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Samstag, 26. Januar 2019

Transdementia praecox


Am Ende des psychospirituellen Individuationsprozesses tritt an die Stelle des Über-Ichs das Gewahrsein. Objektiv betrachtet scheinen sich die  beiden "Mechanismen" auf's Haar zu gleichen. Würde ich einem herkömmlichen angepassten Ich-Psychologen mein neues Denken und Erkennen (erkennendes Denken, denkendes Erkennen) schildern, könnte er gar nichts anderes tun, als diagnostizieren, dass ich offenbar von einem spirituellen Zensor beherrscht würde, der jede Ego-Regung als böse und schlecht erkennt und zu eliminieren oder verdrängen suchte.

Wie ich schon oft erwähnte hat sich mein Denken seit jener Nacht in 2011 einerseits total verändert, bzw. ist es in stetiger Veränderung begriffen, infolge ändert sich natürlich auch der Sprachgebrauch. Andererseits aber hat es sich nicht groß verändert, vielleicht nur in der Weise, als ich jetzt fähig bin, den Verstand weiterhin zu nutzen, im Gegensatz zu früher aber lerne, ihn auf die rechte Art und zu gegebener Zeit zu gebrauchen. Ich denke und spreche auch nicht mehr gerne von Spiritualität und Gott, was m. E. aber notwendig wird, wenn man von Evolution spricht. Keine Evolution ohne Involution.

Wie schon oft erwähnt, sind Wunsch-, Planungs- und Absichtsbekundungen jeglicher Art für mein  transegoisches Ich sehr schwer zu formulieren und wenn ich ab und an doch noch welche äussere, dann muss ich gleich darauf schon drüber lachen.  Das gilt für  Zielsetzungen jeder Art. Kommt es doch mal vor, dass ich schreibe oder sage, dass ich dies und jenes tun WERDE oder tun WILL,  ist mir sofort bewusst, dass es nur hohle "Versprechungen" sind, die ich gleich darauf vergessen habe, weil es mir sehr schwer fällt, etwas in  meinem Gedächtnis zu behalten, was ich in der Zukunft zu tun geDENKE. Das liegt nicht am Alter, sondern weil ich  weder Begehren noch einen Willen habe, ihn durchzusetzen.  Entweder "kriege" ich etwas spontan, JETZT, oder gar nicht.
Das Formulieren von Absichten ist einfach unstimmig und entspricht nicht mehr meinem Bewusstsein.
 Der sprachliche Gebrauch des zukunftsorientierten  "Ich WERDE tun" stößt bei mir auf Widerstand, deshalb drücke ich mich lieber  in der Präsenzform aus, wobei ich genau das auch tue, was ich ansonsten nur ansage  und ich tue es SOFORT. JETZT,   was ich im Future-Modus nur irgendwann zu tun beabsichtigen scheine.     Auf diese Weise muss ich nichts im Gedächtnis abspeichern und in der Warteschleife halten,  kurz: ich muss mich nicht (krampfhaft) erinnern, sondern kann spontan das tun, was JETZT notwendig ist.
Konkretes Beispiel: Gestern hatte ich die Idee,  - zu einem SPÄTEREN Tageszeitpunkt -  meine Freundesliste zu reduzieren und so postete  ich eine Info an die Facebook-Friends-Gemeinde. Die erste Formulierung ging so:


Achtung Achtung, wegen FB-Streßbefalls WERDE ich meine Facebook-Freundesliste reduzieren.
Darüber kam ich wie gewohnt ins Stolpern, derweil ich sofort gewahr wurde, dass ich diese Absicht  evtl.gar nicht realisieren kann, wenn ich es nicht sofort tue. Also schrieb ich:
(...)wegen FB-Streßbefalls REDUZIERE ich meine Facebook-Freundesliste ...

DAS ist ein Statement! (By the way: Ein Ich-Psychologe könnte hier diagnostizieren, dass es ein perfektionistisches Über-Ich wäre, was mich zu solchen Überlegungen anstachle...lol.) Was ich mit dem komplizierten "Geschwurbel" veranschaulichen will? Ich kann mir nichts mehr vornehmen! Ich KANN nichts mehr  planen.  Ich MUSS die Dinge SPONTAN erledigen,  wenn ich das nicht mache,  VERGESSE ich sie.
Irgendwie will sich meine  Sprache und mein Tun miteinander in  Einklang bringen.  Auch die Sprache will sich verEINfachen und meinem Gegenwärtigsein anpassen und annähern... 
Annähern, genau, eben eben- das alles ist so  schwer zu beschreiben, weil sich Präsenz (=Einheitsbewusstsein) gar nicht bw. nur in annähernden Worten beschreiben läßt. Sprache und Gegenwärtigkeit  schliessen einander völlig aus! Paradoxerweise scheint es mir, dass ich um so mehr schreibe, um so mehr sich die Sprache vereinfacht...

Termine einzuhalten ist noch schwerer  bzw. wird immer schwerer, je weniger Termine ich habe.   Je MEHR Termine ich habe und wahrnehme, desto strukturierter ist mein Tag und mein Bewusstsein. Es ist ein ständiges Schwanken zwischen Ordnung und Chaos. Bindung und Lösung.
Wider Erwarten gewöhne ich mich aber auch relativ schnell wieder daran und mir bewusst, wie schnell alles  wieder zur Routine erstarren kann:  Jeden Tag nur ein einziger Termin -  irgendwo zur Krankengymnastik, Sport, Rathaus oder andere Erledigungen -  kostet mich ja einige Stunden Zeit und das heisst, dass ich mich zwangsläufig  einschränke in dem Sinne, dass ich den zeitlosen nach  Innen orientierten vertikalen BW-Modus verlasse, um im Modus  linearer raumzeitlicher Aussenorientierung meinen "Verpflichtungen" - den Anforderungen der "realen" Welt nachzugehen. Eine "Entfremdung", die mich aber nicht mehr aus den Latschen kippt bzw. aus der SELBSTzentrierung, wie dies früher noch oft der Fall war, als das Gewahrsein noch  nicht stabil war  und ich  mich sofort heimatlos und aus der Gnade gefallen fühlte, wenn die Welt "da draussen"  Aufmerksamkeit von mir forderte.  Das ist heute nicht mehr so, ich halte mich ohne Gewinn- oder Verlustgefühl in beiden "Welten" oder Ebenen auf. Da ist kein Unterschied mehr in der Qualität der Wahrnehmung.  Keine Pause, kein "unendlicher Abgrund" mehr.

Einmal mehr erkenne ich,  auf welche Weise sich der Egomind die Zeit strukturiert, wie sehr der Mensch von der Zeit geknebelt und  "in's Geschirr genommen" wird. Aber diese Erkenntnis erschreckt mich nicht mehr.  Angst, wieder in Routine zu erstarren, kenne ich auch  nicht.  (Diese blitzartigen Einblicke in die Abgründigkeit der Zeit,  wie sie mich im Kontext von Schattenintegration heimsuchten, waren für mich immer schreckliche Torturen, die den ganzen Leib-Seele-Organismus schockten. Alles wehrte sich dagegen... bis wirklich auch die letzte Zelle glücklich war,  dauert es noch eine geraume Zeit.)

Ich fällt mir morgens schwer zu sagen, welchen Tag wir haben und wenn es mir einfällt, kann ich das nicht speichern. Früher hatte jeder Wochentag eine ganz bestimmte gefühlsmäßige Färbung , so gab es ein bestimmtes "Montagsgefühl" und dieses verliess mich tagsüber nicht, ausser wenn ich die Zeit vergass, was früher aber nicht in dem Ausmass  der Fall war, wie JETZT.

Es gibt Spirituelle,  die mir diese Vergesslichkeit/Zeitlosigkeit nicht "abnehmen", die sollten mich mal einen Tag lang beobachten, wie kopflos ich durch die Gegend laufe, wie chaotisch meine Handlungen sind, wenn ich nicht gerade am Schreiben bin.  Ständig werde ich geistig total absorbiert und alles andere vergesse ich. Ich fang etwas an zu tun und lass es gleich darauf liegen, weil "es" mich schon wieder fortträgt.  Kaum eine Tätigkeit wird zu Ende geführt, bzw. dauert es seine ZEit, bis ich mich wieder erinnere.
Morgens stehe ich zwischen 7 und 9 Uhr auf, gucke meist nicht auf die Uhr und wenn ich gucke, vergesse ich die Zeit  gleich wieder und weiss erst welchen Tag wir haben, wenn es von der Welt drastisch eingegefordert wird oder mich irgendein äusserer  oder innerer Reiz daran erinnert, dass ich Termine hab. (Das ist für mich "Stress", nur  dass ich mich nicht darüber errege;  der Stress liegt darin, dass ich mich nicht beeilen kann,  weil ich keine schnellen Bewegungen mehr machen kann und ich zudem schnell Luftnot bekomme bei Anstrengungen. Schliesslich bin ich schon ein Altes Mädchen von 72 Jahren, habe mich  quasi schon ins  Seniorenzentrum eingeliefert und kann mir meine "Zerstreutheit" und Altersschwachsinnigkeiten jeglicher Art ohne Skrupel oder Scham  leisten - Hauptsache, der Geist bleibt beweglich. lol)

