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Montag, 20. November 2017

Spiritualität und Nationalismus

Eine autoritäre globale Elite, die  nationale Grenzen mit Gewalt  topdown und quasi per dekret durch samtpfotenterroristische  Umerziehung (Dekonstruktion) und Bevormundung (Entmündigung) abschaffen will, startet einen Angriff auf das Ego der Menschen, auf seine Ichgrenzen bzw. seine psychologische Abwehr.  

Die Folgen sind kollektiv dieselben wie beim (wohlmeinenden) Angriff auf das Ego eines Individuums: auf der einen Seite Regression auf eine irrationale/prärationale Stufe - das sind die  "braven Kinder" (Brave Bürger) und auf der anderen Seite die  "bösen Kinder", die rationalen Rebellen, die sich nicht unterwerfen und sich weigern, ihren Verstand  dem Popanz eines pervertierten Humanismus/Universalismus zu opfern.   

Ein neues Paradigma - ein neues Weltbild - bedarf einer Reifung des individuellen Bewusstseins , es läßt sich nicht  - zudem im rasenden Galopp! -  verordnen oder anerziehen, es geschieht  "von unten" und durchläuft diverse Wachstums-Prozesse. So wie das Ich in einem spirituell gelungenen Bewusstseinsentwicklungsprozess nicht durch Ablehnung und Schlechtmachen, sondern durch Annahme und Würdigung letztlich transzendiert wird, so sollte die Politik  auch mit den patriotischen Gefühlen,  der Heimatverbundenheit und dem Nationalstolz der Bürger umgehen.  Es darf  also nicht darum gehen, den Nationalstolz oder den Nationalismus als solchen böszureden und schlechtzumachen, sondern zwischen einem kranken=destruktiv überhöhten und einem gesunden=konstruktiven Nationalstolz/Patriotismus  UNTERSCHEIDEN zu lernen.

Solange aber eine offenbar narzisstisch erkrankte  polit-mediale FinanzElite und ihre "progressiven" Anhänger  nicht zur Selbstkritik und Krankheitseinsicht fähig ist und ihr spaltendes Schwarz-Weiss-Denken beibehält, wird sie mit heftiger Gegenwehr rechnen müssen. Die Ratio läßt sich nicht durch Irrationalität, die das Gefühl über den Verstand stellt,  übewinden.
Ich persönlich glaube nicht an eine spirituelle Politik, die die Einheitserkenntnis des Individuums  kollektiv spiegeln könnte. Ein Paradies auf Erden gibt es in meiner Sicht nicht. Ein Mensch, der sich EINS weiss mit dem Unendlichen Bewusstsein hat letztenden Endes kein Bedürfnis mehr, in der Welt etwas zu verändern, für ihn ist die Welt nicht mehr verbesserungswürdig.

Gandhi war weniger Mystiker als Politiker. Gandhi war Traditionalist und Nationalist und war der Meinung, dass niemand seine nationalen Traditionen bzw. die Kultur und Religion, in die jemand hineingeboren ist,  verachten oder sie  missionierend anderen Kulturen aufzwingen sollte.  Wie der Dalai Lama ist er der Meinung, dass die heimatliche Kultur und Religion alles bietet, was ein Mensch braucht, um Mensch zu sein und zu werden. Sri Aurobindo hat offenbar nicht aufgehört, ein Nationalist zu sein, als er ein "Weiser" wurde: 

"Sri Aurobindo war ein (anfangs revolutionärer) Kämpfer für die indische Unabhängigkeit und als solcher indischer Nationalist. In seinen Veröffentlichungen trat er unter anderem für den Boykott ausländischer Waren, für passiven Widerstand und Nicht-Zusammenarbeit ein. Auch als Philosoph und Guru war er Nationalist: er forderte eine »nationale Erziehung«, sah die Nationen als natürliche Organisationsformen der Menschen an und sprach jeder Nation eine Seele zu. Dass sich Konflikte in den Menschen als Kriege zwischen Nationen manifestieren, fand er in der Natur des Menschen liegend und unabdingbar – solange nicht alle Menschen Erleuchtung erlangt haben.
Er hegte bereits damals eine große Verehrung für Deutschland als Kulturnation und las einige der deutschen Klassiker im deutschen Original. Dieses Interesse veranlasste ihn, sich in seinem während des Ersten Weltkriegs begonnenen und nach dem Zweiten Weltkrieg überarbeiteten Buch The Human Cycle (dt. 1952 als Der Menschliche Zyklus) nunmehr sehr eingehend und kritisch mit dem deutschen Nationalsozialismus auseinanderzusetzen, dessen Entwicklung er sehr genau verfolgt und dessen Gefahrenpotential er ebenso genau beschrieben hatte. Dieser habe zwar auch die Subjektivierung zum Ziel gehabt – ein zentraler Begriff in Aurobindos Philosophie –, sei aber beim Streben danach vom rechten Weg abgekommen und habe ihn in sein Gegenteil verkehrt. Mit Aufrufen an die indische Bevölkerung und Politiker zur finanziellen Unterstützung der Engländer bei ihren Verteidigungs- und Kriegskosten unternahm er alle in seinen Kräften stehenden Anstrengungen, die Alliierten in ihrem Kampf gegen den Hitler-Faschismus zu unterstützen [22]."
( https://de.wikipedia.org/wiki/Aurobindo_Ghose#Aurobindo_und_Nationalismus

Man darf nicht alles glauben, was über Meister geschrieben wird, aber  viele andere Meister, von denen ich las, hatten nichts gegen nationale Grenzen, sondern nur gegen einen destruktiven Nationalismus. Sie wussten insbesondere, dass es bei der Mensch-bzw. Gottwerdung nicht um das Niederreissen der äusseren Grenzen in der Welt ging, sondern um die Auflösung der inneren Begrenzungen. Das Niederreissen von Mauern und Auflösen nationaler Grenzen in der Aussenwelt ist aus transpersonaler Sicht eine Konfliktverlagerung/"Ent-Äusserung"/Materialisierung - also eine Projektion innerer Vorgänge/Konflikte in die materielle Aussenwelt.  Diese Projektionen zurückzunehmen, hiesse für den Menschen, die Aufmerksamkeit von der Aussenwelt zu  lösen und seine inneren Begrenzungen wahrzunehmen und aufzulösen.
Allein darum geht es: zu erkennen, dass alles, was ich im Aussen unbewusst tue,  nur Symbol ist  - eine materielle Entsprechung...

