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Montag, 5. März 2018

Anleitung zum Selbsthass vs. Ketzer-Evangelium der SUBJEKTliebe

Aus gegebenem Anlass: Die Identifizierung des Egos mit Gott/SELBST
kommt häufig vor und wird sogar von  spirituellen Autoren propagiert. Wo dies der Fall ist, ist es nicht selten,  dass spirituelle Lehrer ihre "Schüler" mit dem Spruch Jesu verfolgen: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben... (...wer mir folgt, wird ewiges Leben haben") wenn die keine Lust mehr zeigen, ihm weiterhin zu folgen.
In der Regel sprechen so Menschen, deren spirituelles Ego hochgradig mit dem (Christus-) SELBST identifiziert sind und dementsprechend ihren Größenwahn für die Ultima Ratio halten.

Mit der Erkenntnis der Einheit Mensch-Gott - "Mein Ich ist Gott" - gibt es zwei Möglichkeiten umzugehen: Der konzeptualisierende Egomind erklärt sich für erleuchtet, vereinnahmt die Erfahrung/Erinnerung aber für sich und missioniert fortan seine Überzeugungen bzw. Glaubenssätze. Ein  vertieftes Gewahrsein hingegen löst die Verhaftung und versenkt die Erkenntnis im Orkus des Nichtwissens*. Gewahrsein verhindert die Ergreifung durch das Ego. Wo Perma-Gewahrsein ist, muss nichts mehr verhindert werden, da keiner mehr da ist, der ergreifen könnte.
Das Ego ist ein Simulant Gottes; wo das Ego sich an der Transpersonalen Erkenntnis vergreift, die ihm in einer kurzen Entrückung zuteil wurde, mutiert es zum gottähnlichen Superego, was fälschlicherweise für das wahre SELBST gehalten wird. Wo dies der Fall ist, kommt nichts neues nach an Erkenntnis. Man missioniert dann i.d.R. immer den selben Alten Käse/Erinnerung.

Merke: Wenn eine geistige Erleuchtung/Erkenntnis  das Ego nicht transformiert, dann war es entweder keine echte Geisterkenntnis und wenn es eine war, hat sich der Egomind mit dieser Erkenntnis identifiziert.

Letztgültige Befreiung erlangt nur, wer das "Wesen" der Identifizierung im Gewahrsein erkannt hat.   Auch wenn im KIW und  anderen Büchern anderes steht oder gewisse spirituelle Lehrer explizit die Identifizierung mit dem wahren SELBST predigen - wahr ist:  Identifizierung=Ego, per se! Immer. Es ist die Identifizierung mit Gott/SELBST , die  die Grundlage liefert für das Narzisstische Superego.  Darunter fallen Sektengründer, die sich ihren fragwürdigen spirituellen Status nicht nur bezahlen lassen, sondern sich zudem nicht scheuen, ihren "Ruf" (Status)  durch weltliches Gericht und Anwälte verteidigen zu lassen. Jede Sekte hält sich für den einzig wahren Weg, Wahrheit, Leben. Immer wenn der Leiter einer spirituellen Gruppe oder die Mitglieder selbst dir drohen: wenn du uns verläßt, dann gehst du in die Irre, ohne uns bist du nichts, du brauchst die Gemeinschaft, den Meister   und dergleichen, manchmal heisst es auch: Ich/Wir lieben dich, verlass mich/uns nicht... die einzigen Freunde, die dich verstehen... nur durch uns findest du Heilung. Das ist Usus in autoritären Gemeinschaften. Da ist der Guru mit Gott identifiziert und die Anhänger mit dem Guru, den sie vergöttern. Ein Guru und eine Gemeinschaft, wo Selbstannahme und Achtsamkeit ein Fremdwort ist, ...die dem Ego der Menschen "von oben" mit nondualen Knüppeln kommen, um es zu zerbrechen bzw.  "regredieren" zu lassen, ist eine schwarzautoritäre faschistoide Sekte.  (Wie bei allem sind diese Erkenntnisse auf dem fruchtbaren Mist eigener Erfahrung gewachsen - da soll nur einer sagen, dass Erfahrungen bedeutungslos sind. Wer so etwas behauptet, der ist nicht den "Weg des Tetralemmas" gegangen. (Hm....Ist da jemand, der mir sagen kann, ob der KIW, der ja die Bedeutungslosigkeit der Dinge und des Egos lehrt, eine kleine Nische hat, in dem das Ego mit seinen Erfahrungen einen Wert hat? Würde mich mal interessieren!)


Merke: Mein Ich ist Gott? Prima, vergiss es! Denn  zuletzt muss sogar "Gott um Gottes Willen gelassen" werden. Erst hier ist die gänzliche VerNICHTigung des Egos vollbracht. Triffst du Gott unterwegs - töte ihn, lass "IHN" los. Erst im  Gewahrsein dieser letzten und schwersten Gottkonzept-Anhaftung ist dein Bewusstsein von allen Konzepten, Konditionierungen und Identifizierungen gereinigt und es geht ein bzw. auf in der Einheit des  Absolutes SUBJEKTs, das ICH BIN.


