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Montag, 7. August 2017

Extrablah - Mal was Ketzerisches zu Godfather Ken Wilber



Ein paar selbständige Gedanken zu Ken Wilbers Ausführungen zu:

Ego(losigkeit) - Ich - Selbst


Wilber: "Es gibt eine beharrlich andauernde Verwirrung in der Literatur darüber, ob man zum Beispiel das Ich im Verlaufe höherer Entwicklung behält oder verliert. Die meisten transpersonalen Forscher sagen von den höheren Stufen, sie seien "jenseits des Ich" oder "transegoisch", was zu implizieren scheint, daß man das Ich verliert. Aber diese Verwirrung ist fast nur semantischer Art. Wenn man mit Ich eine ausschließliche Identifikation mit dem persönlichen Selbst meint, dann wird diese Ausschließlichkeit zum großen Teil verloren oder in höherer Entwicklung aufgelöst - dieses "Ego" wird zum größten Teil zerstört (und die höheren Stufen werden korrekt transegoisch genannt).

Wenn man mit Ich ein funktionales Selbst meint, das sich auf die konventionelle Welt bezieht, dann wird dieses Ich ganz entschieden behalten (und oft gestärkt). Ebenso, wenn man - wie die Psychoanalyse ? der Ansicht ist, daß ein wichtiger Teil des Ich die Fähigkeit zu distanzierter Selbstbeobachtung ist, dann wird dieses Ich mit Sicherheit behalten (und fast immer gestärkt). Wenn Enger sagt, daß "Meditation Ichstärke fördert", dann hat er absolut recht. Auch wenn man mit Ich die Fähigkeit der Psyche zur Integration meint - wie die Ich-Psychologie -, dann wird dieses Ich auch behalten und gestärkt. Kurz, die Ausschließlichkeit einer Identität mit einem gegebenen Selbst (Körper-Ich, Persona, Ich, Zentaur, Seele) wird mit jeder höheren Stufe des Selbstwachstums aufgelöst oder gelockert, aber die wichtigen funktionalen Fähigkeiten jeder Stufe werden behalten, (holarchisch) inkorporiert und oft in aufeinanderfolgenden Stufen gestärkt."
Aus: Du bist DAS, K. Wilber, 1999

Soweit Wilber.... 
1. Die Verwirrung mit dem  "transegoischen"  Bewusstsein ist meiner Erfahrung nach  nicht allein semantischer Art, sondern der Tatsache zu schulden, dass diese QUALITÄT sich einfach nicht beschreiben läßt, OHNE Verwirrung zu stiften.   Die Ursache für die Verwirrung liegt damit primär im Leser/Sucher selbst,
a) durch fehlende  transpersonale Erfahrung/Erkenntnis,
b) beim spirituell Erfahrenen, wenn er dennoch versucht - was sich nicht vermeiden läßt, um seine Erfahrung (Konzept) mitzuteilen -  das Unbeschreibbare, weil PARADOXE  Sein, welches im  befreiten Ich/SELBST sowohl als Alles als auch Nichts bzw.  als Vielfalt in der Einheit erkennbar ist. ICH bin also  ALLES, wenn ich mich  in Liebe mit der Vielfalt allen Seienden identifiziere/verBINDE  und ich bin  Nichts in der Einheit, derweil ich mich   von der Vielfalt desidentifiziere und in der Einheit aufLÖSE.  (Solve et coagula - binden und lösen)

Die Verwirrung entsteht v.a. dadurch, dass man versucht ist, DAS, was   "Weder dies noch Jenes" ist,   mit "dies und jenem"  zu beschreiben! 