Menschen führen Kriege, um Grenzen zu errichten und ihr Territorium zu erweitern, Menschen - insbesondere die heutigen  Krieger im Namen des Guten  und der "Sozialen Gerechtigkeit" -  sind aber offenbar auch imstande, aufgrund einer One-World-Vision quasireligiöse Kriege zu führen, um Grenzen aufzulösen; die Gewalt, mit der Andersgläubigen heute schon begegnet wird, spricht dafür, dass man im geheiligten Namen von Globalisierung, Humanismus, Dekonstruktion und Entnationalisierung durchaus nicht abgeneigt ist, Bürgerkriege zu riskieren, wenn nicht mehr.
Auch wenn er's nicht gerne hört: Der Krieger im Namen des Guten ist vom selben Geist wie der Gotteskrieger des Islamischen Staates.

allumfassenden Spiritualität von außerordentlicher politischer Bedeutung", sagt van der Veer. Für ihn als Forscher erscheint Gandhis Interpretation von Spiritualität auch in anderer Hinsicht sehr interessant, denn ihre Grundeigenschaften gelten stellvertretend für die Gesamtidee: "Die Tatsache, dass sie als universell betrachtet werden kann und dabei zugleich an Konzepte nationaler Identität gebunden erscheint, ist ein zentraler Widerspruch im Konzept von Spiritualität."

D
allumfassenden Spiritualität von außerordentlicher politischer Bedeutung", sagt van der Veer. Für ihn als Forscher erscheint Gandhis Interpretation von Spiritualität auch in anderer Hinsicht sehr interessant, denn ihre Grundeigenschaften gelten stellvertretend für die Gesamtidee: "Die Tatsache, dass sie als universell betrachtet werden kann und dabei zugleich an Konzepte nationaler Identität gebunden erscheint, ist ein zentraler Widerspruch im Konzept von Spiritualität."
: "Die Tatsache, dass sie als universell betrachtet werden kann und dabei zugleich an Konzepte nationaler Identität gebunden erscheint, ist ein zentraler Widerspruch im Konzept von Spiritualität."

Samstag, 11. November 2017

Der Zeitgeist - Good Bye, Reality?

Abschied von der Realität?
Ich lese: "Jahrelanges starkes Lobbying, u.a. durch das Europaparlament und die Europäische Kommission, führt nun auch bei der WHO zum Abschied vom Realitätsprinzip, wonach ein Denken und Fühlen, das der physischen Realität diametral widerspricht, nicht normal sein kann."
http://www.zukunft-ch.ch/de/transkinder-ein-fataler-irrtum/

Hmmm...Was mich einmal mehr hierbei irritiert: Wenn die Genderisten überzeugt sind, dass die  Geschlechter Mann und Frau soziale Konstrukte sind, warum ist es dann nicht möglich, Jungens, die sich in einem falschen Körper fühlen und sich mit Mädchen identifizieren, zu "dekonstruieren". Hier scheint angeboren zu sein, was wo anders konstruiert ist.... ???tzzzzz,
Nein, man verabschiedet sich nicht in voller Gänze vom Realitätsprinzip als solchem, sondern man versucht auf Biegen und Brechen  eine neue quasireligiöse Weltanschauung  zu konstruieren. 'Einige der alten Normen werden dekonstruiert und durch neue Normen ersetzt. Neue Identifikationsmodelle werden angeboten. Und wozu? Damit der Mensch sich gut und vollkommen fühle. Im Namen einer pervertierten Allerheiligsten Humanität und des Fortschritts. Gott ist tot bzw. abgeschafft, nun erhebt sich  Mensch zum Gott.    Simulatio Dei... Als man noch im Namen eines Gottes "dekonstruierte", schuf man den "Gottmenschen".  Dekonstruktion im Namen eines falschen Humanismus schafft den "Gutmenschen".

Man hat den Eindruck, es greift immer mehr um sich: Was früher als krank bezeichnet wurde, soll sich  heute zu einer unstatthaften justiziablen  Diskriminierung auswachsen.  Vielleicht darf man in naher Zukunft gar nichts mehr als krank bezeichnen? hmmm....Das Pschyrembel bzw. das ICD-Diagnose-Schlüssel bietet jedenfalls einer  spaltungs- und partikulierungssüchtigen auktorialen  "Elite"  jede Menge an "Vielfalt", die für die Zukunft jede Menge an Minderheiten generieren dürfte. Der Stoff geht nicht aus...

Was die kulturmarxistischen Linksregressiven unter Dekonstruktion verstehn, wurde zunächst unauffällig und samtpfötig auf ihrem sog. Marsch durch die Institutionen  mittels Pädagogik/  Umerziehung  unters ahnungslose Volk gebracht. Mittlerweile ist ein Teil des  Bürgertums aufgewacht und fängt an, sich gegen den nun offenen Samtpfotenterror der grenzenlos Wohlmeinenden zu wehren. Es gibt die Identitären, die sich offen dagegen stellen, sich top down ihrer Identität zu entledigen. Patrioten, die sich das Heimatgefühl nicht ausreden lassen wollen...

Echte transpersonale "Dekonstruktion" ist Desidentifizierung von Ich und Welt und kommt von innen. Die Identität wird hierbei nicht einfach ausradiert, sondern durch Individuation geheilt und veredelt (Transformationt/Transzendenz). Aus spiritueller Sicht ist dieses sog Neue Paradigma oder Neue Bewusstsein also keines; was proklamiert wird,  ist eine schmutzige Ideologie wie jede andere, die Menschen autoritär und auktorial manipuliert. Sie schaffen ein neues quasireligiöses Glaubenssystem mit neuen Dogmen, welches die Menschen  gewaltsam und per dekret von Oben herab sektenhaft indoktriniert.

Simulatio Dei.  Eine echte Bewusstseinsentwicklung kommt von innen und zerstört jegliche Identifizierung mit einem Glauben/Ideologie und Dogmen.  Der quasireligiöse ideologische Zeitgeist ist ein ganz gewiefter, nicht mehr im Namen Gottes, sondern im Namen der Humanität, im Namen des Menschen spielt er sich nun selbst als Gott auf, er  konstruiert und dekonstruiert und simuliert auf der  materiellen WeltEbene einen scheinbar vertikalen geistigen Fortschritt, nach aussen hin wirkt es eine spirituelle Entwicklung zum "Gottmenschen",  die manchen spirit. Sucher in die Irre führen könnte. 
Der Zeitgeist simuliert eine vertikale Progression, die in Wahrheit auf einer prärationalen Regression basiert, in der das Kollektiv auf eine neue lineare Sichtweise der Realität eingeschworen werden soll.  Die Blaupause dafür wurde von Menschen geschaffen, die offenbar langfristige globale Ziele verfolgen. Das humanistische Menschenbild, welches hier durch  Entnationalisierungsprozesse  global  entworfen und in Szene gesetzt wird, ist das des GUTEN Menschen, der Rassismus und  Fremdenhass nicht  mehr kennt, weil man ihn durch Grenzauflösung und infolge Rassenvermischung  genetisch verändert hat bzw. bestrebt ist, zu ändern. Man will wohl einen Menschen züchten, der aufgrund der Veränderung äusserer Umstände und Gegebenheiten  gar nicht mehr in der Lage ist,  zu "sündigen", weil man ihm keinen Grund mehr bietet. 