Einen Plan habe ich nicht, aber es sind immer dieselben Tätigkeiten, die ich morgens absolviere. Wann ich damit fertig bin, steht allerdings in den Sternen. Ich setze vielleicht um 8 Uhr Kaffee auf, der 2 Stunden später erst fertiggestellt ist (Handfilterung) Fang an, mich anzukleiden, komme bis zur langenHose, Socken und das Nachthemd ziehe ich erst am Mittag aus. Manchmal vergesse ich die Socken, merke das erst, wenn meine Füße eiskalt sind und ich ein komisches unangenehmes  Druckgefühl auf der Brust fühle, was mir sagt, dass der Blutdruck zu hoch ist und ich am besten einen Keks und meine Morgenbanane banane esse.  (Meine Wohnung/EG steht auf Fels und ist in den Felsen hineingebaut, sehr kalt, im Winter nur bis grad mal 19 Grad beheizbar. Für ältere Knochengestelle eine absolute Fehlplanung. Na ja, das Christl. Seniorenzentrum, dem ich angegliedert in einem separaten Bau wohne, Nordseite, der zudem noch in einen steilen Berghang hineingesetzt wurde, war ursprünglich ein Kurheim und keinesfalls für alte Leute konzipiert. 4 Etagen, kein Aufzug, eine steile, schwindelerregende,  weil vergitterte Metall-Wendeltreppe oder wahlweise ein steiler Fussweg,  der von der Strasse zum Haus hoch führt oder ein etwas längerer Umweg durch den Wald zur Haupttür, der nicht viel weniger steil ist. Aber die Leute, die bislang in diesem Haus gestorben sind, wurden immer steinalt! :D Es ist so: Man kann Betreuung kriegen, wenn man sie braucht, dann muss man sich nicht mehr selbst versorgen und wenn das Ende naht, wird man bis zum Tod auf die andere Strassenseite hinuber in die Pflege gebracht. Solche Plätze, wie ich einen habe, sind insbesondere  von Menschen ohne Angehörige sehr begehrt, da hat man quasi ausgesorgt und muss sich keine Gedanken mehr über die Zukunft machen.  Sollte irgendetwas passieren, ist sofort jemand da. Für mein Budget zwar etwas sehr teuer, aber grad noch finanzierbar. 

Das Haus ist kalt und auch die Kontakte untereinander sind sehr unterkühlt, was mich aber nicht stört, da ich keine Bedürfnisse mehr nach menschlicher Nähe habe. Man hält die Bekanntschaft grad so aufrecht, dass keine Entfremdung eintritt und jeder jeden jederzeit wiederkennen kann... ein paar Sätze nur -   "soziale Geräusche", - wenn man sich mal unterwegs im Haus  oder auf der Strasse trifft, was selten vorkommt. Man hockt sich hier nicht auf der Pelle und wahrt allgemein eine angenehme freundliche Distanz. Länger als 10 Minuten spricht man nicht miteinander was wohl auch am Desinteresse liegt bzw.  daran, dass alte Leute immer selbstbezogener werden und überhaupt nicht mehr zuhören können.  Wenn ich noch in irgendeiner Form bedürftig wäre, würde ich hier erfrieren.  Ich wohne nun das dritte Jahr hier und es gab noch keinen einzigen Konflikt zwischen den Mietparteien.  Jeder gibt sich hilfsbereit, nimmt aber Hilfe kaum in Anspruch, weil er dafür dafür Sorge trägt, dass dieser Fall nie eintritt.  Niemand drängt seine Hilfe anderen auf.

Dieser Winter ist der erste Winter, der mir richtig spürbar in die Knochen geht. Diese  körperliche Hitze, die mich wärmte und die ich nach der Großen Feuertaufe im Jahr 2011 spürbar ausstrahlte, hat sich schon lange wieder zurückgezogen und körperlich wird mir nunmehr kälter und kälter. Mir tut alles weh, die Gelenke.. die Haut;  seit ein paar Tagen muss ich mir angewärmten !! Pullover/Jacken anziehen, weil die Haut meines Rückens  bei Erstberührung derartig schmerzt, als hätte ich die Jacke aus dem Eisfach geholt. Das kannte ich bislang gar nicht.... hm... eine Empfindung ähnlich der, wenn Japanisches Heilöl auf Schleimhäute trifft. Boahhh... :D (keine Angst, ich lache noch! Ah, gestern habe ich meinen Facebook Nickname von Lol'Sophie in Lall'Sophie geändert. Das erkläre ich jetzt aber nicht, he he )

Werde ich nun alt oder bin ich's etwa schon?
Hm... was ich zur Zeit nicht alles habe:  Ich habe Rücken, ich habe Knie, ich habe Blutdruck...habe Beine...
Das Bewusstsein, dass  ICH in WAHRHEIT nicht  Rücken, Knie und Blutdruck BIN, hat sie nicht aus der Welt geschafft.  Erleichternd ist, dass ich zumeist in einer größtenteils schmerzbefreiten Gegenwart leben kann und quasi unfähig dazu bin,  mir ZEIT zu nehmen, darüber nachzugrübeln, wohin das alles führen könnte. 
Ja sicher, ab und an kommt good old Ego um die Ecke und hegt wie gewohntseine üblichen Erwartungen auf kontinuierliche Heilung, aber da ist nichts, was mich ich in irgendeiner Weise in Sicherheit wiegen könnte.
Ah, da kommt mir gerade eine Idee, aus welchem Grund es mir so unmöglich sein könnte, KONTINUIERLICHE Besserung und Heilung zu registrieren.  Vielleicht deswegen, weil ich nun den Großteil meines neuen LEBENS in einem zeitlosen SEIN lebe, in dem es per se unmöglich ist, ein WERDEN zu registrieren?  Das Kontinuum des Werdens  entzieht sich ja doch jeder konkreten Beobchtung und kann nur retrospektiv aus dem angesammelten WISSEN über die Vergangenheit geschlossen werden
Ich weiss nicht - ist es so oder scheint es mir nur so, dass es mir nun quasi unmöglich ist, "zurück" zu schauen und Vergleiche zwischen damaligem  und heutigem körperlichen Zustand zu ziehen?  Mein MIND kann ja nichts mehr anhäufen, er MUSS alles loslassen. Ich kann gar nicht mehr beurteilen, ob es mir "damals" besser oder schlechter ging als heute.
Oi jeh, jetzt muss ich erst mal frühstücken. (14.07 Uhr)


Yep, und wo ich schon mal dabei bin: An den 2  WS-Operationen aus 2017 knabbere ich immer noch. Schmerzen sind nach wie vor da, sie kommen und gehen im Stundentakt,  so dass ich keine Schmerzmittel nehmen muss, da ich die Erfahrung machte, dass sie von selbst nach einiger ZEit vorübergehen.  Eine leichte Besserung ist eingetreten, was das Laufen betrifft. Wenn ich aber hinfalle, komme ich immer noch nicht hoch. Komischerweise klappte dies nach der ersten Op an der Halswirbelsäule wieder sehr gut, ich konnte die Beine auch im Liegen wieder heben. Auch meine Hände bzw. Finger waren wieder so stark, dass ich sogar wieder kraftvoll in die Tasten meines Keyboards hauen konnte. Das alles änderte sich wieder mit der zweiten Operation an der Lendenwirbelsäule, bei der sich nach ein paar Wochen wieder dieselben Beschwerden einstellten wie vorher. - -


Zurück zum Thema Vergessen/Loslassen:
Ich lass mich schnell ablenken in meinen Handlungen. Nur beim Schreiben/Sitzen/Nichtstun   kann mich so schnell nichts ablenken. Da stehe ich ausserhalb von Raum und Zeit.
Hm... Fehlt es mir etwa an BALANCE? frag ich mich grade.  Etwa an Struktur? Ora ET labora - das hat schon seinen tiefen Sinn! Aber zu gleichen Teilen?   Gehört es vielleicht zu meiner  spirituellen Entwicklung, dass es für mich noch zu lernen gilt,  meine Aufmerksamkeit in gleicher Konzentration auf mein  Tun und Handeln zu richten, damit ich nicht ständig in den vertikalen Spurwechsel wegdrifte?  Das würde aber wieder Übung bedeuten, eine Willensanstrengung, aber der Wille ist mausetot.
Nur Kinder brauchen feste Ordnungen und Strukturen für eine gesunde  Ich-Ichentwicklung.  Und Menschen mit instabilem Ich. (Solch einer war ich, ich hatte früher immer Angst, auseinander zu fallen! Hatte Identitätsstörungen, Dissoziationen usw.))Aus transegoischer Sicht  ist Struktur  nur etwas, was das Ego daran hindert, auseinander zu fallen - das habe ich hinter mir. Ich habe die Kontrolle nunmal komplett aufgegeben. Ich kann es mir leisten, alles liegen zu lassen, was ich anfange...es besteht keine Gefahr mehr für mich ,ohne Struktur den Halt zu verlieren und  psychisch zu dekompensieren, wie dies früher zuweilen war, "vorher". In meiner neuen "Identität" bin ich so fest gegründet, dass mich nichts mehr umwerfen kann.
 . 
Ora et labora. Es ist ja nicht so, dass ich das Eine wichtiger nehme als das Andere.  Chaos und Ordnung sind ja in meinem Bewusstsein nicht getrennt, sondern ein harmonisch zusammenwirkendes Ganzes. Die enseitige geistige Aktivität, der ich mich stundenlang zeitvergessen hingebe,  strengt  geistig überhaupt nicht an, aber dem Körper tut das lange Sitzen z.Zt. gar nicht gut, auch wenn ich mich zwischendurch immer wieder bewege, es ist zu wenig.  Also doch Balance und eine Struktur in den Tag bringen? Müssige Fragen. Ich kann ja doch gar nicht anders, als spontan zu sein, warum also darüber  nachdenken, auf welche Weise ich Struktur in den Tag bringen könnte. Eine andere Beschäftigung brauche ich nicht, mehr Bewegung tät wohl schon reichen.