"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben"...Wer diesen Ausspruch Jesu - der rein SUBJEKThaft und rein SELBSTbezüglich gemeint ist - auf diese Weise projeziert, objektiviert und von daher mißbraucht, instrumentalisiert das Christus-SELBST  um Abhängigkeitsverhältnisse zu schaffen.Man muss da sehr achtsam sein, denn wo ich mit Christus identifiziert bin, da mag  es sehr wohl ein mitunter "bitterliches Weinen" geben, aber Jesus hat nie wegen eines Verlustes geweint, nicht einmal, als er von Judas verraten wurde.   Jesus weinte aus Mitgefühl, er weinte  mit den Weinenden, freute sich mit den Fröhlichen, trauerte mit den Trauernden, trank mit den Alkis,  ....usw...  Kurz vor seiner Kreuzigung im Garten des Ölbergs, schwitzte er vor Angst Blut und Wasser... von den Aposteln verlassen, die ihm beistehen sollten in den letzten Stunden. Auch da hat Jesus nicht geweint, er wusste, was ihm blühte... Das Wahre Selbst ist nicht mehr mit dem Leiden (anderer) identifiziert.  Jesus hat als Menschensohn und nicht als Gottessohn  mit den Menschen mitgelitten usw. aber VOR seinem Tod und seiner Auferstehung als Sohn Gottes in den Himmel - dann nämlich hatte er die Welt und das Leiden überwunden. Warum sollte er noch weinen? Am Kreuz ist sein menschliches Ego gestorben... Wäre er so rein auf die Welt gekommen, wie dies die Christen immer behaupten, dann hätte er keine egoischen Gefühle gehabt, kein Mitgefühl, keine Angst... Christus als Gott anzubeten, ist absolut verkehrt - auch er ist nur ein Teil, welches sich in der Einheit mit dem Ganzen - seinem "Vater" - erkannte.  Christus als Repräsentant des Wahren Selbst ist nur ein Mittler: Zum Vater - der Einheit - kommt man nur über den (Menschen-)Sohn - d.h. über die Person, das Menschsein im Hier und Jetzt!

Es braucht nicht viel, um falsche Gurus  von ihrem Sockel herunterzuholen: Ein herzhaftes respektloses Lachen und schon beweisen sie mit aggressiven Reaktionen,  wie nackt der Kaiser ist.
Da gibt's die nackten Kaiser aus der Manager-Riege, die ihr PR-Wissen sehr gut für ihre Marketing-Zwecke einzuspannen wissen-  sie kennen alle "Karotten". Mit Karotten fängt man den Esel: Man locke nur mit Wort "Glückseligkeit"  und schon beissen alle Unglücklichen an, denn welches Ego will nicht glückselig sein. Es ist die übliche Schmerzvermeidungsrezeptur: Man verspricht den Leuten, dass sie mit einfachen Übungen wie Sitzen, Atmen und Gedankenleere Glückseligkeit erlangen können, wobei man das Glück von einer anfänglich nur sehr kurzen Zeitspanne so weit ausdehnen zu können,  bis man quasi "immer" glückselig sei.  Da ist nur eines sicher: Mit solcherlei Übungen läßt sich der Drache des Unbewussten weder bändigen noch befreien.

Viele falsche Gurus und Lehrer liebeln die Sucher aus einer Gott-Perspektive in ihrer SELBST-Potentialität  an,: Geliebtes Wesen", DU BIST SCHON  perfekt, erlöst, befreit, vollkommen, voller Liebe, gänzlich schuldlos, rein und gottähnlich, du musst es nicht WERDEN, du bist es schon JETZT...ich hab den Schlüssel, ich zeig dir, wie's geht, es kostet auch nicht viel Geld....wobei ein geschmeicheltes liebebedürftiges Ego es natürlich nicht versäumt, sich damit zu identifizieren! Für solchen Käse werden Gurus geliebt und wollen falsche Lehrer geliebt werden. Der Eintrittspreis in solche Illusionen ist meist auch nicht gerade niedrig.
Das gibt es nicht, dass ein Mensch mit einem Schlag "umkehren" könnte, mit einem Schlag aus seiner Egohalterung gerissen wird, ohne dass das Ich verrückt wird. ja, natürlich kann man das dann für "Erleuchtung" halten. Aber Verrücktheit ist noch lange keine Ent-Rückung.
Das Ego hat seine Zeit gebraucht, um sich zu bilden und es braucht auch seine Zeit, um sich zurückzbilden. Transformation ist zeitgebunden. Entwicklung/Werden aber fängt immer in der Anerkennung meines relativen Subjektseins  -  in meinem persönlich-subjektiven  Hier und Jetzt an und endet im Ewigen JETZT des  Gewahr-SEINS der Einheit mit dem  Absoluten SUBJEKT, das ICH BIN. 
"Aber warum soll ich mich denn in meinem Subjekt-Sein annehmen, wenn ich doch weiss, dass es relativ und vergänglich ist?"
Antwort: Du WEISST zuviel!