 Ein neues Weltbild ist nur ein neues Kleid. Aus  transpersonaler Sicht verpasst man mit einem neuen Weltbild seinem Grab nur eine neue Tapete. Mit einer selektiven Dekonstruktion von diversen Normen und des Ersetzens durch neue Dogmen/Normen  wechselt man nur  von einem Weltbild in ein anderes, d.h., man verbleibt im selben Gefängnis, nur die Zelle hat man gewechselt.

Der transpersonale Abschied vom Realitätsprinzip gipfelt bei einer echten spirituellen Bewusstseinsentwicklung in der "Letztgültigen Dekonstruktion" - der Endgültigen Befreiung von der Identifizierung mit dem konditionierten Alltagskonsensus, in  der Auflösung der IDENTIFIZIERUNG  mit  seiner Identität, mit dem Ich und all seiner Weltbilder, Paradigmen und Ismen
Durch Transzendierung der Vielfalt Einheit statt Partikularisierung. Statt endloser neuer Schaffung begrenzender Klassifizierungen und Kategorien  - Auflösung der Begrenzungen in die Einheit. Hier wird der wirklich Freie Denker geboren, hier erst hat der Mensch seine menschliche Reife erlangt und partizipiert mit offenem Herzen und offenem Geist am Bewusstsein Gottes, indem er erkennt: Ich bin DAS Ich bin. 

In der spirit. Zeitschrift Connection fiel mir vor kurzem ein Artikel in die Hände, der Titel lautete sinngemäß: Spiritualität muss links sein. Ich hatte es nur angelesen, weil mir der Titel schon sagte, dass der Kerle, der das schrieb,  noch nicht über die Gegensätze und Polaritäten hinausgekommen sein kann. 
Ich glaube, das ist mit ein Hauptproblem, dass viele spirit. Sucher so eine Fake-Meldung glauben, weil  die Mehrheit  von ihnen selbst noch in der Falle des Gutseins sitzen und ihr selektierendes Gutsein - ihre Gefühligkeit mit göttlicher Liebe verwechselnd für die Ultima Ratio halten, für die Blüte der Evolution. LOL. Wer so fühlt und denkt, für den kann es sogar den Anschein haben, die gefühlige Linke initiiere mit ihrer steilen paradisischen  "Progressionsvorlage" den kollektiven Aufstieg in die 5. Dimension, LOL. (Jaaa, sie SIMULIEREN ihn!)  Alle Menschen werden eine Monokultur...alle gleich...Und wenn das nicht so klappt, liegts natürlich an den  reaktionären Linkshirnwixern, den gefühlskalt-rational denkenden rechten Widerständlern.
http://archiv.connection.de/index.php/wirtschaft/115-linkespiritualitaet


Hmmm....Ich habs jetzt doch mal kurz überflogen und ich ahnte es schon: Kurz: Weder mit einer rechten noch einer linken Spritualität ist "Staat zu machen", das Reich des Geistes ist nicht von dieser Welt. Aus die Maus. Alles andere ist Zeitvergeudung, Beschäftigung mit Politik, überhaupt  alle weltverbessernden oder verändernden Maßnahmen  - so spirituell sie auch scheinen mögen -  sind spirituelle Bypässe, Umwege am Wesentlichen vorbei. Weltverbesserung, Ökofeminismus, Liebe zur Welt  und so weiter fällt in die Rubrik weibliche Spiritualität und ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber daran  - an ihrer Identifizierung mit der Materie/Mutter Erde - bleiben sie alle gerne hängen, ein gemeinsames hehres Ziel  rechtfertigt jeglichen Aktivismus und stärkt die Moral bzw. das eigene  moralische Überlegenheitsgefühl gegenüber den (rechten)  Ignoranten. Das rechtfertigt dann auch dazu, das Böse von ganzem Herzen und bis aufs Blut zu hassen - also alle Andersdenkenden  - und so werden aus gewalttätigen "Antifanten" am Ende gar noch Soldaten Christi. (Die Kirche steht jedenfalls auf ihrer Seite.) Jo, und aus sog. Spirituellen werden Radikale, die "schnell noch mal die Welt retten müssen".

Es gibt ein Gleichnis bei Jesus (transpsychologisch: Repräsentant des Wahren SELBST), welches illustriert, wie man haarscharf an seiner SELBSTrealisation vorbeischrammen kann, nur weil man, verantwortungsbewusst und rechtschaffen anständig, wie man glaubt, dass man ist,  "schnell noch mal die Welt retten muss".
In diesem Gleichnis lädt der König/Jesus zum Hochzeitsmahl (Hierosgamos, Vereinigung mit dem Wahren SELBST) , aber ein jeder der Eingeladenen sagte kurz vorher aus verschiedenen Gründen ab: der eine musste sein Haus bestellen, der andere den Vater begraben, wieder ein anderer seinen Handel erledigen, den Acker bestellen usw. Es waren dies alles aufrechte, pflicht- und verantwortungsbewusste Menschen, die ihre vordringliche Aufgabe darin sahen, die Welt "zu bestellen", die Welt zu verbessern, der Welt zu dienen. Doch so verpassten sie das Himmelreich der Eins- und SELBSTwerdung, der Vereinigung mit dem "Bräutigam"-  . Sie waren nicht "hungrig" genug, nicht sehnsüchtig genug... statt der Liebe zu folgen, folgten sie ihrere weltlichen Pflicht.
Am Ende schickte der König seine Knechte auf die Strassen, um die Armen einzusammeln und zur Hochzeit zu bringen.... die Bettler, die - weil sie nichts besassen -  keine Verantwortung für nichts und daher auch keine Pflichten hatten. Mir scheint aber, der Dalai Lama ist nicht dabei, auch Ghandi nicht...hehe
Wenn der Bräutigam ruft - nicht einmal ein Apfelbäumchen darfst du noch pflanzen!. Die Zeit ist JETZT. Jetzt ist die Zeit.


PS: Zu dem Connection-Artikel gibts evtl. ein Extra-Blah...
Es eilt der Lolosoph der Böse unterm Arm die Antithese.... :-D


Sonntag, 5. November 2017

Inversion - Kehret um!