Auch Wilber kann hier wohl nicht anders, als dem transegoischen Sein im Ganzen und ohne nähere Erklärung personale Eigenschaften zuzuschreiben, was eben jener Verwirrung des Verstandes geschuldet ist, die immer einsetzt, wenn man das paradoxe Sein zu beschreiben bemüht ist; es ist tatsächlich unmöglich, das Nichtidentifiziertsein mit Eigenschaften - was dem paradoxen Sein zugrundeliegt - zu beschreiben - beschreiben läßt sich  nur die Identifikation. 
 Mit Eigenschaft identifiziert zu sein, heisst aber ganz klar, das Ego NICHT überwunden zu haben. Die Identifizierung mit Eigenschaften besagt: Ich bin, was ich denke, das ich bin. Eigenschaften werden vom Ego per se immer als gut oder schlecht bewertet. Eine neutrale WErtung von Eigenschaften gibt es nicht.
Mit Eigenschaft NICHT identifiziert zu sein, bedeutet, erkannt zu haben, dass ich nicht das bin, was ich gedacht habe, das ich bin.  Mein Selbstbild hat sich aufgelöst.
Tatsächlich verschwindet rein äusserlich weder die Welt noch die Person, wenn das Ich transformiert/transzendiert ist.  Oft glauben und denken spirituelle Sucher, dass das Ego  mit seinen negativen wie positiven Eigenschaften erhalten bleibt, nur mit dem Unterschied, dass man das Negative nichts als negativ und das Positive nicht als positiv WERTET. Das ist falsch gedacht.  Man kann z.B. nicht dauernd aufbrausend sein und dabei NICHT mit Ego identifiziert sein. Transegoische Attribut ist Gelassenheit und Gleichmut! Diese sind jenseits von Ego die Regel und nicht die Ausnahme! (Im Gegensatz zum Ego, dem Gelassenheit und Gleichmut eher die Ausnahmen sind).  Natürlich KANN es auch im transegoischen Bewusstsein mal vorkommen, dass man nach aussen hin "aufbrausend" scheint, innerlich aber distanziert ist, keine Abwehr, keine Leidenschaft dahinter steckt. Trotzdem sind das m. E. Ausnahmen, auch wenn es angesichts so mancher Spiritanten gerechtfertigt scheint,sie u.U. die Treppe hinunter bzw. aus der Wohnung zu schmeissen, wenn sie einem Meister mit spirituellem Papageiengeschwätz belästigen.

Wenn das Ich transzendiert ist, sind seine Eigenschaften transzendiert, logo, das ist die Voraussetzung für die SELBSTwerdung. WEnn du ein Choleriker warst und eine deiner Eigenschaft Ungeduld und schnelles Aufbrausen war, dann wirst du im Individuationsprozess III von diesen Eigenschaften geheilt. Das heisst aber nicht, dass du als Geheilter  das Gegenteil eines Cholerikers wirst, was der Phlegmatiker ist. Nein, du ruhst in deiner unbeschreibbaren und undefinierbaren  Mitte  - ES hält  die Balance aufrecht, auch Gleichmut genannt.
Wozu sonst soll Schattenintegration und Transformation gut sein, wenn nicht dazu, die egoischen Eigenschaften zu transformieren und zu transzendieren? 
Wenn eine deiner Eigenschaften ist, deine Frau zu schlagen, dann hörst du jenseits von Ego damit auf. Deine Automatismen, dein Reiz-Reaktions-Schema werden geheilt. Und all das, was du an dir für positiv und eine Tugend hieltest wird im Lichte von Achtsamkeit/Gewahrsein als Laster erkannt, derweil deine Tugenden unbewusst und automatisch abliefen und du z.B. gar nicht anders konntest, als hilfreich, edel, gut zu sein, weil dein Überich/Ich-Ideal es dir aufzwang und es dir soziale Anerkennung brachte.

Mir fällt absolut keine einzige personale Eigenschaft ein, die auf dem spirit. Weg so bliebe, wie sie war. Nichts, aber auch gar nichts bleibt erhalten, alles - jegliche Identifizierung  mit sich und seinen Eigenschaften muss erkannt und aufgelöst werden. Die Wahrheit ist: Man kann jenseits von Ego überhaupt nicht mehr von Eigenschaften sprechen.
Solche Thesen, wie Wilber sie hier formuliert bzw. wie sie oft zur eigenen Bestätigung (miß-)verstanden werden, ist nur Wasser auf den Mühlen jener, die den Kuchen essen und gleichzeitig behalten wollen und glauben wollen, dass sie "im Großen und Ganzen" so bleiben könnten wie sie sind. (Nochmal: Annahme ist die Grundvoraussetzung für Veränderung)