.Falsche Gurus lenken deine Aufmerksamkeit und Akzeptanzbereitschaft auf die Aussenwelt. Sie sagen nicht, nimm dich und deine Reaktion auf die Aussenwelt an, was wahre Selbstliebe kreiert, im Gegenteil, sie raten dir, nicht zu dir, sondern zu denen liebevoll zu sein, die du nicht magst, - eine schizophrener Double Bind-Aufforderung, die allein den Drachen des  Selbsthasses füttert. So las ich es z.B. bei dem zur Zeit sehr populären Sadhguru, ein Guru wie aus dem Bilderbuch,der alle Guru-Klischees bedient.
Der Sadhguru weiss auch, dass es darum geht, to break the mental structure" und dass wir dazu  "einen Abstand zwischen uns Selbst und unsere Emotionen und Gedanken bringen müssen, um wirkliches Glück zu erfahren", sagt aber nicht, auf welchem Weg man ohne pathologische Dissoziation dorthin kommt.
(Ich sags mal so: Um die "Alte Ordnung" bzw. die mentale Struktur zu zerbrechen,  ist es zwar nötig, den Gedanken vom Gefühl zu "trennen". Die Voraussetzung dafür jedoch ist  Achtsamkeit, da der Egomind sich nicht selbst sehen kann. Allein eine vertiefte  Achtsamkeit/Gewahrsein auf das Denken schafft die erwünschte Distanz und erkennt lettlich die Idenifikation und die Weise, wie diverse Gefühle  ihren Ursprung in diversen Gedanken haben.  Jaja, ich weiss, dass wissen viele, doch dies nur zu wissen/ glauben, hilft nicht, die Verhaftung  des Gefühls mit dem GEdanken aufzulösen!)

Um dahin zu kommen lautet das erste Gebot  meines Ketzer-Evangelium: Identifiziere dich - aber richtig!  Dieses Rezept to "break the mental structure" ist "no simple thing to do", es ist das Schwierigste überhaupt, es ist das, was den meisten Widerstand generiert: den eingefleischten Selbsthass aufzulösen via  Erlaubnisgebung und (Selbst-)Annahme für das, was  j e t z t  gerade mit DIR los ist:  Wenn Freude da ist, dann freu dich, wenn Hass da ist, dann hasse -  aber richtig....  spüre ihn total...identifiziere dich BEWUSST mit dem Hass, und versuche nicht, deine Gefühle nach pseudospiritueller Art zu "neutralisieren" bzw. dissoziieren, was nur eine andere Form der üblichen gewohnten Verdrängung ist! Sei, was du hier und jetzt bist!  Darum gehts: um die  totale Bewusstmachung dessen, was auf der personalen Ebene gerade der Fall ist. DAS ist die einzig richtige Art, wie man "negative" Gefühle "auflöst".  Und wenn du hasst, dann SEI der Hass, sei heisser, kraftvoller Hass! Kurz und kräftig. Anspannung-Entspannung. Die Entspannung danach macht den Kopf frei und läßt dich viele Zusammenhänge erkennen, letztlich geschieht Liebe...
Wenn man den Hass bewusst spürt, erkennt man auch das Konstruktive an ihm... Hass ist NICHT  b ö s e ! Wie alles im Leben hat auch der Hass zwei Seiten und ist nicht nur das "böse" Gegenteil von Liebe. Wie sonst konnte Jesus sagen: Hasse das Böse?!

Bevor man das Ich transzendieren kann, muss zunächst erst mal ein Ich sein! Denn nur ein starkes Ich kann sich paradoxerweise hingeben. Und nein - Ichwerdung ist kein zeitaufwendiger  Übungsprozess der das "Wesentliche"/Gott/SELBST  aus dem Auge verlöre, wie der KIW-Apostel nicht müde wird, zu deklarieren... "Ichwerdung" geschieht immer JETZT in der Selbstannahme dessen, was du hier und jetzt gerade bist.
Der Egomind stellt sich das ganz falsch vor, er glaubt, Ichwerdung/Individuation  bedeute, dass  sich das Ich über einen längeren Zeitraum  erst einmal in der Aussenwelt beweisen und behaupten lernen muss, bevor man es "loslassen" könne bzw. bevor  man es "Gott" hingeben könne.
NEIN NEIN NEIN - es geht immer nur ums Hier und Jetzt  der eigenen Befindlichkeit, darum,  die eigenen (v.a. negativen) Gefühle und Gedanken  anzunehmen und bewusst zu machen, indem man sie nicht wie sonst schnell verdrängt, sondern bewusst verstärkt und damit bewusst fühlt.
 "Ich selber sein" - darum geht es auf der personalen BW-Ebene - und das bedeutet, sich mit dem, was jetzt gerade bei mir  abläuft, BEWUSST zu IDENTIFIZIEREN.

 Hierin liegt die ganze Bedeutung, wenn es heisst, es brauche ein starkes Ich, um das Ich loszulassen:  Die bewusste Identifizierung mit meinem Ich im Hier und Jetzt bewirkt GLEICHZEITIG die Stärkung des Ichs und damit auch die Transformation/Desidentifizierung/Loslassen. Es bedarf also keiner Zeitspanne... Das Leben auskosten, heisst, seine Gefühle zu fühlen...

 
Es ist die Selbstannahme in der bewussten Identifizierung mit meinen Gefühlen und Gedanken, welche  die Veränderung, die Wandlung, Transformation bzw. die Desidentifzierung von Ego bwirkt!
  Insofern könnte man dem Credo einer postmodernen Spiritualität recht geben: Du musst dich nicht verändern! wenn sie nur ergänzten: -  du musst dich nur annehmen. JETZT.  Denn allein in der Selbstannahme liegt die Veränderung verborgen. Niemals kann man mit der alten unveränderten Identität in die "Nondualität eintauchen". 

Das ist ein unbeschreibbarer, weil  paradoxer Vorgang. Ich glaube, es ist das erste Mal,  dass ich das so deutlich SEHE und auch mehr oder weniger deutlich beschreiben kann; es ist wirklich sehr schwer zu vermitteln, derweil das Denken um "Das Ich" herum "Das Ich" ständig als ein "Etwas" objektiviert und sich immer wieder in zeit-räumlichen Entwicklungs-Kategorien verfängt, u.a. auch deshalb, weil die damit zusammenhängende Gleichzeitigkeit/Performation/Synchronizität zwar WAHRgenommen werden kann,  sich aber nicht beschreiben läßt.  