Gerade eben, als ich einen Spaziergang machte, kam bei mir nochmal die Frage auf,  an welchem Punkt meines spirituellen Weges die Aufmerksamkeit eigentlich nach innen umschlug, also, das was bei Jesus "Umkehr" nennt. Daraufhin fiel mir  ein, dass es wohl der Zeitpunkt war, als ich erkannte, dass die Übung der Annahme und Achtsamkeit nicht primär auf das Äussere gerichtet werden darf, - also auf das, was mir von den Menschen und Situation entgegenkommt - sondern primär auf mich selbst, auf das Innere, meine innere Befindlichkeit.
Change. Die Morgenröte des Neuen Tags brach an, als es mir wie Schuppen von den Augen fiel, dass es nicht darum geht, die Menschen/Situationen in der Welt "da draussen"  anzunehmen, die mir Schmerz und Leid zufügten, sondern meine eigene REAKTION, meine Gefühle darauf. Statt vorschnell die äussere Situation "anzunehmen", den Menschen zu vergeben und den Schmerz zu verdrängen, fing ich an, die "Hingaberichtung" zu ändern und mich selbst im Hier und Jetzt meiner Person anzunehmen, meine bösesten, hasserfülltesten  und schmerzhaftesten Gefühle und Gedanken und erlaubte mir immer mehr Gefühls- und Denk-Tabus zu brechen. Ich erlaubte mir, egoistisch sein zu dürfen, hinterfragte u.a. den Glauben, dass Selbstliebe in jedem Falle eine Todsünde ist usw... 

Die christliche Art der Annahme ist die Sado-Maso-Art, wie sie mich durch eine teils sehr rigide christliche Erziehung geprägt hat. Deshalb war es für mich notwendig,  das "Christentum" wie einen Dämon zu exorzieren, es war der Dämon, der mir die allergrößten Schuldgefühle, Strafängste und sogar Todesängste verursachte. Wer Erfahrungen hat mit Dekonditionierung scheinbar überlebensnotwendiger Dogmen, der weiss, von was ich spreche. Aus dem Konsensus auszubrechen heisst: Du bist draussen, gewissermassen ein Paria, die Stammes- oder Sozialgemeinschaft entläßt ihre Stammesmitglieder nicht freiwillg in die Freiheit - das ist ein Kampf auf Leben und Tod. 

Interessant, nein, bezeichnend: Bis zu dem genannten Zeitpunkt der Umkehrung nach Innen zu  mir selbst hin als dem erlebenden und leidenden Subjekt,  meditierte ich  nicht,  sondern  betete und übte mich darin, alles, war mir geschah demütig und wehrlos aus Gottes Händen anzunehmen  - dann, mit der Umkehr begann die Meditation, ganz natürlich und  ganz aus sich SELBST heraus. Ich habe viele Jahre gebraucht,  bis ich retrospektiv einen Begriff dafür fand, was in den frühen Morgenstunden mit mir geschah, wenn ich quasi aus dem Bett geworfen wurde  und (wie von einer höheren Macht bzw. einer mächtigen Sehnsucht getrieben) meine "Stuhlsitzung" am Schreibtisch  vor meiner bilderlosen weissen Wand machte. Ich hatte keine Ahnung, dass man das Meditation nennt, ich wusste auch nicht, warum ich wie in Trance alle Bilder abhängen musste...  Erst als ich 2011 begann, mich im Netz auf dem spirituellen Marktplatz umzusehen, begegneten mir diverse Meditationsmethoden, darunter auch die Meditation vor einer weissen Wand im Kontext mit dem Zen-Buddhismus.  Und nach und nach fiel es mir auf:  So vieles, was mir ganz natürlicherweise geschehen ist, ohne Worte dafür zu haben - wenn und weil ich mich allein von meinen Inneren Instinkten und Intuitionen leiten liess -  wird in spirituellen Gemeinschaften/Klöstern seit alterher als  Übung vorgegeben.  Aber immer war da zuerst  jemand, der niemals traditionell geübt hat, der nichts GEMACHT hat, sondern vielleicht einfach nur "umgekehrt" ist und alles weitere geschah einfach so ohne sein Zutun, weil seine Hingabe vollkommen war und vor allem in die richtige Richtung ging.  Tja, und die Nachwelt macht aus seinen Beschreibungen lebendiger Erfahrung ein (Übungs-)Programm.

Aus der Rückschau gesehen glaube ich heute,  dass mein Weg der SELBST-Realisation ein sehr langer, aber ein absolut perfekter, weil organisch verlaufender Weg war, bei dem eines harmonisch ins andere griff. Zuerst der Glaube an Gott, das Gebet, welches überleitet in die Achtsamkeit - Meditation-Gewahrsein. Perfekt!
Nach dem Exorzismus meiner schwarzchristlichen Prägung habe ich mit der Zeit von innen heraus einen ganz neuen - mystischen - Zugang zum Christentum und seinen Schriften gefunden, und damit einen Zugang zum Kern aller Religionen.

Samstag, 4. November 2017

Dogma - Erkenntnis - Sein


Weil du fragtest:
Lebendig ist eine Erkenntnis,  wenn sie spontan aus dem vertikalen Ursprung/Gewahrsein auftaucht. Glaubenssätze sind lineare Gedankenkonstrukte, i.d.R.  aus zweiter und dritter Hand (Bücher, Medien, Erziehung, Lehre). Glaubenssatz ist Dogma und betrifft die Annahmen über unsere gesamte sog. Realität.

Wo das Sein nicht nur ein friktives=geglaubtes Sein ist, ist das wahre Sein ein konkretes faktisches gleichmütiges SEIN auf der Basis der "Losigkeiten", dem "Ledigsein" von jeglicher Identifikation mit egoischen Charakter-Eigenschaften. Gleichmut ist perfekte Balance, es gibt hier so gut wie nichts mehr, was dich aus der Mitte bringen könnte.  Wo das Sein kein gleichmütiges ist, ist es kein Sein.

Der wissende und überaus gelehrte Verstand aber macht aus dem Lebendigen Jetzt- und SoSein eine Fiktion, ein philosophisches Konstrukt, er objektiviert ES. Wo das Sein  kein  Faktisches ist,  GLAUBT und denkt man  das Sein gern als Hintergrund, auf dem sich unser Ego austobt.  Da GLAUBT und denkt der konzeptualisisierende Mind  z.B., dass ALLES, was existiert, vom SEIN (bzw. Es,Das/Gott/Bewusstsein) durchdrungen ist - ohne SELBST durchdrungen zu sein. Vielleicht hat man wirklich mal ein Lichtlein gesehen, vielleicht hat man eine Ahnung, eine Intuition gehabt, vielleicht sogar ein erschütterndes echtes Erwachen.  Doch kommt man aus der vorübergehenden Entrücktheit des Minds zurück, ist  man wieder der Alte  mit all seinen egoischen Identifizierungen mit Ich und der Welt - mit dem Unterschied: man hat nun ein neues Konzept, mit dem das sich neu dünkende Ich identifiziert und mit dem vorlieblich bis zu seinem Lebensende hausieren geht.  (Wo Identifizierung ist, gibts nix Neues.)