Im ZEN-Buddhismus legt man von Anfang Wert darauf,  dass man die Aufmerksamkeit ausbalanciert und gleichermassen auf das äussere Tun (Labora)   und beim NichtStun (Sitzen) nach Innen (Ora) richtet.  By the way: Das buddhistische Nicht-Tun ohne S ist was ganz anderes als NchtS zu tun: Nicht-Tun ist das Tun im  letztgültigen Bewusstsein des Nichtwissens, aus dem heraus alle Dinge getan sind resp. durch spontanes absichtsloses Tun  GESCHEHEN.
Und JETZT, hier am Ende wird mir einmal mehr  bewusst: Ich MUSS nichts tun, weil sich alles spontan aus sich  SELBST heraus ergibt.
Geschehenlassen...
Der Zusammenstoß mit "King Allmightymouse" neulich hat in mir gearbeitet und wie immer Früchte getragen indem er mir einen klareren Blick auf diverse psychospirituelle Vorgänge geschenkt hat, demzufolge  ich diese mit klareren Worten beschreiben kann, - so klar, dass es mir sogar möglich scheint, dass der verfressene MouseVerstand des Kings es möglicherweise sogar theoretisch VERSTEHEN könnte, wenn er nicht sogleich in Widerstand gehen würde.  (Zusämmenstöße mit King Allmighty sind - depersonalisiert betrachtet -  Zusammenstöße mit dem konzeptuellen spirituell korrekten Mind, der zuviel weiss, dessen "Weisheit" aber nicht dem Gewahrsein, sondern den Überzeugtheiten und Dogmen eines sich "allmächtig" dünkenden Verstandes entspringt, der sich anmaßt, zu verstehen, was über den Verstand geht.)
Zum wiederholten Male warf mir der King vor, dass ich nie zugeben würde, dass ich auch unbewusste Momente hätte, seiner u.a. Leute Beurteilung nach sei ich immer noch egobehaftet, wäre mir aber dessen nicht bewusst. Als Beweis führte er u.a. an, dass ich ja doch Meinungen vertreten würde, was er für voll Ego hält.) Diese Anklage kommt immer als Abwehrreaktion, wenn ich ihm signalisiere, dass er das "Tool" (Gewahrsein) nicht hat, da er vergisst, sein (Holofeeling-)Konzept  auf sich selbst anzuwenden, statt andere Leute mit  Glaubenssätzen zu konfrontieren bzw. weiss er, dass die kollektiven Glaubenssätze unsere Realität formen, vergißt dabei aber die personalen Glaubenssätze, die sein Ego formen.
Beispielsweise ist er sich nicht bewusst über den Punkt, dass er, wenn er sich bei seinen seltenen Besuchen mit mir stundenlang über "Soziales" unterhält, wobei er implizit darstellt, wie er sich, seine Frau, seine Kinder, Papa, Mama, - die Welt -  sieht, d.h., wie er aus transegoischer Sicht nur Glaubenssätze äussert, Meinungen. Insbesondere hat er ein negatives Selbstbild, welches er sich selbst ständig unbewusst bestätigt. (Er ist der Böse, die Frau ist die Gute) Das alles hält er für völlig real, ist voll davon überzeugt, dass es so ist, wie er es sagt. Er glaubt immer noch zu wissen: Ich bin so und so und dies und das, andere sind so und so und dies und jenes....
Ich selbst lasse mich immer voll ein, das bedeutet, dass ich mich aufs Spiel einlasse, als wäre es ernst. Derweil es in diesen sehr sprunghaften Gesprächen keinerlei Innehalten gibt und ich meine ganze Konzentration aufbringe, angestrengt den Worten zu folgen  um mir ein Bild zu machen im Versuch zu verstehen   ist es mir auch nicht möglich, gewisse Dinge anzusprechen,  zu vertiefen oder mal darauf hinzuweisen, in welchem Modus wir uns gerade unterhalten. Das Gespräch verläuft so rasant und ohne Pause, es springt von hier nach dorten, kein Komma, wo man mal einen Punkt zu fassen kriegen oder genauer nachfragen, vertiefen, konkretisieren  könnte. Es ist mir so gut wie unmöglich, auf einen Satz etwas genauer einzugehen, weil er im nächsten  gleich wieder viel weiter oder ganz woanders ist.

(Jaja, ich höre schon des Kings Einwand, wer sich Bilder mache, sei unbewusst. Aber sicher mache ich bzw. bedarf ich immer noch der Vorstellungsbilder, im Gegensatz zu Dir ist mir dieser Vorgang aber BEWUSST!)
Ja,
und ich folge ihm in seinen BocksSprüngen, mache innerlich nicht dicht, weil ich das nicht mehr kann und wenn er geht, läßt er bei mir nichts als ein großes Fragezeichen zurück.
 

Die Frage geht darum, wann das Ego "tot" ist und ob es noch Ich-Anteile nach der Großen Befreiung gibt.
Vorausschicken möchte ich, dass ich mich bislang über diese Angelegenheit widersprüchlich geäussert habe, z.B. sagte ich zu Anfang meines Neuen Lebens, dass das Ego mausetot ist und später revidierte ich das, indem ich angab, dass nicht das GANZE Ego "tot" sei, sondern nur der Zensor und dass da aber immer noch "Rest-Ich-Anteile" wären.

Das ist so nicht ganz richtig beschrieben, weshalb ich das präzisiere, weil ich das im Moment viel klarer sehe und  jetzt bessere Worte dafür finde, die aber nicht weniger widersprüchlich, weil es ein Paradox ist oder wie eines erscheint, so dass der Verstand damit auch sein Kreuz haben wird, denn das Ego ist gleichzeitig auf eine Weise so "tot", dass Letztgültige  Befreiung eintreten kann, andererseits aber nicht so tot, dass sich auch hinterher nicht ab und an eine  Ego-Regung zeigen würde :

Zum Ersten - Die Voraussetzung: 
Letztgültig befreit wird man durch die Letztgültige Erkenntnis, in der sich das Gewahrsein permastabilisiert dadurch, dass  es sich SELBST erkennt. 

Zum Zweiten - Die Große Erfahrung: 
In  Letztgültiger Befreiung wird das Rest-Ego* letztgültig und sehr spürbar "verbrannt", die Ego-Wogen haben sich geglättet, sonst gäbe es nicht das Gewahrsein der  Leere und die mystische Erfahrung von Weihnachten (Neugeburt), Osten (Auferstehung) und Pfingsten (Herniederkommen des Hl. Geistes bzw. Gewahrsein) zugleich.
Ab diesem Punkt wird sich das neu geborene ICH langsam aller göttlichen Attribute gewahr, mit denen das Neue Ich bzw. Leben gesegnet ist.    (Radikale Umkehrung und Polsprung vom Ego zum SELBST in der  Erkenntnis: Ich war tot und nun LEBE ich.)
*Rest-Ego deshalb, weil durch eine mehr als weniger lange Zeit der Schattenintegration das Ego schon rapide abgenommen hat!

                                                                                                         
Zum Dritten - Das Nachspiel: Es gibt immer noch Ich-Anteile, (abgeschwächte Angriffsgefühle,  Angstgedanken, Genervtsein, Ungeduld, Ärger, Erwartungen usw. )  die sich ab und an melden, sich aber NICHT durchsetzen können. Und zwar aufgrund dessen, weil  der Bewusstheitsstrahl des GEWAHRSEINS die Durchsetzung (Identifizierung)  VERHINDERT! Und zwar in dem Moment, wo das Gewahrsein der  GEDANKEN gewahr wird, welche die Gefühle auslösen. Was sich nach meiner Erfahrung nicht mehr zeigt, sind neurotische Anwandlungen.
Oops,  klingt das nicht ganz  nach "Schrödingers Katze"? 


