Neulich stoße ich in einem Forum auf ein Zitat: I stopped explaining myself when I realized people only understand from their level of perception.
Ich kontere spontan: I stopped explaining myself when i realized, that there are no reasons for my thinking and acting.
Herr Lapidar schreibt dazu: "Lolo...und auch diese Einsicht (Erscheinung) geht vorüber".
(Ich stutze kurz, weil mir das so bekannt vorkommt, dass mir schwanen will, dass ich selbst evtl. schon mal so etwas geschrieben haben könnte? Dass geistige Erkenntnisse vorübergehen? Hm.... Kann sein - als ich der Sprache noch nicht so mächtig war, das Unbeschreibbare zu beschreiben, habe ich allerhand geschrieben, was ich heute nicht mehr so formulieren würde. Was kümmert mich also mein Geschwätz von gestern! - wenn sich zwar die Art meiner Beschreibung ändert, nicht aber die "Sache" - der zustandslose Zustand - selbst.)
OK, die Frage, die hier zu klären wäre und die durch Herrn L. implizit in den Raum gestellt wurde, lautet, ob geistige Erkenntnisse Erscheinungen sind bzw. ob es sich dabei um "vorübergehende" Phänomene (Erscheinungen, Formen) handelt.
Ich differenziere zunächst zwischen den verstandesmäßigen (Er-)Kenntnissen des Verstandes und den geistigen Erkenntnissen im Gewahrsein. Normale diskursive Gedanken sind Formen (Erscheinungen), im Gewahrsein ist hingegen formloses Erkennen ohne wertende und interpretierende Formgebung.
Unter "Erscheinung" verstehe ich auf der personal-dualen BW-Ebene alle sichtbaren und unsichtbären Phänomene. Aus der transpersonalen Sicht des Absoluten SUBJEKTS, welches ICH BIN, definiere ich "Erscheinung" nicht als Phänomen/Form, sondern bezieht sich eher auf die Scheinbarkeit der Phänomene/Formen.
Was im Ichlosen Bewusstsein "erscheint", erscheint ohne Absicht und ohne Grund. Es erscheint AUFGRUND der Grund- und Absichtslosigkeit und nicht kraft meines Glaubens an konditionierte Glaubenssätzen, die allesamt rational vom Egomind begründet werden können. (Das ist so, weil...) Dass etwas erscheint, heisst, etwas erscheint in meinem Bewusstsein und verschwindet wieder, derweil ich es NICHT identifizierend ergreife! Da ist schlichtweg NIEMAND mehr, der sich begehrlich der sichtbaren und unsichtbaren Phänomene ver-greifend bemächtigen könnte.
Dass etwas absichtslos und grundlos "erscheinen" kann, ist also abhängig von der Wahrnehmung des ichlosen SUBJEKT-Bewusstsein, welches ICH BIN. So können egoische Gefühle wie Wut z.B. nicht absichts- und grundlos "einfach so erscheinen", denn Wut hat immer einen Grund im Ego. auch wenn ich lese, dass es im Zen eine solche geben soll. Wer was anderes sagt, erzählt "Geschichten ÜBER....", d.h., er konstruiert verallgemeinende philosophische Gedanken, die nicht auf dem authentischen SEIN, sondern einem Wissen ÜBER ... - und damit auf der "Objekt-Infizierung" des SUBJEKTS, welches ICH BIN, gründet. Diese Objektivierung des absolut SUBJEKTIVEN ist somit nichts anderes als relativierende Glaubenssatzkonstruktion.
Wer z.B. wütend ist, ist identifiziert, denn da ist JEMAND, der einen Gedanken ergriffen hat und aufgrund dieses Gedankens Wut entwickelt. Wut kann niemals absichtslos sein, sie will immer ETWAS erreichen. Auch Freude ist auf der Ego-Ebene nicht absichts- und grundlos, sie ist immer an ETWAS gebunden, freut sich ÜBER dies und jenes ETWAS...
Auf der transegoischen Ebene "erscheinen einfach so" nur dann, wenn NIEMAND - kein Ego - da ist, was sie identifizierend ergreifen kann. Bei der Wahrnehmung der Dinge handelt es sich hierbei um eine nicht interpretierende Wahrnehmung.
Wenn einäugige Nondualisten nun sagen, dass Wut "einfach so erscheine", dann verdrehen sie die Wahrheit so, dass das Unwahre als Wahr erscheint, als ein "Etwas", welches "vorüberziehen " könnte, ohne vom Ego "ergriffen" zu werden. Wut aber ist in sich ein egoisches Ergriffensein! Und ja, sie geht wie alles, von dem das Ego ergriffen ist, vorüber, insofern sie keine Dauer hat!
Genau - ich glaube, da könnte der Hase im Pfeffer liegen für den Grund, warum mich immer tiefe Verwirrung heimsuchen will bzw. der tiefe Drang nach Klärung erfasst, wenn spirit. Sucher vom "Vorüberziehen von Erscheinungen" wie Wut/Trauer und anderer Gefühle sprechen: sie verwechseln bei dem Begriff des "Vorüberziehens" die Ebenen. Sie denken relativ, an Dauer, im Sinne von: Alles geht vorüber, nichts bleibt auf Dauer. Wenn es so oft heisst, dass die Gedanken wie Wolken am Himmel vorüberziehen, dann meint man damit die Gedanken, mit denen das Ego NICHT identifiziert ist. Nicht die Wut ist die Wolke am Himmel des ungetrübten Bewusstseins, sondern der Gedanke, der die Wut auslöst!
Aber: Zwischen dem egoischen Vorüberziehen im Sinne von Vorbeigehen und dem transegoischen Vorüberziehen - unendlicher Abstand! Im Bewusstsein des Gewahrseins zieht das Wahrgenommene nicht im Sinne von Dauer vorüber/vorbei, sondern im Sinne von "vom Ego unergriffen/unrealisiert/ uninterpretiert" (Wie ein Film)
Gewahrsein ist ja gerade das, was die Identifizierung (Ergreifung von Gedanken/"meins") verhindert und auflöst - wie könnte sich da Wut zeigen? Wo Wut auftaucht, ist man mit dem Film identifiziert! Wut ist Bewusstlosigkeit. Vielleicht meint man im Zen dies: dass man mit der Wut arbeiten kann, wenn sie auftaucht? Dem würde ich zustimmen, aber sie taucht immer nur aus dem Ego auf, niemals im Gewahrsein. Wenn sie auftaucht, dann soll man nicht warten, bis sie "vorbeizieht" bzw. vorbeigeht, - was meist auf Dissoziation hinausläuft, derweil das Ego versucht, die Wut neutral wahrzunehmen - sondern sie sich richtig BEWUSST machen, denn es ist die volle Bewusstwerdung, welche die egoischen Gefühle transformiert.
Egoische Gefühle wie Wut haben immer einen Grund, eine Ursache und eine Wirkung, im ewigen JETZT gibt es aber keine Causalzusammenhänge mehr, mit denen man identifiziert ist - das kannst du, wenn du nur willst, gerade JETZT nachprüfen, dass es Causalzusammenhänge nur in deinem Denken gibt, als angelernten Glaubenssatz/Dogma. JETZT kannst du niemals Ursache UND Wirkung beobachten, derweil sie ja zeitlich auseinanderliegen! Es bedarf also der Zeit! Das Ewige aber ist jenseits der Zeit, jenseits der Causalität. Aus der ewigen Perspektive existiert das Vergängliche einfach nicht. Das Paradox: dass ich auch als ein mit Dogmen nicht mehr identifizierter Mensch dennoch gezwungen bin, mich auf der Causalebene zu bewegen; der Unterschied zum unbefreiten Mind ist der, dass ICH nicht mehr daran GLAUBE, derweil mir BEWUSST ist, dass ich in der Kommunikation mit anderen - z.B. bei meinen Meinungskundgebungen beim Tagesspiegel und anderen Medien - nur so tue, ALS OB es wahr wäre. Ich GLAUBE nicht daran, dass dies ein Spiel ist, sondern ICH BIN nurmehr das Spiel, das ICH spiele.
Im "Zustandslosen Zustand" bzw. aus der ichlosen Perspektive gibt es keine Frage nach dem Warum, wo das Ich tot ist, ist auch der Konjunktiv gestorben - yep, und auch Aristoteles kann einpacken. lol.
ICH BIN grundlos, alles, was existiert, existiert ohne Wenn, Weil und ohne Warum wie die berühmte Rose... - die Ros' blüht ohn Warum...
Sehr selten, dass ich einem anderen Menschen mein Verhalten erkläre, seit ich im warumlosen Warum weile..hehe... sicher geschah dies in einigen Fälle, aber nur, WEIL kleine Kinder eine Antwort wollen bzw. WEIL es den Verstand des anderen befriedigen soll, der darauf beharrt, einen Grund und ein Warum zu finden, andernfalls er Tobsuchtsanfälle kriegt. Es klingt in den Ohren angepasster Kinder sehr autoritär und rigoros, wenn ich auf die Frage, warum ich dies oder jenes tue, antworte: Ich tue das, WEIL ich das tue. "Keine Ahnung" ... Es gelingt mir einfach nicht mehr, Gründe zu finden, Rationalisierungen aus dem Hut zu zaubern... mein Tun und Denken ist ohne Ziel und Absicht (z.B. irgendwelche Projekte in der Welt "da draussen" zu realisieren) ohne Warum.