Solange ein Mensch sich nicht aus sich SELBST heraus als ALLES und NICHTS - Form UND Leere - erkennt, hat sein Sein kein faktisches und er projeziert das SEIN in alle Dinge, die er in der Aussenwelt wahrnimmt.  Er glaubt zwar, dass auch bei ihm im Hintergrund seines Egos ein unendliches SEIN am WErke ist, aber er IST es nicht. Es ist dies derselbe Glaube der Christen, die glauben, dass Christus sie von allen Sünden erlöst habe durch seinen Tod am Kreuz und deshalb alle Menschen, die an Christus nur glauben,  Kinder Gottes sind, sodass  sie keine Probleme damit haben, weiterhin  munter ihren egoischen Tätigkeiten und Sünden nachgehen. Genauso glaubt auch der Gläubige Denker, dass sein Zorn, sein Widerstand, seine emotionalen Auf- und Ab-Achterbahnfahrten  -  also sein Ego - ein wahres Sein hätten und aus der selben UrsprungsQuelle stammten wie das neutrale Gewahrsein. Das ist nur DENKEN, aber kein SEIN.
Bewusstes Sein erfordert den (Kreuzes-)Tod des Egos, wie bei Jesus so auch bei allen anderen Menschen, die sich berufen fühlen, ihrer  Wahren Natur zu folgen.

Bewusstes SEIN ist nicht mehr mit der Materie, mit den Formen identifziert, es projeziert kein BewusstSein in die Dinge der Welt hinein. Es hat alle äusseren "Kräfte" in sich SELBST zusammengezogen bzw. ALLE seine Projektionen zurückgenommen.  Es hat erkannt: Die Welt bin Ich, die Welt ist in mir. Und letztlich: Ich All-Eins bin DAS einzige All-eine unendliche Bewusstsein.. Mit der Projektionsrücknahme sind alle äusseren Dinge in der "Welt" (Welt ist weiter nichts als ein Abstraktum, welches hier am Nullpunkt so nicht mehr existiert) ihrer Bedeutung entleert! 
Zwischen bewusstem (Gleichmütig-) Sein und Glaubensätzen ÜBER das Sein - unendlicher Abstand.
Alles und Nichts oder DAS, was ist, ist immer an das absolute Jetzt und damit an das absolute Allein-same SUBJEKT gebunden, das ICH BIN. Es läßt sich  nicht objektivieren bzw. in Dinge hineinprojezieren, in "Etwasse", wie der  Herr Fredoo es ein wenig gespreizt benennt.  Der konzeptuelle Verstand aber kann nicht anders. er konzeptualisiert die geistigen Erkenntnisse, egal, ob sie ihm aus erster Hand/Ursprung  oder aus zweiter Hand vermittelt werden und zieht seine unstatthafte Schlussfolgerungen aus der lebendigen Erkenntnis und damit das transpersonale Bewusstsein auf die personale BW-Ebene hinunter. 

Im Grunde handelt es sich bei diesem Problem um die alte Frage Dualismus vs. Nondualismus. Die Frage ist nicht zu beantworten, ohne dass der Verstand dabei draufgeht. Liiiiicht an!

Ok, Die Frage ging vorgestern nach der Verantwortung des befreiten Menschen. Gibt es nun eine Verantwortung oder gibt es keine? 
Zum ersten:
Wessen "Losigkeiten" nur auf Glauben (als Fürwahrhalten/Denken) basieren und nicht fest im Gewahrsein gründen, der hat nur  egoische  Vorstellungen* von der nichtidentifizierten transegoischen Absichtslosigkeit, Verantwortungslosigkeit, Moral-Losigkeit, Bilderlosigkeit, "Charakterlosigkeiten" (Eigenschaftslosigkeit) uvm.
(*Falsche oder richtige Vorstellungen gibts hier nicht, die Identifizierung mit Vorstellungsbildern als solche sind der Schleier, das Hindernis, die transegoische Wirklichkeit  zu SCHAUEN, die immer "hinter" den Vorstellungen des Minds liegt)

Zum Zweiten:
Die Frage ist weder mit ja noch mit nein zu beantworteten, sondern unterliegt dem  SUBJEKTIVEN Erkenntnisprozess des Gewahrseins, der sich im erkennenden SUBJEKT in den drei Identifikations-Schritten vollzieht, wie ich sie weiter oben schilderte.
So etwas wie Verantwortung ist für den WAHRnehmenden Mind nur ein objektivierender abstrakter Begriff ohne jede Bedeutung. Deshalb übernehmen wir Verantwortung und KEHREN UM  zu dem  Subjekt, welches ICH bin und zwar JETZT, hehe:
1. Ich bin verantwortlich (Bejahung, Überzeugung und Identifizierung auf der dual-personalen Stufe)
2. Ich bin nicht verantwortlich. (Auflösung der Überzeugtheit/Identifizierung mit BW 1 = Verneinung, Erkenntnis und neuerliche Identifizierung mit der Erkenntnis des BW 2.
3. Ich bin sowohl verantwortlich als auch nicht verantwortlich (Auflösung von BW2 = Auflösung des Entweder-oder-Denkens des Egominds von BW1, Aufstieg in die nächsthöhere "Ebene", Paradox, Transformation. Neuerliche Identifizierung!

4. NULLPUNKT: Ich bin weder dieses noch jenes,  also weder veranwortlich noch nicht verantwortlich. (Auflösung der Identifizierung mit der Überzeugtheit von BW3 -  Tilt. Aus. Unausprechlichkeit. Einheit. Leere. Bedeutungslosigkeit. Projektions- und Identifizierungsrücknahme gelungen.  D.h., es läßt sich über den "Gegenstand" der Verantwortung nichts aussagen, weil  hier KEINERLEI  Begriffe passen und die Sprache versagt. "Schweigen." Der Verstand steht STILL. Durch diesen DesidentfizierungsProzess entsteht das echte Schweigen des Verstandes, welches oft falsch verstanden und sogar geübt wird als simple Gedankenleere. Dieses Schweigen - diese absolute Passivität des Verstandes  kommt also aus der höchsten Aktivität.
Das Sein, über das sich etwas aussagen läßt, ist kein Sein. Jede Aussage darüber ist Definition und Definition basiert auf  Identifikation, weshalb es weder egoisch noch transegoisch ist. ES simply IST.

Meist bleibt der Verstand mehr oder weniger, kürzer oder über längeren Zeitraum mit einer dieser  BW-Ebenen identifiziert,  sehr viele Menschen ihr Leben lang, wenn nicht ein vertieftes Gewahrsein diese Identifizierung aufdeckt. Deswegen ist das Üben von Achtsamkeit so wichtig, weil es in Gewahrsein mündet und es ohne Gewahrsein keine WAHRnehmung von Anhaftung gibt. 

Nochmal: Der Glaube, dass ALLES, was existiert, von (Bewusst-)SEIN oder DAS erfüllt ist, ist also wiederum ein Glaube,eine Fiktion und  keine Erkenntnis,   "Alles"  ist - hier als Vielfalt der Dinge begriffen -  auch nur erneute Projektion und Schlussfolgerung des Verstandes. So etwas wie Vielfalt existiert nicht im konkreten JETZT, sondern nur im Kopf, im Denken und ist nichts Konkretes!!!
Wenn Du erkannt hast, dass du DAS bist, was du in die Welt hineinprojezierst, dann bist du in deiner Wahren Natur "angekommen".