Es geht bei der Selbstannahme letztlich um die REINE Subjekthaftigkeit, um das Eine ohne Zweites, die Erkenntnis der Einheit des Absoluten SUBJEKT ohne Objekt, das ICH BIN. 
Es ist so: Wer die Welt "da draussen" annimmt, sich selbst aber verleugnet, wird sich selbst zum Objekt und zum Objekt der Welt. Ein Beispiel: Wenn jemand dich beleidigt  und du versuchst, ein "guter" (Christen-)Mensch zu sein, indem du deinen Schmerz über die Beleidigung herunterschluckst (verdrängst) , "demütig" dazu schweigst (und damit scheinbar die andere Wange hinhältst,) - nimmst du nicht dich, sondern die Beleidigung bzw. die Person, die dich beleidigt hat, an. Richtig wäre es, dich selbst in deiner Verletztheit anzunehmen und dem anderen evtl. dein Leid zu klagen: Du hast mir wehgetan...... (Übrigens: Wenn Jesus davon spricht, die andere Wange hinzuhalten, wenn dich einer auf die Backe schlägt,  dann ist das nicht wörtlich gemeint; hierbei geht er aus von der Wehrlosigkeit aufgrund der psychischen Unverletzlichkeit deiner - geheilten! -  Wahren Natur. Die Worte Jesu sind als Heilsversprechen/Verheissung zu verstehen und nicht als Anleitung zu Selbsthass und Selbstverletzung....)

Nochmal und immer wieder: Gewahrsein, Bewusstheit fängt "unten" im Hier und Jetzt der Person an, nirgend sonst. Die meisten Menschen sind sich ihrer Gefühle und Gedanken nämlich gar nicht bewusst, derweil sie keine Achtsamkeit darauf haben.  Viele Gefühle sind tabuisiert und werden deshalb i.d.R. sofort als nicht zugehörig, als  "Nicht-Ich" verdrängt. Um diese Vermeidung bzw.um  die Aufhebung dieser Verdrängung geht es: das "Ich" wird durch Bewusstmachung gestärkt, transformiert und gleichzeitig dadurch quasi "bereit gemacht", sich hinzugeben.
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Achtsamkeit und Selbstannahme bewirkt Schattenintegration.
Mir scheint, der "Postmodernen Spiritualität" geht es weniger um Befreiung, sondern vor allem um eine therapeutische Wirkung von Wellness und Wellbeing. Überhaupt  achte man immer auf die Sprache. Ein Guru, der  Selbstannahme und Achtsamkeit nicht in seinem Repertoir führt, ist ein falscher Guru.
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Welche Geheimnisse bargen eigentlich die früheren Mysterienkulten? In meiner Sicht musste man die Letztgültige WAHRHEIT geheim halten  um a) spirituelle Fehlentwicklungen bei den Schülern zu vermeiden und b) nicht wegen Ketzerei vor die Heilige Inquisition zu kommen: Ketzerei ist die  letztgültige Wahrheit, dass Gottesfindung Selbstfindung ist in der Erkenntnis des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN.  Es galt zu verhindern, dass der BeKIWte Apostel das "Selig Ende" als Glaubensartikel ins Voraus setzte, um damit dem sicheren Ego-Tod zu entgehen.  Insofern durfte der Proband wohl auch nur das Notwendigste und seinem spirit. Status Entsprechende von der Lehre WISSEN! Dieses Wissen nämlich verhindert, dass er in die "Nondualität abtaucht".  Heute weiss ja jeder bzw.  GLAUBT jeder spritituelle Sucher, dass das Ich eine Illusion ist und dass Selbstfindung Gottfindung und vice versa ist und baut sich durch dieses Wissen/Konzept selbst die Barriere auf, die ihn daran hindert, der Einheit von Gott-Mensch tatsächlich GEWAHR zu werden. 
Die logische Schlussfolgerung aufgrund dieses  Konzepts lautet für den Verstand demgemäß: "Wenn das Ich/Person samt seiner Erfahrungen eine Illusion ist, dann muss ich auch nichts tun." Und so kommt man irrigerweise dazu, sich selbst in destruktiver Weise zu "verleugnen" und den ersten unabdingbaren Schritt der Hier&Jetzt-Selbstannahme als unnötig und widersinnig zu erachten - ebenso die absolute Notwendigkeit  von Achtsamkeit und Schattenintegration, die mit der Selbstannahme untrennbar verbunden sind. Wer sich einer solchen Ich-Verleugnung unterwirft, landet nicht im Nirvana, sondern weit eher in der Klapse. Die Person Jesu steht für Selbstannahme und Selbstliebe, das KirchenChristentum hat diese Botschaft pervertiert und verkehrt, indem es von seinen Gläubigen verlangte, sich zum Sado-Maso-Objekt zu machen. Aus der Botschaft der Liebe hat der Klerus eine Anleitung zum Selbsthass gemacht.Und die, welche mit der Botschaft Jesu und seiner Aufforderung zur Umkehr wirklich Folge leisteten und ernst machten, wurden als Ketzer verbrannt oder werden heute noch aus der Kirche ausgeschlossen.

