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Sonntag, 15. Juli 2018

Riding a painted pony....

Zum Rosenkreuzer Aussteiger-Bericht
Interessanter Punkt: Als er einmal in der Schlange an der Kasse stand, fühlte er sich unsichtbar, weil die Leute ihn nicht wahrzunehmen schienen. "Die Leute nahmen mich  nicht wahr, wer für sich selbst nicht einsteht, ist unsichtbar".
Ja, da ist was dran. Diese Art der Unsichtbarkeit ist am Ende des Wegs erreicht, ohne dass eine Panik ausbricht! Wer sein Ego nicht auffällig oder selbstbehauptend in den Vordergrund stellt, ist für andere unsichtbar. Das ist aber auch nur ein subjektives Gefühl 
Und dennoch: "Unsichtbar" zu sein,  bedeutet keineswegs,  dass man sich das transegoische Ich alles gefallen läßt und selbstlos vor sich hinleidet. Man ist nicht unfähig, seine Interessen/Bedürfnisse anzumelden,  der Unterschied zu früher liegt nur darin,  dass man dies in einer unaufgeregten unemotionalisierten=gleichmütigen  Art anmeldet und evtl. auch durchsetzt. Wird meinen Bitten/Bedürfnissen nicht entsprochen, ist auch gut. Ich beklage mich nicht - obwohl ich sehr gut feststellen kann, ob jemand sich wie ein rücksichtsloses Arschloch benimmt. lol.. Das erinnert mich gerade daran, dass ich für andere sogar unsichtbar bin, wenn ich mich an der Krücke durch die Schlange bewege; bin ich hingegen mit meinem trendy Rascal-Scooter unterwegs, bin ich unübersehbar, da sprintet alles beiseite, da ist man hilfsbereit ohne Ende -   eine Krücke hat offenbar eine andere  Aussagekraft. der Krückengeher steht wohl in der Hierarchie der Behinderten ganz unten....obwohl es viiiiel anstrengender ist, mit Krücke zu laufen, als faul im Scooter zu fahren. Ach ja, Krücke ist neuerdings ein böses Wort, obwohl die ganze Welt an Krücken geht, LOL.
Nein, natürlich ist man nicht wirklich unsichtbar, man sieht nur nicht, dass man gesehen wird, wenn man sich nicht selbst darum kümmert, gesehen zu werden. Man muss nur von sich selbst wegdenken und den Leuten ins Gesicht und in die Augen sehen...

Hmmmm...vielleicht hatte der Mann aber auch eine pathologische Dissoziation, eine regressive  Ego-"Entrückung"...., so etwas geschieht sehr leicht, wenn man sein Ich auf diese schwarzspirituell-asketische Ochsentour unterdrücken läßt. 
http://www.infosekta.ch/media/pdf/RC_Rosenkreuzer_28112015.pdf

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Unterschiedslosigkeit
Für das transegoische Einheitsbewusstsein macht es keinen Unterschied, ob ich meine diversen Erkenntnisse im Blog oder auf meiner Facebookseite schreibe. Manchmal beginne ich in Facebook und setze, - wenn der Text zu lang zu werden droht -   meine freien ASsoziationen im Blog fort und manchmal ist es umgekehrt.

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Trennung überwinden
Eine Antwort auf diverse Befürchtungen seitens eines von mir sehr geschätzten FB-Freundes: Wir sind alle fleischumhüllte resp. in Materie verwobenes reines Bewusstsein. Auflösung der Trennung bedeutet, nicht nur das Ego, sondern  die Materie an sich als die "Illusion"  zu erkennen..Viele Sucher verstehen unter der Einheitserfahrung die Verbundenheit und Vernetzung auf der materiellen Seinsebene, wo eines vom anderen abhängig ist. Das ist Biologie und gehört letztgültig ebenfalls in die Rubrik "Illusion". In Wilbers Terminologie gehört diese Erfahrung zum Bewusstsein des grünen Mem. Ich nannte es weibliche Daseins-Erleuchtung. Daseinsberechtigung  Das Körperbewusstsein erwacht. Ich fühle zum ersten Mal, dass ich existiere. Bewegung ist Erregung. Erlebnis des Eros des Körpers und der ganzen Natur.  Diese Erfahrungen gehen einher mit der Auflösung der psychosomatischen Blockaden und Traumata.