Ach so, die Frage ist wohl noch nicht beantwortet, was ich so zwischen meinen abgebrochenen Handlungen treibe, ausser geistig  "abdriften"? natürlich SCHREIBEN. Ich schreibe fast den ganzen Tag.   Wordpad - mein digitales Notizbuch quillt aus allen Nähten!
  Facebook ist auch eines meiner Notizbücher. Ich schreibe überall hin, wo eine geistige Unwahrheit erscheint, in jede Leerstelle, jede Kommentarspalte, und ich schreibe keinen archivierten Alten Käse, sondern immer "lebendige WAHRHEIT" aus dem Moment heraus. Dabei bediene ich mich auch der toten relativen Wahrheiten/Fakten der sog. Realität. Die sind gefordert, weil noch einiges an Ich (=Welt) zu integrieren ist. Meine Facebookseite dient der Integration. Ich sammle "Fakten" solange, bis sie transformieren und sich in den Kosmos einfügen, der ICH (geistig) BIN und der ich sein WERDE in dieser absoluten SUBJEKThaftigkeit meines GEISTES, der ich mir bewusst bin, die ICH BIN und in die ich im Bewusstsein hineinwachse, Teil und Ganzes zu sein. In der Einheit von Sohn und Vater. Reich Gottes.

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Es ist immer dasselbe mit dem falschen King: Der spirituell korrekte  Egomind verlangt ständig danach,  der WAHRHEIT bzw. WAHRnehmung auf Augenhöhe zu begegnen. Dem echten KING (SELBST) bleibt dann nichts anderes übrig, als das Freie Kind zu mobilisieren, welches dem falschen King den Spiegel vorhält: Der Kaiser ist nackt. Erfolgt Einsicht, springt das Schwein von der Klippe... Lol

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ICH BIN = Boddhisattva-Geist 

So eben brachte ich mühsam und mit schmerzhaft bleiernen Beinen den vollen Papiermüllbehälter die Treppe hinauf zum Abfall, als ich mit jeder Stufe immer stärkere Luftnot bekam. DAs fing schon an, als die Nachbarin kurz zuvor bei mir klingelte, dass ich beim Aufstehen aus dem Stuhl und auf dem Weg zur Tür merkte, wie schwer alles ist, der Körper, das Sprechen... Wir gingen miteinander hinauf während  ich kurz Auskunft darüber gab, wie's mir quasi von Moment zu Moment ging, die Nachbarin hatte ein anderes Thema,  dann konnte ich nichts mir hören, nichts mehr sprechen, mir wurde erst neblig, dann schwarz vor den Augen, die Nachbarin schwätzte weiter, guckte kaum auf, verschwand in ihrer Etage, als die Pastorenfrau von oben herunter kam, merkte, dass es mir nicht gut ging, machte ein paar wohlmeinende Geräusche und schwätzte und schwätzte... Auf meine Bitte brachte sie einen STuhl, derweil ich weiterhyperventilierte... sie schwätzte davon, dass ich die Wäsche doch heute abhängen soll, jaja, die sei schon trocken - Ich: ja danke, wie lieb von Ihnen, mir das zusagen, Frau X. mach ich noch heute, wenn ichs nicht vergesse.... Dann hob sie den Deckel meines Papierbehälters, stellte fest, dass da nicht "getrennt" sei und wollte tatsächlich damit anfangen  meinen Müll zu sortieren, und schwätzte  und fragte, und zwang mich damit zu Erklärungen, die ich nur langsam und mit luftholenden Pausen abgeben konnte:  dass sie das nicht tun solle, weil es nur die eine Milchtüte sei, die ich gerade eben versehentlich zum Papier hineinschob, sie solle mir besser ein Glas Wasser bringen...
Herr Gott nochmal! Das sind Momente, da spüre ich so ein leises schnorchelndes Grummeln in der Kehle und es fehlt nicht viel und ich fange an an laut zu knurren.... WEIBER! :D

Ja, aber das Eigentliche kam, als ich beim Gedanken an einen möglichen Herztod einen Widerstand spürte und mir der Gedanke an Hingabe nicht besonders gut gefiel, dafür aber der Gedanke, diese Welt (=Ich) nicht ganz zu verlassen immer besser, so dass  ich mir eine Wiedergeburt gut vorstellen konnte unter der Bedingung, dass ich bewusstseinsmäßig an dem Punkt anschliesse, in  dem mein Leben geendet hat. Und da hat es mal wieder bei mir geboingt: Dass ich in meinem Tun ( Erkennen, Schreiben, Mitteilen) und in meinem Letzten Wunsch von  nichts anderem als dem sog. Bodhisattva-Geist angetrieben bin, dem archetypischen Geist, von dem es  heisst, dass er sich so lange auf der Erde inkarniert, bis auch das letzte Wesen erlöst, erfüllt, befreit ist.

Ich habe kein Lehr-System, ich erkenne mehr und mehr die Bedeutung der alten spirituellen Systeme und ihrer Archetypen, benenne sie in den althergebrachten Begriffen und fülle sie so von innen heraus gewissermassen mit  "Fleisch".

Hm, ich GLAUBE ja nicht an Wiedergeburt, aber grade eben kam mir eine Idee, ein Zipfel eines Bildes (oder "Struktur",) welches noch nicht ganz klar ist. Vielleicht kann ich wenigsten die Frage formulieren:  Könnte es nicht sein, dass es letztgültig so etwas wie Nirwana im herkömmlichen Sinne gar nicht gibt, dass es keinen rein transzendenten Gott für sich allein gibt, sondern immer nur inkarniertes göttliches Bewusstsein. Form ist Leere und Leere ist Form. Unteilbar.
Das ist für mich keine neue Erkenntnis, sondern sieht nur völlig neu aus, weil sie in meinem Bewusstsein in einem anderen Kontext erscheint. Hm... möglicherweise muss ich in einem nächsten Leben Mathematik studieren, um das zu begreifen, was sich jetzt noch nicht von mir beschreiben läßt.

In der fortschreitenden Vergöttlichung/Vergeistigung geht es darum, den Kosmos von Innen her zu umfassen/Integrieren. Da der Kosmos so unendlich ist wie Gott, das Unendliche Bewusstsein unendlich ist, gibt es niemals so etwas wie ein Ende.
Das Wissen ist schon da, es ist uns in diversen Schriften an die Hand gegeben, ein Mensch kann es nur nicht in einem Leben erfassen. Der Geist müßte sich also wieder und wieder inkarnieren....

Wenn man vom Reinen GEIST spricht, dann glaubt der Egomind meist, es handle sich um einen entkörperten Geist jenseits der Materie. Dem ist nicht so, der GEIST ist REIN im Sinne von unverzerrter WAHRnehmung und frei von egoischen Beimischungen.

 


Anmerkung zur Person:
Ich habe nicht studiert, keine höhere Schuldbildung,
Ich hatte in meinem Leben zwar viel gelesen, aber wenig verstanden. Die meisten spirituellen oder psychologischen Begriffe, die ich in meinen Texten verwende, sind nicht "gepaukt", sondern "zugefallen". Meine Definitionen dieser Begriffe sind oft freie Assoziationen und stimmen nicht immer mit der staatlich anerkannten Bedeutung überein.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Wen kümmert's oder Töte den Conjunctiv!


Mein alter Freund MickyZENMouse tauchte neulich mal wieder  aus dem Dunkel der Vergangenheit auf und mailte mir einen Link zu einem Blog zur gefälligen In-Ansichtnahme.  Der Blog nennt sich schlicht Asso-Blog und der Betreiber nennt sich Gui Do. GD firmiert auf seinem Google-Konto unter dem Motto: Ich bin ein Freier. Ok, dann schaun wir mal, ob er für die Freiheit auch wirklich sein Leben hingegeben hat...
Auf den ersten Blick ist das Blog ein echtes Leckerli, der Mann weiss sich ganz unterhaltsam auszudrücken;  auf den zweiten Blick scheint mir die Unterhaltung auf Kosten von "Irrlehrern" zu gehen, die wohl ihren eigenen Maßstäben nicht gerecht würden.

Vorweg: Wenn ich etwas in Ansichtnahme nehme, dann geht es mir nicht darum, zu eruieren, ob der Autor falsch oder richtig argumentiert, sondern vorrangig darum, zu erkunden, ob der Mensch, der da schreibt und sog. Meister kritisiert,  "in der Wahrheit steht" - denn nur wer in der Wahrheit des Gewahrseins steht,  kann die Geister der Wahrheit von den Geistern der Unwahrheit unterscheiden und verwechselt nicht ständig die Ebenen nondual-dual.
Wer die Geister nicht unterscheiden kann, übt ganz normale Kritik, d.h. er unterscheidet nicht zwischen WAHR und UNWAHR, sondern zwischen falsch und richtig.
Ich übe weder Kritik noch analysiere ich - ich SCHAUE.

Vorläufiger Befund
: Ich atme beim ersten Lesen im Assoblog keinen (Zen-)GEIST. Den paar 'Artikeln nach, die ich bis jetzt gelesen habe, betreibt GD  keine Unterscheidung der Geister, sondern übt Kritik, die vornehmlich seinem Glauben an eine Reine Zen-Lehre zu entspringen scheint. Welche das ist, ist mir noch unklar. Jedenfalls ist aus seinen Worten nichts von "Anfängergeist" zu entnehmen, welcher ja  aus dem letztgültigen BW des Nichtwissens kommt. Insbesondere an den diversen "Losigkeiten" scheint es ihm zu mangeln, denn manchen Redewendungen nach zu urteilen ist er immer noch mit dem Ich und seinen Eigenschaften identifiziert , so, wenn er von sich sagt: Ich bin jemand, der dies und das tut/bevorzugt. Daneben scheint er ziemlich mit diversen Problemen, Plänen und VorSORGlichen Beschäftigungen beschäftigt zu sein.