Die Letztgültige Erkenntnis des grundlosen Grundes ist überzeitliche Wahrheit, sie geht weder vorüber noch vorbei, weil: "Letztgültige Erkenntnis" ist immer transformierende Erkenntnis. Transformation heisst u.a., dass egoische Eigenschaften in transegoische Seinsweisen (Tugenden/"Losigkeiten") transformiert werden. Was du einmal los bist, kriegst du nie wieder!
LOL! Da lacht das Kind... - - -
.
Fazit: : Zitat Nr. 1. ist relative Wahrheit. Es ist Ausdruck und Erkenntnis des erfahrungsbasierten Egominds. Dass es auch ein Ausdruck von Hochmut sein kann, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.
Die Version Nr. 2 hingegen ist gewahrseinsbasierte Absolute Wahrheit und Ausdruck
(m)einer tiefen Einsicht/Erkenntnis, dass es keine Gründe für mein Tun
und Lassen gibt, dass alles "einfach so", d.h. aus einem "grundlosen
Grund" und in "absichtsloser Absicht" geschieht. (Was mich gerade an
die KIW-Suggestion erinnert, sinngemäß: Ich tue und sage nichts aus einem bestimmten Grunde bzw. nichts geschieht aus dem Grund, den ich meine. Haha - Was natürlich suggeriert,
dass es einen anderen Grund dafür gebe.lol)
Auf dem Bild oben habe ich meinen Spruch geändert, der Sinn ist derselbe: .... there are no reasons for my being. NOW.
Wobei ich aber auch nicht vergessen will zu erwähnen, dass du und das Leben total Sinn macht - auf der BASIS, der Da-Seins-Ebene. Da muss man erst mal durch: durch die volle Identifizierung mit dem Da-Sein des Körpers/Materie/ Formen/Person - dem DaSein. Und das fängt bei den Gefühlen an...
Meine Antwort - getriggert einmal mehr von dem in spirituellen Kreisen oft inflationär gebrauchten Begriff der
"Erscheinung" - geriet so lang, dass ich ein Blogposting daraus
machte. Mein extrem kurz angebundener Gesprächspartner wollte sich nicht weiter einlassen,was meinem Klärungs- und Wahrheitsdrang keinen Abbruch tut, notfalls predige ich auch den Vögeln... den Papageien...lol....
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Mittwoch, 10. Januar 2018
Freitag, 5. Januar 2018
Nichtwissen oder wie man sich lustvoll um Kopf und Kragen redet
Fortsetzung in Anlehnung eines gestrigen Forenbeitrags:
Wenn das BW des Nichtwissens dein Sein werden soll, dann vergiss dein angelesenes-totes Wissen ÜBER Spiritualität und höre damit auf andere aufgrund dessen zu tadeln, - erst im Bewusstsein des Nichtwissens wirst du der lebendigen Wahrheit gewahr und besitzt du die Gabe der Unterscheidung der Geister, d.h. du wirst Unwahrheit erkennen und mit Wahrheit, statt mit Logik und Wortwichs parieren.
Bevor du dich also so eruptiv aufplusternd in die Brust wirfst und über Nichtwissen urteilst, stelle erstmal dein Wissen über dich selbst in Frage und werde dir deiner Glaubenssätze über DICH bewusst, mit denen du so gerne kokettierst... Eigenschaften, die du in die "Existenz" rufst, die du trotz deines Wissens über die Realität von Glaubenssätzen immer noch GLAUBST, dass sie dich ausmachen und von deren Existenz und Unveränderbarkeit du nach wie vor überzeugt bist. Achte gut darauf, wie du von dir sprichst, wie oft du selbstbildverstärkende - vor allem negative! - Aussagen über dich machst und wie du dich aufspaltest und dabei die positiven Seiten nach aussen "outsourced". Alles, was und wie man glaubt, zu sein, fällt in die Rubrik "angelerntes WISSEN"/Glaubenssätze, welches man auf dem spirit. Weg zum Nichtwissen ZUERST in Frage stellen muss, bevor man sich ein Recht herausnehmen dürfte, andere für ihren Glauben an die Realität oder andere "spirituelle Unkorrektheiten" zu tadeln.
Nicht die Glaubenssätze über die sog. Realität, sondern das ICH sollte hinterfragt werden, das solche Glaubenssätze produziert und sich mit ihnen identifiziert. Da muss man schon ganz klein bei sich selber anfangen, d.h. im Jetzt und Hier der Person. Und dann ist es i.d.R. noch ein langer (Individuations-) Weg, bis die Welt untergeht bzw. bis das das konditionierte kollektive Wissen und die Realität der Welt in Frage gestellt wird, um letzten Endes das unerlöste Ich und seine Welt als ein und dasselbe zu erkennen. Dekonstruktion des Ichs bedeutet, Ich und Welt als MEIN Gedankenkonstrukt zu erkennen. ...Dass ich der unbewusste Schöpfer meines Ichs bin und die Welt nur meine Projektion. Übrigens: Bei dem, was sich heute im linken Polit-Jargon Dekonstruktion nennt, wird nicht das ganze Weltbild, sondern werden nur Teile des Weltbildes dekonstruiert und dann durch Neukonstrukte, neue Glaubenssätze, neue Projektionen ersetzt, doch sie fühlen sich dabei wie Gott der Schöpfer HIMSELF . So arbeitet der Verstand, weil er keine Leere verträgt, und jeden verlorenen Glauben an "etwas" durch ein neues Objekt seiner Begierde ersetzen muss. Da wird nur das alte versiphte Zimmer tapeziert, statt das ganze Haus abzureissen. Ja, recht eigentlich tapeziert man mit solcherlei Reformen nur sein Grab.
Hmmmmm........da fällt mir ein, das sieht man ja des öfteren gerade bei der Holofeeling-Jüngerschaft, (die kraft ihres Glaubens allem Glauben abgeschworen hat, lol): dass sie ihre Person mit ihren Eigenschaften/Glaubenssätzen über (s)ich aussen vorlassen und den Glauben an die sog. Realität diskutieren, als ob sie getrennt von dieser Realität wären. Da lachen sie über "Tiefgläubige Materialisten" - glauben aber weiterhin an die Realität und Bedeutung ihrer eigenen Materie/Körper/Person mitsamt ihren vorwiegend negativen Eigenschaften.
Nichtwissen bedeutet, dass der Egomind als Bedeutungsgeber seiner Aufgabe nicht mehr nachkommt, weil er seinen Glauben an die Bedeutung seines Selbst- und Weltbildes verloren hat.
Nichtwissen ist die Basis des GeWAHRseins. Nicht-Wissen ist die Leere, in der sich die Fülle der geistigen Erkenntnis (Weisheit) kundtut.
Nichtwissen ist der Moment, bevor du weisst, wer und wo du bist. Das ist der Moment, der sich durch fortwährende Achtsamkeit ausdehnen läßt, bis durch fortlaufende Schattenintegration kein Unterschied mehr zwischen aussen und innen ist und nur noch Gewahrsein ist.
Nichtwissen ist Ewigkeitsbewusstsein, es ist immer JETZT. JETZT ist immer, bevor das Denken anfängt, über das Jetzt zu urteilen.
Um diese Lücke geht es: Die Lücke zwischen der reinen Wahrnehmung und der Interpretation des Verstandes. Die transegoische Wahrnehmung "dessen, was IST" ist "nüchtern", derweil die Wahrnehmung schlichtweg OHNE Interpretation IST! Nicht, dass man Nichts wahrnehmen würde, - man nimmt die Dinge wohl wahr, aber sie sind bedeutungsentleert, weil da nichts ist, wonach dich verlangt, - nichts, was dich emotional tangiert, - nichts, mit dem du dich in Freude oder Leid identifizieren könntest, - also nichts, worüber du etwas "weisst". Ohne die Dinge zu interpretieren, ERSCHEINEN sie einfach nur in deinem Fokus. Sobald aber der Verstand sie ergreift, setzt das angelernte ankonditionierte Wissen über die Dinge ein und der Verstand identfiziert sich mit seinem Wissen über die Dinge/"Etwas" und hält dieses angelernte Wissen für die Wirklichkeit.
(Das verstehe ich das transegoische "Erscheinen" - die Dinge "erscheinen" wirk- und bedeutungslos, derweil der Egomind ihnen noch keine Bedeutung zugemessen hat. (So etwas wie Wut oder Trauer kann nicht "erscheinen", weil es sich um bedingte Gefühle handelt, die aufgrund des Bedeutungsgebers ihre Wirkung entfalten. Wenn spirituelle Sucher davon sprechen, dass Phänomene, Gefühle und anderes in ihrem Fokus "einfach so erscheint", dann entspricht das nicht ihrem transegoischen SEIN, sondern es handelt es sich meist um ein mißverstandenes philosophisches Glaubenskonstrukt von einäugigen Nondualisten auf der Basis des GlAUBENS(-)satzes, dass es keinen Handelnden gebe und wir alle nur determinierte Automaten (Gottes) seien.