Das Ego, die Materie, den Körper als Illusion zu erkennen, bedeutet nicht, das Ego oder die Materie - die ja abhängig vom diesbezüglich konditonierten Egomind ist -  zu verachten, sie verliert nur ihre bis dato vorherrschende Wichtigkeit. Infolge dieser Erkenntnis ist jeder  ideologische -ismus (z.B. Vegatarismus) hinfällig, der sich auf eine (übertriebene)  Selbst-) Erhaltung des Körpers, der Welt, der Materie bezieht. Fleisch oder kein Fleisch essen - wen kümmert's?! Solche Fragen haben sich für das befreite Ich komplett erledigt. Was wiederum aber nicht bedeutet, dass man ein ignoranter unethischer Tierfeind sei - solche Wertungen sind hier gleichfalls alle in die Tonne gekloppt. Alles, was das transegoische Ich tut und macht ist aus dieser Perspektive weder gut noch schlecht, sondern "wohlgetan".  Joho, und man kann fast alles machen, was man vordem gelassen hat* -  ausser Copyright für die Lebendige Wahrheit zu beanspruchen oder einstweilige Verfügungen durch die weltliche Ordnungsmächte zu erlassen,  LOL.  Die Welt "geniessen" - Fleichessen, Rauchen, Alkohol, Sex - überhaupt alles, was man sich vorher verboten hat,   ist wieder möglich -  unmöglich ist jedoch, dass das befreite Ich beim "Geniessen, ohne zu geniessen" genussSÜCHTIG werden könnte. Seinen  Hauptgenuss findet es an der geistigen Anbindung an die permanent sprudelnde Erkenntnis-Quelle seines Neuen Seins. He he - Irrtum, wer da glaubt, er würde da noch irgendein ETWAS manifestieren. Um's Manifestieren geht es nur den Magiern.

* Auf dem asketischen Weg bezwingt man seine Laster, Rauchen, Trinken, - alle Süchte. Loslassen bedeutet hier, seine Abhängigkeiten "loszulassen" mit aktiver Willenskraft,  das kann gar nicht funktionieren! Loslassen ist nämlich nichts, was man machen kann!  Aus letztgültiger Perspektive scheint die Askese gar nicht nötig zu sein, derweil erkannt wurde, dass es allein darum geht, die IDENTIFIZIERUNGEN mit den diversen  Süchten loszulassen. Der Akt des Loslassens liegt in der Erkenntnis, im Gewahrsein der Identifizierung! Jo, das Dumme dabei ist, dass man das als blutiger Anfänger auf dem Weg nicht weiss und gar nicht könnte, wenn man wollte, da die Voraussetzung fehlt zum Loslassen: das Gewahrsein, welches nur durch die permanente Selbstbeobachtung resp. Achtsamkeit erlangt wird.
Was ich meine:  ich kenne bislang noch keinen Weg, der den asketischen Weg übergehen könnte. Obwohl es sich aus letztgültiger Sicht geradezu anbietet: Tue gar nichts und beobachte einfach nur!
Hm...die tugendhaften "Losigkeiten" der Buddhisten sind allesamt durch asketische Übungen erlangt mit der Absicht,  das Ego mit seinen materiellen Abhängigkeiten zu bezwingen. Loslassen bedeutet im asketischen (männlichen) Sinne ein strenges mit größter Anstrengung verbundenes Seinlassen.

Und wieder komme ich an den Punkt, an dem ich  den Buddha verschwitzt und völlig erschöpft unter dem Bodhibaum sehe und  er die Anstrengung jahrelanger ASkese einfach losliess. Er war es einfach nur leid, sich weiterhin abzurackern. Er streckte alle Viere von sich und sagte zu Gott: Es langt - leck mich.   Und dann kam Muttern... die erlaubnisgebende Göttin. LOL

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Grenzen/Begrenzungen
Selbstverständlich kann und soll das transpersonale Ich immer noch Grenzen setzen. Manchen Menschen gegenüber muss man zuweilen pädagogisch-streng werden,  z.B. wenn diese  aus dem angepassten Kind agieren oder spirituelle Irrwege einschlagen.  Die männliche Tugend einer konstruktiven  Strenge ist aktuell auf der Weltbühne ziemlich verpönt, da  das antiautoritäre linksgrüne BW die Oberhand gewonnen hat. Der Schatten der Gewährenden MutterGöttin:  Schwarzweisses Freund-Feinddenken: Strenge und Autorität wird imme  böse, autoritär, rechts und konservativ konnotiert.Wenn der Vater aus dem Haus ist, tanzen die Kinder auf den Tischen...