Wer die Geister unterscheiden kann, scheidet primär das Wahre vom Unwahren und  sekundär das Falsche vom Richtigen und könnte im spirituellen Kontext weder das Unwahre noch das Falsche zum "Klops des Tages" ausrufen.  Wenn es sich z.B. nur um eine Fehlinterpretation der Reinen Lehre handelt, ist das nur  falsch, ein Fehler, aber es ist nicht die Unwahrheit. Als unwahr gilt z.B. das Selbstbild des unerlösten Egos als solches und alles, was es von sich glaubt, das es ist.

                                                                            
Es folgen nun ein paar Assoblog-Zitate,  deren Unwahrheit  mir beim kurzen Überfliegen sofort in die Augen stachen. Es dreht sich hierbei vorrangig um eine Kritik an Thich Nhat Hanh, der sich Zenmeister nennen läßt, nach den Maßstäben von Gui Do aber nicht das Zeug dazu hat. Wohlan:
1) Gui Do:  "Wenn du den Buddha triffst, töte ihn." DAS ist die Erziehung zu einer kritischen Haltung, auch Lehrern gegenüber, wie sie TNH  (Thich Nath Hanh) nicht brauchen kann, weil er viele Menschen um sich scharen möchte."
Lolling Wizdumb: Aus GD spricht hier ganz klar ein Ego, welches den tiefen mystischen Sinn dieses Spruchs nicht erkennt und ihn vereinnahmend auf die personale Ebene herunterzieht. Der Spruch meint nämlich keineswegs die Erziehung zu einer kritischen Haltung. Den Buddha zu töten, heisst den Glauben an die  Person des Buddha,  die Idee oder das Idealbild von Buddha (oder Gott) als solches wahrzunehmen!... . Buddha um des Buddhas willen loszulassen. Es hat dieselbe Bedeutung wie Meister Eckharts Redewendung, Gott um Gottes willen zu lassen!  Psychologisch gesehen geht es hier darum, die Projektion zurückzunehmen und zu erkennen, dass das befreite ICH das Gesuchte (Buddha/Gott) ist! DAS ist der Sinn! Nichtzwei. Einheit. Keine Trennung.
Gott oder den Buddha zu töten, ist neben vielen anderen "Göttertötungen" der Letztgültige "Mord" und geschieht, wenn man so gut wie alles, was man glaubt zu sein,  hinterfragt und als unwahr negiert, d.h. getötet hat.  Der Gott/Buddhaglaube ist die letzte Bastion, die fallen muss, bevor die letztgültige Transzendierung/Transformation geschieht. 

Auch der Meister oder spirit. Lehrer als äussere Selbstrepräsentanten muss letztendlich in der gleichen Weise getötet werden, dann nämlich, wenn du erkennst, dass du dein wahres SELBST auf den Meister/Lehrer projiert hast. Nichtzwei, Einheit, keine Trennung mehr.
Wer spirit. Lehrer oder Meister nur kritisiert, der wirkt auch trennend, aber in egoischer Manier bewirkt er eine personal-duale Aus-ein-ander-setzung statt transpersonale Einheit,  die Auseinandersetzung kann zwar durchaus fruchtbar sein, wenn sie auf der Ebene geschieht, wo sie hingehört - auf diese Weise läßt sich  zwar nicht die  Einheit, sondern wenn man Glück hat, Konsens & Verbundenheit herstellen, was die Übereinstimmungen mit der jeweiligen   Lehre angeht, um die es in der Auseinandersetzung zwischen "Schriftgelehrten" geht.
Zwischen Schriftgelehrtem und einem Meister kann es keine Aus-ein-ander-setzung geben und somit auch kein Konsens erreicht werden. Der Meister steht über dem Schriftgelehrten. Der Schriftgelehrte gehorcht dem Gesetz, der Meister der Liebe & Erkenntnis. 

Merke: Ein Meister ist immer jenseits der Lehre, er IST nurmehr die REINE Lehre. Die Reine Lehre ist nur deswegen rein=unverfälscht, weil sie auf der Basis der Erkenntnis des Absoluten Subjekts, welches ICH BIN, beruht.  Dem Meister, dem wahrhaft Freien ist die Reine Lehre ins Reine Herz geschrieben.  Sobald die Reine Lehre auch nur ausgesprochen wird, wird sie unrein. Wenn Zen die Wahrheit AUSSERHALB jeder Sutren ist - d.h. auch jenseits von Gebet und Meditation - dann ist diese ins Herz geschriebene Lehre, die Reine Lehre, die über allen Lehren steht.

Kritik an einem Meister ist wie jede Kritik eine Vorliebe des Verstandes und orientiert sich i.d.R. an  verstandesmäßigen Definitionen darüber,  wie ein Meister zu sein hat . Ein Meister läßt sich jedoch nicht an seinen "Aktivas" (Taten)  messen, wer das tut, ist genauso dumm wie die Leute, die fragen, warum Gott Auschwitz zugelassen habe. Einen Meister erkennt man wie "Gott" nur an dem, was er NICHT ist, seinen "Losigkeiten"  - unmöglich für den Verstand zu erkennen, was  nicht ist!

2) Gui Do:   ""Und nun O-Ton Thich.
"If you breathe in and are aware that you are alive—that you can touch the miracle of being alive—then that is a kind of enlightenment. Many people are alive but don't touch the miracle of being alive."
Dieser Satz ist wichtig. Wie überhaupt das Atemzählen und die Atemübungen. Wenn man verstehen will, warum Thich kein Thien-Meister, der sich auf Linchi, also chinesisches Chan, beruft, sein kann, dann lese man - so man Englisch kann - den Blog von "Dark Zen". Er macht zwar ein Geheimnis um seine Person, steht aber z.B. der Tradition von Hsu Yun nahe. Hier wird immer wieder erklärt, warum das Erwachen unbedingt VOR dem Atmen liegt, oder JENSEITS davon. TNH hat diesen Zustand offensichtlich nie erreicht - weil es eben auch kein authentisches Chan in Vietnam gab. Daran sollte man denken,wenn einem falsche Übungsmethoden gezeigt werden.
Achtet man genau auf das, was TNH sagt, so sind es seine üblichen Sachen: Breathing in, breathing out (das singen die sogar in seiner Sangha), Achtsamkeit (mindfulness), Glück ist das Aufhören von Leiden, Peace is possible, deep listening (ja, das finde sogar ich gut). Ganz wichtig: "That is the work of a bodhisattva, a buddha, always with compassion and nonviolence." TNH schließt damit offensichtlich aus, dass Soldaten Bodhisattvas sein können. Das ist jedoch m.E. mit der Zen-Lehre nicht vereinbar. Alles ist shunyata, und aus der Leere ist alles möglich, z.B. auch der Tyrannenmord, wenn die Einstellung stimmt.
TNH:"And if you continue with your practice of mindfulness, you understand the roots, the nature of the suffering."

Dazu Gui-Do "Auch das ist Theravada. Tatsächlich ist das entscheidende Glied nicht die Rechte Achtsamkeit, sondern die Rechte Erkenntnis und damit die Weisheit. Sie ist das höchste Gut im Zen. Aus diesem Grund ist es z.B. möglich, ganz bewusst und achtsam seine Wut einzusetzen - im Zen, nicht aber bei TNH."

Lolling Wizdumb: Oops, der erzählt vielleicht Geschichten. Nope - so funzt das  nicht! Was die Wut angeht, verraucht sie bei Bewusstheit bzw. Achtsamkeit! Wer achtsam ist, der wird nicht so schnell wütend, wenn und weil er primär Acht auf  seine Gedanken hat. Es sind immer diverse Gedanken/Interpretationen,  die zur Wut führen.  (nicht zu verwechseln mit dem  gerechten oder Heiligen Zorn , der absolut nichts mit einer Wut zu tun hat, die immer aus einem Mangel bzw.  Frustration kommt.) Eine vertiefte  Achtsamkeit  ist fähig, den Gedanken nach seiner Wahrheit/Realität  zu befragen bzw. verbrennt die Wut im Fokus der Bewusstheit und legt den dahinterliegenden Mangel/Bedürftigkeit/Schmerz frei; Achtsamkeit ist der Führer durch die Schattenarbeit/-integration. Volles Gewahrsein ist die Frucht. Im vollen Gewahrsein ist nur noch ein bewusstes  "Tun als ob", wenn es notwendig ist, ein Fauchen, aber kein Schlagen. Im vollen Gewahrsein ist niemand mehr, der einen Gedanken ergreifen könnte, um sich seine E-motions zu basteln. -- Die Wut "einsetzen" könnte aber auch bedeuten, dass man sie transformiert, indem man sie z.B. im Sport oder in der körperlichen Verausgabung für eine gute Sache "einsetzt", um die Dinge zu verändern, voranzutreiben - wobei man damit natürlich aus der Gnade gefallen wäre.

Was nun das "entscheidende Glied" angeht, so gibt es hier kein Entweder-Oder, sondern entscheidend sind sowohl die Achtsamkeit als auch die Rechte Erkenntnis. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Ja, Achtsamkeit ist insofern sogar "alles entscheidend", als es ohne Rechte Achtsamkeit kein Gewahrsein und ohne Gewahrsein keine Rechte Erkenntnis bzw. Weisheit gibt.