Was aber nicht gut möglich ist: Man kann nicht "im Nichtwissen ruhen" und danach aus dem Nichtwissen gewissermassen aufwachen, um vom Nichtwissen zu wissen. Aber vielleicht ist auch dies nur ein semantisches Problem, shit, es ist echt zum Haareraufen...LOL Was ich meine, ist: Nichtwissen ist allgemein betrachtet ein Synonym für Leere und mit Leere meint man die Abwesenheit von Ego, womit aber gleichzeitig die Anwesenheit Gottes/Gewahrsein gegeben ist - nicht als Nichts, sondern als die göttliche Fülle der Erkenntnis, die wiederum auf der Fülle der göttlichen Seins-Attribute basieren.... Man kann nach der Fasson, nach der ich selige werde, nicht im "Nichtwissen ruhen" ohne der Fülle der Erkenntnis geWAHR zu SEIN. Es gibt keine totale Ruhe in einem "schwatten Nichts", es gibt nur Ruhe in der Bewegung. Eine geistige Bewegung/ Erregung, die nicht erschöpft, keine Energien verbraucht, wie dies Gedanken und andere Tätigkeiten tun, mit denen man sich identifiziert. Ein gleichmütiges In-der-Mitte-Ruhen, dem nichts hinzugegeben noch weggenommen werden kann, weil es in diesem Bewusstsein an nichts mangelt. (Auch wer absolut konzentriert auf eine Tätigkeit ist, tut dies im Nichtwissen um seine Person, aber um diese Art des Nichtwissens geht es mir nicht, obwohl.... ) Dieses geistige Bewegtwerden macht nicht müde, vielleicht sagt man deshalb, dass der Befreite keinen Schlaf braucht... Natürlich schläft auch der Befreite, ihm ist es nur gleich gültig, ob er nun wach ist oder schläft, insofern sein Bewusstsein ein gleichmütiges ist: er ist in beiden Fällen der Beobachter und nicht der mit dem Geschehen identifizierte Teilnehmende, d.h. er kann sich weder mit den Geschehnissen seiner Träume noch mit den Inhalten seines Wachbewusstseins/Tagesgeschehnissen identifizieren. Es gibt so gut wie keine Angstträume mehr ausgehend von Traumgestalten im Schlafleben, sowie es keine Angst mehr gibt "angesichts" der eigenen Gedankenkonstrukte im "Wachleben". Bevor ich mich richtig identifizieren könnte, werde ich dessen gewahr.... auf "beiden" Ebenen, d.h. eigentlich gibt es keine Trennung mehr, da ohne die Identifizierung mit den Dingen und Geschehnissen in der Aussenwelt im sog. Wachbewusstsein und den Traum- Bildern beides als dasselbe tote bzw. "kraftlose Gegenüber" gesehen werden. SO!
Nichtwissen ist die Basis der geistigen Erkenntnis. Bei der geistigen Erkenntnis handelt es sich um kein "Etwas", Erkenntnis ist formlos, weil sprach - und bilderlos. Wenn dich zum ersten Mal der dunkle Strahl der Erkenntnis trifft, dann hast du i.d.R. erst mal keine Ahnung, sondern ANGST vor dem Numinosen, Angst vor Ichverlust. Das erste "vertikale" Blinzeln des Gewahrseins - ein kurzer Augenblick der Abwesenheit von Ego, der erste Kontakt mit dem wahren Selbst - ist für das lineare Denken des diskursiven Normalverstands absoluter Schrecken, vor dem es erst einmal davon laufen will. Es soll bloss keiner meinen, dass sich das Öffnen des Dritten Auges problemlos und ohne Erschütterungen abspielt. Das große "Staunen", von dem manche Sucher sprechen, kommt erst hinterher, wenn man die Erfahrung outgesourced hat bzw. das Formlose zu einem förm-lichen ETWAS gemacht hat, weil der Verstand ihm sprachliche Form gegeben hat. Staunen kommt n a c h der "Entrückung" des Egos, n a c h der ErGRIFFENheit durch eine dem Ego "unbekannte Macht", - die zunächst einmal als Nicht-Ich empfunden wird...
Das ist die Aufgabe des Verstandes: dem Formlosen Form zu geben. Was er vor der Befreiung unbewusst im Dienst des Egos getan hat, tut er nach der Befreiung bewusst im Dienste Gottes/Selbst. Ein anderes Schöpfertum gibt es nicht, als das Formlose (Erkennen) in die Sprachform zu giessen. Das Wort erst ruft das Formlose in die Existenz.
.
Auch ein Paradox: Der Angst vor dem Ich-Verlust kann man nur durch Annahme des Ich in seinem persönlichen Hier und Jetzt begegnen, hier an dieser Stelle muss die Arbeit (der Achtsamkeit) getan werden.
***
Was voranging:
Soso, "einstellen" bedeutet in Existenz bringen? Ist dir bewusst, dass es dein Egomind ist, der diesem Wort die Bedeutung gegeben hat, weil es für dein Ego wichtig ist, RECHT zu haben mit seiner Deutung? Was ist mit all den anderen Worten drumherum, die deiner Aufmerksamkeit entgangen sind? Was wäre wohl, wenn dein füchsiger Dräckischer Bedeutungsgeber einfach mal innegehalten hätte und überlegen würde? Richtig, dann könnte man die Worte in ihrem Sinn-Zusammenhang wahrnehmen, möglicherweise sogar in ihrem höheren Sinn, wenn der Bedeutungsgeber denn ganz schwiege.
Ich benutzte das Wort "einstellen" im selben Sinne, wie wenn ich sage, dass ich Bewusstheit über dies und jenes erlangte. Oops, shit - schon wieder so ein pöses Wort: "erlangen" klingt ja doch ebenso anrüchig, denn es gibt ja nichts zu erlangen, wenn der Herr "Niemand da" und Frau "Alles schon da" ist..blah blah blah..... usw usf. dieses Theater kann man mit jedem einzelnen Begriff veranstalten, weil man - wollte man spirituell ganz korrekt sein - jedes verdammte Wort in Anführungszeichen setzen müßte, welches versucht, das unbeschreibbare Sein auch nur annähernd zu beschreiben. Oder ganz schweigen. (soll ja welche geben, die das tun, ist aber nicht mein Ding) Oh Mann.. In deiner Zwangsjacke möchte ich echt nicht (mehr) stecken.
Tatsächlich hatte ich kurz gezögert, als ich schrieb, "wenn sich Nichtwissen EINSTELLT, es erinnerte mich nämlich an Herrn Callida, der nach seinem Dafürhalten "sein" Gewahrsein auf- und abstellen konnte. Ich lege i.d.R. großen Wert auf größtmögliche Klarheit bei meinen Beschreibungen des an sich Unbeschreibbaren und obwohl ich mir bewusst bin, dass es keinen Begriff gibt, der "richtig" beschreiben kann, was sich jeder Beschreibung entzieht, benutze ich in der Eile zuweilen Worte, die das von mir Gemeinte nicht ganz so treffend wiedergeben. wie ich es mir gewünscht hätte und wie es dem Bemühen nach meine Art ist.
Irreführung? Da kommt doch wohl eher der erbsenzählende wortverliebte Verstand des pharisäischen Schriftgelehrten daher, hängt seine Kritik an einem "falschen" Wort auf und ignoriert komplett den Zusammenhang, der ihm bei rechter BETRACHTUNG ein wenig Licht in seine Dunkelheit gebracht hätte.
Nein, die Irreführung liegt keineswegs bei meinen Worten, sondern an dem interpretierenden und Bilder machenden Verstand, der sich selbst in die Irre führt, indem er sich Bedeutung gebend an den Worten ver-greift und sich Bilder macht, Vorstellungen, derweil er den Finger für den Mond hält.
Hey, ist dir eigentlich nicht klar, was du da tust? Du machst mich verantwortlich für die VOR-STELLUNGEN, die sich bei DIR (und anderen) beim Lesen meiner Worte entwickeln könnten und erwartest des weiteren von mir, dass ich bitte so sprechen und schreiben soll, dass sich der Leser ebenfalls eine VOR-STELLUNG bastelt, dass er sich ein BILD und zwar ein RICHTIGES Bild machen kann. Lololol - da lacht das Kind. Wie ein fundamentalistischer buchstabengläubiger Religiot gehst du nach dem Buchstaben? Hey, ich kann mich nicht unmißverständlich ausdrücken, das liegt nicht an mir, sondern an der nichtdefinierbaren "Materie"! Man darf die Begriffe, die sich dafür finden oder anbieten, nicht wörtlich nehmen! Nichtwissen z.B.... (Ja, was diese phrasenhafte Redewendung des "im Nichtwissens ruhen" besagt, darf man das wie alle Phrasen wohl in Zweifel ziehen, aber was, wenn derjenige, der das von sich sagt, keine andere Wortwahl zur Verfügung hatte, um die Abwesenheit von Ego "adäquater" zu beschreiben? Ich weiss nur dies: die Klarheit des Ausdrucks wächst mit der Vertiefung des Gewahrseins...Hehe... dass sich der ganze Wortzirkus letztlich (haha, gerade jetzt schon wieder, "performativ"*!) ad absurduum führt, steht auf einem anderen Blatt - denn auch dies WEISS man nicht, auch wenn man schon 1000 mal darüber gelesen und gehört hat.)
