an die  Bedeutung seines Selbst- und Weltbildes verloren hat.

Nichtwissen ist die Basis des GeWAHRseins.  Nicht-Wissen ist die Leere, in der sich die Fülle der geistigen Erkenntnis (Weisheit) kundtut.

Nichtwissen ist der Moment, bevor du weisst, wer und wo du bist. Das ist der Moment, der sich durch fortwährende Achtsamkeit ausdehnen läßt, bis durch fortlaufende Schattenintegration kein Unterschied mehr zwischen aussen und innen ist und nur noch Gewahrsein ist.
Nichtwissen ist Ewigkeitsbewusstsein, es ist immer JETZT.  JETZT  ist immer, bevor das Denken anfängt, über das Jetzt zu urteilen.
Um diese Lücke geht es: Die Lücke zwischen der reinen Wahrnehmung und der  Interpretation des Verstandes. Die  transegoische Wahrnehmung "dessen, was IST" ist "nüchtern", derweil die Wahrnehmung schlichtweg OHNE Interpretation IST!  Nicht, dass man Nichts wahrnehmen würde, -  man nimmt die Dinge wohl wahr, aber sie sind bedeutungsentleert, weil da nichts ist,  wonach dich verlangt, - nichts, was dich emotional tangiert, -  nichts, mit dem du dich in Freude oder Leid  identifizieren könntest, - also nichts, worüber du etwas "weisst".  Ohne die Dinge zu interpretieren,  ERSCHEINEN sie einfach nur in deinem Fokus.   Sobald aber der Verstand sie ergreift, setzt das angelernte ankonditionierte Wissen über die Dinge ein und der Verstand identfiziert sich mit  seinem Wissen über die Dinge/"Etwas" und hält dieses angelernte Wissen  für die Wirklichkeit.
(Das verstehe ich  das transegoische "Erscheinen" - die Dinge "erscheinen" wirk- und bedeutungslos, derweil der Egomind ihnen noch keine Bedeutung zugemessen hat. (So etwas wie Wut oder Trauer kann nicht "erscheinen", weil es sich um bedingte Gefühle handelt, die aufgrund des Bedeutungsgebers ihre Wirkung entfalten. Wenn spirituelle Sucher davon sprechen, dass Phänomene, Gefühle und anderes in ihrem Fokus  "einfach so erscheint", dann entspricht das nicht ihrem transegoischen SEIN, sondern es handelt es sich meist um ein mißverstandenes philosophisches Glaubenskonstrukt von einäugigen Nondualisten auf der Basis des GlAUBENS(-)satzes, dass es keinen Handelnden gebe und wir alle nur determinierte Automaten (Gottes) seien. 

Was aber nicht gut möglich ist: Man kann nicht "im Nichtwissen ruhen"  und danach aus dem Nichtwissen gewissermassen aufwachen, um vom Nichtwissen zu wissen. Aber vielleicht ist auch dies nur ein semantisches Problem, shit, es ist echt zum Haareraufen...LOL Was ich meine, ist: Nichtwissen ist allgemein betrachtet ein Synonym für  Leere und mit Leere meint man die Abwesenheit von Ego, womit aber gleichzeitig die Anwesenheit Gottes/Gewahrsein gegeben ist - nicht als Nichts, sondern als die göttliche Fülle der Erkenntnis, die wiederum auf der Fülle der göttlichen Seins-Attribute basieren.... Man kann nach der Fasson, nach der ich selige werde, nicht im "Nichtwissen ruhen" ohne der Fülle der Erkenntnis geWAHR zu SEIN. Es gibt keine totale Ruhe in einem "schwatten Nichts",  es gibt nur Ruhe in der Bewegung.  Eine geistige Bewegung/ Erregung, die nicht erschöpft, keine Energien verbraucht, wie dies Gedanken und andere Tätigkeiten tun, mit denen man sich identifiziert. Ein gleichmütiges In-der-Mitte-Ruhen, dem nichts  hinzugegeben noch weggenommen werden kann, weil es in diesem Bewusstsein an nichts mangelt. (Auch wer absolut konzentriert auf eine Tätigkeit ist, tut dies im Nichtwissen um seine Person, aber um diese Art des Nichtwissens geht es mir nicht, obwohl.... ) Dieses geistige Bewegtwerden macht nicht müde, vielleicht sagt man deshalb, dass der Befreite keinen Schlaf braucht... Natürlich schläft auch der Befreite, ihm ist es nur gleich gültig, ob er nun wach ist oder schläft, insofern sein Bewusstsein ein gleichmütiges ist: er ist in beiden Fällen der Beobachter und nicht der mit dem Geschehen identifizierte Teilnehmende, d.h. er kann sich weder mit den Geschehnissen seiner Träume noch mit den Inhalten seines Wachbewusstseins/Tagesgeschehnissen identifizieren. Es gibt so gut wie  keine Angstträume mehr ausgehend von Traumgestalten im Schlafleben, sowie es keine Angst mehr gibt "angesichts" der eigenen Gedankenkonstrukte im "Wachleben". Bevor ich mich richtig identifizieren könnte, werde ich dessen gewahr.... auf "beiden" Ebenen, d.h. eigentlich gibt es keine Trennung mehr, da ohne die Identifizierung mit den Dingen und Geschehnissen in  der Aussenwelt im sog. Wachbewusstsein und den Traum- Bildern beides als dasselbe tote bzw.  "kraftlose Gegenüber" gesehen werden. SO! 