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Ayleen - Eine spirituelle Meisterin

"(...)Mit  der  Integration  westlicher  Psychotherapien  in  ein  transzendentes  Verständnis  vom  Menschen und  der  Psyche  als  eine  innere  Familie,  die  sich  im  Äußeren  als  Lernaufgabe  spiegelt,  gibt  die Meisterin  Ayleen  der  Spirituellen  Psychotherapie  ein  ganzheitliches Basiskonzept,  welches  den vermeintlichen  Gegensatz  von  Spiritualität  und  Psychotherapie  bis  in  den  konkreten  praktischen Alltag  hinein  überwindet.  Körper,  Psyche  als  innere  Familie,  Energien,  Karma,  Bewusstsein  und  Seele  werden  wieder  zu  der  Einheit,  die sie  von  Natur  aus  sind.  Das  Verständnis  über  diese Zusammenhänge erleichtert es der Seele, zunächst ihre irdische Lern und später ihre Liebes aufgabe zu erfüllen und hilft dabei, die alltäglichen Beziehungen durch die innere Familie hindurch positiver zu gestalten.  (...)
http://www.ganzheitliche-psychische-strukturen.de/spirituelle-meisterin-ayleen.pdf

Klingt erst mal gut und ist nach längeren hineinschnuppern immer noch gut. Muss aber erst mal die Begriffe in mein eigenes Begriffssystem übersetzen, bevor ich mehr dazu sagen kann.  Bis jetzt kann ich nur sagen, dass Ayleen einen Unterschied zwischen Ichlosigkeit und dem Auflösen der Identifizierung mit dem Ego macht. Den mache ich wiederum nicht.  Alle Ich-"Losigkeiten" gründen für mich letztlich auf dem Gewahrsein der Identifizierung (mit egoischen Eigenschaften.)
Es ist auch nicht so, wie andere Lehrer meinen, dass das Ego bzw.  die Person selbst sich nicht ändere, sie bleibe immer wie sie ist und nur die WErtungen verschwänden.... Manche Eigenschaften, mit denen man nicht mehr identifiziert ist, verschwinden ganz , manche nicht. Ich rede und schreibe z.B. immer noch gern und viel... Was nicht mehr aufkommt, sind negative Bewertungen über mich, Selbstzweifel, Selbstzerfleischungen aufgrund Schuldgefühlen usw.  Kurz: das ganze Denken über mich und die Welt hat sich komplett verändert. Ich lasse mich toal in Ruhe, d.h., meine Gedanken haben keinen Einfluss mehr auf meine körperliche Befindlichkeit. Die Neurose ist geheilt... uvm.
Auf jeden Fall lesenswert!
https://www.am-ziel-erleuchtung.de/spirituelle-irrtuemer/
.
Was Ayleen über Anssi Attila sagt, entspricht zum großen Teil auch meiner Erkenntnis über ihn: er haftet zu sehr an seiner Spontanerleuchtung, erst, wenn er diese "vergessen", loslassen kann, wird sich die Individuation ganz natürlich und von Selbst anbahnen. weil der Hauptwiderstand gegen Entwicklung aufgelöst ist.
Das, was Ayleen die  Innere Familie nennt, entspricht dem Animus und Anima, dem inneren Elternteil plus dem inneren Kind.
Auf den ersten Blick scheint mir Ayleen über die Gabe der Geisterunterscheidung zu verfügen. Ich weiss nicht, inwieweit sie einer Lehre folgt oder ob sie ihre eigene Lehre weitergibt, als Ratgeberin resp. spirituelle Psychologin ist sie top! Auf jeden Fall ist sie authentisch.... nach allem, was ich bislang gehört (Video)  und gelesen habe, würde ich sie guten Gewissens empfehlen.
Was sie das "Neue Zeitalter von göttlich zu irdisch" bezeichnet, meint offenbar die Involution. Evolution heisst, Gott entgegen zu gehen, bei der Involution neigt sich Gott dem sich entwickelnden spirituellen BW zu. Ein Wechselspiel.

7 Irrtümer:
https://www.youtube.com/watch?time_continue=437&v=UuKvJmSdkK0


Wenn Ayleen objektbezogen von der Umkehrung der Energien zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft spricht, dann ist damit( subjektbezogen) die Umkehrung der Aufmerksamkeit von aussen nach innen gemeint.
Vermutlich werde ich  mich noch mehr mit Ayleen beschäftigen, eine der wenigen auf dem spirituellen Marktplatz, deren Aussagen ich ziemlich vorbehaltlos zustimmen kann.