Darin liegt die Schwäche des Christenmenschen, die Nietzsche u.a. beklagte. Sein Übermensch war wohl nichts anderes als das Absolute SUBJEKT, das ICH BIN! Das durfte und darf man bis heute - bsonders in christlichen Kreisen: Wir sind Riesen, von Zwergen erzogen - aber bloss nicht laut sagen!

Die wahre Botschaft Jesu, war die Botschaft der SELBSTliebe, derweil die SELBSTliebe des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN, die Objektliebe geläutert in sich einschliesst. Aus ungetrennter Sicht ist die Liebe zum Nächsten nichts anderes als Reine SELBSTliebe. Die Umkehr zu Gott, die Jesus predigt ist nichts anderes als die Umkehr zu MIR und diese Umkehr beginnt unten beim meiner Person, dem Kleinen Subjekt.  Das erinnert mich an das Evangelium des Thomas, auch als Ketzerevangelium bekannt, ich habe vergessen... aber wer hat eigentlich als erstes das Mißverständnis um die Umkehr korrigiert?


Mir scheint, dass es viele Lehrer und Gurus gibt, welche die kleine persönliche Selbstliebe mit der transegoischen SELBSTliebe verwechseln. Deren "Glückseligkeit" basiert weniger auf der SELBSTwerdung als auf der ICH-Werdung/ Akzeptanz. Daher kommt möglicherweise auch die Aggression von vielen spirituellen Suchern, wenn man wie ich behauptet, auch das geheilte Ich sei noch nicht der ganze Kuchen und müsse "hingegeben" werden, um wahrhaft das Absolute SUJBKEKT zu werden, das ICH BIN.
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* Das Bewusstsein des Nichtwissens kennt keine "petitio principii", aus dem Bewusstsein des Nichtwissens kommt WAHRE (grundlose) WEISHEIT,  diese  muss nichts beweisen, -  die Ros blüht ohn Warum -  deshalb wird sich die Weisheit bzw. die WAHRHEIT  niemals durch conjunktivistische logische Schlussfolgerungen beweisen wollen. Sätze wie "Weil ich dies oder jenes erkannt habe, SCHLIESSE ICH DARAUS.... kommt der Weisheit nicht über die Lippen, da sie weiss, dass damit der transpersonalen Erkenntnis der Glanz genommen wird, da man sie auf die personale Ebene hinunterzieht und  "Geschichten" erzählt. Geistige Erkenntnis transformiert..Identifizierung nicht.

   
Zum Begriff der postmodernen Spiritualität: http://wilfried-ehrmann.blogspot.de/2017/06/postmoderne-spiritualitat.html

                                                                                                           
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Samstag, 2. Dezember 2017

Der Kosmische Joker - ein Spassverderber

                                                                                                       

Horsch,  

lass die Moleküle rasen, laß das Tüfteln und das Hobeln, was die Physik auch mag zusammenknobeln...Nein, das Universum IN uns existiert nicht als Gesamtheit der Vielfältigkeiten bzw. trillionenfacher Dinge, die es zu geben SCHEINT.  Wenn dein Verstand bei dem GEdanken daran  eine Reizüberflutung erfährt, dann ist es nicht das reale Universum, sondern nur der Gedanke, die  (falsche) VOR-Stellung dieses "gesamten Universums", die eine Reizüberflutung auslöst.
Die Wahre ERKENNTnis: "Alles, was ist" ist nichts anderes, als das, was in diesem Moment, diesem konkreten JETZT geschieht.  Der zeiträumlich konditionierte Verstand halluziniert ein "gesamtes"  Universum in Höhe, Tiefe, Breite usw.  ... in Wahrheit wird der Kosmos nonlokal "verortet".

Die Erkenntnis, dass das Universum in uns ist, kann schon eine sehr beängstigende Wirkung auf den Verstand haben. Eine solche Erkenntnis basiert m. E. darauf, dass durch Schattenintegration und Desidentifikation  die äussere Welt als Illusion bzw. Projektion erkannt wurde bzw. dass man dabei ist, die Projektionen  aus dem Aussen ins "Innere" zurückzuholen. Das kann man quasi  spürbar als eine Outside-IN-Umstülpung "erleben", besser gesagt: erkennend WAHRnehmen,  um sich letztlich mit der Erkenntnis zu identifizieren, dass ICH das Universum BIN, (wobei dies aber noch nicht die Letzgültige Erkenntnis ist.)   Vielleicht kriegt man in gewissen gelassenen Momenten eine intuitive Ahnung davon, aber in der Regel, wenn das Gewahrsein noch  nicht tief genug ist, um die Erkenntnis zu "halten",  wird die intuitive Ein-SICHT vom  Verstand  - der nur in zeit-räumlichen Kategorien denken kann -  stante pede vereinnahmt  und als "Gesamtheit aller existierenden Dinge" interpretiert. 