Nichtwissen ist die Basis der geistigen Erkenntnis. Bei der geistigen Erkenntnis handelt es sich um kein "Etwas",  Erkenntnis ist formlos, weil sprach - und bilderlos. Wenn dich zum ersten Mal der dunkle Strahl der Erkenntnis trifft, dann hast du i.d.R. erst mal keine Ahnung, sondern ANGST vor dem Numinosen, Angst vor  Ichverlust.  Das erste "vertikale" Blinzeln des Gewahrseins - ein kurzer Augenblick der Abwesenheit von Ego, der erste Kontakt mit dem wahren Selbst -  ist für das lineare Denken des diskursiven Normalverstands absoluter Schrecken, vor dem es erst einmal davon laufen will. Es soll bloss keiner meinen, dass sich das Öffnen des Dritten Auges problemlos und ohne Erschütterungen abspielt. Das große "Staunen", von dem manche Sucher sprechen,  kommt erst hinterher, wenn man die Erfahrung outgesourced hat bzw. das Formlose zu einem förm-lichen  ETWAS gemacht hat, weil der Verstand ihm sprachliche Form gegeben hat. Staunen kommt  n a c h  der "Entrückung" des Egos,  n a c h   der ErGRIFFENheit durch eine dem Ego "unbekannte Macht", - die zunächst einmal als Nicht-Ich empfunden wird... 
Das ist die Aufgabe des Verstandes: dem Formlosen Form zu geben. Was er vor der Befreiung unbewusst im Dienst des Egos getan hat, tut er nach der Befreiung bewusst im Dienste Gottes/Selbst. Ein anderes Schöpfertum gibt es nicht, als das Formlose (Erkennen) in die Sprachform zu giessen. Das Wort erst ruft das Formlose in die Existenz.
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Auch ein Paradox: Der Angst vor dem Ich-Verlust kann man nur durch Annahme des Ich in seinem persönlichen Hier und Jetzt begegnen, hier an dieser Stelle muss die Arbeit (der Achtsamkeit) getan werden.
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Was voranging:
Ich schrieb: "Nicht-Wissen ist der zustandslose Zustand, die Leere, das Nichts, welches sich einstellt, wenn man vom WissensBallast des Egos befreit ist, d.h., wenn man nicht mehr mit Ich und Weltbild identifiziert ist."
Er schrieb: Zitat: Ich weiss was du meinst, was du sagen willst, aber du machst es "kaputt" damit, d.h. du führst die Leser damit in die IRRE, es gibt keinen zustand der Leere und des Nichts, der sich "einstellen" könnte, einstellen bedeutet in EXISTENZ bringen, es wird auch nicht dadurch besser, dass du "zustandsloser Zustand" sagst. Zitatende
Ich schrieb: Kaputtmachen? Ach was, das ist Erbsenzählerei des Verstandes, wenns danach geht, darfst du gar keine Worte gebrauchen - als ob es eine Sprache gäbe, die den befreiten Mind beschreiben könnte! Es ist letztlich völlig egal, in welche Worte DU oder ICH oder andere es fassen, jeder, der in dem BewusstseinSein seiner wahren Natur verwurzelt ist, hat keine andere Möglichkeit, als es in die Worte zu fassen, die ihm zur Verfügung stehen, in der Bemühung um eine bestmögliche ANNÄHERUNG an das, was man nicht in Sprache bringen kann, weil das eigenschaftslose ICH BIN- Bewusstsein aufgrund seiner Eigenschaftslosigkeit undefinierbar ist und sich jedem Begriff entzieht. Auf der anderen Seite ist es (mir) nicht möglich, NICHT darüber zu sprechen und immer klarere Begriffe zu finden, aber nicht, um anderen diesen "Zustand" verständlich zu machen, sondern es dient immer nur der eigenen Klarheit. Der Begriff des zustandslosen Zustands ist nicht von mir, er bezeichnet dasselbe Paradoxon, wie mans auch bei Laotse lesen kann, wenn er z.B. vom Handeln, ohne zu handeln spricht. Schon weil der Begriff des Handelns das eigenschaftsverhaftete Ich-Bewusstsein eines Handelnden voraussetzt, ist dieser Begriff obsolet."Zitatende.