2. Der zweite Teil, wo es um die Funktionalität des transegoischen Ichs in der Gesellschaft geht, ist in manchen Teilen für mich ebenso mißverständlich und kann von spirit. Suchern leicht mißbraucht werden, um die eigene Ichhaftigkeit und Veränderungsunwilligkeit zu rechtfertigen. (Glaubenssatz: Es gibt nichts zu tun.)
Was versteht Wilber unter Stärke und Funktionialität? Wenn er Durchsetzungsstärke meint, irrt er. Das transegoische Ich fliesst mit dem Strom, nicht gegen den Strom. Das noch unerlöste Ich bedarf im Vorfeld der Endgültigen Befreiung (Moksha) der KRAFT zur Heilung und der KRAFT zur Integration, um "Gott"-SELBST aufzunehmen, es ist nicht die egoische  Ich-Kraft, sondern die transegoische KRAFT des SELBST , die dem Ich die Stärke gibt, dem Unbewussten standzuhalten und seine Überschwemmung verhindert,   was in Schattenprozessen leicht vorkommen kann.  Hier gibt es schon keine Trennung mehr zwischen egoischem und transegoischem Ich/SELBST, weil das SELBST/Gewahrsein sich peu a peu an die Stelle von Ich setzt. (Bewusstheit, Licht wird es nur  im selben Maße, als Schatten integriert werden.)

Tatsächlich ist es so, dass personale Heilung (Individuation III), die zum transpersonalen ganzheitlichen "HEIL" führt,  nicht durch Aufbau, sondern im Gegenteil durch Abbau der egoischen Abwehrmechanismen  erfolgt. Die traditionelle Psychotherapie baut das Ich i.d.R. auf, damit es wieder in den Arbeitsprozess integriert werden kann, die transpersonale Psychotherapie baut es i.d.R. ab.  Die traditionelle Psychotherapie verhilft Menschen, deren Verdrängung nicht so gut funktioniert,  dazu, das Ich zu stärken, indem die Abwehrkräfte/Verdrängung gestärkt werden. 
Die transpersonale Psychotherapie hingegen ARBEITET mit der geschwächten Abwehr, also mit dem, was ist bzw. sich gerade zeigt, statt verändern zu wollen.   (Es gibt aber auch schwere Fälle, wo das Ich erst etwas aufgebaut werden muss,  um mit dem Klienten überhaupt arbeiten zu können, damit das Unbewusste nicht die Oberhand über das TAgesBewusstsein kriegt. Geht nichts über eine gute ERdung.)
Die KRAFT des transegoischen Ich liegt aber niemals in der eigenmächtigen Durchsetzung von Interessen oder Verfolgung von weltlichen Zielen wie Karriere usw. ES tut nichts, ES läßt absichtslos geschehen.
Die KRAFT des transegoischen Ichs basiert auf der grundlegenden Angstfreiheit, es ist befreit von der Angst, es selbst zu sein. DAS befähigt das transegoische Ich, in vieler Hinsicht besser zu "funktionieren" und zu reagieren, weil es weder mit sich noch mit anderen in Konflikt ist.  (Was aber nicht bedeutet, dass es keine Feinde hat).

Was meint K. Wilber mit der Fähigkeit zur distanzierten Selbstbeobachtung? Dass diese nicht verlorengeht? Das egoische Ich ist gar nicht fähig, sich  distanziert zu beobachten, wenn es glaubt, es beobachte sich "distanziert" und wertungsfrei,  dann dissoziiert es.      Nur das transegoische Ich kann neutral  (jenseits von Distanz und Nähe)  beobachten und das ist ihm keine Fähigkeit, sondern ein SEIN  -  Gewahrsein.  Da ist kein egoisches "Ich" mehr, was einer Beobachtung zugänglich wäre. Anstelle des egoischen Ichs, findet man jetzt  nur die berühmte Leere.  

Die Achtsamkeit/Gewahrsein des transegoischen Ich-Bewusstseins  ist gleichermaßen nach aussen und nach innen gerichtet.  Für auf- oder abwertende Selbstbeobachtung hat das transegoische Ich absolut keinen Grund, es stellt sich , sein Denken und Tun nicht  Frage.   Sich mit den Augen der Anderen zu sehen, gelingt ihm immer noch, aber nicht als pathologische Identifikation oder,  wie früher, um sein Verhalten im Sinne der Normen zu reflektieren, sondern er kennt ja aus eigener Erfahrung den Beurteilungs- und Wertungsmodus des alten Ichs.  Er geht nicht mehr in sich - er IST in sich.  Schmerzhafte Selbstreflektion findet nicht (mehr) statt. Reue, Scham - null. Er reflektiert nicht mehr im Sinne von gut-böse oder richtig-falsch. Nix kümmert ihn.