Jesus hat die Achtsamkeit erwähnt, ohne den Begriff zu benutzten, Jesus sprach in Gleichnissen. Aber  in der Metapher vom "Fleisch und Blut", welches er seinen Jüngern zur Heiligen COMMUNIONE reicht, kann ich keinen Hinweis auf Achtsamkeit oder Vegetarismus erkennen.  Die Metapher würde ich ad hoc  eher mit dem Kosmischen Christus bzw. Adam Kadmos in Verbindung bringen, nachdem dieser der Kosmos IST.
Achtsamkeit wird von Jesus vor allem in den Gleichnissen von den Jungfrauen angesprochen,  den Jungfrauen (=Seele), die ihre Lampen anzünden sollen, damit sie nicht schlafen, wenn der Bräutigam (Wahres SELBST)  kommt.

Dass ein Meister oder spirit. Lehrer ein Brückenbauer zwischen den Religionen ist und die Unterschiede "verwischt", sollte man ihm  nicht ankreiden - es ist nun die Sache eine Meisters, die Übereinstimmungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als dem was trennt.  (Auch hier spricht das Ego eines Schriftgelehrten, wenn man das Trennende präferiert) .

Explizit zu:  "That is the work of a bodhisattva, a buddha, always with compassion and nonviolence." TNH schließt damit offensichtlich aus, dass Soldaten Bodhisattvas sein können. Das ist jedoch m.E. mit der Zen-Lehre nicht vereinbar. Alles ist shunyata, und aus der Leere ist alles möglich, z.B. auch der Tyrannenmord, wenn die Einstellung stimmt."" - -

meine ich, TNH schliesst hier gar nichts aus, das ist eine Unterstellung bzw. eine falsche Schlussfolgerung, die GD aus den Worten herausliest. Tatsächlich ist es so, dass einer japanischen ZEN-Schule nach es ja sogar möglich sein soll, mit "compassion and nonviolence" Kriege zu führen und Menschen umzubringen, was ich übrigens für eine Fehlinterpretation halte: eine Ent-äusserung=Projektion des Geistigen Kriegers auf die materielle Weltebene.  Weder der Bodhisattva noch der Buddha führten im Vorfeld ihrer Befreiung Kriege "draussen in der Welt"; sie waren geistige "Gotteskrieger" und haben den Heiligen Krieg auf ihrem "Kissen" gekämpft. "Tyrannenmord" ist demnach einzig allein auf der Ebene des "Interbeing" entscheidend, derweil es mit dem Tyrannen den Zensor, das rigide Über-Ich meint.
Aus den Worten TNH's aber läßt sich diesbezüglich für mich rein gar nichts schliessen, weder für noch gegen diese merkwürdige Ansicht. 
"Alles ist shunyata? .... Das sind religiöse Glaubenssätze, Erzählungen...

Shunyata - die Wahrheit über die Leere ist: Es gibt keine andere Leere, als die Leere, die ICH als das absolute SUBJEKT bin, derweil ICH als ein solches SUBJEKT nicht mehr mit den Eigenschaften des Ichs identifziert bin,  erscheint die Welt ebenso bedeutungsleer leer wie ich.  Und ob ich oder du aus dieser Leere heraus andere Menschen mit Liebe und Mitgefühl töten könntest, kannst du  nicht wissen, deshalb - wen kümmert's! Töte den Conjunctiv!
https://der-asso-blog.blogspot.de/2010/09/die-falschen-ansichten-von-thich-nhat_21.html

3. Zitat
TNH: "When you love someone, the best you can offer is your presence. How can you love if you are not there?" (Übersetzung von L.W.: Wenn du jemanden liebst, ist das Beste, was du anbieten kannst, deine Gegenwart. Wie kannst du jemanden lieben, wenn du gar nicht DA bist.
GD: Na Leute, habt Ihr schon mal jemanden geliebt, der Euch nicht wollte? Na seht Ihr, das Beste, was Ihr dann tun könnt, ist, Euch zu verdünnisieren. Aber TNH predigt Wohlfühlbuddhismus, der merkt gar nicht, dass seine Sätze keine Allgemeingültigkeit haben.
Lolling Wizdumb:  TNH meint m. E. mit "Presence" ganz normale Aufmerksamkeit auf die geliebte Person in ihrer ganz normalen Hier-und- Jetzt-Gegenwärtigkeit, statt mit den Gedanken in die Ferne zu schweifen ode rimmer nur von sich zu reden.
Hey, wenn du es schaffst, mehr im Hier und Jetzt zu leben, und weniger in deiner Gedankenwelt, liebst du quasi jeden, der sich in deiner Präsenz befindet. Da ist es  gleich gültig, ob der solcherart  "Geliebte" zurückliebt oder nicht. Die Liebe genügt sich selbst. Liebe ist Aufmerksamkeit - DAS ist allgemeingültig!

Kurz gesagt: Bleib in der Gegenwart, das ist das größte Geschenk, was du jemandem machen kannst. Sei aufmerksam, sei achtsam, höre zu und wenn der andere sich dann immer noch verdünnisieren will, dann soll er doch... wo ist das Problem? Dazu bedarf es nicht mal einer spirituellen Erleuchtung...

4. Zitat

Frage an TNH: "Do you exercise to stay in shape?
Nhat Hanh: "Yes. We have the ten mindful movements."

Asso-Blog: Hahaha, hahaha, das ist echt köstlich. Wer die mal im Schneckentempo hat laufen sehen, kann sich den Kalorienverbrauch ausrechnen.
Lolling Wizdumb: To stay in Shape - um fit oder "in Schuss" und Form zu bleiben,  braucht es keine ausgedehnten Marathonläufe und stundenlanges gezieltes Krafttraining.  Schon mal was von den 10 Tibetern gehört u.ä.?
5. Zitat:
Auf eine Frage, was  TNH so esse, antwortet der: "No egg, no milk, no cheese. Because we know that mindful eating can help save our planet."
(Übersetzung von LW: Keine Eier, keine Milch, kein Käse. Weil wir wissen, dass bewusstes/achtsames  Essen helfen kann, unseren Planeten zu retten.)

Aha. Naja, ich bin ja ein Bauerssohn. Es ist mir echt neu, dass es den Kühen was ausmacht, wenn man sie melkt, oder auch den Schafen. DAS kotzt mich dann echt an. Wie der so im Vorübergehen gleich noch einen Großteil seiner Landsleute abqualifiziert, die Farmer sind, weil er zwischen den Zeilen sagt, das sei nicht die rechte Lebensweise. Dieser Hannes. - Und wow, die brauchen eine Stunde fürs Essen.
Lolling Wizdumb:  Na ja, Fleich wird TNH wohl auch  nicht essen. Wahrscheinlich dachte TNH an die Massentierhaltung und die  Wirkung der  Gülle auf den Planeten ? 
Ja mei, die Bauern sind heute auch nicht mehr das, was sie mal waren.
Und hey, das, was du zwischen den Zeilen liest , hast DU hineingelegt, DU Hannes!

6. Zitat

TNH: "Our nature is the nature of no birth and no death. It is impossible for a cloud to pass from being into nonbeing. And that is true with a beloved person. They have not died. They have continued in many new forms and you can look deeply and recognize them in you and around you."
(Übersetzung: Unsere Natur ist das todlose Bewusstsein, niemals geboren, niemals gestorben. Es ist unmöglich, dass eine Wolke vom Sein ins Nichtsein eingeht. Und dies ist wahr in Bezug zu einer geliebten Person. Niemand stirbt. Sie leben fort in vielen Formen und wenn du tiefer schaust erkennst du sie in dir selbst und um dich herum. LW.)

GD_ Es wird ja gern kolportiert, zur Wiedergeburt äußere sich TNH nicht. Aber hier haben wir nochmal den Wohlfühlbuddhismus. Statt zu sagen: Tot heißt Sense, lautet es: "They have not died."

Ich möchte haha sagen, aber das ist echt zum Heulen. TNH lebt in einer Traumwelt." - - -----Gepostet vor 14th May 2010 von Gui Do
https://der-asso-blog.blogspot.de/2010/09/die-falschen-ansichten-von-thich-nhat_22.html

Lolling Wizdumb: Hmmm. das ist allerdings ziemlich diskussionswürdig und mißverständlich ausgedrückt, was TNH hier sagt.  Es geht hier m. E. aber nicht um die Wiedergeburt (der Person?)in in diversen Formen, sondern um die Erkenntnis, dass Energie nicht verloren geht... um permanente Transformation, Wandlung,  "Recycling"... Und: was je geliebt wurde, kann nicht sterben, wenn du dich letztlich als die Allumfassende Liebe erkennst, die du bist.
Die Letztgültige Einsicht ist die Einsicht in das Todlose Bewusstsein, das ICH BIN: Niemand stirbt, niemand wird geboren.