Soso,  "einstellen" bedeutet in Existenz bringen?  Ist dir bewusst, dass  es dein Egomind  ist, der diesem Wort die Bedeutung gegeben hat, weil es für dein Ego wichtig ist, RECHT zu haben mit seiner Deutung? Was ist mit all den anderen Worten drumherum, die deiner Aufmerksamkeit entgangen sind? Was wäre wohl, wenn dein füchsiger Dräckischer Bedeutungsgeber einfach mal innegehalten hätte und überlegen würde?   Richtig, dann  könnte man   die Worte in ihrem Sinn-Zusammenhang wahrnehmen, möglicherweise sogar in ihrem höheren Sinn, wenn der Bedeutungsgeber  denn ganz schwiege.

Ich benutzte das Wort "einstellen" im selben Sinne, wie wenn ich sage, dass ich Bewusstheit über dies und jenes erlangte.  Oops, shit - schon wieder so ein pöses Wort:  "erlangen" klingt ja doch ebenso anrüchig, denn es gibt ja nichts zu erlangen, wenn der Herr "Niemand da" und Frau "Alles schon da" ist..blah blah blah..... usw usf. dieses Theater kann man mit jedem einzelnen Begriff veranstalten, weil man  - wollte man spirituell ganz korrekt sein - jedes verdammte Wort in Anführungszeichen setzen müßte, welches versucht, das unbeschreibbare Sein auch nur annähernd zu beschreiben. Oder ganz schweigen. (soll ja welche geben, die das tun, ist aber nicht mein Ding) Oh Mann.. In deiner Zwangsjacke möchte ich echt nicht (mehr) stecken.

Tatsächlich hatte ich kurz gezögert, als ich schrieb, "wenn sich Nichtwissen EINSTELLT, es erinnerte mich nämlich an Herrn Callida, der nach seinem Dafürhalten "sein"  Gewahrsein auf- und abstellen konnte. Ich lege i.d.R. großen Wert auf größtmögliche Klarheit bei meinen Beschreibungen des an sich Unbeschreibbaren und obwohl ich mir bewusst bin, dass es keinen Begriff gibt, der "richtig" beschreiben kann, was sich jeder Beschreibung entzieht, benutze ich in der Eile zuweilen Worte, die das von mir Gemeinte nicht ganz so treffend wiedergeben. wie ich es mir gewünscht hätte und wie es dem Bemühen nach meine Art ist. 

Irreführung? Da kommt doch wohl eher der erbsenzählende wortverliebte Verstand des pharisäischen Schriftgelehrten daher, hängt seine Kritik an einem "falschen" Wort auf und ignoriert komplett den Zusammenhang, der ihm bei rechter BETRACHTUNG  ein wenig Licht in seine Dunkelheit gebracht hätte.
Nein, die Irreführung liegt keineswegs bei meinen Worten, sondern an dem interpretierenden und Bilder machenden Verstand, der sich selbst in die Irre führt, indem er sich Bedeutung gebend an den Worten ver-greift und sich Bilder macht, Vorstellungen, derweil er den Finger für den Mond hält.