Die Aussage Wilbers: "Wenn man mit Ich ein funktionales Selbst meint, das sich auf die konventionelle Welt bezieht, dann wird dieses Ich ganz entschieden behalten" verneine ich hingegen ganz entschieden. In meiner Erfahrung behält man gar nichts von seinem alten Ich, man bekommt das Ich am Ende quasi verwandelt "zurückgeschenkt". Man verliert erst mal alles bzw. muss bereit sein, die ganze Kontrolle über sämtliche  Ich-Funktionen zu verlieren und jeden Widerstand dagegen loszulassen. (Die Formulierung Wilbers impliziert, dass ein Mensch irgendetwas an Ego für sich behalten darf.  Der Sucher, der  glaubt, dass er was behalten darf, kann sich unmöglich den TiefenProzessen hingeben!
(Das Auf- und  Abtauchen in die TiefenProzesse und die danach anstehende Integration ins Ich ist sehr schwer und oft nicht allein zu bewältigen. Oft muss man sich deswegen aus dem gesellsch. Leben zurückziehen, weil man zu verletztlich und dünnhäutig ist und große Angst hat,  dass man die Ich-Kontrolle in Gegenwart anderer vollends verlieren könnte und man nicht im Nirvana, sondern in Der Anstalt landet.)
 Die Funktionalität  des transegoischen Ichs auf der gesellschaft. Alltagsebene hängt demnach davon ab, ob man seine Trans-Erfahrungen letztlich auch rational gut integrieren kann.  Viele Spirituelle bleiben auch nach einer Großen Erfahrung mit dem Kopf in den Wolken und finden mit den Füßen nicht mehr auf die Erde, weil ihnen die  geistige KRAFT fehlt, ihre spirit. Erfahrungen intellektuell  einzuordenen und zu verarbeiten. Viele Finder sind dysfunktional in dem Sinne, dass sie sich im Alltagsleben nicht  mehr auf Aufgaben konzentrieren können, da sie ständig in ihre faszinierende innere Welt gezogen werden, u.a. weil für sie die äussere Welt bedeutungsentleert ist und daher jegliche Anziehung verloren hat.
 Da hilft nur eines: Erden, erden, erden!  Oder  spontanes Schreiben - das  hilft auch, aus dem fruchtbaren Chaos eine neue Ordnung erstehen zu lassen.

PS: Es war mir ein Anliegen, aus der Sicht meiner Erfahrung einige Mißverständnisse zu klären, die sich speziell für spirit. Sucher aus dem vorliegenden Text von Ken Wilber ergeben könnten. Sein Text ist aus 1999 - möglicherweise  würde er heute anders formulieren, er hat schon viele seiner früheren Bücher/Texte revidiert.

Samstag, 8. April 2017

?Illuminati? -Ist die Elite arg bös erleuchtet oder haben wir sie nur falsch verstanden?



Zeitgeist

Ich glaube nicht, dass ich die einzigste bin,  die sich heutzutage fragt: Wer oder was ist der heutige Zeitgeist eigentlich... Wer oder was ist die "Elite" und wer oder welche Ideologie verbindet sich mit dieser sog. Elite, die den heutigen Zeitgeist bestimmt. Was mich persönlich angeht, steht besonders die Frage im Vordergrund, ob diese Elite tatsächlich so arg bös erleuchtet ist, wie sie nach aussen hin zu vermitteln scheint... ob sie  von allen bösen Geistern besessen oder von allen guten Geistern verlassen ist? Modern talking:
Ist diese Elite  horizontal-postfaktisch oder vertikal-transfaktisch "illuminiert"?