Es gibt kein faktisches SEIN (kein DAS, ES, Gott/Bewusstheit) ohne die Seinsttugenden der "Losigkeiten". Die Erkenntnis, dass ich DAS bin, basiert auf der Desidentifikation von Denken und Fühlen.  Die Losigkeiten sind die Grundlage für das eigenschaftslose SELBST/Gewahrsein. Wo das  Ego aber mit seinen Eigenschaften, seinem Denken und Fühlen identifiziert. ist, ist kein Gewahr-SEIN. Gewahrsein entsteht durch die Transformation des Denkens und des Fühlens.  Der Glaube, die personal-duale BW des Egos mit seinem Gefühlschaos habe genausoviel Wirklichkeit wie die transpersonale BW-Ebene, ist irrig. Erst die Transformation des Denkens und Fühlens befähigt den Menschen die  dualistische Alltagskonsensus-Ebene  wie einen  Film WAHRzunehmen, mit dem man NICHT identifiziert ist. Wer bei dem Filmgucken anfängt zu toben, zu heulen oder Freudentänze aufzuführen, ist identifiziert. Klaro.

Ob es eine totale Desidentifikation von Ego gibt, weiss ich nicht, ich weiss nur aus eigenem Erleben, dass es nach der Glorreichen Auferstehung  - der Endgültigen Befreiung - keinen  Rückfall mehr in den Alten Adam gibt, weil das Gewahrsein stabil bleibt imd  jede sich anbahnende Identifizierung mehr oder weniger schnell erledigt. Wenn mir bei dem "Film"  (es macht keinen Unterschied,  ob in der scheinbaren Realität oder beim Anschauen eines virtuellen Films) vor lauter Rührung die Tränen in die Augen steigen wollen, was natürlich ab und an passieren will, dann werde ich mir sehr schnell dessen bewusst und diese Bewusstheit führt mich zurück ins JETZT und damit zu mir SELBST zurück.  Bislang jedenfalls ist es mir unmöglich geworden, die Bewusstheit total zu verlieren. Angst kam bislang keine auf , derweil der Bewusstheit gar nicht entgehen kann, dass es nur die Gedanken ÜBER die Dinge sind, die Angst machen.
Nicht zu vergessen wäre, dass auch diese Worte letztlich nur annäherende Beschreibungen sind, auch deshalb, weil sich dieses  1-0-1-0-fluktuierende Bewusstsein (noch?) nicht  beschreiben läßt.
Nach allem, was ich über diese Dinge schreibe, wäre es überhaupt angebracht, jedesmal mit den Alten Meister einschränkend den Zusatz hinzuzufügen:  Und dennoch....

Das waren so meine ersten spontanen freien Assoziationen zu deiner Frage, ob das transegoische befreite SELBST Verantwortung übernimmt oder nicht, Holdes Fräulein. (Vielleicht habe ich deine Frage auch falsch verstanden? Wen kümmerts - ich bin sooo (gewalt-)frei, dass ich mir bewusst gestatte, den Fragen anderer die Bedeutung zu verleihen, die sie spontan für mich haben.) 
Aber ohne Gewahrsein wirst du die Wahrheit meiner Antwort nicht erfassen können, wenn meine Worte keinen Widerschein in deinem Herzen bewirken, wirst du die sie allerhöchstens mit deinem klugen Verstand als Glaubensartikel in dein Konzept verwursteln.  Denn die Wahrheit wird dir von deinem Widerstand gegen sie, der sich v. a.. über deine Vorstellung über meine Person aufbaut, verdunkelt.
Dass du dir zum Thema Verantwortung zum Beweis deines Glaubensartikels die Vergangenheit bemühst und  einen alten Beitrag von mir aus 2015 heranziehst, oi oi,  erinnert mich stark an den Archivar Callida. Na ja, ich habe auf den alten Käse von mir nur einen kurzen Blick geworfen - kann gut sein, dass ich damals mit der Negation identifiziert war, hah, wen kümmerts?! So oder so - ich laufe immer ins Ziel.(4) 

Wahr ist: Die WAHRHEIT ist absolut, aber auch veränderlich - worauf der kleine Mann im Ohr mich promptly fragt: Macht diese  Veränderlichkeit die Wahrheit nicht UNWAHR? Huiiiiiiiiii und gleich gehts wieder los: 1-2-3-4TILT! :-D



Epilog:
Er kann's nicht lassen, ich habe ja schon viel darüber geschrieben und vielen meiner Leser mag es wie die Xte Wiederholung in den Ohren klingeln , aber er - der befreite Mind -  muss offenbar immer wieder neue Worte finden, bessere Worte, klarere Worte für das dem NormalVerstande völlig Unverständliche. Für ihn ist das Alte immer auch das völlig Neueste. 
Jo...Und dennoch... LOL


hm...Gibt's eigentlich sowas wie einen Endlosblog mit unendlicher Speicherkapazität?

Mittwoch, 1. November 2017

Wozu braucht der Mensch einen Gott...

Wozu braucht der Mensch einen (persönlichen) Gott,
Fragt der Kerle mich gestern an jenem Ort,
wohin keine Sonne scheint und kein Stern...

Aus dem Off der Meister spricht:
"Das kann ich euch sagen, das sag' ich Euch gern:
Gott brauchst du, dass du dich lieben lernst.
Weil Vater und Mutter nicht
Vollkommen sind in ihrer Liebe
Zu ihrem Kind, oft gibts Hiebe -
Oder ungerechte falsche Liebe,
Weil keiner weiss, was wirklich schlecht und wirklich  gut,
Deswegen tun die Eltern ihren Kindern oftmals gar nicht gut.
Und was man so Erziehung nennt, ist andressiertes Wohlverhalten,
Damit die Kinder sich entfalten in der Gesellschaft, in der Welt,
Folgend ihrer Unnatur, nach Status gierend, Ruhm und  Geld.
So wird verschüttet wird die Quelle, aus der allein der Mensch sein SEIN
Erhält aus Gottes liebend' Vater-Mutter-Händen -
Will er nach Haus zurück, nach Innen müßte er sich wenden.
Doch wer verhülfe ihm dazu, was ist es, was ihn umkehr'n läßt
Zurück ins Vater-Mutter-Haus ?
Was drängt und wallt, will hoch hinaus
Und pocht an seines Herzens Tür
Unaufhörlich, für und für?

Zwei Instanzen in der Seele gibt's, die sind von Gott gesetzt,
Die, wenn man sie würdigt und nicht verletzt,
Den Menschen zu Diensten sind, dem Inn'ren Kind,
Welches in Kälte verfroren unter Bergen von Abfall verloren
Zitternd in eisigem WeltenWind dem Rufe lauscht:
Wo bist du, mein Kind, mein geliebtes Kind?