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Der asketische Vaterweg und der gewährende Mutterweg
Nochmal: Ich glaube nicht, dass man auf ersteren verzichten kann. Ich glaube, dass es nicht ausbleiben kann, den asketischen Weg zuerst einzuschlagen und zwar so lange, bis der "Weg" auf das Ego  einschlägt.
Am Ende kommt man immer zurück zu Mama. Umgekehrt funktioniert es nicht. Auch bei K. Wilber kommt zuerst das rationale männliche Bewusstsein 5/Orange Mem, und hernach das weibliche grüne Mem 6.  So läuft die menschliche Entwicklung. Ontogenese ist Stammsgenese! Wilber gibt mir da ein sehr gutes Modell an die Hand...
http://integralesleben.org/de/il-home/il-integrales-leben/grundlagen-des-integralen/linien-der-entwicklung/spiral-dynamics


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Ich habe keine Lehre,
wenn ich eine hätte, wäre jegliches spontan-freie Assoziieren dahin, z.B. müßte ich erstmal meine Begriffe in ein geordnetes allgemeinverständliches System bringen, das kann ich nicht, weil ich nicht will.  Nicht, weil ich Widerstand dagegen leisten würde, sondern, ich kann nicht mehr tun, was ich nicht will, weil da niemand mehr ist, der etwas wollen oder nicht wollen könnte
Genausowenig zitiere ich mich  bzw.  meine ehmals spontane=lebendige=absolute Wahrheit  zu Lebzeiten selbst und setze meinen Namen darunter. Den weltlichen Namen unter eine in der Vergangenheit erkannte absolute Wahrheit zu setzen und für Geld zu verhökern - wer das tut, ist ein Schacherer, ein Händler im Vorhof des Tempels. Wer zurückschaut, erstarrt zur Salzsäule! Der ist noch nicht im Bewusstsein des Nichtwissens, welches keine Wiederholungen gestattet. Auch die Absolute Wahrheit ist immer nur Stückwerk, Teilerkenntnis. Was  gerade eben noch absolut WAHR war, ist gleich darauf relativ, weil vergangen, vergänglich... Das liegt am Shift, wenn das Bewusstsein vom vertikalen Geistmodus iin die Horizontale, das lineare Denken wechselt. 

Ich lehre nicht, ich will nichts und niemand erreichen, auch wenn ich manchmal denke, dass meine Worte für irgend jemand ANDEREN hilfreich sein könnten, werde ich mir doch sofort bewusst darüber, dass dies nur DENKEN ist und so geht dieser Gedanke auch wieder vorüber, ohne dass ich mich mit ihm identifiziere und ihm Zeit und Raum gebe, zu einer dicken Überzeugung heranzuwachsen, die ich schwerlich wieder los würde, wenn da nicht das Gewahrsein wäre....Denn wo  keines  ist, macht der Egomind stante pede aus jeder geistigen Erkenntnis eine Überzeugung und jede Lehre gründet auf der Überzeugung/Glaubenssatz, dass das, was sie lehrt, wahr ist. Überzeugungen aber sind immer relativ und eine einstmals lebendige WAHRHEIT mutiert dort, wo kein stabiles Gewahrsein ist, SOFORT zu verstandesmäßigem Wissen -  auch wenn dieses Wissen ein scheinbar  höheres ist, ist es dennoch ein totes Wissen im Vergleich zur Lebendigen=absoluten ERKENNTNIS.


Ein echter Meister hat meiner Erkenntnis nach keine Lehre. Er lehrt durch sein SEIN.  Er ist immer und in allem spontan.Es waren und sind i.d.R. immer die Anhänger, die Jünger, die eine Lehre, ein System, ein Programm aus den Worten eines Meisters machten und machen. 
Erleuchtung oder  Absolute WAHRHEIT kann nicht vermittelt werden, sie steigt unmittelbar im Bewusstsein des Erkennenden auf und ist nur so lange absolut WAHR, als sie nicht vom Egomind in eine Überzeugung rationalisiert wird. DAs "Tool", welches das verhindert heisst: Achtsamkeit resp. GEwahrsein.
Um die WAHRHEIT zu erkennen, muss Herz und Verstand in Harmonie miteinander sein.  Wie der kleine Prinz sagt: Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Deshalb finde ich die Jesu Lehrmethode durch bildhafte Gleichnisse viel besser;  diese Bilder umgehen den Verstand, treffen ins Herz und re-aktivieren den Unbewussten Gott in uns.  