Jesus: An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen, "du sollst" ist in der Bibel i.d.R. als Verheissung zu verstehen. Der wahre Sinn ist, dass du, wenn du selbst in der WAHRHEIT des Gewahrseins stehst, die Früchte der WAHRHEIT/Erkenntnis auch bei anderen erkennst. Dieses Jesuswort wird meist mißverstanden im Sinne von Frucht=Gutestun. Was für böse ideologischen Früchte das Gutes-Tun bringen kann, das sieht man heute auf der ganzen Weltebene.
Merke: Im spirituellen Kontext ist jegliche Art von Vorstellung über das Jenseits von Ego weder richtig noch falsch, Vorstellungen an sich sind UNWAHR, d.h. sie haben keine Wirklichkeit. Nicht meine Worte führen auf Irrwege, sondern der interpretierende vorstellungsverhaftete Verstand des Lesers. Deine Vorstellungen dienen dir in allem zur Bestätigung deiner Weltsicht bzw. dessen, was du für Spiritualität hältst. Und wenn die Worte nicht der eigenen Vorstellung entsprechen, dann wird der Fehler outgesourced, d.h. nach Aussen verlagert...projeziert. (Outsourcing - Dem Thomas sei Dank für dieses Wort!)
Und ja - Last but not least wurde tatsächlich etwas in die "Existenz" gerufen: als sich das BW des Nichtwissens "einstellte", stellte sich bei mir zugleich eine Leichtigkeit des Seins ein, die nicht von dieser Welt ist.
***
Des weiteren stellte sich im selben Kontext die Frage , ob Wahrnehmen und Da-Sein Synonyme sind:
Ja, das stimmt wohl, aber nur auf der Bewusstseins- oder DaSeins-Ebene der Trennung, auf der man die Dinge als ein Gegenüber wahrnimmt, als nicht zu sich gehörig.
Wenn aber das Da-Sein transzendiert/neutralisiert ist, spricht man vom SO-SEIN. Hier ist die Wahrnehmung eine Höhere: das So-Sein ist hier mit ungetrennter "WAHR"-nehmung von WAHRHEIT synonym, GeWAHRsein nimmt WAHRheit wahr. Die äussere Welt mit ihren Dingen darin wird zwar auch wahrgenommen, ist aber gewissermassen "tot", weil die Wahrnehmung keine Erwartungen, Wünsche und andere egoischen Empfindungen mehr weckt. Deshalb sieht man die Dinge in ihrem "So-Sein" - ohne Bedeutung für das Ego.
Im BW des So-Seins liegt der Fokus der Aufmerksamkeit/Wahrnehmung nicht mehr horizontal auf der Aussenwelt gerichtet, sondern ist mit der Quelle/Ursprung verbunden und damit im vertikalen=unmittelbaren, raumzeitlosen Erkenntnismodus - im Gegensatz zu linearen Ego-Gedankenformen, die um raumzeitliche Vorstellungen von Ich und Welt kreisen.
WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT sind ebenfalls Synonyme für das EINE. Es gibt keine andere Wirklichkeit als die WAHRHEIT bzw. die WAHRnehmung des GeWAHRseins. Und man komme mir jetzt bitte nicht mit Castaneda und all jenen "Magiern", die mit Drogen und anderen Trance-Techniken "Andere Wirklichkeiten" erforschen. Es handelt sich dabei allesamt um Ego-Trips: Träume und Visionen, Bilder und Symbole - alles Finger, die man für den Mond hält. Die können zwar ganz heilsam sein, sind aber noch lange nicht der Mond.
GeWAHRsein IST der Mond.
Wenn es heisst, Form ist Leere und Leere ist Form, dann ist damit u.a. gemeint, dass es dem befreiten Mind gleich gültig ist... dass ihm die Leere wie die Form gleich "schmeckt"... dass er keinen Unterschied macht, eben weil er nicht mehr mit den Dingen/Formen identifiziert ist. Im Endeffekt gibt es für den Befreiten weder Form noch Leere. Aber wenn er darüber sprechen will, muss er sich wiederum der Formen - der Worte bedienen, das kann er auch gefahrlos tun, derweil er nicht mehr mit den Formen identifiziert ist. Die Formen selbst verschwinden nicht, nur die Anhaftung, der Klebstoff...
Wieder anders ist es mit den egoischen Eigenschaften, die wie alle Formen ebenso zu den Gedankenkonstrukten, auf Glaubenssatz, Dogma, Überzeugung basieren. Der Verstand des Suchers mag nun glauben, dass die egoischen Charakter-Eigenschaften alle munter weiter ihr externes und internes Ein- und Ausdrucksleben führen. Pustekuchen - das transformierte Ich-SELBST ist im wahrsten Sinne des Wortes charakterlos, derweil es unfähig ist, Prinzipien, Standpunkten und anderen Fixierungen auf Zeit zu folgen. Alles, was da mal an Eigenschaft war, hat seinen Saft und seine Kraft verloren. Es "WEISS" nichts mehr von den Plänen, Zielen und Trieben, von denen es zuvor angetrieben wurde. Es handelt ohne zu handeln, d.h. es handelt spontan und bedenkt nicht - WEISS nichts um die Konsequenzen seines Handeln. Ja, aber... wirst du sagen, (sagt dein Verstand). "Ja, aber.." gibts nicht und der Konjunktiv ist ganz gestrichen! Versuch mal, dir DAS in deiner fundamentalistischen BetonBirne vorzustellen, LOL!
Übrigens: Wenn ich einen Satz mit "So!" abschliesse, dann will ich damit nicht sagen, dass ich recht habe, sondern dass ich es besser und klarer nicht hätte ausdrücken können.
Genug für heute - _()_*
***************
*_()_ - dafür, dass da ein scheinbarer Jemand ist, der meinen Geist mit ein paar Sätzen in fruchtbare Wallung bringen kann.
*"Schlauschen" meint eine passiv-aktive meditative Haltung des nach Innen gerichteten Schauens und Lauschens; diese zwei Worte hat "OneIsEnough" mir einmal zu einem Wort zusammengefügt. Gefällt mir...
*"performativ" - ist, wenn ich z.B. die Absurdität der Worte und Begriffe beschreibe, derweil ich mich eben jener Worte und Begriffe bediene, um die Absurdität der Worte und Begriffe zu beschreiben.
Korrigiert am 06.01.2018
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Schlausch* my Dear - Horch und lausche!
Klar, von einem letztgültigen Standpunkt ausgesehen, kann man im spirit. Kontext natürlich alles ein "Geschwätz" nennen, egal, in welchen Worten darüber gesprochen und geschrieben wurde und wird, weil die lebendige Wahrheit, wenn sie ausgesprochen wird, schon nicht mehr wahr ist, insofern die lebendige Wahrheit nur wahr ist, (als sie lebendig ist) für das absolute SUBJEKT, das ICH BIN. Das scheint dem Verstand total verrückt, das die Wahrheit nur in als Paradox ausgesprochen werden kann und trotz aller SELBSTbezüglichkeit des "Lehren-Lernens" auch mitgeteilt werden MUSS, und - ja, wenn keiner da wäre, der sie hören wollte, müßte man sie den Vögeln predige!Wenn das BW des Nichtwissens dein Sein werden soll, dann vergiss dein angelesenes-totes Wissen ÜBER Spiritualität und höre damit auf andere aufgrund dessen zu tadeln, - erst im Bewusstsein des Nichtwissens wirst du der lebendigen Wahrheit gewahr und besitzt du die Gabe der Unterscheidung der Geister, d.h. du wirst Unwahrheit erkennen und mit Wahrheit, statt mit Logik und Wortwichs parieren.
Bevor du dich also so eruptiv aufplusternd in die Brust wirfst und über Nichtwissen urteilst, stelle erstmal dein Wissen über dich selbst in Frage und werde dir deiner Glaubenssätze über DICH bewusst, mit denen du so gerne kokettierst... Eigenschaften, die du in die "Existenz" rufst, die du trotz deines Wissens über die Realität von Glaubenssätzen immer noch GLAUBST, dass sie dich ausmachen und von deren Existenz und Unveränderbarkeit du nach wie vor überzeugt bist. Achte gut darauf, wie du von dir sprichst, wie oft du selbstbildverstärkende - vor allem negative! - Aussagen über dich machst und wie du dich aufspaltest und dabei die positiven Seiten nach aussen "outsourced". Alles, was und wie man glaubt, zu sein, fällt in die Rubrik "angelerntes WISSEN"/Glaubenssätze, welches man auf dem spirit. Weg zum Nichtwissen ZUERST in Frage stellen muss, bevor man sich ein Recht herausnehmen dürfte, andere für ihren Glauben an die Realität oder andere "spirituelle Unkorrektheiten" zu tadeln.