Seit Beginn der " Flüchtlingskrise" im Herbst 2015 beschäftige ich mich wieder mit Politik und hole Stück für Stück nach, was ich in  letzten 30 mehr oder weniger weltflüchtigen Jahren unterlassen hatte, in den Jahren, in der die Zeit langsam, bekömmlich und moderat für mich verloren ging, um im Herbst an einem sonnigen Morgen für alle Zeiten stehen zu bleiben. Seitdem hat meine Ich- und Welterfahrung eine Umkehrung erfahren - ich erlebe die Welt nicht mehr durch Medien und Mittler, sondern unmittelbar aus mir selbst heraus. Nicht dass ich mich für irgendetwas in der Welt "interessieren" würde, nein, Interesse ist nicht das richtige Wort bzw. gibt es keine richtigen oder falschen Wörter für das nüchtern-neutrale Sein jenseits der Ego-Identifizierung -  Interesse schweift in die Ferne, Interesse ist egoisch, weil es  begehrliche Leidenschaftlichkeit voraussetzt, im besten Falle, um zu wissen, zu verstehen.  Die Welt, das Universum "essen" - DAS beschreibt das Geschehen für mich am besten. Einverleibung... Incorporation... oder auch Integration. Genauer: Schattenintegration.

Sollen es tatsächlich 30 Jahre sein,   in denen ich nicht mitbekam, welcher Zeitgeist durch die 1980iger, -90iger und 2010er wehte und wie einmal mehr eine radikalsozialistische Ideologie zum Mainstream avancierte? Wenn ich's recht bedenke, habe ich bis heute noch nie in meinem Leben bewusst den Zeitgeist erlebt und benennen können. Wenn ich's noch rechter bedenke, schleicht sich die gesamte verlorengegangene Zeit - die Lebens- und Menschheitsgeschichte, die Vergangenheit -  zur Hintertüre wieder herein und fordert Aufmerksamkeit und Durchlichtung.

Mit Beginn der Völkerwanderung im Herbst 2015,  bei der die deutsche Bundeskanzlerin die nationalen Grenzen aufgeweicht hat, um ohne jede Obergrenze alle Welt hereinzulassen, ging ich auf Spurensuche nach den mysteriösen Hintergründen dieser "humanitären" Aktion, die man vielen skeptisch bis stocksauren Mut- und WutBürgern lange Zeit nicht erklärbar machte,  weil die Elite der Politiker/Medien/Klerus-Kaste  offenbar den Kontakt zum Bürger schon lange vorher abgebrochen hatte. Erst vor kurzem erschien das Buch "Die Getriebenen" von Robin Alexander, demnach es keineswegs der deklarierte Humanismus war, sondern die Flucht der Politiker vor Verantwortung, die das Desaster einleitete. Das Bösartige ist dabei nicht die Verspätung, mit der der Bürger die ganze Wahrheit erfuhr, sondern dass diejenigen, die gegen eine Aufweichung der Grenzen und für eine Obergrenze von Migranten waren, von den Refugees-Welcomern als "rechts" und Nazi's diffamiert wurden. Gutmensch vs. Wutmensch.

Schon 2011, als ich ins Netz ging, stiess ich häufig auf den Begriff einer Neuen Weltordnung, (NWO) den ich übrigens zum ersten Mal aus dem Mund von George W. Bush hörte zur Zeit des Irak-Krieges -  zum zweiten von sog. Verschwörungstheoretikern und zum dritten später aus dem Munde der unsichtbaren "Elite", der "Anonymen Mächte", deren Ziel die Realisierung einer One-World-Vision ist, die sich vorrangig auf wirtschaftliche Globalisierung (Amerikanisierung)  und sich darüber hinaus aber einen pseudospirituellen Anstrich mit allerhöchstem moralischen Anspruch gibt, - was für die Pseudohaftigkeit von Spiritualität spricht, denn der Heilige Geist weht zwar wo er will, nur nicht da, wo Moral bzw. stetige empörungsbereite Moralität am Unheiligen Werke ist. Bei der Suche nach Worten für das unfassbare und gesichtlose dieser "Anonymen Mächte" fanden sich zunächst zwei Begriffe:   a) Gutmensch, b) politically correctness
Auf der Suche nach der Ursache des massenhaften Auftauchens des sog. Gutmenschen, der sich besonders in den Refugee-Welcomern so bösartig manifestierte, stiess ich des weiteren auf einige bedeutsame "Bewegungen". 