(Btw: Alles, was ich im spirituellen Kontext auf Facebook schreibe,  ist spontan erkannt (auch wenn es meinen Lesern seit Jahren wie eine endlose Wiederholung erscheinen mag, lol) , niemals wäre ich fähig, meinen Namen darunter zu setzen. Viele Leute denken vielleicht, dass  meine Wahrheiten irgendwo abgekupfert sind, gähn, das würd' mich auch nicht jucken... ein Copyright für meine Worte zu beanspruchen, wäre eine Sünde wider den GEIST - der GEIST läßt sich nicht begrenzen. Die WAHRHEIT ist niemandes Eigentum.
Anssi Attila sowie Werner Ablass sind meiner Erfahrung und Erkenntnis nach spirituelle Lehrer, die mit ihren spirit. Erfahrungen identifiziert sind, d.h. ihre Erleuchtung, die ich gar nicht mal in Frage stellen will, sind zu Überzeugungen geronnen, die z.T. militant missioniert oder verteidigt werden; beide haben mich sofort blockiert, als ich ihre "Wahrheiten" bzw. ihre Überzeugungen insofern in Frage stellte, als ich sie mit "meiner" Absoluten WAhrheit korrigierte.  Wer es nicht verträgt, in Frage gestellt zu werden, der ist  mit seiner spirit. Erfahrung und mit Wissen identifiziert,  bzw. dem Programm, was er daraus macht. Diese Verhaftung blockiert die Transformation, d.h.sie verhindert den notwendigen Prozess  der  Persönlichkeitsreifung durch eine dritte Individuation, welche zur  Letztgültigen BEfreiung führt.  Ohne Transformation des Egos kann aber das Ego nicht in das SELBST integriert werden!

Das Hauptproblem vieler  Spontanerleuchteten:  Genau das Ego, das durch einen kurzen Moment der Ego-Abwesenheit  - im nachhinein!* -  als illusionär erkannt bzw. definiert wurde, gewinnt nach kürzester Zeit wieder Macht über die Person, die zugleich geleugnet wird.


* Es ist im übrigen unmöglich für das Ego, seine eigene Abwesenheit zu bezeugen;  dass das Ego eine Illusion ist, ist eine nachträgliche Rationalisierung/Interpretation durch die anschliessende  Wieder-ANwesenheit des Egominds. der sich damit buchstäblich am "Heiligen Geist" der Erkenntnis  verGREIFT. LOL  So entsteht Überzeugung/Dogma. Eine vertiefte Achtsamkeit/Gewahrsein SCHAUT dieses erGREIFEN, erkennt die darin lauernde Identifizierung und  verhindert sie.

Aber auch das Gewahrsein seinerseits kann in der spirituellen Erleuchtungserfahrung kein Ego wahrnehmen oder irgendetwas über das Ego aussagen. Letztendlich ist alles, was man über das Ego aussagt, auch nur eine Interpretation des Minds - in derselben Weise das Wissen über Gott/Gewahrsein eine Interpetration des Egominds ist.
Das Ego existiert in der Erleuchtungserfahrung nicht. Nichts existiert. Dass das Ego eine Illusion ist, ist letztlich nur eine verstandesmäßige Schlussfolgerung aus der Erfahrung der Leere...
.... "EINSPRUCH!" schallt es da schon wieder von Seiten  meiner alternierenden/internalisierten Alter Egos,  die mir nicht erlauben wollen, mein Spinning Wheel anzuhalten. - 
sorry,  Leutz,  ich muss schnell scheiden,
bitte um  Entschuldigung,
werde ich doch einberufen
von des Tages Forderung.
(To ride a painted pony
on the Farm of Auntie Moni!)
la la la

haha, Riding a painted pony - so könnte mein Blog auch heissen...
.