Nicht die Glaubenssätze über die sog. Realität, sondern das ICH sollte hinterfragt werden, das solche Glaubenssätze produziert und sich mit ihnen identifiziert. Da muss man schon ganz klein bei sich selber anfangen, d.h. im Jetzt und Hier der Person. Und dann ist es i.d.R. noch ein langer (Individuations-) Weg, bis die Welt untergeht bzw. bis das das konditionierte kollektive Wissen und die Realität der Welt in Frage gestellt wird, um letzten Endes das unerlöste Ich und seine Welt als ein und dasselbe zu erkennen. Dekonstruktion des Ichs bedeutet, Ich und Welt als MEIN Gedankenkonstrukt zu erkennen. ...Dass ich der unbewusste Schöpfer meines Ichs bin und die Welt nur meine Projektion. Übrigens: Bei dem, was sich heute im linken Polit-Jargon Dekonstruktion nennt, wird nicht das ganze Weltbild, sondern werden nur Teile des Weltbildes dekonstruiert und dann durch Neukonstrukte, neue Glaubenssätze, neue Projektionen ersetzt, doch sie fühlen sich dabei wie Gott der Schöpfer HIMSELF . So arbeitet der Verstand, weil er keine Leere verträgt, und jeden verlorenen Glauben an "etwas" durch ein neues Objekt seiner Begierde ersetzen muss. Da wird nur das alte versiphte Zimmer tapeziert, statt das ganze Haus abzureissen. Ja, recht eigentlich tapeziert man mit solcherlei Reformen nur sein Grab.
Hmmmmm........da fällt mir ein, das sieht man ja des öfteren gerade bei der Holofeeling-Jüngerschaft, (die kraft ihres Glaubens allem Glauben abgeschworen hat, lol): dass sie ihre Person mit ihren Eigenschaften/Glaubenssätzen über (s)ich aussen vorlassen und den Glauben an die sog. Realität diskutieren, als ob sie getrennt von dieser Realität wären. Da lachen sie über "Tiefgläubige Materialisten" - glauben aber weiterhin an die Realität und Bedeutung ihrer eigenen Materie/Körper/Person mitsamt ihren vorwiegend negativen Eigenschaften.
Nichtwissen bedeutet, dass der Egomind als Bedeutungsgeber seiner Aufgabe nicht mehr nachkommt, weil er seinen Glauben an die Bedeutung seines Selbst- und Weltbildes verloren hat.
Nichtwissen ist die Basis des GeWAHRseins. Nicht-Wissen ist die Leere, in der sich die Fülle der geistigen Erkenntnis (Weisheit) kundtut.
Nichtwissen ist der Moment, bevor du weisst, wer und wo du bist. Das ist der Moment, der sich durch fortwährende Achtsamkeit ausdehnen läßt, bis durch fortlaufende Schattenintegration kein Unterschied mehr zwischen aussen und innen ist und nur noch Gewahrsein ist.
Nichtwissen ist Ewigkeitsbewusstsein, es ist immer JETZT. JETZT ist immer, bevor das Denken anfängt, über das Jetzt zu urteilen.
Um diese Lücke geht es: Die Lücke zwischen der reinen Wahrnehmung und der Interpretation des Verstandes. Die transegoische Wahrnehmung "dessen, was IST" ist "nüchtern", derweil die Wahrnehmung schlichtweg OHNE Interpretation IST! Nicht, dass man Nichts wahrnehmen würde, - man nimmt die Dinge wohl wahr, aber sie sind bedeutungsentleert, weil da nichts ist, wonach dich verlangt, - nichts, was dich emotional tangiert, - nichts, mit dem du dich in Freude oder Leid identifizieren könntest, - also nichts, worüber du etwas "weisst". Ohne die Dinge zu interpretieren, ERSCHEINEN sie einfach nur in deinem Fokus. Sobald aber der Verstand sie ergreift, setzt das angelernte ankonditionierte Wissen über die Dinge ein und der Verstand identfiziert sich mit seinem Wissen über die Dinge/"Etwas" und hält dieses angelernte Wissen für die Wirklichkeit.
(Das verstehe ich das transegoische "Erscheinen" - die Dinge "erscheinen" wirk- und bedeutungslos, derweil der Egomind ihnen noch keine Bedeutung zugemessen hat. (So etwas wie Wut oder Trauer kann nicht "erscheinen", weil es sich um bedingte Gefühle handelt, die aufgrund des Bedeutungsgebers ihre Wirkung entfalten. Wenn spirituelle Sucher davon sprechen, dass Phänomene, Gefühle und anderes in ihrem Fokus "einfach so erscheint", dann entspricht das nicht ihrem transegoischen SEIN, sondern es handelt es sich meist um ein mißverstandenes philosophisches Glaubenskonstrukt von einäugigen Nondualisten auf der Basis des GlAUBENS(-)satzes, dass es keinen Handelnden gebe und wir alle nur determinierte Automaten (Gottes) seien.
Was aber nicht gut möglich ist: Man kann nicht "im Nichtwissen ruhen" und danach aus dem Nichtwissen gewissermassen aufwachen, um vom Nichtwissen zu wissen. Aber vielleicht ist auch dies nur ein semantisches Problem, shit, es ist echt zum Haareraufen...LOL Was ich meine, ist: Nichtwissen ist allgemein betrachtet ein Synonym für Leere und mit Leere meint man die Abwesenheit von Ego, womit aber gleichzeitig die Anwesenheit Gottes/Gewahrsein gegeben ist - nicht als Nichts, sondern als die göttliche Fülle der Erkenntnis, die wiederum auf der Fülle der göttlichen Seins-Attribute basieren.... Man kann nach der Fasson, nach der ich selige werde, nicht im "Nichtwissen ruhen" ohne der Fülle der Erkenntnis geWAHR zu SEIN. Es gibt keine totale Ruhe in einem "schwatten Nichts", es gibt nur Ruhe in der Bewegung. Eine geistige Bewegung/ Erregung, die nicht erschöpft, keine Energien verbraucht, wie dies Gedanken und andere Tätigkeiten tun, mit denen man sich identifiziert. Ein gleichmütiges In-der-Mitte-Ruhen, dem nichts hinzugegeben noch weggenommen werden kann, weil es in diesem Bewusstsein an nichts mangelt. (Auch wer absolut konzentriert auf eine Tätigkeit ist, tut dies im Nichtwissen um seine Person, aber um diese Art des Nichtwissens geht es mir nicht, obwohl.... ) Dieses geistige Bewegtwerden macht nicht müde, vielleicht sagt man deshalb, dass der Befreite keinen Schlaf braucht... Natürlich schläft auch der Befreite, ihm ist es nur gleich gültig, ob er nun wach ist oder schläft, insofern sein Bewusstsein ein gleichmütiges ist: er ist in beiden Fällen der Beobachter und nicht der mit dem Geschehen identifizierte Teilnehmende, d.h. er kann sich weder mit den Geschehnissen seiner Träume noch mit den Inhalten seines Wachbewusstseins/Tagesgeschehnissen identifizieren. Es gibt so gut wie keine Angstträume mehr ausgehend von Traumgestalten im Schlafleben, sowie es keine Angst mehr gibt "angesichts" der eigenen Gedankenkonstrukte im "Wachleben". Bevor ich mich richtig identifizieren könnte, werde ich dessen gewahr.... auf "beiden" Ebenen, d.h. eigentlich gibt es keine Trennung mehr, da ohne die Identifizierung mit den Dingen und Geschehnissen in der Aussenwelt im sog. Wachbewusstsein und den Traum- Bildern beides als dasselbe tote bzw. "kraftlose Gegenüber" gesehen werden. SO!
Nichtwissen ist die Basis der geistigen Erkenntnis. Bei der geistigen Erkenntnis handelt es sich um kein "Etwas", Erkenntnis ist formlos, weil sprach - und bilderlos. Wenn dich zum ersten Mal der dunkle Strahl der Erkenntnis trifft, dann hast du i.d.R. erst mal keine Ahnung, sondern ANGST vor dem Numinosen, Angst vor Ichverlust. Das erste "vertikale" Blinzeln des Gewahrseins - ein kurzer Augenblick der Abwesenheit von Ego, der erste Kontakt mit dem wahren Selbst - ist für das lineare Denken des diskursiven Normalverstands absoluter Schrecken, vor dem es erst einmal davon laufen will. Es soll bloss keiner meinen, dass sich das Öffnen des Dritten Auges problemlos und ohne Erschütterungen abspielt. Das große "Staunen", von dem manche Sucher sprechen, kommt erst hinterher, wenn man die Erfahrung outgesourced hat bzw. das Formlose zu einem förm-lichen ETWAS gemacht hat, weil der Verstand ihm sprachliche Form gegeben hat. Staunen kommt n a c h der "Entrückung" des Egos, n a c h der ErGRIFFENheit durch eine dem Ego "unbekannte Macht", - die zunächst einmal als Nicht-Ich empfunden wird...
Das ist die Aufgabe des Verstandes: dem Formlosen Form zu geben. Was er vor der Befreiung unbewusst im Dienst des Egos getan hat, tut er nach der Befreiung bewusst im Dienste Gottes/Selbst. Ein anderes Schöpfertum gibt es nicht, als das Formlose (Erkennen) in die Sprachform zu giessen. Das Wort erst ruft das Formlose in die Existenz.