LETZTGÜLTIG aber gibt es weder ein äusseres noch inneres Universum.  Du und der Kosmos sind eine Einheit. Keine Trennung. Denn die  Letztgültige Wahrheit erkennt: Der Kosmos bzw. das Bewusstsein,  das  ICH BIN,   ist überall und nirgends, das heisst, "ES" ist nonlokal. Da man das nonlokale Bewusstsein, welches ICH BIN, nicht beschreiben kann, sag ich oft der Einfachheit halber, dass der Kosmos IN uns ist. Dass der Kosmos bzw. mein BEWUSSTSEIN weder dies noch das ist, ist die letztgültige Einheitserfahrung in der prozesshaften Vereinigung/Zusammenführung der Gegensätze.  Wobei ich  noch anmerken muss, dass das Bewusstsein auch kein zeiträumliches Ganze ist, wie der Verstand sich das so ein-BILDet. Es gibt kein Unendliches Bewusstsein als eine sich in  geographisch vorgestellte  Breite und Weite ausgedehnte Gesamtheit/Entität.  ES ist im Kleinsten wie im Größten, ES ist auf der Spitze einer Nadel, in einem Sandkorn genauso wie in einem... na ja, was man sich halt so unter dem Kleinsten und dem Größten VOR (sich hin)-stellen mag... :-D

Die Physik kann dir nicht letztgültig erklären, dass und auf welche Weise du in Wahrheit Alles und Nichts bist, die  Welle und das Teilchen. An diesem Paradoxon scheitert der Verstand und damit die Physik. Alles und Nichts bleibt solange eine  Vor-stellung des trennenden Verstandes,  bis  du d(Ich) vollkommen gelassen hast und d(ICH) im ungetrennten Gewahrsein als das ABSOLUTE SUBJEKT erkannt hast, das DU  b i s t !

Ps: Mein Dank geht an  XX,  die mich mit ihrem Adventsvideo in der FB-Timeline soeben zu meinem Posting inspiriert hat. Dank ihr liess ich nicht nur meine Karotten verbrennen, auch alles andere wurde ungeniessbar. Guckstu hier: 
https://spirituelleradventskalender.wordpress.c
In 3 Wochen zur Erleuchtung? Why not - die Adventszeit ist eine Vorbereitungszeit zur geistigen Wiedergeburt. Weihnachten bedeutet in Wahrheit, dass das Göttliche Kind in dir, in uns  geboren werden will, nirgends sonst. Von der geistigen Wiedergeburt bis zur vollkommenen Erleuchtung in der Glorreichen Auferstehung musst du aber noch bis Ostern - spätestens aber bis Pfingsten warten.
Die 4 Wochen  vor den jeweiligen Feiertagen sind wie nichts anderes aufs beste für Innenreisen geeignet. Auch die  Natur sorgt für uns... Die "Heiden" wussten davon...

So,  und nun gehts ab in die Küche, ich habe einen Hefeteig für ein Zwiebelbrot angesetzt, sogottwill wird mir das gelingen - ich darf nur nicht allzu überzeugt davon sein, dass ICH das Brot BIN, sonst geh ich auf wie.... jo, genau! :-D  Vielleicht nehme ich  mir auch die Zeit für das GANZE Video...


Nachtrag:
Ich habe einen Knoten im Hirn...hmmm ich glaube, zwischen mir und Schwester Lustig gab es ein Mißverständnis, deshalb wollte ich das Post Scriptum löschen, worin ich meinen Dank an sie ausspreche. Der war keineswegs so gemeint, wie er für manche Ohren klingen mag, dass ich nämlich ihren AdventsBlog genauso so ungeniessbar befand wie mein angebranntes Essen. Tatsächlich  hatte ich beim Editieren einen Satz aus dem Kontext gelöscht, der lautete im Original: "Dank ihr liess ich nicht nur meine Karotten verbrennen, auch alles Andere wurde ungeniessbar... hahaha  . der Geist siegt halt doch in allem über die Materie, so oder so...  guckstu  hier: (link)  Mit dem "Anderen" meinte ich nicht ihren Blog, sondern das andere Essen, welches ich noch in Arbeit hatte.
Vielleicht erklärt das die mißtönende tränenlachende Tonlage, die ich zwischen und hinter den Zeilen ihrer Antwort auf MEIN Blogposting finde: da
erklärt sie mir auf FB nämlich, dass ihr Spiritueller AdventsKalender ein SCHERZARTIKEL  sei, so wie ein Tischfeuerwerk zu Silvester...hinterher fliege alles in den Müll... kein Schwein könne was damit anfangen, ich solle das nicht ernst nehmen, was da als täglicher Witz in der Ach so ernsten Adventszeit (Hervorhebung von mir) erscheint.  In jeder seiner Zeilen sei der Kalender der pure Bulshit und ob ich wirklich meine "Zeit damit verbringen möchte, den Müll eines Scherzartikels zu analysieren. 😂🤣😂 ".  Sie jedenfalls gehe jetzt zu einem feinen Weihnachtsfresschen und werde eitel Freude verbreiten.


In meiner Antwort darauf bedankte ich mich für den Hinweis und setzte hinzu, dass
es meinen Mind nicht interessiert, WIE etwas gemeint sei, er reagiere auf Unwahrheit, egal in welcher Verpackung sie daherschlampiere und dass sich mit dem Kosmischen Witz kein Scherz treiben lasse...hehe... Nachdem ich das  PS als den mutmaßlichen Anlass für den etwas schnippischen und am Ende doch leicht hämischen Ton ausmachte, las ich meinen Text noch einmal GANZ durch, diesmal mit fremden Augen , den Augen, die sich durch das PS hätten angegriffen fühlen können. Das ist, als ob sich ein dunkler Schleier über den Text legt - und ja, so gelesen hat er zudem etwas "Belehrendes",