Hey, warum sollte TNH sagen, tot sein heißt Sense? Ist er vielleicht ein Atheist? (oder ist der Rüpel ein Atheist?)  Was totsein bedeutet,  sagt TNH doch in den Worten, dass niemand gestorben ist und nie jemand geboren wurde. Totsein heisst demnach mit anderen Worten, dass es weder Sein noch Nichtsein ist und  das ist spirituell total korrekt.
Aber dem schriftgelahrten Flachwix-Denken  ist der Zu- und Tiefgang zur Mystik versperrt.

Wenn es nach der Wahrheit geht, ist es der Rüpel, der seinen Worten nach noch immer in einer Traumwelt lebt, TNH ist den Worten nach bis jetzt zumindest spirituell korrekt. GD fehlt es am Gleichmut Kotzen, heulen usw., seine Kritik ist nicht fundiert, sondern großteils voll daneben.  

Ich weiss nicht, ob TNH "durch" ist, sollte man ihn mir zur Ansicht vorlegen, habe ich wohl nichts dagegen, herauszufinden, wes Geistes Kind er ist.

7. Zitat (Der Autor erzählt hier von seinem Sexleben bzw. von der Begegnung mit einer Prostituierten)
Gui Do: Bei der ganzen Sache bleibt die Frage, warum ich überhaupt bezahlen musste und nicht umgekehrt (ich kam nicht mal, ich brauche dazu aktivere und flexiblere Partnerinnen). "
LollingWizdumb: "Ich brauche dazu.... " - das ist eine Ich-Fixierung und Identifizierung mit dem Ego, welches seine Eigenschaften aufgrund der Vergangenheit in die Zukunft projeziert in dem Sinne: so war ich und so werde ich immer bleiben. Bekundung einer gewohnheitsmäßigen Vorliebe.
Auch hier spricht das Ego.
Ergebnis: Bisher viel Ego, null WAHRHEIT.
8. Zitat Gui Do:   "Für einen Mann wie mich, der keine Kompromisse an eine feste Beziehung machen will (keine nur arrangierte Ehe, keine nur beste Freundin als Partnerin usw.), sondern die sexuelle Erfüllung als Teil halb wahnsinniger Liebe für unabdingbar hält, ist die Auswahl an Partnerinnen in meiner Lebenszeit nicht bloß aufgrund meines eigenen Alterungsprozesses immer geringer geworden."
https://der-asso-blog.blogspot.de/?view=classic
 Lolling Wizdumb: "Für einen Mann wie mich, der .." dies und jenes von sich denkt und glaubt bedeutet dies nicht weniger, als da immer noch jede Menge Identifizierung mit Ego-Eigenschaften vorherrscht. Ganz offen gibt er sogar zu, dass er die bedingte Liebe (von  äusseren und inneren Einflüssen abhängige Liebe)  "für unabdingbar" hält, lol.  Da gäbs noch ne Menge Dämonen zu exorzieren. LOl. Na ja, seitdem dies geschrieben wurde, sind 7 Jahre vergangen, vielleicht hat er sich inzwischen gehäutet...

 

Der Autor ist nur fähig, Fehler zu finden bzw.  nur das relativ Richtige vom relativ Falschen und nicht das WAHRE vom Unwahren, das Unvergängliche vom Vergänglichen zu unterscheiden. (Unwahrheit kommt immer aus dem unerlösten Ego, die WAHRHEIT immer aus dem wahren SELBST.) Soweit ich es bis jetzt beurteilen kann schreibt hier ein spirituell korrekter Schriftgelahrter, der Reinen Lehre und sonst nix verpflichtet.  Seine Kritik kommt aus dem Verstand mit  viel Spekulation, (Fehl-) Interpretation und Unterstellung.  Losigkeiten (im Sinne von transpersonalen Tugenden : Null.   Fehlender Gleichmut, (fehlende Gleiche Wertigkeit für alles, was ist). Fehlende Absichtslosigkeit usw. Unbewusster "So war ich und so werde ich auch in Zukunft sein"-Glaubenssatz. Entweder-Oder-Denken, pedantisches Erbsenzählen, unreine Motivation, Projektion. Er glaubt wohl, ein Meister sei an seinen (hilfreichen) weltverbessernden Taten erkennbar. s.a. Matthieu Ricard, "ein Weiser mit Tatendrang".  Hm..und TNH war dann "kein Weser mit Tatendrang" bzw. ein Tatendrängler ohne Weisheit?  Also mal ehrlich - KEIN wahrhaft Weiser hat so etwas wie einen Outerspace-Tatendrang ! Ein wirklich Weiser sitzt in seinem Haus - die ganze Welt in ihm.(Vorsicht, Metapher!)

Die Kritik GD's ist oberflächlich und von zuweilen geradezu übelwollender Erbsenzählerei. Dass TNH einen Moment erlebt hat, der ihn  zögern liess, an einen Baum zu pinkeln, wirft für ihn gleich die Frage nach dem Psychologen auf, dabei ist es zum einen weltweit bekannt, dass Männer und Hunde an kaum einem Baum vorbeigehen können, ohne ihren ätzenden Ammoniak am Stamm abzuspritzen - und zum andern ist es eine Frage von Sitte und Anstand, man muss nicht alles über Bord werfen, was man gelernt hat.. Aber darum geht es nicht.  Es geht darum, dass im Gegensatz zu TNH der Rüpel noch niemals einen Moment erlebt hat, indem ihm die volle Schönheit und Würde eines Baumes erschienen ist.  In seiner ihm eigenen rüpelhaften Respektlosigkeit ist ihm Respekt angesichts eines Wunders völlig fremd. Er pißt einfach an jedes Bein....
Und eines solltest man langsam auch wissen: in der Grundhaltung von  Naivität und Unwissen kann man  besser das Buddhadharma erfassen, als in einer überheblichen Topdown-Haltung von viel Rüpel und wenig Zen.

Was die Freiheit GD's angeht, ist sie also ganz klar eine Einbildung, Er ist "so frei" und nimmt sich Frechheiten  heraus und denkt, das sei Freiheit.  Da ist ganz klar ein ziemlich dicker JEMAND, der sich noch immer mit seinen Eigenschaften identifziert. Viel Wissen ohne Weisheit, sonst hätte er sich für seine Kritik bestimmt bessere Beispiele herausgesucht als so'n Pippi-Kram. Und was das Beten der Boatpeople angeht: Der Rüpel hat keine Ahnung, wie angstlösend die Bündelung der Aufmerksamkeit ist, speziell wenn sie im Gebet gebündelt wird. "Der Herr ist mein Hirte" zu zitieren, ist genauso hilfreich wie eine Abschrift des Herz-Sutra.  Kann der Rüpel nicht lesen? Es heisst ganz deutlich bei TNH:
6) S. 54: "Viele vietnamesischen Boat People hatten bei ihrer Reise auf hoher See nur eine Abschrift des Herz-Sutra bei sich. Rezitieren wir diesen Prajnaparamita-Text mit wollkommener Aufmerksamkeit, dann werden wir ohne Angst sein." Da ist also keine Rede von Rettung , sondern von Befreiung von der Angst, nicht mehr und nicht weniger, doch der Rüpel setzt hinzu, als ob er nichts gesehen hätte: Keine Rede von den Boat People, die das Herz-Sutra rezitierten und dennoch ertranken. (sic!)
Mal abgesehen davon, dass es naive abergläubische Scharlatanerien gibt, die den Schriften eine Allmacht zuweisen, die ihnen nicht zukommt, aber davon kann ich in dem vorliegenden Text überhaupt nichts erkennen;  nein, der  Rüpel versteht einfach nicht, dass es hierbei nicht darum geht, vor dem körperlichen Tod GERETTET zu werden - es geht um die angstfreie Präsenz im Hier und Jetzt, die angstfreies bzw.  Rechtes Handeln bewirkt, worauf sich durchaus ein Überleben evtl. zurückführen läßt, aber nicht im Vordergrund steht.
Einen ähnlichen unlauteren Trick wendet er weiter unten an, wo er meint: "Besonders beliebt machen sich buddhistische Lehrer gern in Sachen interreligiöser Dialog. Statt auf Unterschiede hinzuweisen, verwischen sie diese...". Ja, das ist ihr Job, die Unterschiede zu "verwischen" und das Gemeinsame zu betonen! Nur Schriftgelahrte Betonbirnen reiten vorlieblich auf den Unterschieden herum.

(Übrigens: Ich muss über Zen nichts wissen, denn  eines weiss ich nicht nur, sondern erfahre es ohne Unterlass - der Geist des Zen ist in seiner Essenz derselbe Geist, der allen Religonen inne ist. Verfechter der Reinen Lehre sind in allen Religionen i.d.Regel buchstabengläubige= fundamentalistische  Betonbirnen... und damit alles in allem "outerbeing".)