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Auch ein Paradox: Der Angst vor dem Ich-Verlust kann man nur durch Annahme des Ich in seinem persönlichen Hier und Jetzt begegnen, hier an dieser Stelle muss die Arbeit (der Achtsamkeit) getan werden.
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Was voranging:
Ich schrieb: "Nicht-Wissen ist der zustandslose Zustand, die Leere, das Nichts, welches sich einstellt, wenn man vom WissensBallast des Egos befreit ist, d.h., wenn man nicht mehr mit Ich und Weltbild identifiziert ist."
Er schrieb: Zitat: Ich weiss was du meinst, was du sagen willst, aber du machst es "kaputt" damit, d.h. du führst die Leser damit in die IRRE, es gibt keinen zustand der Leere und des Nichts, der sich "einstellen" könnte, einstellen bedeutet in EXISTENZ bringen, es wird auch nicht dadurch besser, dass du "zustandsloser Zustand" sagst. Zitatende
Ich schrieb: Kaputtmachen? Ach was, das ist Erbsenzählerei des Verstandes, wenns danach geht, darfst du gar keine Worte gebrauchen - als ob es eine Sprache gäbe, die den befreiten Mind beschreiben könnte! Es ist letztlich völlig egal, in welche Worte DU oder ICH oder andere es fassen, jeder, der in dem BewusstseinSein seiner wahren Natur verwurzelt ist, hat keine andere Möglichkeit, als es in die Worte zu fassen, die ihm zur Verfügung stehen, in der Bemühung um eine bestmögliche ANNÄHERUNG an das, was man nicht in Sprache bringen kann, weil das eigenschaftslose ICH BIN- Bewusstsein aufgrund seiner Eigenschaftslosigkeit undefinierbar ist und sich jedem Begriff entzieht. Auf der anderen Seite ist es (mir) nicht möglich, NICHT darüber zu sprechen und immer klarere Begriffe zu finden, aber nicht, um anderen diesen "Zustand" verständlich zu machen, sondern es dient immer nur der eigenen Klarheit. Der Begriff des zustandslosen Zustands ist nicht von mir, er bezeichnet dasselbe Paradoxon, wie mans auch bei Laotse lesen kann, wenn er z.B. vom Handeln, ohne zu handeln spricht. Schon weil der Begriff des Handelns das eigenschaftsverhaftete Ich-Bewusstsein eines Handelnden voraussetzt, ist dieser Begriff obsolet."Zitatende.
Soso, "einstellen" bedeutet in Existenz bringen? Ist dir bewusst, dass es dein Egomind ist, der diesem Wort die Bedeutung gegeben hat, weil es für dein Ego wichtig ist, RECHT zu haben mit seiner Deutung? Was ist mit all den anderen Worten drumherum, die deiner Aufmerksamkeit entgangen sind? Was wäre wohl, wenn dein füchsiger Dräckischer Bedeutungsgeber einfach mal innegehalten hätte und überlegen würde? Richtig, dann könnte man die Worte in ihrem Sinn-Zusammenhang wahrnehmen, möglicherweise sogar in ihrem höheren Sinn, wenn der Bedeutungsgeber denn ganz schwiege.
Ich benutzte das Wort "einstellen" im selben Sinne, wie wenn ich sage, dass ich Bewusstheit über dies und jenes erlangte. Oops, shit - schon wieder so ein pöses Wort: "erlangen" klingt ja doch ebenso anrüchig, denn es gibt ja nichts zu erlangen, wenn der Herr "Niemand da" und Frau "Alles schon da" ist..blah blah blah..... usw usf. dieses Theater kann man mit jedem einzelnen Begriff veranstalten, weil man - wollte man spirituell ganz korrekt sein - jedes verdammte Wort in Anführungszeichen setzen müßte, welches versucht, das unbeschreibbare Sein auch nur annähernd zu beschreiben. Oder ganz schweigen. (soll ja welche geben, die das tun, ist aber nicht mein Ding) Oh Mann.. In deiner Zwangsjacke möchte ich echt nicht (mehr) stecken.
Tatsächlich hatte ich kurz gezögert, als ich schrieb, "wenn sich Nichtwissen EINSTELLT, es erinnerte mich nämlich an Herrn Callida, der nach seinem Dafürhalten "sein" Gewahrsein auf- und abstellen konnte. Ich lege i.d.R. großen Wert auf größtmögliche Klarheit bei meinen Beschreibungen des an sich Unbeschreibbaren und obwohl ich mir bewusst bin, dass es keinen Begriff gibt, der "richtig" beschreiben kann, was sich jeder Beschreibung entzieht, benutze ich in der Eile zuweilen Worte, die das von mir Gemeinte nicht ganz so treffend wiedergeben. wie ich es mir gewünscht hätte und wie es dem Bemühen nach meine Art ist.
Irreführung? Da kommt doch wohl eher der erbsenzählende wortverliebte Verstand des pharisäischen Schriftgelehrten daher, hängt seine Kritik an einem "falschen" Wort auf und ignoriert komplett den Zusammenhang, der ihm bei rechter BETRACHTUNG ein wenig Licht in seine Dunkelheit gebracht hätte.
Nein, die Irreführung liegt keineswegs bei meinen Worten, sondern an dem interpretierenden und Bilder machenden Verstand, der sich selbst in die Irre führt, indem er sich Bedeutung gebend an den Worten ver-greift und sich Bilder macht, Vorstellungen, derweil er den Finger für den Mond hält.
Hey, ist dir eigentlich nicht klar, was du da tust? Du machst mich verantwortlich für die VOR-STELLUNGEN, die sich bei DIR (und anderen) beim Lesen meiner Worte entwickeln könnten und erwartest des weiteren von mir, dass ich bitte so sprechen und schreiben soll, dass sich der Leser ebenfalls eine VOR-STELLUNG bastelt, dass er sich ein BILD und zwar ein RICHTIGES Bild machen kann. Lololol - da lacht das Kind. Wie ein fundamentalistischer buchstabengläubiger Religiot gehst du nach dem Buchstaben? Hey, ich kann mich nicht unmißverständlich ausdrücken, das liegt nicht an mir, sondern an der nichtdefinierbaren "Materie"! Man darf die Begriffe, die sich dafür finden oder anbieten, nicht wörtlich nehmen! Nichtwissen z.B.... (Ja, was diese phrasenhafte Redewendung des "im Nichtwissens ruhen" besagt, darf man das wie alle Phrasen wohl in Zweifel ziehen, aber was, wenn derjenige, der das von sich sagt, keine andere Wortwahl zur Verfügung hatte, um die Abwesenheit von Ego "adäquater" zu beschreiben? Ich weiss nur dies: die Klarheit des Ausdrucks wächst mit der Vertiefung des Gewahrseins...Hehe... dass sich der ganze Wortzirkus letztlich (haha, gerade jetzt schon wieder, "performativ"*!) ad absurduum führt, steht auf einem anderen Blatt - denn auch dies WEISS man nicht, auch wenn man schon 1000 mal darüber gelesen und gehört hat.)
Jesus: An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen, "du sollst" ist in der Bibel i.d.R. als Verheissung zu verstehen. Der wahre Sinn ist, dass du, wenn du selbst in der WAHRHEIT des Gewahrseins stehst, die Früchte der WAHRHEIT/Erkenntnis auch bei anderen erkennst. Dieses Jesuswort wird meist mißverstanden im Sinne von Frucht=Gutestun. Was für böse ideologischen Früchte das Gutes-Tun bringen kann, das sieht man heute auf der ganzen Weltebene.
Merke: Im spirituellen Kontext ist jegliche Art von Vorstellung über das Jenseits von Ego weder richtig noch falsch, Vorstellungen an sich sind UNWAHR, d.h. sie haben keine Wirklichkeit. Nicht meine Worte führen auf Irrwege, sondern der interpretierende vorstellungsverhaftete Verstand des Lesers. Deine Vorstellungen dienen dir in allem zur Bestätigung deiner Weltsicht bzw. dessen, was du für Spiritualität hältst. Und wenn die Worte nicht der eigenen Vorstellung entsprechen, dann wird der Fehler outgesourced, d.h. nach Aussen verlagert...projeziert. (Outsourcing - Dem Thomas sei Dank für dieses Wort!)
Und ja - Last but not least wurde tatsächlich etwas in die "Existenz" gerufen: als sich das BW des Nichtwissens "einstellte", stellte sich bei mir zugleich eine Leichtigkeit des Seins ein, die nicht von dieser Welt ist.
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Des weiteren stellte sich im selben Kontext die Frage , ob Wahrnehmen und Da-Sein Synonyme sind:
Ja, das stimmt wohl, aber nur auf der Bewusstseins- oder DaSeins-Ebene der Trennung, auf der man die Dinge als ein Gegenüber wahrnimmt, als nicht zu sich gehörig.
Wenn aber das Da-Sein transzendiert/neutralisiert ist, spricht man vom SO-SEIN. Hier ist die Wahrnehmung eine Höhere: das So-Sein ist hier mit ungetrennter "WAHR"-nehmung von WAHRHEIT synonym, GeWAHRsein nimmt WAHRheit wahr. Die äussere Welt mit ihren Dingen darin wird zwar auch wahrgenommen, ist aber gewissermassen "tot", weil die Wahrnehmung keine Erwartungen, Wünsche und andere egoischen Empfindungen mehr weckt. Deshalb sieht man die Dinge in ihrem "So-Sein" - ohne Bedeutung für das Ego.