Ihr wisst es alle, meine Lieben,
Dass Carl G. Jung uns hat hienieden
Die Vater-Mutter-Gottheit beschrieben
Als Anima und Animus, 
Kräfte, die uns unbewusst
Durch das Weltenleben reiten,
Tun wir nicht das Bewusstsein weiten,
Und erkennen Archetypen
Als Götter, die dem Kinde dienen,
Welches nach Geburt sich sehnt,
In der Krippe unseres Herzens -
Hier allein ist Bethlehem.

"Re-parenting", meine Lieben,
Wird hier ganz ganz groß geschrieben,
Ganz aus Dir SELBST sollst du Vater und Mutter werden
Für das Kind in dir, damit es nicht sterbe,
Sondern ganz geboren werde
Als das göttlich' Paradox
Zwischen Eselein und Ochs.

Wird der Mann zur Frau gemacht und die Frau zum Mann,
Dann haben die Götter Hochzeit gemacht
und die Frucht der Hochzeit ist dir bestimmt,
Es ist die  SELBST-LIEBE zu dem Kind,
Das du bist und welches die Welt
Im Innersten zusammenhält.

Animus und Anima sind das göttlich' Elternpaar,
Das mit heil'ger Pädagogik die Wunden der Kindheit,
Der Welt in dir heilen, und weil Das Ganz Andere wird dir zu Eigen,
Wirst du niemals mehr an dir und ihr leiden,
Und wie's grad den Phönix aus der Asche tut treiben,
So entreiben der Liebe Blüten dem Stamme
Davids, ganz wie es  der Mythos sagt,
Wenn ein Mensch die Welt überwunden hat
Und zu sich SELBST gefunden hat.
Dann, wenn der Himmel sich mit der Erde vermählt,
Das Weibliche sich ins  Männliche kehrt,
Und Weihnachten sich mit Ostern...
Und die Ratio mit dem Gefühl sich eint,
(Wen scherts, ob in Wirklichkeit oder zum Schein)  -
Und...und...und...und... - Ach -
Da lacht das Kind, das Kind, das lacht:

Hierosgamos überall, überall ist Leben,
Bei meiner Tante im Strumpfenband
Wie irgendwo daneben.






 

Freitag, 6. Oktober 2017

Der Wahrheit ist es egal, ob du ihr glaubst

Neues vom Zaun
An die Mitglieder eines spirituellen Forums - An Alle und Jeden
To whom it may concern:


Es ist wohl an der  Zeit, dass ich wieder einmal deutlichst klarstellen muss, dass es mir bei unserer Kommunikation niemals um dich persönlich geht. Grundsätzlich bist Du (und jeder "andere"), der mir begegnet, mir nur ein Mittel zum REINEN selbstbezüglichen unpersönlichen "Zweck"  der REINEN Unterhaltung. Ich lege aufs "Menscheln" mit dir  keinerlei Wert, d.h., ich habe keinerlei BESONDERES persönliches Interesse an dir,  weder an der Entwicklung deiner Person noch an deiner spirituellen Entwicklung - nullo, nichts.  Und ich sage dir auf den Kopf zu, dass diese  Unpersönlichkeit genau das ist, was dich aufbringt, weil  das Unpersönliche deinem Ego nicht schmeichelt, des weiteren weil meine Worte und mein "Habitus" nicht deinen (falschen) Vorstellungen eines befreiten Bewusstseins entsprechen, demnach ein solches v.a.  stets  "gut, wohlwollend empathisch, LIEBEvoll"  auf deine Ego-Probleme bzw. auf die ziemlich narzisstisch gefärbte Opferrolle deines Armes-Ich-Psychospiels  eingehen sollte.   Die Wahrheit ist, Du willst GELIEBT werden. Von mir. Von Jedem. Daran ist nichts falsch, wenn man sich seine Bedüftigkeit nur eingestehen kann. Und das kannst du eben nicht, weil du glaubst, damit Schwäche zu zeigen.

Du meinst, ich könnte  Deine Autoritätshörigkeit nicht beurteilen? Ich erkenne sie  doch an deinen Krücken - du bist es doch selbst, der sie unbewusst und permanent in deinen  Abwehrreaktionen  preisgibt.
So lange du z.B. sichtbarlich immer dann  in die Defensive oder Offensive gehst und stinkig und angriffig wirst, wenn man  z.B. das Widersprüchliche und Verwirrende  (manche nennen es gar Verlogenheit)  in den Reaktionen und Aussagen deiner  Person thematisiert  und/oder in diesem Kontext deinen spirituellen Status/Erfahrungen hinterfragt, suchst du dir  Krücken. Das heisst,  indem  du dir flugs  die Leute suchst, die dir dein gutes Selbstbild bestätigen sollen, um das offensichtlich bedrohte  Selbstwertgefühl zu päppeln.  Offensichtlich ist auch, dass du neben der  Bestätigung deiner Persona (Selbstbild), aber auch  Bestätigung  deiner spirituellen Erfahrungen, deines spirit. Status durch andere  (div. Medien, spirit. Lehrer, Bücher,  andere Menschen) suchst. 
Die Krücke der Autoritätsabhängigkeit wird erst dann abgelegt, wenn du  allein stehen kannst, d.h. wenn du den Letztgültigen Durchbruch in die Freiheit  geschafft hast - dann, wenn das absolute  Sein nicht mehr nur ein temporäres Aufleuchten, sondern ein permanentes (Gewahr-) Sein ist. 
Was dein Selbstbild angeht, ist dein (falsches)  Selbstbewusstsein nach wie vor ungebrochen, denn offensichtlich  scheinst du in mancher Hinsicht wie Hinz und Kunz immer noch zu glauben, was DU bewusst an dir NICHT wahrnimmst, könne als nichtexistent von dir geleugnet werden bzw. sei es dem bösen projezierenden Blick anderer geschuldet.

Ihr wollt  Austausch? Spirituellen "Austausch"  gibt es in Wahrheit nicht, und wo er dennoch stattfindet - z.B. in Foren - ist es zum Großteil  nur eitles Geschwätz, um der Wahrheit auszuweichen. Zwischen spirituell Gleichen - d.h. zwischen zwei Endgültig Erwachten -  gibt es keinen Austausch bzw. gibt es keinerlei Bedürfnis danach;  Austauschen kann man nur persönliche Erfahrungen, derweil Austausch immer dem Verstehen, dem Verständnis und letztlich einem Konsens dient.  Ein endgültig Erwachter ist jenseits solcher vergleichender Bedürftigkeiten. Der GEIST der Wahrheit ruht in sich SELBST und   bedarf weder eines Konsensus noch einer  Bestätigung durch andere. Jenseits von Ego ist der Begriff Austausch  wie der Begriff der Freundschaft völlig obsolet, als er seiner alten dualistischen Bedeutung entleert ist.  Und wenn Du mir einmal mehr etwas anderes über den Zustandslosen Zustand  (eines Meisters/der Wahren Natur) erzählen willst, weil du bei spirit. Autoren, die dir glaubwürdiger als ich erscheinen, das Gegenteil gelesen hast,  dann zeigt dies einmal mehr deine Autoritätshörigkeit.
Der Wahrheit ist es egal ob sie geglaubt wird. Der GEIST der Wahrheit weht wo er will, er will nichts bewirken, er bezweckt nichts...