Die "Flüchtlingskrise" vor allem  hat es an den Tag gebracht und die Katze möglicherweise früher aus dem Sack gelassen, als es wohl vorgesehen war -  was die NWO- und Illuminaten- Theorien der sog. Verschwörungstheoretiker nun überdeutlich zu bestätigen scheinen:  Dass es eine relativ kleine Gruppe von "Eingeweihten" zu geben scheint, die sich als Elite und kulturelle Vorhut sieht und die im Zuge der Globalisierung nicht nur alle nationalen Grenzen auflösen will, sondern die nationale Identität der Menschen an sich zerstören will, um nach dieser  DEKONSTRUKTION von diversen Identitäten und der Schaffung diverser Neuer (Rollen) in einer weltweiten Transformation den  Neuen Menschen zu konstruieren - den Guten Menschen, der über den Weg der multikulturellen Vermischung mit anderen Rassen und der Dekonstruktion seines dreckischen weissen Superegos per se nicht mehr fähig ist, so etwas wie Rassismus zu empfinden. (Rassismus ist in dieser Ideologie immer der Rassismus des Weissen Mannes!) Eine Züchtung, die christlich jargoniert nicht mehr sündigen kann, weil man ihr keinen Anlass mehr bietet. Der Name dieser Ideologie: c) Kulturmarxismus, eine schlimme Krankheit, die vor allem in den USA an Campus und Universitäten grassiert, über England und Frankreich  - endgültig im Herbst 2015 - auch Deutschland erreichte. Die sog. Flüchtlingskrise vitalisierte nicht nur die NGO- und Antifa-Szene, sondern bot auch den Regierenden besten  Anlass zu kampf- und gewaltbereiter "Rassismusbekämpfung"  - Rassismus, den man v.a. bei den  konstruierten "Rechtsextremen" der AfD verortete. "Black Live Matters" - nun auch in Europa, eine Bewegung, die  ihre Daseinsberechtigung v.a. über die Migrationsströme von insbesondere Schwarzen und arabischen "people of color" in die Europäische Union bezieht.
Überhaupt: es wartet eine Menge (Dogmen-) Stoff auf die Kulturmarxistische Linke, die ihre Mehrheit über die Rekrutierung bzw. der massenhaften Konstruierung von "Opfern" (mutmaßlich) diskriminierter Minderheiten bezieht. Ohne Opfer gibts kein Gutmensch!
Die linken 68iger sind die Dekonstrukteure von Normen und traditioneller Moral,  die das Gute wollten und dabei das Böse konstruiert haben: den sog. Gutmenschen. Den "Snowflake". Klinisch: Borderline-Syndrom oder Narzisstische Persönlichkeitsstörung.



Kulturmarxismus ist eine Lehre, die sich auf die Frankfurter Schule (Horkheimer, Fromm, Adorno, Herbert Marcuse uam.) gründet und insbesondere von der Kulturrevolution der 68iger Generation getragen wurde.  Der Marsch durch die Institutionen, die Revolte von unten ist ihnen offenbar gelungen - von mir persönlich ganz unbemerkt, weil ich, wie gesagt, meine Aufmerksamkeit viele Jahre auf innere Prozesse richtete und mich wenig für die Geschehnisse in der Welt interessierte. (Das einzige, was mir auffiel, war,  dass die Therapeuten/Sozialpädagogen/Sozialwissenschaftler an die Macht zu kommen schienen.) Aber offenbar bin ich  nicht die einzige, die starken Informationsnachholbedarf hat, die halbe Welt schien in diesem Zeitraum  im Nebel zu gehen und sich der kulturmarxistischen Indoktrination als solcher gar nicht bewusst gewesen zu sein, wohl weil sie auf Samtpfoten und  ganz hinterfotzig von "innen" kam, d.h. nicht von aussen über lebendigen Diskurs und Diskussion mit dem Volk, sondern durch Institutionen wie Kindergarten, Schule und Universitäten den nachfolgenden Generationen eingeimpft wurde. Ein Prozess, der jetzt m. E. gerade ins Stocken kommt, derweil sich die Bürger langsam ihrer Indoktrinierung (Matrix)  bewusst werden, da die Gehirnwäsche nicht mehr klammheimlich von hinten kommt, sondern im höchsten Maße frech und angriffig von vorne z.B. in  Form einer radikal-konstruktivistischen Gender-Ideologie, die so stark gegen jegliches Normempfinden und "göttlichen Schöpfungsplan" verstößt, dass die Menschen nicht länger mehr bereit sind, die unverdaulichen Brocken widerspruchslos zu schlucken - die Hypnose, die "Blauen Pillen", die eine Wohlmeinende Elite ihren Untertanen  reinwürgen will, verlieren langsam an Wirkung und die "Matrix" beginnt zu bröckeln.