Im BW des So-Seins liegt der Fokus der Aufmerksamkeit/Wahrnehmung nicht mehr horizontal auf der Aussenwelt gerichtet, sondern ist mit der Quelle/Ursprung verbunden und damit im vertikalen=unmittelbaren, raumzeitlosen Erkenntnismodus - im Gegensatz zu linearen Ego-Gedankenformen, die um raumzeitliche Vorstellungen von Ich und Welt kreisen.
WAHRHEIT und WIRKLICHKEIT sind ebenfalls Synonyme für das EINE. Es gibt keine andere Wirklichkeit als die WAHRHEIT bzw. die WAHRnehmung des GeWAHRseins. Und man komme mir jetzt bitte nicht mit Castaneda und all jenen "Magiern", die mit Drogen und anderen Trance-Techniken "Andere Wirklichkeiten" erforschen. Es handelt sich dabei allesamt um Ego-Trips: Träume und Visionen, Bilder und Symbole - alles Finger, die man für den Mond hält. Die können zwar ganz heilsam sein, sind aber noch lange nicht der Mond.
GeWAHRsein IST der Mond.
Wenn es heisst, Form ist Leere und Leere ist Form, dann ist damit u.a. gemeint, dass es dem befreiten Mind gleich gültig ist... dass ihm die Leere wie die Form gleich "schmeckt"... dass er keinen Unterschied macht, eben weil er nicht mehr mit den Dingen/Formen identifiziert ist. Im Endeffekt gibt es für den Befreiten weder Form noch Leere. Aber wenn er darüber sprechen will, muss er sich wiederum der Formen - der Worte bedienen, das kann er auch gefahrlos tun, derweil er nicht mehr mit den Formen identifiziert ist. Die Formen selbst verschwinden nicht, nur die Anhaftung, der Klebstoff...
Wieder anders ist es mit den egoischen Eigenschaften, die wie alle Formen ebenso zu den Gedankenkonstrukten, auf Glaubenssatz, Dogma, Überzeugung basieren. Der Verstand des Suchers mag nun glauben, dass die egoischen Charakter-Eigenschaften alle munter weiter ihr externes und internes Ein- und Ausdrucksleben führen. Pustekuchen - das transformierte Ich-SELBST ist im wahrsten Sinne des Wortes charakterlos, derweil es unfähig ist, Prinzipien, Standpunkten und anderen Fixierungen auf Zeit zu folgen. Alles, was da mal an Eigenschaft war, hat seinen Saft und seine Kraft verloren. Es "WEISS" nichts mehr von den Plänen, Zielen und Trieben, von denen es zuvor angetrieben wurde. Es handelt ohne zu handeln, d.h. es handelt spontan und bedenkt nicht - WEISS nichts um die Konsequenzen seines Handeln. Ja, aber... wirst du sagen, (sagt dein Verstand). "Ja, aber.." gibts nicht und der Konjunktiv ist ganz gestrichen! Versuch mal, dir DAS in deiner fundamentalistischen BetonBirne vorzustellen, LOL!
Übrigens: Wenn ich einen Satz mit "So!" abschliesse, dann will ich damit nicht sagen, dass ich recht habe, sondern dass ich es besser und klarer nicht hätte ausdrücken können.
Genug für heute - _()_*
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*_()_ - dafür, dass da ein scheinbarer Jemand ist, der meinen Geist mit ein paar Sätzen in fruchtbare Wallung bringen kann.
*"Schlauschen" meint eine passiv-aktive meditative Haltung des nach Innen gerichteten Schauens und Lauschens; diese zwei Worte hat "OneIsEnough" mir einmal zu einem Wort zusammengefügt. Gefällt mir...
*"performativ" - ist, wenn ich z.B. die Absurdität der Worte und Begriffe beschreibe, derweil ich mich eben jener Worte und Begriffe bediene, um die Absurdität der Worte und Begriffe zu beschreiben.
Korrigiert am 06.01.2018
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Samstag, 4. November 2017
Dogma - Erkenntnis - Sein
Weil du fragtest:
Lebendig ist eine Erkenntnis, wenn sie spontan aus dem vertikalen Ursprung/Gewahrsein auftaucht. Glaubenssätze sind lineare Gedankenkonstrukte, i.d.R. aus zweiter und dritter Hand (Bücher, Medien, Erziehung, Lehre). Glaubenssatz ist Dogma und betrifft die Annahmen über unsere gesamte sog. Realität.
Wo das Sein nicht nur ein friktives=geglaubtes Sein ist, ist das wahre Sein ein konkretes faktisches gleichmütiges SEIN auf der Basis der "Losigkeiten", dem "Ledigsein" von jeglicher Identifikation mit egoischen Charakter-Eigenschaften. Gleichmut ist perfekte Balance, es gibt hier so gut wie nichts mehr, was dich aus der Mitte bringen könnte. Wo das Sein kein gleichmütiges ist, ist es kein Sein.
Der wissende und überaus gelehrte Verstand aber macht aus dem Lebendigen Jetzt- und SoSein eine Fiktion, ein philosophisches Konstrukt, er objektiviert ES. Wo das Sein kein Faktisches ist, GLAUBT und denkt man das Sein gern als Hintergrund, auf dem sich unser Ego austobt. Da GLAUBT und denkt der konzeptualisisierende Mind z.B., dass ALLES, was existiert, vom SEIN (bzw. Es,Das/Gott/Bewusstsein) durchdrungen ist - ohne SELBST durchdrungen zu sein. Vielleicht hat man wirklich mal ein Lichtlein gesehen, vielleicht hat man eine Ahnung, eine Intuition gehabt, vielleicht sogar ein erschütterndes echtes Erwachen. Doch kommt man aus der vorübergehenden Entrücktheit des Minds zurück, ist man wieder der Alte mit all seinen egoischen Identifizierungen mit Ich und der Welt - mit dem Unterschied: man hat nun ein neues Konzept, mit dem das sich neu dünkende Ich identifiziert und mit dem vorlieblich bis zu seinem Lebensende hausieren geht. (Wo Identifizierung ist, gibts nix Neues.)
Solange ein Mensch sich nicht aus sich SELBST heraus als ALLES und NICHTS - Form UND Leere - erkennt, hat sein Sein kein faktisches und er projeziert das SEIN in alle Dinge, die er in der Aussenwelt wahrnimmt. Er glaubt zwar, dass auch bei ihm im Hintergrund seines Egos ein unendliches SEIN am WErke ist, aber er IST es nicht. Es ist dies derselbe Glaube der Christen, die glauben, dass Christus sie von allen Sünden erlöst habe durch seinen Tod am Kreuz und deshalb alle Menschen, die an Christus nur glauben, Kinder Gottes sind, sodass sie keine Probleme damit haben, weiterhin munter ihren egoischen Tätigkeiten und Sünden nachgehen. Genauso glaubt auch der Gläubige Denker, dass sein Zorn, sein Widerstand, seine emotionalen Auf- und Ab-Achterbahnfahrten - also sein Ego - ein wahres Sein hätten und aus der selben UrsprungsQuelle stammten wie das neutrale Gewahrsein. Das ist nur DENKEN, aber kein SEIN.
Bewusstes Sein erfordert den (Kreuzes-)Tod des Egos, wie bei Jesus so auch bei allen anderen Menschen, die sich berufen fühlen, ihrer Wahren Natur zu folgen.
Bewusstes SEIN ist nicht mehr mit der Materie, mit den Formen identifziert, es projeziert kein BewusstSein in die Dinge der Welt hinein. Es hat alle äusseren "Kräfte" in sich SELBST zusammengezogen bzw. ALLE seine Projektionen zurückgenommen. Es hat erkannt: Die Welt bin Ich, die Welt ist in mir. Und letztlich: Ich All-Eins bin DAS einzige All-eine unendliche Bewusstsein.. Mit der Projektionsrücknahme sind alle äusseren Dinge in der "Welt" (Welt ist weiter nichts als ein Abstraktum, welches hier am Nullpunkt so nicht mehr existiert) ihrer Bedeutung entleert!
Zwischen bewusstem (Gleichmütig-) Sein und Glaubensätzen ÜBER das Sein - unendlicher Abstand.
Alles und Nichts oder DAS, was ist, ist immer an das absolute Jetzt und damit an das absolute Allein-same SUBJEKT gebunden, das ICH BIN. Es läßt sich nicht objektivieren bzw. in Dinge hineinprojezieren, in "Etwasse", wie der Herr Fredoo es ein wenig gespreizt benennt. Der konzeptuelle Verstand aber kann nicht anders. er konzeptualisiert die geistigen Erkenntnisse, egal, ob sie ihm aus erster Hand/Ursprung oder aus zweiter Hand vermittelt werden und zieht seine unstatthafte Schlussfolgerungen aus der lebendigen Erkenntnis und damit das transpersonale Bewusstsein auf die personale BW-Ebene hinunter.