Mittwoch, 24. Januar 2018

Betrachtungen anläßlich eines Videos von Daniel Herbst

Wenn das Unwirkliche durchschaut wird, bleibt nichts als die WirklichkeitI sagt er....Hm...ich beziehe mich hier nicht auf alles, was im Video angesprochen wurde, Die Frage, die sich mir spontan gleich zu Anfang auftat: Woher die Verwirrung um Wirklichkeit und Unwirklichkeit? Vertauschung der egoischen vs. transegoischen Ebenen? Was versteht D. Herbst selbst darunter? Gibt es denn nicht nur eine einzige Definition für Wirklichkeit im spirituellen Kontext, eine Wirklichkeit, die nicht bedingt ist und keinen Gegenpol hat?
(Im Ganzen finde ich seine Ansprache wenig konkret und viel zu abstrakt und sehr mißverstandlich in der Ausdrucksweise... )
Ich will aber mal wohlwollend sein und vermuten,  dass  der Verstand des Daniel Herbst sich bezüglich der Wirklichkeit einfach nur weigert, lustvoll am Paradox zu scheitern, da die  letztgültige Wirklichkeit (Einheit)  keinen Gegensatz hat. Die EINHEIT  ist ja doch das "unwörterbare" Eine ohne Zweites, d.h. ohne dualen GEgensatz, wobei Einheit dennoch die  - neutralisierte -  Dualität mit einschliesst!!!

Ich habe früher manchmal den selben Fehler gemacht,  -  weil der Verstand bzw. die Sprache sich nur in Dualismen ausdrücken kann, ist dieser "Zustand" schwer zu beschreiben, ohne dass er nicht versucht wäre,  letztlich doch wieder einen Gegensatz zu schaffen. Denselben Fehler machte man seit jeher in den Religionen. Der christliche "Vater "wird z.B. als männlicher Geist geglaubt, weil man keinen Namen für den Namenlosen EINEN hat, den  "Großen Geist" , der über allen Gegensätzen steht.

Auf die gleiche Weise  irre wird man, wenn man über das wahre SELBST nachdenkt - ein weiteres  Synonym für das SELBST und genau dasselbe Dilemma. Ein SELBST ohne zweites wäre  ein SELBST ohne Ich, dabei ist die Trennung von Ich und SELBST aufgehoben, sobald die Reinigung - die Dekonditionierung/Desidentifizierung  des Ichs - abgeschlossen ist und  Wahres Selbst und geläutertes Ich als dasselbe SELBST erkannt ist.

Ich würds mal so beschreiben, dass es verständlicher wird: Derweil  du in diese Welt  geboren bist, bist du dazu aufgefordert, das Leben in der Trennung zu leben, auszukosten, total alle deine Sinne  zu entwickeln und zu gebrauchen  und diese wahnsinnswunderbare  Schöpfung der Welt zu geniessen, sonst hätte der Große Geist keinen Spass an dir. lol.
Das machst du natürlich nicht, du bist ja durch jegliche Erziehung gehemmt, das Leben zu geniessen und in seiner Totalität zu erfahren. Du gehorchst deiner Programmierung: Statt die Weltbühne  lustvoll zu betreten, wendest du dich ab, sublimierst und steckst deine Energien in Zielstrebigkeiten nach Erfolg  und anderen Ersatzbefriedigungen -  und wenn dir die Welt nicht das Glück beschert, was du in allen deinen Aktivitäten erstrebst,  kriegst du Ennui und schlägst den spirituellen Weg ein,  - falls du ein echtes Erwachen erlebt hast, welches dich daran er-innert, wo dein Wahres Zuhause liegt, könnte deine Reise zu dir SELBST sogar von dem Erfolg gekrönt werden, der nicht von dieser Welt ist. 

So. in der Welt wird das Ich also aufgefordert, sich im Dienst der Welt zu entwickeln und das Leben, das ihm gegeben wurde, zu leben!  die Dualität/Trennung  zunächst einmal anzunehmen, Annahme  bedeutet Identifikation mit Ich und Welt, dem dualen Leben/ DA-SEIN/Existenz.