Hier nun die neueste Blaue Pille* aus dem Transformationsministerium:
Opfer von sexueller Gewalt sollen nach der Neuen Sprachmusik der neolinksfeministischen Kulturexperten nun "Erlebende" heissen, eine Neutralisierung, die die Grenzen von Opfer und Täter - aus guten und wohlmeinenden Gründen natürlich - verwischen soll. Die Gründe spielen hier jetzt keine Rolle, für mich wichtig ist, dass ich auch in dieser Idee wie bei so vielem eine spirituelle Dimension/Simulation erkenne, wie sie einerseits für den transpersonalen Weg des spirituellen Adepten typisch ist, aber andererseits auch für den religiösen Wahn, der spirituelle Einsichten in die Welt projeziert (Projektion/Simulation) eine Simulation, die 1:1 dem zu entsprechen scheint, was in spirituellen Transformations- und Transzendierungsprozessen bei der Desidentifikation ("Dekonstruktion")von Ego im Bewusstsein geschieht, um die Geburt der Wahren Natur/SELBST zu bewirken. Was von Kulturmarxisten simuliert wird sind beispielsweise die folgenden Attribute des transpersonalen Bewusstseins:
- die spirituelle Erkenntnis, dass das Ego ein soziales Konstrukt ist...
- Polaritäten- und Gegensatzpaare wie Männlichkeit-Weiblichkeit, Täter-Opfer       u.a.werden aufgehoben/relativiert, als EINS bzw. als zwei Seiten einer Medaille als gleich gültig und einander bedingend erkannt...
- IdentifikationsAuflösung psych. Grenzen/Begrenzungen... -Unterschiedslosigkeit/Gleichheit aller Menschen, Indifferenz;
- Verbundenheit/Identifizierung mit allen Wesen - Identifikationsauflösung begrenzender kollektiver Kategorien und Klassifizierungen und Re-Identifikation mit allem, was ist.
- Spontaneität/Bewusstsein des Nichtwissens: "Tägliches Neu-Aushandeln der Beziehungen zur Welt", d.h.keine gewohnheitsmäßigen Wiederholungen, sondern spontane Aktionen, "Jedes Mal ist das erste Mal" (Zen))

Ich habe  noch nicht viel über Kulturmarxismus gelesen, ich kenne sein politisches Programm nicht en detail, doch eines schien mir ziemlich schnell  klar: die sog. Elite tut das, was im  Individuationsprozess des Einzelnen geschieht,  als ein politisches Programm auf eine ganze Gesellschaft wenn nicht gar auf die ganze Welt übertragen; allerdings soll der einzelne Mensch nicht durch wirkliche Ein-Sicht und SELBSTerkenntnis ein neuer Mensch werden, sondern durch Indoktrinierung und Erziehung soll das kollektive Ego zu Teilen dekonstruiert und neu programmiert werden.  Es soll ein neues Ich und damit ein neues Weltbild quasi per dekret verordnet werden.

Die Art der Spiritualität ist vor allem eine dualistische, eine Weibliche! (Einfluss des Feminismus - deswegen auch der Zorn des "Pösen Paternosters" - der Backlash des Patriarchats! )

"Die sanfte Verschwörung" - der gute alte New-Age-Paradigmen-Wechsel in neuem Gewande. Resultat einer solchen Indoktrinierung ist eine Kollektivneurose - eine "sanfte Verblödung", die insbesondere an den akademischen Institutionen nicht mehr zu ignorieren ist.

PS: Ich möchte noch hinzufügen, dass ich nicht wirklich "recherchiere", ich google z.B. nicht nach spirituellen Zusammenhängen mit dem Kulturmarxismus, sondern bilde mir mein Urteil selbst hauptsächlich über aktuelle Be- und Gegebenheiten und zufällig zufallende Informationen, die sich durch  Ereignisse in der Vergangenheit und diverser Lebenserfahrungen erklären lassen, deren Sinn und Zusammenhang mir erst heute bewusst wird.



Literatur: In diesem Zusammenhang noch einmal lesenswert und interessant wäre

Marylin Ferguson: Die sanfte Verschwörung
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Hans Pestalozzi: Die sanfte Verblödung
https://www.amazon.de/Die-sanfte-Verbl%C3%B6dung-Hans-Pestalozzi/dp/3889580114