Ich rate daher  jedem spirituellen Sucher, seine spirituellen Erfahrungen nicht in öffentlichen Foren zu diskutieren, bevor er nicht stark genug in Achtsamkeit geübt ist.  Die Psyche ist in den Jahren vor dem Großen Durchbruch  so überaus sensibel gegenüber Fremdbeurteilungen und Einmischungen von aussen, dass man leicht von seinem Weg abkommt. Ich bin in einigen Foren gewesen und überall sah ich, wie die meisten Sucher an ihren  vergangenen spirituellen Erfahrungen - seien sie echt oder eingebildet - haften blieben, statt sich von ihnen zu lösen, um den Weg für neue Erkenntnisse frei zu machen.
Dazu kommt die naive Überzeugung vieler, dass andere ihnen ihre Erfahrungen kritiklos und gläubig abnehmen sollten. Niemand, der religiöse Erfahrungen macht, hat aber ein Recht darauf, dass ihm andere Menschen  GLAUBEN schenken. Mit Lob und Bestätigung stärkt man sich gegenseitig das spirituelle Ego, statt es zu schwächen.  Spirituelle Erfahrungen sind in einer Gruppe fremder Leute nicht gut aufgehoben.Sie sind an sich nicht gruppentauglich, weil:  Der Spirit verträgt das wärmelnde und menschelnde "Wir"-Geraspel  nicht. 
Auf der andern Seite: Man muss schon in sich stark genug sein, um den rauhen Gegenwinden zu trotzen, die in spirit. Foren zuweilen blasen.
An die Öffentlichkeit gehe man daher erst dann, wenn man stark und fest im Gewahrsein gegründet ist - der Wahrheit  des Gewahrseins ist niemand gewachsen.

Montag, 2. Oktober 2017

Alles ist dein Meister - Letztgültige Wahrheiten


Der folgende Text wendet sich insbesondere an das pseudo- bzw. präspirituelle Ego (Über-Ich) spiritueller Aspiranten:


Letztgültig gilt a):
Jeder und Alles, was dich bekümmert, alarmiert, aufregt, bedrückt,verängstigt, verwirrt,  verrückt macht,   betrübt,  quält, verunsichert, bestürzt, verschreckt, einschüchtert, beunruhigt, entmutigt, be- und entfremdet, den Kopf verdreht...
Alles, was dich zweifeln und verzweifeln läßt, dich aus der Fassung bringt, böse und wütend macht, hinterfragt und kritisiert, der d(ich) stört, verstört und zu zerstören scheint...  Jeder und Alles, was dich aus dem KONZEPT bringt (!)  - 
IST DEIN  MEISTER


Letztgültig gilt b)
Jeder und Alles, von was du glaubst, dass es dir  "gut  tut",  d.h., dich in Sicherheit wiegt, dich beruhigt und besänftigt,  nicht hinterfragt, dir schmeichelt, dich entlastet, bestätigt, schützt und  dich in der Welt sicher und geborgen fühlen läßt...
Alles, was dich stärkt, dich interessiert, dir Spass macht, dich entzückt und fasziniert  - z.B. die Schönheit der äusseren materiellen Welt/"weibliche Spiritualität" (z.B. menschliche Verbundenheit) /wissenschaftliche Interessen, die Verliebtheit in die Welt der Polaritäten und Gegensätze  -  ALLE  Freuden dieser Welt sind nicht dein Meister, sondern letztgültig die  GEGENSPIELER  der vollkommenen d.h. ungetrennten ganzheitlichen (=absolut) Wahrnehmung der Wirklichkeit.


Aus  transpersonaler Sicht ist das eine wie das andere  Illusion/Scheinbarkeit und daher der "Feind" -  besser gesagt der  GEGENSPIELER der vollkommenen Wahrheit und Wirklichkeit. Aber Vorsicht - die Gefahr der Ebenenverwechslung  personal/transpersonal ist sehr groß.  Was nämlich zu großer Verwirrung führt: Aus der personalen Perspektive der geheilten Neurose/ Individuation  ist ein gesundes Selbstvertrauen etwas GUTES.  Was aber  vom zwar  "gesunden" aber dennoch unbewussten Egomind nicht erkannt werden kann, ist, dass das, was auf der personalen Ebene der Trennung  GUT (resp. schlecht/böse)  ist,  aus  der ungeteilten transpersonalen Sicht  unwahr und unwirklich - also eine Illusion ist. Wer daher noch  glaubt, er könne sich und sein hart errungenens "gesundes Selbstvertrauen" auf dem spirituellen Weg bis zu seinem Lebensende "schön, stark und frei"  abfeiern, irrt, und zwar aus dem Grunde,  weil das gesunde Ich bei gelingender ES=Schattenintegration zum Ausleben vom Wahren SELBST quasi nicht mehr freigegeben wird, derweil es transzendiert werden und damit sozusagen in die nächsthöhere Stufe "hineinsterben" muss, um aus dem ES nicht nur ein Ich, sondern ein die Trennung überwundenes Wahres SELBST zu realisieren.   

Und nochmal !Achtung!:  Zu den allergewaltigsten Irrtümern kommt noch hinzu, dass von den "Spirituellen", die über keine große Achtsamkeit/Selbstreflexion/ Innenschau verfügen und  keine Psychotherapie machen  - und das sind die allermeisten -  das falsche neurotische Selbstvertrauen des falschen Ichs (Persona/Maske)   für gesund gehalten wird.


Wer sich auf diese letzte Etappe eingelassen hat, für den gibt es kein Zurück mehr! Schattenintegration ist ein unendlicher  Prozess der Bewusstwerdung, es ist gewiss kein Prozess, der bei dem geheilten Selbstbewusstsein der Person haltmacht oder etwas, was  du anhalten und nach Belieben steuern könntest  - Hingabe verlangt alles!  Wachsende Achtsamkeit resp. die kontinuierliche Vertiefung von Gewahrsein wächst und vertieft sich  als solches nur auf der Basis von Schattenintegration. Das ES - das TRANSPERSONALE kosmische UNbewusste/der UNbewusste Gott bzw. das unendliche Bewusstsein ist nicht nur ewig, es ist in seiner Unendlichkeit auch UNAUSSCHÖPFLICH.