Hingegen wird das Ich durch die dritte Individuation, die sich i.d.R. nach dem Erwachen ankündigt,  aus dem Dienst an der Welt zurückgezogen und  in den Dienst Gottes/SELBST gestellt!!!
Das Ich wird in der Individuationsphase durch Schattenintegration geheilt und peu á peu derart gestärkt, dass es ohne verrückt zu werden, die Reise durch die "Unterwelt" bzw.  in die Transzedenz vollenden kann. Die dritte Individuation zielt ja recht eigentlich auf die Wahre Natur hin,  eine große Gefahr liegt aber darin, das sich das Ich durch die Heilung, Gesundung Stärkung und neue DASEINsfreude am Ziel wahnt.  Die Heilung von der Neurose verführt spiritituelle Sucher dazu , zu glauben, sie könnten  sich die Welt erneut "untertan" machen: von Selbsthass und anderen LebensQualen befreit fühlen sie neue Kräfte, um mit ihrem geheilten Ich, einem  positiven sieghaften Selbstbild erneut der Welt begegnen. Im Glauben, sie hätten ihr spirituelles Ziel erreicht, sind sie bereit, fürderhin sich in den Dienst des Menschen zu stellen, Gutes zu tun, für eine bessere Welt zu kämpfen usw. Nicht mehr Gott, sondern der Mensch steht ab jetzt in ihrem Mittelpunkt.  Der Selbsthass wurde geheilt, Der strafende Gott wurde durch die Selbstbildkorrektur abgesetzt, jetzt ist ihr  Ich ist mit dem guten Gott identifiziert! Darin fühlt sich das Ich am allerwohlsten und da will es partout nicht mehr weg. Das DA-SEIN, die EXiSTENZ - das In-der-Welt-sein, die Erfahrung der Verbundenheit mit diesem und jenem, die berauschende Liebe zu allem und jedem -  all das   ist ja so faszinierend. Vorsicht!

VORSICHT, Falle! Das ist nur der halbe Kuchen! Die Identifizierung mit dem schönen Selbst- und Weltbild und dem DA-SEIN muss ebenfalls durch Gewahrsein als solche erkannt und aufgelöst werden.  Erst dann ist man am Ziel - der Erkenntnis der Einheit, die Erkenntnis des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN. All-eins.  Ohne Zweites:ungetrennt.  Jetzt findest du nämlich alles, was dir vordem in der äusseren Welt GEGENÜBER gestellt war, quasi "Kopfüber gehängt"  in dir... Du hast einen geistigen Salto Mortale gemacht und findest nun alles, was du vordem in der Äusseren Welt gesucht hast, im Inneren.  Die Subjekt-Objekt-Trennung ist aufgehoben. Gewahrsein - Bewusstheit für Immer und ewig. (Auch hier wieder das Dilemma der Benennung des Namenlosen: In Ermangelung eines Begriffs für das Einheitsbewusstsein nennt man das Namenlose, das ICH BIN nurmehr das Absolute SUBJEKT, obwohl es weder Objekt noch Subjekt ist. Es gibt nichts ausser dem EINEN. Und das ist weder Subjekt noch Mann.

Ok, Weiter. Denn nach der Großen Strahlenden  Auferstehung  beginnt der Rückweg in die Welt für dich, nur von der anderen Seite her, durch die "Hintertür", von innen heraus. Nicht mehr mit Ich und Welt identifiziert! Was du vorher ausgeschlossen hast, ist jetzt geläutert eingeschlossen und diese der Bedeutung entleerte Welt  wird dir zum stetigen Anlass der Freude an der Erkenntnis. Total paradox und doch so einfach in der Praxis. Nichts Spektakuläres.  Alles, dein ganzes Leben, welches du unbewusst gelebt hast, wird in Bewusstheit quasi noch einmal gelebt. Alles, was du erlebt, erfahren, gelesen hast und in seiner Wahrheit nicht erfassen konntest, , öffnet sich dem Blick der Wahrheit, des Gewahrseins. DAS verstehe ich darunter, wenn ich vom Ich durchSCHAUEN spreche. Weil Ich und Welt nicht mehr mit sinnlichen Augen, sondern mit den geistigen Augen erSCHAUT werden.  (Gewiss nicht in dem üblichen Sinne, dass das Ich in seiner Illusion entlarvt wird, das ist an diesem Punkt des Seins längst Alter Käse! Ich vermute, D. Herbst weiss selbst nicht so recht, was er mit dem "Durchschauen" meint. )

Das wahre LEBEN beginnt erst mit dem Tod des Egos. Es ist die Geschichte meines Lebens, die sich nicht mehr von aussen, sondern von Innen her erzählt, alles, das ganze Universum, der Kosmos, der sich für das Ego "da draussen" verortete, wird in im Inneren erSCHAUT auf einer  unendlichen Reise in die unendlichen Weiten des inneren Kosmos. Da ist kein "Schwattes Nichts" nach dem Tod des Ego - sondern Ewiges LEBEN. Im GEIST der lebendigen Wahrheit und Wirklichkeit.
 Gott ist auf Erden Mensch geworden. Nun, im Bewusstsein des Absoluten SUBJEKTS, das ICH BIN  wird der Mensch zum Gott. 