Hey, ist dir eigentlich nicht klar, was du da tust? Du machst mich verantwortlich für die VOR-STELLUNGEN, die sich bei DIR  (und anderen) beim Lesen meiner Worte entwickeln könnten und erwartest des weiteren von mir, dass ich bitte so sprechen und schreiben soll, dass sich der Leser ebenfalls eine VOR-STELLUNG bastelt, dass er sich ein BILD und zwar ein RICHTIGES Bild machen kann. Lololol - da lacht das Kind. Wie ein fundamentalistischer buchstabengläubiger Religiot gehst du nach dem Buchstaben?  Hey, ich kann  mich  nicht unmißverständlich ausdrücken, das liegt nicht an mir, sondern an der nichtdefinierbaren "Materie"!  Man darf die Begriffe, die sich dafür finden oder anbieten, nicht wörtlich nehmen! Nichtwissen z.B.... (Ja, was diese phrasenhafte Redewendung des "im Nichtwissens ruhen" besagt, darf man das wie alle Phrasen wohl  in Zweifel ziehen, aber was, wenn derjenige, der das von sich sagt, keine andere Wortwahl zur Verfügung hatte, um die Abwesenheit von Ego "adäquater" zu beschreiben? Ich weiss nur dies: die Klarheit des Ausdrucks wächst mit der Vertiefung des Gewahrseins...Hehe... dass sich der ganze Wortzirkus letztlich  (haha, gerade jetzt schon wieder, "performativ"*!) ad absurduum führt, steht auf einem anderen Blatt - denn auch dies WEISS man nicht, auch wenn man schon 1000 mal darüber gelesen und gehört hat.) 
Jesus: An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen, "du sollst" ist in der Bibel i.d.R. als Verheissung zu verstehen. Der wahre Sinn ist,  dass du, wenn du selbst in der WAHRHEIT des Gewahrseins stehst, die Früchte der WAHRHEIT/Erkenntnis auch bei anderen erkennst. Dieses Jesuswort wird meist mißverstanden im Sinne von Frucht=Gutestun. Was für böse ideologischen Früchte das Gutes-Tun bringen kann, das sieht man heute auf der ganzen Weltebene. 

Merke: Im spirituellen Kontext ist jegliche Art von Vorstellung über das Jenseits von Ego  weder richtig noch falsch, Vorstellungen an sich sind UNWAHR, d.h. sie haben keine Wirklichkeit. Nicht meine Worte führen auf Irrwege, sondern der interpretierende vorstellungsverhaftete Verstand des Lesers. Deine Vorstellungen dienen dir in allem zur Bestätigung deiner Weltsicht bzw. dessen, was du für Spiritualität hältst. Und wenn die Worte nicht der eigenen Vorstellung entsprechen, dann wird der Fehler outgesourced, d.h. nach Aussen verlagert...projeziert. (Outsourcing - Dem Thomas sei Dank für dieses Wort!)

Und ja - Last but not least wurde tatsächlich etwas in die "Existenz" gerufen:  als sich das BW des Nichtwissens "einstellte", stellte sich bei mir zugleich eine Leichtigkeit des Seins ein, die nicht von dieser Welt ist.

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Des weiteren stellte sich im selben Kontext  die Frage , ob Wahrnehmen und Da-Sein Synonyme sind:
Ja, das stimmt wohl, aber nur auf der Bewusstseins- oder DaSeins-Ebene der Trennung, auf der man die Dinge als ein Gegenüber wahrnimmt, als nicht zu sich gehörig.