Nun kann man sagen, dass ich projeziere, aber es ist komplizierter, ich INTROJEZIERE oft für eine kurze Weile das Über-Ich oder die Abwehrmechanismen anderer, aufgrund dessen, was jemand schreibt, wie jemand schreibt und was zwischen den Zeilen zu lesen ist. Auf dieselbe Art, wie ich die "Dämonen" anderer in mich hineinnehme, um sie dort zu exorzieren.  Ich lese einen Text und horche auf mein Sonnengeflecht, was sich da tut, im letzten Falle tat sich da einiges. Auch wenn ich nicht mehr psychisch verletzbar bin, bin ich dennoch nicht unempfindlich und spüre, wenn jemand seinen Schatten, seinen Selbsthass projeziert, wenn er z.B. Dinge schreibt, die Scham- oder andere -gefühle beim Leser auslösen sollen, also genau die Gefühle, die die Person bei sich selbst nicht wahrnehmen will.
Auf diese Weise verstehe ich die Person und erlebe an mir selbst, mit welchen Augen sie (gerade) in die Welt schaut oder auf welchem "Kanal" sie die Botschaften anderer empfängt - wobei der empfangende Kanal immer derselbe ist, der gesendet hat.  Wenn  A auf dem Abwehrkanal sendet, wird er auf projektive Weise wiederum Abwehrreaktionen empfangen, also sein eigenes Echo, auch wenn die Rückantwort des Senders B keineswegs aus der Abwehr kam. Das ist die Rückwirkung von Projektion. So  kriegt man zurück, was man in die Wald hineinruft, aber anders als man landläufig denkt. Meist versteht man ja  darunter, dass einer, der einen anderen böse angreift, den Angriffenen ebenso böse und angriffig macht und zum Rückschlag zwingt, dass das Echo vom anderen ausgelöst wird. Gibst du eine Ohrfeige, kriegst du eine zurück. Nee, so einfach ist das nicht. Wenn der eine jemanden auf Kanal Selbsthass sendet und angreift und der Angegriffene nicht auf dem selben Kanal zurückschlägt, kann der Angreifer nicht anders, als die friedliche Nichtaktion des Angriffenen ebenfalls auf dem Kanal Selbsthass/Angriff orten.  Der Angreifer ist nicht imstande, den Kanal zu wechseln, d.h. seine Projektionen zurücknehmen und so macht  die  Wehrlosigkeit oder Nichtaktion des Anderen den Angreifer keineswegs friedlich, sondern nur noch gehässiger, weil er auch in der Wehrlosigkeit des anderen einen Angriff auf sein Ego erlebt.

Hmmm, kann es sein, dass ich  hier gerade den Vorgang beschreibe, auf welche Weise  Empathie entsteht? Keine Ahnung, ich habe noch kaum etwas über Empathie gelesen, und wenn, habe ich es vergessen; aber ich glaube, dass Empathie dadurch entsteht, dass der Empathische den Schmerz, die Krankheit eines Anderen auf sich selbst überträgt und empfindet. Hier erst ist wahres Verständnis. Alles andere ist Projektion und Identifizierung. Wenn ich mich mit anderen nur identifiziere, dann deshalb, weil ich in der Vergangenheit Gleiches erlebt habe, ich kann mitfühlen, weil mir als Mensch ähnliches geschehen ist - im Höchstfall. Im Niedrigstfall stelle ich mir nur vor, wie es sein könnte, so wenn jemandem z.B. ein Kind gestorben ist, ich selbst aber kinderlos bin. Weder das eine noch das andere ist Empathie. (jetzt bin ich gerade dabei, das Wort zu finden für ein Geschehen, für das ich bis jetzt keine Worte kannte, ich "erfinde" quasi aus mir SELBST heraus die Empathie -  das kommt davon, wenn man sich einläßt, statt unter den Teppich zu kehren. Lol.

Nein, ich befand dem Bulshit-Adventskalender zunächst keineswegs "ungeniessbar", wie man hätte annehmen können, a) ich kannte ich ja ihren Tag 1 nicht, in dem sie erklärt, wie der Kalender aufzufassen ist und wusste daher nicht, dass es sich um eine Art Erleuchtungsparodie handelt (und b) gibt es nichts Ungeniessbares für mich, was ich nicht geniessbar machen könnte, lol) wahrscheinlich hätte ich nichts dazu geschrieben bzw. hätte ich ihr  mein Posting nicht als Kommentar ins FB reingesetzt.  Tatsächlich finde ich den Kalender erst aufgrund ihrer Antwort ziemlich daneben - als SCHERZARTIKEL ist er geradezu krachend daneben. Tag 2 kann man nicht als Witz begreifen, weil sie darin Glaubenssätze äussert, die ganz allgemein von vielen Spirituellen geglaubt werden. Und was soll an dem Video von Tag 2 witzig sein? Auch das Video von Tag 1 ist nicht witzig. Die unpersönliche Wahrheit/Weisheit versteht keinen Spass, sie erkennt keine Ironie oder Sarkasmus, um Scherz, Satire, Ironie zu verstehen muss man s(Ich) aus der Vertikalen in die Horizontale begeben, dorthin, wo's dräckisch zugeht und  einem nichts Menschliches mehr fremd ist. lol....
Ach ja, und "analysiert" habe ich (den Tag 2) schon mal gar nicht, ich analysiere nie, ich SCHAUE!; wie immer habe ich einigen Sätzen einfach nur die Bedeutung gegeben, die sie für mich haben sollen, insofern sie mich spontan getriggert haben; das Blog in seinem Gesamtbild war mir gar nicht wichtig. (Der Bgriff des Triggerns hat bei mir eine neutrale Bedeutung) Das ist seit 2011 eine Gewohnheit von  mir, die meine Foren-Gesprächspartner gar nicht schätzen: Ich lass mich zwar auf ihre Texte ein, aber selten auf den ganzen Text. So ist er eben der Neue Mind: er liest vielleicht  2 oder 3 Zeilen, dann "triggert" besser gesagt: inspiriert ihn spontan etwas und alles andere versinkt im Orkus der Vergessenheit. Er holt sich, was ihn reizt und macht sein eigenes Ding draus. (Auch meine "Pösen Analysen" sind keine Analysen, sie sind REINE SELBSTerheitungen, die ich mangels eines passenden Wortes Pösen Analysen nenne, obwohl sie weder böse noch gut gemeint sind - noch selbstzüglicher gehts nicht.) Das Ego des Autors/Forenbeiträglers  aber verlangt danach, dass man sein Gesamtkunstwerk würdige, nicht den Teil. Tja,  sorry, Mr. X, wie sehr du auch mitunter das Rumpelstilzchen gibst - auch du bist nur ein Reiz- und Stichwortgeber auf meinen Erkundungsreisen in der Neuen Welt. Jeder deiner Fürze hat den ganz besonderen Duft und in jedem Misthaufen finde ich eine Perle. Und das alles ohne Ansehen Deiner Person, ob ich dich nun mit oder ohne Namen anspreche! So eine Gemeinheit aber auch. :D (Nein, ich spreche hier niemand Bestimmtes an - just to whom it may concern. Jeder hat seinen Mr. X oder seine Frau Y.)