GD würde mir nun vielleicht sagen, dass es sich bei seiner Auseinandersetzung wohl eher um den Streit zwischen diversen Zen-Schulen handle, ausserdem sei TNH  z.B. nicht, was er von sich behaupte und dies zu beweisen, nur darauf käme es ihm an. Na ja, mag sein, aber für mich sieht es eher so aus, als ob hier ein Blinder einen anderen Blinden wegen dessen Blindheit kritisiert.
Gut möglich also, dass der Autor insofern recht hat mit seiner Kritik, als die Wahrheit bzw. die Worte TNH's  nicht den Kriterien und Maßstäben entsprechen, die der Blog-Autor an die Reine Lehre legt - aber was immer er sich unter der Reinen Lehre vorstellt/versteht, es ist seine Zwangsjacke.
Mein Eindruck ist daher der, dass es GD daselbst sehr an der Rechten Achtsamkeit fehlt, wäre es anders, würde er nach der WAHRHEIT bzw. der Rechten Erkenntnis  und nicht nach den "Buchstaben des Gesetzes" urteilen oder die seiner Meinung nach falschen Ansichten des TNH mit eigenen unmaßgeblichen Meinungen parieren. Bei Licht besehen, ist sehr viel mehr an der Kritik zu kritisieren als an den "falschen Ansichten" des TNH, dabei ist GD weit mehr ein schattenkämpferischer Don Quichote, als er wahrhaben möchte.

Noch was: mit dem Bodhisattva ist es genauso mit der Reinen Lehre, - wenn die Lehre bzw. der Bodhisattva  nicht nur eine schöne Geschichte bleiben soll, musst du die Schriften kauen - der Bodhisattva erscheint in DIR, wenn Du die Schriften mit Rechter Achtsamkeit gut "gekaut und verdaut" hast.  Da kannst du dann aus erster Hand erfahren, ob ein Soldat ein Bodhisattva  sein kann. Oder auch  nicht ...schliesslich ist das Letztgültige Bewusstsein des Nichtwissens kein Geschichtenerzähler, sondern das, was die Geschichten als das demaskiert, was sie sind: Unterhaltung.  (Der Bodhisattva ist in meiner Erkenntnis/Definition keine Person, die immer wieder stirbt und immer wieder auf die Erde zurückkommt, um den Menschen die erlösende Botschaft zu bringen, sondern eine Macht oder Kraft/Energie, ein Archetyp, der  "den Himmel auf die Erde holt", d. h., er bringt die geistige Schau in Form/Sprache und zur Mitteilung. In dieser Mit-Teilung ist  Diese Kraft spielt eine Rolle in dem Doppelgespann des gleichzeitigen Lehren-Lernens, dessen ich mich ständig erfreue.  In dieser Kraft bin ich gleichzeitig die Frage und die Antwort, ein Lehrender und ein Belehrter/Lernender,  sowohl im Inner Space als auch im Outer space. Ob diese Kraft sich auch auf der raumzeitlichen WeltEbene "da draussen" personalisiert/inkarniert, ist für mich  nicht erkennbar, aber auch absolut ohne Bedeutung, weil ich nicht mehr mit der Personhaftigkeit identifiziert bin und alles nur als diverse geistige Kräfte wahrnehme.)

Gut, was ich letztlich meine: werde einfach, der du bist und dann - als die Reine LEERE bzw. das Absolute SUBJEKT, als welches du dich letztlich erkennst  - damned, wen kümmert's!?

Neugierig geworden google ich im Wikipedia Thich Nhat Han und Theravada-Buddhismus. 
Ich lese u.a. : "Er  (TNH) war Mitbegründer der „Vereinigten Buddhistischen Kirche von Vietnam“ (1963), die sich der Theravada- (frühbuddhistische, südliche Schule) und Mahayana-Tradition (spätere, nördliche Schulrichtung) gleichermaßen verpflichtet fühlt."
Ja, prima, kurz und bündig: wenn ichs recht verstehe, ist die Theravada-Schule  demnach die asketische, weltabgewandte, negierende Schule und der bejahende Mahayana-Buddhismus die weltzugewandte Schule? TNH hat also Süden und NOrden in einer Synthese zusammengeführt, gut,  why not - entspricht es doch dem individuellen Weg zum Selbst.

Wieso aber soll TNH einen Wohlfühl-Buddhismus predigen? Hm.... dem Wiki entnehme ich  nur, dass er wie alle Kirchen sehr viel von Sozialarbeit hielt und sich politisch engagierte, dass man sich dabei äusserst rechtschaffen wohlfühlen kann, ist ohne Zweifel  richtig. Hm, dieser Aktivismus wirkt bei einem spirituellen Meister oder Lehrer auf mich eher wie ein "spiritual bypassing".  Aufgrund seiner vielen politischen/weltlichen  "Friedensaktivitäten" würde ich mal sagen, dass seine "Reich- Gottes"- bzw. Befreiungsvorstellung wohl  ziemlich "VON dieser Welt" war. Denn wie ein Wisssender einmal zu Recht sagte:


Wiki: "Interbeing. Dieser von Thích Nhất Hạnh geprägte (im Deutschen in der Regel mit „Intersein“ wiedergegebene) Begriff bezieht sich auf die Allverwobenheit sämtlicher Phänomene, das Eingebettetsein aller Dinge in ein unendlich komplexes Netz von Beziehungen. Alles existiert nur im Rahmen solcher Beziehungen, alles unterliegt vielfachen Bedingtheiten (vergleiche Bedingtes Entstehen). ...Ich bin das zwölfjährige Mädchen, Flüchtling in einem Boot, die sich nach der Vergewaltigung durch einen Seeräuber ins Meer stürzt, und ich bin der Seeräuber, mein Herz noch nicht imstande zu sehen und zu lieben.."

Das beschreibt in etwa die  Identifizierung mit allen fühlenden Wesen im Individuationsprozess. Innerpsychische Täter-Opfer-Versöhnung. Diese Identifizierung mit allen leidenden Wesen ist aber nicht die Ultima Ratio, denn sie verbleibt auf der horizontalen beziehungsorientierten (weiblichen) Ebene einer Diesseits-Spiritualität. Dass der Bodhisattva sich einer dualistischen Diesseitsspiritualität verschreibt, um dem Nirvana zu entgehen,  bezweifle ich... obwohl... na ja... haha... wenn ich ihn mal unterwegs treffe, lade ich ihn zu Tisch... ganz jenseits von diesseits und jenseits...

Wiki:"Thích Nhất Hạnhs Auslegung der Buddhalehre ist ganz dem Bodhisattva-Ideal verpflichtet: Die eigene Praxis auf dem Weg der Leidbefreiung steht immer in Bezug zum Dienst am Mitmenschen. Beides ist nicht voneinander zu trennen - vor allem nicht, wenn man sich für den Frieden in der Welt engagieren will: „Peace in oneself - Peace in the world“. Bevor man nicht mit sich selbst Frieden geschlossen hat und den Krieg im eigenen Herzen und Kopf beendet hat, wird man seinen Mitmenschen nicht wirklich eine Hilfe sein können."

Na schön,  aber den "Peace in One SELF" in der TotalBefreiung vom selbstgeschaffenen Leiden  hat TNH wohl nicht erreicht, wenn er noch für Frieden in der WELT sorgen muss, derweil er sich weigert, ins Nirvana einzugehen. Alles in allem spricht einiges dafür, dass er noch sehr mit der geliebten Materie identifiziert ist, da er Besonderheiten & Vorlieben wie Vegetarismus usw. pflegt. Alles in allem steht Moral und Ethik im Vordergrund.
Nun gut, ein Ideal ist ein Ideal, weiter nichts. Ideale sind die leckeren Karottten für einäugige Esel und dazu da, gegen SeligEnde entthront zu werden, wer das noch nicht begriffen hat, der ist kein Meister. Der Bodhisattva ist  auch nur eine Schattengestalt, d.h. er ist ein mythisches Bild welches gekaut, entziffert und integriert werden muss.

Ich selbst habs nicht so mit Verpflichtungen, Schwüren und Eiden, sondern  eher mit  dem taoistischen absichtlosen Tun bzw. dem Nicht-Tun als dem "Nicht-Eingreifen" in die Dinge der Welt, statt die Welt aktiv zu verbessern. Ja, aber, sagst du schon wieder, was ist,  wenn jeder so..... hahahaaaa -  Töte den Conjunctiv!

https://de.wikipedia.org/wiki/Th%C3%ADch_Nh%E1%BA%A5t_H%E1%BA%A1nh

Fest steht allemal: Nach den vorliegenden Texten waren (zum Zeitpunkt des Verfasssens) weder TNH noch der Rüpel "darüber hinaus" - also Zenmeister im wirklichen Sinne der Reinen Le(e)hre.
 
***

Okay, Werte AllmightyZENMouse, das war's. was ich im kurzen Vorübergehen vom Asso-Blog aufschnappte und was mir spontan dazu einfiel... ich denke, ich konnte dir zu Diensten sein und habe alle deine ungestellten Fragen beantwortet. 😀

Und würd' der Bodhisattva tausend mal auf Erden
geboren werden und auch wieder sterben
und nicht IN DIR - auf ewig würdest du verderben...

Nachtrag:
Kein vollkommen erwachter und befreiter Mensch (Meister) ist verpflichtet, andere  Menschen auf den Weg zu bringen und zum Erwachen zu verhelfen. Ein Befreiter der letztlich im BW des Nicht-Wissens ist, hilft, ohne zu helfen, d.h. in absichtslosem Tun weiss seine Linke nicht, was  Rechte tut, d.h. er selbst weiss nicht was er tut und welche Früchte sein Tun bringt. Siehe auch das Gleichnis Jesu vom Sämann.
In diesem Sinne: Fuck the Bodhisattva! :D