Wenn aber das Da-Sein transzendiert/neutralisiert ist, spricht man vom SO-SEIN. Hier ist die Wahrnehmung eine Höhere: das So-Sein ist hier mit ungetrennter "WAHR"-nehmung von WAHRHEIT synonym, GeWAHRsein nimmt WAHRheit wahr. Die äussere Welt mit ihren Dingen darin wird zwar auch wahrgenommen, ist aber gewissermassen "tot", weil die Wahrnehmung keine Erwartungen, Wünsche und andere egoischen Empfindungen mehr weckt. Deshalb sieht man die Dinge in ihrem "So-Sein" - ohne Bedeutung für das Ego.
Im BW des So-Seins liegt der Fokus der Aufmerksamkeit/Wahrnehmung nicht mehr horizontal auf der Aussenwelt gerichtet, sondern ist mit der Quelle/Ursprung verbunden und damit im vertikalen=unmittelbaren, raumzeitlosen Erkenntnismodus -  im  Gegensatz zu linearen Ego-Gedankenformen, die um raumzeitliche Vorstellungen von Ich und Welt kreisen.

WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT sind ebenfalls Synonyme für das EINE. Es gibt keine andere Wirklichkeit als die WAHRHEIT bzw. die WAHRnehmung des GeWAHRseins.  Und man komme mir jetzt bitte nicht mit Castaneda und all jenen "Magiern", die mit Drogen und anderen Trance-Techniken "Andere Wirklichkeiten" erforschen. Es handelt sich dabei allesamt um Ego-Trips: Träume und Visionen, Bilder und Symbole - alles Finger, die man für den Mond hält.  Die können zwar ganz  heilsam sein, sind aber noch lange nicht der Mond.
GeWAHRsein  IST der Mond.  

Wenn es heisst, Form ist Leere und Leere ist Form, dann ist damit u.a. gemeint, dass es dem befreiten Mind gleich gültig ist... dass ihm die Leere wie die Form gleich "schmeckt"... dass er keinen Unterschied macht, eben weil er nicht mehr mit den Dingen/Formen identifiziert ist. Im Endeffekt gibt es für den Befreiten weder Form noch Leere. Aber wenn er darüber sprechen will, muss er sich wiederum der Formen - der Worte bedienen, das kann er auch gefahrlos tun, derweil er nicht mehr mit den Formen identifiziert ist. Die Formen selbst verschwinden nicht, nur die Anhaftung, der Klebstoff...

Wieder anders ist es mit den egoischen Eigenschaften, die wie alle Formen ebenso zu den Gedankenkonstrukten, auf Glaubenssatz, Dogma, Überzeugung basieren. Der Verstand des Suchers mag nun glauben, dass die egoischen Charakter-Eigenschaften alle munter weiter ihr externes und internes  Ein- und Ausdrucksleben führen. Pustekuchen - das transformierte Ich-SELBST ist im wahrsten Sinne des Wortes charakterlos, derweil es unfähig ist, Prinzipien, Standpunkten  und anderen Fixierungen auf Zeit zu folgen. Alles, was da mal an Eigenschaft war, hat seinen Saft und seine Kraft verloren.  Es "WEISS" nichts mehr von den Plänen, Zielen und Trieben, von denen es zuvor angetrieben wurde.  Es handelt ohne zu handeln, d.h. es handelt spontan und bedenkt nicht - WEISS nichts um die   Konsequenzen seines Handeln.  Ja, aber... wirst du sagen, (sagt dein Verstand).  "Ja, aber.." gibts nicht und der Konjunktiv ist ganz gestrichen! Versuch mal, dir DAS in deiner fundamentalistischen BetonBirne vorzustellen, LOL!

Übrigens: Wenn ich einen Satz mit "So!" abschliesse, dann will ich damit nicht sagen, dass ich recht habe, sondern dass ich es besser und klarer nicht hätte ausdrücken können.
Genug für heute - _()_*

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*_()_ - dafür, dass da ein scheinbarer Jemand ist, der meinen Geist mit ein paar Sätzen in fruchtbare Wallung bringen kann.
*"Schlauschen" meint eine passiv-aktive meditative Haltung des nach Innen gerichteten Schauens und Lauschens; diese zwei Worte hat  "OneIsEnough" mir einmal zu einem Wort zusammengefügt. Gefällt mir...
  *"performativ" - ist, wenn ich z.B. die Absurdität der Worte und Begriffe beschreibe, derweil ich mich eben jener Worte und Begriffe bediene, um die Absurdität der Worte und Begriffe zu beschreiben.

Korrigiert am 06.01.2018

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