Die Konfusion ist nun fast geklärt. Bleibt nur die Frage: Hat mein unbewusster Sinn mich den Satz herausnehmen lassen,  um mir damit vorauszusagen, was erst später Realität werden sollte - nämlich die "Ungeniessbarkeit" nicht nur meiner Karotten, sondern auch die des Advent-Kalender-Blogs? Damned, jetzt hab ichs...arrrrrgh...
. äähm, oder nicht?

Früher hatte ich sehr oft derartige Knoten im Hirn,  wenn so merkwürdige "numinose"  Gleichzeitigkeiten/Koinzidenzen auftauchten, wenn im Aussen Dinge/Symbole auftauchten, die meinem Inneren Fühlen entsprachen. (So zum Beispiel im Jahr des Herrn 1994, in dem ich  meinen Karfreitag erlebt habe. Ich hatte damals einen Traum, in dem ich zeigen wollte, dass ich fliegen kann, die Polizei kam und verbot es  mir. Ich weinte...Diesen  Traum erzählte ich in der Gruppentherapie, die ich dort einige Male besucht hatte - ein eingeschworener Haufen, der seit Jahren im eigenen Saft schmorte. Ihre Deutung meines Traumes war restriktiv und schwarzautoritär, d.h., sie gaben der Polizei recht, die klug gehandelt habe, als sie mich am Fliegen hinderte, weil ich noch nicht reif fürs Fliegen wäre,...so in der Art. Das Gruppen-Über-Ich war ein sado-masochistisches und bündelte sich in dem Therapeuten.  Einer seiner Glaubenssätze war: Trost ist schlecht. Egal, wie jemand schrie und weinte, es war verboten, sich ihm gegenüber irgendwie mitfühlend zu äussern, ob in der Stunde oder ausserhalb... Trost war in jedem Fall des Teufels. Und so machte der Therapeut und die Gruppe gemeinsame Sache mit meinem schwarzautoritären restriktiven Über-Ich, was sich in der Polizei zu Wort meldete - und brach mir damit metaphorisch die Flügel. In der Folge sah ich über einen längeren Zeitraum täglich tote Vögel auf den Strassen, im Hof, sogar in der Wohnung - also in echt, keine Halluzinationen...)

In diesem Kontext erinnere ich mich auch an Situationen, bei denen es mir schien, dass ich nicht ganz "ehrlich" zu  mir selbst  war , z.B. wenn ich nicht sagen konnte/durfte, was ich fühlte oder wollte und mir Fehlleistungen unterliefen, weil mein Über-Ich mich zwang, so zu handeln, wie es befahl und mein Unterbewusstsein ihm dennoch einen Strich durch die Rechnung machte und ich letztlich auf irgendeine verborgene und für mich lebensbedrohliche Weise doch die Wahrheit auf eine  symbolische Weise in die Welt setzte.... Herodesängste nannte ich dies..Hmmmm....wenn ich das jetzt so betrachte, dann fing ich wohl damals an, alle die unbewussten Ent-Äusserungen meines Egos  als Projektionen zu begreifen. Das Symbolische meines Tuns fiel mir auf, aber es machte  mir Angst, weil ich damals dachte, ich verrate mich bzw. mein Inneres, weil alle anderen Menschen es sehen können, ich nahm an, das alle Menschen meine Symbolik enziffern könnten, weil ich die ihre auch entziffern konnte. Deshalb wurden zu der Zeit die Menschen für mich gefährlich. Das verdrängte Ich brach sich Bahn, das innere Kind, welches sich so lange versteckt hatte und am Verhungern war, wollte sich zeigen, konnte aber nicht, ohne zugleich in Todesängsten zurückzuschrecken: Sie wollen mich töten...

Nachträglich eingeschobener "Entwurf" von 02.12.17