Wer seine Erfahrungen gering schätzt, weil er glaubt, dass sie nichtig sind und Illusion, verkennt den paradoxen Charakter der Wirklichkeit. Paradox auch, dass es wichtig ist, auf Erden Wissen über die Welt zu erwerben, statt Lernen und  Wissen zu unterdrücken. Die Erde untertan machen, heisst, sie neugierig zu erkunden, der "Illusion" auf den Grund gehen, lol.
Voreilige Ablehnung und Abkehr von Ich und der "nichtigen" Welt ist eine Todsünde! Tun, was immer das Herz begehrt.  Und dazu bedarf es des Wissens um gut und böse, sonst begehrt das Herz das Falsche. (Um das Herz entscheiden zu lassen,  muss der Kopf aber die Kontrolle abgeben.)

Ein labiles schwaches Ich mag übrigens schwach in der Welt sein, in der Hingabe und im Dienst an seiner Wahren Natur  - gleich, ob man es nun Dienst an Gott, SELBST, CHristus, Buddha/Allah  dazu sagt - wird es gestärkt.



Video:  Daniel Herbst, Wenn das Unwirkliche durchschaut ist, bleibt nichts als die Wirklichkeit.
 guckst du:

Nachtrag am 25.01.18
Daniel Herbst hat recht, insofern er implizit sagt, dass die spirituelle Entwicklung "unten" bei der Person anfängt. Dass ich in meinem Blogposting soweit ausgeholt habe ist weniger seinem Text geschuldet, als einem Einwand von Herrn X., einem KIW-Gläubigen, der nicht aufhören mag, zu betonen, dass das Unwahre und Unwirkliche  (Ego) nicht in das Wahre und Wirkliche (GEIST/Gott/SELBST) integriert werden kann, womit er natürlich recht hat - wobei er sich aber  hartnäckig der Einsicht verweigert, dass das Ego nicht integriert, sondern durch Schattenintegration TRANSFORMIERT wird, um  die "Gottgleichheit"  des WahrenSELBST zu offenbaren, was weder vom Ich noch vom "Vater" (GEIST) jemals getrennt war... die Erkenntnis des  EINEN Bewusstseins in der Vielheit.  (Übrigens sollten die Religioten damit aufhören, von dem "einen" Gott in der Form zu sprechen, als sei dieser der "einzige" wahre Gott neben anderen unwahren Göttern. Bei dem "Einen" handelt es sich um das EINE einige Bewusstsein, das den Kosmos belebt.)
Wieso nur sprechen alle Religionen und spirituellen Schulen von der Reinigung des Ichs, der Läuterung, wenn die Person als solche unwahr wäre!!!? Christlich jargoniert , wird das Ich oder sie Seele/Psyche von Gott "bereitet", gereinigt, geheilt, und letztlich de-konditioniert.

Die Entwicklung von "unten" ist eine psychologische. Sie fängt im Hier und Jetzt der Person an, die Wahrheit und Wirklichkeit der Person bzw. des Menschlichen offenzulegen. Aus der psychologischen Sicht ist  die Maske, das falsche Ich mit seinen Maschengefühlen das "Unwirkliche" und das geheilte Ich mit authentischen Gefühlen und einem realistischen gesunden Selbstbild das "Wirkliche ". Aus der letztgültigen nondualen Sicht ist dies zwar immer noch  das Unwahre, jedoch ist es das Wesen des geheilten Ichs, dass es nicht anders kann, als sich in den Dienst Gottes bzw. des SELBST zu stellen. Wie gesagt, kann man die seelische Heilung nicht vom geistigen Heil trennen!
In die Ganzheit integriert werden kann nur das Geheilte bzw. transformierte Ich.  Der Mensch ist nicht von Geburt an Mensch, Individuation ist Menschwerdung UND Gottwerdung. 

Die ganze Vewirrung um diesen Punkt ist u.a. dem Umstand geschuldet, dass das Ich und das Wahre SELBST als getrennt voneinander geglaubt werden,  derweil die Sprache nicht anders als getrennt beschreiben kann, was ungetrennt (Einheit) ist. Man sollte nicht vergessen, dass das  Ego nicht durch das Ego geheilt wird, die selbstheilende Instanz ist das Wahre SELBST, der "göttliche Funken",  der "Sohn", der durch das Ego verborgen wurde. Der "Sohn" oder das Christus-SELBST ist es, der das Unwahre heilt, transformiert und schliesslich in die Erkenntnis der "Todlosigkeit" des unsterblichen Bewusstseins transzendiert wird.
Also  noch mehr am Mysterium herumkratzen geht nicht. :D