Im Grunde handelt es sich bei diesem Problem um die alte Frage Dualismus vs. Nondualismus. Die Frage ist nicht zu beantworten, ohne dass der Verstand dabei draufgeht. Liiiiicht an!
Ok, Die Frage ging vorgestern nach der Verantwortung des befreiten Menschen. Gibt es nun eine Verantwortung oder gibt es keine?
Zum ersten:
Wessen "Losigkeiten" nur auf Glauben (als Fürwahrhalten/Denken) basieren und nicht fest im Gewahrsein gründen, der hat nur egoische Vorstellungen* von der nichtidentifizierten transegoischen Absichtslosigkeit, Verantwortungslosigkeit, Moral-Losigkeit, Bilderlosigkeit, "Charakterlosigkeiten" (Eigenschaftslosigkeit) uvm.
(*Falsche oder richtige Vorstellungen gibts hier nicht, die Identifizierung mit Vorstellungsbildern als solche sind der Schleier, das Hindernis, die transegoische Wirklichkeit zu SCHAUEN, die immer "hinter" den Vorstellungen des Minds liegt)
Zum Zweiten:
Die Frage ist weder mit ja noch mit nein zu beantworteten, sondern unterliegt dem SUBJEKTIVEN Erkenntnisprozess des Gewahrseins, der sich im erkennenden SUBJEKT in den drei Identifikations-Schritten vollzieht, wie ich sie weiter oben schilderte.
So etwas wie Verantwortung ist für den WAHRnehmenden Mind nur ein objektivierender abstrakter Begriff ohne jede Bedeutung. Deshalb übernehmen wir Verantwortung und KEHREN UM zu dem Subjekt, welches ICH bin und zwar JETZT, hehe:
1. Ich bin verantwortlich (Bejahung, Überzeugung und Identifizierung auf der dual-personalen Stufe)
2. Ich bin nicht verantwortlich. (Auflösung der Überzeugtheit/Identifizierung mit BW 1 = Verneinung, Erkenntnis und neuerliche Identifizierung mit der Erkenntnis des BW 2.
3. Ich bin sowohl verantwortlich als auch nicht verantwortlich (Auflösung von BW2 = Auflösung des Entweder-oder-Denkens des Egominds von BW1, Aufstieg in die nächsthöhere "Ebene", Paradox, Transformation. Neuerliche Identifizierung!
4. NULLPUNKT: Ich bin weder dieses noch jenes, also weder veranwortlich noch nicht verantwortlich. (Auflösung der Identifizierung mit der Überzeugtheit von BW3 - Tilt. Aus. Unausprechlichkeit. Einheit. Leere. Bedeutungslosigkeit. Projektions- und Identifizierungsrücknahme gelungen. D.h., es läßt sich über den "Gegenstand" der Verantwortung nichts aussagen, weil hier KEINERLEI Begriffe passen und die Sprache versagt. "Schweigen." Der Verstand steht STILL. Durch diesen DesidentfizierungsProzess entsteht das echte Schweigen des Verstandes, welches oft falsch verstanden und sogar geübt wird als simple Gedankenleere. Dieses Schweigen - diese absolute Passivität des Verstandes kommt also aus der höchsten Aktivität.
Das Sein, über das sich etwas aussagen läßt, ist kein Sein. Jede Aussage darüber ist Definition und Definition basiert auf Identifikation, weshalb es weder egoisch noch transegoisch ist. ES simply IST.
Meist bleibt der Verstand mehr oder weniger, kürzer oder über längeren Zeitraum mit einer dieser BW-Ebenen identifiziert, sehr viele Menschen ihr Leben lang, wenn nicht ein vertieftes Gewahrsein diese Identifizierung aufdeckt. Deswegen ist das Üben von Achtsamkeit so wichtig, weil es in Gewahrsein mündet und es ohne Gewahrsein keine WAHRnehmung von Anhaftung gibt.
Nochmal: Der Glaube, dass ALLES, was existiert, von (Bewusst-)SEIN oder DAS erfüllt ist, ist also wiederum ein Glaube,eine Fiktion und keine Erkenntnis, "Alles" ist - hier als Vielfalt der Dinge begriffen - auch nur erneute Projektion und Schlussfolgerung des Verstandes. So etwas wie Vielfalt existiert nicht im konkreten JETZT, sondern nur im Kopf, im Denken und ist nichts Konkretes!!!
Wenn Du erkannt hast, dass du DAS bist, was du in die Welt hineinprojezierst, dann bist du in deiner Wahren Natur "angekommen".
Es gibt kein faktisches SEIN (kein DAS, ES, Gott/Bewusstheit) ohne die Seinsttugenden der "Losigkeiten". Die Erkenntnis, dass ich DAS bin, basiert auf der Desidentifikation von Denken und Fühlen. Die Losigkeiten sind die Grundlage für das eigenschaftslose SELBST/Gewahrsein. Wo das Ego aber mit seinen Eigenschaften, seinem Denken und Fühlen identifiziert. ist, ist kein Gewahr-SEIN. Gewahrsein entsteht durch die Transformation des Denkens und des Fühlens. Der Glaube, die personal-duale BW des Egos mit seinem Gefühlschaos habe genausoviel Wirklichkeit wie die transpersonale BW-Ebene, ist irrig. Erst die Transformation des Denkens und Fühlens befähigt den Menschen die dualistische Alltagskonsensus-Ebene wie einen Film WAHRzunehmen, mit dem man NICHT identifiziert ist. Wer bei dem Filmgucken anfängt zu toben, zu heulen oder Freudentänze aufzuführen, ist identifiziert. Klaro.
Ob es eine totale Desidentifikation von Ego gibt, weiss ich nicht, ich weiss nur aus eigenem Erleben, dass es nach der Glorreichen Auferstehung - der Endgültigen Befreiung - keinen Rückfall mehr in den Alten Adam gibt, weil das Gewahrsein stabil bleibt imd jede sich anbahnende Identifizierung mehr oder weniger schnell erledigt. Wenn mir bei dem "Film" (es macht keinen Unterschied, ob in der scheinbaren Realität oder beim Anschauen eines virtuellen Films) vor lauter Rührung die Tränen in die Augen steigen wollen, was natürlich ab und an passieren will, dann werde ich mir sehr schnell dessen bewusst und diese Bewusstheit führt mich zurück ins JETZT und damit zu mir SELBST zurück. Bislang jedenfalls ist es mir unmöglich geworden, die Bewusstheit total zu verlieren. Angst kam bislang keine auf , derweil der Bewusstheit gar nicht entgehen kann, dass es nur die Gedanken ÜBER die Dinge sind, die Angst machen.
Nicht zu vergessen wäre, dass auch diese Worte letztlich nur annäherende Beschreibungen sind, auch deshalb, weil sich dieses 1-0-1-0-fluktuierende Bewusstsein (noch?) nicht beschreiben läßt.
Nach allem, was ich über diese Dinge schreibe, wäre es überhaupt angebracht, jedesmal mit den Alten Meister einschränkend den Zusatz hinzuzufügen: Und dennoch....
Das waren so meine ersten spontanen freien Assoziationen zu deiner Frage, ob das transegoische befreite SELBST Verantwortung übernimmt oder nicht, Holdes Fräulein. (Vielleicht habe ich deine Frage auch falsch verstanden? Wen kümmerts - ich bin sooo (gewalt-)frei, dass ich mir bewusst gestatte, den Fragen anderer die Bedeutung zu verleihen, die sie spontan für mich haben.)
Aber ohne Gewahrsein wirst du die Wahrheit meiner Antwort nicht erfassen können, wenn meine Worte keinen Widerschein in deinem Herzen bewirken, wirst du die sie allerhöchstens mit deinem klugen Verstand als Glaubensartikel in dein Konzept verwursteln. Denn die Wahrheit wird dir von deinem Widerstand gegen sie, der sich v. a.. über deine Vorstellung über meine Person aufbaut, verdunkelt.
Dass du dir zum Thema Verantwortung zum Beweis deines Glaubensartikels die Vergangenheit bemühst und einen alten Beitrag von mir aus 2015 heranziehst, oi oi, erinnert mich stark an den Archivar Callida. Na ja, ich habe auf den alten Käse von mir nur einen kurzen Blick geworfen - kann gut sein, dass ich damals mit der Negation identifiziert war, hah, wen kümmerts?! So oder so - ich laufe immer ins Ziel.(4)
Wahr ist: Die WAHRHEIT ist absolut, aber auch veränderlich - worauf der kleine Mann im Ohr mich promptly fragt: Macht diese Veränderlichkeit die Wahrheit nicht UNWAHR? Huiiiiiiiiii und gleich gehts wieder los: 1-2-3-4TILT! :-D
Epilog:
Er kann's nicht lassen, ich habe ja schon viel darüber geschrieben und vielen meiner Leser mag es wie die Xte Wiederholung in den Ohren klingeln , aber er - der befreite Mind - muss offenbar immer wieder neue Worte finden, bessere Worte, klarere Worte für das dem NormalVerstande völlig Unverständliche. Für ihn ist das Alte immer auch das völlig Neueste.
Jo...Und dennoch... LOL
hm...Gibt's eigentlich sowas wie einen Endlosblog mit unendlicher Speicherkapazität?
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